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Freitag, 6. März 2026

Israelische und US-Kampfpilotinnen: Echte Frauenvorbilder, die von woken Linksfeministinnen natürlich verachtet werden


Israelische Kampfpilotin nach Einsatz gegen den Iran: 
Die wahren Power-Frauen unserer Zeit 



Weltweit gehen derzeit Aufnahmen einer mutigen US-Pilotin viral, die bei einem Einsatz gegen das iranische Mullah-Regime versehentlich durch kuwaitische Luftabwehrsysteme abgeschossen, aber geborgen werden konnte. Die Reaktionen darauf decken die Verlogenheit der deutschen und europäischen Linken gleich in doppelter Hinsicht auf. Denn zum einen wurde die Pilotin nach ihrem Notausstieg und efolgreicher Landung am Boden von einem Araber überaus freundlich empfangen, der sie nicht nur fragte, wie es ihr geht, sondern ihr auch für den Einsatz der USA im Kampf gegen die Mullahs dankte. Ein weiterer, ebenfalls abgeschossener US-Pilot, wurde nach seiner Notlandung von aufgebrachten Anwohnern umringt und mit einem Metallrohr bedroht – allerdings nur, weil sie ihn für einen Iraner hielten. Als er sich als Amerikaner zu erkennen gab, entspannte die Lage sich sofort.

Dies zeigt zum einen, wie verhasst das Mullah-Regime, das von westlichen Linken seit seiner Machtergreifung vor 47 Jahren wegen seines Kampfs gegen Israel, die USA und den gesamten Westen mehr oder weniger offen bewundert wird, in der arabisch-islamischen Welt ist – ganz anders, als dies linksakademische Antiamerikanisten und verschwurbelte rechte Dunstkreise, die sich innerhalb der rechten freiheitlichen Bewegungen leider als angebräunte Antisemiten outen, behaupten. Zum anderen jedoch beweist der Umstand, dass das Beispiel der US-Pilotin, die sich nach ihrem Abschuss einfach den Staub abwischt und dann von einem Einheimischen freundlich begrüßt wird, nicht längst überall viral gegangen und als Beispiel einer emanzipierten, für die Freiheit kämpfenden Frau gefeiert wird. Dasselbe gilt auch für den riesigen Zuspruch für israelische Kampfpilotinnen nicht nur in der Heimat, sondern auch bei kurdischen und arabischen Kämpfern.

Linkswoke Vorbilder: Stattdessen eher „Maja T.“ oder Renee Good

Diese Sympathien – und die realen Psychogramme der einfachen Leute in vielen von Islamisten unterjochten Völkern – zeigen, wie weltfremd Linke sind – und dass vor allem die Post-Emanzen und “Flinta-Quotzen” in völlig abgehobenen Sphären wabern. Hinter all ihrem „Empowerment“-Gefasel ist im Westen vor allem verstehen, dass sie nutzlose Quotenjobs als „Diversitätsbeauftragte“ und ähnlichen Unsinn abgreifen können, Ansonsten feiern sie das Kopftuch perverserweise als Symbol der Freiheit, haben mit dem barbarischen Frauenbild im Islam kein Problem und solidarisieren sich mit einem grausamen Regime wie in Teheran, weil es ihren Hass auf den Westen teilt. Frauen hingegen, die aktiv und unter Einsatz ihres Lebens für die Sicherheit des Westens und die Befreiung des iranischen Volkes von einem Terrorregime kämpft, fallen für Linke nicht in die Heldenkategorie.

Dort rangieren für sie dafür Spinner und „Kulturschaffende“, die sie für irgendwelche wirren, antisemitischen Statements feiern. Ebenso Figuren wie die Links-Schlägerin “Maja T.” oder Renee Good, die sie als “Märtyrerin” im Abwehrkampf gegen ICE-Beamten in Minneapolis feiern. Für diesen selektiven Feminismus zählen nur “Frauen” oder solche, die sich dazu erklären, die den der Kampf gegen die eigene Kultur führen – deren Vorteile man aber weidlich ausnutzt, am liebsten noch auf Kosten anderer, vor allem der verhassten „alten weißen Männer“. In Frauenfiguren, die wirklich Mumm haben und Sinnvolles leisten, erblicken man dagegen sogar Feindbilder. 


Sonntag, 1. März 2026

Trump hat alles richtig gemacht: Iraner jubeln, linke Mullah-Fans und rechte Verschwörungsfreaks schäumen – und das Teheraner Regime ist Geschichte!

von Tom Schiller

Jubelnde Iraner gestern in L.A.: Viele können die erfreulichen Nachrichten von der Befreiung ihrer Heimat noch gar nicht fassen…



Schon einen Tag nach dem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf den Iran kann man sagen, dass diese überfällige Militäroperation ein voller Erfolg war. Alleine der Tod des Tyrannen, Revolutionswächters Ayatollah Khamenei, hat offenbart, dass es keine Zukunft mehr für den Mullah-Staat gibt. Auch wenn die Kämpfe noch lange andauern werden: Schon jetzt haben die Angreifer die Lufthoheit über den Iran, die Bevölkerung wartet nur auf den geeigneten Zeitpunkt der Machtübernahme und hofft, dass die Revolutionsgarden weitgehend eliminiert werden oder mit dem Militär und Sicherheitskräften überlaufen.

Donald Trump persönlich bestätigte gestern Abend den Tod des “obersten Führers” des Iran, Ayatollah Khamenei: „Khamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot. Dies ist nicht nur Gerechtigkeit für das iranische Volk, sondern für alle großartigen Amerikaner und all jene Menschen aus vielen Ländern der Welt, die von Khamenei und seiner Bande blutrünstiger Schläger getötet oder verstümmelt wurden. Er konnte unseren Geheimdiensten und hochentwickelten Überwachungssystemen nicht entkommen, und in enger Zusammenarbeit mit Israel war ihm und den anderen mit ihm getöteten Anführern nichts möglich. Dies ist die größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern. Wir hören, dass viele ihrer Revolutionsgarden, des Militärs und anderer Sicherheits- und Polizeikräfte nicht mehr kämpfen wollen und von uns Straffreiheit fordern. Wie ich gestern Abend sagte: ‚Jetzt können sie Straffreiheit genießen, später erwartet sie nur der Tod!’”

Trump eliminiert den Tiefen Staat ebenso wie die Schaltzentralen des islamischen Terrors

Trump weiter: “Hoffentlich werden sich die Revolutionsgarden und die Polizei friedlich mit den iranischen Patrioten zusammenschließen und gemeinsam daran arbeiten, dem Land zu seiner verdienten Größe zu verhelfen. Dieser Prozess dürfte bald beginnen, denn nicht nur Khameneis Tod, sondern das ganze Land wurde innerhalb eines einzigen Tages schwer zerstört und beinahe dem Erdboden gleichgemacht. Die schweren und präzisen Bombenangriffe werden jedoch die ganze Woche über oder so lange wie nötig ununterbrochen fortgesetzt, um unser Ziel des Friedens im gesamten Nahen Osten und in der ganzen Welt zu erreichen!”

Der Blogger Dirk Dietrich kommentiert auf Telegram: „Wie oft müssen wir das noch durchmachen, bevor die Leute erkennen, dass Trump weiß, was er tut? Trump beseitigt die militärischen Fähigkeiten des Tiefen Staates weltweit! Der Iran und ihre Terror-Stellvertreter im Nahen Osten werden beseitigt. Die Kartelle und ihre terroristischen Organisationen in der westlichen Hemisphäre werden beseitigt. Trump sagt uns seit Jahren, dass er den Tiefen Staat ‚auslöschen‘ wird, und das ist es, was er tut. Trump muss die Fußsoldaten des Tiefen Staates eliminieren. Die Kartelle und islamistischen Terrornetzwerke sind Instrumente des Deep State, die die Sicherheit aller gefährden, und Trump weiß, dass sie zerstört werden müssen. Der Iran war auch das Vehikel für Obama, um Atomwaffen direkt in die Hände der regierenden Familien zu bringen. Das Regime muss entfernt und der Iran an sein Volk zurückgegeben werden. Ihr wollt in einer Welt ohne Tiefen Staat leben? Das ist genau das, was Trump tut. Es wird nicht immer Sonnenschein und Regenbögen sein, aber es muss getan werden. Es wird keine größere Eskalation geben. Es wird keinen langwierigen Konflikt geben. Dies wird eine chirurgische Militäroperation sein, genau wie alles andere, was Trump tut. Vertraut Trump. Er hat es verdient!”

Strategieloses Wild-um-sich-Schlagen der iranischen Militärs

Dass sich Saudi Arabien gestern der Militäraktion gegen den Iran anschloss und somit nun ein islamisches Land an der Seite von Israel gegen einen Terrorstaat vorgeht, ist eine wahre Sensation und zeigt, dass der Iran nicht nur als Bedrohung für die westliche Welt wahrgenommen wird, sondern gesamten muslimischen Nahen Osten als gefährlicher Aggressor gilt. Es war sicherlich kein allzu intelligenter Schachzug der iranischen Militärführung, eine Ölraffinerie und damit einen Teil der Lebensader in Saudi Arabien anzugreifen. Damit dürften die Mullahs ihr eigenes Ende selbst besiegelt haben; doch offensichtlich geht es den Machthabern im Iran nur noch darum, größtmöglichen Schaden in der Region zu hinterlassen, bevor sie untergehen. Neben US-Militärbasen in umliegenden Ländern bombardierten sie auch den Internationalen Flughafen in Kuwait und feuerten Raketen auf zivile Ziele in Dubai ab. Dort ging das auch von zahlreichen Deutschen gern besuchte Palm Hotel and Ressort nach einem Volltreffer in Flammen auf. Eine iranische Drohne flog außerdem in das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa in Dubai, und richtete dort mittelschwere Schäden an.

Eine weitere Drohne, die im Anflug auf das weltbekannte Hotel Burj al Arab war, wurde vor dem Einschlag abgefangen und zerstört; dennoch lösten die Trümmerteile am Gebäude ein Feuer aus, welches allerdings schnell gelöscht werden konnte. Auf Restsympathien und Unterstützung aus der Region dürften die Mullahs mit solchen Aktionen nicht mehr rechnen. Über den Zustand der iranischen Streitkräfte wurden noch keine neuen Informationen veröffentlicht, doch internationale Beobachter vermuten, dass sie ihr Pulver bereit verschossen haben. Dazu passt, dass größere Militärschläge seitens des Iran blieben seit den Raketenangriffen auf Israel und US-Militärbasen in der gesamten Region ausblieben. Eine militärische Strategie, die die Gegner schwächen würde, ist nicht mehr zu erkennen.

Folgen für Sprit- und Energiepreise

Für den Westen bleibt allerdings von den Auswirkungen des Krieges vermutlich nicht verschont: Da Iran hat gestern Nachmittag die Straße von Hormus geschlossen hat, über die 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung transportiert werden, könnten wichtige Versorgungslinien zum Erliegen kommen. Die Folge wären erhebliche Sprit- und Energiepreiserhöhungen; vor dieser Folge war schon seit Beginn der Spannungen mit dem Iran immer gewahrt worden. Alle Tanker im Golf stehen derzeit still. Allerdings ist nicht sehr wahrscheinlich, dass die Blockade der Straße von Hormus allzu lange anhalten wird, denn dieses Szenario dürfte seitens der USA bei der Planung vollumfänglich berücksichtigt worden sein.

Neben den üblichen Haltungslinken in Politik und Medien, deren schäumender Wut über Trumps und Netanyahus Angriff sich in Deutschland leider auch viele freiheitliche und kritische Kreise anschließen, gehen jetzt natürlich auch wieder die eingefleischten Trump-Hater weltweit auf die Barrikaden. In New York versammeln sich gestern prompt die üblichen Verdächtigen, um gegen die US-Regierung zu demonstrieren. Dass den blinden Hass auf den Präsidenten diesmal dessen Angriff auf den Iran und damit ein unmenschliches Regime herhalten muss, in dem all die Minderheiten, für die sie sonst so gerne auf die Strasse gehen – Lesben und Schwule – öffentlich an Baukränen aufgehängt werden, stört diese Schizophrenen anscheinend nicht. Für von Ideologie vernebelte Hirnen spielen solche bizarren Widersprüche keinerlei Rolle. Hauptsache Protest gegen Trump!

Perverse Mullah-Solidaritätsdemos in New York, feiernde Exil-Iraner in Los Angeles

Und auf der anderen Seite des Landes, in Los Angeles, jubelt derweil die größte Population von Exil-Iranern weltweit über die zum Greifen nahe Befreiung des Landes von dem muslimischen Terrorregime, vor dessen Brutalität diese Menschen einst geflohen sind. Es gehört wohl zum linksgrünen Zeitgeist, dass man die eigene Verblödung selbst angesichts solcher deutlichen Gegensätze nicht wahrnehmen möchte oder kann. Während also das linksliberale Gesocks, welches nie unter einem brutalen Regime zu leiden hatte, im Big Apple für das Mullah-Regime auf die Straße geht, feiern in L.A. die Menschen im Iran den ersehnten Untergang der Unterdrücker. Die Freude der Iraner im Ausland mischt sich in den Jubel der Bevölkerung im Iran, die in ihrer übergroßen Mehrheit die Angriffe willkommen heißen – hatten sie doch nach den Protesten der letzten Monate mit zehntausenden ermordeten Demonstranten sehnlichst auf die israelischen und amerikanischen Angriffe gewartet. Was Anfang des Jahres beim Maduro-Sturz geschah, wiederholt sich jetzt aufs Neue: Trump- und USA-Gegner heulen über den “Bruch des Völkerrechts”, während die “völkerrechtswidrig” befreiten Iraner diesen den Bruch rundheraus begrüßen und ihre Freude von ihren Balkonen schreien.

Das ist die ermutigende Botschaft, das ist alles, was zählt – nicht die paranoiden und hasszerfressenen antiamerikanischen und antiisraelischen Parolen hartgesottener Verschwörungstheoretikern und Geschichtsklitterer. Thank You, Mr. President!


Donnerstag, 26. Februar 2026

Für Laien: Getötete Kinder, Sniper und Panzer

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Für diejenigen, die es interessiert, erkläre ich es gerne nochmals. (Und immer wieder.)

Die pro-palästinensische Propaganda berichtet häufig über erschossene Kinder. Und erklärt immer wieder, dass diese gezielt von „Snipern“ erschossen worden seien.

Die Unterschiede zwischen „Scharfschützen“ (Sharpshooter) und „Snipern“ habe ich bereits mehrfach erklärt. Im Deutschen wird das sprachlich weniger unterscheiden. Im Englischen wird immer häufiger, auch durch die Medien, der falsche Begriff „Sniper“ verwendet.

Kampfpanzer

Eigentlich sind Kampfpanzer dafür gebaut, im Verband mit anderen Panzern nach vorne zu reiten. Sie sind die Nachfolger der Kavallerie. Manchmal können sie auch irgendwo mit ihrer Kanone in Stellung gehen.

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US-Kampfpanzer währen der Operation Desert Storm. Kuweit, 15.02.1991

Die Kampfentfernung solcher Kampfpanzer fängt eigentlich überhaupt erst bei etwa 1,5 Kilometern an. Sie können auch Ziele auf drei Kilometern und weiter bekämpfen.
Was bedeutet, der Richtschütze hat im Panzer eine vergrößernde Optik. Ähnlich wie ein Periskop bei U-Booten.

Üblich ist bei solchen Kampfpanzern ein koaxiales MG. Das bedeutet, das kann vom Richtschützen drinnen bewegt werden, auch wenn die Luken zu sind. Auch damit kann man Ziele auf locker einem Kilometer bekämpfen.
Das übliche Kaliber für diese Waffen liegt in der NATO bei 7,62mm, ähnlich wie bei den älteren Sturmgewehren. Bei deutschen Leopard ist es tatsächlich genau das gleiche MG, das auch in der Infanterie von den Soldaten herumgeschleppt wird.

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Ein Soldat sichert mit einem aufgesetzten schweren MG auf einem Schützenpanzer. Irak, 25.03.2025

Zusätzlich haben die Kampfpanzer auch ein weiteres MG, das sie oben an einer der Luken aufsetzen können. Das dient dann dazu Infanterie in der Nähe zu bekämpfen oder beispielsweise Dronen. Das wird dann von einem Schützen mit der Hand bedient. Das geht also nur, wenn die Luken offen sind.

Der israelische Panzer Merkava

Der israelische Kampfpanzer Merkava, der im Gazastreifen eingesetzt wird, ist aber genau für diesen „Häuserkampf“ gebaut. Besser wären die Begriffe „close combat“ oder „urban warfare“. Er kann beispielsweise durch eine Luke hinten auch Verletzte aufnehmen.
Und er ist noch stärker bewaffnet. Denn in dieser „städtischen Kampfführung“ sind die Entfernungen ja meist eben nicht über einen Kilometer, sondern sehr kurz. Zudem kann der Panzer ja auch von oben, aus den Häusern, bekämpft werden.

Deshalb hat der Merkava nicht nur ein „normales“ MG in der Blende, wie der Leopard. Das sieht man von außen gar nicht. Sondern er hat meist auch noch ein koaxiales MG über dem Rohr. Das hat ein noch größeres Kaliber mit 12,7mm. „Meist“, weil es verschiedene Baureihen gibt.
Beide werden von innen bedient. Das bedeutet, der Richtschütze kann in seinem „Cockpit“ zwischen drei verschiedenen Waffen wählen: Blenden MG, koaxiales „großes“ MG und der Kanone.
Und er hat nicht nur ein aufgesetztes MG, sondern zwei.

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Die Wirkung dieser Maschinengewehre wird - vermutlich aufgrund von Hollywood-Filmen - allgemein völlig falsch eingeschätzt. Im echten Leben bringt es absolut nichts, sich vor einem solchen MG hinter einer Autotür zu verstecken. Eigentlich nicht einmal hinter einem ganzen Auto. Denn sie durchschlagen sogar einen Motorblock.

Natürlich wird beispielsweise Polizisten beigebracht, hinter Autos Deckung zu suchen. Das ist aber vor allem bei kleineren Waffen sinnvoll und es dient vor allem der Sichtunterbrechung. Wenn man nicht weiß, wo das Ziel ist, kann man mit seiner Pistole mit 12 Schuss auch schwer treffen.
Der Richtschütze eines Kampfpanzers würde aber einfach in Feuerstößen dutzende Schuss in die Richtung feuern. Er würde das Auto durchsieben.

Ganz ähnlich sieht das auch bei den „kleinen“ Kanonen von Schützenpanzern aus.
Dahin wird auch die weitere Entwicklung der Waffensysteme gehen. Weil man die großen Kanonen im heutigen Gefecht immer weniger braucht und diese kleinen Kanonen viel Preiswerter sind, mehr Schuss mitnehmen können und – und das ist wichtig – auch Häuserwände und viele Panzerungen durchschlagen können.

Die Propaganda

Und jetzt stellen wir uns einmal vor, ein Arzt in einem Krankenhaus sieht ein getötetes Kind. Ohne Autopsie kann er gar keine Rückschlüsse darauf ziehen, wie und womit das Kind getötet wurde. Er müsste das Kaliber bestimmen, also das Projektil haben. Das macht dann auch kein normaler Arzt mehr, sondern ein Forensiker. CSI, Bones… wir alle kennen die Serien.

Und weil diese MG die gleichen Kaliber bzw. Projektile nutzen, wie normale Sturmgewehre oder echte Sniper, ist es für einen Arzt völlig unmöglich zu bestimmen, wie das Kind getötet wurde. Geschweige denn durch wen. Ganz zu schweigen davon, ob das mit Absicht geschehen ist.

Eine übliche Kampfentfernung im „Häuserkampf“ wären 50 Meter. (Titelbild) Es ist die Frage, was ein Richtschütze auf diese Entfernung überhaupt noch durch sein „Periskop“ erkennen kann. Als wenn man mit einem Fernglas Fernsehen guck. Hat er ein Wärmebild aufgeschaltet, erkennt er noch weniger.

Wir müssen uns also nur einmal die Situation vorstellen, in der ein Kampfpanzer aus einem Haus plötzlich beschossen wird. Oder mit einer Panzerabwehrrakete auf ihn gezielt wird.
Im Merkava geht ein Alarm an, auf Knopfdruck schwenkt der ganze Turm sofort in die Richtung, aus der das Feuer bzw. das Signal kam. Der Richtschütze wird innerhalb weniger Sekunden feuern. Er hat gar nicht mehr die Zeit abzuwägen, ob hinter dem Fenster vielleicht noch Zivilisten sein könnten.
Er wird feuern. Selbst, wenn er das Ziel gar nicht richtig erkennen kann. Die Frage ist nur, mit welcher Waffe. Und feuert er mit einem MG, wird das auch Querschläger produzieren.
Und er wird auch feuern, wenn er weiß, dass hinter einem Fenster jemand mit einer Rakete hockt.

Auch das bedeutet die Aussage, dass die Palästinenser sich hinter Zivilisten verstecken. Sie wissen das. Und sie nutzen das aus. Indem sie sich in dicht besiedelten Gebieten in zivilen Wohnhäusern verstecken.

Alle aktuellen Meldungen zu erschossenen Kindern sind darüber hinaus mehr als fragwürdig. Denn solche Gefechte finden seit der Waffenruhe im November 2025 gar nicht mehr statt.
Nur noch, wenn Palästinenser die sog. gelbe Linie überschreiten, um die IDF anzugreifen, die sich dahinter zurückgezogen hat.

Wann immer jemand erzählt, Kinder seien „gezielt“ oder „durch Sniper“ erschossen wurden, halte ich das bis zum Beweis des Gegenteils für eine schlichte Propaganda-Lüge. Weil die Palästinenser bzw. die Ärzte gar keine Möglichkeit haben, das zu verifizieren. Und weil die Vorstellung, dass irgendwo Sniper hocken und in hunderten Metern zwischen Hochhäusern (ja, in den Städten stehen noch einige) gezielt auf Kinder schießen, militärisch völlig absurd ist.


Erschienen auf steady.page

Bitte wegtreten, Herr Minister...

von Thomas Tuma

Wie macht Boris Pistorius das nur? Er ist der vielleicht wichtigste Minister im Bundeskabinett. Für sein Verteidigungsressort wurde die Schuldenbremse nicht nur gelockert, sondern quasi ausgehebelt. Der 65-Jährige hat also schier unbegrenzte Milliardenmittel zur Verfügung. Und dann gibt es Termine wie gestern vorm Haushaltsausschuss, nach denen man nur noch denkt: Bitte wegtreten, Herr Minister!

Diesmal ging es um Kamikaze-Drohnen. Pistorius wollte mit den Rüstungsfirmen Helsing und Stark Verträge abschließen über gut 4,3 Milliarden Euro. Mein lieber Scholli, da haben die Parlamentarier ihn aber rasiert: Er kriegt nun allenfalls die Hälfte des geforderten Geldes, nur Teilaufträge bewilligt, und jede Fortsetzung muss künftig genehmigt werden.

Es ist nicht so, dass die Haushälter an Drohnen sparen wollen. Nur eben an Drohnen, die nicht mal fliegen oder dann ihr Ziel verfehlen. Darauf deuteten leider erste Testflüge im vergangenen Herbst hin. Nach den erschütternden Ergebnissen hegte ich schon den Verdacht, dass sich ein künftiger Aggressor bei uns eher totlachen als fürchten soll.

Sorry, die Lage ist eigentlich zu ernst für Witze. Und es ist ja nicht das erste Fiasko von Pistorius. Das elf Milliarden Euro teure Schlüsselprojekt rund um den Einkauf digitaler Funkgeräte: akut gefährdet. Die Bereitstellung neuer Fregatten: um drei Jahre auf 2031 verschoben. Der Umbau des völlig verknöcherten Beschaffungsamtes in Koblenz: oft versprochen, nie eingelöst.

Die Behörde sei ein System der „organisierten Verantwortungslosigkeit“, rügte zuletzt Kay Scheller, Präsident des Bundesrechnungshofes. „Das können wir uns nicht mehr leisten.“ Diese Woche war auch Pistorius wieder dort, lobte die „tolle Arbeit“, wünschte sich aber ein paar zusätzliche Standorte, um weitere kreative Köpfe anzulocken.

Das wird ähnlich lange dauern wie der geplante Aufwuchs der Truppe, fürchte ich. Aber Pistorius muss als Sozialdemokrat natürlich weiter die Freiwilligkeit des Wehrdienstes verteidigen, eines der schönsten Beispiele von Selbstbetrug seiner SPD.

Bedingt abwehrbereit: Boris Pistorius möchte für Milliarden Euro Drohnen kaufen, die bislang eher enttäuschten



Als der Ukrainekrieg 2022 begann, hatte die Bundeswehr 183.000 Soldaten. Anfang 2026 waren es 186.000. Ein Netto-Plus von 3000 in vier Jahren. Um die vereinbarten Nato-Ziele zu erreichen und auch alle bestellten Waffen überhaupt bedienen zu können, bräuchte die Truppe bis 2035 aber rund 260.000 Einsatzkräfte.

Ahnen Sie schon was? Wenn wir weiter so wachsen wie bisher, käme ich auf die Sollstärke in … warten Sie, ich hab’s gleich … 3000 im Sinn… Also in hundert Jahren wäre Deutschland „kriegstauglich“, wie Pistorius das immer fordert. Ich nehme aber an, dass uns bis dahin eher eine Predator-Armee von Alpha Centauri erledigt hat.

Wissen Sie, was Pistorius gestern im Bundestag zum Truppenwachstum gesagt hat? Er lobte, dass der aktuelle Personalstand der Bundeswehr der höchste sei seit 2011. Wer den Bundestag derart veralbert, handelt mindestens frech.

Aber vielleicht hat Pistorius innerlich schon aufgegeben: seine Mission, seinen Karriereplan Kanzler, sich selbst? Die Bundeswehr steht aktuell schlechter da als vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine. Es fehlt ihr an einem Plan, vor allem aber an Material und Personal. Nur Kapital ist da. Pistorius scheint der erste Sozialdemokrat zu werden, der im Geld ertrinkt.

Oder tue ich ihm Unrecht? Er gilt ja immer noch als sehr beliebt. Schreiben Sie mir an: feedback@focus-magazin.de*



Samstag, 21. Februar 2026

Aktuelle Todeszahlen aus dem Gazastreifen

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Trauerfeier für einen getöteten Mann, dem ein Hamas-Stirnband angelegt wurde. Dahinter Güter, die mit einer Plane des UNRWA abgedeckt wurden. Al-Maghazi, 30.01.2026

Zur Barrierefreiheit veröffentliche ich dieses Posting von der Facebook Fanpage und dem X-Account auch hier.

Das Gesundheitsministerium der Hamas hat die aktuellen Todeszahlen herausgegeben.
Diese wurden an die regierungsfeindliche Zeitung Haaretz gegeben und veröffentlicht.
Gabriel Epstein hat die Zahlen ausgewertet.

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• Die Statistik der Hamas enthält 68.820 Getötete, bei denen die Einträge nicht doppelt sind.

• Die Angaben unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und Kombattanten.

• Die Zahlen unterscheiden nicht nach der Todesart.
Das bedeutet, alle Tode werden den Kampfhandlungen und damit den IDF zugerechnet.

• Unter ähnlichen Umständen würde man bei einer solchen Population ohne Krieg von 11.000 bis 18.000 Toten aufgrund des Alters, von Krankheit etc. ausgehen.
Das bedeutet, um die tatsächlichen Opfer des Krieges beziffern zu können, müsste man von den 68.820 zwischen 22.000 und 36.000 abziehen.

• 11.450 Getötete wurden über ein offenes Meldeportal der Hamas von Angehörigen gemeldet.

• Die Hamas warnt Angehörige u.a. auf Telegram offen davor, in öffentlichen Todesanzeigen bekannt zu geben, wenn Getötete einen „militärischen Status“ hatten, also beispielsweise zur Hamas oder zum Dschihad gehörten.

• Würden die IDF unterschiedslos Gaza-Palästinenser töten, wäre eine Verteilung der Tode gemäß der Normalverteilung von Geschlecht und Alter in der Gesamtbevölkerung sehen. Beispielsweise bei willkürlichen Bombardierungen oder bei einem Völkermord.
Ebenso bei Kollateralschäden.

• Man sieht jedoch eine signifikante Mehrheit von getöteten in der männlichen Population. Und dort vor allem im Alter zwischen 15 und 39 bzw. 44 Jahren.

• Männliche Getötete im Alter von 10 bis 14 Jahren liegen leicht über der Normalverteilung. Jüngere männliche Kinder wie auch weibliche Kinder und Jugendliche liegen unter der Normalverteilung.

• Noch deutlicher wird es in den Zahlen.
47,5% der Getöteten sind Männer zwischen 18 und 59 Jahren. 15,4% sind Frauen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren, was grob der Normalverteilung entspricht. 30% sind Kinder beider Geschlechter, obwohl sie über 50% der Bevölkerung ausmachen.

• Die bereinigten Zahlen widersprechen den Zahlen der IDF von etwa 25.000 getöteten Kombattanten nicht.


Erschienen auf steady.page

Mittwoch, 18. Februar 2026

Vertrag aus einer anderen Epoche: Warum die nukleare Rüstungskontrolle zwischen Russland und den USA zerfallen ist

von Michael Thoma

Das Ende von New START in Zeiten einer extremen Eskalation zwischen den Supermächten bietet Anlass zur Sorge



Am 5. Februar 2026 lief der Vertrag über strategische Offensivwaffen “Strategic Arms Limitation Talks” (New START) aus – das letzte große russisch-amerikanische Abkommen, das fünfzehn Jahre lang den neuralgischsten und gefährlichsten Rüstungsbereich in berechenbaren Regeln hielt. Formal lässt sich so tun, als sei nichts geschehen: Sowohl Moskau als auch Washington senden mitunter Signale, sich zumindest vorerst an die bisherigen Obergrenzen halten zu wollen – wenigstens so lange, bis ein neues Abkommen zustande kommt. Parallel dazu wird jedoch eine andere, zunehmend härtere Linie laut: Der Vertrag sei „nachteilig“ gewesen, das frühere Kontrollmodell passe nicht mehr, zu ihm wolle man nicht zurückkehren.

Blendet man hierbei diplomatische Gesten aus, fällt das Fazit nüchtern aus: In absehbarer Zeit ist kein neues START-Abkommen zu erwarten, das in Umfang und Kontrollmechanismen vergleichbar wäre. Die Epoche, in der sich strategische Rivalität in eine stabile Vertragsarchitektur einhegen ließ, ist vorbei – aber nicht, weil Stabilität plötzlich an Wert verloren hätte, sondern weil sich Interessen und Spielregeln verändert haben.

Warum Atommächte sich überhaupt selbst beschränken

Auf den ersten Blick wirkt das widersprüchlich: Nuklearwaffen sind die ultimative militärische Sicherheitspolice, die Garantie der Abschreckung. Warum sollte man ihr freiwillig Grenzen setzen? Die Antwort wird klarer, wenn man das Problem durch zwei theoretische „Linsen“ betrachtet. Die erste Linse ist mit der liberalen und neoliberalen Tradition der Internationalen Beziehungen verbunden. Diese Logik argumentiert schlicht: Rüstungskontrolle senkt das Risiko eines unkontrollierten Wettrüstens und unbeabsichtigter Eskalation. Entscheidend an solchen Abkommen sind nicht nur Zahlen, sondern Verfahren – Datenaustausch, Inspektionen, Verifikation. Sie verringern Unsicherheit, dämpfen Verdächtigungen und machen Krisen berechenbarer; besonders zwischen Mächten, die einander routinemäßig als Bedrohung wahrnehmen.

Die zweite Linse ist die realistische. Hier lautet die Erklärung anders: Ein Vertrag ist kein Instrument „gemeinsamer Sicherheit“, sondern ein Mittel zur Fixierung eines vorteilhaften Kräftegleichgewichts. Beschränkungen treffen häufig gerade jene Waffenkategorien, in denen der Rivale stärker ist, und lassen Bereiche eigener Vorteile unberührt. In diesem Sinne ist Rüstungskontrolle keine Alternative zur Konkurrenz, sondern deren Fortsetzung mit anderen Mitteln. Beide Ansätze schließen einander jedoch nicht aus. Staaten können Rüstungskontrolle zugleich als Mechanismus zur Krisenvermeidung schätzen und Verträge parallel zur Durchsetzung eigener Interessen und zur Festschreibung günstiger Gleichgewichte nutzen. Die gegenwärtige Erosion der strategischen Rüstungskontrolle wird allerdings besonders verständlich, wenn man sie durch eine realistische Linse betrachtet. Der zentrale Punkt ist dabei, dass der nukleare Bereich nicht im Vakuum existiert: Sein Schicksal wird maßgeblich von den Entwicklungen im weiteren Feld internationaler Machtpolitik bestimmt.

Warum die Konstruktion zerbrach

New START war ein Produkt einer bestimmten Epoche. Nach dem ersten Vertrag über strategische Offensivwaffen – START I (1991) – entstand das vertragliche System vor dem Hintergrund von Entspannung und relativer Berechenbarkeit. New START (2010) war als Brücke gedacht: Verifikation und Spielregeln sollten bewahrt bleiben, solange die Politik dies noch zuließ. Der Vertrag legte Obergrenzen von 1.550 stationierten Sprengköpfen, 700 Trägersystemen sowie 800 stationierten und nicht stationierten Abschussvorrichtungen fest und beinhaltete zugleich einen fragilen Kompromiss zur Raketenabwehr: Eine Wechselbeziehung wird anerkannt, rechtlich verbindliche Begrenzungen für die Raketenabwehr gibt es jedoch nicht. Das Problem war, dass diese Brücke nie zu einer neuen tragenden Struktur führte. Differenzen verwandelten sich in gegenseitige Forderungen. Die USA wollten das russische taktische Nuklearwaffenarsenal in künftige Vereinbarungen einbeziehen, doch Russland hielt dies vor dem Hintergrund des aus seiner Sicht verschlechterten Kräfteverhältnisses in Europa nach der NATO-Erweiterung für inakzeptabel.

Moskau wiederum drängte darauf, hochpräzise konventionelle US-Waffen als strategisch relevanten Faktor zu berücksichtigen, doch Washington war zu solchen Beschränkungen nicht bereit. Die Verlängerung von New START im Jahr 2021 wirkte eher wie ein Aufschub des Endes als ein Neustart ernsthafter Verhandlungen. Nach 2022 verschlechterte sich das Umfeld weiter: Inspektionen kamen bereits seit der Corona-“Pandemie” ins Stocken, doch nun kam zum politischen Konflikt eine neue Verwundbarkeit hinzu: ukrainische Angriffe auf russische Einrichtungen mit Bezug zur strategischen Luftfahrt, darunter auch Bomberstützpunkte, die zugleich an konventionellen Schlägen gegen die Ukraine beteiligt sind. Vor diesem Hintergrund erscheint Moskaus Weigerung, Inspektoren zu sensiblen Objekten zuzulassen, folgerichtig. Für die USA jedoch ist ein Vertrag ohne Verifikation eine leere Hülle: „Vertrauen auf Wort“ funktioniert dort nicht mehr, wo Vertrauen zerstört ist.

Nicht nur Doktrin, sondern auch Statuspolitik

Parallel dazu hat sich in den USA die These verfestigt, ein bilateraler Vertrag bilde die Realität nicht mehr ab, weil Washington Russland und China zugleich berücksichtigen müsse. Peking baut sein Potenzial zügig aus; in Debatten ist immer häufiger von mehreren hundert Sprengköpfen die Rede (oft werden derzeit rund 600 genannt). Das bestärkt Teile des amerikanischen Establishments in der Annahme, zur Abschreckung zweier Rivalen könnten frühere Obergrenzen überschritten werden müssen – parteiübergreifende Signale im Kongress verstärken diese Logik. Wenn China nicht in die Rüstungskontrolle einbezogen ist, so das Argument, ergebe die Einhaltung bestehender Limits wenig Sinn. China wiederum hat kein Interesse an Rüstungskontrolle, solange es den „nuklearen Giganten“ deutlich unterlegen ist. Hier wirkt nicht nur die Doktrin minimal ausreichender Abschreckung, sondern auch Statuspolitik: Gleichrangigkeit wird durch vergleichbare Stärke bestätigt. In diesem Sinne sind Kernwaffen zunächst eine politische Ressource und erst danach ein Instrument rein militärischer Planung.

Russland reagiert seinerseits mit einer Gegenforderung: Wenn China einbezogen wird, dann auch die europäischen Nuklearmächte Großbritannien und Frankreich. Die Aussicht auf deren Zustimmung ist jedoch gering – erst recht vor dem Hintergrund europäischer Zweifel an der Verlässlichkeit amerikanischer Garantien und einer nervösen Debatte über die Unberechenbarkeit der USA im Zusammenhang mit der Grönland-Krise.

So ist New START und mit ihm das gesamte Regime der strategischen nuklearen Rüstungskontrolle faktisch in dem Moment gestorben, als es für die Hauptakteure nicht mehr wirklich nachgefragt war. Seine zentralen Werte – Transparenzmaßnahmen, Verifikation, Vertrauensminderung von Misstrauen und die Verhinderung eines Abgleitens in eine harte Sicherheitsdilemma-Logik – traten in den Hintergrund. In den Vordergrund rückten nationale Kalküle in einer neuen Konstellation strategischer Konkurrenz. Rüstungskontrolle wird nicht länger als „gemeinsames Sicherheitsgerüst“ wahrgenommen, sondern zum Spielball der großen Politik – und genau das erklärt ihren Niedergang am besten.

Was nach New START kommt

Wichtig ist, nicht in automatische Panik zu verfallen: „Ohne Vertrag beginnt ein Wettrüsten, irgendwer erlangt entscheidende Überlegenheit.“ Die nukleare Abschreckung zwischen den Großmächten bleibt weiterhin stabil. Auf beiden Seiten entfällt ein erheblicher Teil der Streitkräfte auf überlebensfähige Komponenten – U-Boote mit ballistischen Raketen und mobile landgestützte Systeme. Ihr Zweck ist die Sicherung der Zweitschlagsfähigkeit. Genau das macht einen entwaffnenden Erstschlag rational fragwürdig. Selbst wenn die USA versuchen sollten, die Zahl stationierter Sprengköpfe mit „schnellen Methoden“ zu erhöhen (etwa durch das Nachladen von Trägersystemen mit Mehrfachsprengköpfen), würde dies eher die Nervosität steigern und die Planung verkomplizieren, als einen qualitativ neuen Vorteil zu schaffen. Zudem wird ein „schnelles Wettrüsten“ durch technologische, industrielle und haushaltspolitische Grenzen der Modernisierung bei allen zentralen Akteuren – den USA, Russland und China – gebremst. Der größte Schaden durch das Ende von New START liegt nicht in den Zahlen, sondern in der Steuerbarkeit der Rivalität. Regelmäßige Verfahren zur Überprüfung, zum Datenaustausch und zu Inspektionen fallen weg – also genau das, was selbst feindliche Beziehungen in gewissem Maße „lesbar“ machte. Je länger eine Phase ohne Regeln andauert, desto schneller erodieren die verbliebenen Vertrauensreste – und desto leichter kann jede Krise in eine Spirale münden, in der die Seiten vom jeweils schlimmsten Szenario ausgehen müssen.

Ein großer Vertrag vom Kaliber New START ist realistisch nur im Zuge einer allgemeinen Entspannung zu erwarten. Doch selbst wenn sich ein Zeitfenster öffnet, wird solch ein „neuer” New START mit hoher Wahrscheinlichkeit keine bloße Fortsetzung des alten Modells sein, denn dahin wird sich das strategische Umfeld technologisch wie politisch signifikant verändert haben: Mehr Akteure, mehr Systemtypen und mehr Wege zur Erzielung „strategischer Effekte“ müssten berücksichtigt werden. Der Verlust von New START ist ein Symptom einer tieferen Krise der internationalen Beziehungen. Die praktische Frage für die kommenden Jahre lautet daher anders: Ob es gelingt, zumindest minimale Mechanismen von Transparenz und Vorhersehbarkeit zu bewahren – Datenaustausch, Notifikationen, vereinbarte Kommunikationskanäle, begrenzte vertrauensbildende Maßnahmen. Kein ideales „Sicherheitsgerüst“, sondern ein ganzer Satz von Sicherheitsgurten. In einer Welt, in der große Verträge verschwinden, könnten gerade solche Gurte das letzte Mittel sein, um Konkurrenz im Rahmen kalkulierbarer Risiken zu halten.


Mittwoch, 11. Februar 2026

Investigativ: „Israel hat 3000 Palästinenser verdampft!“

Wann immer man Bilder einer Detonation im Gazastreifen sieht, sollte man sich fragen, warum genau in dem Moment eine Kamera darauf gerichtet war. Einschlag neben dem Mushtaha Tower, 05.09.2025

Al Jazeera behauptet gestern in einem Beitrag, Israel habe Waffen im Gazastreifen eingesetzt, die fast 3000 Palästinenser „verdampft“ hätten. Was schon absurd erscheint, wird bei genauerer Betrachtung zu einer an den Haaren herbeigezogenen, bewussten Propaganda-Lüge.

Es gibt zwei wiederkehrende, antisemitische, historische Erzählungen, die grob unterschieden werden.
Zum ersten die so genannte Brunnenvergiftung. Diese kam während der Pest im 14. Jahrhundert vor allem im süddeutschen Raum und der Schweiz auf. Damit machte man Juden für die Pest verantwortlich.
Zum zweiten die Ritualmordlegende, vor allem von William of Norwich. Verbreitet wurde das bereits ab 1144 vor allem durch den Mönch Thomas von Monmouth. Juden hätten den jungen William entführt und in einem Ritual getötet.
Beide Muster finden sich seitdem immer wieder in den meisten solcher Erzählungen.

Dass Juden Menschen verdampfen, darauf ist noch niemand gekommen.

Die arabische Nachrichtenplattform Al Jazeera aus Katar hat gestern einen Beitrag veröffentlicht unter dem Titel „Israel setzte im Gazastreifen Waffen ein, die Tausende von Palästinensern verdampfen.“
Als Redakteur ist ein Mohammad Mansour angegeben. Veröffentlicht wurde der Beitrag auf der als vergleichsweise harmlos geltenden englischsprachigen Plattform.

Screenshot des Beitrags

Ich werde den Artikel auszugsweise chronologisch durchgehen. Um zu zeigen, wie mehr oder weniger geschickt hier eine Propagandalegende erschaffen wird.
Vor allem aber, weil ich dadurch davon abgehalten werde, wegen angewiderter Überforderung in Lakonie und Satire zu verfallen. Was wirklich unglaublich anstrengend ist.

Die Thermik

Im Vorspann (Teaser) des Beitrags steckt schon ganz viel drin:

„Eine Ermittlung von Al Jazeera enthüllt, wie von den USA gelieferte thermische und thermobarische Munition, die bei 3.500 °C brennt, von fast 3.000 Palästinensern keine Spuren hinterlassen hat.“

Verwendet wird der Begriff „investigation“, was mehr als nur eine reine Recherche ist. Das Wort ist nicht zufällig mit dem deutschen „investigativ“ verwandt.
Wie wir sehen werden, ist absolut gar nichts an diesem Beitrag investigativ. Er beruht ausschließlich und direkt auf Behauptungen der Hamas. Inklusive unverhohlen angegebener Quellen. Da wurde nichts „ermittelt“ oder „untersucht“.

Das nächste ist die Behauptung, Israel habe „thermische und thermobarische“ Waffen verwendet.
Der Begriff „thermische“ Waffen ist nicht klar umrissen. Das sind – eher unfachlich – alle Waffen, die vor allem durch Hitze wirken. Das im Vietnamkrieg eingesetzte Napalm war eine solche Waffe.
Solche Waffen sind umstritten, aber nicht verboten. Da sie einen militärischen Nutzen haben, dadurch können beispielsweise Flugabwehrstellungen zerstört werden. (Radars, Generatoren)
Mir sind zwei Fälle bekannt, in denen Israel tatsächlich weißen Phosphor eingesetzt hat. Aber gegen Stellungen an der Grenze zum Libanon, entfernt von möglichen zivilen Kollateralschäden. Gegen eben solche Flugabwehrstellungen.

Thermobarische Waffen wirken etwas anders. Sie sind darauf ausgelegt, bei einer Detonation einen so großen „Feuerball“ zu verursachen, dass dieser eine große Druckwelle entwickelt und der Umgebung sofort sämtlichen Sauerstoff entzieht.
Solche Waffen sind vor allem dafür geeignet, gegen weitläufige Bunkeranlagen eingesetzt zu werden. Im offenen Gelände erreichen sie nicht ihre volle Wirkung. Um diese Waffen wird es in dem Beitrag vor allem gehen.

Israel besitzt keine thermobarische Waffen.

Russland setzt thermobarische Waffen in der Ukraine ein.
Und dort wird wenig über sie berichtet. Höchstens wenn sie zerstört werden. Was ahnen lässt, dass sie auch nicht so viel grausamer sind, als alle anderen Waffen auch.

Ein russischer „schwerer Flammenwerfer“ TOS-1 Buratino in der Ukraine, wegen seiner Silhouette „Pinocchio“ genannt.

Ein wenig Füsik

Kommen wir zu dem unappetitlichen Effekt des Verdampfens. Der eigentlich nur unappetitlich in unserer Vorstellung ist. Würde ein Mensch tatsächlich verdampft werden, wäre das ein sehr schneller und schmerzloser Tod.

Beim Abwurf der Atombomben auf Japan wurden Menschen verdampft. Von ihnen blieben nur Schatten auf dem Boden. Das gibt vielleicht einen Hinweis darauf, welche Energie herrschen muss.
In der Detonation selber herrschten mehrere Millionen Grad Celsius. Die Bomben wurden in 500m bzw. 600m Höhe gezündet. Am Boden herrschten zwischen 3000°C und 4000°C. Dort, wo die Menschen verdampft sind, eher 8000°C. Im Hypozentrum, dem Ground Zero.
Das sind Annäherungswerte und vermutlich zu niedrig angesetzt.

In einem Krematorium herrschen etwa 1000 bis 1200 °C. Einen menschlichen Körper auch nur einzuäschern dauert etwa eine Stunde. Wobei die Verbrennung dann noch zwei bis drei Stunden weiterläuft. Und selbst dann bleiben noch Knochenfragmente.

Eine thermobarische Waffe erreicht zwar Temperaturen von den hier angegebenen 3500°C. Aber nur im Kern des „Feuerballs“. Die eigentliche Wirkung findet außerhalb statt, durch den Druck und den Sauerstoffentzug („Vakuum-Waffen“).

Übung Caucasus 2016: Eine thermobarische Artilleriewaffe wird getestet. Die dunklen Streifen zeigen den eigentlichen Wirkungsradius, dort findet die Druckwelle statt. 09.09.2016

Selbst wenn Israel solche Waffensysteme hätte, wäre die Aussage, dass 3000 Menschen durch sie verdampft worden wären, schlicht Unfug.

Der Luftschlag gegen die Schule

Der Beitrag beginnt mit einem üblichen, journalistischen Mittel: Dem Mann von der Straße.
Persönliches zu berichten oder Stimmen einzufangen dient dazu, einen Beitrag persönlicher zu machen und zu emotionalisieren.

Mohammad Mansour schildert, wie eine Yasmin Mahani am 10. August 2024 durch die Trümmer der Tabahin-Schule gelaufen ist und ihren Sohn Saad gesucht hat.

„Ich betrat die Moschee und fand mich inmitten von Fleisch und Blut wieder. Wir fanden nichts von Saad. Nicht einmal einen Leichnam, den wir hätten begraben können.“

Wenn die Menschen verdampft worden sind, warum sollte Yasmin Mahani dann in Fleisch und sogar Blut treten? Blut wäre schon weit unterhalb der angegebenen 3500°C verdampft.

Tatsächlich habe ich damals genau diesen Angriff auf diese Schule und die Berichterstattung ausführlich ausgewertet.
Dabei wurde keine thermobarische, geschweige denn thermische Waffe eingesetzt. Sondern von außen wurde eine eher kleine Rakete in einen Teil der angeschlossenen Moschee gefeuert. Vermutlich eine GBU-39. Die ziemlich genau diesen Teil herausfräste. Weil sich laut IDF genau da eine Kommandostruktur der Hamas befand – sehr glaubwürdig. Israel hätte auch das ganze Gebäude mit einem oder zwei 4000-Pfünder einebnen können.
Nicht nur der Turm der Moschee stand noch. Auf den Balkonen des Innenhofs hing noch die Wäsche zum Trocknen.
Meine erste Frage wäre doch eher, was Saad Mahani denn so beruflich gemacht hat.

Diese Geschichte steht also in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Inhalt des Artikels. Es wird einfach nur irgendeine alte Geschichte eingeflochten, aus einem kürzlich gegebenen Interview übernommen, bei der eine Frau ihren Sohn nicht finden konnte. Es wird der Eindruck vermittelt, dort seien Menschen verdampft worden, ohne das so auszusprechen.

Quelle: Hamas

„Laut einer Recherche von Al Jazeera Arabic […] haben Zivilschutzteams im Gazastreifen 2.842 Palästinenser dokumentiert, die seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 »verschwunden« sind.“

Da ist sie wieder, die „Investigation“.
Da wurde gar nichts geprüft oder nachgeforscht. Es wurden schlicht die Zahlen des Zivilschutzes übernommen. Und der gehört zur Hamas.

„Experten und Zeugen führten dieses Phänomen auf Israels systematischen Einsatz international verbotener thermischer und thermobarischer Waffen zurück, die oft als Vakuum- oder Aerosolbomben bezeichnet werden.“

Ich bezweifle, dass Zeugen eine thermobarische von einer normalen Detonation unterscheiden können. Ganz abgesehen davon, dass man in dem Moment als Augenzeuge sicher andere Sorgen hat. Die behaupteten Experten werden selbstverständlich nicht genannt.
Noch absurder wird die Behauptung, diese Waffen seien verboten. Sie sind es nicht.

Im Weiteren wird eine konkrete Quelle genannt: Der Sprecher des Zivilschutzes Mahmoud Basal.
2025 hat die IDF veröffentlicht, dass Mahmoud Basal Mitglied der Hamas ist. Der Posten des Sprechers ist lediglich ein Deckmantel, um Äußerungen seriöser erscheinen zu lassen.
Mahmoud Zabar Tafesh Bassal ist Mitglied der Brigade „Gaza City“. Und darin - noch genauer - Mitglied des Zeitoun-Bataillons.

Screenshot: Veröffentlichungen der IDF (Auszüge) zur Identität Basals mit palästinensischen Dokumenten.

„Die Untersuchung [„investigation“] legte detailliert dar, wie bestimmte chemische Zusammensetzungen in israelischer Munition menschliche Körper innerhalb von Sekunden in Asche verwandeln.“

Ah, plötzlich geht es darum, in Asche zu verwandeln. Nicht darum, zu verdampfen. Immer noch unrealistisch, aber ein Unterschied von mehreren tausend Grad.
Zitiert wird ein russischer Militär-Experte namens Vasily Fatigarov, der Thermobarik erklärt. Allerdings wird nicht klar, ob der ehemalige Offizier, der sich einige Male sehr linientreu zum Ukrainekrieg geäußert hat, überhaupt mit Al Jazeera gesprochen hat.

Normale Bomben

Und dann wird ein Bogen zu Mk84 und anderen Bomben gespannt. Eingeleitet durch folgende Grafik:

Das Problem daran ist, dass die Mk84 die Standard-Bombe der USA und Israels ist. Es ist keine thermobarische Waffe.

Den hier zitierten Angriff habe ich damals nicht ausgewertet. Wenige Tage später fand die Pager-Operation im Libanon statt.
Aber alleine anhand des Bildes sieht man sehr leicht, dass hier Bunkerbrecher eingesetzt wurden. Die auch etwas getroffen haben. Keine Verbrennungen an der Oberfläche, keine Trümmer, nachgerutschtes Erdreich, Menschen, die doof vor einem Loch herumstehen: genau so sieht es aus, wenn darunter ein Tunnel oder Bunker kollabiert.

Aufgrund eines Videos der IDF habe ich den Luftschlag wenige Monate zuvor gegen den Bunker ausgewertet, in dem die Nummer Zwei der Hamas Mohammed Deif hockte. Ebenfalls in dem Jahr, ebenfalls bei Chan Yunis. Und ich konnte zeigen, dass selbst einfachste Zelte kaum 20 Meter von der Detonation entfernt keinen Schaden genommen haben.
Die bei diesem Foto hier von der Hamas gemeldeten ausgelöschten Familien halte ich für mehr als unwahrscheinlich. Außer, sie haben in dem Hamas-Bunker gehockt.

Die Mk84 sind zwar keine Bunkerbrecher. Sie können aber mit einem Verzögerungszünder als solche eingesetzt werden. Gegen leicht gebunkerte Ziele. Ich würde aber erstmal davon ausgehen, die IDF sind hier auf Nummer sicher gegangen und haben eine andere Waffe eingesetzt. Mehrere davon.

Und nochmal Hamas

Anschließend erklärt auch Munir al-Bursh noch die Funktionsweise von solcher „extremen Hitze“. Und damit wird sehr viel klar.
Bursh ist der Direktor des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens. Und damit einer der hochrangigsten Vertreter der Hamas, die noch am Leben sein dürften.

Munir al-Bursh, Direktor des Gesundheitsministeriums der Hamas, bei einer Pressekonferenz.

Anschließend werden noch verschiedene Bomben der IDF erklärt und gezeigt. Die selbstverständlich alle nichts mit thermobarischen Waffen zu tun haben.

„GBU-39: Diese Präzisionsgleitbombe wurde beim Anschlag auf die al-Tabin-Schule eingesetzt.“

Danke für die Bestätigung. Habe ich ja schon damals drauf getippt.

„Basal vom Zivilschutz bestätigte den Fund von Fragmenten der Flügel der GBU-39 an Orten, an denen Leichen verschwunden waren.“

Dann wurden sie wohl weggezaubert. Oder sie wurden tatsächlich sehr exakt getroffen und zerrissen.
Denn – festhalten – die GBU-39 sind die kleinsten dieser Bomben. Sie wird auch als „SDB“ bezeichnet, Small Diameter Bomb. Also eine Bombe mit außergewöhnlich kleinem Wirkungsradius.
Die GBU-39 hat 250 Pfund, die Standard-Bombe Mk84 2000 Pfund. Merkste selber, oder?

Frau Buttu und der internationale Genozid

Natürlich ist das noch nicht genug Drama. Also wird ein „internationaler Genozid“ konstruiert. Da die Waffen ja in den USA und Europa gefertigt würden.
Nur am Rande: Alle diese Bomben werden in den USA hergestellt. Die genannten GBU-39 und die JDAM-Nachrüstsätze übrigens von Boeing, mit deren Passagiermaschinen auch die Fluggesellschaften von Katar bis Saudi-Arabien ausgestattet sind.

„»Dies ist ein globaler Völkermord, nicht nur ein israelischer«, sagte die Anwältin Diana Buttu, Dozentin an der Georgetown University in Katar.“

Frau Buttu ist eine derart schillernde Person, dass man sie kurz vorstellen sollte.
Buttu ist eine kanadisch-palästinensische Anwältin, die zunächst Abschlüsse in „Middle East and Islamic Studies“ in Toronto erworben hat. Danach besuchte sie u.a. die Stanford Law School und die Northwestern in den USA.

Während der zweiten Intifada, bei der es zu über 20.000 Anschlägen und u.a. 138 Selbstmordanschlägen kam, wurde Buttu Sprecherin einer Einheit für Verhandlungen der PLO.
2013 und 2014 unterrichtete sie an der Harvard einen Kurs unter dem Titel – kein Scherz jetzt – „Negotiations Skills: Strategies for Increased Effectiveness“ (etwa: „Verhandlungsgeschick: Strategien für mehr Effektivität“) Die wissenschaftliche Freiheit gilt in Harvard wohl auch für Menschen, die völlig offen für Terroristen gearbeitet haben. Lernen von der PLO, wie man besser verhandelt. Kannst’e dir nich ausdenken.

Im letzten Abschnitt des Beitrags von Al Jazeera wird noch darauf eingegangen, dass das internationale Rechtssystem zusammenbräche. Ich erspare mir, auch darauf noch einzugehen.

Fazit

Was hier getan wird, ist typischer Propaganda-Journalismus.

Es wird eine hanebüchene Aussage einer Quelle genommen und darum der Eindruck einer sensationellen Neuigkeit aufgrund von investiven Recherchen aufgebaut.

Tatsächlich belegen diese Untersuchungen aber nichts. Das können sie auch nicht, weil Israel keine konventionellen Waffen besitzt, die Menschen „verdampfen“ können. Tatsächlich können auch die angesprochenen thermobarischen Waffen das nicht. Die Israel aber auch nicht besitzt.
(Zumindest ist mir keine solche Waffe auch nur in der Theorie bekannt.)
Die einzig denkbare Waffe, die so etwas kann, wäre eine Atombombe.

Also wird ein Bogen geschlagen zu normalen Bomben. Und der Eindruck erweckt, zum Teil angedeutet, diese Waffen könnten das.
Aus militärischer Sicht am witzigsten: Die kleinste Bombe wird als eine solche Waffe erzählt.
Als Beleg dafür werden hochrangige Mitglieder der Hamas zitiert. Die außerhalb der palästinensischen Autonomiegebiete und entsprechender Medien aber kaum jemand als solche erkennen dürfte.

Die von Al Jazeera gepostete Kachel, die inzwischen herumgereicht wird. Was die Agentur Reuters damit zu tun hat, erschließt sich allerdings nicht.

Das alles dient nur als Aufhänger für das erst am Ende verbreitete Narrativ: Es ist ein Genozid, bei dem sogar Menschen verdampft werden. Und es ist ein internationaler Genozid, bei dem alle, die Israel etwas liefern, eine Mitschuld tragen.
Extra erwähnt wird auch Europa. Mir ist derzeit keine einzige Bombe bekannt, die ein europäisches Land an Israel liefern würde.

Ihr habt keine Ahnung, wie anstrengen es war, ernst zu bleiben.