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Samstag, 27. Dezember 2025

Wohltätigkeitsvereine sammelten Millionen Euro für Hamas – Neun Menschen festgenommen

von Thomas Heck...

Dass die Hamas ihre Unterstützer im Westen hat, ist keine neue Information. Sympathisanten in Poltik und Medien, beginnend bei der Mauermörderpartei Die Linke, deren linker Konkurrent BSW, große Teile der Hakenkreuz-Partei SPD und auch die CDU ist massiv unterwandert, man schaue nur nach Berlin, wo der Regierende Obermotz jüngst den Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit verkündete und den täglichen Judenhass auf Berlins Strassen toleriert, fördert, sogar finanziert, bis hin zu den öffentlich-rechtlichen Hetzmedien von ARD und ZDF. Doch die Unterstützung ist noch tiefer, als man je erahnen konnte.

Mohammad Hannoun (r.) wurde festgenommen. Hier ist der Präsident der Palästinensischen Vereinigung mit Greta Thunberg auf einer Palästina-Demo Ende November zu sehen




Unter dem Deckmantel von Wohltätigkeit sollen aus Italien Millionen an die Hamas geflossen sein. Die Ermittler decken ein mutmaßliches Netzwerk zur Unterstützung der islamistischen Organisation auf. Auch der Präsident der Palästinensischen Vereinigung in Italien sei beteiligt.

Die italienischen Behörden haben neun Menschen festgenommen, die über Wohltätigkeitsorganisationen die militant-islamistische Hamas unterstützt haben sollen. Bei der Operation „Domino“ seien insgesamt Vermögenswerte in Höhe von acht Millionen Euro sichergestellt worden, teilte die Finanzpolizei mit und verwies auch auf die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Genua. Den Verdächtigen werde vorgeworfen, große Summen für die palästinensische Terrororganisation gesammelt zu haben, teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Samstag mit.

Die Verdächtigen sollen rund sieben Millionen Euro an Vereine mit Sitz in den palästinensischen Gebieten oder in Israel weitergeleitet haben. Die Vereine gehörten entweder der Hamas, würden von ihr kontrolliert oder stünden mit ihr in Verbindung, erklärten die Ermittler.

Unter den Festgenommenen sei der Präsident der Palästinensischen Vereinigung in Italien Mohammad Hannoun. Die Staatsanwaltschaft bezeichnet ihn als Anführer der italienischen Hamas-Zelle.

Er soll mehr als 20 Jahre lang ein System zur Sammlung von Geldern geleitet haben, die formal für humanitäre Zwecke bestimmt waren, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Ermittler. In Wirklichkeit seien die Gelder zum größten Teil zur Finanzierung der Hamas oder mit ihr verbundener Organisationen verwendet worden. Ihm werde die Hauptverantwortung für Überweisungen in Höhe von mehr als sieben Millionen Euro zugeschrieben, insbesondere nach dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Terrorangriffs der Hamas mit mehr als tausend israelischen Opfern.

Internationale Zusammenarbeit

Ein Teil der Gelder soll laut Ansa für den Unterhalt der Familienangehörigen von Selbstmordattentätern oder wegen Terrorismus verurteilten Häftlingen bestimmt gewesen sein.

Die Ermittlungen begannen laut dem italienischen Online-Portal „Agenzia Nova“ bereits nach dem Terroranschlag der Hamas auf Veranlassung der Nationalen Direktion für Mafiabekämpfung und Terrorismusbekämpfung. Anlass seien demnach mehrere Berichte über verdächtige Finanztransaktionen gewesen, die bereits vor dem 7. Oktober 2023 festgestellt worden waren. Die Ermittlungen haben nun ergeben, dass die Hamas einen ausländischen Ableger und weitere Zweigstellen eingerichtet hat, die eigens dafür operiert haben sollen, das Image der Organisation zu fördern und vor allem zu ihrer Finanzierung beizutragen.

Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni begrüßte die Festnahme. „Ich möchte meine Anerkennung und Zufriedenheit für die besonders komplexe und wichtige Operation zum Ausdruck bringen, die die Verhaftung von neun Personen ermöglicht hat, die beschuldigt werden, die Hamas über sogenannte Wohltätigkeitsorganisationen mit mehr als sieben Millionen Euro finanziert zu haben“, erklärte Meloni laut „Agenzia Nova“. „Unter ihnen befindet sich der Präsident des Verbandes der Palästinenser in Italien, Mohammad Mahmoud Ahmad Hannoun, der von den Ermittlern als ‚Mitglied des ausländischen Ablegers der Terrororganisation Hamas‘ und ‚Anführer der italienischen Zelle der Hamas‘ bezeichnet wird.“

Die Untersuchungen hätten auch die Existenz eines strukturierten europäischen Netzwerks zur Geldbeschaffung ergeben, zu dem auch der italienische Zweig zählte. Die Strategie sei immer dieselbe: die Organisation durch formal karitative Aktivitäten finanziell zu unterstützen.

Innenminister Matteo Piantedosi schrieb auf der Plattform X, die Operation habe Aktivitäten offengelegt, die als Initiativen zugunsten der palästinensischen Bevölkerung getarnt worden seien und die Unterstützung und Beteiligung an terroristischen Organisationen verschleiert hätten. Die Europäische Union führt die Hamas auf ihrer Terrorliste.


Montag, 22. Dezember 2025

Hisbollah: Die Illusion der Entwaffnung

von Helena Bauernfeind

Zerstörungen im Süd-Libanon: Die Regierung in Beirut hat gar nicht die Macht, die Hisbollah zu entmilitarisieren



Die wiederholten Appelle an die Hisbollah, ihre Waffen niederzulegen, gehören inzwischen zum festen Repertoire internationaler Nahostpolitik. Sie werden regelmäßig vorgetragen mit diplomatischem Ernst, wohlformulierten Erklärungen und dem Hinweis auf staatliche Souveränität. Ihre Wirkung jedoch ist gleich null. Wer in diesen Tagen erneut auf Entwaffnung drängt, verwechselt Wunschdenken mit politischer Realität. Denn die Hisbollah ist längst kein bloßer bewaffneter Akteur innerhalb des Libanon mehr, sondern ein eigenständiger Machtfaktor, dessen Existenz sich gerade aus der Bewaffnung speist. Die Forderung nach ihrer Aufgabe zielt nicht auf eine Verhaltensänderung, sondern auf die Selbstauflösung der Organisation. Dass eine solche Erwartung zurückgewiesen wird, ist weder überraschend noch Ausdruck besonderer Unnachgiebigkeit, sondern politisch folgerichtig.

Die jüngsten Luftangriffe auf die Bekaa-Region und die parallel geführten diplomatischen Initiativen illustrieren dieses Missverhältnis. Militärischer Druck soll politische Bewegung erzeugen, ohne die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Diplomatische Missionen wiederum dienen zunehmend der Selbstvergewisserung der Absender: Man habe es versucht, heißt es später, mehr sei nicht möglich gewesen. Besonders deutlich wird dies am angekündigten Besuch eines ägyptischen Regierungsvertreters in Beirut.

Dauerhaftes Provisorium

Sollte die überbrachte Botschaft tatsächlich auf ein Entweder-Oder hinauslaufen – Entwaffnung oder politischer Rückzug der Unterstützer –, dann markiert sie weniger einen Neubeginn als das Ende einer Illusion. Die Hisbollah hat diese Entscheidung längst getroffen. Der Libanon zahlt dafür den Preis. Ein Staat, der das Gewaltmonopol nicht ausübt, kann es auch nicht delegieren. Gleichzeitig fehlt ihm die Kraft, es durchzusetzen. Die Folge ist ein dauerhaftes Provisorium: Stabilität durch Abschreckung, Ruhe durch gegenseitiges Abwarten. Die Bekaa-Region steht exemplarisch für diesen Zustand – ruhig an der Oberfläche, jederzeit eskalationsfähig im Inneren.

Wer den Libanon stabilisieren will, muss sich von der Vorstellung verabschieden, die zentrale Machtfrage lasse sich durch Appelle lösen. Solange externe Akteure nicht bereit sind, entweder echte Sicherheitsgarantien zu bieten oder die Konsequenzen einer Konfrontation zu tragen, bleibt die Forderung nach Entwaffnung folgenlos. Sie ist kein politisches Angebot, sondern ein Ritual. Und Rituale, so zeigt der Libanon seit Jahren, schaffen keine Ordnung.


Freitag, 19. Dezember 2025

Gedanken zum Berliner Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit...

von Thomas Heck...

Heute vor 9 Jahren geschah der islamische Terroranschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin, bei dem 13 Menschen getötet wurden und weitere 67 schwer verletzt wurden, darunter viele deren Leben sich auf Dauer veränderte. Das Gedenken der Politiker ist nur noch Makulatur, an die Namen der Opfer wird sich keiner mehr erinnen. 


Und just in diesem Augenblick, kurz nach dem islamischen Terroranschlag am Bondi-Beach in Sydney mit 15 ermordeten Juden, kommt der Berliner Senat mit der Koalition aus CDU und SPD unter der Führung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner auf die glorreiche Idee, einen Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit einzuführen. Und das in der Stadt, wo seit dem 07.10.2023 tagtäglich israel- und judenfeindliche, gewalttätige Proteste stattfinden, in der Stadt, wo Juden sich schon lange nicht mehr offen als Juden zu erkennen geben sollten, um sich nicht in Lebensgefahr zu begeben. In den Stadt, wo migrantische und islamische Messergewalt an der Tagesordnung steht, die Polizei zunehmend unterwandert wird und islamische Clans ihr Unwesen treiben. Die Stadt, wo der Islam zunehmend die Macht ergreift, in dieser wird jetzt der Tag gegen Islamfeindlichkeit eingeführt. Absurd

Denn wer sind die eigentliche Opfer. Sind es muslimische Kinder? Mitnichten, sind doch selbst die Kinder oftmals Täter, ob in der Schule, in der Kita oder einfach im Alltag. Es wird Zeit, den wahren Opfern ein Gesicht zu geben.

Unzählige, unschuldige Kinderleben wurden ausgelöscht – ihr Lachen ist für immer verstummt. Sie wurden Opfer migrantischer Gewalt oder des islamistischen Terrors weltweit: Heimtückische Verbrechen, die gezielt Menschen töten und verletzen wollen.

NIUS dokumentiert einige Fälle aus der jüngsten Vergangenheit und gedenkt der getöteten Kinder und ihrer trauernden Familien:
 
Matilda

10 Jahre alt, aus Sydney – 14. Dezember 2025

Der Mord an der kleinen Matilda auf dem Chanukka-Fest am berühmten Bondi Beach in Sydney am 14. Dezember 2025 erschüttert die Welt. Antisemitischer Hass gefährdet jüdisches Leben weltweit. Die Trauer um Matilda ist für die Angehörigen nur schwer in Worte zu fassen. Ihre Tante erzählte dem australischen Rundfunk, dass vor allem Matildas Schwester schwer traumatisiert sei. Sie habe neben ihr gestanden, als die Schüsse fielen: „Sie waren wie Zwillinge – sie waren nie voneinander getrennt.“ Doch islamistische Attentäter rissen Matilda aus ihrem jungen Leben und lassen besonders ihre Schwester in unvorstellbarem Schmerz zurück.

Die kleine Matilda wurde nur 10 Jahre alt.



Liana

16 Jahre alt, aus Friedland – 11. August 2025

Bis zum 11. August sei im Leben der 16-jährigen Liana K. noch alles in Ordnung gewesen. Erst Anfang des Monats begann sie ihre Ausbildung bei einer Zahnmedizinerin in Friedland, berichtet Lianas Mutter. Selbst am Todestag überbrachte Liana K. ihrer Familie noch positive Nachrichten: Sie rief ihre Mutter an, um ihr mitzuteilen, dass sie eine Wohnung in der Nähe ihrer Arbeitsstelle gefunden hatte. Sie wollte an diesem Tag früher Feierabend machen, um den Vertrag zu unterschreiben. Doch so weit kam es leider nie.

Um 16 Uhr erreichte sie dann ein Anruf von Lianas Großvater. Der berichtet, er habe gerade mit Liana telefoniert, Liana habe sich angehört, als würde sie weinen. „Er wusste, dass etwas mit ihrer Stimme nicht stimmte“, sagt die Mutter zu NIUS. Dann hört er Schreie und die Verbindung brach ab. Der 31-jährige Iraker, Muhammad A., steht im dringenden Tatverdacht, Liana gegen einen durchfahrenden Güterzug gestoßen zu haben. Die Mutter sagte gegenüber NIUS: „Ich will, dass der Schuldige lebenslänglich im Gefängnis sitzt.“

Liana K. konnte ihre Ausbildung nie beginnen. Sie starb im Alter von 16 Jahren.



Alex

14 Jahre alt, aus Villach – 15. Februar 2025

Ein 23-jähriger Syrer ging am 15. Februar 2025 auf mehrere Passanten mit einem Messer im österreichischen Villach los. Er ersticht den 14-jährigen Alex und verletzt weitere Personen schwer. Der Angriff wurde von einem Essenslieferanten gestoppt, der den Verdächtigen mit seinem Fahrzeug anfuhr. Kurz darauf wurde der Angreifer festgenommen. Doch für den jungen Alex kam jede Hilfe zu spät. Auch er ist Opfer eines Syrers, der sich erst kürzlich radikalisiert hat. Innenminister Gerhard Karner spricht von einem „islamistischen Anschlag mit IS-Bezug“.

Der 14-jährige Alex wurde von einem islamistisch motivierten Syrer mit einem Messer getötet.



Yannis

2 Jahre alt, aus Aschaffenburg – 22. Januar 2025

Eines der jüngsten Opfer islamistischer Gewalttaten ist der kleine Yannis mit marokkanischen Wurzeln, der nur zwei Jahre alt wurde. Er war mit seiner Kindergartengruppe in einem Park mitten in Aschaffenburg unterwegs, als er auf brutalste Weise aus dem Leben gerissen wurde. Der 28-jährige Afghane Enamullah Omarzai griff ihn und andere Kinder und Erwachsene aus der Kindergartengruppe mit einem Küchenmesser an. Er tötet den kleinen Jungen und einen 41-jährigen Deutschen, der zum Schutz der anderen Kinder mutig einschreitet.

Der kleine Yannis wollte Polizist werden. Sein Großonkel erzählt der Bild: „Er konnte schon ein wenig sprechen. Wenn er mit dem Polizeiauto spielte, sagte er ,Polizei, Polizei’ und ,ich Polizist, ich Polizist’.“ Wenn seine Mama ihn fragte, ob er später mal Polizist werden will, sagte er fröhlich ,Ja’.“ Doch diesen Wunsch wird er sich nie erfüllen können.

Yannis wollte, wenn er groß ist, Polizist werden. Diese Chance wird er nie bekommen.



André

9 Jahre alt, aus Warle – 20. Dezember 2024

Der kleine 9-jährige André ist das jüngste der sechs getöteten Opfern des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Über den Weihnachtsmarkt raste der aus Saudi-Arabien stammende Taleb Abdulmohsen mit einem Auto. André wurde niedergefahren und starb an seinen schweren Verletzungen.

André stammt aus dem niedersächsischen Warle und geht dort in die dritte Klasse. Mit seiner Mutter besuchte er den Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Laut Bild lebte Andrés Familie zuvor in Bayern. Bei seinen Mitschülern war er beliebt und für seinen Charme und seine Freundlichkeit bekannt. Außerdem liebte er das Radfahren. Der Stiefvater beschreibt die Situation so: „Wir haben noch keinerlei Hilfe von außerhalb, von irgendwem da oben bekommen. Die Hilfen sind alle privat. Wir haben keine Psychologen. Nichts! Gar nichts!“

Seine Mutter postete auf ihren sozialen Kanälen nach dem Anschlag ein Bild von ihm mit der Aufschrift: „Lasst meinen kleinen Teddybären nochmal um die Welt fliegen.“ Herzzerreißende Worte einer Mutter, die ihren kleinen Sohn für immer in ihrer Erinnerung trägt.

André: „Der kleine Teddybär“, wie seine Mutter ihn nannte. Er war das jüngste Opfer der Terrorfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt.



Bebe (6), Elsie (7) und Alice (9)

Southport – 29. Juli 2024

In Southport (England) tötet ein Teenager am 29. Juli 2024 drei Kinder während eines Taylor-Swift-Tanzkurses mit einem Messer. Der Mörder, der 18-jährige Axel Rudakabuna, bekennt sich schuldig, ein Trainingshandbuch der Terrorororganisation Al-Kaida besessen zu haben. Er tötete drei Kinder, die 6-jährige Bebe King, die 7-jährige Elsie Dot Stancombe und die 9-jährige Alice da Silva Aguiar.

Die kleine Bebe King (6) überlebte den Tanzkurs nicht.


Elsie Dot Stancombe wurde nur sieben Jahre alt.

Alice Dasilva Aguiar wurde neun Jahre alt.



Philippos

20 Jahre alt, aus Bad Oeynhausen – 23. Juni 2024

Der 20-jährige Philippos Tsanis aus Minden wurde nach dem Abiball seiner Schwester im Kurpark von Bad Oeynhausen von einer Gruppe junger Männer totgeprügelt. Der Hauptverdächtige, der Syrer Mwafak Al S., der 2016 im Rahmen einer Familienzusammenführung als Flüchtling nach Deutschland kam, soll ihn frontal zu Boden geschlagen, mehrfach gegen den Kopf getreten und ihm die Tasche geklaut haben. Philippos erlitt schwere Hirnverletzungen und starb zwei Tage später im Krankenhaus. Der Täter war den Behörden wegen Diebstählen, Raub, Drogen- und Gewaltdelikten bekannt, darunter auch versuchte Vergewaltigung, doch die Informationen wurden bei seinem Umzug nach Bad Oeynhausen 2023 nicht weitergegeben. Im Mai 2025 wurde Al S. zu neun Jahren Jugendstrafe wegen versuchten Totschlags, Körperverletzung und besonders schweren Diebstahls verurteilt. Der Vater, Dimitris Tsanis, schrie im Gerichtssaal: „Mörder! Endlich haben wir Gerechtigkeit für unseren Sohn.“

Der Tag des Abiballs seiner Tochter, der voller Freude gefeiert werden sollte, wurde für die Familie zum ewigen Albtraum.

Philippos (20, li) wurde nach dem Abiball seiner Schwester von Mwafak Al S. (re) zu Tode geprügelt.



Mathis

15 Jahre alt, aus Châteauroux – 27. April 2024

In Frankreich kam es am 27. April 2024 zu einer schweren Straftat. In Châteauroux südlich von Orléans hat ein 15-jähriger afghanischer Migrant Mathis erstochen. Das Opfer war 15 Jahre alt und Koch-Azubi. Der Tatverdächtige: ein Asylbewerber mit Aufenthaltsberechtigung, der bereits mehrfach im Zusammenhang mit Raub und Körperverletzung auffiel. Eine Woche zuvor kam er wegen „schweren Raubes mit Gewalt“ in Arrest, wurde aber wieder freigelassen. Im Vorfeld des tödlichen Delikts soll der Afghane versucht haben, dem Opfer das Handy zu entreißen. Mathis holte es sich zurück und rannte vor dem Täter weg. Der Afghane folgte, holte ihn ein, zog ein Messer und stach vier Mal in das Herz des 15-jährigen Jungen. Er verstarb zwei Stunden später im Krankenhaus.

Ein Leben wurde ausgelöscht, weil nach einer Straftat keine Konsequenzen gezogen wurden.

Mathis starb durch Messerstiche in sein Herz. Auch er wurde nur 15 Jahre alt.



Ann-Marie und Danny

17 und 19 Jahre alt, Brokstedt – 25. Januar 2023

Der aus Gaza stammende Ibrahim A. sticht in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg mit einem Supermarkt-Messer auf mehrere Menschen ein. Dabei tötete er die 17-jährige Ann-Marie und ihren 19-jährigen Freund Danny – vier weitere Menschen werden schwer verletzt. Der Vater von Ann-Marie, Michael Kyrath, tritt in die Öffentlichkeit und lässt seine geliebte Tochter Ann-Marie und ihren Freund durch seine Erzählungen in den Erinnerungen weiterleben. Für viele eine unvorstellbare Aufgabe, für die sich der Vater entschieden hat, aber ihn lässt das Thema Migrations- und Asylpolitik seitdem nicht mehr los.

Ann-Marie und ihr Freund Danny wurden Opfer eines brutalen Messeranschlags in einem Zug.



Ece

14 Jahre alt, aus Illerkirchenberg – 5. Dezember 2022

Die 14-jährige Ece und ihre 13-jährige Freundin sind an einem Montagmorgen in Illerkirchberg (Baden-Würtemberg) auf dem Weg zur Schule. Sie passieren einen Gehweg, der an einem Haus vorbeiführt, in dem vier Asylbewerber aus Eritrea wohnen. Einer der Bewohner begrüßte die beiden Mädchen und sticht unvermittelt erst auf die 13-jährige Freundin ein. Sie kann sich befreien und entkommen. Doch Ece wird mit einer 16 Zentimeter langen Klinge an Rücken und Hinterkopf verletzt. Sie stirbt an ihren Verletzungen.

Ein weiteres unschuldiges Leben mit Träumen wurde beendet und eine Familie mit unvorstellbaren Qualen zurückgelassen. „Der Schmerz über den Verlust unseres Kindes ist unbeschreiblich und die Wunde, die das Verbrechen hinterlassen hat, wird niemals verheilen.“

Mütter hatten zuvor die Politiker vor Ort gewarnt, dass an dieser Stelle Mädchen belästigt würden. Doch nichts geschah. Bei der späteren Durchsuchung des Zimmers des 27-jährigen Täters findet die Polizei Botschaften des Hasses gegen Deutsche, die „dreckig“ seien und die er mit Schweinen verglich, wie die Schwäbische Zeitung berichtete. 2023 wurde er zu lebenslänglicher Haft wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Ece wurde nur 14 Jahre alt. Auf dem Weg zur Schule wurde sie erstochen – an ihrer Schule kam sie nie an.



Leo

8 Jahre alt aus Frankfurt – 29. Juli 2019

Der 8-jährige Leo wurde zusammen mit seiner Mutter am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen fahrenden ICE gestoßen. Der Täter ist ein Eritreer namens Habte A. Leo stirbt, die Mutter wird vom Zug erfasst, überlebt. Nach seinen ersten beiden Opfern versuchte er eine ältere Frau ebenfalls aufs Gleis zu stoßen. Sie trägt bleibende Schäden davon. Ein Familienmitglied Leos: „Es geht der Familie nicht gut, die Eltern werden weiterhin psychiatrisch betreut, besonders intensiv die Mutter.“

Zurück bleibt eine Familie, deren Sohn aus dem Leben gerissen wurde und die Mutter, die beinahe ihr Leben verlor. Die Familie muss mit der grauenhaften Erkenntnis leben, dass der Täter vor seiner Tat bereits wiederholt auffällig war. Er lebt in der Schweiz, wo er kurz vor der Tat seine Nachbarn mit einem Messer bedrohte und sie anschließend einsperrte. Er flüchtete vor der Schweizer Polizei, die in suchte, nach Deutschland.

Leo starb mit acht Jahren, weil ihn ein Eritreer vor einen heranfahrenden ICE gestoßen hat. Seine Mutter überlebte die Tat.



Alma (15), Agnes (12) und Alfred (5)

Drei Geschwister sterben am Ostersonntag 2019 in Sri Lanka

Bei den Selbstmordattentaten in Sri Lanka wurden drei der vier Kinder von Anders und Anne Holch Povlsen getötet. Alma –15 Jahre alt, Agnes – 12 Jahre alt und Nesthäkchen Alfred – 5 Jahre alt, verloren ihr Leben. Insgesamt starben 300 Menschen. Der Anschlag ereignete sich am Ostersonntag 2019 in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka.

Ein paar Tage vor dem islamistischen Anschlag teilte eine der Töchter ein Bild von ihr und ihren Geschwistern. Auf diesem sitzen sie nebeneinander am Swimmingpool und schauen aufs Wasser. Drei der vier Geschwister sterben an diesem Tag. Die Eltern und die Schwester werden mit untröstlichem Schmerz zurückgelassen. Eine unschuldige Familie wurde für immer zerrissen, die Schwester auf grausame Weise zum Einzelkind.

Die Geschwister Alma (15), Agnes (12) und Alfred (5) starben bei dem Terroranschlag in Sri Lanka.



Susanna

14 Jahre alt aus Mainz – 23. Mai 2018

Eine weitere grauenvolle, menschenunwürdige Tat reißt Susanna F. aus ihrem Leben. Die 14-jährige Susanna wurde am 22. Mai 2018 in Wiesbaden von dem Iraker Ali Bashar vergewaltigt und dann erdrosselt.

Der Täter ist ein abgelehnter Asylbewerber, der gar nicht mehr hätte im Land sein dürfen. Der Iraker floh nach der Tat mit seiner Familie in den Irak, wurde aber zurückgebracht und 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt. Ali Bashar hatte zuvor ein weiteres 11-jähriges Mädchen vergewaltigt und war als Intensivtäter bekannt. Eine schlimme Erkenntnis, die viel zu spät geahndet wurde und mit der die Familie nun unvorstellbarerweise Frieden finden muss. Die Mutter Diana F. sagte: „Susanna geriet an einen durch und durch bösen Menschen“. Nach der Verurteilung des Täters sagte die Mutter weiter: „Ich habe bereits lebenslänglich erhalten, obwohl ich keine Schuld trage. Eine Chance auf Begnadigung werde ich niemals bekommen“.

Susanna erlebte die Hölle auf Erden. Sie wurde vergewaltigt und danach erdrosselt. Der Täter ist ein Iraker namens Ali Bashar.



Mia

15 Jahre alt aus Kandel – 27. Dezember 2017

Der Afghane Abdul D. tötet die 15-jährige Mia vor einem Drogeriemarkt in Kandel in Rheinland-Pfalz. Mit einem 20,5 Zentimeter langen Küchenmesser sticht er immer wieder auf sie ein und trifft ihr Herz. Ein junges Leben voller Ziele und Träume wurde vom eigenen Ex-Freund beendet. Ein Jahr später wird der angeblich 16-Jährige wegen heimtückischen Mordes und Körperverletzung zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, nach Jugendstrafrecht – obwohl ein Gutachten ihn auf etwa 20 Jahre schätzt. 2019 wird Abdul D. tot in seiner Zelle gefunden. Er hat sich erhängt.

Mia wurde auf brutalste Weise von ihrem Ex-Freund Abdul D. getötet. Sie wurde nur 15 Jahre alt.



Saffie

8 Jahre alt, auf einem Ariana Grande Konzert in Manchester – 22. Mai 2017

Auf einem Ariana Grande Konzert am 22. Mai 2017 in Manchester sprengte sich ein Selbstmordattentäter mit einer selbstgebauten Bombe in die Luft. Der Täter, Salman Abedi, ist ein polizeibekannter IS-Anhänger, der mit seiner Familie aus Libyen nach England gekommen war. Durch die Detonation starben 22 Menschen. Darunter auch die kleine Saffie Rose Roussos, die gerade einmal acht Jahre alt war. Ein kleines Kind, das sich Wochen lang auf ein Konzert gefreut hat, konnte es nie wieder lebend verlassen.

Die kleine Saffie (8) konnte das Ariana Grande Konzert nicht mehr lebend verlassen.



Georgina

18 Jahre alt, ebenfalls auf dem Ariana Grande Konzert in Manchester – 22. Mai 2017

Georgina Callander freute sich ebenfalls Wochen lang auf das Konzert ihres Idols Ariana Grande. Auf ihrem damaligen Twitter-Account postete sie vor dem Konzert „So excited to see you tomorrow“. Sie war einer Arianas super Fans. Sie war ein junges offenes und liebes Mädchen, wie eine Bekannte sie beschreibt. Auch Georgina wurde an einem Tag, auf den sie sich so sehr freute, aus dem Leben gerissen. Mit ihr starben weitere unschuldige junge Menschen.

Georgina (18, li) war ebenfalls als Fan auf dem Konzert. Auch sie wurde in den Tod gerissen.



Maria

19 Jahre alt, aus Freiburg – 16. Oktober 2016

Die 19-jährige Medizinstudentin Maria Ladenburger aus Freiburg wurde von einem Asylbewerber nach einer Party vergewaltigt und auf grausame Weise in einem Fluss ertränkt. Der Täter, Hüssein K., wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Iraner gab an, aus Afghanistan zu kommen – das stellte sich jedoch später als falsch heraus. Er hatte schon zuvor in Griechenland, über das Land, aus dem er nach Deutschland eingereist war, eine Frau lebensgefährlich verletzt.

Der Vater von Maria sagte: „Wir haben unsere Tochter auf grausame Weise verloren“. Die Tat entfachte erstmalig bundesweit hitzige Debatten über die Migrationspolitik Deutschlands. Maria war eines der ersten jungen Opfer seit der Masseneinwanderung 2015.

Maria (19) wurde zuerst vergewaltigt und dann in einem Fluss ertränkt.



Kayla

6 Jahre alt, Nizza – 14. Juli 2016

Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, raste ein Lastwagen in eine Menschenmenge auf der Promenade des Anglais in Nizza und tötete 86 Menschen. Der Täter, ein Tunesier, schoss bei der Fahrt um sich. Der islamistische Terroranschlag erschütterte Frankreich. Auch die kleine Kayla, gerade einmal sechs Jahre alt und ihre Mutter Christina starben. Ein kleines Mädchen und ihre Mutter wurden Opfer islamistischen Terrors, eine weitere Familie wurde zerstört. Zurück bleiben der Vater und zwei Schwestern, deren Schmerz unerträglich ist.

Kayla (6, unten links) starb zusammen mit ihrer Mutter bei dem LKW-Anschlag in Nizza.



Grausame Taten, die es in einer Gesellschaft niemals geben sollte. Kindern wurde ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung genommen, weil Islamisten und islamistische Anhänger über Leben und Tod entschieden. Die Familien bleiben in unvorstellbarem und unermesslichem Leid zurück und müssen eine Möglichkeit finden, mit diesen Tragodien ihr Leben fortzuführen. Der Schmerz wird nie vergehen.


Anmerkung des Heck Tickers

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Das will ich mir nicht antun, nicht zur Weihnachtszeit, will aber auch nicht die Familie Bibas vergessen, deren Schicksal mich seit dem 07.10. tief bewegt hat.



Sonntag, 14. Dezember 2025

Schrecklicher Verdacht: Ist die Hamas etwa judenfeindlich?

von Julian Marius Plutz

Jubel nicht nur in Berlin nach dem 7. Oktober 2023: Ein arabischer Pro-Hamas-Hassmob macht Stimmung gegen Israel



Amnesty International ist da auf einer heißen Fährte. Da dokumentiert ein Bericht dieser internationalen Menschenrechtsorganisation doch tatsächlich “gezielte Angriffe auf Zivilisten durch die Hamas und andere gazanischen bewaffnete Gruppen am 7. Oktober 2023”, die als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden. Der koordinierte Angriff zielte hauptsächlich auf zivile Ziele in Süd-Israel ab und führte zu etwa 1.200 Todesfällen, von denen über 800 Zivilisten waren, darunter 36 Kinder. Die Opfer umfassten jüdische Israelis, beduinische Bürger sowie ausländische Migranten, Studenten und Asylsuchende. Mehr als 4.000 Menschen wurden verletzt, und Hunderte von Häusern und zivilen Einrichtungen wurden zerstört oder unbewohnbar gemacht. Der Bericht schließt daraus, dass diese Handlungen Teil eines systematischen und weit verbreiteten Angriffs auf die Zivilbevölkerung waren, wobei Kämpfer angewiesen wurden, Zivilisten anzugreifen. Beweise aus Angriffsmustern, Kommunikationen und Aussagen der Hamas unterstützen diese Bewertung.

Die Methoden der Angriffe umfassten laut diesem wahrhaft bahnbrechenden Bericht absichtliche Tötungen von Zivilisten in Häusern und bei Veranstaltungen wie einem Musikfestival, mit der Absicht, Geiseln zu nehmen. Bewaffnete Gruppen schossen und warfen Granaten auf Menschen, einschließlich Familien mit Kindern, und zwangen sie aus Schutzbunkern oder während der Flucht heraus. Weitere Misshandlungen umfassten Schläge, sexuelle Gewalt und Schändung von Leichen. Der Bericht widerlegt die Behauptungen der Gazaner, nicht an der Zielung von Zivilisten beteiligt gewesen zu sein, und bestätigt, dass die meisten Todesfälle durch palästinensische Kämpfer in zivilen Gebieten fernab militärischer Stätten verursacht wurden.

Israel ist stets der Aggressor

Nein, wirklich? Das alles ist ja völlig neu. Wer hätte so etwas ahnen können? Amnesty International, eine zutiefst israelfeindliche Mischpoke linksverbrämter “Aktivist_innen”, kommt zu fürwahr unglaublichen Ergebnis, dass die Judenschlächter der Hamas – Juden abgeschlachtet haben! Für diese sensationelle Erkenntnis brauchten die Damen, Herren und welches Geschlecht sonst noch schlappe 26 Monate. Das Ganze erinnert irgendwie an das wunderbare Coverbild des Magazins “Titanic”, auf dem es hieß: „Schrecklicher Verdacht: War Hitler Antisemit?“ Leider ist Amnesty International aber kein Satirebetrieb, obgleich man darauf kommen könnte: Die Organisation nimmt sich ernst, also muss man sie auch ernst nehmen.

Dass diese sogenannte NGO nun auch Verbrechen und Verfehlungen gegen den Judenstaat anprangert, ist neu; denn oft, zu oft wurden die gegenteiligen Narrative bedient: Da war Israel, das einzig demokratische Land in dieser Region, stets der Aggressor gegen die vermeintlich wehrlosen, armen muslimischen Anrainerstaaten oder unterdrückte die muslimische Bevölkerung im Land selber. Amnesty International verkörpert in ihren Berichten seit Jahren wie kaum eine andere Organisation die Einseitigkeit, die Israel systematisch als Täter darstellt, während Terror und Gewalt aus Gaza minimiert oder unter den Teppich gekehrt werden. Beispiele sind die permanente Wiederholung des angeblichen “Genozids” in Gaza: Amnesty International wurde nicht müde, israelische Bombardements und Blockaden als absichtliche Zerstörung palästinensischer Leben zu brandmarken, ohne adäquat den Kontext zu Raketenangriffen aus Gaza oder den Geiselhaftungen zu erwähnen. Ebenso klassifiziert die NGO Israels Politik als “Apartheid” unter Fokussierung auf Siedlergewalt und Inhaftierungen, ignoriert aber palästinensische Verantwortung für Terrorakte. Diese Narrative verzerren den Konflikt, indem sie Israel unproportional ins Visier nehmen und doppelte Standards anwenden.

Die Verantwortung für Juden beginnt erst, wenn Juden tot sind

Der jüngste Israel-Report von Amnesty International ist daher leider auch nicht mehr als ein Feigenblatt, um die anhaltende und seit Jahrzehnten offenkundige Israelfeindlichkeit zu kaschieren – und Feigenblatt klingt nicht von ungefähr nach feige. Mehr als zwei Jahren nach dem größten Judenschlachten seit der Shoah einen Bericht abzuliefern, der die damals schon bekannten und offensichtlichen Greuel so beschreibt, als seien diese erst jetzt aufgedeckt worden, zeugt von der völligen Verblendung und Voreingenommenheit dieser linken Organisation. Die ganze Welt, nicht nur Juden, sondern auch ihre Verbündeten sahen ab seit Tag eins nach dem Massaker vom 7. Oktober, dass die Hamas-Schlächter alles dafür taten, die Bilder des Vergewaltigens, des Tötens und der Erniedrigungen via Social Media in die Welt zu senden. So zu tun, als seien das neue Erkenntnisse, ist ungefähr so, als würde man im Jahr 2025 einen Bericht vorlegen, dass es ein KZ Auschwitz gab, in dem Juden vergast wurden.

Es ist der Gratismut, der zwar kostenlos ist, aber gar nicht mal so mutig wirkt… und es ist wie immer: Die Verantwortung für Juden bei vielen beginnt erst in dem Moment, wenn Juden tot sind. Diese unanständige Nekrophilie muss gebrochen werden, falls es noch jemanden gibt, der ein Interesse am lebenden Judentum hat. Viele Deutsche schaffen das nicht, und auch Amnesty International hat das nicht geschafft. Und so kehrt alles an seinen gewohnten Platz zurück: Amnesty International ist auf einer nur scheinbar heißen Spur, die letztlich nur in die Aufdeckung der eigenen, israelfeindlichen Bias führt.


Freitag, 7. November 2025

Fake-Karte für Pro-Pali-Propaganda - Geschichtsstunde

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Heute Mittag hatte ich ein Posting von X auf dem Tablett, das eine Karte zeigt.
Meine Reaktion war wie ein Meme: Erstmal einige Sekunden ungläubig darauf glotzen. Weil ich nicht glauben konnte, dass das tatsächlich so verbreitet wird. Dann schallend lachen.

Da hat es mich gerissen, die Spielmannslaune bahnte sich ihren Weg. Eigentlich wollte ich nur ein Posting dazu erstellen. Aber mein innerer Monk musste es abgleichen.
Denn ich habe ja u.a. auch Kartenkunde unterrichtet und ein Faible für Geschichte. Außerdem ist Freitag, da kann ich mir den Spaß schon mal erlauben.

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Posting der Karte auf X

Eine kurze Recherche hat gezeigt, dass diese Karte tatsächlich häufiger verbreitet wird.
Übrigens in immer schlechterer Qualität, was zeigt, dass einfach einer vom anderen kopiert.

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„Bevor Siedler *unser* Land überfielen“ – gepostet von einem indischen Account.

Palästina 1828?

Zunächst soll die Karte „Palästina“ im Jahr 1828 darstellen.
Die Region wurde aber damals nicht so genannt. Zumindest nicht offiziell. Sie gehörte zum Osmanischen Reich, also dem türkischen Imperium. Und sie unterteilte sich in Verwaltungsbezirke („Vilâyet“), beispielsweise Beirut (heute Libanon) und Sidon. Jerusalem hatte als heilige Stätte einen Sonderstatus („Sancak“).
Wer die Region nach wie vor „Palästina“ nannte, waren eigentlich nur die Europäer.

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Kryptische Beschriftung auf der Karte.

Natürlich habe ich auch versucht, die Beschriftung des Toten Meers zu entziffern. Das ist mir nicht möglich. Die Zeichen „N“ und „Ǝ“ kommen zusammen in keinem Alphabet vor, auch nicht im phönizischen oder Musnad (alt süd-arabisch). KIs geben nur Unfug wider.

Ich denke eher, dass die Karte von einem Grafiker erstellt wurde, der damit „antike Vibes“ reinbringen wollte. Das muss nicht zwangsläufig der sein, der sie beschriftet hat.
Denn dass die Karte nicht 1882 beschriftet wurde, mit einer Serifen-Schrift, noch dazu mit „Karte von Palästina mit palästinensischen Dörfern und Regionen“, auf Englisch… also wer das nicht merkt, der sollte seine Medienkompetenz prüfen. Und sich einen Brustbeutel zulegen. Und Schuhe mit Klettverschluss.

Da hat jemand eine Karte genommen und irgendwo englische Bezeichnungen draufgeklatscht.
Und das dann so grottig falsch, dass ich noch lachen muss, während ich dies tippe.

Lokalisation

Noch viel spannender als die Lokalisation der Orte ist der Kontext.
Gehen wir es kurz durch.

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Die Karte in vermeintlich bester Qualität. Aber immer noch nicht das unauffindbare Original.

Vorab: Die islamische Expansion, also die arabische Kolonialisierung, fand ab den 630er Jahren statt. Die Region wurde etwa um 637 erobert. Der Felsendom und die al-Aqsa Moschee wurden unter dem Kalifen Marwan in den 680ern erbaut.

Auch danach war die Region keineswegs gefestigt arabisch, die Kreuzfahrer und Byzanz - das Oströmische Reich - mischten noch für Jahrhunderte mit.
Der türkische (nicht-arabische) Sultan Selim I. eroberte Jerusalem 1517 von den Mamluken (Ägypten).

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Die wenigstens halbwegs korrekte Karte. Ich habe es optisch etwas angeglichen.

JERUSALEM
Vermutlicher Ursprung des Namens: „yry“ = „Gründung“, „Shalaim = kanaanitischer Gott der Dämmerung. (vergl.: Shalom, Salam)
Bedeutet, die Stadt ist älter als das Judentum, geschweige denn Koran oder „Palästinenser“.

Auf der Karte genannt wird „al Quds“. Das bedeutet aber nur „die Heilige“. Einen tatsächlichen Eigennamen hat Jerusalem im Arabischen nicht.
Im Koran erwähnt wird „al-Aqsa“, was nur so viel wie „der entfernte Ort“ bedeutet. Doch auch das nur einmal, ohne genaue Ortsangaben. Mekka und Medina sind eindeutig identifiziert und benannt, Jerusalem wurde erst durch den Bau des Felsendoms und der Moschee nach Mohammeds Tod durch die arabischen Eroberer als der Ort seiner Himmelsfahrt identifiziert.

Jerusalem wird nicht im Koran erwähnt.

RAMALLAH
arab.: „ram“ = „hoher Ort“, „allah“ = „Allah“
Kreuzfahrer errichteten eine Festung, die nach dem ansässigen Stamm aṭ-Ṭīrah (Tyrah) benannt wurde. Ramallah wurde erst im 16. Jh. gegründet, vor allem durch den Haddad-Clan, eine durch die Osmanen (Türken) dort angesiedelte christliche Großfamilie aus dem Libanon. (Bis heute leben christliche „Palästinenser“ im Westjordanland.)
Heute Hauptstadt Palästinas.

AKKON (engl.: Acre)
Der Name ist so alt, dass er sich nicht mehr sicher herleiten lässt.
Bereits ab spätestens 1500 v. Chr. in ägyptischen Quellen belegt. (Akko, Akka)
Das Alten Testament (Richter 1:31) zeigt, dass die Stadt bereits um 1200 v. Chr. befestigt gewesen sein muss.

HAIFA
Auch der Name Haifa ist so alt, dass er schwer herzuleiten ist. Vermutlich hat es Verbindungen zu „schöne Lage“ oder auch „schöner Hügel“, was sich mit dem erhebenden Berg Karmel decken würde. Der Ursprung ist definitiv kanaanitisch/phönizisch, also älter als das Judentum.
Früheste Siedlungsspuren aus dem 3. Jahrtausend v. Chr.

HEBRON
hebr.: „Chevron“ = „Freund“; nach Abraham, dem „Freund“ Gottes.
Nachgewiesen ab dem 8. Jh. v. Chr.

JENIN (Dschenin)
Wurde bereits von den alten Ägyptern erwähnt.
„Ein Ganim“, hebr. = Gärtenquelle

TULKARM
aram.: „tur karma“ = „Weinberg“
Aramäisch war die Sprache Jesu.
Im 12. Jahrhundert wurden dort Kurden angesiedelt.

QALQILYA
Namensherkunft unklar, evtl. aus dem Kanaanitischen für „runde Hügel“.
Auf der Karte falsch geschrieben, egal in welcher Transkription.

BETHLEHEM
hebr.: „bêt læhæm“, genaue Bedeutung unbekannt. „bêt“ = Brot, vllt „Haus des Brotes“
In den ägyptischen Armana-Briefen ~1400 v. Chr. erstmals erwähnt.

NEGEV
Wüste, bereits in der Kupfersteinzeit besiedelt.
„Negev“ = hebr.: „Süden“, arab.: an-Naqb

GALILÄA
hebr.: „HaGalil“, von „galil ha-gojim“ = „Bezirk der Völker“
Die Region wurde erstmals im 14. Jh. V. Chr. in ägyptischen Quellen belegt und im 8. Jh. V. Chr. erwähnt, damals regiert von den Königen der Dynastie der Omriden des Königreichs Israel.

GAZA
Gaza wurde von den Philistern gegründet.
Um die Zeit der sog. Seevölker 1200 v. Chr. errichteten die Philister sieben Städte (Gat, Aschdod, etc.). Gaza wurde aber schon früher erwähnt. Auch diese Siedlung ist also älter als das Judentum oder Arabisch.

Die Philister bzw. Seevölker werden, durch DNA nachgewiesen, im griechischen Raum verortet. Das würde zeitlich mit dem Zusammenbruch der mykenischen und minoischen Kultur zusammenpassen.
Behauptungen, die heutigen arabischen „Palästinenser“ stammten von den Philistern oder Gazanern ab, ist schlicht Schwachsinn.

Nach diesen Philistern, den alten Feinden der Kanaaniter (Vorläufer der Juden, u.a. Goliath in der Bibel) benannten die Römer 135 n. Chr. (Kaiser Hadrian, größte Ausdehnung) die Region nach dem Bar-Kochba-Aufstand in „Palaestina“ um. Genauer in die Provinz „Syria-Palaestina“. („Syria“ von den Assyrern, also ebenfalls Feinden der Kanaaniter/Juden)

Einen arabischen Namen gibt es für Palästina nicht. Im arabischen gibt es kein „P“, weshalb es ersatzweise „Falestin“ genannt wird.

Warum die Palästinenser keinen Namen für Palästina haben
Palästinenser sind eine Ethnie. Sie leben in Palästina. Sie sprechen Palästinensisch. Das ist so zumindest die allgemeine Vorstellung. Dabei haben Palästinenser nicht…
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Hier nochmal zum Vergleich nebeneinander:

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Das beweseits was?

Und das ist, warum ich wirklich und „real live“ schallen lachen musste.
Nicht nur, weil die Orte wüst auf der Karte verteilt wurden. Und teilweise in Jordanien. Worüber die sich freuen werden.

Sondern weil absolut alle Orte und Bezeichnungen, die genannt werden, weit älter sind, als der Koran oder die islamische Expansion bzw. arabische Kolonialisierung. Teilweise so viel älter, dass es noch nicht einmal ein „arabisch“ im heutigen Sinne gab. Teilweise älter als das Judentum.

Die einzige Ausnahme ist Ramallah, das aber erst im späten 16. Jh. Gegründet wurde. Vor allem durch Christen aus dem Libanon.

Mein Vater hat einmal zu mir als damals schon historisch fasziniertem Kind gesagt: „Die römischen Germanen haben in Köln schon Fußbodenheizung gehabt, da haben die Berliner Slaven noch auf Fellen geschlafen.“
Lakonie vererbt sich wohl.
In diesem Sinne: Die Juden haben schon befestigte Städte gebaut, da haben die arabischen Beduinen noch am Lagerfeuer aus Kamelscheiße im Sand gepennt.

Selbst wenn eine solche Karte irgendetwas beweisen könnte: diese Karte beweist höchstens das Gegenteil von dem, was sie vorgibt zu beweisen.

Als Palästinenser wurden alle Menschen bezeichnet, die in der Region lebten. Unabhängig von der Konfession, also auch Juden und christlich Orthodoxe, Drusen, Beduinen, usw. So wie man „Engländer“ oder „Berliner“ sagt.
Erst die PLO hat 1964 festgelegt, dass nur noch muslimische, arabische Bewohner außerhalb Israels so genannt werden sollen.

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Nebenbei erwähnt

Wir verwenden arabische Zahlen. Nachdem Inder die Grundlagen gelegt und Brahmagupta die Null „erfunden“ hat. Ohne sie gäbe es keine Computer.
Ab der Islamischen Expansion wird alles arabisch. Viele Planeten tragen arabische Namen. Noch aus dieser Zeit, in der sie Entdeckt wurden.

Angefangen mit den Heilige Drei Königen Jahrtausende vorher, den „Weisen aus dem Morgenland“ - die vermutlich „Magoi“ (vergl. „Magier“) aus Mesopotamien waren. Deren Schrein heute im Kölner Dom verehrt wird. Und was zur Zeit der Niederschrift des Neuen Testaments offenbar noch eine Bedeutung hatte: die Wiege der Sternkunde und Wissenschaft.

Bagdad (heute Irak) war das weltweite Zentrum des Handels und der Wissenschaft. Weshalb es dort auch eine große jüdische Community gab, ebenso wie in Damaskus (heute Syrien).

Die inzwischen alle vertrieben wurden. Auch sie leben als „Mizrachim“ - als dunkelhäutige, dunkelhaarige Juden mit arabischem sozio-kulturellem Hintergrund - heute in Israel. Und machen dem Vernehmen nach den besten Hummus. (Und über 20% der Israelis sind Muslime. Also eigentlich auch „Palästinenser“.)
Von der Propaganda gerne verschwiegen, weil es dem Bild der europäisch-jüdischen Kolonisatoren widerspricht.

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Impression von Bagdad: Sindbad, 1001 Nacht… das kulturelle Zentrum der Welt. Für Jüngere: Das Spiel Assassin’s Creed Mirage zeigt die konzentrische Anordnung der historischen Stadt.

Dann passierte etwas Dramatisches, was im europäischen Schulunterricht nicht vorkommt.
1258 wurde Bagdad von den Mongolen erobert. Bibliotheken, u.a. das „Haus der Weisheit“, wurden zerstört. Die weltoffene Dynastie der Abbasiden endete, der Kalif wurde hingerichtet.
Die Reaktion darauf war, dass wenn ein Reitervolk die Welthauptstadt so überrennen konnte, man vermutlich nicht gottesfürchtig genug gewesen war.

Mongolische Reiter

In dieser Zeit wuchs al-Ghazali auf, einer der einflussreichsten Theologen und Mystiker des Islam.
Einerseits führte er die Logik des Aristoteles in die Rechtsprechung ein. Andererseits verdammte er Mathematik und Zahlenspiele als Teufelswerk. („Shaitan“, i.e. Widersacher, Gegner = „Satan“, aus dem Zoroastrismus und dem heutigen Iran über das Judentum ins Christentum.)
Was jeglicher Wissenschaft den Boden entzog.

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Abū Hāmid Muhammad ibn Muhammad al-Ghazālī, ca. 1055 bis 1111, Maschhad (heute Iran)

Ab dem 13. Jahrhundert gibt es keinerlei bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse oder Entdeckungen mehr aus dem arabischen Raum. Nichts.

Genau zwei Menschen mit arabischem Hintergrund haben einen Nobelpreis erhalten. Der Ägypter Naguib Mahfouz für Literatur und Ahmed Zewail für Chemie, der mit ägyptischem Hintergrund allerdings die US-Staatsbürgerschaft hat und in den USA lebt und forscht.
Darüber hinaus gab es vier Nobelpreise für Frieden, darunter für Sadat und Arafat. Bei zwei Milliarden Muslimen ansonsten: Schweigen.
Zum Vergleich: 14 Israelis haben einen Nobelpreis erhalten (in einem Land kleiner als Baden-Württemberg und erst ab 1948 existent) und 221 Menschen mit jüdischer Abstammung.

Um die arabische Welt verstehen zu können, muss man verstehen, wie sehr unsere Kultur – bis nach China und Japan – empirisch, wissenschaftlich und logisch geprägt ist. Und dass diese Logik in der arabischen Welt, in dem sozio-kulturellen Hintergrund und der Erziehung, eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Es gibt inzwischen viele Studien und Untersuchungen dazu, dass Migranten aus dem arabischen Kulturraum hohe Hürden haben, weil die Werte, die ihnen vermittelt wurden, in unseren Gesellschaften wenig zählen. Aber umgekehrt unsere „Leistungsgesellschaften“ wenig verstanden werden.

Ich halte das für wichtig mitzudenken, wenn man eine solche Propaganda, wie bei dieser Karte, sieht.
Das ist es, worauf sie sich vor allem stützt. Wollen, Wünschen und was der Koran (angeblich) sagt ist zumeist wichtiger, als Archäologie, historische Forschung oder… na ja, Karten.

…ich weiß, dem hätte ich einen ganzen Beitrag widmen sollen. Vielleicht mache ich das auch noch.
Ich wollte es nur anmerken. Weil Karten und Luftbilder „mein Baby“ sind.


Erschienen auf steady.page