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In der vergangenen Nacht hat Russland die Ukraine laut dem ukrainischen Militär mit 242 Drohnen und 36 Raketen angegriffen. Prominent erwähnt wird erneut die neue Rakete Oreschnik, die von Russland als Wunderwaffe kommuniziert wird. | |||
Die Oreschnik ist laut Russland eine nicht abzufangende Hyperschallrakete. | |||
Das wurde von den Medien dankbar übernommen. | |||
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Neue Rakete ohne Neues | |||
Die Oreschnik (Nato-Code SS-X-34, Орешник, „Haselstrauch“) ist im Grunde gar keine Neuerfindung. | |||
Die Oreschnik wurde verkürzt, weshalb sie nur noch eine Mittelstreckenrakete ist. Dafür verfügt sie über die Möglichkeit, bis zu sechs kleinere Gefechtsköpfe zu tragen. | |||
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Eine der wenigen frei zugänglichen Fotos, die angeblich eine Oreschnik zeigen sollen. Aufgenommen bei der Indienststellung in Belarus im Januar 2023. | |||
Sie ist ballistisch. | |||
Das große Aber | |||
Zunächst einmal ist jede ballistische Rakete bei Wiedereintritt „Hyperschall“. Das bedeutet, dass sie eine Geschwindigkeit von über 5 Mach erreicht. | |||
Deshalb ist „Hyperschall“ ein Schlagwort, um zu triggern. Der Nutzen von „Hyperschall“ ergibt sich erst beim Wiedereintritt, wo der oder die Gefechtsköpfe diese Geschwindigkeit erreichen. | |||
Die Ukraine verfügt derzeit über kein Waffensystem, das eine solche Rakete abfangen kann. | |||
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Diese wird die Oreschnik von vergangener Nacht auch auf dem Schirm gehabt haben. | |||
Zudem wird ständig nachgefeilt. | |||
Wozu die Show? | |||
Es ist also absolut nicht so, wie Russland es verkauft und wie reißerische Medienmeldungen glauben machen. | |||
Wozu also der Einsatz? | |||
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Treffer in einem Wohnlock in Kyjiw in der vergangenen Nacht. | |||
Bei dem Angriff in der vergangenen Nach wurden vor allem Wohnhäuser getroffen. | |||
Die meisten dieser Angriffe erfolgten in der Hauptstadt Kyjiw. Die Oreschnik ging allerdings in der Nähe von Lwiw, ganz im Westen der Ukraine, runter. Nahe der polnischen Grenze. Dort wurde vermutlich ein Gasspeicher getroffen, oder irgendetwas, was zur Energie-Infrastruktur gehört. Kein Waffendepot, kein Flugplatz oder ähnliches. | |||
Solche Ziele sind militärisch eher sekundär. | |||
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Eindeutig Clickbait der Berliner Morgenpost vom August 2025. | |||
Russland hat also eine sehr neue und sehr teure Rakete in ein eher unwichtiges Ziel gehauen. Während es in Kyjiw eher wahllos auf Wohnhäuser gefeuert hat. (Übrigens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erneut allesamt Kriegsverbrechen.) | |||
Es ist ein „Seht her, was wir können!“ | |||
Die Oreschnik sollte ab November 2024 in Serienproduktion gehen. Damals groß angekündigt und durch Anordnung Putins persönlich gestartet. Sie wurde aber seitdem nicht eingesetzt. | |||
Daher halte ich die Frage für nicht abwegig, ob Russland überhaupt über Gefechtsköpfe verfügt. | |||
So erschreckend der Einsatz ist, aber die Wirkung der anderen Raketen und Marschflugkörper ist für die ukrainische Bevölkerung weit verheerender. |
„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Sie verbieten nicht die Hassrede, sondern die Rede, die sie hassen. Den Sozialismus erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert...
Samstag, 10. Januar 2026
Die russische Hyperschall-Wunderwaffe Oreschnik
Donnerstag, 20. November 2025
Zitate Putins zur NATO
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Diesen Beitrag vom 21.01.2023 veröffentliche ich aus gegebenem Anlass nochmals hier. | |
Die russische Propaganda hat viele Gründe für den Überfall auf die Ukraine genannt. | |
Diese Argumente werden seit dem Überfall eher im Ausland, vor allem in Europa, reproduziert. In Russland selber sind sie gar nicht so präsent. Dort geht es längst um den Kampf gegen den Westen, der Russland angeblich zerstören will. | |
Es ist wichtig, die russische Welt zu verstehen. Die Dreieinigkeit der russischen Völker: (Groß-) Russland, Weißrussland (Belarus) und Kleinrussland (Ukraine). Der absolutistisch herrschende Führer, egal in welcher Staatsform. Der Fatalismus der russischen Bevölkerung. Das Verständnis der Demokratie als „Chaos“ und Schwäche. | |
Der Zerfall der Sowjetunion hat die russische Seele tief verletzt. Nicht, weil der Kommunismus gescheitert ist. Sondern weil die Vasallenstaaten, die fast ausschließlich mit Waffengewalt „befreit“ wurden, sehr schnell von Russland abgefallen sind. Das widerspricht der Mentalität und der Vorstellung der Einigkeit aller slawischen Völker unter der Herrschaft Russlands zutiefst. | |
Putin hat dies ausgenutzt. Nachdem er seine Macht gefestigt hatte, hat er Stück für Stück diesen nationalistischen Gedanken wieder aufgebaut. Beispielsweise das Narrativ der Russen in der Ukraine. | |
Und genau davor haben Experten bereits vor zehn Jahren gewarnt. Es wurde von der Wirtschaft, von der Politik und letztendlich in der Öffentlichkeit ignoriert. Man hat Russland lieber als „Freund“ gesehen, bei dem man preiswert fossile Brennstoffe kaufen kann. | |
Sagt man, dass es Russland ausschließlich darum geht, sich die Ukraine einzuverleiben, wird man häufig mit eben diesen Propaganda-Argumenten angefeindet. | |
Ich habe einige Zitate Putins zur Ukraine herausgesucht, übersetzt und in die chronologische Reihenfolge gebracht. | |
Mai 2002 | |
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Nach der Beschließung des NATO-Russland-Rates in Rom | |
25.04.2005 | |
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Jährliche Ansprache vor der Versammlung der russischen Föderation. | |
13. 07.2006 | |
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Interview, ZDF | |
19.12.2007 | |
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Interview Time Magazine | |
Anm.: Laut Census 2001 betrachteten 29,3% der Bevölkerung in der Ukraine Russisch als ihre Muttersprache | |
02.04.2008 | |
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Rede beim NATO-Gipfel in Bukarest | |
Anm.: Es wurden einfach die 17 Prozent ethnisch russischer Einwohner mit 17 Millionen vertauscht. Tatsächlich lebten zu dem Zeitpunkt 8,3 Millionen ethnischer Russen in der Ukraine, ca. 17,3 Prozent. Der Anteil der ethnischen Russen auf der Krim war nicht 90 oder 100 Prozent, sondern 59 Prozent. | |
02.04.2008 | |
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George W. Bush und Wladimir Putin, Bukarest 2008 | |
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Im Gespräch mit dem Präsidenten der USA George W. Bush während des NATO-Gipfels in Bukarest | |
Anm.: Dieses Gespräch wurde von einem Whistleblower an die unabhängige russische Wirtschaftszeitung Kommersant weitergegeben. Journalisten wurden entlassen, ein bekannter Journalist 2010 in seiner Moskauer Wohnung überfallen und zusammengeschlagen. Die Online-Seite der Zeitung ist nicht mehr erreichbar. | |
29.08.2008 | |
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Interview mit der ARD in Sotchi | |
24.05.2009 | |
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Anlässlich einer Kranzniederlegung an Anton Denikins Grabmal in Moskau | |
18.03.2014: Annexion der Krim. | |
29.08.2014 | |
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Rede vor dem Seliger National Youth Forum | |
02.09.2014 | |
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In einem Telefonat mit dem Präsidenten der EU-Kommission José Manuel Barroso auf die Frage, ob russische Truppen die Grenze zur Ostukraine überschritten hätten. | |
18.03.2015 | |
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Rede anlässlich eines Konzertes in Moskau zur einjährigen Annexion der Krim | |
16.06.2015 | |
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Vice News | |
Anm.: Die Krim hat er außer Acht gelassen, da es als russisches Territorium angesehen werden soll. Dort wurden 2014 russische Einheiten ohne Hoheitszeichen eingesetzt, die als „grüne Männchen“ bezeichnet wurden. | |
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Der Oberst des russischen Geheimdienstes GRU Igor Girkin, Deckname Strelkov, überschritt spätestens im April 2014 die Grenze zum Donbass mit 52 Mann. Er fand jedoch nur höchstens 200 Unterstützer, weshalb er ungeplant offen als Anführer auftrat. Einem Monat vor Putins Äußerung haben russische Panzer an einer Parade in Donezk teilgenommen. | |
07.03.2018 | |
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18.10.2018 | |
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Internationaler Diskussionsklub „Waldai“ | |
04.11.2021 | |
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Rede zum Tag der Einheit des Volkes | |
08.02.2022 | |
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Pressekonferenz mit dem französischen Staatspräsidenten Emanuel Macron | |
Anm.: Nicht europäische Staaten „glauben“, dass die Krim zur Ukraine gehört, sondern das Völkerrecht und die Vereinten Nationen. | |
08.02.2022 | |
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Pressekonferenz mit dem französischen Staatspräsidenten Emanuel Macron | |
Zum Zeitpunkt dieser Pressekonferenz standen die russischen Truppen seit mehreren Wochen an der ukrainischen Grenze bereit. |
Sonntag, 17. August 2025
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