Montag, 22. April 2019

Jetzt geht es an den Spargel...

von Thomas Heck...

Was wie ein verspäteter Aprilscherz daherkommt, scheint durchaus ernst gemeint zu sein. Den Spargel als das Gemüse des alten weißen Mannes anzugehen. Den menschenverachtenden Spargel. Vermutlich hat der Spiegel geschnallt, dass er mit erstunkenen und erlogenen Reportagen im Stile eines Relotius keine Punkte mehr machen kann. Dann tut es dann auch die Kolumne eines linken Schmierfinks, der uns Deutschen erklären will, was wir zu essen haben und was nicht. Danke für nichts, Spiegel.


Margarete Stokowski, die den linken Durchfall hier verfasst hat, ist auch aus der "Migranten erklären Deutschen wie sie sich zu verhalten haben Tschäbli-#NichtvonhierGemeinde". Dummchen erklärt den Deutschen heute, welchen Spargel sie gefälligst zu fressen haben. Selbstverständlich darf das übliche Linksradikale "Ey, ihr einfältigen Deutschen, lasst Euch endlich von unserer linksradikalen Sekte zusammenscheissen, wie Ihr Euch gefälligst in Eurem Land zu benehmen habt" nicht fehlen. Hier eine Kostprobe der linken Blitzbirne: "Während Windkraftwerke als Verschandelung der Natur gelten, hat der gemeine Deutsche kein Problem damit, dass Spargel oft in Monokulturen unter Plastikfolie angebaut wird, die mindestens genau so hässlich aussehen." Verschwinde doch einfach nach 80% Kohlekraftwerk-Polen Stokowski oder kann man da mit linksradikalen Schwachsinn keine Kohle machen?

Plädoyer Der Spargelkult muss enden 

Es ist das privilegierteste Gemüse Deutschlands, der alte weiße Mann der Kulinarik, Dickpic-Ersatz im Netz - auch Markus Söder hat was dazu zu sagen. Ach ja, die Ernte ist übrigens auch menschenverachtend. Eine Abrechnung.

Es tut den Menschen nicht gut, wenn sie Götter erfinden, hat mein Kollege Christian Stöcker gestern geschrieben, und er hat zwar Recht, dabei aber den deutschesten aller Götter ausgelassen: den weißen Spargel. Der Spargelkult ist als parareligiöse Praxis aus Deutschland nicht wegzudenken. Wenn über die Einrichtung neuer Feiertage diskutiert wird, ist immer wieder von Minderheiten und historischen Ereignissen die Rede, aber vermutlich würde keine Kampagne mehr Zustimmung erlangen als eine, die sich für die Huldigung des weißen Spargels ausspricht.

Natürlich schmeckt Spargel sehr gut. So viel vorneweg. Spargel ist lecker und gesund, er entwässert und entgiftet, aber er vergiftet auch. Die sechste Jahreszeit, die sogenannte Spargelsaison, ist eine Zeit, in der der Spargel nicht nur verehrt und verzehrt wird, sondern schlicht allgegenwärtig ist. Jede Pizzeria, möge sie noch so orthodox ausgerichtet sein und einen eigenen Kerker haben für Menschen, die nach Ananas fragen, stellt ein Schild raus mit der Ankündigung, dass es hier jetzt auch Spargelpizza gibt, natürlich, denn der Spargel ist das privilegierteste Gemüse Deutschlands. Er darf überall rein und überall ran, es gibt Spargel vom Grill, Spargel aus dem Ofen und aus dem Wok, Spargel an Nudeln, in Risotto, im Salat, Spargel auch einfach mal pur, Spargelreste als Suppe, Spargeleis.

Spargel ist natürlich ein Superfood, aber auch der Loriot unter den Gemüsen. Er ist okay, aber komplett überbewertet, der alte weiße Mann der Kulinarik. Spargel nicht zu mögen ist auf jeden Fall schlimmer als zum Beispiel den Text der Nationalhymne nicht zu kennen. So wie man auf polnischen Hochzeiten mit einem Liter Wodka pro Person rechnet, rechnet man in Deutschland zur Spargelzeit ungefähr ein Kilo Spargel pro Kopf am Tag, gern in den Sorten "Hannibal" oder "Rambo". Im Internet ist das Spargelposting das Dickpic der Saison. Im Grunde will niemand wirklich ungefragt den Spargel anderer Leute sehen ("schön einfach mit Butter"), aber gefragt wird nicht. Wer angespargelt hat, berichtet davon - ein Sakrament, in dem die Beziehung des Deutschen zum Spargel bekräftigt wird. Seht her, auch ich bin einer von euch, ein einfacher Diener der blassen Stange.

Strotzen, geschwellt sein, übermütig sein 

Der weiße Spargel, der eigentlich und nicht ohne Grund Gemeiner Spargel heißt, trägt im Namen das Griechische "spargáein": strotzen, geschwellt sein, übermütig sein, und das wird dann auch so gemacht. Der Spargel hat in diesem Sinne eine integrierende Funktion, unter den Gemüsen aber eine spaltende.

Denn der Ruhm des Spargels basiert auf Mythen und Widersprüchen. Angeblich ist weißer Spargel der "edlere", hauptsächlich aber der teurere Spargel. Menschen, die sich am Hype des Spargels beteiligen, betonen gerne, dass es so schön sei, was Saisonales zu essen ("Schön ist, dass es Spargel nicht das ganze Jahr gibt", Markus Söder), dabei wird die Spargelfeier bei vielen schon begonnen, wenn der Spargel im Supermarkt noch aus Peru kommt, aber da drückt man gern ein Auge zu.

Wer weißen Spargel kauft, zahlt, oft ohne es zu wissen, nicht allein für den Geschmack, sondern auch für die Farbe. Der Anbau von weißem Spargel ist unter anderem deswegen so aufwendig, weil die Erde um den Spargel immer wieder angehäufelt wird und die Ernte extrem pünktlich und unverschämt früh am Tag geschehen muss. Das lieben Deutsche, aber gerade nur so sehr, dass sie diese Arbeit dann doch lieber nicht selber machen, sondern traditionell gern von Polinnnen und Rumänen erledigen lassen. Seit diese nicht mehr so zahlreich kommen, gehen Deutschland die Erntehelfer*innen aus. "Deutsche wollen diese Arbeit auf jeden Fall nicht machen", klagte ein Spargelbauer 2018 auf SPIEGEL ONLINE, und überlegte, seinen Arbeiter*innen kostenloses W-Lan anzubieten.

Grüner Spargel ist an Ruhm weit unterlegen

Aber zurück zum Spargel und den Kosten des Kults. Wenn die Spitze des Spargels es ans Licht geschafft hat, verfärbt sie sich blau-lila und schmeckt dann zwar nicht schlechter, gilt aber sofort als Wertverlust. Grüner Spargel hat das Problem nicht, weil er über der Erde wächst, außerdem ist er gesünder und muss nicht geschält werden, aber er ist dem bleichen Kollegen an Ruhm weit unterlegen. 

Während Windkraftwerke als Verschandelung der Natur gelten, hat der gemeine Deutsche kein Problem damit, dass Spargel oft in Monokulturen unter Plastikfolie angebaut wird, die mindestens genau so hässlich aussehen. 

Eigentlich gäbe es dabei zwar noch kein Problem damit, ein saisonales Gemüse so zu verehren wie den weißen Spargel, es gibt aber keine guten Gründe dafür, dass mit anderen Gemüsen nicht ebenso verfahren wird. Andere Gemüse- und Obstsorten, die in Deutschland auch nur kurze Zeit frisch verfügbar sind, aber bei Weitem weniger vergöttert werden, sind unter anderem Erdbeeren, Rhabarber, Spinat, Himbeeren, Kirschen, Zucchini, Bohnen, Erbsen, Brombeeren, Bärlauch, Gurken, Sellerie, Portulak, Zuckermais, die meisten Blattsalate und Tomaten. 

Gerade bei Erdbeeren und Tomaten gäbe es reichlich Potenzial. Pascale Mueller und Stefania Prandi haben in einer aufwendigen Recherche für "Buzzfeed" und "Correctiv" mit Erntehelferinnen in Spanien, Marokko und Italien gesprochen: Die Frauen pflücken unter menschenverachtenden Bedingungen Erdbeeren und Tomaten, die in Deutschland teilweise als "sicher und nachhaltig" zertifiziert verkauft werden. Bei ihrer Arbeit werden sie regelmäßig von ihren Vorgesetzten gedemütigt und oft vergewaltigt.

Das interessiert deutsche Konsument*innen aber nicht so sehr wie die Frage, was es denn jetzt eigentlich mit dem Phänomen Spargel-Pipi auf sich hat. Keine Redaktion lässt sich lumpen, wenn es darum geht, das Volk über die Nebeneffekte seiner kultischen Umtriebe zu informieren. Super Tischgespräch auch. Und vielleicht ist das einer der Gründe, warum Spargel es zu so übermäßigem Gottheitsstatus gebracht hat: endlich mal schön über Ausscheidungen reden. Danke für nichts, Spargel.




Samstag, 20. April 2019

Bei Ostermärschen ging es noch nie um Frieden...

von Thomas Heck...

Bei Ostermärschen ging es nie um Frieden, es ging um die Entwaffnung des Westens. Daran hat sich seit den ersten Ostermärschen nicht viel geändert. So wurde damals nicht gegen die Besetzung Afghanistan durch die Russen oder gegen arabischen Terror demonstriert, sondern ausschließlich gegen die Nato, gegen die Bundeswehr, gegen die USA und auch gegen Israel.

Heute findet sich ebenfalls kein Protest gegen den IS, gegen Boko Haram, gegen die Besetzung der Krim durch Russland, gegen arabischen Terror, der sich gegen Israelis richtet. Heute wird ebenfalls gegen den alten Feind demonstriert: Bundeswehr, USA, Nato, Israel. Da treffen sich die linken und grünen Demokratiefeinde, Antisemiten und Israelhasser in trauter Gemeinsamkeit. 1000 Teilnehmer in Berlin sind eine Nullnummer, ein Witz.


Erweitert wird das feindliche Spektrum um die neu erschaffte Art, die unter "alte weiße Männer" zusammengefasst wird. Damit sind AfD und ihre Wähler gemeint. Und auch die Bürger, die sich nicht einfach so abstechen oder vergewaltigen lassen wollen, die dem Flüchtlingskurs immer noch kritisch gegenüberstehen, fallen darunter. Dann noch Islamkritiker, Trump-Anhänger, Klimaleugner. Oder einfach der Andersdenken... Frohe Ostern.



Freitag, 19. April 2019

Sawsan Chebli twittert...

von Thomas Heck...

Warum diese Frau überhaupt für den rot-rot-grünversifften Senat arbeitet, kann nur mit den grundsätzlich antisemitischen Ausrichtung von Linkspartei und SPD und Teilen der Grünen begründet werden. Unter normalen Umständen wäre Klein-Chebli wohl ganz schnell in der Versenkung verschwunden. Nur die Berliner Republik konnte sie in diesen Posten einer Staatssekretärin hieven, nur die Berliner Republik toleriert ihre Twitter-Ergüsse.


So erklärte sie uns umlängst, wie der Ausruf Allahu Ackbar wirklich zu verstehen sei. Wir haben das nur immer falsch verstanden. Ich persönlich würde mich beim Hören dieser Zeilen wohl eher in Deckung begeben und in Deckung bleiben, sprengen sich doch islamische Selbstmordattentäter unter diesen Rufen selbst in die Luft. Für Sawsan Chebli nur eine Gefühlsregung.

Islamismus und Sexismus in einem Tweet, das muss man erstmal hinbekommen. Für Chcbli eine der leichtesten Übungen. Das war sie früher schon etwas empfindlicher. Da wurde aber auch nicht die Gefühlsregung Allahu Ackbar genannt. Statt unter Schock wäre wohl eher ein feuchtes Schlüpfer die Folge gewesen... Mensch Mädel, werde endlich mal erwachsen...





Dienstag, 16. April 2019

Notre Dame: Es war doch Brandstiftung...

von Thomas Heck...

Überwachungskameras haben den mutmaßlichen Täter der Brandstiftung von Notre Dame ausfindig gemacht. Die französische Polizei fragt: Wer kenn diese Person? Die Polizei vermutet einen verwirrten Fridays for Future Klima-Demonstranten. 




Die Solidarität der Muslime wegen Notre Dame...

von Thomas Heck...

Die Bilder der brennenden Notre Dame haben bei mir böse Erinnerungen geweckt. Sind doch die Bilder ähnlich der brennenden Twin-Towers ein Fanal, ein Symbol. Und sicher kein Zufall.



Gut, dass Frankreich sich in diesen schwierigen Zeiten der uneingeschränkten Solidarität seine Muslime sicher sein kann, die um die Bedeutung von Notre Dame wissen. Die Anteilnahme und die Verbreitung in die Sozialen Medien zeigt uns, wir sind (fast) alle Notre Dame...













Aber so sind sie, unsere muslimischen Freunde. Entweder Sie verüben den Anschlag selbst oder feixen sich einen von der Palme. Ich jedenfalls versuche mir gerade die Aufregung in der islamischen Welt vorzustellen, wenn ähnliche Reaktionen von Christen nach einem Brand in einer großen Moschee erfolgen würden. Mohammett-Karikaturen zum Beispiel hatten weltweit so Protesten und Anschlägen geführt. An der Solidarität wird da noch gearbeitet werden müssen...

Untauglich auch der Versuch von Tagesschau und Bento, die uns unwissenden Kuffarn verklickern wollen, dass der Ausruf "Allah Ackbar" kein Ausruf der Freude, sondern ein Ausruf der Trauer ist.

Es ist schon so. Notre Dame de Paris lässt uns kritisch auf den Gang der Dinge schauen. Müssen wir vielleicht von einer unglücklichen Anhäufung von Kurzschlüssen ausgehen, als im November 38 überall in Deutschland Gotteshäuser brannten?





Samstag, 13. April 2019

SPD: Was erlauben sich die Juden?

von Thomas Heck...

Die SPD macht aus ihrer Abneigung zum jüdischen Staat keinen Hehl mehr. Die Partei, die in der Fatah einen strategischen Partner sieht, kann sich nicht mit dem Wahlverhalten der Israelis abfinden. Was erlauben sich die Juden? Einfach in demokratischer Wahl zu entscheiden.

Der SPD-Außenexperte Mützenich befürchtet nach den Wahlen in Israel Rückschritte für den Nahost-Friedensprozess. Von November 2005 bis November 2009 war Islamversteher und Iranliebhaber Mützenich Vorsitzender der Deutsch-Iranischen Parlamentariergruppe und Sprecher des SPD-Fraktionsgesprächskreises „Naher und Mittlerer Osten“. Dies erklärt zumindest die seine SPD-typische Feindschaft zum jüdischen Staat und reiht sich in langer Tradition seit Willy Brandt in die lange Liste überzeugter Israelhasser von Gabriel, Steinmeier bis Nahles und Schulze. Wer diese Partei wählt, darf sich nicht ein Freund Israels nennen.



Der Rechtsruck in Israel müsse einem Sorgen machen, sagte Mützenich im Deutschlandfunk. Für die Bundesregierung seien schwerwiegende Entscheidungen zu erwarten, etwa durch die in seinen Augen dramatische Ankündigung des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, Teile des Westjordanlands annektieren zu wollen. Wenn es im UNO-Sicherheitsrat zu Kritik an Israel komme, müsse Deutschland in dem Gremium als starke Stimme des Völkerrechts auftreten, verlangte der SPD-Politiker. Anmerkungen zum Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten? Fehlanzeige.

Der israelische Präsident Rivlin will ab Montag Spitzenvertreter aller in die Knesset gewählten Parteien empfangen, um anschließend den Auftrag für eine Regierungsbildung zu erteilen. Aus der Parlamentswahl am Dienstag war die Likud-Partei von Ministerpräsident Netanjahu als stärkste Kraft hervorgegangen.



Freitag, 12. April 2019

Kleines Volk, große Träume... der Neid auf Israel...

von Thomas Heck...

Die technische und wissenschaftliche Anerkennung ist Israel in Fachkreisen für das jüngste Raumfahrtprojekt trotzs des Scheiterns in der Schlussphase gewiß. In arabischen Ländern, wie denen im Nahen Osten, der Palästinensischen Autonomiebehörde und Deutschland, ist ob des Scheiterns die Häme groß. Noch deutlicher hätte man den technologischen Vorsprung Israels wahrlich nicht ausdrücken können. Eine Landung wäre eine weitere Nakba, eine weitere Katastrophe gewesen.


Das Scheitern der Landung löst in den Sozialen Medien auf der Seite des Tagesschau eine gewisse Häme aus, es tobt sich aktuell der antisemitische und arabische Pöbel ungeahndet aus. Israel ist wohl das einzige Land, wo das Social-Media-Team bei einer Raumfahrtmission auf die Nettiquette hinweisen muss. Da wurde dann schnell von "Besetzung des Mondes" gefaselt. Eine Userin schrieb: "Die können keinen Frieden und können auch nicht auf den Mond landen. Erleichterung auch bei Dauer-Twitterin Sasan Chebli. Man mag sich gar nicht ausmalen, was sie getwittert hätte, wäre die Landung geglückt. Der Neid trieft der Sawsan nämlich aus allen Poren...



Nach acht Jahren Tüftelei und acht Wochen im All schien der große Augenblick gekommen. Doch Israel ist bei seinem Versuch einer Mondlandung gescheitert. Dennoch werten viele selbst diesen Fehlschlag als enorme Leistung und als Fortschritt für die Raumfahrt.

Alles schien glatt zu gehen. Ein begeistertes Klatschen ging durch die Menge geladener Gäste im Auditorium neben dem Kontrollraum in der Stadt Yahud unweit von Tel Aviv. Israels erste Raumsonde „Beresheet“ (Genesis) hatte ein Selfie-Bild vom beginnenden Landungsmanöver auf dem Mond zur Erde gesendet: „Kleines Volk, große Träume“, war da auf einer israelischen Flagge zu sehen, die jetzt nur noch 15 Kilometer von der Mondoberfläche entfernt war und sich dem Himmelskörper mit einer Geschwindigkeit von knapp 1600 Metern pro Sekunde näherte.

Nach acht Jahren Tüftelei und acht Wochen im All, in denen „Beresheet“ rund 6,5 Millionen Kilometer hinter sich gebracht hatte, schien der große Augenblick gekommen: Das kleine Israel würde nach Russland, den USA und China zur vierten Nation werden, die auf dem Mond landet. Im ganzen Land saßen Menschen gebannt vor ihren Fernsehern oder hielten in Livescreenings in Kneipen, Hotels und in der Residenz des Staatspräsidenten gespannt den Atem an.

In einem Land, in dem Debatten zum Alltag gehören und dessen Gesellschaft sich gerade erst von einem polarisierendem Wahlkampf erholt, diente das einzigartige Weltraumprojekt als Symbol nationalen Stolzes und grenzüberschreitender Einigkeit. Es begann als Idee dreier junger Israelis, die am Google-LunarX-Challenge teilnehmen wollten. Der Wettbewerb versprach jeder Nichtregierungsorganisation, die als erste mit einem Raumfahrzeug auf dem Mond landet und dort 500 Meter zurücklegt, einen Preis von 20 Millionen US-Dollar. Der Wettbewerb endete 2018 ohne Sieger.

Doch das israelische Team setzte seine Anstrengungen fort. Mithilfe privater Spenden und des israelischen Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Weltraum gelang es SpaceIL, eine Raumsonde zu bauen und sie zum Mond zu schicken. Damit brachen die israelischen Ingenieure mehrere Rekorde und könnten zugleich ein neues Raumfahrtzeitalter eingeläutet haben.

Bislang waren Mondmissionen Staatsangelegenheiten. Niemand anders verfügte über die enormen Ressourcen, die notwendig waren, um eine Raumsonde zum nächsten Nachbarn der Erde zu schicken. Mondmissionen verschlangen bislang weit mehr als eine Milliarde US-Dollar. Den Israelis gelang das nun mit weitaus bescheideneren Mitteln: Ihr Projekt kostete nur rund 100 Millionen US-Dollar. Das könnte es für große Konzerne oder Forschungseinrichtungen in Zukunft erschwinglich machen, sich an privaten Mondmissionen zu beteiligen. Die würden Platz auf ihren Raumsonden an Interessenten verkaufen, entweder um dort wissenschaftliche Instrumente oder Kommunikationstechnologie unterzubringen. Unternehmen könnten auf dem Mond seltene Legierungen herstellen, Experimente betreiben oder Raketen für andere Weltraummissionen betanken.

Möglich wird dies durch die äußerst sparsame Bauweise der Israelis. Die rund anderthalb Meter hohe und zwei Meter breite „Beresheet“ wog nur rund 600 Kilogramm, sehr wenig im Vergleich zu anderen Raumgefährten. Sie sollte auf dem Mond nur zwei Tage lang funktionieren, und dort Messungen des Magnetfeldes vornehmen. Um Gewicht und Kosten zu sparen, bauten die Israelis keine Reservesysteme ein. Doch das könnte ihnen diesmal zum Verhängnis geworden sein.

„IMU2 ist nicht okay“

Denn kurz vor der Landung ging plötzlich alles schief. „IMU2 ist nicht okay“, meldete ein Ingenieur um 22.20 Uhr. „Das ist ein Sensor, der uns sagt, in welcher Position sich die Raumsonde befindet“, erklärte einer der Leiter des israelischen Raumfahrtzentrums.

Kurz darauf brach der Kontakt zu „Beresheet“ ab. Kaum 90 Sekunden später kam die nächste Schreckensmeldung aus dem Kontrollraum. Jäh erstarrte das Lächeln auf dem Gesicht Dutzender Ingenieure vor den Bildschirmen: „Wir haben ein Problem mit dem Hauptantrieb.“ 

Ohne diesen würde aus der Landung ein Fiasko werden. 30 Sekunden später keimte noch einmal kurz Hoffnung auf: „Wir setzen das System zurück. Hauptantrieb funktioniert wieder, aber wir haben viel Höhe verloren. Unsere Situation ist unklar.“ Ein Raunen ging durchs Publikum, ein paar Hoffnungsvolle begannen zu klatschen. Doch der Raumfahrtingenieur im Kontrollraum würgte den Applaus ab: „Ich fürchte, wir sind nicht so gelandet, wie wir wollten. Wir haben den Kontakt zu ‚Beresheet‘ endgültig verloren.“

„Wir haben sehr viel getan, auf das wir stolz sein können“

Nun war klar: „Beresheet“ war auf dem Mond zerschellt. So richtig traurig war dennoch niemand. „Es ist eine bittersüße Enttäuschung“, sagte Kfir Damari, einer der Gründer des SpaceIL Projekts. „Wir haben unglaublich viel erreicht.“ Schließlich sei man auf dem Mond gelandet, nur halt nicht so wie gewünscht.

Morris Kahn, der 89 Jahre alte Multimilliardär, der das Projekt mit 40 Millionen US-Dollar unterstützt hat, ließ sich keine Enttäuschung anmerken: „Es tut mir keinen Augenblick leid, dass ich hier mitgemacht habe. Wir haben sehr viel getan, auf das wir stolz sein können.“

Damit könnte er den „Apollo-Effekt“ gemeint haben: Genau wie Zehntausende amerikanische Jugendliche nach der Landung der Apollo 11 von Wissenschaft und Raumtechnik begeistert waren, Ingenieure wurden und den technologischen Vorsprung der USA sicherten, hat auch „Beresheet“ in Israel Tausende Kinder und Jugendliche begeistert. Daran dürfte selbst die Bruchlandung nicht viel ändern.

Immerhin ist das kleine Israel jetzt die siebte Nation auf der Welt, die den Mond umkreiste, und nach Russland, den USA und China das vierte Land, das Schrott auf dem Himmelskörper hinterließ. Nur wenige Minuten nachdem die Ingenieure den Kontrollraum geräumt hatten, begann man in Tel Aviv zu feiern. Und im Vorort Yahud verkündete man, dass jemand bereits eine Million US-Dollar für die nächste Raumsonde gespendet habe. Genesis sei schließlich nur das erste von fünf Büchern Mose. „Genesis II“ soll schon in wenigen Jahren auf dem Mond aufsetzen, nur halt ein wenig sanfter.




Donnerstag, 11. April 2019

Frankfurter Rundschau auf Stürmer-Niveau... schon wieder...

von Thomas Heck...

Die Wiederwahl Benjamin Netanjahus lässt die linke Presse vor Wut aufschäumen. Dann lassen dann schon mal bestimmte Kandidaten die Masken fallen und titeln schon mal in Stürmer-Manier "Der ewige Netanjahu", in Anspielung auf "Der ewige Jude", dem antisemitischen Film aus der NS-Zeit. 


Nach massiven Vorwürfen durch Leser wurde der Titel zumindest auf Facebook im Laufe des Tages korrigiert. Aber es beweist, dass die Frankfurter Rundschau ein linkes, SPD-nahes und antisemitisches Drecksblatt ist.






Abtreibung doch zu verurteilen... aber nur bei Trisomie 21...

von Thomas Heck...

Was für eine Heuchlerei. Während Linke und Grüne seit jeher Befürworter der Abtreibung waren und sind (und die Jusos sogar die Abtreibung bis zum letzten Schwangerschaftstag legalisieren wollen), dreht sich die Stimmung plötzlich, wenn es um pränatale Diagnostik geht. Denn es wird befürchtet, dass in Folge vermehrt Kinder abgetrieben werden, die Trisomie 21 haben. Nach dieser Logik dürften nur Kinder ohne Trisomie 21 abgetrieben werden. 


Ein Kind zu bekommen, mit dieser These hat kürzlich eine Lehrerin eine Debatte ausgelöst, ist in gewisser Weise egoistisch. Der Mensch will sich fortpflanzen und seine Gene weitergeben. Vielleicht will er im Alter nicht allein sein. Die Gesamtbevölkerung auf der Erde ist hoch und die Ressourcen werden knapper. Statt zu adoptieren wollen viele Eltern aber lieber ein "eigenes" Kind.

Wissen zu wollen, ob ein Kind krank oder gesund ist, ob es eine Behinderung hat oder nicht, ist in gewissem Maße auch egoistisch: Werdende Eltern wollen wissen, worauf sie sich in den nächsten Jahren einstellen müssen, wie viel Zeit sie investieren müssen in ihr Kind, möglicherweise auch wie viel Geld. Es geht auch um die Stabilität einer Beziehung und Emanzipation: Für viele Frauen ist es immer noch schwierig, Kinder überhaupt mit dem Beruf zu vereinbaren.

Eltern wollen sich dann, gegebenenfalls, dafür oder dagegen entscheiden, ein Kind zu bekommen, das vermutlich lange Zeit in hohem Maße auf sie angewiesen sein wird. 

Das ist ihr gutes Recht, denn die Wissenschaft macht es möglich. Seit den 1970er Jahren kann eine Frau bei einer Fruchtwasseruntersuchung feststellen lassen, ob ihr Kind einen Gendefekt hat. Bei dieser Untersuchung steigt das Risiko einer Fehlgeburt. Ihre Kosten werden von der Krankenkasse übernommen, wenn die Frau die Kriterien einer Risikoschwangerschaft erfüllt, also etwa Vorerkrankungen bestehen oder sie über 35 ist.

Bluttest zahlen oder nicht - die Frage ist medizinisch

Seit 2012 kann eine Frau dasselbe in einem Bluttest nachweisen lassen. Dieser Test ist minimalinvasiv und als Untersuchung damit sicherer. Doch er wird nur in seltenen Fällen von der Krankenkasse bezahlt. 

Die Frage ist somit in erster Linie eine medizinische und als diese einfach zu beantworten: Wenn ein invasiver Test bezahlt wird, der das Risiko einer Fehlgeburt erhöht, muss auch ein Test bezahlt werden, der weniger Risiken birgt. Der neueste medizinische Stand sollte für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein. Verbieten lässt er sich ohnehin nicht mehr.

Stattdessen wird die Debatte im Bundestag aber grundsätzlich und sehr emotional über etwas ganz anderes geführt. Nämlich darüber, ob das Testen auf Trisomie eine Form der Selektion ist, die der Uno-Behindertenrechtskonvention widerspricht.

Es wird argumentiert, dass ein Großteil der Trisomie-Kinder abgetrieben werde. (Tatsächlich sind diese Zahlen übrigens nicht belastbar und variieren zwischen 65 und 90 Prozent.) Es wird suggeriert, dass Menschen mit Downsyndrom dadurch das Gefühl bekämen, die Gesellschaft würde sie nicht aufnehmen wollen.

Es wird immer ein "Recht auf Nichtwissen" geben

Doch weder führt das Wissen über etwas automatisch zu einer Entscheidung dagegen. Noch macht die Kassenübernahme des Tests ihn verpflichtend für jede Frau. Es wird immer ein "Recht auf Nichtwissen" geben.

Von manchen Seiten heißt es: Der Bluttest übe Druck auf die Frauen aus, sie müssten sich gegen ein Kind mit Downsyndrom entscheiden, weil es nicht in der Gesellschaft willkommen sei. Weil jeder ein "perfektes" Kind haben möchte und ein Kind mit Gendefekt ein "Leid" bedeute. Einen ähnlichen Druck empfinden viele Schwangere sicherlich auch, wenn sie sich gegen ein Wunschkind entscheiden, weil es Trisomie hat und sie sich der Aufgabe nicht gewachsen sehen. 

Doch es ist ihre Entscheidung. Um ihnen dabei zu helfen, gibt es ein Beratungsangebot, das sie wahrnehmen können - und müssen -, wenn sie abtreiben wollen.

Aktivistin mit Downsyndrom: "Habt ihr Angst vor uns?"
"Habt ihr Angst vor uns?", diese Frage von Nathalie Dedreux, einer Aktivistin mit Downsyndrom, wurde im Bundestag von der Grünen Corinna Rüffer zitiert. Es ist eine wichtige Frage, die eine offene, humane Gesellschaft mit "Nein" beantworten - und deren Konsequenzen sie debattieren muss. Doch Wissen ist nicht diskriminierend.

Da kann man als Kind abtreibungsbereiter Eltern nur hoffen, Trisomie 21 zu haben, um dem Mord durch Abtreibung zu entgehen... denn Grüne treiben alles ab, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Außer Trisomie-Träger...



Deutschland mahnt schnelle Regierungsbildung in Israel an...

von Thomas Heck...

Während die amtierende Regierung Merkel nach der letzten Bundestagswahl gut 6 Monate brauchte, um eine Regierungskoalition zu bilden, erhebt sie bei anderen Ländern ganz andere Ansprüche. Israel solle gefälligst schnell eine neue Regierung bilden. 


Nach der Parlamentswahl muss in Israel aus Sicht der Bundesregierung dort rasch eine neue Regierung gebildet werden. Israel liege in einer Region mit enormen Herausforderungen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. »Deswegen ist eine schnelle Regierungsbildung wichtig. Die Bundesregierung wird mit der neuen israelischen Regierung eng, freundschaftlich, vertrauensvoll zusammenarbeiten.«

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu noch nicht zum Wahlsieg gratuliert, weil es noch gar kein amtliches Endergebnis gebe. Dies müsse erst abgewartet werden, sagte Seibert.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gratulierte dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwoch zu dessen Wahlsieg. »Obwohl das offizielle Ergebnis noch nicht veröffentlicht wurde, ist eine Sache klar: Sie haben – einmal mehr – das Vertrauen der Menschen in Rekordzahlen gewonnen«, schrieb Kurz auf Twitter. Er freue sich darauf, mit Netanjahu in Zukunft zusammenzuarbeiten, »zum Wohle der Menschen in Israel und der Menschen in Österreich«, hieß es.