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Donnerstag, 3. September 2026

Funktionäre opponieren gegen Merz: DIHK-Geheimplan zur Rettung der deutschen Industrie

von Gerold Keefer

Deindustrialisierung: Die wirtschaftsfeindlichste Energiepolitik aller Zeiten trägt Früchte



Wenige Tage, bevor es bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu einem historischen Sieg der AfD kommen könnte, platzt im politischen Berlin eine Bombe: Führende Vertreter der deutschen Wirtschaft haben offenbar hinter dem Rücken der Bundesregierung einen geheimen Plan zur Rettung des Industriestandorts Deutschland ausarbeiten lassen. Offenbar laufen die Fäden für den Überraschungscoup bei der mittelständisch orientierten Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in der Hauptstadt zusammen. Der Präsident der DIHK, Paul Florian, hat die Existenz des bisher geheim gehaltenen Papiers auf Nachfrage vorgestern, am späten Dienstagnachmittag, zwar bestätigt, wollte sich aber nicht näher äußern. Schon im Vorfeld wurde mehreren Hauptstadtredaktionen, unter anderem von ARD, ZDF, RTL und der dpa, der Geheimplan zugespielt. Gerüchte über ein solches Dokument machten bereits Ende letzter Woche im Berliner Regierungsviertel die Runde.

Mittlerweile sind auch inhaltliche Details dieses Plans bekannt, die Agenturen berichten ausführlich. Kernpunkt bildet demnach ein sogenanntes “Sofortprogramm Offensive Schiefergas” (SOS), das auf die Förderung umfangreicher heimischer Erdgasvorkommen in großem Stil setzt: “Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe lagern hierzulande allein in Schiefergaslagerstätten etwa 1,3 Billionen Kubikmeter technisch gewinnbare Ressourcen; das ist etwa das Dreizehnfache des jährlichen inländischen Gasverbrauchs.” So zitiert das ZDF wörtlich aus dem Dokument.

Deutlich sinkende Energiepreise

Vertreter von Industriekonzerne reagierten zunächst mit Zurückhaltung. Die Börsenkurse deutscher Konzerne verzeichneten aber teils kräftige Gewinne. “Nun gibt es für die heimische Industrie eine Perspektive, um aus der selbstgeschaffenen Energiemisere herauszukommen und wieder wettbewerbsfähig zu werden. Wir erwarten bei Umsetzung des Plans, ähnlich wie in den USA, deutlich sinkende Energiepreise!”, kommentierte ein Analyst, der ungenannt bleiben will, euphorisch.

Überraschend schnell meldete sich die Bundesregierung: Regierungssprecher Kornelius verweist darin auf “langjährige Abnahmeverpflichtungen gegenüber unserem Bündnispartner und mangelnde Nachhaltigkeit des Plans”. Er nannte das Vorgehen der DIHK “sehr befremdlich und mit dem Gedanken des Klimaschutzes unvereinbar”. Bundeskanzler Merz, der gerade im Kurzurlaub am Gardasee weilt, wollte sich zu den Umtrieben der DIHK nicht äußern. Für unverantwortlich hält Umweltminister Henning Maurer das Vorgehen: “Die DIHK durchkreuzt offenbar unsere nationalen Anstrengungen zum Erreichen der Klimaneutralität und der dazu notwendigen Umstellung der Energiegewinnung auf erneuerbare Energieträger.”

Nur ein schöner Traum

An dieser Stelle wache ich auf: Es war alles nur ein schöner Traum. Nein, die deutsche Industrie wird nicht gerettet, sie geht gerade unter. Wenn konkurrierende Länder über wesentlich günstigere Energie verfügen, ist diese Entwicklung unvermeidbar. Ebenso unvermeidbar ist der darauffolgende Verlust unseres Wohlstands. Auch die Zukunftstechnologien, die die Auto-, Chemie- oder Elektroindustrie im günstigsten Fall ersetzen könnten, benötigen Energie – sehr viel mehr Energie, als viele glaubten. Zusätzlich benötigen sie Bildung. In Ludwigshafen sind nach monatelangen Gewaltexzessen an der Karolina-Burger-Realschule ein Drittel der Lehrer krank gemeldet. Refugees welcome! Den DIHK-“Geheimplan” gibt es aber tatsächlich, er ist auch gar nicht geheim, sondern trägt den Titel “Faktenpapier unkonventionelles Erdgas in Deutschland“ – und darin steht tatsächlich der oben zitierte Satz: “Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe lagern hierzulande allein in Schiefergaslagerstätten etwa 1,3 Billionen Kubikmeter technisch gewinnbare Ressourcen; das ist etwa das Dreizehnfache des jährlichen inländischen Gasverbrauchs.” Deutschland könnte sich also über ein Jahrzehnt hinweg komplett mit Erdgas selbst versorgen.

Man erfährt darin auch etwas über Fracking in Deutschland: “Für die Gewinnung konventionellen Gases wird Fracking hierzulande… bereits seit Anfang der 60er Jahre eingesetzt.” So unbeherrschbar und umweltschädlich wie medial vermittelt ist Fracking also wohl doch nicht; aber vorsorglich hat der Bundestag auf Initiative der Bundesregierung unter Merkel beschlossen, es ab dem Jahr 2017 de facto zu verbieten. Bereits 2013 hat das laut “Geheimplan” ein gewisser Peter Altmeier (CDU) angekündigt. Im Jahr 2025 kam der Bundesregierung übrigens noch die glorreiche Idee, die konventionelle Öl- und Gasförderung in Nord- und Ostsee weiter einzuschränken und sie in den Meeresschutzgebieten – rund 45 Prozent der deutschen Meeresfläche – zukünftig ganz zu verbieten.

Grotesk unwirtschaftlich

Stattdessen lassen wir eben in den USA fracken. Dort sind uns offenbar alle Umweltbedenken ähnlich egal wie die “Tsunami-Risiken” der Kernkraftwerke in Frankreich, von denen wir Strom beziehen. Nach umweltschädlicher Gewinnung wird das Frackinggas (LNG) gekühlt auf Riesentanker gepumpt, die tausende Kilometer zurücklegen müssen, um in Deutschland auf eiligst auf teils in den oben genannten Schutzgebieten errichteten Terminals entladen werden zu können.

Parallel werden weiterhin sinnlos Dutzende Milliarden Euro in “Leuchtturmprojekten” abgefackelt, beispielsweise mit dem Energieträger Wasserstoff – eine Technik, für die heute längst feststeht, dass sie auf absehbare Zeit grotesk unwirtschaftlich bleiben wird. Trotzdem wird gegenwärtig für 20 Milliarden Euro in Deutschland ein Netz aus Wasserstoffleitungen mit einer Leitungslänge von rund 9.000 Kilometern Länge errichtet. Und wir bauen weiterhin Windräder und Photovoltaikanlagen, die den Strompreis wegen der Aufwendungen für die Netzstabilität und die Entsorgung von Stromüberschüssen ständig verteuern – und schauen bei alledem zu, wie die deutsche Industrie, die deutsche Wirtschaft, ja das ganze Land untergehen.

Kein Handlungsbedarf

Das DIHK-Papier trägt das Datum vom Februar 2013 und wurde damals offenbar an alle lokale Industrie- und Handelskammern im Land verteilt. Die Funktionäre kennen die Inhalte also seit über einem Jahrzehnt; trotzdem sahen sie 2013, als Erdgas für die Industrie in Deutschland bereits dreimal so teurer war wie in den USA, keinen Handlungsbedarf. Sie sahen auch im Jahr 2014, als der Ukraine-Konflikt ausbrach, keinen Handlungsbedarf. Sie sahen ebenfalls im Februar 2022, als der Ukraine-Krieg ausbrach, keinen Handlungsbedarf. Und sie sahen im September 2022, als die Nord-Stream-Pipeline gesprengt wurde, keinen Handlungsbedarf.

Sie sahen offensichtlich auch im April 2023, als Habeck die letzten deutschen Kernkraftwerke abschalten ließ, keinen Handlungsbedarf und auch nicht im Oktober 2023, als der Gaza-Krieg ausbrach, ebensowenig wie im Februar 2026, als der Iran-Krieg ausbrach. Diese Funktionäre sehen vermutlich nie einen Handlungsbedarf. Jede Herde Schafe weiß sich besser zu helfen.


Sonntag, 23. August 2026

Merz macht nach dem Urlaub da weiter, wo er aufgehört hat – als getriebenes linksgrünes Vollopfer

von Michael Münch

Gut gebräunt – nicht vom Waldbrand, sondern von 4 Wochen Sommerurlaub: Der grüne “Krisenkanzler” gestern im brennenden Hürtgenwald



Buhrufe, eine einstudierte Landrat-Rede und eine Klimapredigt, die zeigt, wie schwach und angepasst der Kanzler inzwischen ist: So präsentiert sich der Kanzler der verratenen Herzen nach vier Wochen (!) Sommerpause. Mit mondäner Attitüde entsteigt er seinem Hubschrauber in Hürtgenwald – und liefert sogleich den Beweis, dass er dort gedenkt weiterzumachen, wo er vor der Flucht in den Urlaub aufgehört hat: Tief in den ideologischen Parallelwelten der Linken mit ihren Phantomproblemen, maximal entrückt den wahren Sorgen und Nöten im Land. Dieser erste Merz-Auftritt nach der unverzeihlich langen Pause fällt so schwach aus, dass selbst wohlwollende Beobachter nur den Kopf schütteln können. Empfangen wird Merz mit Buhrufen und Pfiffen – woraufhin er die Kritiker erstmal pauschal als „Herumschreier“ abkanzelt, statt sich einmal zu fragen, warum so viele Bürger ihn seit Monaten ausbuhen, wo er auch aufschlägt.

Dürens CDU-Landrat Ralf Nolten springt ihm dabei mit einer Rede zur Seite, die so glatt und eingespielt klingt, als hätte er sie wochenlang geprobt, und begründet die späte Anreise des Kanzlers damit, dass ein früherer Helikopterbesuch die Löscharbeiten für drei Stunden lahmgelegt hätte. Dass parallel ständig Fahrzeuge hin und her fahren und die Löschlogistik der Feuerwehr (im Gegensatz zur Berliner Politik) ohnehin rund läuft, entlarvt Noltens Behauptung zwar als totalen Nonsens – aber die Wahrheit hat bei einem Besuch dieses Kanzlers bekanntlich sowieso Auszeit. Statt also auch nur einen Moment darüber nachzudenken, warum die Menschen gegen ihn protestieren, klatscht Merz dem Landrat Beifall und erklärt überheblich, er spreche hier generell nur mit denen, die helfen – eine weitere Breitseite gegen die protestierenden Bürger, die hier zu Störern degradiert werden und gefälligst die Klappe halten sollen, während die restliche versammelte Claque weiter selbstverständlich Union wählen soll.

Die unvermeidliche Klimawandel-Predigt mit Fegefeuer und Hitzetoten

Nun folgt die unvermeidliche Klimawandel-Predigt: Merz verkündet klipp und klar und endgültig, dass solche Großschadensereignisse wie der Brand im Hürtgenwald die sichtbare Folge des Klimawandels seien und die Regierung alles tun werde, um ihn zurückzudrängen. Dass Waldbrände zu 90 Prozent das Resultat von vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung sind, dass die Sonne selbst kein trockenes Holz entzünden kann und die wahre Ursache auch dieses konkreten Brandes weiterhin ungeklärt ist, passt da nicht ins Bild, also verliert der Kanzler kein Wort darüber. Stattdessen übernimmt er wortgleich die Narrative der Grünen, die diese bereits in seiner Abwesenheit angestimmt hatten. Angesichts der angeblichen “12.000 Hitzetoten“ hatten sie Merz vorgeworfen, dass er zur angeblichen Klimakrise schweige. Das wollte Merz wohl nicht auf sich sitzen lassen – also greift er den Ball auf, macht brav Männchen und stimmt in die Panikerzählung mit ein – obwohl nur eine Handvoll dieser 12.000 Toten wirklich an den Folgen von Hitze starben und ein Großteil der hier Mitgezählten alt und vorerkrankt war.

Der Kanzler der ehemaligen Mitte-Partei, die einst für preiswerte Energie durch Atomkraft und nur für ökonomisch vertretbare Klimaschutzmaßnahmen stand, lässt sich nun von den linksgrünen Kräften vor sich hertreiben und klingt inzwischen so belehrend und alarmistisch wie ein öffentlich-rechtlicher Wetterbericht. Die realen Krisen in seinem Land sind indes Nebensache. Merz erweist sich damit als Schwächling, der zum willfährigen Opfer derjenigen geworden ist, die mit ihm machen können, was sie wollen, und der nach der Sommerpause genauso irrlichternd fortfährt wie zuvor. Dass dieser Auftritt in der Bevölkerung erneut katastrophal ankommt, dürfte ihn kaum stören; Hauptsache, er absolviert brav seine Fototermine und demonstriert dem politischen Lager, an das er sich sklavisch gekettet hat, die richtige Gesinnung. Dass alles noch genauso so schlecht oder schlechter wie vor der Sommerpause, kriegt er nicht mit und wenn doch, kümmert es ihn weiter nicht.


Freitag, 21. August 2026

Die grüne Goldgrube: Wie Al Gore den Klimawandel zum Business machte – und Obama den Boden dafür bereitete

von Nicole Höchst

Starke “Partner” zum beidseitigen Nutzen: 
Gore (r.) 2008 mit Obama



Al Gore hat den Klimawandel nicht erfunden; Wissenschaftsgrößen wie Joseph Fourier, John Tyndall und Svante Arrhenius beschäftigten sich mit den physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts, lange bevor Gore überhaupt geboren wurde. Viel interessanter ist jedoch, wie aus dem geschlagenen Präsidentschaftskandidaten innerhalb weniger Jahre einer der bekanntesten Klimaaktivisten der Welt und gleichzeitig ein sehr vermögender Investor werden konnte. Als Gore 2001 aus dem Amt des Vizepräsidenten schied, vermeldete er ein Vermögen von weniger als zwei Millionen Dollar. 2012 schätzte selbst die als Quelle unverdächtige linke “Washington Post” sein Vermögen bereits auf rund 100 Millionen Dollar. Nach seiner politischen Ära startete seine zweite Karriere: 2004 gründete Gore gemeinsam mit David Blood Generation Investment Management. Die Firma setzte von Anfang an auf langfristige Investments “unter Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien”. Gore ist bis heute ihr Chairman. Generation selbst bezifferte das verwaltete Vermögen zum 30. Juni 2025 auf rund 31,3 Milliarden Dollar (siehe hier und hier).

2006 kam der Film „An Inconvenient Truth“ (“Eine unbequeme Wahrheit“) in die Kinos. Der Film machte Gore endgültig zum Gesicht der internationalen Klimabewegung. 2007 erhielt er gemeinsam mit dem Weltklimarat IPCC den Friedensnobelpreis. Parallel entwickelte sich seine wirtschaftliche Karriere weiter: 2013 wurde der Sender “Current TV” an “Al Jazeera” verkauft; der Kaufpreis wurde auf rund 500 Millionen Dollar beziffert. Gore hielt nach damaligen Berichten etwa 20 Prozent an dem Unternehmen; die “Washington Post” schrieb, dass er aus dem Verkauf brutto ungefähr 70 Millionen Dollar erlösen könnte. Dazu kamen Vortragshonorare und seine Tätigkeit bei Apple. Dass Gore als Apple-Verwaltungsrat Aktienoptionen erhielt, ist keine Vermutung, sondern lässt sich in den SEC-Unterlagen von Apple nachlesen: Noch 2020 wies Apple für Gore 32.889 nicht ausgeübte Optionen aus. Aus dem ehemaligen Vizepräsidenten war ein Multimillionär geworden.

Bemerkenswerte wirtschaftliche Zusammenhänge

Dann kam Barack Obama. Gore unterstützte Obama im Präsidentschaftswahlkampf 2008 öffentlich; am 16. Juni 2008 trat er in Detroit für ihn auf. Nach der Wahl traf Obama am 9. Dezember 2008 in Chicago mit Gore und Joe Biden zusammen. Gegenstand des Treffens war nach damaligen Angaben die Klimakrise und die Energiepolitik. Gore trat anschließend zwar nicht in die Regierung ein, aber die politische Nähe beim Thema Klima und Energie war offensichtlich; Obama lieferte die Politik. Gore Lobby, Geld und Background für die beabsichtigte grüne Transformation. Die Folge: Mit dem American Recovery and Reinvestment Act von 2009 begann die bis dahin größte staatliche Förderung “sauberer Energien” in den USA. Nach Angaben des US-Energieministeriums umfassten die staatlichen Investitionen und Steueranreize für die „clean energy economy“ mehr als 90 Milliarden Dollar.

Und hier wird es richtig interessant. Die “Washington Post” untersuchte 2012 die Investments von Gore und deren Zusammenhang mit den Förderprogrammen der Obama-Regierung. Das Ergebnis: 14 Green-Tech-Unternehmen, in die Gore investiert hatte, erhielten oder profitierten unmittelbar von mehr als 2,5 Milliarden Dollar an staatlichen Krediten, Zuschüssen und Steuervergünstigungen. Die Zeitung stellte die Unternehmen und Förderungen zusätzlich in einer eigenen Übersicht zusammen. Zwar bedeutete diese auffällige Verbindung nicht, dass Gore diese staatlichen Gelder persönlich erhielt, auch wurden die Programme nicht eigens für seine Unternehmen geschaffen; das US-Energieministerium betonte gegenüber der “Washington Post”, dass Förderentscheidungen nach Prüfung der Anträge durch Berufsbeamte getroffen worden seien und die Programme “grundsätzlich allen Unternehmen“ offenstanden, die die Voraussetzungen erfüllten. Dennoch bleibt der wirtschaftliche Zusammenhang bemerkenswert: Gores Investments lagen genau in einem Sektor, in den die neue Regierung Milliarden öffentlicher Gelder lenkte.

Eine Win-Win-Situation

Außer Frage steht auch, dass Gores geschäftliches Umfeld Obama finanziell unterstützte: Nach Recherchen der “Washington Post” spendeten fünf führende Personen von Gores Generation Investment Management, darunter sein Mitgründer David Blood, zusammen 130.000 Dollar zur Unterstützung von Obamas Präsidentschaftskandidatur. Noch deutlicher waren die Verbindungen bei Kleiner Perkins Caufield & Byers: Gore war bei der Risikokapitalfirma seit 2007 Partner und sollte sich auf Investitionen in alternative Energien konzentrieren. Er und andere Kleiner-Perkins-Partner samt Ehepartnern spendeten laut “Washington Post” insgesamt mehr als 800.000 Dollar an die Demokraten; ein erheblicher Teil davon ging an Obama beziehungsweise an Aktivitäten zur Mobilisierung demokratischer Wähler. John Doerr, einer der wichtigsten Kleiner-Perkins-Partner und ein bedeutender Investor in grüne Technologien, wurde zudem Mitglied von Obamas President’s Economic Recovery Advisory Board, des wichtigsten Wirtschaftsberatungsgremiums des Weißen Hauses.

Die Verflechtung zwischen Venture-Kapital, Politik und Green-Tech-Förderung ging jedoch noch weiter: Eine weitere Untersuchung der “Washington Post” ergab 2011, dass 3,9 Milliarden Dollar an Bundeszuschüssen und Finanzierungen an 21 Clean-Tech-Unternehmen gingen, die von Investmentfirmen finanziert worden waren, welche Verbindungen zu fünf Mitarbeitern und Beratern der Obama-Regierung hatten. Dies beweist formal zwar noch keine rechtswidrige Einflussnahme, zeigt aber ebenfalls, wie eng Politik, staatliche Förderung und die Venture-Capital-Szene damals miteinander verbunden waren.

Gore saß dabei an einer bemerkenswerten Schnittstelle: Er war Klimaaktivist, Mitgründer eines nachhaltigen Investmenthauses und Partner eines Venture-Capital-Unternehmens, das in grüne Technologien investierte. Gleichzeitig war er einer der prominentesten politischen Fürsprecher eines grundlegenden Umbaus der Energieversorgung.

Neuauflage von “Des Kaisers neue Kleider“

Obama selbst investierte – zumindest allen verfügbaren Belegen nach – offenbar nicht persönlich in Gores Green-Tech-Unternehmen; deshalb wäre die Behauptung, er habe sich an der von ihm betriebenen Lobbypolitik persönlich bereichert, nicht haltbar. Bei Gore jedoch liegt die Sache anders. Die “Washington Post” brachte es bereits 2012 auf den Punkt: Sein Investmentportfolio passte “ausgesprochen gut zur Agenda der neu ins Amt gekommenen Regierung”. Hellsichtigkeit, Zufall oder gar Plan? Nun, wer letzteres vermutet, ist vermutlich gleich wieder „Klimaleugner“ oder „Verschwörungstheoretiker“. Fakt jedenfalls ist, dass Generation Investment Management seine Erträge von 2008 auf 2009 vervierfachte. 2009 fielen nach Angaben der Zeitung 51 Millionen Dollar Gewinn für Gore und seine neun Partner ab. Wie viel davon tatsächlich auf staatliche Förderung zurückzuführen war, ließ sich jedoch nicht genau feststellen.

Sowohl im Fall Gores damals wie auch heute noch bei allen Verflechtungen zwischen “Klimaschutz“ und Politik gilt: Wer öffentlich und nachhaltig vor einer angeblich existenziellen Gefahr warnt, weitreichende politische Maßnahmen fordert und gleichzeitig in Unternehmen und Branchen investiert, die von genau diesem politischen Umbau profitieren können, muss sich die Frage nach seinen wirtschaftlichen Interessen gefallen lassen. Erst recht, wenn Milliarden an Steuergeld fließen. Vorsichtig ausgedrückt, hat Al Gore jedenfalls aus seiner Überzeugung zumindest keinen finanziellen Nachteil gezogen: Aus dem ehemaligen Vizepräsidenten mit weniger als zwei Millionen Dollar angegebenem Vermögen wurde ein sehr vermögender Investor, während er gleichzeitig zu einem der weltweit bekanntesten Vorkämpfer der Klimapolitik aufstieg. Er hat gezeigt, dass man “den Planeten retten” und dabei vor allem sehr reich werden kann. Sein Beispiel mutet an wie eine sehr erfolgreiche moderne Inszenierung des Märchens “Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Anderson – und ist eine Art Blaupause für zahllose Profiteure der Klimalobby bis in die Gegenwart, und das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa.

Der natürliche Klimawandel ist real. Etwas zu leugnen, was seit Jahrmillionen existiert, wäre Borniertheit. Zu behaupten, der Mensch könne ihn aufhalten, ist Hybris.


Entkräftete Medienlügen: 90 Prozent der europäischen Kernreaktoren lieferten auch in den “Hitzewellen” 2026 planmäßig Strom

von Jochen Sommer

Kühlung stets gesichert: 
Kernkraftwerk (hier Emsland in Lingen)



Rund 90 Prozent der europäischen Kernreaktoren produzierten während der theatralisch vermeldeten Hitzewellen und Dürreperioden 2026 – und zwar selbst zu deren jeweiligen Höhepunkten – wie vorgesehen Energie. Das zeigt eine Auswertung des Expertenvereins Nuklearia e.V., die sämtliche Drosselungen und Abschaltungen durch Hitze, hohe Wassertemperaturen und Niedrigwasser berücksichtigt. Die Einschränkungen konzentrierten sich – wie schon immer seit ziviler Nutzung der Kernenergie in Europa –auf eine begrenzte Zahl von Standorten; ein Teil der Drosselungen dauerte nur wenige Stunden oder betraf lediglich einen Teil der Leistung. Auch Berichte des Branchenportals “Energy Intelligence” bestätigen, dass die Mehrheit der Reaktoren planmäßig weiterlief.

Und das, nota bene, obwohl an bis zu 26 Anlagen hitzebedingte Einschränkungen von zeitweise über 10 Gigawatt auftraten und in Ländern wie Ungarn und Rumänien zu Versorgungsengpässen führten. Was in der hysterisierenden und ideologischen Berichterstattung über die Atomenergie kaum noch berichtet wird: Kernkraftwerke können problemlos an Hitze und Niedrigwasser angepasst werden. Je nach Standort helfen Nasskühltürme, Trockenkühltürme oder Hybridkühltürme (wie im Kernkraftwerk Neckarwestheim) sowie wasserbauliche Maßnahmen.

Starke Resilienz der Kernkraft unter Hitze und Dürre

“Die große Mehrheit der deutschen Kernkraftwerke wäre auch für die aktuelle Hitze und Dürre gut gerüstet gewesen. Brokdorf, Krümmel und Unterweser liegen an tidebeeinflussten Gewässern. Isar 2 verfügt über einen Kühlturm und einen Stausee. Emsland und Neckarwestheim hatten ebenfalls Kühltürme und lagen an regulierten Flussabschnitten. Philippsburg 2 am Rhein war auf extremes Niedrigwasser ausgelegt. Diese Standorte hätten auch unter den aktuellen Bedingungen zuverlässig Strom geliefert“, erklärt Dominic Wipplinger, Kerntechniker und Vorstandsmitglied der Nuklearia.

An der Donau zeigte sich die Standortabhängigkeit deutlich: Das bulgarische Kraftwerk Kosloduj blieb unbeeinträchtigt, während Paks in Ungarn und Cernavodă in Rumänien gedrosselt oder zeitweise abgeschaltet werden mussten. Gegenmaßnahmen wie Felsensprengungen und das Versenken von Lastkähnen halfen, den Wasserstand lokal anzuheben und den Betrieb teilweise zu sichern. Weitere Hintergründe finden sich in den Analysen der Nuklearia zur Resilienz der Kernkraft unter Hitze und Dürre. Die Ereignisse unterstreichen erneut: Kernkraft ist hochgradig anpassungsfähig und liefert auch unter Extrembedingungen zuverlässig und stabilen Strom – vorausgesetzt, Standorte werden gezielt modernisiert und nicht politisch vernachlässigt und unterfinanziert.


Donnerstag, 20. August 2026

Stuttgart 21 setzt auf Erdabkühlung: Land und Ländle versinken in Inkompetenz, Hohn und Spott

von Hans S. Mundi

Dauerwurst, Dauerloch, Dauergag: Stuttgart 21 oder: Zieht euch waaaarm an…



Stuttgart 21 als der neue Tief(kühl)bahnhof: Das Dauerfanal von Infrastruktur- und Planungsversagen im “neuen Deutschland”, die ungewollt typische „ewige Baustelle“ der defekten Republik, sorgt wieder mal für knallig-rumpelnde Schlagzeilen. “Tiefkühl”? Jawohl, Sie haben richtig gelesen – denn laut einer skurrilen aktuellen Pressemitteilung der Deutschen Bahn (DB) bleibt es zukünftig angeblich auch ohne Klimaanlage (!) beim wann auch immer fertiggestellten Tiefbahnhof, der längst zum Synonym für Fehlplanung, Baustellen-Chaos und dilettantisches Polit-Management geworden ist, stets angenehm kühl – und das garantiert auch im tödlichsten Hitzesommer. Die für deutschlandweites Chaos mit ständigen Verspätungen, technischen Pannen und sonstiger Dysfunktionalitäten seit mittlerweile schon Jahrzehnten berühmt-berüchtigte DB erklärt darüberhinaus in einem Erklärvideo im Netz, warum im neuen Stuttgarter Tiefbahnhof keine Klimaanlage geplant ist. Was für Laien überzeugend klingt oder klingen soll, erntet allerdings bitterböse Resonanz von Experten. Die Reaktion auf die Ankündigung, die krampfhaft versucht, den Mangel zum gewollten Clou und die Not zur Tugend zu machen, ist ein mehr als deutlicher Hinweis darauf, dass dieser einst technikstarken Nation längst der gute Glaube an hiesige Ingenieurskunst, Solidität des eigenen Handwerks und Vertrauen in die technische Überlegenheit inzwischen ebenso vollständig abhanden gekommen ist wie jede finanzielle Handlungsfähigkeit.

Ein Land und seine Leute lachen und lästern nur noch über sich selbst und das Schlimme ist. Sie haben recht damit. Wir haben fertig. Tonnenweise Spott ernteten die Experten der DB, welche hier abgrundtiefe Respektlosigkeit quasi stellvertretend für unfähige deutsche Politik und imperfektes Verwaltungshandeln entgegenschallt. Und ebenso wie bei Politik und Behörden ist es auch bei der DB erstaunlich ist, dass man anscheinend ernsthaft denkt, die Leute würden ihnen noch irgendetwas glauben. Die Kommentare über den angeblich so “intelligenten“ Verzicht auf eine Klimatisierung sprechen für sich: “Weil der Bahnhof erst zur nächsten Eiszeit fertiggestellt sein wird. Clever”, schreibt ein User unter dem auf Youtube veröffentlichten Clip der Bahn. “Da werden sich meine Ur-ur-ur-Enkel freuen über angenehme Temperaturen bei der Eröffnung“, schreibt ein anderer – und bezieht sich damit darauf, dass die Bahn die Eröffnung des Bahnhofs erst vor kurzem um weitere fünf Jahre auf Ende 2031 verschoben hatte.

Blick ins Desaster-Loch von Stuttgart

Die DB hatte in ihrem Video im Internet erklärt, dass der neue Tiefbahnhof wegen seiner Lage in der Erde ohne eine zusätzliche Klimaanlage auskommen werde: “Dadurch nehmen die Bauteile die Temperatur des Untergrunds an und das massige Bauwerk im Zusammenspiel mit der Einbettung in das Erdreich bewirkt, dass die Temperaturen hier im Inneren relativ konstant bleiben”, erklärte René Krull vom technischen Projektmanagement von Stuttgart 21 in besagtem Video. Zudem liege der Bahnhof am tiefsten Punkt des Stuttgarter Talkessels. Alle Tunnel, die daran anschließen, führten nach oben, heißt es in dem Video. „Das heißt, einströmende Luft kühlt sich ab und drückt nach unten in den Bahnhof rein. Das sorgt dafür, dass die Temperatur im Bahnhof relativ konstant über das gesamte Jahr bleibt“, so Krull. Hinzu komme die Bewegung der Züge, die ebenfalls für einen Wechsel der Luft zwischen Tunnel und Bahnhof sorge. Soso.

Man muss weder Geologe, Physiker noch Klimaforscher sein, um derartige Erläuterungen in Zweifel zu ziehen und sich bei diesen “Machern” nichts Gutes auszumalen. Auf der Baustelle wurden bekanntlich schon mal die Zuleitung für Sprinkleranlagen, Heizungselektronik oder die Bestellung passender Bauteile vergessen. Und nun wollen uns diese “Profis” und Experten für Chaos und Terminirrsinn allen Ernstes weismachen, sie könnten da unten im Erdreich die Temperaturen schon auf Jahre (!) hinaus genau prognostizieren – wobei sie bei ihrem perspektivischen Blick nach vorn in ihr Desaster-Loch von Stuttgart seltsamerweise Faktoren wie Eigen- und Abwärme durch Rohrleitungen, Ein- und ausfahrende Züge, Extremwetterlagen vor den Tunnelzugängen, Temperaturschwankungen durch mutmaßlich ungeplant übergroße Menschenansammlungen innerhalb und außerhalb der Züge wie auch sonstige Variablen exakt kennen wollen. Was die allgemeine Skepsis angesichts dieses “ausgeklügelten“ Blindflugs beweist, ist dies: „Made in Germany“ ist als Marke und Gütesiegel für handwerklich-fachliche Qualität ebenso so am Boden zerstört wie (seit und dank Merkel) der deutsche Grenzschutz, die Innere Sicherheit und die ehemaligen deutschen Atomkraftwerke. Die völlige Ernüchterung und der grimmige Spott angesichts der S21-Ingenieursnabelschau ist das Spiegelbild des fundamentalen Autoritätsverlust des Staates und all seiner Institutionen ebenso wie des gigantischen Vertrauensverlusts der Bürger. Politik, Behörden, Staatspersonal und Staatsbetriebe wirken nur noch lächerlich. Stuttgart 21 – es darf gelacht werden. Und bald heißt es dann wohl flächendeckend: Macht euren Scheiß doch alleine!


Samstag, 15. August 2026

Waldbrände in Europa: Hauptproblem ist nicht “das Klima“, sondern Brandstiftung

von Alexander Schwarz

Waldbrandbekämpfung (hier diese Woche in Hessen): Ausgeblendete Ursachen



Seit Wochen wüten schwerste Waldbrände in Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Kroatien und nun auch in Deutschland. Im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald sind wegen einer gigantischen Feuerwand fast alle verfügbaren Kräfte der weiteren Umgebung im Einsatz. Die Feuerwehr stellt sich auf einen tagelangen Einsatz ein; Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen sprach vom größten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. Die Ursache ist hier bislang noch nicht bekannt, doch es gibt auch hier Hinweise darauf, dass illegales Wildgrillen oder Unachtsamkeit beim Rauchen oder Kiffen – somit also (zumindest fahrlässige) Brandstiftung – dafür in Betracht kommen. Vorsätzliche Brandstiftung ist ebenfalls keine Seltenheit; so wurde im rheinland-pfälzischen Landstuhl wurde in der Nacht zum Donnerstag ein Waldstück in Brand gesetzt. Die Polizei geht hier von Brandstiftung aus.

Im nahen Ausland ist dieses Delikt sogar der Hauptgrund für die Feuer: In den meisten anderen Fällen der europäischen Waldbrände war seit vielen Jahren und ist auch aktuell Brandstiftung die Ursache. Früher wurde dies noch objektiv berichtet, doch in den Medien wird diese unerwünschte Ursache inzwischen zumeist verschwiegen, weil die Brände so gut zum Paniknarrativ der “Hitze“-Apokalyptik passen. Lieber stimmt man deshalb das übliche altruistische Geschwätz an und führt die Großbrände auf den “menschgemachten Klimawandel” respektive die “globale Erderwärmung“ zurück.

Der IS rief schon vor Jahren zum Feuerlegen auf

Was als mögliche Ursache seit langem auch in der Fachwelt und kriminalistischen Ursachenforschung diskutiert, öffentlich jedoch aus ähnlichen politisch-medialen Opportunitätsgründen wie beim Klima völlig unbeachtet bleibt, ist die Tatsache, dass es sich angesichts der Häufung von Waldbränden in den letzten Jahren auch um eine Form des Terrors handeln könnte. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ruft ihre Anhänger schon seit vielen Jahren offen dazu auf, in Europa Brandstiftung – sowohl an bewohnten Gebäuden als auch in trockenen Waldgebieten – als kostengünstige Terrormethode einzusetzen, die kaum Geschick erfordert, aber immense Angst und Schaden anrichten kann. 2019 behauptete der IS, hinter einer Reihe von Waldbränden im Irak und in Syrien zu stecken. In ihren gegen den Westen gerichteten Drohungen brachten IS und Al-Qaida anschließend ihre Aufrufe zu Brandstiftung in der Natur mit den auch damals schon auftretenden verheerenden Bränden in Verbindung und betonten ihren Anhängern gegenüber, wie leicht sich durch das absichtliche Entzünden von Strauch- und Buschwerk in trockenen Fortgebieten erhebliche Verwüstungen “als Mittel des Dschihad” anrichten ließen.

Bereits Anfang 2017 erklärte die IS-Zeitschrift „Rumiyah“ ihren global als Schläfer und Operationskräfte verbreiteten Nachwuchs-Dschihadisten, dass “Brandanschläge eine bedeutende Rolle in der modernen Kriegsführung und im Guerillakrieg sowie im ‚Einzeltäter-Terrorismus‘ gespielt haben” und dieser Art der Kriegsführung in Zukunft eine bedeutende Rolle zukäme. Sie führte weiter an, dass die Waldbrände rund um Israel in jenem Monat “die Tödlichkeit einer solch mühelosen Operation demonstriert” hätten, wobei als Ziele unter anderem „Häuser und Wohnblocks, an Wohngebiete angrenzende Waldgebiete, Fabriken, die Autos, Möbel, Kleidung, brennbare Stoffe usw. herstellen, Tankstellen, Krankenhäuser, Kneipen, Tanzlokale, Nachtclubs, Banken, Autohäuser, Schulen, Universitäten sowie Kirchen, Rafidi-[schiitische] Tempel und so weiter“ benannt wurden.

Elefant im Raum

Die “Auswahl” an Einsatzoptionen sei, so hieß es weiter, riesig, sodass es „keine Entschuldigung für Verzögerungen“ gebe. Dschihadisten wurde geraten, Brandanschläge „vorzugsweise in den späten Nachtstunden bis in die frühen Morgenstunden zu verüben, wenn die Menschen in der Regel schlafen“. In Bezug auf Waldbrände empfahl man, nach trockenem Gestrüpp Ausschau zu halten, „da Feuer in feuchten oder nassen Umgebungen nicht bestehen kann“.

Es spricht wieder einmal Bände, dass diese offen dokumentierte, den Sicherheitsbehörden bekannte und realistische Bedrohung in der öffentlichen Debatte – wie praktisch alles rund um den riesigen Elefanten Migration im Raum – überhaupt nicht vorkommt und von vielen vermutlich als paranoide rechte Wahnvorstellung abgetan würde, obwohl einschlägige islamistische Gefährderkreise diese nicht offengelegten geheimen Terroroperationen womöglich seit Jahren anwenden. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass hinter manchen der riesigen Feuersbrünste in Europa – und eben auch in Deutschland – zumindest Anhänge des IS oder sonstige islamistische Organisationen stecken. Doch darauf hinzuweisen würde natürlich als ebenso “islamophob“ oder “vorverurteilend” abgetan wie auf den zumindest durch anekdotische Evidenz nahegelegten Zusammenhang zwischen dem illegalen Grillen von migrantischer Großfamilien in Wald und Flur und anschließend ausgebrochenen Waldbränden. Würde man hingegen Putin oder der AfD die Schuld an den Waldbränden geben, würde man es als alternative Erklärung zum Klimawandel sicherlich gelten lassen…


Montag, 10. August 2026

Die Natur straft die Klimapropaganda Lügen: Die Erde wird immer grüner

von Alexander Schwarz

Enttarnte Klimapanikmache: Der blaue Planet wird immer grüner – allen menschgemachten Zerstörungen zum Trotz



Während unsere Klimahysteriker nach wie vor immer neue angebliche Rekorde an Naturkatastrophen, Hitzetemperaturen und Hitzetoten herbeischreien und dies natürlich auf die „menschengemachte Erderwärmung“ zurückführen, zeigt die Realität wieder einmal ein gegenteiliges Bild: Laut einer aktuellen Auswertung in „Nature Reviews Earth & Environment“ hat sich die Vegetation der Erde im Jahr 2025 in einem Ausmaß verbessert, das niemand für möglich gehalten hätte: Allen menschlichen Eingriffen und Ressourcen- sowie Flächenbeanspruchungen zum Trotz wurde eine Intensitätszunahme der natürlichen terrestrischen Begrünung auf den Landflächen binnen 40 Jahren um 68,2 Prozent verzeichnet – am stärksten bei Grasland und Ackerflächen. Der vorhandene Bewuchs wird also ergiebiger und dichter. Der Trend ist in Südamerika ebenso zu beobachten wie in Europa, im Norden Australiens und Chinas oder in Nordamerika.

Doch auch die bewachsenen Flächen selbst nahmen zu: In den letzten vier Jahrzehnten stieg die globale Begrünung um mehr als 15 Prozent, wobei rund 70 Prozent dieses Effekts ausgerechnet auf die CO2-Düngung – den Anstieg des ideologisch verteufelten Spurengases in der Atmosphäre – zurückgeführt werden. Just das “böse“ Kohlendioxid, das man um buchstäblich jeden Preis reduzieren will, macht die Erde also grüner, die Vegetation üppiger und die Produktion globaler Biomasse ergiebiger, womit auch die natürliche Klimaregulation verbessert wird. All dies wird in der Mainstream-Journaille aber natürlich nicht berichtet; im Gegenteil: das Panikorchester spielt immer lauter.

Hitzetote in glühender Wüstendürre

Die angeblich fast 10.000 „Hitzetoten“ in Deutschland, die das regierungsgesteuerte Robert-Koch-Institut (RKI) aus dem Nichts herbeigerechnet hat, indem das stinknormale, immer dagewesene saisonales Sterbegeschehen nun umgedicht wird, obwohl so gut wie keiner dieser “Hitzetoten“ laut Totenschein diese Todesursache aufweist (Corona lässt grüßen!), werden von der Politik nun als Vorwand für einen „nationalen Hitzeaktionsschutzplan“ mit noch mehr staatlichen Machtbefugnissen missbraucht. Zudem beherrschen Meldungen über vermeintlich historische Pegeltiefstände von Rhein, Elbe, Donau oder Bodensee die Schlagzeilen. Es wird der absurde Eindruck vermittelt, die Menschen würden bei normalen Hochsommertemperaturen reihenweise tot umfallen und das Land sei kurz davor, final auszutrocknen, wobei natürlich immer die Botschaft mitschwingt, das alles sei ein Resultat der angeblich immer dramatischer werdenden „Klimakrise“ – mit dem sublimen Vorwurf, die Bürger als Adressaten dieser Panikmache seien durch ihr sündhaftes klimaschädliches Verhalten an der drohenden Apokalypse schuld.

Die jüngsten Erkenntnisse über die sich – trotz oder vielmehr wohl gerade wegen des CO2-Anstiegs – stetig verbessernde Vegetation auf der ganzen Welt straft diese groteske Angstpropaganda einmal mehr Lügen und bestätigt die zunehmende Zahl all jener Wissenschaftler, die sich schon vor Jahren aus dem Klimazirkus zurückgezogen haben, weil sie erkannten, welch eine von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren finanzierte monströse Gehirnwäsche hier im Gange ist, die nicht nur ganze Forschungszweige, sondern die gesamte Medienlandschaft korrumpiert hat. Dabei sind nicht einmal die basalen Grundlagen der panikgetriebenen Klimareligion wissenschaftlich stimmig geschweige den Konsens: Der – bis dahin als hochrenommierte Autorität geltende – Klimaforscher James Gray hatte bereits 2009 festgestellt, dass es keinerlei belastbare Beweise dafür gebe, dass steigende Treibhausgasemissionen das Klima beeinflussen würden.

Wissenschaftlich unhaltbar

Gray wies nach, dass das erwünschte Narrativ bestätigende Indizien selektiv ausgewählt wurden, während ihm widersprechende Indizien ausgeblendet wurden; hinzu kamen “Prognosen” von Computermodellen, bei denen es sich jedoch nicht einmal um plausible Vorhersagen, sondern lediglich um die Ergebnisse von Annahmen handelte, die im Modell unter Zugrundelegung bestimmter Parametern getroffen wurden. “Kein prognostiziertes Ergebnis konnte jemals erfolgreich mit einer tatsächlichen Veränderung des Klimas in Verbindung gebracht werden“, so Gray. Es sei bisher noch nie nachgewiesen worden, dass Klimamodelle in der Lage seien, Vorhersagen zu treffen. Grays Kollege Willem de Lange stellte ebenfalls 2009 klar, dass es „keinerlei Evidenz für eine Klimakatastrophe durch menschliche Aktivitäten“ gebe. Eigil-Friis-Christensen warfen dem UN-“Weltklimarat“ IPCC in einer Studie 2013 vor, eine Untersuchung der Sonnenaktivitäten zu verweigern und ausschließlich nach menschengemachten Ursachen zu suchen – obwohl die Energieeinstrahlung durch den Zentralstern die mit Abstand relevanteste Größe bei der planetaren Erwärmung war und ist.

Da “die Wissenschaft™” mit ihrem vorgeblichen 99-Prozent-“Konsens“ nicht hinterfragt werden sollte, wurden solche abweichenden und kritischen Stimmen damals wie heute aus der Debatte ausgesperrt und diskreditiert – und das, obwohl Grays und de Langes bereits vor 17 Jahren geäußerte Warnungen durch den IPCC selbst im Frühjahr dieses Jahres bestätigt wurden, als dieser seine eigenen, zur Grundlage der Klimapanikmacheund sogar Gesetzgebung vieler Länder (in Deutschland bis hin zur Festschreibung von “Klimazielen“ im Grundgesetz) gemachten Horrorvisionen zurücknehmen musste: Das sogenannte “Extremszenario“ RCP8 hatte sich nämlich als wissenschaftlich unhaltbar erwiesen. Bezeichnenderweise jedoch führte nicht einmal diese hochblamable Entlarvung der klimaprognostischen Scharlatanerie zu einer kritischen Hinterfragung der Panikmache, geschweige denn zu einem Politikwechsel. An der Propaganda hat sich bis heute nichts geändert. Die sogenannte globale Erwärmung sei “eine orchestrierte Litanei aus Lügen”, sagt Gray. Die Natur gibt ihm recht.


Freitag, 31. Juli 2026

Sommerhitze-Panikmache: Zwischen Wetterwirklichkeit und medialer Dramatisierung

von David Cohnen

Der Sommer ist tödlich – wir wussten es bloß nie



Die Berichterstattung über sommerliche Temperaturen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Besonders in den großen Fernsehnachrichten entsteht häufig der Eindruck, Deutschland stehe bei jedem wärmeren Sommertag vor einer Hitzekatastrophe. Wetterkarten, die früher in erster Linie der Information dienten, werden heute bereits bei Temperaturen von 25 bis 27 Grad Celsius in kräftigem Alarm-Rot dargestellt. Mit jedem weiteren Grad wechseln die Farben zu Dunkelrot oder Violett. Gleichzeitig werden regelmäßig die Orte hervorgehoben, an denen die höchsten Temperaturen erwartet werden. So entsteht leicht der Eindruck, außergewöhnliche Hitze sei inzwischen der Normalzustand. Dabei wird häufig verschwiegen, dass eine Tageshöchsttemperatur nur einen einzigen Moment des Tages beschreibt. So wurde am 28. Juli an einem Messort eine Höchsttemperatur von 31,2 Grad Celsius registriert. Dieser Wert wurde erst um 18:10 Uhr erreicht und hielt sich lediglich rund 20 Minuten. In den Morgenstunden zwischen 7:00 Uhr und 12:00 Uhr bewegte sich die Temperatur dagegen lediglich zwischen 20,3 und 26,4 Grad Celsius. Die Tagesmitteltemperatur betrug 22,7 Grad Celsius. Wer nur die Höchsttemperatur nennt, vermittelt daher ein verzerrtes Bild. Aussagekräftiger ist der gesamte Temperaturverlauf eines Tages.

Eine Tagesmitteltemperatur von 22,7 Grad Celsius beschreibt keinen außergewöhnlichen Hitzetag, sondern einen warmen Sommertag. Auch wenn dieser über dem langjährigen Durchschnitt lag, zeichnet sich der Sommer doch gerade dadurch aus, dass zeitweise höhere Temperaturen auftreten. Auch vergleichsweise warme Nächte gehören in den Hochsommermonaten Juli und August seit jeher eher zum Normalfall als in den Monaten Mai, Juni oder September. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion erstaunlich selten erwähnt wird. Die Frage, wie stark sich Wohnungen aufheizen, hängt nicht allein von der Außentemperatur ab. Sie wird ganz wesentlich von der Bauweise bestimmt. Darüber hinaus haben sich auch unsere Städte in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert. Dichtere Bebauung, höhere Gebäude, versiegelte Flächen, breite asphaltierte Straßen, große Parkplätze, Beton- und Glasfassaden sowie der Rückgang von Grünflächen und schattenspendenden Bäumen führen dazu, dass tagsüber deutlich mehr Sonnenenergie gespeichert wird. Diese Wärme wird in den Abend- und Nachtstunden wieder abgegeben; Meteorologen sprechen vom städtischen Wärmeinseleffekt. Je nach Wetterlage können dadurch insbesondere in dicht bebauten Innenstädten Temperaturen auftreten, die mehrere Grad über denen des Umlandes liegen; in ausgeprägten Fällen werden Unterschiede von 5 bis 8 Grad Celsius erreicht.

Auch eine Frage der Bauweise

Wer über Hitze in Städten spricht, sollte deshalb nicht nur das Wetter betrachten, sondern auch die Art und Weise, wie unsere Städte geplant und gebaut wurden. Über Jahrhunderte entwickelte sich in Mitteleuropa eine Architektur, die den klimatischen Gegebenheiten angepasst war. Massive Stein- und Ziegelwände speicherten Wärme und gaben sie nur langsam weiter. Dachüberstände verschatteten die Fassaden. Fenster waren groß genug, um ausreichend Tageslicht hereinzulassen, nahmen aber nicht ganze Außenwände ein. Dachgeschosse wurden vielfach nicht als Wohnraum genutzt, sondern bildeten einen natürlichen Wärmepuffer zwischen Dach und Wohnbereich. Demgegenüber wurden in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Gebäude errichtet, bei denen große Glasflächen, Flachdächer, fehlender außenliegender Sonnenschutz und ausgebaute Dachgeschosse das sommerliche Aufheizen begünstigen können. Werden bodentiefe Fenster zudem nach Süden oder Westen ausgerichtet und fehlt eine wirksame Verschattung, gelangt erhebliche Sonnenenergie in die Wohnräume. Dann entstehen hohe Innentemperaturen nicht allein wegen des Wetters, sondern auch aufgrund bestimmter Planungsentscheidungen.

Wer in einem solchen Gebäude lebt, empfindet einen warmen Sommertag naturgemäß belastender als jemand, dessen Wohnung durch massive Bauweise, Verschattung und richtiges Lüften geschützt ist. In vielen herkömmlich gebauten Häusern lassen sich selbst während warmer Sommerperioden ohne Klimaanlage Raumtemperaturen von etwa 23 bis 25 Grad Celsius halten. Voraussetzung ist allerdings, dass tagsüber bei höheren Außentemperaturen die Fenster geschlossen bleiben und nur dann gelüftet wird, wenn die Außenluft tatsächlich kühler ist als die Raumluft. Eine sachliche Wetterberichterstattung sollte deshalb nicht allein auf einzelne Spitzenwerte und dramatisch eingefärbte Wetterkarten setzen; sie sollte stattdessen den gesamten Temperaturverlauf eines Tages darstellen und zugleich darauf hinweisen, dass die tatsächliche Belastung von zahlreichen Faktoren abhängt – unter anderem eben von der Bauweise unserer Häuser. Nicht jede sommerliche Wärmeperiode ist eine Katastrophe. Oft handelt es sich schlicht um das, was bereits der Name der Jahreszeit besagt: Sommer.


Dienstag, 28. Juli 2026

Waldbrände, Monsun, Trinkwasser, Sommerwetter: Wenn die Klimapsychose so richtig kickt

von Wilma Fricken

Waldbrände: Keine Killing Fields des Klimawandels, sondern ein natürliches oder durch Brandstiftung verursachtes Phänomen, das zudem weltweit rückläufig ist



Seit Jahren gehört es zu den Propagandamethoden der Klimaideologen und selektiven “Die Wissenschaft™”, jedes Unwetter und jede Naturkatastrophe irgendwo auf der Welt, umstandslos und pauschal dem Klimawandel zuzuschreiben. Aktuell hoch im Kurs: Die Waldbrände in Frankreich, bei denen ebenso wie bei den verheerenden Griechenland-Bränden 2023 vor allem Unachtsamkeit und sogar vorsätzliche Brandstiftung die Hauptursache waren, die aber zur klimawandelbedingte Höllenstrafe umgeframt werden und damit eine Art Gottesgericht für sündhaften CO2-Frevel und kapitalistische Lebensweise, mit dem unüberhörbaren triumphierenden Unterton der Klima-Alarmisten. Doch selbst wenn es sich nicht um “menschgemachte“ Brandbeschleunigung handeln sollte: Dass es in Südeuropa schon immer brannte und mit zunehmender forstwirtschaftlicher Monokultur, Landwirtschaft und Siedlungsdichte die Folgen solcher Naturkatastrophen gravierender werden, von der heute dank Internet und Panikmedien weitaus größeren öffentlichen Aufmerksamkeit einmal ganz abgesehen, wird hier sträflich und in desinformierender Absicht ausgeblendet. Ebenso übrigens wie die Tatsache, dass global gesehen die Zahl der Waldbrände seit Jahrzehnten rückläufig ist.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte sich die ARD-“Tagesschau” in einem Bericht über schwere Überschwemmungen in Indien infolge tagelangen, saisonal stinknormalen Monsun-Regens in der Umdichtung von immer dagewesenen Phänomenen zu beunruhigenden und neuartigen Heimsuchungen geübt: „Laut Experten führt der vom Menschen verursachte Klimawandel dazu, dass die Monsunregenfälle im Süden Asiens heftiger werden“, wurde da vermeldet. Mit der konkreten Benennung der zitierten „Experten“ hielt man sich gar nicht erst auf; wieso auch – geht es hier doch vor allem darum, die Mär vom menschengemachten Klimawandel zu transportieren mit Scheinbelegen aus aller Welt, wo immer sich Wetterextreme für das große Narrativ eignen. Tatsächlich war die Behauptung, die Monsunregenfälle im Süden Asiens würden heftiger, wieder einmal nachweislich falsch. In Wahrheit hat sich die Zahl der Flutopfer seit 1960 nicht erhöht, eher kann man sogar von einer leichten Verringerung sprechen – und das trotz massiv gestiegener Bevölkerungszahlen im asiatischen Monsungürtel seither. Dasselbe gilt übrigens auch für die wirtschaftlichen Schäden durch Überschwemmungen. Es gibt nicht das geringste Indiz für das, was die “Tagesschau” hier behauptet; weder die Anzahl der Flutkatastrophen noch die Zahl ihrer Opfer ist in den letzten über 60 Jahren gestiegen.

Das Phantasma der Hitzetote

Die Märchenerzählungen fügen sich nicht nur nahtlos in das Gesamtbild ein, das der öffentlich-rechtliche Rundfunk abgibt, sondern auch in die Hysterie, die die Klimafanatiker derzeit wieder wegen der heißen Sommermonate schüren: Das Robert-Koch-Institut (RKI), das bereits während des Corona-Wahns jegliche Glaubwürdigkeit verspielt hat, veröffentlicht nun wieder in gewohnter Manier Panikbulletins – diesmal aber nicht zu angeblich tödlichen Virenbedrohungen, sondern „Wochenberichte zur hitzebedingten Mortalität“ – Schockzahlen, denen es sich natürlich nur um bloße Schätzungen handelt und um überhaupt keine objektivierbaren Todesfälle, da “Hitze“ in so gut wie keinem Totenschein der hierzu bemühten Fälle als Todesursache vermerkt ist. Dennoch werden da für 2025 2.500 „Hitzetote“ geschätzt, ohne dass man dies irgendwie plausibel belegen könnte. Wer an einem heißen Tag starb, gilt dann mit hoher Wahrscheinlichkeit als „Hitzetoter“, egal, ob sein Tod wirklich durch hochsommerliche Temperaturen oder eine andere Ursache verschuldet war; die Masche “an und mit verstorben” aus Corona lässt grüßen.

Weitaus nüchterner und unaufgeregter rechnet man (noch jedenfalls, bis auch dort die klimaideologische Gleichschaltung Einzug gehalten haben wird) im Statistischen Bundesamt: Die Behörde geht davon aus, dass in den Jahren 2003 bis 2023 pro Jahr durchschnittlich 22 Menschen „unmittelbar und tatsächlich“ an Hitzefolgen verstarben; eine Größenordnung, die wesentlich realistischer anmutet als die haltlosen, hoch- und quergerechneten Spekulationen des RKI. Die arbiträre Zählung von „Hitzetoten“ folgt indes einem politischen Zweck: Durch die hochgejazzten Horrorzahlen wird ermöglicht, dass etwa die „Paneuropäische Kommission Klima und Gesundheit“ (PECCH) der UNO, der auch der ehemalige deutsche Gesundheitsminister und Panikpsychopath Karl Lauterbach angehört, behaupten kann, ein Drittel aller hitzebedingten Todesfälle ereigne sich in Europa, weshalb er aufgrund der „Klimakrise“ die Ausrufung eines “gesundheitlichen Notstands von internationaler Tragweite” fordert, um so endlich wieder zu seinem seit vier Jahren schmerzlich vermissten totalitären Notstandsregime zurückzukehren. Dass dieser Propagandamüll eines schwer verhaltensgestörten Scharlatans und notorischen Lügners, der noch immer sein Unwesen treiben darf, von der Mainstream-Journaille weiterhin eilfertig verbreitet wird, spricht Bände.

Die Münchner Wasserlüge

Dankbar und erregt greifen die Medien sogleich die nächste prognostizierte Hitzewelle für diese Woche auf: „Hilfe, die Gluthitze kommt zurück! Deutschland wird zum Backofen!“, warnte „Bild“ gestern hysterisch und bezog sich dabei auf Wettermodelle, die für Anfang August erneut Hitze von über 40 Grad in manchen Gegenden Deutschlands prognostizieren. Der Meteorologe Dominik Jung verkündete mit dramatischem Tonfall: „So viele Wetterkarten mit Temperaturen um 40 Grad wie in diesem Jahr, habe ich noch nie gesehen. Das sind keine Ausreißer mehr. Es zeigt: Es verändert sich etwas. Wir erleben den Klimawandel live in Deutschland!“ Auch die Politik greift die geförderte Neurose begierig auf. Der grüne Münchner Oberbürgermeister und “Wasser-Faschist“ Dominik Krause hält weiter an seinem willkürlich erlassenen weitreichenden Wasserentnahmeverbot fest, das die Autowäsche außerhalb von Waschanlagen, das Bewässern von Rasenflächen, das Befüllen privater Pools, von Springbrunnen, Wasserspielanlagen und Regentonnen sowie das Abspritzen von Terrassen, Hofflächen, Wänden und Dächern durch Privatleute unter Androhung astronomischer Bußgelder untersagt, und das obwohl dafür überhaupt kein konkreter Anlass existiert.

Das war bis kurz nach Krauses Amtsantritt im Mai auch von den Stadtwerken München (SWM) bestätigt worden, die auf ihrer Webseite von “unerschöpflichen” Wasservorräten schrieben, ehe die neue grüne Stadtverwaltung diesen Hinweis entfernen ließ, um ihr offenkundig von langer Hand geplantes künstliches Krisentheater ausrollen zu können. „Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert“, erklärte Krause, weshalb er “in Abstimmung mit den SWM und dem Referat für Klima- und Umweltschutz” entschieden habe „weitergehende, verpflichtende Sparmaßnahmen zu ergreifen“.

Vehikel der Transformation

In Wahrheit gibt es weder in München noch im Umland irgendwelche Anzeichen für eine Wasserknappheit. Krauses diktatorischer Übergriff ist durch nichts gerechtfertigt. Auf Nachfrage von „Nius“ konnten, wollten oder durften die SWM keine Tageswerte über den Wasserverbrauch aus den Sommermonaten der Vorjahre vorlegen, die belegen würden, dass Krauses Behauptung über den ungewöhnlich hohen Wasserverbrauch zutrifft. „Die Beantwortung dieser Frage erfordert die Auswertung umfangreicher Betriebs- und Archivdaten und würde längere Zeit in Anspruch nehmen. Gerne können wir Ihnen heute bereits Vergleichsdaten für den Jahresdurchschnitt der vergangenen Jahre zur Verfügung stellen“, teilten die Stadtwerke mit. Die Jahresdurchschnittswerte allerdings sind wegen des erheblich geringeren Wasserverbrauchs im Winter nur wenig bis gar nicht aussagekräftig. Alles deutet also auf eine Vertuschung der Tatsache hin, dass es einen außergewöhnlichen oder gar bedrohlichen Wasserverbrauch wirklich gibt – umso mehr jedoch darauf, dass Krause in typisch grüner Manier ein Panikszenario heraufbeschwor, für das es keine Grundlage gab, um ungerechtfertigte und drakonische Maßnahmen zulasten der Bürger zu verhängen und den Klimawahn zu befeuern.

Lügende, auslassende und umdichtende Medien und eine Politik, die ideologisch herbeigeredete Krisen selbst verursacht, statt reale Probleme zu lösen: Das ist der gesamtgesellschaftliche Zustand dieses abstürzenden, in die Hände von Verrückten gefallenen Landes. Die als Vehikel der Transformation dienende Klimaideologie, die zu nichts anderem führt als der Abschaffung von Freiheiten und Verarmung, wird zum allgegenwärtigen Dogma erhoben und ein gigantisches Propagandageflecht schreit unentwegt den drohenden Weltuntergang herbei, wenn man seinen Anweisungen nicht Folge leistet. Wie lange noch, bis die deutschen diese Geißel endlich abstreifen?


Sonntag, 19. Juli 2026

Inszenierte Hitzekrise: Münchens Wasser-Faschos proben die Klima-Diktatur

von Theo-Paul Löwengrub

Ins Wasser gefallener Hitzeschutz am Fischbrunnen auf dem Marienplatz: München erlebt sein erstes Grünes Wunder



Der Wasserfaschismus von München, wo plötzlich eine “Trinkwasserkrise“ politisch heraufbeschworen wird, ist ein mustergültiges Beispiel für die grüne Verblendung in diesem Land und dafür, wie hirntot und bereitwillig sich die deutsche Öffentlichkeit sechs Jahre nach Corona von skrupellosen Puppenspielern eines schamlosen Krisentheaters mit frei erfundenen Scheinbedrohungen ins Bockshorn jagen lässt. Die Münchner Stadtwerke, der Wasserversorger der bayrischen Landeshauptstadt, hatten auf ihrer Webseite stets stolz darauf hingewiesen, dass die Münchner Trinkwasserversorgung besonders stabil und absolut gesichert ist. Dort stand noch bis vor kurzem unter der Überschrift “Sichere Wasserversorgung Münchens” wörtlich zu lesen: “Die Quellgebiete im Mangfalltal und Loisachtal sind durch Gesteinsschichten bestens geschützt und werden regelmäßig überwacht. Die Wasservorkommen dort sind sehr ergiebig, ja praktisch unerschöpflich.” Dann kam Dominik Krause: Direkt nach Amtsantritt des grünen Oberbürgermeisters im Mai 2026 wurde der Hinweis gelöscht.

Ganz offensichtlich hatte Krause mit seiner kaputten Klimasekte schon damals den Plan im Hinterkopf, bei nächster sich bietender Gelegenheit – sprich: bei den erstbesten für einen heißen Sommer stinknormalen knackigen Temperaturen, die sich zur Ausrufung einer schier tödlichen “Hitzewelle“ eignen – einen künstlichen Notstand zu inszenieren, um die Bevölkerung durch bereits während Corona erprobte öffentliche Panikmache für die “Klimakrise” zu “sensibilisieren” und sich nebenbei natürlich wichtigtuerisch zu profilieren. Auf einmal hieß es seitens der Stadtwerke, die eben noch die Unerschöpflichkeit der Münchner Grundwasservorräte gepriesen hatten, das Problem sei jetzt ein “zu hoher Verbrauch”. Das ist ganz offensichtlich unwahr, worauf Professor Stefan Homburg unter Berufung auf Daten des Umweltbundesamtes verweist. Tatsächlich hat sich die Wasserentnahme bundesweit mehr als halbiert, und auch in München ist sie stark rückläufig.



Trotz viel höherer Entnahmen in der Vergangenheit gab es in München niemals Wasserverbote gab. Der Grund ist simpel: Die Grünen saßen damals erstens noch nicht in der Regierung, hatten keinen gleichgesinnten Apparat an journalistischen Aktivisten an der Seite und waren vor allem mit anderen Themen beschäftigt. Stefan Homburg erinnert daran, dass die Grünen zuerst voll aufs Waldsterben fokussiert waren, später dann aufs Ozonloch, dann auf Gen-Tomaten und dann schließlich zur CO2-Psychose samt Hockeystick-Schwindel fanden, dem Grundlagennarrativ der heutige Industriezerstörungspolitik im Namen des “Klimaschutzes“. Den “Hitze“- und “Dürre”-Alarmismus übernahmen sie erst in den letzten Jahren, als diese neuesten Hits in den Bedrohungscharts von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Davoser Word Economy Forum (WEF) eingeführt und aufs Tapet gebracht wurden; seit dem Abebben der Corona-Angstmache wird diese neue Apokalyptik von freiwillig gleichgeschalteten Agendamedien pflichtschuldigst ausgerollt und als neue Horrorerzählung bespielt. Hitzeschutz statt Virenschutz – Hauptsache: “Wir bleiben zuhause!“, “wir sind solidarisch!”

Homburg: “Die geniale Erfindung eines ‚Waldsterbens‘ brachte die Grünen in die Parlamente und bewies zugleich, wie retardiert die Deutschen sind: Dieses Sterben endete nämlich an den deutschen Grenzen; es spielte in UK, Frankreich oder USA keine Rolle. 2003 ließen die Grünen das Thema fallen und wechselten auf andere Narrative für Verbote.” Und er erinnert: “Der drastische Rückgang beim Wasserverbrauch hat übrigens nichts mit WC-Spartasten und ähnlichem Pillepalle zu tun, sondern beruht im Kern auf der Deindustrialisierung: Jedes gesprengte Kraftwerk ’spart‘ Wasser und ist ein Skalp der Degrowth-Politiker.” Wie wunderbar die Gehirnwäsche funktioniert hat, zeigt sich im wohlstandsverwahrlosten München besonders eindrucksvoll, wo man nicht nur einen grünen lifestyleschwulen Milchbubi zum Stadtoberhaupt gewählt hat, sondern offenbar auch niemand mehr seinen gesunden Menschenverstand bemüht und sich fragt, wieso bei früheren, teils noch heißeren Sommern nie zu solchen angeblich zwingend notwendigen Maßnahmen gegriffen wurde.

Einsparung am Fischbrunnen: Exakt Null

Zu diesen Maßnahmen gehört auch, dass bekanntlich zahlreiche Münchner Zierbrunnen im Stadtgebiet stillgelegt oder ihr Betrieb eingeschränkt, bekanntlich auch der weltberühmte 800 Jahre alte Fischbrunnen am Münchner Marienplatz, der medienwirksam mit Holzbrettern zugenagelt wurde (siehe obiges Beitragsbild). Da Deutschland ja eine “Dürre“ drohe, wie prompt auch CDU-Bundesumweltminister Carsten Schneider ins Panikorchester einstimmte, muss natürlich mitten im Sommer – soviel zum Thema “Hitzeschutz” der Zugang zum erfrischenden und kühlenden Wasser eingeschränkt werden;ist klar. Dumm bloß, dass die Natur im hydrologischen Nichtkrisen- und Hochversorgungsgebiet Deutschland wieder mal nicht mitspielt – und der von den Grünen beschworene Hitzehorror in heftigen Sommerunwettern in den letzten Tagen auch schon wieder unterging. Dies führte dann etwa gestern zu der absurden Situation, dass die von Krause auf den Fischbrunnen getackerte Holzverspundung den Brunnen vor den heftigen Regenfällen “schützte”.

Doch einmal unterstellt, es gäbe diese Notwendigkeit, es hätte mittlerweile nicht schon wieder mehrfach geregnet und München müsste wirklich, einer trockengefallenen Wüstenmetropole gleich, auf den letzten Tropfen achten. Wieviel würde denn konkret am Beispiel Fischbrunnen tatsächlich gespart? Der Brunnen wird von ungefähr 130.000 Litern Trinkwasser täglich durchlaufen. Das Wasser wird anschließend über die Kanalisation abgeführt – und steht dem Kreislauf unvermindert zur Verfügung. Die Stilllegung spart daher rechnerisch absolut gar nichts. Die Begründung der Stadt ist somit gelogen. Wie viele Brunnen funktioniert auch der Zierbrunnen am Marienplatz analog einer Umwälzanlage, die dasselbe Wasser immer wieder im Kreis pumpt: Eine Pumpe saugt es aus einem einmalig befüllten Becken an, befördert es nach oben und lässt es in Form von kleinen Fontänen immer wieder gemäß einem unendlichen Kreislauf zirkulieren. Bei den zehn anderen abgeschalteten Großbrunnen zusammen wird eine Einsparung von 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller 150 städtischen Zierbrunnen genannt, weitere 56 Brunnen laufen statt 14 nur noch zehn Stunden täglich, wodurch deren Verbrauch um knapp 30 Prozent sinken soll (eine belastbare öffentlich zugängliche Zahl, wie viele Millionen Liter das insgesamt pro Tag sind, ließ sich außerhalb städtischer Verlautbarungen nicht finden).

Beispielloser Akt grünautoritärer Willkür

Das mag beeindruckend klingen (vorausgesetzt, es gäbe diesen Einsparbedarf wirklich!), ist aber reine Augenwischerei. Alle Münchner Brunnen zusammen machen damit einen winzigen Promille-Bruchteil des Tagesverbrauchs aus. Zum Vergleich: München benötigte an besonders heißen Tagen zuletzt etwa 400 Millionen Liter täglich, normalerweise sind es zwischen 300 und 350 Millionen Liter. Die angeblich durch Krauses “Wasserschutz“-Allgemeinverfügung erzwungene Verbrauchssenkung von etwa 400 auf zuletzt unter 330 Millionen Liter täglich – also den Normalverbrauch (!) – dürfte in Wahrheit vor allem durch kühleres Wetter, Regen und weniger Gartenbewässerung entstanden sein. Selbst die Stadtwerke konnten nicht trennen, welcher Anteil auf Verbote und welcher auf das Wetter entfiel. Für den Fischbrunnen selbst gibt es also gar keine Einsparung, für die Gesamtversorgung Münchens sind Einsparungen praktisch kaum messbar. Alle zehn Brunnen haben nur symbolische Wirkung – und es geht auch nur um Bilder für die Medien.

Hinzu kommt: Grundwasservorräte versiegen nicht plötzlich. Das Trinkwasser stammt überwiegend aus großen Grundwasservorkommen im Mangfall- und Loisachtal, die wesentlich träger als ein Fluss oder ein kleiner oberflächennaher Brunnen auf Eintragsveränderurngen durch Niederschläge reagieren. Rund 75 Prozent kommen aus dem Mangfalltal, etwa 15 Prozent aus dem Loisachtal; zusätzlich gibt es Reserve- und Spitzenförderwerke in der Münchner Schotterebene. Dass Krause angesichts dieser entspannten Lage eine Krise an die Wand mal und per Allgemeinverfügung seit dem 14. Juli 2026 – bis zunächst August – für ganz München massive Verbote zur Verwendung von Trinkwasser anordnet, ist ein beispielloser Akt grünautoritärer Willkür und ein Vorbote grüner Klimadiktatur, wie ihn sich diese Partei für ganz Deutschland erträumt. Bei Wasserentnahmen für private Pools, Plansch- und Badebecken, private Springbrunnen und Wasserspiele sowie zum Befüllen von Vorratsbehältern wie Regentonnen, das Bewässern privater Rasen- und sonstiger Grünflächen (und zwar grundsätzlich ganztägig) und das Gießen in Schrebergärten am Tag gelten abnorme Bußgelder in existenzgefährdender Dimension von 50.000 bis sogar 100.000 Euro. Auch privates Autowäschen außerhalb gewerblicher Waschanlagen, Hochdruckreinigung oder Abspritzen von Terrassen, Hauswänden, Höfen, Wegen, Straßen und Dächern, das Befeuchten von Baustellen und Baustraßen gegen Staub (sofern nicht behördlich vorgeschrieben) und die Entnahme von Wasser aus Seen, Flüssen, Bächen und Gräben für diese privaten Zwecke sind strikt untersagt, ausgenommen bestimmte gewerbliche und öffentliche Nutzungen, Sportplätze, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Friedhöfe, notwendige Reinigungen von Einsatzfahrzeugen, Viehtränken und das Schöpfen kleiner Wassermengen mit Handgefäßen.

Eklatante Rechtsverstöße

Rechtsanwalt und Ansage!-Autor Dirk Schmitz wies diese Woche bereits nach, dass diese Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt München zur Einschränkung der Trinkwassernutzung völlig rechtswidrig ist. Es fehlt zunächst einmal die Ermächtigungsgrundlage. Paragraph 100, Absatz 1 Wasserhaushaltsgesetz sieht zwar vor, dass die Wasserbehörde die erforderlichen Anordnungen treffen kann, um Beeinträchtigungen des Wasserhaushalts zu verhindern oder wasserrechtliche Pflichten durchzusetzen; diese Vorschrift ist allerdings als Generalklausel ausgestaltet und setzt eine konkrete wasserwirtschaftliche Gefahrenlage voraus. Sie rechtfertigt gerade nicht weitreichende Nutzungsverbote für jegliches bereits in das öffentliche Leitungsnetz eingespeiste Trinkwasser. Außerdem mangelt es an Tatbestandsvoraussetzungen, denn es liegt offensichtlich und nachweislich keine konkrete Gefahr für die öffentliche Wasserversorgung vor. Nach den von den Stadtwerken selbst veröffentlichten Daten ist die Trinkwasserversorgung Münchens weiterhin gesichert. Anlass für die Maßnahmen ist nicht ein drohendes Erschöpfen der Grundwasservorräte, sondern ein außergewöhnlich hoher Spitzenverbrauch infolge einer kurzfristigen Hitzeperiode, den die grüne Stadtverwaltung bewusst als Vorwand missbraucht. Nach allen bekannten Tatsachen bestand jedoch nie die Gefahr eines Versorgungsausfalls. Die Gefahrenprognose stützt sich auf die Vermeidung modellierter außergewöhnlicher Verbrauchsspitzen, nicht auf eine unmittelbar drohende Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung.

Vor allem jedoch entbehrt Krauses Verfügung jeder Verhältnismäßigkeit. Zwar sind, so Schmitz, die Maßnahmen grundsätzlich geeignet, den Wasserverbrauch zu senken; ihre Erforderlichkeit ist aber nicht gegeben. Mildere Mittel wie zeitliche Beschränkungen, mengenmäßige Begrenzungen, erhöhte Wasserpreise für Spitzenverbräuche oder freiwillige Sparappelle wurden nicht ausgeschöpft. Darüber hinaus bestehen erhebliche Zweifel an der Angemessenheit. Die Einsparung durch einzelne Verbote – insbesondere das Abschalten von Zierbrunnen – ist gemessen am Gesamtverbrauch faktisch nicht existent. Demgegenüber greifen die Verbote erheblich in die allgemeine Handlungsfreiheit der Bürger nach Artikel 2, Absatz 1 Grundgesetz sowie in deren Recht auf freie Eigentumsnutzung nach Artikel 14 Grundgesetz ein. Und zu schlechter Letzt verstößt die Verfügung auch noch gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz nach Artikel 3, Absatz 1 Grundgesetz: Private Gartenbewässerung und Poolbefüllung wurden weitgehend untersagt, während zahlreiche öffentliche und gewerbliche Nutzungen – etwa Sportanlagen oder sonstige privilegierte Einrichtungen – ganz oder teilweise ausgenommen blieben.

Eine sachliche Rechtfertigung dieser Ungleichbehandlung ist angesichts desselben Schutzzwecks nicht erkennbar. Schmitz fragt daher ironisch: “Was ist mit eigentlich Schwulenpools in München? Während Familien auch aufblasbare Kleinstpools nicht mehr auffüllen dürfen, gilt: Die Arschfreunde-Sauna Deutsche Eiche und andere verfügen über Whirlpools und Cold wie Hot Pools – die dürfen weiter genutzt werden!” Showtime für Krause. Pol Pot für Bayern!


Freitag, 17. Juli 2026

Warum uns die Hitze kalt lassen sollte

von Lukas Mihr

So unbegründet die Hitzepanik, so aussagelos sind die Daten zu den “Hitzetoten“…



Über den vergangenen Juni kann man geteilter Meinung sein. Während sich die einen an Badeausflüge oder Grillabende erinnern, sehen die anderen die Vorboten des Weltuntergangs durch die globale Erwärmung. Gerade letztere Sichtweise hat nun eine neue Bestätigung gefunden: Laut den Daten des in Kopenhagen ansässigen Instituts EuroMOMO (European Mortality Monitoring) starben im Juni 10.000 Menschen in ganz Europa den Hitzetod. Diese Zahlen klingen dramatisch – denn stellen wir uns einmal kurz vor, was wäre, wenn 10.000 Europäer durch Terroranschläge ums Leben gekommen wären. Ganz so schlimm, wie sie klingen, sind sie jedoch nicht. Dieser Hinweis ist wichtig – weil nahezu alle Medien diese Zahlen unkritisch übernommen haben.

Dazu muss man zunächst verstehen, wie sie erhoben wurden. Intuitiv würde man annehmen, dass für 10.000 Menschen in ganz Europa im Obduktionsbericht „Hitzetod“ vermerkt wurde. Doch genau das ist nicht der Fall. Stattdessen zählt EuroMOMO die Zahl aller gemeldeten Todesfälle und vergleicht verschiedene Zeitabschnitte. In der letzten Juniwoche wurden, gemessen an den vergangenen Jahren im gleichen Zeitraum, etwa 10.000 Todesfälle mehr registriert, als zu erwarten gewesen wären. Der Kontext ist hier entscheidend: Die Todesfälle existieren nicht im luftleeren Raum. Zu erwarten wären 70.000 Tote gewesen, doch tatsächlich waren es 80.000. 10.000 Terrortote könnte man hingegen sauber erfassen, ohne sie mit einer normalen Sterberate zu vergleichen.

Kaum zuverlässiger als ein Münzwurf

Doch tot ist tot – oder nicht? Worin genau besteht nun der Unterschied? Wenn der Hitzetod nicht ausdrücklich erfasst, sondern nur statistisch abgeschätzt wird, lässt sich im Einzelfall kaum feststellen, welcher Verstorbene tatsächlich an den Folgen der Hitze gestorben ist. Es ist die alte “an und mit“-Debatte, die man noch aus den zweifelhaften Datenerhebungen zu den “Covid-Toten“ bei Corona kennt. Kommt es beispielsweise während einer Hitzewelle zu einer Verdoppelung aller Herzinfarkte, liegt die plausible Annahme nahe, dass etwa die Hälfte der Fälle auf die hohen Temperaturen zurückzuführen ist. In einem solchen Szenario könnte selbst ein Arzt beim einzelnen Verstorbenen kaum zuverlässiger als durch einen Münzwurf bestimmen, ob die Hitze den Tod verursacht hat. Anders ist es, wenn ein Kind im Auto vergessen wird und qualvoll stirbt. Dann ist zwar auch die Hitze schuld, vor allem aber sind es die verantwortungslosen Eltern. Aus medizinischer Sicht wäre die Hitze hier übrigens als Todesursache feststellbar. Doch solche Fälle sind selten.

Andererseits muss die Frage erlaubt sein, ob die vielen Todesfälle denn echte Todesfälle sind. Klar: Wenn die Personen tot sind, handelt es sich um Todesfälle. Dennoch ist es etwas komplizierter. Die Übersterblichkeit kann sich auf einen Zeitpunkt oder einen Zeitraum beziehen. Für die folgende Betrachtung behandeln wir eine Woche der Einfachheit halber wie einen Zeitpunkt. Eine Übersterblichkeit kann verschwinden, wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet.

Schwammig definierte Todeszahlen

In der Wissenschaft spricht man hierbei von einer Mortalitätsverschiebung. In den Monaten nach einer gesteigerten Sterblichkeit findet man oft eine erniedrigte Sterblichkeit. Der Grund ist einfach: Bei einer Hitzewelle sterben im Wesentlichen alte und vorerkrankte Menschen. Wer im Sommer den Hitzetod stirbt, kann nicht im Herbst an einem Herzinfarkt oder im Winter an Altersschwäche sterben. Unter solchen Umständen sollte man also nicht von echten, sondern eher von vorgezogenen Todesfällen sprechen. Wann aber wird ein vorgezogener Tod zu einem echten Todesfall? Der eine eindeutige Zeitpunkt lässt sich hier nicht benennen. Bestimmte Fragen lassen sich eben nicht klar beantworten. In der Medizin ist oft die Rede von “verlorener Lebenszeit”, statt sich auf schwammig definierte Todeszahlen zu verlassen. Dazu ein simples Beispiel: Sterben ein einjähriges Kind und ein 79-jähriger Erwachsener, sind beide tot. Unterstellen wir, dass beide unter anderen Umständen 80 Jahre alt geworden wären, geht der Tod des Kindes 79-mal stärker in die Statistik ein. Wie aus den Daten von EuroMOMO hervorgeht, waren etwa 85 Prozent aller Toten über 65 Jahre alt. Nehmen wir an, dass die 65-Jährigen 15 Jahre vor ihrem voraussichtlichen Ende gestorben wären, dann wäre es sehr zynisch, diese als vorgezogene Todesfälle zu bezeichnen.

Kommen wir wieder auf das Beispiel der Terrorwelle zurück: Wenn dort Kinder und Alte gleichermaßen sterben, wären die alten Personen „echtere“ Tote als die Hitzetoten. Wer von einer Bombe getötet wird, bei dem lässt sich auch dann nicht über die Todesursache streiten, wenn er am Folgetag einen Herzinfarkt gehabt hätte. Wenn man von der Risikogruppe der Alten und Vorerkrankten spricht, denkt man oft an Personen, die alt oder vorerkrankt sind – seltener an Menschen, die alt und vorerkrankt sind. In der Gruppe der über 65-Jährigen tendieren die jüngeren Jahrgänge wohl eher in Richtung vorerkrankt, die älteren in Richtung alt. Nahezu jeder dürfte irgendwo zwischen diesen beiden Polen liegen. So hätte ein 65-jähriger Hitzetoter mit einer schwerwiegenden Herzerkrankung realistisch wohl nur die 70 und nicht die 80 erreicht. Eine andere Metrik würde nicht nur nach verlorener Lebenszeit, sondern auch nach verlorener Lebensqualität fragen. Wer ohnehin schon zur Risikogruppe gehört, wird in seinen letzten Jahren oft leiden. Wissenschaftlich beziffern lässt sich dies allerdings nicht präzise.

Unsichere Rechnung

Grob geschätzt dürften 90 Prozent der Hitzetoten des vergangenen Monats über 60 gewesen sein. Das hieße jedoch, dass es immer noch etwa 1.000 mehr oder weniger junge Hitzetote gab. Doch selbst diese Rechnung ist unsicher: Laut einer GPT-Recherche, die europaweit Artikel in der jeweiligen Landessprache auswertete, starben in der besonders heißen Juniwoche etwa 300 bis 500 Menschen bei Badeunfällen. In aller Regel handelte es sich dabei um junge Männer. Bei der Feststellung der Todesursache hätte man sie nicht als Hitzetote eingestuft; nach der eher groben Methode der Übersterblichkeit hingegen schon. Andererseits müsste man noch ermitteln, wie viele tödliche Badeunfälle in einem normalen Juni stattfinden. Wichtig ist also: Die Übersterblichkeit in einem einzelnen Monat ist wertlos. Auf ein ganzes Jahr bezogen kriegt man einen besseren Überblick. Je nachdem, wo man die Grenze zwischen einem echten und einem vorgezogenen Todesfall zieht, müsste man sogar über mehrere Jahre hinweg die Übersterblichkeit beachten. Da jedoch von Jahr zu Jahr Schwankungen auftreten, würde sich dieser Ansatz in der statistischen Unsicherheit verlieren. Damit wird erkennbar: Die Zahl der echten Hitzetoten dürfte deutlich unter 10.000 liegen. Das heißt nicht, dass es gar keine gibt, sondern lediglich, dass das Problem kleiner ist als vermutet.

Was in der Debatte oft vernachlässigt wird: Wärmere Temperaturen führen gleichzeitig zu mehr und zu weniger Toten. Neben den Hitzetoten gibt es auch Kältetote. Dabei fallen uns sofort Obdachlose ein, die im Winter erfrieren. Diese stellen jedoch die absolute Minderheit dar. Viel eher erhöht Kälte das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle oder macht anfälliger für Infektionskrankheiten. Auch hier gilt, dass die meisten Kältetoten alt oder vorerkrankt sind. Die Debatte über echte und vorgezogene Kältetote lässt sich entsprechend auch hier führen. Letztlich geht es nicht einmal darum, verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen: Es ist weitgehend derselbe Personenkreis, der gefährdet ist. Insgesamt sterben mehr Menschen durch Kälte als durch Wärme. Das Verhältnis liegt bei etwa 8 : 1. Bei weiter steigenden Temperaturen könnte die Nettobilanz sogar positiv ausfallen. Das muss nicht immer so bleiben. Während die Zahl der Kältetoten logischerweise nicht unter null sinken kann, kann die Zahl der Hitzetoten immer weiter steigen, und beide Entwicklungen müssen nicht symmetrisch verlaufen. Beim gegenwärtigen Verhältnis müsste der prozentuale Anstieg der Hitzetoten jedoch mehr als das Achtfache des prozentualen Rückgangs der Kältetoten betragen, damit sich die Gesamtbilanz verschlechtert. Und das dürfte – gerade wenn die Gesellschaft mit Klimaanlagen dagegenhält – noch lange auf sich warten lassen.

Wenn Tote der Agenda sehr gelegen kommen…

Bevor man sich von einer hohen Zahl erschrecken lässt, sollte man sich fragen, wie hoch das persönliche Risiko ist. Bei 10.000 Terrortoten wäre ein solcher Schock absolut gerechtfertigt. Bei 10.000 Toten durch Tabak nicht. Diesem Risiko kann man entgehen, indem man einfach nicht raucht. In der Frage der Hitzetoten ist es ein wenig komplizierter. Im Gegensatz zum Rauchen kann man das Risiko nicht durch eine einzige Entscheidung binär an- oder ausschalten. Es gibt jedoch Vorsichtsmaßnahmen, die man ergreifen kann. Allein ausreichend zu trinken, kann schon einen großen Unterschied machen. Auch sollte man die Wohnung ausreichend verdunkeln und das Haus nicht verlassen, wenn man ohnehin gesundheitlich angeschlagen ist. Das Risiko eines Badeunfalls lässt sich ebenfalls durch umsichtiges Verhalten erheblich reduzieren. Viele dieser Vorsichtsmaßnahmen kann eine demenzkranke Person allerdings nicht mehr eigenständig umsetzen, doch sie würde dann wohl eher in die Kategorie der vorgezogenen Todesfälle gehören.

Es ist auch überhaupt nicht gesagt, dass eine globale Erwärmung mit mehr Hitzetoten einhergeht. Der technische und medizinische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Wenn sich beispielsweise im Sommer mehr Herzinfarkte ereignen, werden Ärzte sich auf die neue Situation einstellen und die Patienten besser behandeln können. Den zuverlässigsten Schutz vor Hitze bieten allerdings Klimaanlagen; das zeigt der Vergleich mit den USA. Seltsamerweise sind gerade diejenigen, die am lautesten vor der Hitze warnen, zugleich die größten Gegner von Klimaanlagen. Das klingt fast so, als ob ihnen die Toten sogar gelegen kämen, um ihre Agenda voranzutreiben. Uns sollte die Hitze jedoch kalt lassen.