von Theo-Paul Löwengrub
Selbstdarstellerin und Allzweck-Protestsirene Neubauer gestern in Berlin in ihrem Element bei der Pro-Fernandes-DemoAuch am vierten Tag in Folge gingen gestern die Collien-Fernandes-Festspiele der selektivempörten Gesinnungsheuchler-Créme dieses Landes weiter: Gestern fand in Berlin eine “Demonstration gegen digitale Gewalt” statt – eine weitere jener für dieses Milieu mittlerweile typischen “Protest”, in denen ein regierungsfinanziertes und -höriges Milieu gemeinsam mit eben dieser Regierung (!) restriktive und autoritäre Maßnahmen fordert, indem es sich auf einen politmedial konzertiert ausgeschlachteten Anlass bezieht. Dies ist exakt dieselbe Masche wie bei der “Correctiv”-Potsdam-Operation und den auch damals auffallend zeitversetzt erfolgten zugehörigen “Enthüllungen”, als dieselben Figuren im “Kampf gegen Rechts und Faschismus“ auf die Straße gebracht wurden. Ob dies die einzige Parallele ist und nicht in diesem Fall ein ähnlicher Ausgang wie bei der nunmehr als Riesenschwindel entpuppten “Correctiv”-Lügenkampagne droht, bleibt indes abzuwarten. Die Demo fand statt unter dem geradezu hysterischen propagandistischem Sperrfeuer von „Bild“, wo man von einer „Machtdemonstration“, einer „Allianz der starken Frauen aus Politik und Show-Business“ fabulierte und die Frage stellte, ob man hier „schon bald eine neue, politische Bewegung?“ sehe.
Wer das las, könnte vermuten, hier hätten sich Hunderttausende zusammengefunden. In Wahrheit waren es rund 6.700 Teilnehmerinnen. Das Missverhältnis zwischen der überschaubaren Zahl von NGO-instruierten, zumeist prominenten “Protestlern” samt ihrer Social-Media-Bubble an linken Mitläufern, die im Fall Fernandes die Stimme erheben, und dem diesem Fall zuteil werdenden Medieninteresse erklärt sich eben aus dem Kampagnencharakter. Mit allen Mitteln soll der Staat die totale Kontrolle über die Anonymität des Internet als letzter freiheitlicher Rückzugsort andersdenkender und widerspenstiger Freigeister erlangen, von Social-Media-Verboten für Jugendliche bis vor allem hin zur Klarnamenpflicht. Seit Monaten wird dieses Ziel mit allen Mitteln verfolgt und der Kampf dafür auf verschiedenen Fronten geführt von Daniel Günther bei Markus Lanz bis zu Mobbing im Netz. Da allerdings diese wahren Absichten des übergriffigen Linksstaats, nämlich die Opposition auszuschalten und die Transformation von Energiewende bis Islamisierung, reichlich unpopulär klingen, versteckt man sie nun hinter Maßnahmen des Opferschutzes unter Aufbietung bewährter Feindbilder. Die Chatkontrolle wurde mit dem angeblichen Kampf gegen Kinderpornographie begründet, und die Klarnamenpflicht nun eben mit dem Fall Fernandes, der wie gerufen kommt.
Profilneurotische Selbstdarsteller der ersten Garnitur
Die von “Bild“ gehypten „starken Frauen“, die für Fernandes die Stimme erheben, waren auf der Demo vor allem profilneurotische Selbstdarsteller der ersten Garnitur. Klima-Fanatikerin Luisa “besser Doppelmoral als keine Moral” Neubauer nahm den Anlass gerne mit, um sich wieder einmal öffentlich aufzuplustern, da sie mit ihrem Klima-Irrsinn kaum noch jemandem hinterm Ofen hervorlockt und weil die verblassende Anmut ihrer jugendlichen attraktiven Erscheinung, die ihr stets hohe Medienpräsenz sicherte, ganz allmählich einem zunehmend verhärmten und unweiblichen Habitus weicht. Hinzu kamen andere Gestalten jenseits jeder Erträglichkeitsgrenze wie die Grünen-Chefin Franziska Brantner, ihre Amtsvorgängerin Ricarda Lang, Ex-Familienministerin Lisa Paus, die Ex-SPD-Vorsitzende Saskia Esken, natürlich die unvermeidliche Grüne Katrin Göring-Eckardt und die beiden Vorsitzenden der Grünen Jugend Henriette Held und Luis Bobga sowie deren Vorgängerin Jette Nietzard; hinzu gesellten sich noch diverse Moderatorinnen, Showsternchen und Schauspielerinnen aus der dritten und vierten Garnitur.
Vor allem Neubauer gab ihr übliches, austauschbares und zu jedem Anlass passendes Empörungsgejammer zum Besten. „Es ist ein so entscheidendes Zeichen, dass wir keine Sekunde Ruhe geben“, suhlte sich das Millionärstöchterchen in der Pose der Widerstandskämpferin. So gerne würde sie sich ja „nur ums Klima kümmern“, klagte sie. Aber das gehe nicht. „Nicht in dieser Gesellschaft und dieser Zeit und bei diesen Männern“. Denn seit fünf Jahren brauche sie selbst Personenschutz der Polizei, wenn sie zu Demonstrationen gehe, weil es “Bedrohungen von Männern” gebe. Immer wieder melde sich das Landeskriminalamt bei ihr, weil es Stalker gebe, real und im Internet. Eine Hilfsorganisation berichte ihr, dass das Internet voll sei mit sexualisierten Fakebildern von ihr – offenbar erstellt von Männern, die Gewaltfantasien, eine Sucht nach Kontrolle und Abwertung von Frauen hätten. Immerhin scheint bei Neubauer die Gefahr also nicht im Nahebereich zu lauern, von ihrem bemitleidenswerten Lebensgefährten Luis Klamroth wurden bisher jedenfalls keine Gerüchte um “virtuelle Vergewaltigung” ruchbar. Aber die gab es bis letzte Woche bei Christian Ulmen ja auch noch nicht, und da die rasenden Furien des Fernandes-Unterstützerkreises deren Anschuldigungen ja unisono auf alle Männer ausweiten, sollte Klamroth vielleicht besser schonmal Vorkehrungen treffen…
Verwässerung des Gewaltbegriffs
Inhaltlich wäre das, was diese Frauen vorbringen, wesentlich ernster zu nehmen, ginge es ihnen auch sonst um Frauenrechte und Opfer sexueller Gewalt. Doch das ist erweislich nicht der Fall. Eine Demonstration gegen die Abertausende von Gruppenvergewaltigungen durch vor allem muslimische Migranten oder den systemimmanenten Frauenhass des Islam mit seiner Kontrolle und Abwertung ihrer unter Kopftuch oder Burka gezwungenen Geschlechtsgenossinnen käme ihr natürlich nie in den Sinn. Auch die bestialischen Vergewaltigungen und Ermordungen israelischer Frauen durch die Hamas am 7. Oktober 2023 hatten Neubauer und ihre Mitstreiterinnen völlig kalt gelassen, wohl aber ereiferten sie sich permanent über die israelischen Gegenschläge gegen diesen Terror. Auch dass die Grünen erst vor wenigen Tage ein Fastenbrechen im Bundestag mit strikter Geschlechtertrennung (!) abgehalten hatten, war natürlich auch kein Thema für diese Szene. Stattdessen müssen die (nach wie vor unbewiesenen!) Anschuldigungen der „virtuellen Vergewaltigung“ Fernandes‘ gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen inmitten eines Scheidungskriegs für einen Feldzug genügen, der sich wieder vor allem gegen den „weißen Mann“ richtet, während die wahren und alltäglichen Grausamkeiten, die Frauen im Zuge der Massenmigration ganz real erleiden, wie immer ignoriert wurden.
Dieses Derailing hat Methode: So wie auch der Gewaltbegriff immer weiter verwässert wird, indem nun auch schon allzu intensiver Augenkontakt, harmlose Komplimente oder falsche Anreden per Dunkelfeldstudie des BKA als “Gewalt” definiert werden, um die importierte reale Gewalt unsichtbar zu machen, so treten nun Femizide und Gruppenvergewaltigungen als Phänomene barbarischer Zuwanderungskriminalität hinter den Anschuldigungen einer C-Prominenten gegen ihren Ex-Mann zurück. Und dass all das praktischerweise auch noch der Abschaffung der Klarnamenpflicht dient, ist den “solidarischen” Frauen dieser Republik entweder nicht bewusst – oder sie beteiligen sich an dieser Heuchelei wissentlich. Tatsächlich sind alle Parteien außer der AfD bereits auf den Gesetzesverschärfungszug aufgesprungen beziehungsweise dürften bei dieser offensichtlich konzertierten und von langer Hand vorbereiteten Kampagne von Anfang an an Bord gewesen sein.
Perfektes Zusammenspiel von Medien, NGOs und Regierung
Es hagelt nun urplötzlich, passend zum Thema, Forderungen nach neuen Gesetzen gegen „digitale Übergriffe“, die gar nicht schnell genug durch den Bundestag gepeitscht werden können und den Zensurkomplex weiter verfestigen sollen. Andere, wesentlich dringendere Gesetze, etwa zur Bekämpfung der illegalen Massenmigration, der Abschaffung der CO2-Besteuerung oder den Wiedereinstieg in die Atomenergie gibt es dagegen nicht. Es ist ein typisches Beispiel für reine Symbolpolitik – denn bereits mit der bestehenden Gesetzeslage ließen sich solche Deepfakes, deren Verbreitung Ulmen vorgeworfen wird, bereits ahnden. Dass so ein perfektes Zusammenspiel von Medien, NGOs und Regierung möglich ist, ist eine direkte Folge der (Selbst-)Gleichschaltung vieler Journalisten und des gesamten Kulturbetriebs unter ein Paradigma, das den Umbau dieses Landes von einer einstigen Vernunftgesellschaft zu einem regenbogenbunten Bullerbü des Selbstbetrugs bezweckt – auf Kosten des Wohlstands und Schulden auf Generationen.
Auch auf der charakterlichen und menschlichen Ebene tun sich Abgründe auf, wie man sie as den finstersten Zeiten der deutschen Geschichte kennt: Inzwischen gehen die Absetzbewegungen von dem seit Donnerstag zur verabscheuungswürdigsten Unperson des ganzen Landes erklärten Christian Ulmen weiter. Fahri Yardim, Ulmens langjähriger Freund und Co-Star in der Erfolgsserie „Jerks“, die nun vermutlich bald aus allen Kanälen getilgt wird und bei Pro7 schon gar nicht mehr abrufbar ist, meldete sich mit einem ellenlangen Schwurbel-Statement zu Wort, indem er Fernandes zunächst seiner “Bewunderung” für ihren „Mut“ versicherte. „Ich bin dankbar für den Zuspruch, den sie erhält. Ich fühle mit ihr und ich bin dankbar dafür, wie sie ihre persönliche Geschichte in eine Kraft übersetzt, die echte strukturelle Veränderung möglich macht“, so Yardim. „Vielleicht gibt es eine Ahnung davon, was es bedeutet, wenn sich solche Abgründe im engen Freundeskreis auftun. Wie besonders der Schock gerade dort ist“, schrieb er weiter. Er sei sich zwar bewusst, dass sein bisheriges Zögern bei einer Positionierung „nicht neutral“ sei. Es beeinflusse, welche Deutungen Gewicht bekämen. Die öffentliche und die persönliche Ebene existierten gleichzeitig – und diese Gleichzeitigkeit habe sich für ihn „nicht in eine schnelle, eindeutige Position übersetzen“ lassen. Der Höhepunkt dieser Haltungsnabelschau ist die folgende Passage: „Ich will diese Ambiguität nicht romantisieren: Sie kann Erkenntnis ermöglichen, aber auch Verantwortung verschieben, Entscheidungen verzögern und bestehende Machtverhältnisse stabilisieren“.
Charakterlicher Totalausfall Stuckrad-Barre
Noch übler verhielt sich, wenn auch wenig überraschend, der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre. Dieser hatte den öffentlichen Bruch mit seinem „Freund“ Ulmen bereits zuvor, aber nicht weniger wortreich vollzogen. Natürlich fühlte auch er sich bemüßigt, dramatisch mitzuteilen, er befände sich „in einer Art Schockzustand“ – und deshalb müsse er sich „hier ganz klar von meinem Freund Christian distanzieren, muss das deutlich benennen, weil Schweigen nicht ganz zu Unrecht aufgefasst werden könnte als Billigung“. Es falle ihm „sehr schwer“, leicht sei nichts daran, aber es sei „simpel“, so Stuckrad-Barre. Weiter ließ er wissen: „Es ist an niemandem sonst als an uns Männern, festzustellen, anzuerkennen und zu verurteilen, dass die allermeisten Gewalttaten gegenüber Frauen innerhalb von Beziehungen stattfinden. Und dass die Täter eben nicht nur irgendwelche düsteren Gestalten aus Statistiken sind, sondern dass darunter auch Menschen sind, die wir bewundern oder lieben“. Fernandes sei „ohne Wenn und Aber Opfer entsetzlicher digitaler Gewalt geworden, und dass offenbar auch durch Christian“ (sic!). Sein Mitgefühl, seine Solidarität gehöre „alleiniglich ihr“ – damit hat Stuckrad-Barre die deutsche Sprache gleich noch um ein neues Wort bereichert. Hier zeigt dieser einst gefeierte “Pop-Literat” erneut die ekelhaften Charaktereigenschaften, die er bereits vor drei Jahren mit seinem Roman „Noch wach?“ offenbarte, in dem er seinen langjährigen väterlichen Freund und Förderer, Springer-Chef Mathias Döpfner, eiskalt der Lächerlichkeit preisgab – und das ohne jeden äußeren Druck, vielmehr aus reiner Niedertracht.
Ulmen hatte einst Stuckrad-Barres Late-Night-Shows produziert und „Noch wach?“ massiv beworben; doch in all diesen Jahren will er nichts von den charakterlichen Abgründen seines vermeintlichen Freundes mitbekommen haben? Abgesehen vom Zeitablauf im Fall Fernandes, von der Tatsache, dass sie von der angeblichen Schuld ihres Mannes zu einem Zeitpunkt wusste, da sie offensiv und lasziv schon wieder öffentlich auf der Suche nach Männern war sowie von ihren früheren anzüglichen Kommentaren im Playboy oder als Covergirl von Männermagazinen: Es gilt generell die Unschuldsvermutung für Ulmen – und sie sollte in Männerfreundschaften eigentlich im Besonderen gelten.
Orgie der Heuchelei
Doch Stuckrad-Barre und andere Abtrünnige sind keine Männer; es sind Feiglinge – und das selbst dann, wenn sich am Ende entgegen aller begründeten Zweifel tatsächlich herausstellten sollte, dass alle Vorwürfe zutreffen. Denn sie zeigen von Ulmen jetzt ebenso geheuchelte Abkehr, wie sich umgekehrt Fernandes‘ solidarische “Unterstützerinnen” plötzlich als ihre engsten Weggefährtinen aufspielen. Immer auf systemkonformer und politmedial erwünschter Seite mitlaufen! Es ist eine einzige Orgie der Heuchelei, die sich hier abspielt und bei solchen Freunden braucht man in der Tat keine Feinde mehr. Die Angst, von der Kulturblase ausgestoßen zu werden, übertrumpft offensichtlich jede Regung von menschlichem Anstand.
Nichts, rein gar nichts hat dieses Milieu gelernt aus den Fällen Andeas Türk, Jörg Kachelmann, Till Lindemann und Gil Ofarim, um nur wenige zu nennen, in denen sich die erhobenen Vorwürfe der monatelang mit riesigem Getöse inszenierten “Opfer”, die sich in grenzenloser öffentlicher Solidarität und einem Meer von Mitgefühl badeten und für ihren “Mut, die Stimme zu erheben” zu Helden stilisiert wurden, am Ende in Luft auflösten oder sich gar als bösartige Lügen entpuppten. Die wahren Opfer waren am Ende die Täter – und zwar von Verleumdungen, versuchter oder vollendeter beruflicher Existenzvernichtung und gesellschaftlicher Stigmatisierung. Diese lehrreichen Beispiele werden geflissentlich unter den Teppich gekehrt, obwohl sie eigentlich ein Umdenken zu mehr Zügelung und Vorsicht bewirken müssten. Das bedeutet NICHT, dass man Fernandes nicht glauben soll; es soll lediglich zur eigentlich selbstverständlichen gebotenen Zurückhaltung gemahnen. Doch stattdessen gilt die Devise „schuldig bei Verdacht“, werden die Beschuldigten – egal, wie nahe man ihnen gestern noch stand – ans Kreuz geschlagen und ist man bereit, selbst jene aus den eigenen Reihen auszuschließen und in den Dreck zu treten, die gestern noch als Teil der eigenen Community galten. BEIDE Seiten anzuhören und eine gebotene Skepsis obwalten zu lassen, kommt niemandem in den Sinn – man will ja nicht, wie bei Epstein, als Teil des Täterumfelds gestempelt werden! Dass ein Urteil am Ende, nicht am Anfang eines Prozesses stehen muss – sollte für Gerichtsverfahren ebenso gelten wie für mediale Schauprozesse, ebenso wie “audiatur et altera pars”. Doch die hierzulande maximal hysterisierte, infantile Empörungs- und Aufmerksamkeitsmaschinerie lässt keine Zeit mehr für rechtstaatliche Prinzipien; vor allem dann nicht, wenn mal dem in Rede stehenden ausgeschlachteten Skandal offensichtlich eine politische Agenda verfolgt werden soll.
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