Samstag, 21. März 2026

Türkische Gemeinde fordert Denkmal für Gastarbeiter: Muntere Geschichtsklitterung im Zeichen der Unterwerfung

von Theo-Paul Löwengrub

Berlins Regierender Bürgermeister Wegner (M.) nahm sich offenbar extra vom Tennis frei, um am TGB-Fastenbrechen teilnehmen zu können



Die Türkische Gemeinde zu Berlin e.V. (TGB), die als größte Dachorganisation türkischer Vereine in Berlin 73 Mitgliedsvereinen und rund 100.000 Türken in der Hauptstadt repräsentiert, ließ am Mittwochabend – sechs Monate vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus – die Spitzenkandidaten der Systemparteien zum gemeinschaftlichen Fastenbrechen antanzen (darunter war natürlich auch der Freizeit-Tenniscrack und nebenher Regierende CDU-Bürgermeister Kai “Strom- und Totalausfall” Wegner). Nach fröhlichen Unterwerfungsgesten und Gebet unterschrieben die Politiker unter der Aufsicht der Gastgeber allesamt brav einen “Kodex für politische Verantwortung und Stadtfrieden”. Vordergründig geht es darin um die Verpflichtung zu einem “fairen Wahlkampf”, tatsächlich aber handelt es sich um eine politische Botschaft der demographisch künftigen neuen Herren im Land: Sie verpflichtet die Parteien, “den gesellschaftlichen Zusammenhalt” zu wahren und “konsequent auf das Schüren von Ängsten oder Vorurteilen” im Wahlkampf zu verzichten. Heißt im Klartext: Wie auch schon bei den Kommunalwahlen in NRW vergangenes Jahr etwa in Köln, sollen die heiklen Thema Migration und Islam vor der Wahl am besten ganz ausgeblendet werden, um bloß keine “antimuslimischen”, “diskriminierenden” oder “rassistischen Stereotypen” zu bedienen und den Elefant im Raum unsichtbar zu belassen.

TKB-Generalsekretär Suat Özkan ging jedoch noch weiter und erhob zusätzliche Forderungen gegenüber den anwesenden Kandidaten: Darunter etwa das Wahlrecht für Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die schon lange in der Stadt leben – vor allem aber die Errichtung eines Denkmals für die “Menschen, die als Gastarbeiter ab 1961 nach Deutschland kamen”. Vor allem dafür gab’s natürlich von allen Parteispitzen – auch von Wegner – unkritischen Applaus. Die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, setzte noch einen drauf und forderte zur Verzückung der TGB-Vertreter gleich auch noch ein “Dokumentationszentrum für die Geschichte der Gastarbeiter”. Eralp hat zufällig selbst türkische Wurzeln.

Gastarbeiter-Märchen aus Tausendundeine Nacht

Natürlich geht es dem völkisch-nationalistischen Türkenverein bei diesem “Denkmal für Gastarbeiter” vor allem oder sogar ausschließlich um die türkischen Gastarbeiter – was aus der genannten Jahreszahl ersichtlich wird: Am 30. Oktober 1961 nämlich wurde das Gastarbeiterabkommen zwischen Deutschland und der Türkei geschlossen und damit zu einem Zeitpunkt, als griechische, italienische und andere Gastarbeiter schon seit über sechs Jahren in Deutschland lebten und arbeiteten. Vor allem aber datiert dieses Abkommen lange nach dem “Wirtschaftswunders”, das in den Jahren 1955 und 1956 seinen Zenit erreichte und Anfang der 1960er Jahre längst vollendet war. Diese Tatsache steht im krassen Gegensatz zu dem seit mehreren Jahren von türkischer und interessierter antideutscher Seite zunehmend verbreiteten Mythos, türkische Gastarbeiter hätten am Wirtschaftswunder nicht nur teilgehabt, sondern dieses maßgeblich mitbewirkt oder sogar “Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut”.

Die Fakten sprechen wie so eine ganz andere Sprache als das, was sich linke Feuilletonisten und Funktionsmigranten so zusammenspinnen – doch in einer bildungsfernen, ideologischen und faktenresistenten Verblödungsgesellschaft fällt dies anscheinend weder Leitartiklern, Foristen, politischen Spitzenkandidaten, dem Bundeskanzler noch dem deutschen Bundespräsidenten auf. Deshalb sei an dieser Stelle zum wiederholten Mal zusammengefasst, was damals wirklich passiert war: Generell kamen die damaligen Anwerbeabkommen vor allem aufgrund der Initiative der Entsendeländer und des massiven Drucks der USA zustande – und nicht auf deutsches Betreiben hin. Speziell das erst spät geschlossene Abkommen mit der Türkei ironischerweise erfolgte sogar gegen den erklärten Willen Deutschlands, ohne konkreten wirtschaftlichen Bedarf an diesen Arbeitskräften und ausschließlich auf gemeinsamen Druck der USA und der Türkei hin. Der Hintergrund: Indem arbeits- und perspektivlose Personen vor allem aus unterentwickelten Regionen der Türkei ermutigt wurden, ins Ausland zu gehen, wollte sich die Regierung in Ankaa innenpolitisch stabilisieren und so der NATO als Bündnispartner erhalten bleiben. Folgerichtig wurde das entsprechende Abkommen denn auch als einziges nicht vom deutschen Arbeits-, sondern vom Außenministerium abgeschlossen. Der Plan für die Türkei ging auf: Auf einen Platz als Gastarbeiter bewarben sich damals in den rückständigen Provinzen am Schwarzen Meer und im Südosten des Landes viermal so viele Türken, wie dann schließlich kommen durften. Ein deutscher Arbeitsvertrag galt als eine Art Lottogewinn.

Druck der USA

Necla Kelek gab dazu bereits 2011 in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” unter dem Titel “Die Kunst des Missverstehens” erhellende Einblicke: “Bis 1973 wurde so der türkische Arbeitsmarkt, im Laufe von zwölf Jahren, von 857.000 Erwerbsuchenden entlastet. Das Anwerbeabkommen war das Ventil, das die sozial und politisch unter Druck stehende Türkei entlastete. Die Gastarbeiter, die in der Türkei bald ‚Almancis‘, Deutschländer, genannt wurden, schickten monatlich einen Teil ihres Lohns aus dem kalten Norden nach Hause. Das war für Anatolien und jede Familie ökonomisch ein Segen. Geschätzt lebten um 1970 bis zu zehn Prozent der dreißig Millionen Menschen in der Türkei teilweise oder ganz von Überweisungen aus Deutschland – die Geburtenrate lag damals in der Westtürkei bei etwa 4,7 Kindern pro Frau und im Osten des Landes bei 7,4 Kindern. Vom damals in Deutschland ersparten Lohn – er war im Durchschnitt viermal so hoch wie in der Türkei – und dem Kindergeld konnte eine ganze Familie leben.”

Die Türkei hatte vor dem Abkommen ihre Zustimmung zur Stationierung von US-Atomraketen nahe der Millionenstadt Izmir bereits erteilt, knüpfte diese jedoch an Bedingungen oder zumindest Erwartungen – und dies war ihr Druckmittel: Im ­Dezember 1960 überreichte ein türkischer Diplomat im Auswärtigen Amt in Bonn ein Schreiben mit der Bitte, auch mit der ­Türkei – wie mit Italien, Griechenland und Spanien – alsbald ein Abkommen über die Anwerbung von Arbeitskräften zu schließen. Eine Ablehnung, sagte er, ­würde seine Regierung als ­“Zurücksetzung” des NATO-Mitgliedes Türkei interpretieren; ein dezenter Hinweis, der vor allem die USA alarmierte, die dann entsprechend Druck auf Bonn ausübten. Mit Erfolg: Das Abkommen wurde daraufhin finalisiert.

Türkische Gastarbeiter waren “in keiner Weise notwendig”

Dabei hatte Anton Sabel (CDU), der damalige Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung (der Vorläuferin der heutigen Bundesgentur für Arbeit), noch am 26. September 1960 unmissverständlich zu Protokoll gegeben: “Arbeitsmarktpolitisch ist eine Vereinbarung mit der Türkei in keiner Weise notwendig.” Allerdings, schränkte Sabel ein, könne er “nicht beurteilen, wie weit sich die Bundesrepublik einem etwaigen solchem Vorschlag der türkischen Regierung verschließen kann, da die Türkei ihre Aufnahme in die EWG beantragt hat und als NATO-Partner eine nicht unbedeutende politische Stellung einnimmt.” Man wusste also, woher der Wind wehte und worum es eigentlich ging. Die zeitgenössischen Dokumente und Kommentare bezeugen das genaue Gegenteil der heute gerne behaupteten volkswirtschaftlichen Notwendigkeit türkischer Arbeitsmigration, von deren Schlüsselbedeutung für den wirtschaftlichen Aufstieg der Bundesrepublik ganz zu schweigen (zur besseren Einordnung sei hier ein Blick auf die konkreten Zahlen empfohlen).

Selbst wenn man die Geschichte der Bundesrepublik und die Entwicklung ihrer Wirtschaft gar nicht kennt, braucht es nur wenige Klicks, um im Netz auf die Bundestagsdrucksache IV/859 vom 21. Dezember 1962 zu stoßen, die die Überschrift: „Ausländische Arbeitskräfte in der Bundesrepublik“ trägt: Diesem Dokument ist zu entnehmen, dass die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer in Westdeutschland insgesamt von 0,4 Prozent im Jahr 1954 auf 3,1 Prozent zum 30. Juni 1962 zugenommen hatte. Während dieser Hochphase des Nachkriegsbooms der Adenauer-Jahre, die von jährlichen BIP-Zuwachsraten zwischen fünf und elf Prozent geprägt war (einschließlich dem später mystifizierten “Wirtschaftswunder”), stammten also 96,9 bis 99,6 Prozent aller Beschäftigten aus Deutschland – als indigene Einheimische. Unter allen übrigen waren zum Stichtag Mitte 1962 exakt 265.978 Gastarbeiter aus Italien (dem Land, mit dem Deutschland 1955 das erste „Anwerbeabkommen“ geschlossen hatte), weitere 87.327 aus Spanien, 69.146 aus Griechenland, 47.427 aus Österreich – und gerade einmal 15.318 aus der Türkei, die erst in den letzten sechs Monaten dieses Betrachtungszeitraums kamen.

Nationaltürkische und neo-osmanische Ideen

Doch schon ein Jahrzehnt später schlagzeilte der “Spiegel” in heller Aufregung in seiner Ausgabe 31/1973: “Ghettos in Deutschland – eine Million Türken!” und beschrieb unter der Überschrift “Die Türken kommen, rette sich wer kann!”, wie groß damals der Andrang weiterer Türken in der Heimat auf einen Arbeitsplatz in Deutschland war (heute wäre diese Schlagzeile übrigens “gesichert rechtsextrem” und “rassistisch”). Wörtlich schrieb das damalige Nachrichtenmagazin weiter: “Fast eine Million Türken leben in der Bundesrepublik, 1,2 Millionen warten zu Hause auf die Einreise. Der Andrang vom Bosporus verschärft eine Krise, die in den von Ausländern überlaufenen Ballungszentren schon Lange schwelt. … Gleichwohl erhellt der Türken-Andrang die Misere in bisher nie dagewesener Schärfe. Kein anderes Herkunftsland hat so viele Analphabeten (Uno-Schätzung: 54 Prozent). Für keine ethnische Gruppe ist die Kluft zwischen urtümlichen Lebensbedingungen zu Hause und entwickelter Industrie-Gesellschaft so tief wie für die Frauen und Männer Kleinasiens.” Diese zeitgenössischen Einschätzungen bezeugen ebenfalls das genaue Gegenteil der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit türkischer Arbeitsmigration; von irgendeiner Schlüsselbedeutung für den wirtschaftlichen Aufstieg der Bundesrepublik ganz zu schweigen.

Natürlich hat sich seitdem einiges geändert – aber eben nicht alles. Eine Studie des dänischen Finanzministeriums ergab 2018, dass die einzige Bevölkerungsgruppe, die in sämtlichen Altersgruppen durchgehend mehr vom Staat erhält, als sie selbst beiträgt, die der Migranten aus islamischen Ländern ist – darunter vor allem jener aus der Türkei. In Deutschland dürfte es nicht anders aussehen; gewiss, Millionen türkischstämmige Menschen sind in Deutschland fraglos gut integriert – aber etliche sind eben nicht, vor allen aus der zweiten und dritten hier geborenen Generation jüngerer Deutschtürken, von denen sich viele im Zweifel eher der alten Heimat (die sie kaum persönlich kennen) verbunden fühlen als dem Land, dessen Pass sie mit sich führen, während sie sich zugleich als “im Herzen Türken” bezeichnen. Das größte Problem jedoch ist die Demographie: Aus den 15.000 Türken von 1962 sind heute 1,5 Millionen geworden – wohlgemerkt rein türkische Staatsbürger in Deutschland –, plus noch einmal so viele Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund. Und natürlich nicht alle, aber (zu) viele von ihnen hängen nationaltürkischen oder gar neo-osmanischen Ideen an und verehren das Erdogan-Regime. Und: Sie werden zunehmend religiöser, ganz im Gegensatz zu ihren aus einer säkularisierten Atatürk-Türkei nach Deutschland eingewanderten Vorvätern, für die der Islam nur eine untergeordnete Rolle spielte.

Kein Problem mit der besseren Hälfte

Die Folge dieser Entwicklung sind nicht nur eine zunehmende Verdrängung der deutschen indigenen Kultur durch Sprache, Glaube und Fremdtraditionen in und Alltag und Stadtbild, von Kopftuch bis Döner, einschließlich der die trotzig von deutschen Politikern erwarteten (und eilfertig erwiderten) Unterwerfungsgesten wie jetzt bei der TGB – sondern eben auch die zunehmende Geschichtsklitterung durch Gastarbeiter-Märchen und unter Verklärung der wahren Hintergründe dieser Entwicklung, die längst nichts mehr mit Vielfalt und Bereicherung, aber viel mit einer schleichenden Landnahme zu tun hat. Dass man den Deutschen ihre eigene Geschichte ausredet und sie infolge Identitäts- und Bildungsverlustes im eigenen Land marginalisiert, ist schlimm genug, doch nun werden sie auch noch nachträglich um ihre Leistungen betrogen.

In diesem Zusammenhang lohnt es, auf die Einschätzung Helmut Kohls zu erinnern, der vor seiner Kanzlerschaft als Oppositionsführer moniert hatte, die Türken seien “nicht integrationsfähig und auch im Übrigen nicht integrationswillig”. Folglich wollte Kohl als Konsequenz nach seinem Amtsantritt 1982 pauschal “jeden zweiten Türken remigrieren”. Jeder zweite ist wohlgemerkt nicht jeder – und die bessere Hälfte der Türken war auch damals schon ein Teil von Deutschland wie auch heute und mit ihnen hat auch niemand ein Problem. Die aber, die zunehmend im öffentlichen Raum nur noch Türkisch sprechen, die bei Politikerbesuchen und Fußballspielen nur den Halbmond hissen, die sich demonstrativ als Türken, nicht Deutsche fühlen, die Graue Wölfe bejubeln, die Scharia verherrlichen und gegen Kurden und Armenier hetzen, braucht hier kein Mensch – so wenig wie alternative Fakten über die Gastarbeiter. Die AfD als einzige beim Migrationsthema ehrliche politische Kraft wäre gut beraten, durch ständige Thematisierung und Nennung der eindeutigen Fakten dem immer offensiver vorgetragenen Mythos des angeblichen Wiederaufbaus – und damit der Lüge eines in Wahrheit von Türken geschaffenen deutschen Wohlstands – entgegenzutreten. Gerade angesichts des immer peinlicheren altparteienübergreifenden Kotaus deutscher Politiker vor Islamverbänden und fremden Lobbyorganisationen (wie aktuell dem TBG) ist dies eine Frage der nationalen Selbstbehauptung – und der eigenen Ehrenrettung.


Staatsanwalt Yashar G. arbeitete als Maulwurf für Drogenbanden: Gezielte Unterwanderung der deutschen Justiz durch eingewanderte Clan- und Parallelstrukturen?

von Jochen Sommer


Ein gestern gefälltes aufsehenerregendes Urteil des Landgerichts Hannover wirft erneut die Frage auf, ob die deutsche Justiz inzwischen nicht nur längst ihre politische Unabhängigkeit, sondern auch ihre rechtsstaatliche Zuverlässigkeit eingebüßt hat – als Folge einer möglichen gezielten Unterwanderung der Justiz durch kriminelle Banden und Clans: Der Fall des Staatsanwalts Yashar G., der wegen Bestechlichkeit und Verletzung des Dienstgeheimnisses zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt wurde, reiht sich ein in eine zunehmende Serie solcher und ähnlicher Vorfälle, in denen Justiz- und Sicherheitsbeamte als Komplizen und eingeschleuste U-Boote für nicht selten migrantische Organisationen tätig waren (siehe etwa hier und hier); eine Entwicklung, die mit immer lauteren Rufen nach Migrantenquoten und einer immer “bunteren” Personalstruktur im Staatsdienst stetig zunimmt, zumal in Zeiten, da viele Beamten nicht nur doppelte Pässe, sondern auch doppelte staatsbürgerliche Loyalitäten haben oder sich im Herzen mit Deutschland null identifizieren.

Im aktuellen Sachverhalt war Staatsanwalt Yashar G. auf organisierte Drogenkriminalität spezialisiert – und nutzte diese Position gezielt aus, um Informationen aus Ermittlungsverfahren an Drogenhändler weiterzugeben und so mindestens eine bevorstehende Razzia zu verraten. Während des seit April 2025 andauernden Prozesses hatte G. die Vorwürfe zunächst bestritten, sich dann im Januar dieses Jahres jedoch plötzlich zu einem Geständnis bereitgefunden. Dieses habe jedoch keinen Einfluss auf das Urteil gehabt, wie die Vorsitzende Richterin Jana Bader betonte, da die Beweislast erdrückend war. Im Rahmen eines Deals räumte G. schließlich neun der 14 Taten aus der Anklage der Staatsanwaltschaft Osnabrück umfassend ein. Dafür wurden weitere Anklagepunkte, wie etwa Strafvereitelung im Amt, fallen gelassen.

Suspekt: Keinerlei Reue gezeigt, kein Motiv genannt

Neben der Haftstrafe werden auch 45.000 Euro eingezogen, die G. als Bestechungssumme kassiert haben soll. In der Urteilsbegründung führte die Richterin aus, besonders schwer wiege, dass G. die Unabhängigkeit der Justiz und das Vertrauen in der Bevölkerung in die Justiz erheblich beschädigt habe. Zudem habe er durch den Verrat einer bevorstehenden Razzia Anfang März 2021 die beteiligten Beamten in Gefahr gebracht und keinerlei Reue gezeigt. Eine Antwort für sein Motiv gab er, trotz mehrfacher Nachfragen der Richterin, nicht; auch dies deutet auf eine Omerta oder Loyalitätsbekundung gegenüber den Paten der Organisationen hin, denen G. sich eigentlich verpflichtet fühlt. Die Frage stellt sich, wie so jemand die ursprünglich in Deutschland früher einmal extrem hohen Hürden in Sachen Gewährsstellung, Vertrauenswürdigkeit und charakterliche Festigkeit für den höheren Beamtendienst erfüllen konnte. Defätistische Zungen munkeln, dass diese Eigenschaften – wie so viele andere inzwischen – hinter der einzigen “Schlüsselqualifikation” Migrationshintergrund zurücktreten.

Es besteht nun der Verdacht, dass G. nicht der einzige hohe Beamte ist, der Insiderinformationen an Kriminelle weitergibt, die er eigentlich bekämpfen soll; der Prozess hat gezeigt, welch immenser Schaden durch einen solchen Verrat entsteht. Ob und inwiefern kriminelle Kreise die Justiz nicht nur in Hannover tatsächlich systematisch unterwandert haben, ist unklar, aber es ist kaum davon auszugehen, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt. Gerade das explosionsartige Anwachsen der Clan-Kriminalität im Zuge der Massenmigration und die geradezu fieberhaften Bemühungen vor allem linker Parteien, die öffentliche Verwaltung mit möglichst vielen Migranten zu besetzen, erhöht natürlich signifikant die Gefahr, dass Banden hier gezielt “Rattenlinien” errichten und ihre Helfer einschleusen. Die CDU in Niedersachsen will nun kommenden Monat eine Untersuchungskommission einsetzen, der die Vorgänge und Verantwortlichkeiten aufklären soll. Sollte dabei etwas herauskommen, wird es vermutlich aus Angst vor Rassismusvorwürfen als geheim klassifiziert…



Freitag, 20. März 2026

Haltungsheuchelei: Die entkernte Moral

von Thomas Hartung

Beispiel Konsumverhalten: Pergament Klimaneutral, Bio, Nachhaltigkeit, Regionalität fordern – aber selbst dann doch so billig wie möglich einkaufen



„Heutzutage ist es nicht mehr nötig, ein in sich konsistentes Verhaltensmuster aufzubauen.“ Der Satz des Kölner Diplom-Psychologen Jens Lönneker, Geschäftsführer des Marktforschungs-instituts “rheingold salon”, trifft einen Nerv, weil er nicht psychologisch erklärt, sondern sozial diagnostiziert: Die moderne Lebensform hat die alte Forderung nach “Stimmigkeit”, nach Kongruenz, vollständig suspendiert. Man darf heute in Haltungen leben, ohne sie in Handlungen zu übersetzen. Man darf Werte bekennen, ohne die Kosten dafür zu benennen oder sich selbst zuzumuten. Und man darf Widersprüche anhäufen, ohne dass sie noch als Scham, Schuld oder Heuchelei empfunden werden – sie werden als Normalform erlebt. Das ist nicht bloß eine Frage individueller Schwäche. Es ist ein Strukturmerkmal einer Gesellschaft, die ihre Bürger permanent in Rollen, Konsumentenidentitäten und Symbolhandlungen zerlegt.

Wer sich fürs Klima auf die Straße klebt, fliegt morgen nach Asien – nicht unbedingt, weil er böse wäre, sondern weil das System gelernt hat, Moral als Bühne zu organisieren und Alltag als Markt. Die Bühne belohnt das richtige Zeichen, der Markt belohnt den billigen Klick. Zwischen beiden Sphären liegt ein Abgrund, und man muss ihn nicht mehr überbrücken, weil niemand mehr Verhaltenskohärenz erzwingt: nicht der Nachbar, nicht die Familie, nicht die Kirche, nicht die Zunft, nicht einmal die innere Stimme, die früher „das passt doch nicht!“ moniert hätte.

Von Tugenden zu Etiketten

Die konservative Tradition war immer skeptisch gegenüber Moral als Pose. Nicht weil sie Moral ablehnt, sondern weil sie weiß, dass Moral ohne Praxis zur Anmaßung wird. Tugend ist im klassischen Sinn kein Gefühl und kein Bekenntnis, sondern ein eingeübter Habitus: Maß, Verlässlichkeit, Treue, Verantwortung, Sparsamkeit, Anstand. Tugend bedeutet: Ich tue das Richtige auch dann, wenn es mich kostet. Die moderne Ethik hingegen liebt das Kostenlose: Haltungsmarketing ohne Selbstbindung. Darum ist die Gegenwart voll von paradoxen Gesten: Tierwohl fordern und im Discounter das billigste Fleisch kaufen; Bio verlangen und zugleich auf den Preis schauen wie auf ein Naturgesetz; das Sterben der Innenstädte beklagen und parallel bei Amazon bestellen; „lokale Vielfalt“ feiern und doch den anonymen Plattformkomfort wählen.

Die Pointe ist nicht, dass Menschen inkonsequent sind – das waren sie immer –, sondern dass diese Inkonsequenz heute nicht mehr als moralisches Problem, sondern als Lifestyle-Option gilt: Man darf widersprüchlich sein und leben – und sich dabei sogar trotzdem für besonders reflektiert halten. Die „Bitte billig!“- oder Gratis-Mentalität ist nicht nur eine ökonomische Haltung, sondern eine Charakterfrage. Wer alles billig will, will in Wahrheit alles ohne Bindung: keine Verpflichtung, keine Geduld, keine Reparatur, keine Pflege, keine Treue zu Orten. Billig ist nicht nur ein Preis, billig ist ein Verhältnis zur Welt: konsumieren ohne zu tragen. Das sieht man im Kleinen, in fast schon komischen Details: Wer stellt heute noch den Fernseher ein, wenn Vodafone die Programmplätze gewechselt hat? Wer repariert noch einen Plattenspieler? Wer lässt Schuhe besohlen, statt neue zu kaufen? Früher war Reparatur nicht romantisch, sondern normal – weil Dinge einen Wert hatten und Handwerk einen Ort. Heute ist Reparatur eine Ideologie-Nische geworden, eine ästhetische Attitüde für jene, die es sich leisten können, „nachhaltig“ zu sein. Für die Masse gilt: Neu, schnell, billig, austauschbar. Das ist der Alltag. Und dann wundert man sich, wenn alles austauschbar wird – auch die Innenstädte, auch die Beziehungen, auch die politischen Loyalitäten.

Amazon als Anti-Gemeinschaft

Konservativ gesprochen: Eine Gesellschaft, die sich an die Gratiskultur gewöhnt, verlernt Dankbarkeit. Und wer Dankbarkeit verlernt, verlernt Maß. Er fordert immer mehr, zahlt immer weniger, und fühlt sich dabei im Recht. Das ist die Psychologie des Anspruchsbürgers: moralisch anspruchsvoll, praktisch bequem. Die Klage über sterbende Innenstädte ist ein gutes Beispiel, weil sie so oft vollkommen ehrlich und vollkommen folgenlos ist. Man beklagt das Verschwinden des Buchladens, des Eisenwarenhändlers, des kleinen Fachgeschäfts – und bestellt dann „aus Bequemlichkeit“ beim Plattform-riesen. Das ist nicht einfach Heuchelei; es ist das Ergebnis einer Entkoppelung: Der Konsument erlebt seinen Kauf nicht mehr als Teil einer lokalen Ordnung, sondern als isolierten Akt, der nur ihm dient. Preis, Klick, Lieferung – fertig.

Doch das lebendige Viertel ist kein Naturzustand. Es ist eine fragile Kulturleistung. Es besteht aus Menschen, die bereit sind, kleine Mehrkosten zu tragen, weil sie wissen, dass sie damit ei-nen Ort mitfinanzieren: Beratung, Vertrauen, Beziehung, Verlässlichkeit, ein Gesicht, das man wiedererkennt. Wer das nicht mehr tut, zerstört nicht „die Wirtschaft“, sondern die soziale Textur. Der Preisvorteil bei Amazon ist dann nicht nur ökonomisch, sondern zivilisatorisch subventioniert: Die Plattform lebt davon, dass der Einzelne den Gemeinwohlaspekt seines Kaufakts nicht mehr fühlt. Konservativ gesprochen: Marktwirtschaft braucht Sitte. Ohne Sitte wird sie zur Raubökonomie – nicht im Sinne des Bösen, sondern im Sinne des Bindungslosen. Dann gewinnt immer der billigste Anbieter – und zurück bleibt eine rationale, kalte Welt ohne Zwischenräume: keine Läden, keine Handwerker, keine Nachbarschaft, nur Logistik.

Die Moral des Reisens und der billige Klick

Dasselbe Muster zeigt sich beim Reisen: Man beklagt vor Ort die schwierige Lage der lokalen Bevölkerung und bucht zugleich zuhause „den billigsten Anbieter im Netz“. Man empört sich über Overtourism, aber sucht den niedrigsten Preis, der diesen Tourismus erst rentabel macht. Man kritisiert Ausbeutung, aber maximiert die eigene Schnäppchenlust. Das ist keine individuelle Bosheit – es ist der Mechanismus einer Moral, die nicht mehr in die Praxis übersetzt wird. Man könnte es auch „kognitive Dissonanz“ nennen. Lönneker würde wohl sagen: Man spürt den Widerspruch nicht mehr – weil das Ich nicht mehr konsistent sein muss. Die moderne Person ist ein Bündel von “Kontext-Ichs”: hier Aktivist, dort Tourist; hier Tierfreund, dort Schnäppchenjäger; hier Stadtromantiker, dort Prime-Kunde. Jeder Kontext hat seine eigene Rechtfertigungsmaschine. Und die stärkste Rechtfertigung lautet: Ich allein ändere doch nichts. Genau dieser Satz ist das Gift. Er verwandelt Moral in Rhetorik und Verantwortung in Illusion. Kognitive Dissonanz wird moralische Instanz.

Man könnte sagen: Nun gut, die Leute sind halt inkonsequent! Aber der konservative Blick sieht mehr: Eine Gesellschaft, die Stimmigkeit verliert, verliert auch Vertrauen. Wenn man überall nur noch Bekenntnisse hört, aber keine Umsetzung mehr sieht, wird Moral selbst unglaubwürdig. So entsteht eine Kultur des Zynismus: Man glaubt niemandem mehr, weil alle nur reden. Und genau in diese Zynik stoßen die politischen Radikalen vor – links wie rechts – mit dem Versprechen, endlich wieder Ernst zu machen.Zugleich wird der Staat in einer solchen Kultur immer größer und mächtiger: Denn wenn Selbstbindung verschwindet, muss Fremdbindung wachsen. Wenn Menschen nicht mehr freiwillig das Lokale stützen, muss der Staat „Innenstädte fördern“. Wenn Menschen nicht mehr freiwillig maßvoll konsumieren, muss der Staat „regulieren“. Wenn Menschen nicht mehr eigenständig Verantwortung übernehmen, muss der Staat „kampagnisieren“. Das Ergebnis ist eine doppelte Entmündigung: Der Bürger wird zum Moralrezipienten, der Staat zum Moralmanager. Die Freiheit schrumpft, weil die Selbstdisziplin fehlt, die Freiheit erst möglich macht.

Der Ausweg: Bindung statt Pose!

Es gibt vier simple rechtskonservative Antworten auf diese entkernte Moral:
  • Werte müssen wieder Kosten haben.
  • Wer Tierwohl will, muss bereit sein, dafür zu zahlen – oder ehrlich zu sagen, dass er es nur als Gefühl will.
  • Wer Bio fordert, muss Bio kaufen.
  • Wer Nachhaltigkeit bekennt, muss Re-paratur und Pflege wieder als Normalität akzeptieren, nicht als Instagram-Exotik.
Lokale Bindung ist keine Folklore, sondern Infrastruktur. Das Fachgeschäft nebenan ist nicht nur ein Laden, sondern ein Stück sozialer Ordnung. Wer es bewahren will, muss es finanzieren – durch bewusste Kaufentscheidungen, nicht durch solidarisches Jammern und Klagen. „Lebendiges Viertel“ ist nicht städtische Dekoration, sondern Ergebnis täglicher Treue. Auch Reparaturkultur ist Charakterbildung: Wer Dinge repariert, lernt Geduld, Maß, Respekt vor Arbeit. Eine Gesellschaft, die alles ersetzt, ersetzt am Ende auch Menschen. Das ist keine Metapher, sondern ein Zusammenhang: Austauschbarkeit in den Dingen erzeugt Austauschbarkeit im Denken. Ob dies die EU im Sinn hatte, als sie jetzt das neue EU-Recht auf Reparatur, das bis Juli 2026 in deutsches Recht umgesetzt wird, einführte. Es verpflichtet Hersteller, viele Produkte (zum Beispiel Handys und Haushaltsgeräte) auch nach der Garantiezeit zu reparieren, und zielt damit auf “Nachhaltigkeit” durch bessere Ersatzteilverfügbarkeit, faire Preise und eine verlängerte Gewährleistung ab, um Elektroschrott zu reduzieren.

Wiederherstellung von Maßstäben

Grundsätzlich sollte gelten: Weniger Moralismus, mehr Anstand! Anstand ist leise und konkret: man hält sein Wort, man zahlt seine Rechnung, man trägt die Folgen seiner Entscheidungen. Moralismus ist laut und abstrakt: er fordert, er brandmarkt, er inszeniert. Diese Republik hat zu viel Moralismus und zu wenig Anstand. Lönnekers Satz beschreibt den Zustand, nicht die Notwendigkeit. Es ist nicht „nicht mehr nötig“, konsistent zu sein – es ist nur gesellschaftlich nicht mehr eingefordert. Genau hier beginnt konservative Kulturpolitik im weiten Sinn: nicht als Gesetz, sondern als Wiederherstellung von Maßstäben. Eine Ordnung lebt davon, dass Menschen sich selbst ernst nehmen: dass sie erkennen und sich eingestehen: “das passt nicht“ – und dann entsprechend handeln.

Die Zukunft gehört nicht der perfekten Kohärenz; Menschen bleiben widersprüchlich. Aber eine zivilisierte Gesellschaft braucht eine Mindeststimmigkeit, sonst wird sie zynisch, frostig, schließlich autoritär. Der Weg aus der entkernten Moral führt nicht über noch mehr Appelle, sondern über Bindungen: an Orte, an Menschen, an das eigene Wort. Wer das wieder lernt, muss weniger über Werte reden. Er lebt sie.


Ist Deutschland demnächst Kriegspartei?

von Tom Schiller

Reger Luftverkehr seit Beginn des Iran-Kriegs auf der US-Airbase Ramstein



Laut “Berliner Zeitung” verlangt der iranische Botschafter von Berlin eine umfassende Aufklärung zur Rolle der US-Basis Ramstein im Krieg gegen den Iran. Für Teheran ist die Nutzung des Stützpunkts bislang unklar, sagt Majid Nili Ahmadabadi. Der Botschafter verwies auf eine UN-Resolution zur Nutzung des Staatsgebiets oder Luftraums durch einen anderen Staat. Demnach würde sich dieses Land „zum Komplizen bei dem Angriff oder der Aggression machen“, sagte der Botschafter. „Wir wissen noch nicht, ob das auf Ramstein zutrifft oder nicht.“

Was der Iran am Ende mit dieser Anfrage bezweckt, liegt im Dunkeln. Will er Deutschland oder Ramstein mit Raketen beschießen? Will er Schläfer wecken, die im Auftrag der Mullahs Terroranschläge verüben, die man dann mit der Einordnung Deutschlands als Kriegspartei rechtfertigen will? Wie auch immer – eine Antwort hat der Herr Botschafter wohl noch nicht erhalten. Dafür werden die “Gegen Trump” und Ami go home”-Schreie aus deutschen Kehlen in den (a)sozialen Medien immer lauter.

„Ami go home?“ Nur zu!

Und jetzt werde ich mal gehässig: Ich freue mich fast schon darauf, wenn die “Ami go home”-Plärrer Leute ihren Willen bekommen. Nicht nur, weil das großmäulige Deutschland seine Verteidigung vor den bösen Russen und anderen Bedrohungen militärisch endlich selbst in die Hand nehmen kann (viel Spaß dabei!) – sondern vor allem, wegen der ökonomischen Folgen. Dann wird nämlich auch dieser Verlust ein richtig dickes Lock in den deutschen Geldsack reißen. Vielen ist nämlich anscheinend Bedeutung als Wirtschaftsfaktor nicht bewusst.

Ja, Deutschland zahlt für die US-Militärstützpunkte im Land insgesamt rund 100 bis 130 Millionen Euro pro Jahr. Die wirtschaftlichen Aktivitäten allerdings, die durch und um die Stützpunkte getätigt werden, belaufen sich im Gegenzug auf geschätzte 4,5 bis 5 Milliarden Wirtschaftsleistung. Die Streitkräfte der USA beschäftigen über 12.000 deutsche Zivilbeschäftigte, weitere 50.000 Jobs hängen direkt oder indirekt daran. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz taxiert die wirtschaftliche Bedeutung allein der US Air Base Ramstein auf 2 bis 2,3 Milliarden Euro jährlich.

Scharfschützenausbildung am Besenstiel

Na klar… da macht es also rein ga nix, wenn der Ami geht! Deutschland geht es ja so prächtig und ganz bestimmt werden die deutschen Beschäftigten, die auf den Stützpunkten arbeiten, schnell einen neuen Job in der ja bekanntlich prosperierenden deutschen Industrie finden. Vielleicht entscheiden sie sich aber auch für eine Anschlusskarriere bei der verteidigen kann sich das kriegstüchtigen und wehrhaften Bundeswehr, wo sie dann hochprofessionell mit Besenstielen zu Scharfschützen ausgebildet werden…


Präsident im Zuckerschock: Steinmeier weiß, was sich Muslime wünschen

von Mirjam Lübke

Ein Präsident für alle Demokratiefeinde und Islamisten



Zuckerschock in der islamischen Welt: Überall bereitet man sich auf das Ende des Ramadans vor, das Zuckerfest beginnt am Abend des heutigen 20. März. Zwar gibt es im Ramadan an jedem Abend nach dem Dunkelwerden ein großes Fastenbrechen, aber das eigentliche Fest des Fastenbrechens fällt noch einmal eine Nummer größer aus. Ein Mega-Fastenbrechen also, bei dem sich die Tische unter Köstlichkeiten biegen. Man munkelt, mancher Muslim lege während des Fastenmonats das ein oder andere Kilo zu, was nicht-muslimischen Beobachtern ein wenig seltsam erscheint, da es doch nach allgemeinem Dafürhalten darum geht, sich während des Fastens auch in den in Armut lebenden Nebenmenschen einfühlen zu können. Nachts muss man das offenbar nicht. Vielleicht ist der Ramadan seinerzeit von einer Vorläuferorganisation der Weight Watchers zur Kundenbindung erfunden worden?Mitten in diesem Festtagstrubel darf auch unser stets um den Ausgleich mit der islamischen Welt bemühter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht fehlen. Dieser ließ sich auch in diesem Jahr wieder nicht lumpen und legte auf seine Vorjahresstatements (darunter auch der von Christian Wulff übernommene Evergreen “Der Islam gehört zu Deutschland!”) noch eine Schippe drauf: Nun soll der Ramadan sogar eine deutsche Tradition sein! Na klar, wer kennt es nicht, das fröhliche Ramadan-Eiersuchen, den festlich geschmückten Ramadan-Baum oder das besinnliche Lied “Am Zuckerfeste die Lichtlein brennen”? Wem diese Bräuche unbekannt sind, der benötigt dringend ein wenig Nachhilfe von den Grünen, die möchten nämlich den Islam in Deutschland noch viel “sichtbarer” haben. Während muslimische Frauen sich zunehmend verhüllen, um sich sittsam unsichtbar zu machen, soll die Religion an sich mehr in den Mittelpunkt gerückt werden.

Dazu lud dann auch die Fraktion der Grünen zum Fastenbrechen in den Bundestag ein. In den Medien waren Bilder des gereichten Büffets zu sehen und man zugeben: Das sah schon gut aus – und wenn der Islam sich in Deutschland auf das Kochen und Backen beschränken würde, dann gäbe es dagegen nichts einzuwenden. Doch bevor man diesbezüglich auf seinen Bauch hört und sich bestechen lässt, sollte man die eher unerfreulichen Nebenwirkungen bedenken: Den Speiseplan bestimmen fürderhin die muslimischen Gäste. Nichts gegen Börek und Falafel, aber wenn das im Gegenzug bedeutet, dafür auf Bratwurst und Schinken dauerhaft zu verzichten, muss man den Tausch schon gut überlegen. Initiiert hat dieses Fastenbrechen keine Geringere als Lamya Kaddor, die zwar selbst kein Kopftuch trägt, aber gemäßigte oder Ex-Muslimas wie Necla Kelek oder Seyran Ates gerne einmal öffentlich wegbeißt, wenn diese etwa von den Schattenseiten des islamischen Lebens berichten, die Deutschland längst erfasst haben: Ehrenmorde, eine rigide Moral, die vor allem Frauen in ihrer Freiheit einschränkt, sowie das Mundtotmachen jeglicher Gegner. Beide Kritikerinnen haben schon lange vor der großen Einwanderungswelle vor den so entstehenden Parallelgesellschaften gewarnt, wurden sogar in diverse Talk-Shows eingeladen, aber das tat dem großen Integrationstaumel keinen Abbruch.

Sehnsüchte nach Gemeinschaft und Geborgenheit

In Kassel sammelte der Influencer Sidney Burnie in diesem Jahr 18.000 Euro Spenden für ein öffentliches Fastenbrechen, das dann mit dreitausend Besuchern auf dem Friedrichsplatz stattfand. Gerne hätte der umtriebige junge Mann einen rekordverdächtig langen Tisch in der Innenstadt aufbauen lassen, aber dazu wäre das Umleiten einiger Straßenbahnlinien nötig gewesen. Trotz heller Begeisterung für die Aktion war das den Kasseler Verkehrsbetrieben dann doch zu aufwändig – man wundert sich schon fast über den ausbleibendn Shitstorm wegen “Islamophobie”. “Toll, was ein einzelner Mensch mit Visionen bewegen kann!”, jubelte dann auch prompt Hessens Vize-Vorsitzende der Linken, Silvia Hable. Hier denkt man fast automatisch daran, was Helmut Schmidt einst über Menschen mit Visionen sagte – sie sollten zum Arzt gehen.

Mit Angst lässt sich das alles nicht mehr schlüssig erklären. Vielmehr scheint sich eine allgemeine Glücks-Psychose ausgebreitet zu haben, die nur das Schöne sehen will: Eine Gemeinschaft, die wie Pech und Schwefel zusammenhält; in der viel über Wohltätigkeit gesprochen wird; in der herzliche Gastfreundlichkeit – zumindest bei der durchschnittlichen muslimischen Familie – durchaus vorhanden ist. Da steht niemand hungrig vom Tisch auf. Das weckt Sehnsüchte nach Gemeinschaft und Geborgenheit in der Menge, etwas, was viele Deutsche im urbanen Alltag vermissen, wenn sie etwa in einem Hochhaus wohnen, in dem einer wochenlang tot in seiner Küche liegen könnte, ohne dass ein Nachbar es bemerkt. Man bewundert auch die Familienstrukturen, den Respekt vor älteren Menschen und die gemeinsamen Feste – es sei denn, sie finden mitten in der Nacht statt und Protest dagegen zeigt keine Wirkung. Vor allem das bürgerliche Milieu, das nicht in einem der gemischt besiedelten Plattenbauten der deutschen Vorstädte leben muss, romantisiert dieses Bild von der glücklichen Großfamilie, in der die Generationen noch zusammenleben. Den Preis dafür sehen sie nicht, und in einer mehrheitlich deutschen Gemeinschaft würden sie ihn als “Kleinstadtmief” verächtlich gemacht haben.

Leuchtende Augen

Zum Beispiel das Dorf, in dem “aufeinander aufpassen” gleichzeitig “einander kontrollieren” heißt. In den eigenen Reihen gilt das als kleinlich, auch wenn man selbst gern überprüft, ob der Nachbar den Müll ordentlich trennt. Auch wenn die Sexualmoral heute etwas konservativer daherkommt als bei den wilden Achtundsechzigern, so ist man doch heute stolz darauf, vor allem den Mädchen mehr Freiheiten zuzugestehen als noch in den spießigen Fünfzigern. Kommt dieses “veraltete” Lebensmodell jedoch mit multikulturellem Anstrich daher, dann wird es plötzlich zum Sehnsuchtsort. Eher konservative Kleidung gilt bei einheimischen Mädchen als Alarmsignal für eine rechte Gesinnung, moniert jemand jedoch Kopftuch und Burkini als Freiheitsbeschränkung, dann gilt das bestenfalls als Anstellerei, schlimmstenfalls als fremdenfeindlich. Auch unsere “Spitzenpolitikerin” Annalena Baerbock referierte anlässlich des “Tages gegen Islamfeindlichkeit” über die weltweite Diskriminierung von Muslimen. Eine Auszubildende hat sich zunächst ohne Kopftuch vorgestellt und erscheint dann am ersten Arbeitstag verhüllt? Das darf man nach dieser Diktion nicht als Schummelei gegenüber dem Arbeitgeber auslegen, sondern soll es als Beweis für die “Ängste” einer Muslima ansehen.

Da der Taumel längst die Politik erreicht hat, wird das Kritikverbot zunehmend auch juristisch zementiert. Mit Frank-Walter Steinmeier etwa – der uns bekanntlich auch Islam-Influencerinnen wie Sawsan Chebli vor die Nase setzte – hat die “muslimische Community” einen dauerhaften Fürsprecher gefunden. In seiner Zeit als Außenminister lud er sogar hochrangige iranische Religionswächter zur medizinischen Behandlung nach Deutschland ein, die hunderte von Todesurteilen gegen Oppositionelle gefällt hatten. Da hört die Gemütlichkeit dann endgültig auf. Gefährlich wird das vor allem, weil es nicht mehr rational zu erklären ist – zumindest nicht allumfassend. Gerade Linke wie Steinmeier gehörten in den letzten Jahrzehnten zu den größten Kritikern des Christentums, das mittlerweile ebenfalls bis zur Unkenntlichkeit weichgespült wurde. Feministinnen konnten Christen- und Judentum nicht genug in Grund und Boden wegen “patriarchaler Strukturen” verdammen und bekommen beim Islam leuchtende Augen. “Demokraten” stehen gegen die bürgerliche Opposition auf, finden es aber intolerant, ein genuin intolerantes Glaubenssystem zu hinterfragen. Gerade deshalb bin ich misstrauisch gegenüber jeglicher Mullah- und Islamapologetik: Der “große Austausch”, der doch angeblich nur eine Verschwörungstheorie sein soll, findet längst nicht mehr nur demographisch statt, sondern auch mental.


Fastenbrechen als Happening für vertrottelte Almans: Auch Kassel unterwirft sich lustvoll dem Islam

von Julian Marius Plutz

Kasseler Fastenbrechen mit dem Organisator Sidney Burnie (vordere Reihe, 2.v.r.), der – obwohl selbst “Kuffar” – begeistert mitbetete

 

In Kassel bekam ich von zwei Moslems eins aufs Maul. Als ich in der Straßenbahn lautstark den Islam kritisierte, hatte eine dicke Kopftuchdame nichts Besseres zu tun, als zwei schlagkräftige männliche Assistenzkräfte aus ihrer Verwandtschaft anzurufen, die wenig später an einer Haltestelle zustiegen und meiner Freundin und mir jeweils eine einschenkten. Noch ehe ich mich wehren konnte, waren die beiden wieder verschwunden. Buntes, schönes Drecksloch Kassel! Und weil es in der nordhessischen Stadt inzwischen so weltoffen zugeht, durfte am vergangenen Mittwoch natürlich auch eine großangelegte Feier anlässlich des muslimischen Fastenbrechens nicht fehlen. In diesem Fall allerdings nicht veranstaltet von den Grünen (wie im Bundestag) oder von islamistischen kalifatsaffinen Moscheeverbänden, sondern von dem 23-Jährigen “Influencer” Sidney Burnie, dessen Name an eine Pornodarstellerin erinnert und der optisch alles verkörpert, was mit der Jugend dieses kaputten Landes schief läuft.

Auf dem Friedrichsplatz in Hessen richtete Burnie ein ein großes Happening zum Iftar aus. Der – wie mittlerweile alle deutschen Staatsmedien – ramadangeile “Hessische Rundfunk” (HR), der Sidney offenkundig auch während der Zeit des Organisierens begleitet hatte, legte dazu ein 1001-Nacht-Märchenstück an den Tag, das, in Buchform veröffentlicht, im Science-Fiction-Regal zu finden wäre: Eine über hundert Meter lange Schlange an der Essensausgabe, orientalische Spezialitäten – vegan oder mit Fleisch –, Picknickdecken, Klapptische und Stühle auf dem Rasen – von diesen Eindrücken der HR verzückt-toleranzbesoffen. Eine richtig „bunte Menge aus vielen verschiedenen Nationen“, schwärmte der von der eigenen Courage ergriffene Sidney Burnie.

Bunt, aber monochrom gibt sich der Wokismus

Doch wie bunt war diese Veranstaltung wirklich? Zunächst einmal: Weder Sidney noch irgendjemand, der in dem HR-Beitrag zu Wort kam, hat selbst einen islamischen Hinter- oder Vordergrund. Mehr noch: Der begeisterte HR-Sprecher musste bei jedem eingespielten O-Ton vermelden, dass diese Person selbst „kein Moslem“ sei. Einmal mehr beschleicht den gemeinen Gebührenzahler da der Verdacht, dass die tolerante Buntheit doch recht monochrom daherkommt. Tatsächlich dürfte es an vielen AfD-Stammtischen wesentlich diverser und bunter zugehen als bei einer durchschnittlichen „Omas gegen rechts“-Aktion (weiß, alt, Lehrerin in Rente) oder einer “Demo gegen rechts” (weiß, jung bis mittelalt, akademische Geisteskrankenwissenschaftler und ein paar Informatiker) – wobei keiner in der AfD dies für einen Wert an sich halten würde.

Doch Sidney sieht das anders: „In Kassel leben um die 20.000 Muslime und generell hat es hier um die 170 Nationen. Das hat man gar nicht so irgendwie auf dem Schirm, deswegen lassen wir uns halt verändern, lass da mal Fastenbrechen machen und und äh das aber als Grund ganz viele Menschen vereint“, so der unbedarfte Linksaktivist. Worte, bei denen man nur erahnen kann, was er möglicherweise meint. Doch Sidney ist noch nicht fertig mit seiner Mission: Denn es seien natürlich nicht nur Muslime eingeladen, „sondern wirklich jeder, also alle Kulturen, alle Religionen und alle Nationen“. Ach ja, tatsächlich??? Wäre hier wirklich jeder willkommen und könnte tatsächlich jede Minderheit an der Veranstaltung schadenfrei teilnehmen? In Kassel gibt es rund 1.000 Juden, vielleicht mittlerweile etwas weniger. Das sind rund zwei Prozent des muslimischen Bevölkerungsanteil, von dem etliche auf Juden – sagen wir es unpolemisch – nicht unbedingt gut zu sprechen sind. Man darf daher zweifeln, ob hier jemand mit Kippa oder Davidstern tatsächlich so willkommen aufgenommen würde, wie Naivling Sidney sich das vorstellt. Wobei: Im Fall der Fälle bliebe es vermutlich nur bei akademisierten Bullshit-Kontroversen mit Soziologie-Silke, denn für das Faustrecht bräuchte es ein paar muslimische Jungs. Aber die waren ja gar nicht da.

Die autochthone Gesellschaft ist das Hauptproblem

Es ist wie immer: Aufgrund der eigenen Schwäche sind die anderen so stark. Wie meinte es unlängst ein schlauer Mensch: „Ohne unser eigenes Systemversagen hätten Islamisten keine Chance.“ Doch solange dreitausend hauptsächlich nichtmuslimische, komplett verblödete Kasseler Gutmenschen auf die Straße gehen, um das Ende vom Ramadan als eine Art Multikulti-Toleranzspektakel zu feiern und einer Religion zu frönen, mit der sie nichts am Hut haben, solange diese Leute und ihre zahllosen gleichtickenden Verbündeten ihre eigene Kultur inständig hassen und ablehnen, und vor allem: solange sie immer noch die gleichen falschen Parteien wählen, hat die primitive Wüstensekte ein leichtes Spiel.

So gesehen sind Gestalten wie Sidney Burnie ein größeres Problem als Mohamed Atta. Zwar sind woken Wahnsinnige wie der 23-jährige Kasseler keine “Terroristen” im eigentlichen Sinne – doch sie entkernen in ihrer Masse, ihrer Blödheit und ihrem moralischen Impetus systematisch die Grundwerte dieses Landes. Beim 9/11-Rädelsführer aus der Hamburger Zelle – so wie später bei Anis Amri, Taleb Abdelmohsen und tausenden “Sprenggläubigen” mehr – hatten “nur” die Behörden versagt; an den Burnies dieses Landes versagte eine ganze Gesellschaft. Heutzutage kann in Kassel eine dicke Kopftuchdame in der Straßenbahn ihre Sippschaft anrufen, die dann Selbstjustiz anwendet, wenn sich jemand über den Islam lustig macht. Die Täter sind das eine – doch die autochthone Gesellschaft, die das zulässt, stellt das eigentliche Problem dar. Oder gibt es vielleicht ähnliche Vorkommnisse und Bedrohungen in Ungarn, Tschechien oder Polen? Die deutsche Dekadenz befindet sich im Spätherbst und eines ist sicher: „Winter is coming“ – doch es wird keine bezaubernde weiße Weihnacht, sondern, wenn dieses Land so weitermacht, ein Schlachtfest. Das ist zwar halal, aber dafür umso blutiger.


„Regime-Change“ à la EU: Wahlbeeinflussung in Ungarn durch linke NGOs und von Brüssel finanzierte Provokateure

von Alexander Schwarz

Politische Antipoden: von der Leyen, Orbán



Seit vielen Jahren ist der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán das geschworene Feindbild der europäischen Eliten in Brüssel, Berlin, Paris und den meisten anderen Hauptstädten, weil er sich dem woken Genderwahn, der islamischen Massenmigration und der bedingungs- und besinnungslosen Unterstützung für die Ukraine verweigert. Orbán hat immer wieder mit realpolitischen Argumenten und Taten dafür gesorgt, dass sein Land souverän und zukunftsfähig bleibt, anstatt den westeuropäischen Ländern bei ihrem Sprung in den Abgrund zu folgen. Deshalb diffamiert man ihn als Autokraten, will ihn um jeden Preis loswerden und hofft, dass er bei der Wahl im kommenden Monat endlich besiegt wird und von der Bühne abtritt. Dabei beschränkt man sich jedoch nicht auf bloßes Hoffen, sondern hat bereits die bewährten NGO-Kräfte in Gang gesetzt, um die Wahl entweder nach Kräften zu manipulieren oder ihre Rechtmäßigkeit anzuzweifeln, falls sie nicht im gewünschten Sinne verläuft. Wie das Amt für den Schutz der Souveränität aufdeckte (ja, in Ungarn gibt es so etwas!), sind aus dem Ausland finanzierte „Pressure Groups“ bereits am Werk, wie etwa die in Berlin ansässigen Organisationen “Democracy Reporting International” (DRI) die und “Gesellschaft für Freiheitsrechte” (GFF), die größtenteils von Brüssel finanziert werden, sowie der German Marshall Fund (GMF).

Deren Aufgabe ist es offenbar, dass Narrativ zu verbreiten, die ungarische Regierung könnte „am Wahltag weitreichende Unregelmäßigkeiten begehen, um das Ergebnis zu ihren Gunsten zu beeinflussen”. Tatsächlich gehen die einigen Unregelmäßigkeiten im Kontext der Wahl wieder einmal von den EU-Agenten und “zivilgesellschaftlichen” Sendboten der linken Transformationspolitik aus, die hier massiv und illegitim ausländische Einmischung im Wahlkampf betreiben. Offenkundig soll hier abermals, nach dem Muster der gestohlenen Präsidentschaftswahl in Rumänien, bei der 2024 ein prorussischer Kandidat den ersten Wahlgang gewann, dann aber unter hanebüchenen Vorwänden und Verschwörungstheorien vom zweiten Wahlgang ausgeschlossen wurden, der Wahlausgang im EU-Sinne faktisch manipuliert werden. Der GMF verbreitete bereits vor fast einem Jahr die Behauptung, die ungarischen Wahlen würden „weder frei noch fair” sein, oder dass „Orbán am Wahltag weitreichende Unregelmäßigkeiten begehen könnte, um das Ergebnis zu seinen Gunsten zu beeinflussen”. Wie die ungarische Behörde weiter mitteilte, würden ausländisch finanzierte Organisationen Aktivisten rekrutieren und ausbilden, um die Behauptung des Wahlbetrugs zu verbreiten.

Laufende Vorbereitungen für Demonstrationen und Unruhen

Das erklärte Ziel dieser NGOs sei es, diese Aktivisten zu mobilisieren, wenn das Wahlergebnis nicht den Erwartungen der Geldgeber oder Unterstützer entspricht. Auch mit den Vorbereitungen für Demonstrationen und Unruhen sei bereits begonnen worden. Der Bericht erinnert daran, dass die politische Destabilisierung heutzutage über Netzwerke, Finanzkanäle und Narrative erfolge. Aus den bisherigen Informationen lasse sich ein hohes Maß an Organisation, eine konkrete Finanzierungsquelle in Brüssel und eine mögliche Eskalationsstrategie ableiten. Auch die massenhafte Verbreitung gefälschter Umfragen gehört zur Strategie der Wahlbeeinflussung: Indem die Werte der oppositionellen Tisza-Partei übertrieben hoch dargestellt werden, soll eine sich abzeichnende Niederlage von Orbáns Fidesz-Partei suggeriert werden. Der Fidesz-Europaabgeordnete András László sprach von einer „kühl kalkulierten Strategie“. Bereits vor einem Jahr hätten linke Meinungsforscher damit begonnen, die Unterstützung der Tisza-Partei „künstlich aufzublähen“, um kleineren Oppositionsparteien zu signalisieren, dass sie besser für Tisza stimmen, wenn sie ihre Stimme nicht verschwenden wollen.

Bereits bei der Wahl vor vier Jahren hätten sich alle Parteien – Rechtsextreme, Sozialisten, Liberale, Grüne – unter einem Dach versammelt. Dies sei jedoch eine unmögliche Konstellation gewesen, „und ihre Anhänger wussten das“, so László weiter. Daher habe man sich jetzt entschieden, alle unter „einer einzigen neuen Partei zu vereinen, die offenbar keine Altlasten hat“. Als weiteren Grund für die Veröffentlichung gefälschter Umfragen sieht László den Versuch, die Wahlergebnisse im April nicht anzuerkennen oder für ungültig zu erklären. „Wenn die europäischen Partner davon überzeugt sind, dass Tisza weit vor Fidesz liegt, ermöglicht dies eine Destabilisierung und Nichtanerkennung der Ergebnisse durch Tisza und uns feindlich gesinnte europäische Regierungen, falls wir gewinnen sollten“, schrieb er.

Ungarn wird seit 16 Jahren unter Orbán solide regiert

Um sich von den blockierten EU-Zahlungen unabhängig zu machen, hat Orbáns Regierung zwischen 2010 und 2025 aus den drei Wirtschaftsbereichen – Banken, Energieunternehmen und Handelsketten – insgesamt 14.956 Milliarden Forint eingenommen (nach aktuellem Wechselkurs wären dies 38.051.593,62 Euro). Trotzdem verbreitet Tisza die Mär, Ungarn sei das ärmste Land Europas. In Wahrheit wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren ein durchschnittliches Vermögenswachstum von 11 Prozent pro Jahr gemessen. Das Finanzvermögen der ungarischen Haushalte stieg bis zum dritten Quartal 2025 auf 115 Billionen Forint, das Pro-Kopf-Vermögen auf Jahresbasis um fast 15 Prozent auf 24.170 Euro. Das ungarische Nationalvermögen stieg in Orbáns Regierungszeit seit 2010 von 42 auf 83 Milliarden Euro, die Devisenreserven stiegen von 33 auf 57 Milliarden Euro, die Goldreserven von drei auf 115 (!) Tonnen, das Autobahn- und Schnellstraßennetz wurde von 1.700 Kilometern Länge auf 2.600 Kilometer gesteigert.

Das alles zeigt, dass Ungarn in den letzten 16 Jahren nicht nur solide regiert, sondern für die Zukunft gerüstet wurde – während Länder wie Deutschland und Frankreich sich durch historische Irrwege wie kulturfremde Massenmigration und den Klimawahn dem sicheren Untergang ausgeliefert haben. Der deutsche Staat versinkt in einer nie mehr zu bewältigenden Schuldenlast, die Islamisierung schreitet voran, die Infrastruktur zerfällt, alles ist von einem erstickenden Bürokratismus gelähmt, die Opposition wird unterdrückt, die Justiz zunehmend politisch dominiert, die Mainstream-Medien hängen mehr oder weniger am Tropf des Staates. Trotzdem wirft man sich noch immer zum Lehrmeister Europas und der ganzen Welt auf und vermittelt ein groteskes Zerrbild von Ungarn – wo man jedoch in Wahrheit geradezu paradiesische Verhältnisse, ordentliche und einladende europäische Stadtbilder wie aus einer anderen Epoche und fröhlichere, optimistischere Menschen antrifft und wo es, anders als in Deutschland, keine gigantischen Sicherheitskonzepte für jedes Volksfest braucht, weil man in Ungarn eben keine allfälligen Anschläge der “Religion des Friedens” befürchten muss. Die EU, Deutschland und andere Länder zeichnen Ungarn in den schwärzesten Farben – dabei sind sie selbst es, in denen längst autoritäre Strukturen, Korruption und Verarmung herrschen. Bei der Wahl am 12. April und danach wird sich nun zeigen, ob Ungarn seinen erfolgreichen Weg weiter geht – oder ob die geballte Propaganda- und Manipulationstaktik aus Brüssel am Ende doch aufgeht und auch dieses Land auf den Pfad der Selbstzerstörung geleitet wird.


Promis schreiben an Collien Fernandes - "Du bist nicht allein" - Schweigen aber bei täglicher Migrantengewalt...

von Thomas Heck

Der Fall Ulmen gegen Ulmen kommt für die linken Medien wie gerufen. Was Christian Ulmen tatsächlich getan hat, werden Gerichte zu bewerten haben, ich halte mich da besser raus, weil ich nicht die einschlägigen Gazetten konsumiere und noch gilt in diesem Staat die Unschuldsvermutung. 

Doch der Fall wirft jetzt schon seine Schatten voraus und wenig ist so wie es scheint. Zunächst einmal scheint es DIE Gelegenheit zu, den Sozialen Medien endlich die gewünschte Identitätsprüfung aufzudrücken, die von linker Politik und linken Medien so sehr herbeigesehnt wird, um so der freien Rede und vor allem der kritischen Widerrede wirksam begegnen zu können. Denn in einem Land, wo ein Schwachkopf-Meme härter bestraft wird, als Vergewaltigung und Messergewalt, in so einem Land wird so der kritische Geist schnell verstummen, wird wieder auf "Linie" in "unserer Demokratie" gebracht werden und das ist genau das, was bezweckt wird.

Und da erscheinen die Solidaritätsbekundungen der üblichen Verdächtigen auch in einem ganz anderen Licht, wenn man berücksichtigt, dass dieselben Leute bei Migrantengewalt, bei Gruppenvergewaltigungen, eigentlich bei allen Vorkommnissen im Zusammenhang mit Migranten seit den Vorkommnissen auf der Kölner Domplatte zu Silvester merkwürdig ruhig waren und jetzt Vorteile für die eigene politische Agenda wittern.

Da wurde selten die "Leidensgeschichte beklagt", wie jetzt durch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. Da wurde selten eine "neue Sicht" gefordert, wie von SPD-Urgestein Kevin Kühnert. Da wurden selten Gesetzeslücken angeprangert, wie jetzt durch Ricarda Lang. Ich kann mich auch nicht erinnern, das sich Rebecca Mir nach einer Gruppenvergewaltigung so erschüttert gab, wie jetzt bei Collien Fernandez. Gleiches gilt für Luisa Neugebauer, Carolin Kebekus & Co. Was tut man nicht alles für PR, wenn die eigene Karriere mal stockt.

Von den eben genannten habe ich der Vergewaltigung einer Minderjährigen in einem Berliner Jugend-Club durch Migranten auch nichts gehört. Man sehe mir daher bitte nach, dass ich nicht in das allzu durchsichtige Gejammere einstimme. Alles Gratismut. Nichts wert. Wer sich bei Messermorden und Vergewaltigungen nicht rührt, aber bei einer virtuellen Vergewaltigung in Wallung gerät, den kann und den will ich nicht ernstnehmen. Für mich handelt es sich um einen weiteren Fall einer widerlichen Instrumentalisierung eines möglichen Verbrechens. Moralisch die unterste Schublade. Warten wir mal ab, wie dumm diese Leute am Ende dastehen werden.

Mein Tipp: Kümmert Euch um die analogen Vergewaltigungen in der richtigen Welt. Die finden täglich statt.

Tausende Internet-Kommentare machen Collien Fernandes (44) jetzt Mut



Mallorca (Spanien) – Sie hat sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen und den Schmerz nicht mehr nur mit sich allein herumzutragen. Collien Fernandes (44) erhebt im „Spiegel“ und auf Instagram schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50). Der unglaubliche Vorgang: Jahrelang soll der Schauspieler sich im Internet als seine damalige Frau ausgegeben haben und teils sexuelle Chat-Kontakte mit fremden Männern in ihrem Namen gehabt haben.

Weitere Vorwürfe: Christian Ulmen habe manipulierte Fotos und Videos von Collien Fernandes verbreitet. Die Anschuldigungen und eine Anzeige führten mittlerweile zu Vorermittlungen der spanischen Staatsanwaltschaft auf Mallorca, wo beide leben. Gegen die Berichterstattung im „Spiegel“ geht Ulmens Anwalt vor und schreibt von unzulässiger Verdachtsberichterstattung und unwahren Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung.

Lange ein Traumpaar der deutschen Filmszene: Collien Fernandes und Christian Ulmen heirateten 2011 und haben eine Tochter (13). Offizielle Trennung im September letzten Jahres



Wie der Fall ausgeht, müssen jetzt Gerichte entscheiden. Was bereits klar ist: Fernandes bekommt große Unterstützung in den sozialen Medien. Mehrere tausend Follower posteten ihre Worte. Politiker, Schauspieler, Autorinnen. Anika Decker (50, „Keinohrhasen“) schrieb: „Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Es tut mir unendlich leid, was dir passiert ist.“

Journalistin Düzen Tekkal (47) schreibt: „Das erste Gefühl: Mir fehlen die Worte, mir ist wirklich schlecht. Das zweite Gefühl: Mitgefühl für dich und Demut. Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen Mut, das Schweigen zu brechen. Wohlwissentlich, was das für dich persönlich bedeutet, auch als Mama. Wir stehen hinter dir. Du bist nicht allein, die Scham wird und muss die Seite wechseln. Virtuelle Vergewaltigung und digitale Justiz müssen an den Pranger gestellt werden. Danke für deinen Mut.“

Boris Rhein findet die Leidensgeschichte „schrecklich“

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (54, CDU)



Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (54, CDU) sagte BILD: „Die Berichte über die Leidensgeschichte von Collien Fernandes machen mich betroffen. Das zeigt einmal mehr auf schreckliche Weise, dass sexualisierte Gewalt und Unterdrückung wirklich jede Frau treffen kann. Gegen solche Straf- und Schandtaten müssen wir mit aller Härte vorgehen. Deshalb haben wir als Hessen beim letzten Ministerpräsidentengipfel die Forderung durchgesetzt, Betreiber von Internet- und Social-Media-Plattformen für die Verbreitung intimer Bilder und KI-Deepfakes härter zu bestrafen und eine Beweislastumkehr zulasten der Täter einzuführen.“

Kevin Kühnert fordert neue Sicht

Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert (36) fordert eine Umkehr von Scham im Fall „Ulmen/Fernandes“



Auch Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert (36) schreibt an „Traumschiff“-Star Fernandes: „Hochachtung für den Mut, sich über Jahre hinweg zu wehren und jetzt auch noch diesen großen Schritt zu gehen und das ganze Ausmaß transparent zu machen. Es sind diese Taten, die beweisen, dass der Satz ,Die Scham muss die Seiten wechseln‘ nicht in irgendwelche Sprüchekalender gehört, sondern in unser Bewusstsein.“

Ricarda Lang klagt Gesetzeslücken an

Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang (32): „Ich hab’ gar keine Worte dafür, wie schlimm das ist. Danke für deinen Mut. Du zeigst damit ganz vielen Betroffenen, dass sie nicht allein mit diesen Erfahrungen sind. Das Ganze hat System. Und vor allem machst du darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, dass wir digitale Gewalt endlich ernst nehmen und die Gesetzeslücken, die Frauen schutzlos zurücklassen, schließen!“

Rebecca Mir (34, v.l.), Angelina Kirsch (37) und Collien Fernandes bei einem gemeinsamen TV-Auftritt vor wenigen Tagen im WDR



Moderatoren-Kollegin Rebecca Mir (34): „Als du letzte Woche erzählt hast, was dir passiert ist, hat mich das tief erschüttert. Es macht mich so wütend und traurig zugleich, dass dir jemand so etwas antun konnte. Und jetzt zu wissen, WER dahintersteckt, macht mich einfach sprachlos. Ich finde es unglaublich mutig und bewundernswert, dass du den Schritt gehst und damit an die Öffentlichkeit gehst. Das erfordert so viel Stärke. Ich wünsche dir von Herzen, dass dir Gerechtigkeit widerfährt und er die Konsequenzen für sein Handeln tragen muss.“

Palina Rojinski (40), die Collien und Christian lange kennt, solidarisiert sich voll mit der TV-Kollegin: „Danke für deinen Mut und dass du mit der Öffentlichkeit teilst, was dir von deinem Ehemann angetan wurde.“

Palina Rojinski (40) unterstützt Collien ebenfalls



Es sind Worte der Unterstützung für Collien Fernandes, die sich nach eigenen Angaben laut „Spiegel“ über Jahre den mutmaßlichen Erniedrigungen ihres Ex-Mannes ausgesetzt sah. Weihnachten 2024 soll Ulmen ihr auf Druck gebeichtet haben, dass er hinter den gefakten Fotos im Netz stecke. Im vergangenen Jahr verkündeten beide die Trennung.

Susan Sideropoulos (45) schickt ihrer Freundin Collien im Netz eine feste Umarmung



Fernandes‘ Schauspielkollegin Susan Sideropoulos (45, „Rote Rosen“) versucht ebenfalls, Trost zu spenden: „Sprachlos. Ich glaub’, mein Herz hat für einen Augenblick aufgehört zu schlagen. Umarme dich fest.“

Tausende Kommentare unter Colliens Post

Luisa Neubauer (29): „Den größten Dank im Namen von so vielen von uns.“ Carolin Kebekus (45) schreibt: „Das ist nicht zu fassen. Danke für deine Offenheit. Die Scham muss die Seite wechseln.“ Kollegin Janin Ullmann (44): „Das ist einfach nicht zu fassen.“

Es sind allesamt Worte aus dem Netz, die Collien jetzt guttun werden.

Auf BILD-Anfragen antworteten bisher weder Collien Fernandes noch Christian Ulmen selbst. Sein Anwalt Christian Schertz schickte nur ein Informationsschreiben. In diesem heißt es: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den SPIEGEL rechtliche Schritte einzuleiten.“ Es würden weiterhin „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet.





Deutsche Historikerinnen erklären uns die AfD: Ruth Hoffmann und der angebliche „Raubzug von rechts“

von Lukas Mihr

Schlimmer als die NSDAP? Historikerin Hoffmann weiß mehr über die AfD als diese selbst



Wenn es Deutschland an einem nicht mangelt, dann an Historikern und vor allem Historikerinnen, die dem Deutschen die AfD erklären. Das ist eigentlich das Gebiet der Journalisten, die aber eben nur einen Blick für die Gegenwart haben. Den Blick in die Vergangenheit hat hingegen nur die Geschichtswissenschaft. Und welche Vergangenheit gemeint ist, wird schnell klar. Manchmal landen die Experten noch bei den Klassikern, also Carl Schmitt, Oswald Spengler, Armin Mohler oder Ernst Jünger, aber fast immer bei, na wem wohl, der NSDAP. Das ist ebenso ermüdend wie berechenbar und eine akademische Variation von Godwin’s Law, so dass man fast ein wenig erfreut ist, wenn zumindest immer wieder ein neuer Umweg eingeschlagen wird, um dann doch beim immergleichen Ziel zu landen. Die Historikerin Dagmar Herzog beispielsweise ist komplett sexfixiert und sieht genau in diesem Thema eine Wesensverwandtschaft zwischen AfD und NSDAP.

Ruth Hoffmann hingegen geht von der Gegenwart in die ferne Vergangenheit, nämlich bis ins Mittelalter, um von dort die gesamte deutsche Geschichte durchzuexerzieren. Aber der Reihe nach. In ihrem Werk „Raubzug von rechts“ wirft Hoffmann der AfD vor, demokratische und republikanische Errungenschaften zu kapern und für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Die Bezugnahme auf die Landesflagge, die Paulskirchenversammlung und die Bürgerbewegung in der DDR sei rein taktisch motiviert und habe nichts mit einer genuin demokratischen Einstellung zu tun. Wirklich konsequent ist Hoffmann dabei nicht. Sie betont, dass die Rechten in Deutschland sich meist auf die Flagge des Kaiserreichs (Schwarz-Weiß-Rot) bezogen hätten und erst in der jüngeren Vergangenheit Schwarz-Rot-Gold für sich beanspruchten. Das stimmt, nur wurde diese Umdeutung erst dadurch möglich, dass die Bundesrepublik selbst ein verkrampftes Verhältnis zu ihren Symbolen hat. Symptomatisch hierfür ist wohl, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrem Wahlsieg 2013 dem freudig erregten CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe eine Deutschlandfahne aus der Hand nahm. In einem Paralleluniversum, in dem Deutschland ein wenig patriotischer ticken würde, wären die bevorzugten Farben der AfD vielleicht tatsächlich Schwarz-Weiß-Rot.

Fremdeln mit Schwarz-Rot-Gold

Obwohl Hoffmann Schwarz-Rot-Gold als Farben der Revolution und der frühen Demokratie anpreist, hätte sie „persönlich auch Schwierigkeiten, die bei mir auf dem Balkon zu hängen.“ Und irgendwie will sie auch den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für einen jüngsten Flaggenvorstoß nicht so recht loben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Entstehungsprozess eines Buchs von der Realität überholt wird. Man muss seine Rechercheergebnisse deswegen nicht zwangsläufig streichen, schließlich kann man sie auch als Momentaufnahme stehen lassen. Dass Hoffmann aber auch in ihrer aktuellen Buchpromotion auf Maximilian Krah verweist, um ihre Thesen zu untermauern, verfängt nicht ganz. Denn dieser hat seinen früheren Positionen abgeschworen und gibt sich mittlerweile moderat. Die Einschränkung der Meinungsfreiheit ist für sie nur ein „Narrativ“: „Darüber, wie es sich anfühlte, in der DDR zu leben, wissen offenbar gerade AfD-Männer aus dem Westen besonders gut Bescheid.“ Nun, ganz so falsch können die „Besserwessis“ damit nicht liegen, wenn die AfD im Osten durchweg stärkste Partei ist…

Auch stört sich Hoffmann daran, dass die AfD plane, die Inhalte an Schulen und Theatern mitzubestimmen – ganz als ob diese aktuell völlig frei von politischer Einflussnahme seien. Welch seltsame Blüten das treibt, sah man erst kürzlich im Hamburger Thalia-Theater, in dem der rechte Youtuber Feroz Khan einen kurzen Auftritt hatte. Die heiligen Hallen waren fortan kontaminiert. Es heißt, viele Mitarbeiter seien in Tränen ausgebrochen und hätten sich nicht mehr sicher gefühlt. Sollte Ulrich Siegmund im Herbst zum ersten Ministerpräsidenten der AfD gewählt werden, wird er sicherlich auch Einfluss auf die Kulturpolitik in seinem Bundesland nehmen. Aber glaubt jemand ernsthaft, dass er zu weinen beginnt, wenn er einem Linken im Theater begegnet?

Verdächtige parlamentarische Anfragen

Ebenso weiß Hoffmann, dass die AfD durch die Vielzahl ihrer parlamentarischen Anfragen die Demokratie lahmlegen wolle. Der Blick in die Statistik liefert vielfältige Antworten. Bislang war die AfD erst für zwei volle Legislaturperioden im Bundestag vertreten. Von 2021 bis 2025 stellte sie tatsächlich die meisten Anfragen an die Bundesregierung, zwischen 2017 und 2021 ging der Spitzenplatz allerdings an die FDP. Außerdem errang die AfD den Spitzenposten in der letzten Legislaturperiode nur bei den Anfragen der Fraktion. Bei den Anfragen einzelner Parlamentarier lag die Union vorne. Zudem gilt der Spitzenplatz bei den Fraktionsanfragen nur in absoluten Zahlen. Pro Parlamentarier lagen in diesem Punkt die Linken (inklusive BSW) vorn. Dass die AfD stärker als die SPD vertreten ist, kann auch niemanden verwundern. Denn die Anfragen sind ein klassisches Instrument der Oppositionspolitik, die SPD hingegen war in beiden Legislaturperioden an der Regierung beteiligt. Einmal ganz abgesehen davon, dass die AfD wohl kaum die Verwaltung lahmlegen kann – denn seit langem fällt auf: Je brisanter die Anfragen der Fraktion, desto knapper die Antwort der Bundesregierung.

Große Sorgen macht sich Hoffmann darum, dass die AfD die Errungenschaften der Vorgängerregierungen wieder aufheben könnte. Aber das ist leichter gesagt als getan. Barack Obama hatte einst angekündigt, das Kriegsgefangenenlager Guantanamo Bay zu schließen und die Insassen in den USA vor Gericht zu stellen. Dies war einer der Hauptkritikpunkte an seinem Amtsvorgänger George W. Bush gewesen. Doch bald stellte sich heraus, dass man den Gefangenen die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nicht nachweisen konnte (obwohl dies sehr plausibel war). In einem rechtsstaatlichen Prozess hätte man sie also freisprechen müssen – woraufhin sie sich natürlich wieder dem terroristischen Kampf angeschlossen hätten. Die Folge: Weder dieses Dilemma noch Guantanamo Bay wurden aufgelöst. Donald Trump wollte in seiner ersten Amtszeit die Krankenversicherung seines Vorgängers, genannt Obamacare, wieder abschaffen, scheiterte jedoch im Kongress. Die Beispiele zeigen: Zwar ist es relativ einfach, ein bereits bestehendes Gesetz aufzuheben – denn dafür bedarf es nur einer Parlamentsmehrheit; der große Rattenschwanz an Konsequenzen jedoch, der damit einhergeht, kann sich als äußerst resistent erweisen.

Die AfD und die Homoehe

Wenn sogenannte “Experten” darauf hinweisen, was die AfD alles umsetzen will, sollte sie einmal an der Macht sein, werfen sie ihr damit entweder implizit oder explizit vor, so radikal wie die NSDAP zu sein. Bloß stimmt das nicht; in letzter Konsequenz bedeuten ihre Vorwürfe, dass die AfD sogar noch radikaler als die NSDAP sei. Hoffmann beispielsweise behauptet, dass die AfD die Homoehe abschaffen wolle. Doch daran darf gezweifelt werden. Wenn man wirklich belastbare Informationen sucht, stößt man auf einen Gesetzentwurf der Fraktion von 2018, der fordert, zum “Lebenspartnerschaftsgesetz von 2001” zurückzukehren. Das kann aber zweierlei bedeuten: Das Gesetz von 2001 auf dem Stand von 2001 – oder das Gesetz von 2001, das in den Jahren danach vom Bundesverfassungsgericht mehrfach modifiziert wurde. Würde die AfD eines Tages letzteres Szenario durchsetzen, würde sich also nicht viel ändern. Die Homoehe hieße dann ganz simpel „Lebenspartnerschaft“, hätte aber nur einen neuen Namen, während in allen Alltagsbelangen alles so bliebe, wie es ist. Nun ist die AfD-Forderung allerdings schon acht Jahre her und in der Zwischenzeit hat man nicht mehr allzu viel zum Thema gehört.

Klar, andere Probleme sind weit dringender. Mit jedem Jahr, das bis zur so geframten „Machtergreifung“ noch verstreicht, wird es unwahrscheinlicher, dass die AfD die Homoehe tatsächlich revidieren will. Könnte die AfD überhaupt alle Schwulen und Lesben augenblicklich zwangsscheiden? Ausgeschlossen! Mit den Nürnberger Rassegesetzen wurden Ehen zwischen Deutschen und Juden verboten. Bereits bestehende Ehen hatten jedoch weiterhin Bestand – weil man einerseits nicht die deutschen Ehepartner verärgern wollte und zweitens einen juristisch-bürokratischen Alptraum fürchtete. Immer wieder will Hoffmann klarstellen, dass es ein (von niemandem in der AfD real gefordertes, aber in ihrer Projektion zum Kernanliegen der Partei erklärtes) „völkisch reines Reich“ nicht geben könne. Denn dazu seien die Deutschen ja schlicht zu vielfältig, schließlich hätten sie ja auch keltische und andere Wurzeln. Das Kaiserreich sei eine verspätete Nation gewesen und erst lange nach anderen Zentralstaaten entstanden. Bis heute gäbe es viele einzelne deutsche Regionalidentitäten. Aber hält uns das davon ab, von den Engländern und den Franzosen zu sprechen? Denn auch dort finden wir Franken, Normannen und Kelten und das Argument der Regionalidentitäten kann man doch auf praktisch jedes Volk (außer einem isolierten Stamm im Amazonas-Gebiet) anwenden.

Der gar schröckliche “Volksbegriff”

Selbst Dänemark, das in seiner Größe etwa einem durchschnittlichen deutschen Bundesland entspricht, hat mehrere verschiedene Dialekte. Üblicherweise bewohnen Völker ein zusammenhängendes Gebiet – die Australier aber nicht. Der Großraum Perth ist von tausenden Kilometern Wüste umgeben und komplett vom übrigen Siedlungsgebiet abgeschnitten. Da könnte man viel eher sagen, dass es zwei verschiedene Völker gibt. Hoffmann kommt auf andere Beispiele zu sprechen: So zum Beispiel auf die Hugenotten, denen Berlin beispielsweise den Gendarmenmarkt verdankt oder auf die Ruhrpolen im Bergwerk, die den Fußballverein Schalke prägten. Ohnehin könne sich nur ein Adliger, der all seine Vorfahren überblickt, seiner deutschen Abstammung sicher sein. Hoffmann kommt zum Schluss: „Worin besteht die nationale Identität, die uns angeblich zu jenem klar definierbaren ‚deutschen Volk‘ macht? Die AfD tut so, als sei das sonnenklar. In Wirklichkeit fällt es ihr selbst schwer, die Frage zu beantworten.“ Dabei gibt sie kurz darauf selbst ein bisschen zu, dass es dann wohl doch nicht ganz so schwierig ist. Denn es mag Fälle geben, in denen die Frage, ob jemand zum deutschen Volk gehört, schwierig zu bejahen ist. Sie zu verneinen ist jedoch deutlich einfacher.

Denn weiter heißt es: „Konkret wird es hingegen immer dann, wenn es darum geht, was angeblich nicht deutsch ist – als würde das Eigene erst durch die Abgrenzung vom Fremden entstehen. Die scharfe Trennung zwischen ‚Wir‘ und ‚den Anderen‘ nimmt darum bei rechten Populistinnen und Populisten großen Raum ein, wobei alles, was nicht zum ‚Wir‘ gehört, als minderwertig und gefährlich gilt.“ Denn auch wenn man sich manchmal darüber streiten kann, ob jemand nun deutsch ist oder nicht, ist doch Folgendes klar: Wenn ein Afghane in Deutschland lebt, aber kaum deutsch kann, nicht arbeitet und seine Frau unter den Schleier zwingt, dann macht ihn auch die Staatsbürgerschaft nicht zum Deutschen. Hoffmann stößt sich – wenig verwunderlich – am Begriff des „Passdeutschen“: „Unsere Verfassung unterscheidet nicht zwischen ‚ethnischen‘ Deutschen und ‚Passdeutschen‘. […] Unser Grundgesetz, das die Würde des Menschen an erste Stelle setzt, spiegelt das wider.“ Sicher, es gibt Passagen des Grundgesetzes, die Hoffmanns Deutung stützen – eben in den Artikeln 1 und 3; aber dass die Verfassung nicht zwischen ethnischen Deutschen und Passdeutschen unterscheidet, liegt wohl vor allem daran, dass Deutschland 1949 im Wesentlichen noch ein monoethnischer Staat war und die bald darauf erfolgende Masseneinwanderung niemand voraussehen konnte. Und weder war das Konzept der massenhaften Doppel- und Mehrfachstaatsbürgerschaft bei Verabschiedung des Grundgesetzes relevant, noch hätte man sich damals vorstellen können, dass deutsche Behörden jemals sogar Menschen ohne Integrations- oder sogar Sprachnachweise am Fließband einbürgern.

„Umvolkung“ damals und heute

Einer der maßgeblichen Autoren des Grundgesetzes, der CDU-Politiker und kurzzeitige Justizminister Schleswig-Holsteins, Hermann von Mangoldt, war jedenfalls kein Vertreter von derart inklusivem Gedankengut; 1939 schrieb er unter dem Titel „Rassenrecht und Judentum“ : „Die Geschichte der Völker aller Kontinente zeigt deutlich die Gefahren, die aus einer Vermischung des eigenen mit stark artfremdem Blute drohen. Immer wieder haben daher die Völker zu den einschneidenden Maßnahmen gegriffen, um einer solchen Überfremdung vorzubeugen. Niemals vorher ist die ganze Frage aber mit der gleichen Schärfe wie heute im Dritten Reiche und in einzelnen anderen mitteleuropäischen Ländern als Rassenproblem erkannt und gleichzeitig auch in der Gesetzgebung als solches behandelt worden. […] Sucht man nach einer Erklärung für diese Ausgestaltung unserer Rassenrechte, so ist sie rasch in den in Mitteleuropa gegebenen Bevölkerungsverhältnissen gefunden. Die Gefahr der Rassenüberfremdung drohte hier ernstlich nur von den Juden. Kein anderes artfremdes Volk hat in diesem Raume auch nur annähernd so hohe Zahlen wie sie erreicht.“ Lustiges Detail übrigens am Rande: Die Google-KI Gemini beantwortet die Frage, ob Deutschland ein Vielvölkerstaat sei, übrigens wie folgt: „Der Begriff ‚Vielvölkerstaat‘ wird für das moderne Deutschland selten verwendet, da er historisch vorbelastet ist (er suggeriert oft instabile Großreiche, die zerfallen).“

Einige der Beispiele, die Hoffmann verwendet, fallen dann auch auf sie selbst zurück: Die Ruhrpolen waren als Slawen den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. Ihre Vereine wurden verboten und eine Politik der Zwangsassimilierung durchgeführt. Dennoch: Wenn ein Ruhrpole im Zweiten Weltkrieg starb, dann meist als Soldat der Wehrmacht und nicht als KZ-Insasse. Auch die Sorben, die im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Brandenburg siedeln, standen unter Beobachtung der Gestapo, entgingen aber der Vernichtung. Auch in Bezug auf die deutschen Juden zeigte sich das Regime flexibel. “Halb-” und “Vierteljuden”, die sich um die deutsche Sache verdient gemacht hatten, konnten auf eine Ernennung zum „Ehrenarier“ hoffen. Die Nazis wussten um die deutsche Ostsiedlung im Mittelalter und dass, damit einhergehend, die slawischen Völker bis zu einem gewissen Grad deutscher Abstammung waren. Dementsprechend sah der “Generalplan Ost” auch nicht die komplette Vernichtung oder Vertreibung der Slawen vor, sondern befand Teile von ihnen als “regermanisierbar”. Im Prozess der „Umvolkung“ sollten sie wieder zu Deutschen werden.

Niemand will „Deportationen“ und sie wären auch gar nicht umsetzbar

Heinrich Himmler sah auch in Stalin einen Spross des deutschen Volkes, wie er in seiner berüchtigten Posener Rede anmerkte. Das äußerte er halb bewundernd, halb verängstigt. Vor dem Aufstieg Stalins waren die Eliten der kommunistischen Partei zu etwa 20-40 Prozent jüdisch gewesen, doch dieser Anteil sank nach der großen Parteisäuberung drastisch – wie in Berlin respektvoll anerkannt wurde. Gleichzeitig fürchtete Himmler jedoch, dass Stalin als heimlicher Germane letztlich der überlegene Feldherr sei. Die NS-Rassenideologie war also weit differenzierter, als man gemeinhin annehmen könnte, und trat oft genug hinter pragmatische Überlegungen zurück. Wenn Hoffmann mit Blick auf die AfD von einer „rechten Phantasie vom rein deutschen Volk“ spricht, sollte sie als Historikerin eigentlich wissen, dass dies nicht umsetzbar ist. Deutschland erhebt aus historischen Gründen zwar die Rasse seiner Einwohner nicht, man kann aber grob abschätzen, dass diese zu etwa 15 Prozent außereuropäischer Abstammung sind. Zum Vergleich: In der Rassenarithmetik der Nationalsozialisten machten die oben genannten Gruppen – Juden, Ruhrpolen und Sorben – 1933 vielleicht nur 2 Prozent der Reichsbevölkerung aus. Das allein zeigt, welch organisatorischer Aufwand eine großangelegte Migration bedeuten würde. Abgesehen davon, dass die AfD nie die Absicht hatte, “alle nicht-Deutschen zu deportieren” und außer zu Landes schaffen, wie in Perpetuierung der Potsdam-Lüge nach wie vor unterstellt wird, wäre so etwas auch nur hypothetisch völlig undurchführbar.

Auch Björn Höcke und andere Vertretern umfassender Remigrationsideen geht es vor allem darum, Menschen, die sich hier nicht integrieren können und wollen, loszuwerden – aber nicht durch Zwang oder gar Gewalt, sondern eher aus freien Stücken. Wenn Hoffmann also schreibt: „Höcke, der für Mäßigung noch nie etwas übrig hatte, betonte im Landtag unmissverständlich, seine Partei wolle es Migranten in Deutschland ’so unattraktiv wie möglich‘ machen, mit den Remigrationen in Thüringen beginnen und von dort aus den ‚Migrationsextremismus‘ im ganzen Land ‚abwickeln‘“, dann bedeutet das nicht, dass Höcke seine Absichten in irgendeiner Weise verschleiert. Er weiß, dass man über den Ansatz einer mehr oder weniger freiwilligen Ausreise mehr erreicht, als mit Zwangsmaßnahmen. Hört man Ruth Hoffmann zu, kommt einem unweigerlich in den Sinn, dass sich Historiker vielleicht endlich wieder einmal auf ihre eigentliche Stärke besinnen sollten, nämlich aus der zeitlichen Distanz heraus Schlüsse ziehen, statt durch Inferenz und Zuschreibungen die eigene Voreingenommenheit über eine Partei zur Grundlage ihrer Expertise zu machen. Die Geschichtswissenschaft wird wohl erst in 20 bis 30 Jahren seriöse Aussagen über die AfD des Jahres 2026 treffen können.