Dienstag, 5. Juli 2022

"Lern Sprachen, Kind, falls du mal auswandern musst!"

von Mirjam Lübke...

Für meine Oma war es eine Katastrophe, wenn ich in Englisch mal keine Eins nach Hause brachte. Sie malte mir dann eine düstere Zukunft aus: Wenn einmal wieder ein Hitler käme und ich in die USA emigrieren müsste, dann bekäme ich dort mit einer Zwei in Englisch höchstens eine Stelle als Putzfrau in einem Schnellrestaurant. Mit anderen Worten: Ich stünde ganz unten in der Hierarchie, trotz durchaus vorhandener Fähigkeiten. Auch wenn es für einen Menschen mit enormer Prüfungsangst, wie ich einer bin, nicht gerade förderlich ist, wenn ihm bei der Klassenarbeit der große Diktator im Nacken sitzt, so hatte Oma in einem recht: Ohne gute Kenntnisse der Landessprache kommt man in anderen Ländern beruflich nicht weit - wenn man überhaupt eingelassen wird. Es gilt als selbstverständlich, dass ein Migrant seinem Gastland auch etwas zu bieten haben muss oder ihm zumindest nicht zur Last fällt. 



In Deutschland hingegen wird seit Jahrzehnten davon gesprochen, endlich einmal ein vernünftiges Einwanderungsgesetz zu schaffen. Man mag es kaum glauben, aber wer hier legal einwandern möchte oder aber für ein paar Jahre arbeiten, der hat's ziemlich schwer. Wenn eine deutsche Firma einen vielversprechenden Mitarbeiter aus dem Ausland in ihrem Stammwerk weiterbilden möchte, dann muss eine Menge Papierkram erledigt werden, wahrscheinlich wäre es einfacher, wenn derjenige seine Papiere kurz vor der Grenze "verloren" hätte. 

Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland denkt man allerdings darüber nach, noch einmal eine halbe Million Migranten aufzunehmen. Natürlich ohne vorher auch zu prüfen, ob diese für den deutschen Arbeitsmarkt einen Gewinn darstellen. Das ist ungefähr so effektiv, als würde man auf der Kirmes für 500 Euro Lose kaufen, um schließlich eventuell den großen Plüschelefanten zu gewinnen, der im Laden 5 Euro kosten würde. Nur sind die Folgen gravierender: Wenn es überhaupt gelingt, die Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dann größtenteils auf dem Billiglohnsektor, wo sie dann mit deutschen Bewerbern konkurrieren, die ebenfalls am Rande des Hartz4-Niveaus dort herumkrebsen. Sprich: Diejenigen, die noch den Anstand haben, ihr Geld selbst zu verdienen, graben sich gegenseitig das Wasser ab. Für die Industrie ist das erst einmal prima - bringt es sie doch in eine bessere Verhandlungsposition. Es kommt noch hinzu, dass der Arbeitsmarkt für Niedrigqualifizierte ohnehin immer enger wird. 

Die Bezeichnung "Fachkräfte" ist daher längst zu einem Spottwort geworden, hat sie doch mit der Realität kaum etwas zu tun. Was die FDP nun damit bezwecken will, Englisch zur zweiten Amtssprache zu machen, ist mir schleierhaft, es handelt sich um reine Symbolpolitik, welche das Problem des Fachkräftemangels nicht lösen kann. Gut ausgebildete Mitarbeiter sprechen in der Regel ohnehin passabel Englisch, das dürfte auch auf die uns versprochenen Fachkräfte zutreffen. Ansonsten müssten wir wohl Arabisch, Urdu und Farsi in den Katalog unserer Amtssprachen aufnehmen - die in allerlei Broschüren schon längst in Gebrauch sind. Na das wird eine babylonische Sprachverwirrung! 

Nachdem der Corona-Lockdown viele Gastronomen in die Pleite getrieben hat und danach etliche Kunden durch die allzu bereitwillige Anwendung von 2 und 3G-Regeln vergrault wurden, läuft das Geschäft nun langsam wieder an und Arbeitsmigration soll es richten. Wo sind eigentlich alle gekündigten deutschen Köche und Kellner hin? Sie können doch unmöglich alle anderweitig untergekommen sein. Warum gewinnt man sie nicht zurück? Vielleicht, um durch Lohndumping ein wenig des erlittenen Verlusts wieder hereinzuholen? Allerdings nutzt auch hier der Vorstoß der FDP nichts, denn der Normalbürger möchte sein Essen nicht gestikulierend und auf gut Glück bestellen. 

Kein Mensch hat etwas dagegen, den deutschen Arbeitsmarkt mit ausländischen Fachkräften zu ergänzen, wenn Personalnotstand besteht. Der bessere Weg wäre, die deutsche Bildungsmisere in den Griff zu bekommen und den "schon länger hier Lebenden" eine Chance zu bieten. Aber das funktioniert nun einmal nicht von heute auf morgen. Aber was spricht eigentlich dagegen, Bewerber für den deutschen Arbeitsmarkt erst einmal auf ihre Eignung zu testen, bevor sie in unser Land kommen? In Osteuropa gibt es schließlich schon einige Pilotprojekte für die Krankenpflege: Erst nach erfolgreicher Ausbildung winkt das Ticket nach Deutschland. 

Aber Migration, wie sie derzeit in Deutschland zugelassen wird, ist ohnehin eine Lotterie, die bekanntlich nur durch die angebliche Chance auf Fachkräfte schöngeredet wird. Schon der Gedanke, einem Migranten die Einhaltung gewisser Regeln oder das Erlernen der deutschen Sprache abzuverlangen, gilt als rassistische Zumutung. Mit etwas Glück kommen einige Zuwanderer selbst auf die Idee, dass Integration der bessere Weg für sie ist - und obwohl unser Staat sich kaum ein Bein dafür ausgerissen hat, werden sie dann als Erfolgsmodell herumgereicht. Eigentlich ist das rassistisch, denn man spricht Migranten so die Fähigkeit ab, etwas aus eigener Kraft zu schaffen. 

Nur für all die anderen fällt uns nichts Gescheites ein. Mit Englisch als Amtssprache gegen die Herausbildung von Parallelgesellschaften? Oder die Verbreitung islamischer statt europäischer Werte? Da kann man auch versuchen, Suppe mit Stäbchen zu essen, das ist ähnlich effektiv.


Montag, 4. Juli 2022

„40 Prozent der Schüler nicht deutscher Herkunftssprache. Willkommen in der Realität!“

von Thomas Heck...

Als der "schlaue" Bernard Hoecker auf dem Gipfel der Flüchtlingswelle Entwarnung verkündete, in dem er vorrechnete, dass 1 Mio. Flüchtlinge im Vergleich zu 80 Mio. Einwohnern zu verkraften seien, atmete das deutsche Volk auf. So schlimm wird es schon nicht werden. Wenn heute die Welt im Interview mit Berlins Schulsenatorin Busse von der SPD die traurige Realität verkündet, dass 40% der Schüler nicht deutscher Herkunft sind, hat die Realität die schlimmsten Befürchtungen längst überholt. Anachronistisch erscheint es geradezu, dass ausgerechnet die WELT damals Bernard Hoecker interviewte und thematisch ins gleiche Horn stieß, Deutschland können Millionen Flüchtlinge verkraften. Das dem nie so war, wird langsam aber sicher schmerzhaft auch dem letzten Deutschen bewusst...

Messerattacken im Tagesrhythmus, Terrorangriffe mit allem, mit dem man Menschen töten kann, offener Judenhass, Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit... die Liste ließe sich endlos fortführen...


In Berlin beträgt der Anteil von Schülern mit ausländischen Wurzeln mancherorts bis zu 90 Prozent. Schulsenatorin Busse (SPD) rät Eltern ab, das als Ausschlusskriterium zu sehen – sie könnten „positiv überrascht“ werden. Und wie will Busse politisches und religiöses Mobbing bekämpfen? 

WELT: Frau Busse, bis zu Ihrer Berufung zur Senatorin waren Sie lange Jahre Leiterin einer Schule im Brennpunktbezirk Neukölln. Was ist das größte Problem der Berliner Schulen?

Astrid-Sabine Busse: Natürlich der Fachkräftemangel. Und das nicht nur in Berlin: Uns fehlen bundesweit Zehntausende von Menschen, die die geburtenstarken Jahrgänge ersetzen, die jetzt in Pension gehen. Es dauert wohl bis 2030, bis sich das etwas beruhigt. Wir haben noch schwere Jahre vor uns. 

WELT: Sie haben jetzt als Senatorin die Chance, etwas zu ändern. Aber in Politik und Verwaltung sind Sie eine Newcomerin. Hatten Sie eine Vorstellung davon, wie hart dieser Job ist?

Busse: Das hat mir keiner im Vorfeld so genau erklärt. Aber so wie ich die Quereinsteiger an den Schulen immer gut betreut habe, werde auch ich hier sehr gut unterstützt. Und politisch naiv bin ich als Vorsitzende eines Berliner Schulleitungsverbandes natürlich auch nicht gewesen. 

WELT: Als Bildungssenatorin muss man traditionell viel Prügel einstecken. Gegen Sie hat die CDU sogar einen Missbilligungsantrag eingebracht. Wie gehen Sie damit um? 

Busse: Es ist absurd, mich nach einem halben Jahr im Amt für die seit Jahren bestehende Mangelsituation verantwortlich zu machen. Aber auf Gegenwind muss man sich als Bildungssenatorin einstellen. Daher reißen sich die Leute auch nicht gerade um den Job. Aber jetzt bin ich da. Und ich bleibe. 

WELT: Dieses Jahr konnten erstmals 170 Kinder zum Stichtag zunächst nicht mit Plätzen an weiterführenden Schulen versorgt werden. Wie konnte es zu einer solchen Fehlplanung kommen?

Busse: Es ist üblich, dass es am Schuljahresende noch Verteilungskonferenzen gibt, um noch Schüler unterzubringen. Und es haben auch diesmal alle rund 26.000 Siebtklässler noch einen Platz bekommen. 91 Prozent von ihnen an einer ihrer drei Wunschschulen. Der Wert ist nicht schlechter als im Vorjahr.

WELT: Bei den Lehrkräften sieht es weniger rosig aus. Sie rechnen damit, dass im Sommer 920 Stellen unbesetzt bleiben. Konnten Sie die Lücke bis Schuljahresende noch verkleinern? 

Busse: Die Einstellungen laufen noch. Aber viel besser wird es zunächst nicht werden. Ich unterschreibe hier täglich Pensionsurkunden. 

WELT: Wann wird es denn besser werden?

Busse: Dann bin ich nicht mehr im Dienst. Es wird ein Prozess von zehn Jahren werden. Die Universitäten müssen mehr junge Leute zum Abschluss bringen. Und wir brauchen erst einmal wieder mehr Menschen, die in den Beruf gehen. Dazu gehören natürlich auch Quer- und Seiteneinsteiger. Ich habe dadurch fantastische Menschen an die Schulen bekommen. 

WELT: Wie können mit einer solchen Mangelwirtschaft auch noch Schüler aus der Ukraine integriert werden?

Busse: Das kommt noch obendrauf. Wir haben jetzt schon fast 5000 Schülerinnen und Schüler untergebracht. Ich habe anfangs gesagt: Wir stellen überall noch einen Stuhl rein. Dafür bin ich ausgelacht worden. Aber wir haben es gemacht. Ich wünsche es natürlich jeder Familie, dass sie zurückgehen kann. Wir wissen jedoch nicht, wann der Krieg zu Ende ist. Deshalb müssen wir auf das Erlernen der deutschen Sprache setzen. Und das schaffen wir auch. 

WELT: Berlin führt jetzt als letztes Bundesamt die Verbeamtung von Lehrern wieder ein. Wann wollen Sie dafür ein Konzept vorlegen?

Busse: Nächste Woche haben wir die große Freude, die ersten paar Hundert Referendarinnen und Referendare zu verbeamten. Die Überführung der Bestandslehrer ist verwaltungstechnisch komplizierter. Die Verbeamtung ist natürlich auch nur ein Baustein zur Lehrergewinnung. Wenn auch ein wichtiger: Wir haben in den letzten zehn Jahren fast 5000 Lehrkräfte an andere Bundesländer verloren. 

WELT: Berlin war ja eigentlich bisher schon finanziell attraktiv. Zuletzt konnten die angestellten Lehrer mit einem Einstiegsgehalt von 5700 Euro brutto rechnen. Spielt am Ende nicht das Geld eine Rolle, sondern die prekäre Arbeitssituation an der Schule? 

Busse: Das lasse ich überhaupt nicht gelten. Man kann an jeder Schule in diesem Land gut arbeiten – gerade auch in den Gebieten mit prekären Haushalten, weil die Kinder oft besonders dankbar sind für Zuspruch. 

WELT: Wir wissen mittlerweile, dass viele Kinder psychisch enorm unter der Corona-Pandemie gelitten haben. Was tun Sie dagegen?

Busse: Wir haben 39 zusätzliche feste Stellen für Schulpsychologen geschaffen. Das bedeutet einen Personalaufwuchs um 40 Prozent und wird helfen. Die Schäden sind da, wir werden noch lange damit leben müssen.

WELT: Thilo Sarrazin hatte Sie für sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ mit einer heute 13 Jahre alten Äußerung über arabischstämmige Migranten zitiert: „Sie bleiben einfach untereinander. Man muss sich hier ja auch gar nicht mehr integrieren. Man nimmt das Viertel in Besitz, und man lässt sich pampern.“ Warum haben Sie sich jetzt dafür entschuldigt?

Busse: Ich habe mein großes Bedauern darüber ausgedrückt, dass sich Menschen verletzt gefühlt haben. Als Schulleiterin habe ich auch mal zugespitzt. Jetzt bin ich Senatorin und höre mir eher an, was Schulleiter berichten. 

WELT: Dennoch: Es gibt in vielen Berliner Kiezen die Situation, dass man viel Geld für die Miete zahlen muss, aber in den Klassen der Einzugsschule 80, 90 Prozent Kinder nicht deutscher Herkunft (ndH) sitzen. Was raten Sie Eltern, die ihre Kinder nicht an eine solche Schule schicken wollen?

Busse: Ich rate jedem, sich die Schule erst einmal anzuschauen. Womöglich werden Sie positiv überrascht sein. Im Berliner Durchschnitt sind übrigens bereits gut 40 Prozent der Schüler nicht deutscher Herkunftssprache. Also willkommen in der Realität!

WELT: Das heißt, Eltern müssen sich damit abfinden, dass ein Großteil der Kinder bei der Einschulung kein Deutsch spricht? 

Busse: Viele Berliner Kinder sprechen neben Deutsch noch eine andere Sprache. Ndh heißt ja nicht, dass man kein Deutsch spricht. Ich finde es gut, wenn Kinder in ihrem Umfeld bleiben, um Freundschaften zu schließen. Wenn die Schule funktioniert, kann ein Kind auch gut in einer Klasse mit vielen Kindern nicht deutscher Herkunftssprache lernen.

WELT: Das heißt, bildungsnahe Familien, die nach Kreuzberg oder Neukölln ziehen, sind selbst schuld?

Busse: Wer das schicke urbane Kreuzkölln erleben will, muss das Abenteuer in Kauf nehmen. Man trifft da mitunter tatsächlich auf Migranten! Ich rate dazu, der Schule aus dem eigenen Kiez eine Chance zu geben. 

WELT: Im rot-grün-roten Koalitionsvertrag steht, dass das Merkmal „nicht deutsche Herkunftssprache“ für Schulen künftig nicht mehr veröffentlicht werden soll. Was spricht gegen Transparenz?

Busse: Die Schulqualität können Sie in den Berichten der Schulinspektion, die wir auf unserer Internetseite öffentlich machen, viel besser ablesen. Wir haben viel mehr Faktoren, um die unterschiedlichen Belastungen einer Schule abzubilden. 

In unserer neuen Schultypisierung fassen wir sechs verschiedene Kriterien zusammen, darunter auch die Muttersprache der Kinder. Wir haben über 700 Schulen. Und Schulen in sozialen Brennpunkten erhalten von uns besonders viel Unterstützung.

WELT: Im vergangenen Jahr enthüllte eine Befragung religiöses Mobbing und Bedrohungenan zehn Neuköllner Schulen. Was wollen Sie dagegen unternehmen?

Busse: Wir wollen zu dem Thema politische und religiöse Konflikte an Schulen eine Studie durchführen. Die Probleme sind vorhanden. Wir brauchen berlinweit valide Daten. Wir sind gerade auf der Suche nach einer geeigneten Universität, die wir beauftragen können. Wenn die Daten vorliegen, werden wir entsprechend handeln. Staatliche Schulen sollen ein neutraler Ort sein.



"Durchhalten, Leute! Sonst hält man uns für Nazis!"

von Mirjam Lübke...

"Sören-Malte, zieh' noch den Norwegerpulli drüber, den Oma dir gestrickt hat - es soll niemand merken, dass du frierst!" - "Aber Mama, der kratzt und riecht wie alte Socken!" - "Jetzt stell' dich nicht so an! Willst du, dass die Nachbarn uns für Nazis halten?"


Winter 2022/23 - entgegen der Prognosen von Klima-Expertin Luisa Neubauer sinkt die Temperatur seit Wochen rapide. Luisa freilich bemerkt davon nichts, sie befindet sich mit Robert Habeck und Annalena Baerbock auf einer Forschungsreise zu den Seychellen, um dort die Folgen der Erderwärmung zu dokumentieren. Bei 32 Grad im Schatten ist schwer nachzuvollziehen, warum die Bürger in Deutschland so jammern. Sollen sie doch froh sein, dass der Klimawandel eine kurze Verschnaufpause einlegt! Robert Habeck sendet Durchhalteparolen in die kalte Heimat: "Wir dürfen jetzt in unseren Bemühungen nicht nachlassen! Werdet nicht kleinmütig, ihr Verzagten! Was sind schon ein paar Frostbeulen an den Zehen, wenn dafür die Gesinnung stimmt? Als Entlastungspaket für die Bevölkerung kann jetzt schon jeder Bundesbürger einen Zuschuss von 20 Euro für einen Strickkurs an der Volkshochschule beantragen - und in spätestens fünf Jahren werden wir das Schlimmste überstanden haben!"

"Schon wieder Steckrübensuppe?", beklagt sich derweil Sören-Maltes Opa. "Jetzt ist es nicht nur so kalt wie in Stalingrad, das Essen ist auch so mies! Aber ihr musstet ja unbedingt die Grünen wählen. Ich hab's gleich gesagt: Von den Spinnern kommt nix Gutes." - "Die Steckrüben waren im Angebot, und wir müssen sparen! Immerhin konnte ich noch ein Viertelpfund Rindfleisch ergattern." - "Für sechs Personen!" - "Sonst hätten wir uns den Strom zum Kochen nicht leisten können!" 

Im Haus gegenüber findet gerade eine Energierazzia statt. Es heißt, die Bewohner hätten wiederholt die erlaubte Duschzeit von einer Minute überschritten. So lange noch nicht in jedem Haushalt eine automatische Wassersperre eingebaut ist, sind die Behörden auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen - weil man zur Belohnung abends eine halbe Stunde heizen darf, haben die Beamten der Energiepolizei alle Hände voll zu tun. Das neue "Energieextremismusgesetz" erlaubt es, die Verschwender in einem Schnellprozess unverzüglich abzuurteilen - es heißt, die Gefängnisse seien mittlerweile so überfüllt, dass man wenigstens im Gedränge nicht mehr so sehr frieren muss. 
Da der Mangel an Wärme letztlich auch das Immunsystem schwächt und Deutschland schnieft, niest und hustet, war es ein Leichtes, auch gleich noch ein paar neue Corona-Maßnahmen durchzusetzen. "Ziehen Sie einfach zwei Masken übereinander", rät Pandemieminister Karl Lauterbach. "Das hält die Nase schön warm und die neue Omega B.23 Variante von Ihnen fern!" Damit die Menschen sich nicht weigern, ihre Pullover auszuziehen, ist es wenigstens in den Impfzentren immer schön warm. Da geht man gerne hin - was sind schon ein paar Nebenwirkungen gegen eine kalte Wohnung?

Wie die Zeiten sich ändern: Als der große "Blackout" noch als eine durch Hacker verursachte potentielle Gefahr galt, herrschte durchaus noch ein Konsens darüber, davor zu warnen. Das Internet und seine dunklen Verzweigungen taugten hervorragend als Feindbild. Nun stehen wir vor einer hausgemachten Energiekrise - wenn man mit Moral Strom und Gas erzeugen könnte, müssten wir uns keine Sorgen machen - und plötzlich ist es "Rechtsterrorismus" darüber zu sprechen. "Rechts" allein reicht als Zuschreibung nicht mehr, da wird jede Warnung gleich zum Terrorakt deklariert, das muss sich unser Journalist von Erdogan abgeschaut haben. Impfskeptiker mussten sich den Vorwurf schon länger gefallen lassen, auch sie wurden als "Terroristen" oder "Geiselnehmer" verunglimpft - mit moderaten Vorwürfen hielten sich Montgomery, Strack-Zimmermann und andere erst gar nicht auf. 

Es reicht auch nicht mehr, die Bundesbürger als einen Haufen Verschwender darzustellen, die hemmungslos alle Heizungen bis zum Anschlag aufdrehen, um ihre Wohnung in eine Sauna zu verwandeln. Um dann vor dem Gang zur Arbeit noch schnell zwei Stunden zu duschen. Offenbar hält man uns darüber hinaus auch für dämlich: Klimapropheten kündigen uns täglich den Weltuntergang an, im Moralkrieg gegen Russland ergehen Sparappelle en masse von der Bundesregierung und die Massenmedien erzählen uns seit Wochen, wie schlecht es um die Gasvorräte in Deutschland bestellt ist. Wahrlich keine rosigen Aussichten. 

Was Corona anbelangt, sieht es nicht anders aus. Die neue Supermutante hat sich Karl Lauterbach offensichtlich schon per Eilbrief angekündigt, er verkündet deshalb schon einmal vorsorglich, welche Maßnahmen er einzuleiten gedenkt. Die FDP protestiert zwar vehement dagegen - noch! - wird aber letztlich zumindest durch Enthaltung wieder alles mittragen. Neue, wie immer nicht langfristig erprobte Impfstoffe warten darauf, den Bundesbürgern per Zwang in die Venen verabreicht zu werden. 

Wenn man lediglich zusammenfasst, was bereits von den Verantwortlichen selbst angekündigt wurde, soll man dann aber Verschwörungstheorien verbreiten und terroristische Absichten haben. Diese Unterstellung ist so dreist, damit kommt man wahrscheinlich nur in Deutschland durch. Die Angst vor der Stigmatisierung als "Verfassungsfeind" oder "Rechter" ist hierzulande stärker ausgeprägt als der Wunsch, zu eigenen Beobachtungen und Wahrnehmungen zu stehen. 

Eins wundert mich jedenfalls nicht mehr: Warum Putin auf Fotos oft so aussieht, als würde er gleich prustend vor Lachen seinen Tee über die Kameras verteilen. Er denkt in diesen Momenten wohl gerade an Deutschland und seine Politiker und Medien. Denn wenn man nicht bis zum Hals in diesem Schlamassel feststeckt, kann man das durchaus kurios finden.


Sonntag, 3. Juli 2022

Da blickt man nicht mehr durch!

von Mirjam Lübke...

Also, wie war das jetzt nochmal? Nach dem neuen Selbstbestimmungsgesetz kann es richtig teuer werden, einen Mann mit Perücke oder im Kleid nicht als Frau anzuerkennen. Da können noch die Bartstoppeln wachsen und die Wölbung im Schritt Bände sprechen, der Herr ist jetzt eine Dame. Im Kölner Karneval ist man da schon erfahren, im Dreigestirn gibt es auch eine männliche Jungfrau, aber bisher war es zumindest nicht strafbar, das auch so zu benennen. 


Da haben wir Besitzerinnen eines doppelten X-Chromosoms - früher bezeichnete man uns als "Frauen" - nun eben Pech gehabt. Keine "Safe-Spaces" mehr, wenn aus Klaus per Willenserklärung Claudia wird, darf er bis ins Allerheiligste. Gibt es umgekehrt eigentlich schon Katholikinnen, die sich zum Mann erklärt haben, um sich für den Job des Papstes zu bewerben? Allerdings gilt das neue Selbstbestimmungsgesetz noch nicht im Vatikan - so ein transphober Haufen! Und man kann ihn noch nicht einmal verklagen. Wie bemerkte ein Twitter-User so schön: "Immerhin darf man Tessa Ganserer noch als Kartoffel bezeichnen, wer Markus zu ihr sagt, muss nun mit einer Geldstrafe rechnen!"

Deutschland hat in den letzten Jahren schon einiges an Etikettenschwindel überstanden: Rindfleisch-Lasagne, in welcher rumänische Arbeitspferde ihre letzte Ruhestätte gefunden hatten. Einen Virologen als Gesundheitsminister, der gar kein Virologe ist, sondern diese Berufsbezeichnung nur von seiner geschiedenen Frau "geborgt" hat. Auch der Titel "Doktor" ist mittlerweile nicht mehr wirklich ein Garant dafür, dass jemand tatsächlich selbst eine wissenschaftliche Leistung vollbracht hat. Aber wenn es legitim ist, sich zur Frau zu erklären, obwohl die biologische Grundausstattung fehlt, warum sollte bei fehlender intellektueller Ausstattung ein Unterschied gemacht werden? Man kann alles sein, was man will. Gleich morgen werde ich mich mal als Chefärztin bewerben - ich fühle einfach, dass ich dazu berufen bin! Wenn man mich dann nach Arbeitszeugnissen und Diplomen fragt, schreie ich einfach herum, wie sehr mich das als Angehörige einer missachteten Minderheit (ich habe mindestens zwei zur Auswahl!) ausgrenzen und diskriminieren würde. Was ist schon das Patientenwohl gegen mein geschundenes Ego? 

Nur eine Gruppe versteht da absolut keinen Spaß: Die Anhänger der "critical race theory" - was zu deutsch "kritische Rassentheorie" heißt und sich ein wenig nach "die Fahnen hoch" anhören würde, käme es nicht von der "richtigen" Seite. Martin Luther King und Rosa Parks, die einfach nur Gleichberechtigung wollten, drehen sich im Grabe herum, wenn sie sehen, wie gerade wieder die Rassentrennung eingeführt wird. Die USA machen es vor: Dort gibt es jetzt z.B. wieder Studentenwohnheime nur für "Persons of Color". 

Ich habe keine Ahnung, ab wann man dort wohnen darf, ob etwa die Ahnenreihe soweit zurückverfolgt wird, wie es die Nazis bei den Bewerbern für ihre Napolas machten. Vielleicht wird auch einfach ein Farbfächer an den Teint des designierten neuen Mitbewohners gehalten. Obwohl das zu einfach wäre: So wie sich ab 1933 viele Frauen die Haare bleichten, ginge man dann heute einfach auf die Sonnenbank und - schwupps! - erfüllt man die Kriterien. Für ein paar Euro den Eintritt in einen PoC-Safespace zu erhalten, wäre gegenüber dem Perückenkauf männlicher Damensauna-Besucher ein echtes Schnäppchen. So einfach ist es wohl nicht, man wird doch - Göttin behüte - nicht nach Rassemerkmalen Ausschau halten? "Nein Lisa, deine Nase ist einfach zu schmal, deine Großmutter aus Somalia hast du nur erfunden!" So etwas nennt sich neudeutsch "als schwarz/muslimisch/jüdisch gelesen werden" - oder eben nicht. Da hat sich die politisch korrekte Rassentheorie in ihren eigenen Stricken verheddert, denn man darf natürlich nicht mehr sagen, dass jemand "wie ein Muslim aussieht". 

Aydan Özoguz kündigte es schon vor ein paar Jahren an: "Die Regeln des Zusammenlebens werden täglich neu ausgehandelt". Dabei hat die weiße Mehrheitsgesellschaft schlechte Karten, denn ihr werden diese Regeln ohne Mitspracherecht einfach aufs Auge gedrückt. Auch wenn einiges verdächtig nach "euch zahlen wir es jetzt mal richtig heim!" duftet - das nennt sich dann "Empowerment" - wie Maimouna Obots Forderung nach Spielgruppen mit Rassentrennung. Erst glaubte ich, es handele sich um einen Satireaccount, aber die Dame ist echt. In diesem Fall bekommen Flüchtlinge aus Osteuropa den Zorn ab, denn diese werden in Deutschland angeblich besser behandelt als jene aus Afrika oder dem Nahen Osten. Das treibt die Szene schon seit Beginn des Ukraine-Krieges um, wobei selbstverständlich ein kritischer Blick auf das eigene Verhalten unterbleibt. Doppelt schäbig ist es, dies auf dem Rücken von Kindern auszutragen. 

Was kommt als nächste "Safe-Space"-Forderung? Freibäder für die Event- und Party-Szene in Berlin und Frankfurt? Betreten auf eigene Gefahr? Oder machen wir doch gleich ganz Berlin zum Safe-Space für Clanstreitigkeiten und sonstige Geschäfte der Großfamilien. Eigentlich ist es das schon, aber eine Umetikettierung würde den Senat der zeitraubenden Aufgabe entheben, sich stets neue, verharmlosende Umschreibungen dafür auszudenken. 

Warum aber ausgerechnet biologische Frauen - egal welcher Ethnie sie angehören - auf ihre Rückzugsorte verzichten müssen, will mir nicht recht einleuchten. Vielleicht liegt es daran, dass die sogenannten Feministinnen einfach zu leise geworden sind und sich lieber mit den Möglichkeiten legaler Abtreibung befassen. Und dass die Ideologen hinter alledem eben doch nicht so frauenfreundlich gesinnt sind, wie sie uns glauben lassen. Da brauchen wir auch mehr Empowerment - und keine Männer mit Perücken, die sich in die Damensauna schleichen. Das haben wir dann eben auch mal so ausgehandelt.


Sexistisches und rassistisches Flüchltingsdrama in der ARD-Propaganda...

von Arthur Rodenstein... 

Meine Film"empfehlung" für einen absoluten Politpropaganda-Horrorschocker: Heute Nacht am 3.7.2022 bringt der zwangsgebührenfinanzierte Politpropaganda-ARD-GEZ-Staatssender um 23.35 Uhr den deutschen Film "Sunburned". 

Zur Handlung: Die 13-jährige Claire macht mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Urlaub in Spanien. Die Mutter wird als Hure dargestellt, denn sie verbringt den ganzen Tag, obwohl verheiratet, der Mann ist in Deutschland geblieben, sie setzt im ordentlich und völlig ungeniert die Hörner auf, am Hotelpool oder am Strand in aufreizenden Posen. Dort macht sie Männer an und reißt sie für Sex auf. Sie und die ältere Tochter laufen nuttig herum, im Glitzerlook und die Mutter ist ganz glückselig als die ältere Tochter bei einem Strandmodel-Wettbewerb erfolgreich abschneidet und bewundert wird. 


Die 13-jähige Claire aber langweilt sich zu Tode und auf der Suche nach einem ersten sexuellen Abenteuer ("Coming-of-Age-Drama", so die verharmlosende und verschleiernde Bezeichnung durch den Propagandasender) lernt sie am Strand einen senegalesischen Flüchtlingsjungen kennen, der natürlich allein nach Europa "geflüchtet" ist. Der Film zeigt das dann auch vollkommen unverschleiert und unverblümt: Der Junge ist einfach nur gekommen, um seiner Armut im Senegal zu entfliehen. Claire will unbedingt Sex mit ihm. Man macht sich nicht einmal die Mühe, etwas von "Krieg", "Bürgerkrieg" etc. zu konstruieren. Nicht SO ETWAS dient den Machern des Streifens als "moralische" Rechtfertigung, sondern einzig und allein, dass "dekadente, westliche, weiße Rassisten, die im Luxus und Überfluss leben" mit ihrem Geld nichts anzufangen wissen. 

Claire bietet dem Auserwählten Geld an (sie hat es ja), beide feilschen wie auf dem Basar und als sie sich einig sind, treiben sie es miteinander. Irgendwann stiehlt Claire der Mutter, die als "typische weiße wohlstandsversiffte Hure" dargestellt wird, die Kreditkarte und Schmuck, schenkt beides dem Angebeteten, der davon auch reichlich Gebrauch macht. 

Hier soll der Kontrast "herausgearbeitet" werden zwischen "primitiven wohlstandsversifften Westlern", die vor lauter Luxus eine Sinnkrise durchleben und mit ihrem Leben nichts Sinnvolles mehr anzufangen wissen und "armen, hilfsbedürftigen, afrikanischen Flüchtlingen in existentieller Not". Als die drei "wohlstandsversifften Frauen", die ALLE im Film nuttig dargestellt werden, wieder einmal durch die Boutiquen streifen, um sich etwas "Geiles" zum Anziehen zu kaufen (schließlich müssen die Männer ja animiert und verführt werden) entdeckt Claire auch schon einen Burkini, zieht ihn sich an und ist vollkommen begeistert. Hier wird also bereits angedeutet, wohin die Reise geht und welcher Religion der "arme, hilfsbedürftige, afrikanische Flüchtling" namens Amram angehört.

Der absolute Höhepunkt des Politikhorrorschockers ist dann die Szene, als Claire eines Tages am Strand aufwacht, nachdem sie eingeschlafen war. Sie hat einen schlimmen Sonnenbrand ("Sunburned") und ihre (verhasste weiße) Haut ist nun alles andere als weiß. Darauf ist sie sehr stolz und sie empfindet das als ekstatisch-sexuelles Gefühl der Wollust, einem Orgasmus gleich. 

Der Politstreifen stammt von der schwedischen Regisseurin Carolina Hellsgard, die in BERLIN lebt. Es ist kein Zufall, dass sie selbst einer (Un-)Kultur entstammt, welche "weltberühmt" ist für ihren Hass auf das Eigene, den gegen das Selbst gerichteten Rassismus weißer, europäischer Rassisten. Dass sie als Schwedin im "Failed State und Shithole" Berlin lebt drückt die "vollkommene" Synthese des Selbsthasses aus."

Facebook-Fundstück...

Jetzt zerlegt sich das Weibsvolk gegenseitig...

von Thomas Heck...

Gestern war die Nacht der Wissenschaften. Eigentlich. Doch radikale Studenten, ausgerechnet angehende Juristen, kündigte Proteste an, weil die Biologin Vollbrecht über etwas selbstverständliches referieren wollte: Die Existenz zweier Geschlechter. Für n-tv gilt Vollbrecht als "umstritten" und sagte den Vortrag kurzerhand ab. "Krankheitsbdingt" - eine glatte Lüge und eine Schande für den Wissenschaftsstandort Berlin. Es setzt sich fort, was böse enden wird. Andere Meinungen erst gar nicht anzuhören und ggf. den Diskurs zu führen, sondern sie niederzuschreien, zu blockieren, mundtot zu machen. Goebbels wäre glücklich mit diesen angehenden Juristen. Faschistenpack.


Die Humboldt-Universität Berlin - kurz HU - hat einen Vortrag einer Biologin im Rahmen der heutigen "Langen Nacht der Wissenschaften" kurzfristig abgesagt. Titel sollte eigentlich sein: "Geschlecht ist nicht gleich Geschlecht. Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt". Halten sollte den Vortrag Marie-Luise Vollbrecht, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der HU, die vor kurzem als Co-Autorin eines Gastbeitrags in der "Welt" in Erscheinung getreten war. Nachdem sich Widerstand aus Teilen der Studentenschaft geregt hatte, nahm die Universitätsleitung die Veranstaltung aus dem Programm. Zur Begründung sagte eine Sprecherin der "Bild"-Zeitung: "Die Debatte um den Vortrag droht alle anderen Angebote zu überschatten."


Der "Arbeitskreis kritischer Jurist*innen an der Humboldt Uni Berlin" hatte gegen den Programmpunkt und Vollbrecht mobil gemacht. In einem Demoaufruf für den späten Nachmittag vor dem HU-Gebäude heißt es: "Geschlossen gegen Trans*feindlichkeit - Keine Bühne für die Co-Autorin von Statements einer 'Biologischen Realität der Zweigeschlechtlichkeit" und 'woker Trans-Ideologie'". Und weiter: "An unserer Uni gibt es keinen Platz für Queerfeindlichkeit. Wir sehen uns auf der Straße!" 


Der Ärger der Studentenvereinigung speist sich aus dem "Welt"-Artikel, der vor etwa einem Monat breit diskutiert worden war. Unter dem Titel "Wie ARD und ZDF unsere Kinder indoktrinieren" warfen Vollbrecht und weitere Autoren dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, eine "bedrohliche Agenda" zu verfolgen. "Wir verlangen eine Abkehr von ideologischer Betrachtungsweise - und zwar insbesondere bei dem Trend-Thema 'trans'", schrieben sie. In zahlreichen Sendungen werden "die Tatsache geleugnet, dass es nur zwei Geschlechter gibt".

Der "Welt am Sonntag" sagte eine Hochschulsprecherin, die Polizei habe die Universität über die bevorstehende Protestaktion informiert und auch darüber, dass eine Gegendemonstration zu erwarten gewesen sein. Die PR-Chefin der HU, Birgit Mangelsdorf, sagte: "Wir bedauern sehr, dass Frau Vollbrecht den Vortrag nicht halten kann." Mit der Absage gehe keine inhaltliche Aussage einher, sie diene alleine der Sicherheit. Der Vortrag solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Vollbrecht selbst äußerte sich in der "Bild"-Zeitung, sie sagte, die Absage mache sie "traurig". "Das Einknicken vor radikalen, gewaltbereiten Aktivisten, die kein Verständnis von Biologie haben, ist verständlich, aber alarmierend." Sie nannte die geplanten Proteste, die zu der Absage führten, ein weiteres Beispiel, "mit welch radikalen Mitteln Genderideologen vorgehen".



Donnerstag, 30. Juni 2022

Deutschland ist ein zutiefst korrupter Parteienstaat...

von Thomas Heck...

Dass Deutschland ein zutiefst korrupter Parteienstaat ist, kann man nicht nur am Parlament erkennen, welches es bis heute nicht geschafft hat, die vom Bundesverfassungsgericht angemahnte Zahl der Abgeordneten auf ein normales Maß zurechtzustutzen. Zu viele gierige Mäuler sind zu stopfen und welcher Abgeordneter verlässt schon gerne das gemachte Bett auf. Bundestagsabgeordneter ist wie ein 6er im Lotto. Sowas gibt es nur einmal im Leben.

Auch am Stiftungswesen der Parteien hat sich ein Filz breitgemacht, der eher in einer Bananenrepublik zu verorten wäre, denn in einer westlichen Demokratie. Letztlich machen sich die Parteien mit den parteinahen Stiftungen die Taschen mit Ihren Steuergeldern voll. Dabei bleibt der Nutzen unklar, es sind mehr Maschinerien zur Unterbringung treuer Parteigenossen lukrativen und hochdotierten Posten und Pöstchen, diskret und unauffällig. Es fliesst sehr viel Geld teils in dunkle Kanäle.

Nun haben sich die "etablierten" Parteien aus einer Einheitsfront von SPD, CDU/CSU, Grünen, FDP und der Linkspartei wieder einmal zusammen gegen die AfD verschworen, ihrer Stiftung, der von Erika Steinbach geführten Desiderius-Erasmus-Stiftung das Wasser abzugraben. Dazu wurde mal schnell ein Gesetz geändert. Willkommen in der Demokratiesimulation.

Die AfD will staatliche Zuschüsse für die ihr nahestehende Desiderius-Erasmus Stiftung einklagen 


Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung geht leer aus. Die anderen im Bundestag vertretenen Parteien beschlossen, dass sie dieses Jahr keine staatliche Förderung erhält. Dafür haben sie eine neue Regelung geschaffen – doch die ist rechtlich umstritten. 

Ab diesem Jahr sollte die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) erstmals Steuergelder erhalten – doch daraus wird wohl nichts. Zwar hat eine Partei Anspruch auf Förderung der ihr nahestehenden Stiftung, wenn sie zweimal hintereinander mit Fraktionsstärke in den Bundestag eingezogen ist. Aber der erhoffte Geldsegen bleibt aus.

Der Grund: Kurz vor der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2022 haben die Ampel-Fraktionen mit Zustimmung von Union und Linken eine zusätzliche Regel für die politischen Stiftungen eingeführt. Das geht aus einem Vermerk des Haushaltsausschusses vom Mai hervor, der WELT vorliegt. Darin heißt es: „Zuschüsse dürfen nicht gewährt werden, wenn begründete Zweifel an der Verfassungstreue von Organen oder Beschäftigten bestehen.“

Es ist quasi ein Beschluss der anderen im Bundestag vertretenen Parteien in eigener Sache. Förderungswürdig sind demnach nur die sechs Stiftungen, hinter denen sie stehen und die große Namen wie Konrad Adenauer im Titel tragen. Aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeit für die politische Bildung wird laut dem Vermerk „angenommen“, dass sie die Zuschüsse zu verfassungskonformen Zwecken verwenden.

Die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach ist seit März 2018 Chefin der AfD-nahen Desiderius-Erasmus- Stiftung 


DES-Chefin Erika Steinbach, die früher lange der Unionsfraktion im Bundestag angehörte, sagte auf Anfrage dazu: „Der Haushaltsausschuss hat sich zum Richter über unsere Verfassungsmäßigkeit gemacht, was ihm nicht zusteht.“ Ihre Stiftung habe für 2022 einen Förderanspruch von rund sieben Millionen Euro. Der frühere Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) ist der Vorsitzende des Ausschusses.

Wie er den Ausschluss der DES erklärt?

Einen Fragenkatalog von WELT wollte er nicht beantworten. Dazu gehörte etwa die Frage: Wie bewerten Sie die Entscheidung, der DES keine Zuschüsse zu gewähren? Braun ließ über sein Büro ausrichten, der Antrag für den Ausschluss sei „Sache der Regierungsfraktionen“. Diesen hat er allerdings selbst unterstützt.

Rechtsanwalt Ulrich Vosgerau hatte für die AfD bereits im Februar einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht – wann darüber entschieden wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Es ist der dritte Anlauf von Stiftung und Partei, staatliche Fördergelder für die DES einzuklagen – die anderen beide Male waren sie an prozessualen Hürden gescheitert. Vosgerau sagte WELT, der Bund sei zur Förderung der DES verpflichtet, „weil er auch alle anderen nahestehenden Stiftungen der im Bundestag vertretenen Parteien fördert“.

Das Bundesverfassungsgericht hatte 1986 zur Verteilung staatlicher Gelder an parteinahe Stiftungen entschieden, der grundgesetzliche Gleichheitssatz gebiete es, „dass eine solche Förderung alle dauerhaften, ins Gewicht fallenden politischen Grundströmungen in der Bundesrepublik Deutschland angemessen berücksichtigt“. Für den Ausschluss der DES von der staatlichen Förderung brauche es einen sachlichen Grund, der die Ungleichbehandlung rechtfertigt, erklärt der Kölner Staatsrechtler Markus Ogorek, der selbst für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung ehrenamtlich tätig ist.

„Ein solcher würde erst vorliegen, wenn man der DES nachweisen könnte, verfassungsfeindlich zu sein“, sagt er. Dabei handele es sich aber um eine „hohe Hürde, die dezidierter und umfangreicher Tatsachendarlegungen bedarf“.

Anhaltspunkte könnten entsprechende Äußerungen von Parteifunktionären und die Einstufung der AfD durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als „Verdachtsfall“ sein. Die DES selbst wird aber nicht beobachtet. Das aktuelle Vorgehen der anderen Parteien steht Ogorek zufolge „auf tönernen Füßen und birgt die Gefahr einer gerichtlichen Niederlage einschließlich der Verpflichtung, Nachzahlungen in Millionenhöhe leisten zu müssen“.

Auch die Otto-Brenner-Stiftung der Gewerkschaft IG Metall kommt in ihrem Papier mit dem Titel „Politische Bildung von Rechtsaußen“ zu dem Ergebnis, dass die DES nach geltender Rechtslage „gute Chancen hat, eine Förderung vor Gericht durchzusetzen“.

Ganz anders beurteilt dies hingegen das vom Bundestag finanzierte Deutsche Institut für Menschenrechte. In seinem Gutachten vom Mai heißt es, die DES sei „eng verwoben“ mit Akteuren der sogenannten Neuen Rechten und verbreite auch selbst rechtsextremes Gedankengut. Eine Förderung sei daher nicht mit der Menschenwürdegarantie und den Internationalen Übereinkommen gegen rassistische Diskriminierung vereinbar.

Auch Teile der Linkspartei werden als verfassungsfeindlich eingestuft

Teile der Linkspartei werden allerdings auch als „verfassungsfeindlich“ eingestuft. Die „Kommunistische Plattform“, die „Antikapitalistische Linke“ oder das trotzkistische Netzwerk „marx21“ gehören laut Verfassungsschutz zu extremistischen Strukturen, die einen revolutionären Umsturz wollen. Nach der jetzt beschlossenen neuen Regel müssten der Rosa-Luxemburg-Stiftung deshalb die Mittel in zweistelliger Millionenhöhe gestrichen werden, verlangt die DES-Chefin Steinbach.

Insgesamt erhalten die parteinahen Stiftungen, die größtenteils eigentlich eingetragene Vereine sind, aus dem Bundeshaushalt in diesem Jahr nach Recherchen von WELT 659,2 Millionen Euro. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 2,7 Prozent. Doch in den letzten zehn Jahren sind die Zuschüsse stark gestiegen. 2013 betrug die Summe 445,9 Millionen Euro.

Ein Titel im Haushalt, mit dem sich sämtliche Ausgaben für die Stiftungen auf einen Blick erfassen ließe, fehlt bisher. Denn die Mittel, deren Verteilung sich an den Durchschnittsergebnissen der letzten vier Bundestagswahlen orientiert, fließen aus den Töpfen von vier Bundesministerien: Entwicklung (340 Millionen Euro), Inneres (160 Mio. Euro), Bildung (71,4 Mio. Euro) und Auswärtiges Amt (87,8 Mio. Euro).

Am wichtigsten sind für die Stiftungen die Mittel aus dem Bundesinnenministerium. Es zahlt „Globalzuschüsse“ pauschal für Zwecke der politischen Bildungsarbeit aus. Für die Stipendiaten der Stiftungen wiederum ist das Bildungsministerium zuständig. Zudem überweist das Entwicklungshilfeministerium Gelder etwa für Projekte, die dem Klimaschutz in Schwellenländern dienen sollen. 

Überdies fördern auch die Bundesländer und Brüssel die Stiftungen. Dank der Zuflüsse sind inzwischen riesige Apparate entstanden: Zusammen beschäftigen die sechs politischen Stiftungen mehr als 2200 Angestellte, im Ausland kommen nochmals etwa so viele „Ortskräfte“ hinzu. Dort werden rund 350 Vertretungen und Büros unterhalten. Zum Vergleich: Deutschland hat rund um den Globus 152 Botschaften.

Die opulente Ausstattung der Stiftungen ist eine Folge des Parteiengesetzes, das mehrmals verschärft wurde. Seitdem kommen die Parteien immer schwieriger an das Geld der Steuerzahler heran. Zuletzt erhielten sie rund 200 Millionen Euro staatliche Zuschüsse – also weniger als ein Drittel dessen, was den Stiftungen in diesem Jahr zufließt. Anders als bei ihnen schreibt das Parteiengesetz eine Obergrenze für die Mittel vor, auch die jährlichen Zuwächse sind strikt gedeckelt.

Der Anti-Korruptions-Verein Transparency International und der Bund der Steuerzahler fordern ein Stiftungsgesetz. „Dort müssen das Verfahren der Mittelvergabe, die Höhe und die Zuwachsraten der Mittel transparent und nachvollziehbar geregelt werden“, sagt Reiner Holznagel, der Präsident des Steuerzahlerbundes. Nötig sei eine Stoppregel bei den Zuschüssen. Der Bundesrechnungshof müsse regelmäßig Kontrollen durchführen und nicht bloß prüfen, ob die Mittel korrekt verwendet worden seien.



Rassismus in Deutschland...

von Thomas Heck...

Rassismus mitten in Deutschland. Es gibt tatsächlich Eltern, die ihre Kinder nicht mit Kindern mit anderen Hautfarben spielen lassen wollen. Was wie eine Posse aus dem 3. Reich klingt, spielt sich jetzt ab. Heute. Mitten unter uns. Es trifft weiße Kinder, die Opfer von Negern werden.

Maimouna Obot entscheidet, dass weiße Kinder nicht bei einer Spielgruppe mit schwarzen Kinder teilnehmen dürfen. Die Hautfarbe entscheidet also im Jahre 2022, welches Kind wem spielen darf. Angewandte Rassentrennung, Apartheid, mitten in Deutschland.

Man stelle sich die Aufregung vor, eine Kindergruppe würde schwarze Kinder ausschließen...



Diskussion unerwünscht. Mädel, Du lebst definitiv im falschen Land.




Nach schlimmer als dieser Alltagsrassismus sind all die woken Arschlöcher, die das auch noch richtig finden. So GEZ-Trulla Sahra Bosetti. Sie erkennt in ihrer Wokeness nicht einmal den eigenen Rassismus.


 



"Herr Forscher, ich habe Fragen!"

von Mirjam Lübke...

Hat eigentlich jemand in letzter Zeit einmal einen älteren Schweden gesehen? Außer König Carl Gustav? Vielleicht hat Schweden sein Rentenproblem längst gelöst und wir haben nur noch nichts mitbekommen. Wer weiß schon, was bei IKEA als "Köttbullar" über die Theke geht, und das Elchgulasch ist auch verdächtig günstig. Ob die Schweden dafür tatsächlich ihre Elche opfern, die immerhin einige Touristen ins Land locken? Oder tut sich hier ein Abgrund auf, den man bei den freundlichen Skandinaviern niemals erwartet hätte? Da denkt man, Inga Sandström (67) wäre lediglich in der Kerzen- und Geschirrabteilung des bekannten Möbelhauses verloren gegangen, dabei ist sie längst selbst zum Angebot der Woche geworden. Noch ein paar Köttbullar gefällig? Den Kaffee dazu gibt's gratis. 


Bevor nun Charlton Heston und Edward G. Robinson lebensgefährliche Ermittlungen bei IKEA aufnehmen müssen - immer wieder verschwinden ältere Menschen in der Abteilung für günstige Teelichter - können uns eventuell die Erfinder des hier vom Südwestfunk vorgestellten veganen Burgers eine drängende Frage beantworten: Woher - zur Hölle! - wollen die wissen, wie Menschenfleisch schmeckt? Es hat vielleicht einen Grund, warum die Kauffalle sich im Erdgeschoss befindet, dort ist es leichter, ein paar Fallgruben anzubringen. Und während die Kundschaft von einer Durchsage zu Sonderangeboten in der Bettenabteilung abgelenkt ist, verschwindet Oma unauffällig im Boden. 

Nun gut, wir schreiben das Jahr 2022, da kann es nicht ausbleiben, dass einige Anspielungen auf den gruseligsten Film aller Zeiten die Runde machen. Immerhin, die Bäume sind noch da, man kann dort, wo nicht gerade illegale Autorennen stattfinden, noch ganz gut durchatmen - nur das mit dem elektronischen Strom könnten wir in Deutschland noch hinbekommen: Dank Energiewende müssen wir uns vielleicht bald auch auf's Fahrrad schwingen, um abends die letzte Glühbirne im Haushalt zum Leuchten zu bringen. Aber auf eins ist noch Verlass: Dank flächendeckender Monokulturen ist dort, wo Soja drauf steht, auch Soja drin. Soylent Grün würde in Deutschland mit einem großen Etikett "vegan" verkauft, denn als vegan werden mittlerweile sogar Lebensmittel angepriesen, von denen uns eigentlich schon immer klar war, dass nichts Tierisches drin ist, es sei denn, im Apfel hätte sich ein Wurm angesiedelt. Aber auch Spülmittel und Hautcreme schmücken sich mit dem Gütesiegel. 

Vegan trendet, selbst der klassische Vegetarier muss sich mittlerweile wie ein Schwerverbrecher vorkommen, werden doch für sein Spiegelei und seine Appenzeller Käsetorte weiterhin Nutztiere in Fron gehalten - und sei es im Freilauf. Knast ist Knast - wir Liebhaber eines saftigen Stücks Fleisch stehen daher längst moralisch auf einer Stufe mit Josef Stalin. Unzweifelhaft gibt es auch leckeres veganes Essen, wenn es denn selbst zubereitet ist. Was allerdings in den Supermarktregalen als vegane Wurst angeboten wird, atmet häufig einen Hauch von Chemielabor, irgendwo müssen Farbe, Geschmack und Form schließlich herkommen. Und der hier angepriesene vegane Schwedenburger ist ebenfalls nicht am Baum gewachsen. Der Hinweis auf den eigentümlichen Geschmack allerdings ist natürlich ein makabrer Gag. 

"Människokött" dürfte darin nicht zu finden sein. Das ist das schwedische Wort für Menschenfleisch. Nun spreche ich kein Schwedisch, aber im Jahre 2019 machte der Handelshochschul-Professor Magnus Söderlund auf einer Gastronomiemesse von sich reden, als er empfahl, sich im Sinne der Nachhaltigkeit schon einmal mit dem Gedanken daran auseinanderzusetzen. Kannibalismus kommt bei Menschen längst nicht so häufig vor, wie es uns Film und Fernsehen weismachen wollen, es gibt allerdings Kulturen, in denen er zu den Beerdigungsritualen zählt. Gesund ist das nicht, man kann sich so allerhand Prionenerkrankungen einfangen. Es hat schon einen Grund, warum es tabu ist, die eigenen Artgenossen anzuknabbern, vor allem das Gehirn. 

Aber nachgedacht wurde darüber in der Literatur schon häufig - vor allem in postapokalyptischen Szenarien. Was würde man tun, um zu überleben? Auch in China soll es während Maos Landwirtschaftsexperimenten zu Kannibalismus gekommen sein - allerdings aus Verzweiflung über den Hunger. Den gibt es aber auch in anderen Teilen der Welt - dort wird dann auch einmal blutig um Ressourcen gekämpft - aber die Besitzer nicht gegessen. Die Hemmschwelle variiert in den einzelnen Kulturen, oft auch aus religiösen Gründen. 

Dass aber ausgerechnet im pazifistischen Schweden darüber nachgedacht wird, ist schon ein kleiner Schock. "Möchtest du noch ein Stückchen von dem Mädel aus 'Swedens next Topmodel', Ingmar? Schön mager und kalorienarm!" Und ein paar Salzkartoffeln dazu. Ich weiß nicht, ob ich mich zukünftig noch einmal zu IKEA traue, immerhin bin ich nicht mehr die Jüngste. Sonst lande ich noch als Bauchfleisch in der Kantine - getarnt als Elchschinken für 4,99 €. Inklusive Nachtisch. Hütet euch vor der Teelichtabteilung!


Moralsuperheld Deutschland!

von Mirjam Lübke...

"Erst kommt das Fressen, dann die Moral", heißt es bei Brecht. In Deutschland ist es bisweilen umgekehrt - das mag zwar sehr moralisch sein, aber nicht immer klug und auch nicht ethisch. Ein paar schlaue Zeitgenossen schaffen es sogar, Moral und Fressen sehr gut miteinander zu verbinden: Die Moral wird dem Volk verkündet - man selbst profitiert recht auskömmlich davon. In barer Münze oder auch durch Machtzuwachs. Aktuellstes Beispiel ist natürlich der Krieg in der Ukraine: Während etwa die New York Times schon vor Wochen die Frage gestellt hat, ob sich die USA nach Corona auch noch ein teures militärisches Abenteuer leisten kann, schreit Deutschland: "Natürlich können wir! Wir müssen sogar, denn nur unser Land hat aus seiner Vergangenheit gelernt und ist verpflichtet, die Fackel der moralischen Überlegenheit in die Welt zu tragen! Da duschen wir doch lieber kalt und verzichten auf den Sonntagsbraten! Blüht in der kalten Wohnung auch der Schimmel, dafür komm' ich in den Himmel!"



Vor ein paar Jahren sorgte ein für viel Geld erstelltes "Framing-Handbuch" des ZDF für Furore, in welchem eine Kommunikationsexpertin dem Sender Ratschläge erteilte, wie man dem Zuschauer weiterhin Gebühren abringen kann. Nun hätten die öffentlich-rechtlichen Sender damit argumentieren können, dass Geld nun einmal nötig sei, um ein vernünftiges Programm zu erstellen - was auch immer darunter zu verstehen ist, denn auch hier regiert inzwischen die politisch korrekte Moral. Und deshalb sollte an den Gemeinsinn appelliert werden: Man zahlt nicht etwa, um selbst etwas geboten zu bekommen, das wäre schließlich furchtbar egoistisch. Vielmehr ermöglicht man es seinen Mitmenschen, das "großartige" Programm zu sehen. Ist das nicht nett? Jeder zahlt für den anderen, das ist so wahnsinnig sozial! 

Das Appellieren an den Gemeinsinn - oder das, was wir dafür halten sollen - führt eigentlich immer zum erwünschten Ergebnis, denn damit wird uns suggeriert, Schwächeren zu helfen und somit etwas Gutes zu tun. So funktionierte schon der Ablasshandel ganz prächtig - aber wie bei diesem auch ist es äußerst fraglich, wem hier wirklich geholfen wird. Die Corona-Maßnahmen sollten vorgeblich die Schwachen schützen - diese wurden aber einfach isoliert, wie die tausenden Senioren in den Pflegeheimen. Profitiert hat die Bundesregierung mit einigem Machtzuwachs. In der Flüchtlingskrise lief es ähnlich: Zwar ist das, was an Asylbewerber ausgezahlt wird, noch immer genug, um Deutschland zum Honigtopf unter den europäischen Ländern zu machen, aber vor allem profitierten sogenannte Sozialdienstleister von der Einwanderung. Bei den Heerscharen von Sozialarbeitern, die eingesetzt wurden, müssten wir die am besten integrierten Migranten der Welt in Deutschland haben - ein Blick in Berliner Freibäder oder in manches Stadtviertel im Ruhrgebiet zeigt, dass offenbar alle Bemühungen für die Katz waren. Und man kann noch nicht einmal - wie bei anderen Dienstleistern - sein Geld wegen nicht erbrachter Leistung zurückverlangen. 

Noch nicht einmal das Bewusstsein für die deutsche Vergangenheit, welche die Triebfeder hinter all dem sein soll, konnte den Migranten aus dem arabischen Kulturkreis vermittelt werden - denn der grassierende Antisemitismus verringert sich kein bisschen. Vielleicht auch deshalb, weil bei den großen Bewältigern "der Flüchtling" längst an die Stelle der damals verfolgten Juden getreten ist. Denn auch hier verfolgen die Moralprediger nur ihre eigenen Ziele - christliche Flüchtlinge aus der Region oder auch asiatische Migranten finden sie längst nicht so spannend. 

Die Begeisterung für die "Bewältigung" des Nationalsozialismus und die damit einhergehende Moral wird von vielen zurecht als lähmend empfunden, weil sie in alle wichtigen Lebensbereiche eingreift, wie unser Verhältnis zu Krieg und Migration. Der Vorwurf lautet, erst würde Deutschland allen anderen helfen, dann eventuell sich selbst. Und tatsächlich wird das Thema auch von außen gern angetriggert. Gern von Potentaten wie Erdogan, die es selbst mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen. Aber vieles ist auch hausgemacht: Vor allem Linke, Grüne und ihnen Artverwandte haben sich hier bequem eingerichtet. Auch ohne geheimnisvolle Organisationen im Hintergrund. Das beweist sich auch wieder im Ukraine-Krieg. Spätestens dabei ist die Frage, wie viel Moral wir uns leisten können.


Mittwoch, 29. Juni 2022

"Immer dem Schwarm folgen, haben sie gesagt!"

von Mirjam Lübke...

Ah, so ist das also. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender uns abweichende Meinungen vorenthalten, dann selbstverständlich nur zu unserem Schutz. Denn: Wenn ganz viele Wissenschaftler einer Meinung sind, etwa über die Notwendigkeit des Maskentragens, die Ursachen des Klimawandels oder die Nichtexistenz zweier biologischer Geschlechter, muss das notwendigerweise richtig sein. Schließlich sind das ganz furchtbar kluge Menschen, die keineswegs der Versuchung erliegen könnten, sich aus unnötiger Sorge um ihre Karriere oder den Erhalt von Forschungsgeldern einfach zur Sicherheit dem Schwarm anzuschließen. Es ist daher vollkommen unnötig, die Öffentlichkeit mit anderen Positionen zu irritieren. Denn diese ist bekanntlich anfällig für Fake News aller Art, weshalb alles von der alleinseligmachenden Auffassung gänzlich von ihr ferngehalten werden muss. Selbst wenn man erwähnt, dass es sich um Minderheitenmeinungen handelt, ist die Veröffentlichung noch zu riskant: Der Zuschauer könnte unrechtmäßig Gefallen daran finden. Vielleicht hat der Dissident recht?



Damit diese Methode nicht offensichtlich als das auffällt, was sie ist - nämlich verdammt dreist - muss ihr natürlich ein wissenschaftlicher Anstrich verliehen werden. Noch dreister ist es allerdings, dass wir allesamt für ein bisschen doof erklärt werden. Auch wenn man uns erklärt, was die Meinung der Mehrheit ist und was die der Minderheit, so kapieren wir es einfach nicht. Seltsam, wenn eine Theorie gerade trendet, wie etwa die "Genderwissenschaften", dann nimmt man es mit den Mehrheitsverhältnissen nicht so genau - da kommt zu Wort, wer am lautesten schreit. Da haben wir sie, die angeprangerte "false balance", angewandt von jenen, die uns unter Berufung auf jene gerade Informationen vorenthalten haben.

Man könnte nun eine ganze Reihe von Minderheitenmeinungen aufführen, die sich letztlich als richtig erwiesen haben. Zum Beispiel die Galileis oder Semmelweis - dann werden unsere Freunde von "Quarks" uns darauf hinweisen, dass dies ganz andere Zeiten waren, als die Menschen noch einer restriktiven Religion anhingen, an Hexen glaubten und generell im Aberglauben verfangen waren. Heute hingegen sind wir aufgeklärt und so etwas kann nicht mehr passieren. Wirklich nicht? Anstatt das zu glauben, was ein Pfarrer von der Kanzel erzählt, entnehmen die Bürger - vor allem in Deutschland - die "Wahrheit" den Medien. Man braucht nur eine "Autorität", welche die Botschaft mit der notwendigen Ernsthaftigkeit verkündet. Leider funktioniert das bei alternativen Medien teilweise genauso gut, wahrscheinlich, weil diejenigen, welche bemerken, dass etwas nicht stimmt, froh sind, überhaupt einmal eine andere Meinung zu hören. Nicht jeder von uns hat Zeit und Gelegenheit, jeden Sachverhalt umfänglich selbst zu recherchieren. 

Um sich einen echten Überblick der Corona-Lage zu verschaffen, vor allem, was die Impfnebenwirkungen, aber auch die Bettenbelegung in den Krankenhäusern anging, musste man sich durch eine Menge Zahlen wühlen. Aber auch diese Zahlen mussten erst einmal gefunden werden - von vielen Datenbanken hatte ich persönlich noch nie im Leben etwas gehört. Die CDC sagten mir immerhin aus allerlei Katastrophenfilmen etwas - auch wenn dort ebenfalls fleißig für die Impfung geworben wurde, konnten Laien wenigstens relativ leicht auf die gesammelten Daten zu Impfnebenwirkungen zugreifen. Wenn Quarks doch so viel an der Wahrheit liegt, warum haben deren Rechercheure uns diese Sucharbeit nicht abgenommen? 

Wenn man selbst Teil des Schwarms ist, merkt man eben irgendwann nicht mehr, wenn dieser beständig in die falsche Richtung schwimmt - oder man hat sich einfach bequem darin eingerichtet. Im besten Fall nennt man das Betriebsblindheit: Jemand ist so festgefahren in seinen Arbeitsroutinen, dass ihm jeder Verbesserungsvorschlag von außen überflüssig oder gar unverschämt erscheint. In unseren Medien ist man aber schon über dieses Stadium hinaus, es handelt sich um reinen Opportunismus. Der Medienschwarm kann - wenn sich die Strömung ändert - durchaus die Richtung ändern und vorgeben, nie anders geschwommen zu sein. Plötzlich sind Impfnebenwirkungen ein relativ offen besprochenes Thema. Dahinter steckt aber keine Erkenntnis, selbst bislang Fake-News verbreitet zu haben, sondern lediglich der Instinkt dafür, was die eigenen Konsumenten gerade lesen möchten, nachdem es sich schon in den sozialen Medien weit verbreitet hat. Wenn man etwas nicht mehr unter dem Deckel halten kann, muss man eben mitspielen - auch wenn man vor ein paar Tagen noch von "Verschwörungstheorien" gesprochen hat.

Jetzt, im Ukraine-Krieg, ist die Manipulation fast noch schlimmer geworden, bei vielen Meldungen passt einiges einfach nicht recht zusammen. Und als Zuschauer haben wir keine Möglichkeit, es selbst zu prüfen: War das von russischen Raketen getroffene Einkaufszentrum tatsächlich zu diesem Zeitpunkt von "hunderten Menschen" besucht? Aber warum sieht dann der Parkplatz so leer aus? Andere Stimmen sagen, es sei schon seit Monaten geschlossen gewesen - wie kann man uns dann Interviews mit Personen präsentieren, die gerade dort gearbeitet haben sollen? 

Auch wenn dies Putins Angriff nicht legitimiert - wir wissen nicht, inwieweit die russische Armee überprüft hat, ob sich noch jemand dort aufhielt oder es ihr schlicht egal war - so richtet sich die Propaganda auch an uns als Zuschauer: "Seht her, wir müssen solidarisch sein und Inflation und steigende Energiepreise in Kauf nehmen - es ist für die gute Sache!" Da darf man die Wahrheit schon einmal ein bisschen verbiegen - das ist über unsere Köpfe hinweg entschieden worden. 

Man hält uns offenbar für komplett verblödet, für kleine Kinder, die man beim Informationserwerb bei der Hand nehmen muss. Doch leider hat die Corona-Hysterie gezeigt, dass die Medienmacher nicht ganz unrecht mit ihrer Einschätzung haben: Viel zu viele Bürger haben sich in Angst und Schrecken versetzen lassen, obwohl ihre Alltagsbeobachtungen der Angstmache hätten entgegenwirken müssen. Oder sie kippen ins genaue Gegenteil und glauben dubiosen Quellen alles. Dabei ist die Realität - so man sie noch einigermaßen ausmachen kann - schon verwirrend genug. Man muss mittlerweile ein kleiner Detektiv sein, um ihr auf die Spur zu kommen.


Im bunten Gleichschritt!

von Mirjam Lübke...

Nanu, was ist da in London los? Landet gleich der queere CSD-Imperator mit seiner Fähre und wird von Regenbogen-Sturmtruppen begrüßt? Das Fahnen-Arrangement sieht schon recht stramm aus, man stelle sich die gleiche Beflaggung in schwarz-rot-gold vor, in Berlin - gewisse politische Kreise würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und das vierte Reich heraufdämmern sehen. Dass es die Nazis eher mit anderen Farben hatten, ist dabei egal. Und vielleicht sehen es die britischen Veranstalter auch mit ihren Fahnen nicht so eng, denn außerhalb der neurotischen Zone namens Deutschland hat man bekanntlich ein entspanntes Verhältnis zur Landesflagge. 



Das ändert allerdings nichts daran, dass die queere Bewegung immer vereinnahmender wird - und das ist noch freundlich ausgedrückt. Auch viele Schwule und Lesben fühlen sich dort nicht mehr zuhause, schließlich zweifeln sie nicht automatisch an ihrer Geschlechtszugehörigkeit oder generell an biologischen Gegebenheiten. Lesbische Frauen gelten mittlerweile als "transphob" wenn sie keine Beziehung mit einem Mann eingehen wollen, der sich lediglich zur Frau erklärt hat - ist das zu fassen? Bei manchem, was von der Szene gefordert wird, könnte man mittlerweile auf die Idee kommen, hier seien ein paar raffinierte Machos am Werk, welche die Übertoleranz der Gesellschaft schamlos ausnutzen: Einen Blick in die Damensauna werfen, lesbische Frauen vernaschen oder endlich einmal eine Chance beim Leistungssport haben - das Aufziehen einer Langhaarperücke macht's möglich. Was früher als frauenfeindlich und unanständig gegolten hätte, kann nun mit ein bisschen moralischer Erpressung mühelos erlangt werden. Das ist etwas, was ich damals auch bei der "Femen"-Bewegung höchst verdächtig fand. Heute noch für ein schickes Auto mit einer schicken, nackten Frau Werbung zu machen, würde einen Aufschrei auslösen - für eine links-grüne politische Botschaft ist es okay. Fein ausgedacht. 

Die Widersprüche, gerade was Frauenrechte angeht, springen einem förmlich ins Gesicht, trotzdem zwingt man uns, sie geflissentlich zu übersehen, um nicht "intolerant" zu sein. In den USA demonstrieren gerade viele Frauen für ihr Recht auf Abtreibung - mit der Begründung, sie seien keine Brutkästen. Ich sympathisiere gewiss nicht mit der Idee einer vollkommenen Legalisierung von Abtreibung - manche Frauen machen es sich einfach zu leicht damit, als ginge es darum "Unfallfolgen" zu beseitigen und nicht ein ungeborenes Leben - aber an der Reduktion der Frau auf ihre Gebärfähigkeit ist etwas dran. Hier wird sie gerade von den sogenannten "Progressiven" durchgeführt, für die biologische Frauen nur noch "Menschen mit Gebärmutter" oder "Menstruierende" sind. Auch hier fehlt der Protest der Feministinnen gänzlich - man ist so auf das Thema Abtreibung fixiert, dass sonstige Frauenfragen zweitrangig geworden sind, als würden alle unsere Probleme durch die Legalisierung gelöst. Da würde ich mich doch lieber erst einmal gegen andere Dinge wehren. Zum Beispiel gegen den Verlust unserer Selbstbestimmung durch queere Ideologen, die uns vorschreiben wollen, wen wir in unsere Freiräume lassen sollen. 

Schaut man genauer hin, mischt sich die queere Bewegung mehr in unser Intimstes ein, als sogenannte "Reaktionäre". Für die wenigsten Deutschen ist Homosexualität ein Problem und ich persönlich habe auch nichts gegen eine Gay-Pride-Parade. Mein Problem fängt da an, wo jeder Fetisch an die Öffentlichkeit gezerrt wird und die queere Bewegung Grenzen überschreitet, um etwa Pädophilie als legitime Form von Sexualität zu etablieren. Der Satz "Was Erwachsene unter der Bettdecke machen, ist mir egal" konnte einem bis vor kurzem das Genick brechen, da mit ihm angeblich impliziert wurde, alle Homosexuellen seien pädophil - ein Vorurteil, das tatsächlich existierte - und nun ist es die queere Bewegung, die sexuelle Beziehungen zu Kindern legalisieren will. Dies alles zusammengefasst, sind die queeren Ideologen ein frauenfeindlicher, homophober und kinderverachtender Verein - obwohl sie das Gegenteil behaupten. 

Was aber geschieht, wenn zwei Lieblingsideologien der Neuzeit aneinandergeraten? In Oslo verübte ein Islamist kürzlich ein Attentat auf eine Schwulenbar - nicht auf einen queeren Szenetreff, wie oft behauptet - und stürzte damit die Unterstützerblase in einen schweren Konflikt. Nicht etwa, weil Menschen zu Schaden gekommen waren, sondern weil man den Feind doch gern im rechten Lager verorten möchte. Dort ist man zugegebenermaßen nicht gerade begeistert von der queeren Bewegung, der Protest erfolgt allerdings verbal. Gewalt geht zuverlässig von Islamisten aus bzw. ist sogar Teil des Rechtswesens vieler muslimischer Länder. Es hat schon seine Gründe, warum große Konzerne ihre Logos im Westen gratismutig in die Regenbogenfarben kleiden, in muslimischen Ländern aber nicht. Dort wäre man die meisten Kunden los. 

Im Grunde weiß die Allgemeinheit darüber auch ganz gut Bescheid - aber keiner macht den Mund auf. Und so bemüht man sich derzeit eifrig, aus dem Islamisten einen Rechten zu machen. Allerdings dürfen wir davon ausgehen, dass es bei dieser propagandistischen Zuschreibung bleibt, auch in Deutschland. Denn Gruppen wie die "Grauen Wölfe" sind zwar beliebt, um die Kriminalitätsstatistik zugunsten der Linksextremisten zu verschieben - mit aller Konsequenz bekämpft werden sie allerdings nicht. Das muss man sich schon leisten können: Den Hauptgegner aus ideologischen Gründen aus der Schusslinie zu nehmen, nur um das eigene Weltbild nicht zu zerstören. Das hat offenbar einen höheren Stellenwert als das Leben und die Gesundheit der eigenen Anhängerschaft - wie es in totalitären Systemen üblich ist. So lange die Gefolgschaft nicht selbst aufwacht, wächst sie mühelos weiter nach und bringt ihr Opfer. 

Obwohl ein Großteil der Bevölkerung durch dieses merkwürdige, widersprüchliche System längst nicht mehr durchblickt und zwischen Spott und Befremdung schwankt, ist es weiterhin der Liebling der Medien. Genau wie der Multikulturalismus und der Klimawahn. Und das, obwohl sich mittlerweile schon Akteure aus den eigenen Reihen dagegen wehren, wie Judith Sevinc Basad. Sie wurde erst deshalb von der Bild-Zeitung hofiert, dann plötzlich ausgebremst, als sie kritisch über die Szene berichten wollte. Denn es gibt nur noch ein Dafür oder Dagegen, keine Zwischentöne mehr. Und irgendwann muss man sich dann entscheiden: Will man seinen Job behalten, oder in Gefahr laufen, als "rechts" zu gelten? Sevinc Basad hat von selbst gekündigt - eine mutige Entscheidung. Und da die "rechte Ecke" mittlerweile längst vollgestopft ist mit Menschen aller politischen Couleur, sollte das Drohmittel langsam seine Wirksamkeit verlieren.