Samstag, 30. Mai 2026

UN-Bericht: Vergewaltigung palästinensischer Gefangener in Israel

 

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Seit einiger Zeit kursiert die Behauptung, palästinensische Gefangene würden in Israel sexuell Missbraucht werden. Nun ist ein UN-Bericht veröffentlicht worden, der das belegen soll.
Doch ist dem wirklich so?

Am 11.05.2026 veröffentlichte der preisgekrönte Journalist Nicholas Kristof in der New York Times einen Meinungsbeitrag, der von sexuellem Missbrauch palästinensischer Gefangener durch Israelische Soldaten und Vollzugsbeamte berichtet. Zwei Dinge an dem Werk sind auffällig.

Zum ersten verlässt Kristof sich ausschließlich auf Zeugenaussagen. Von denen zumeist nicht klar ist, ob er selber mit diesen Zeugen oder Opfern gesprochen hat, oder ob es auf Hörensagen beruht. Und auf den Euro-Med Human Rights Monitor, den er als „In Genf ansässige Aktivistengruppe“ beschreibt, die „häufig Israel kritisiert“. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um eine palästinensische Lobbyorganisation, die bisher vergeblich versucht von der UN anerkannt zu werden. Aber sie hat ein Büro in Brüssel und ist gut vernetzt.
Vom Gründer Ramy Abdu existieren Aufnahmen mit Führungsleuten der Hamas.

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Screenshot des groß aufgemachten Meinungsbeitrags von Kristof in der New York Times.

Zum zweiten erschien dieser Meinungsbeitrag nur einen Tag, bevor die internationale Civil Commission ihren Bericht zum sexuellen Terror durch die Palästinenser am und nach dem 10/7 veröffentlichte.

Seitdem ist dieses Gerücht in der Propaganda gerne genommen. Es wurde längst als Tatsachenbehauptung übernommen.

Gestern hat die UN nun einen Bericht veröffentlicht, der beweist, dass palästinensische Gefangene durch Israelis vergewaltigt werden. Das ist zumindest die Aussage der Propaganda und der Grundton einiger Medienberichte. Doch nichts an dieser Aussage stimmt.

Der Bericht

Die UN hat zu allen möglichen Themen Sonderbeauftragte. Diese berichten regelmäßig an den Sicherheitsrat und teilweise an die Vollversammlung.
Die Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt bei Konflikten ist seit 2017 die Juristin Pramila Patten aus Mauritius. (Titelbild)

Diese hat vorgestern ihren regelmäßigen Bericht an den UN-Sicherheitsrat übergeben.
Es handelt sich also nicht um einen gesonderten Bericht zu Israel und Palästina, sondern ist eine aktuelle Übersicht.

In dem 35-seitigen Bericht (S/2026/321, 30 Seiten plus Anhänge) geht es u.a. auch um den Kongo, Mali, den Sudan, Syrien, und so weiter.
Bis auf Myanmar und Israel sind alle anderen genannten Staaten muslimisch.

Die Vorwürfe

In dem Abschnitt zu Israel und Palästina geht es vergleichsweise kurz um das, was die Hamas getan hat. Erwähnt werden sechs Fälle von – so wörtlich – Vorwürfen (allegations) durch ehemalige Geiseln.

Im längeren Abschnitt geht es um mutmaßliche sexuelle Gewalt an palästinensischen Gefangenen durch Israel.

„Im Jahr 2025 wurden weiterhin Muster sexueller Gewalt gegen Palästinenser dokumentiert, die in Israel und im besetzten palästinensischen Gebiet inhaftiert sind. Die von den Vereinten Nationen verifizierten Fälle sollten – angesichts der anhaltenden Verweigerung des Zugangs zu Hafteinrichtungen sowie zum Gazastreifen durch die Regierung Israels – eher als Indikatoren für Vorfälle und Muster über mehrere Berichtszeiträume hinweg betrachtet werden, denn als umfassend.“

Auf gut Deutsch: Da Israel die UN nicht in die Gefängnisse und in die Kampfzone lässt, muss man von einem Muster ausgehen.
Was merkwürdig ist, da in einem vorherigen Bericht, nach einem Besuch der Sonderbeauftragten 2024, noch von der Kooperation durch die israelische Regierung gesprochen wurde.

Es geht um Berichte von sexuellem Missbrauch gegen 14 Männer, 7 Frauen, 9 „Jungen“ und einem „Mädchen“. Der Bericht hält sich, wie alle Berichte der UN, an die Sprachregelung von UNICEF: Alle unter 18 werden als Kinder bezeichnet.

„Dreizehn dieser Fälle traten im Jahr 2025 auf, und 18 in den Jahren 2023 und 2024.“

Diese berichteten Fälle stammen also nicht aus einem Jahr. Sondern aus drei Jahren. Und das bei über 10.000 Gefangenen, von denen tausende bereits wieder auf freiem Fuß sind.

„Zu den Verstößen zählten Vergewaltigungen – einschließlich solcher unter Einsatz von Gegenständen –, Gruppenvergewaltigungen, versuchte Vergewaltigungen, körperliche Gewalt gegen die Genitalien, Fälle gezielten Schießens auf die Genitalien, Berührungen der Brüste und Genitalien, Nackt- und Leibesvisitationen ohne erkennbare sicherheitsrelevante Rechtfertigung, erzwungene Nacktheit sowie Vergewaltigungsdrohungen. Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen – in einigen Fällen wiederholt – wurden an neun Opfern verübt, von denen die Mehrheit aus dem Gazastreifen stammte.“

Wir kommen darauf zurück.

„Das ist nicht mein Job.“

Am Tag darauf, dem gestrigen 29.05.2026 hielt die Sonderbeauftragte Patten dann eine Pressekonferenz ab.
Ausnahmsweise fragten einige Journalistinnen kritisch nach. Die Antworten sind erschütternd.

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Screenshot der Übertragung der Pressekonferenz.

Ich übersetze frei.

Zunächst fragt eine französische Journalistin, deren Namen ich nicht verstanden habe, von der Agentur AFP, dass der Berichte ja fehlende Kooperation durch Israel behaupte. Der israelische Botschafter habe Patten und UN-Repräsentanten aber eingeladen. Und diese haben abgelehnt zu kommen.
Patten bestätigt, dass sie im März 2025 von Danon (Botschafter Israels bei der UN) eingeladen wurde. Und erklärt dann minutenlang, warum es dazu nicht gekommen ist, was sich geändert hatte und was bei einem Treffen mit Danon besprochen wurde.

Eine weitere Journalistin, die ihren Namen und Medium nicht nennt, fragt dann nach der Dokumentation der genannten Fälle. Wie diese dokumentiert wurden und warum sie nicht bereits 2023 bis 2025 dokumentiert wurden.

Patten sagt daraufhin, sie würde gar nichts dokumentieren. Dies seien Fälle, die wiederum vom Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte dokumentiert würden. Das ist derzeit der Österreicher Volker Türk.
Es sei nicht die Verantwortung ihres Büros, diese zu prüfen.

Dann fragt Jessica Le Masurier von France 24 unter anderem, ob Patten die Fotos und Videos gesehen habe, die laut ihres Berichts durch Israelis von dem sexuellen Missbrauch gemacht wurden. Ob sie diese als Beweise bezeichnen würde.

Patten erklärt, dass sie kein Mandat habe, um „da raus zu gehen“ und dass die Informationen von „Human Rights Monitors“ stammen.
Sie habe sich zwar schon mal mit ehemaligen Geiseln und Gefangenen getroffen. Im Kontext zu diesem aktuellen Bericht jedoch nicht.

„Ich bin nicht der Hüter dieser Informationen.“

Le Masurier bohrt nach. Patten habe also für ihren Bericht zu den israelischen Opfern direkt mit einigen gesprochen, für den aktuellen Bericht aber nicht mit palästinensischen.
Patten laviert.
Le Masurier fragt nochmal nach, ob Patten Zugang zu Beweisen gehabt habe.
Daraufhin sagt Patten, sie bräuchte keinen Zugang zu Beweisen. Die Fälle seien mit einer „robusten Methodologie“ verifiziert.
Le Masurier: „Ich wollte nur wissen, ob Sie es mit eigenen Augen gesehen haben.“
Patten: „Nein. Das ist nicht mein Job.“

Auch die restliche Pressekonferenz ist aufschlussreich. Unter anderem fragt auch ein Journalist der in London ansässigen Al-Qudas Arabia.

Eine weitere Frage beantwortet Patten damit, dass in ihrem Bericht jeweils die Themen angesprochen würden, die vom Generalsekretär bzw. dem Sicherheitsrat vorgegeben würden. So habe sie zu 2022 auch über die Ukraine berichtet, nun aber nicht.
Warum das Thema ausgerechnet jetzt angefragt wurde, sagt sie nicht. Ein weiterer merkwürdiger Zufall.

Woher die Informationen?

Im Bericht finden sich keinerlei Quellenangaben zu den angeblich so sorgsam und „robust“ dokumentierten Fällen. Die Sonderbeauftragte räumt ein, dass sie das weder recherchiert, noch irgendwie prüft. Die Quellen bleiben verborgen. Mehrfach spricht sie von „Human Rights Monitors“ („Beobachter für Menschenrechte“), ohne dass diese klar benannt werden.

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Pressekonferenz des Council for European Palestinian Relations (CEPR) zum Thema „Die Hamas-Bewegung im internationalen Kontext“ 2013. Links Ramy Abdu, Gründer des häufig zitierten Euro-Med Human Rights Monitor. Daneben, in der Mitte, der Hamas-Führer Osama Hamdan.

Spielen wir des Teufels Advokat:
Eine palästinensische Gefangene beklagt sich nach ihrer Rückkehr darüber, dass sie sich ausziehen musst oder ihre Brüste berührt wurden. Was bei Leibesvisitationen ja durchaus angebracht ist. Und legal.
Dies landet dann entweder bei der Hamas oder (über diese) bei einer Lobby Organisation wie dem bereits erwähnten Euro-Med Human Rights Monitor.
Das geht dann an das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte.
Von da geht es an die Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt bei Konflikten, weil für einen Bericht nach Israel gefragt wurde.
Und dieser Bericht wird dann von der israelfeindlichen und antisemitischen Propaganda aufgenommen. Ohne dass noch hinterfragt wird – geschweige denn nachvollziehbar wäre – woher diese Informationen stammen.

Ich nenne das Weißwaschen von Behauptungen durch die UN.

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2013: Mazen Kahel, einer der Vorsitzenden beim Euro-Med Human Rights Monitor 2015 – 2019, und der Gründer Ramy Abdu bei einer Zusammenkunft der Organisationen „Die Europäische Kampagne zur Beendigung der Belagerung des Gazastreifens“ (ECESG), „European NGOs Empowerment Services“ (ENES) und der „Rat für europäisch-palästinensische Beziehungen“ (CEPR), zu der auch Abdu gehörte. In der ersten Reihe: Der inzwischen getötete politische Chef der Hamas Ismail Haniyya.

Die Gewichtung lenkt

Nun könnte man argumentieren, dass die Leute bei der UN halt ihren Job machen. Und die Strukturen nun einmal so sind.

Spannend ist allerdings, dass so gut wie keine Frage in der Pressekonferenz zu einem anderen Thema gestellt wurde.

Die allermeisten Journalisten werden nicht den ganzen Bericht lesen. Für so etwas gibt es Zusammenfassungen und Pressemitteilungen.
Die Seite der UN, die den Bericht zusammenfasst und auf der der Bericht nur eingebettet ist, widmet den Taten der Hamas 121 Wörter. Weitere 82 Wörter dazu, dass die Hamas bisher keine Stellung genommen hat und es keine Anklagen wegen sexuellem Missbrauch an Israelis gegeben habe.

Der zitierte Absatz zu den Vorwürfen gegen Israel ist 484 Wörter lang.
In der Zusammenfassung, wohlgemerkt.

Mehr noch. Israel/Palästina ist sogar der einzige Fall, der in der Zusammenfassung genannt wird.
Nichts zu den Massakern im Sudan. Nichts zu Myanmar, wo der IGH tatsächlich einen Genozid sah. Nichts zum Kongo, wo laut Pressemitteilung der UNICEF 2025 alle halbe Stunde ein Kind vergewaltigt wird.
Nur die 31 Fälle angeblichen sexuellen Missbrauchs an Palästinensern in israelischer Haft im Zeitraum von drei Jahren. Aus ungenannten Quellen.

Wenn das nicht strukturelle Israelfeindlichkeit ist, was dann?


Erschienen auf steady.page

Terroristen Lina Engel und Daniela Klette... und Maja T.

von Thomas Heck

Lina E. wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Der Bundesgerichtshof bestätigte eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden, wonach die verurteilte Linksextremistin wegen guter Sozialprognose auf Bewährung freikommt.


Die Studentin aus Leipzig hatte sich 2018 der sogenannten Hammerbande angeschlossen. Die Gruppe überfiel mehrfach Menschen mit Hämmern, drei Opfer stammten aus der rechtsradikalen Szene, ein Kanalarbeiter wurde irrtümlich für einen Neonazi gehalten. Im März 2023 verurteilte das Oberlandesgericht Lina E. zu fünf Jahren und drei Monaten Haft und bescheinigte ihr eine „herausragende Stellung“ in der Gruppe.

Ihre Untersuchungshaft wurde angerechnet, zwei Drittel der Strafe sind verbüßt. Ein Gutachten sieht bei ihr eine glaubhafte Abkehr von Gewalt, im Gefängnis habe sie sich ordentlich geführt. Eine Beschwerde des Generalbundesanwalts wies der Bundesgerichtshof am Mittwoch zurück. Lina E. saß zuletzt in der Justizvollzugsanstalt in Berlin-Lichtenberg. Zur Erinnerung, was das für ein Mensch ist. Wenigstens sind Maja T. weiterhin in Ungarn ein. Und auch hier frohlocke ich, denn obwohl Orban abgewählt ist und die linken Terrorunterstützer hierzulande feuchte Träume einer baldigen Entlassung vom primitiven Schläger Maja T. hatten, droht diesem sogar noch eine Verlängerung der Haft im ungarischen Knast.


Aber es gibt auch die guten Nachrichten. RAF-Terroristin und Judenhasserin Daniela Klette ist zu 17 Haft verurteilt worden. Es gibt sie vielleicht doch noch. Die Gerechtigkeit. Möge Frau Klette im Knast verrotten.





Zwei von drei kommen in Haft. Darauf genehmige ich mir einen. Prost...


Stimmen aus der Gruft: Ex-SPD-Chef Müntefering plärrt nach sofortigem AfD-Verbotsverfahren

von Theo-Paul Löwengrub

Ein Mann von gestern plädiert für Methoden von vorgestern, um unliebsame Parteien loszuwerden: Ex-SPD-Chef Franz Müntefering (86)



SPD-Fossil Franz Müntefering hat es für nötig gehalten, im Gespräch mit der „Zeit“ nun ebenfalls noch seine überflüssige Meinung dazu kundzutun, wie die an der Grenze zur Einstelligkeit kratzende ehemalige Arbeiter- und Volkspartei SPD die fast dreimal so starke neue Arbeiter- und Volkspartei AfD loswerden könnte –und plädiert natürlich, in bester sozialistischer Demokratieverachtung, für ein Verbot der unliebsamen Konkurrenz. Wenig überraschend ist der 86-Jährige nicht nur uneingeschränkt für diesen praktisch gar nicht durchsetzbaren, weil zwingend zu Unruhen führenden Schritt – sondern will diesen auch noch “so schnell wie möglich”, auf jeden Fall aber vor der nächsten Bundestagswahl durchführen. Diese steht offiziell zwar erst 2029 an, angesichts des desolaten Zustandes der Regierung ist aber kaum anzunehmen, dass es bis zu Neuwahlen noch so lange dauern wird.

Als Gründe für ein AfD-Verbot fallen Müntefering nur die üblichen Diffamierungen ein, die nur auf Propagandalügen und Fremdzuschreibungen basieren, von linken Unbelehrbaren aber umso sturer geglaubt werden: Mit ihren Positionen zu Ausländern und Zuwanderern hebele die AfD Artikel 1 des Grundgesetzes aus, der die Menschenwürde zum Verfassungsprinzip erklärt – und damit die „Grundidee unserer Demokratie“, log “Münte“ frech. Ergo, so sein schon auf falschen Grundannahmen beruhendes Fazit, hätten die „demokratischen Parteien“, die bisher „viel zu defensiv“ seien, nicht nur das Recht, einen Verbotsantrag zu stellen, sondern auch eine “Pflicht” dazu. Wer sagt es ihm? Die AfD repräsentiert bald jeden dritten Wähler, währen die SPD eine Klein-, bald Splitterpartei ist – und die sogenannten “demokratischen Parteien” sind in Wahrheit die Antidemokraten, was sie täglich neu beweisen.

Ahnungslos auf dem Altenteil

Das Parteienverbot, schwafelte Müntefering, sei „ein ausdrücklich in der Verfassung vorgesehenes Instrument der wehrhaften Demokratie“. Man müsse die Republik „jetzt wachrütteln und sehr laut sagen: Leute, da ist Gefahr im Busch“. Bezeichnenderweise fiel aber nicht einmal ihm eine einzige konkrete dieser angeblichen “Gefahren” ein – außer dem Vorhaben der Sachsen-Anhalt-AfD, den staatlichen Schulzwang abzuschaffen und Eltern Heimunterricht zu ermöglichen. Ihm zufolge falle ein Teil der Menschen gerade darauf herein, dass es hier angeblich darum gehe, Familien zu stärken: in Wirklichkeit wäre die Ersetzung der Schul- durch eine reine Bildungspflicht jedoch „verheerend für die Schwächsten“, die auf staatliche Strukturen und Bildungsangebote angewiesen seien. Kinder würden in der Schule nicht nur Schreiben und Rechnen lernen, sondern das Miteinander und Zusammenleben mit anderen Kindern. Außerdem seien Schulen auch Schutzräume.

Offenbar ist Müntefering auf seinem Altenteil entgangen, dass genau diese schulischen Aufgaben unter den regierenden Parteien seit Jahren erodieren, weshalb die AfD überhaupt erst zur Notbremse einer Lockerung der staatlichen Schulpflicht und ihre Ersetzung durch alternative Beschulungsformen greift. Denn eine Studie nach der anderen belegt, dass Kinder in deutschen Schulen so gut wie gar nichts mehr lernen, dass gerade noch 60 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland eine „Mindestkompetenz“ beim Lesen und Rechnen aufweisen und vor allem, dass Schulen durch die millionenfache Massenmigration schon lange keine Schutzräume, sondern Gefahrenzonen sind, in denen muslimische Mehrheiten den Ton angeben und der Staat längst kapituliert hat. All das ist dem greisen Alt-Genossen offensichtlich entgangen. Doch nicht nur in puncto Bildungskompetenzvermittlung ist das staatliche Schulsystem hierzulande vielfach eine einzige Katastrophe; die Kinder werden an zunehmend linksideologisch gefärbten Schulen auch noch mit dem woken Transgender-Irrsinn und anderen linken Wahnideen indoktriniert – einschließlich des Hasses auf die AfD.

Belegfreie Anfeindungen

All dies markiert einen klaren Bruch des Beutelsbacher Konsens und der staatlichen Neutralitätspflicht. Die Möglichkeit zum Heimunterricht, die es in vielen anderen Ländern längst gibt, ist die einzige Möglichkeit, diesem völlig dysfunktionalen System zu entgehen und seinen Kindern noch Bildung und Schutz angedeihen zu lassen. Außer der Wiederholung von längst entlarvten Lügen über die angebliche Missachtung von Artikel 1 des Grundgesetzes durch die AfD und seine Ablehnung von Heimunterricht, hat Müntefering nichts Konkretes, was er gegen die AfD ins Feld führen könnte – und schon gar keine Belege für ihre angebliche Demokratiefeindlichkeit- Dass die AfD lediglich illegale und straffällig gewordene Ausländer in ihre Heimat abschieben will, was in jedem normalen Land eine banale Selbstverständlichkeit wäre, stört ihn nicht: „Ich erkenne die Melodie. Das Verfassungsgericht und die Fachleute müssen beurteilen, was in und mit der AfD vorgeht. Ob die gelebte Praxis dieser Partei die Gleichwertigkeit aller Menschen ist oder nationalistische Kleinkariertheit“, erklärte er in einem Anfall von mustergültigem Altersstarrsinn.

Wie alle Stimmen der “UnsereDemokratie™“-Scharfmacher haben auch Münteferings Behauptungen keinerlei Substanz. Warum die AfD in sämtlichen Umfragen einsam an der Spitze liegt, im Osten Volkspartei ist und auch im Westen immer stärker wird, scheint Müntefering sich gar nicht zu stellen. Mit alledem liegt er jedoch völlig auf der Linie seiner Partei, die bei jeder Wahl Rekordniederlagen einstecken muss, ohne zur Besinnung zu kommen. Angesichts dieser Entwicklung könnte die politische Lebenserwartung (sprich: Restlaufzeit) der SPD noch unter der von Müntefering liegen.


Deutschland, ein Opferfest. Happy Eid al-Adha...

von Erik Kothny

…und Kritik daran ist hierzulande dann “antimuslimischer Rassismus”: Barbarische Schächtung eines Rindes ohne Betäubung zum Opferfest



Ob der Oberbürgermeister von Hagen, Dennis Rehbein (wie jede Menge sonstiger deutscher Politiker auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene) oder Seine Hoheit, der Präsident des Asiatischen Fechtverbandes, Sultan Salem Bin Sultan Al Qasimi: Sie alle wünschen ihren Schutzbefohlenen ein gesegnetes Opferfest. Für Laien klärt die KI auf, in diesem Falle ChatGPT: “Eid al-Adha ist eines der wichtigsten Feste im Islam. Es wird auch ‚Opferfest‘ genannt und erinnert an die Bereitschaft des Propheten Ibrahim (Abraham), Gott seinen Sohn zu opfern. Nach islamischer Überlieferung ersetzte Gott das Opfer jedoch durch ein Tier. Für viele Muslime steht das Fest für: Glauben, Dankbarkeit, Großzügigkeit und Gemeinschaft.“ So weit, so gut. Doch was hat dies nun mit einer deutschen Kleinstadt oder dem asiatischen Fechtverband zu tun?

Werfen wir einen Blick auf die Hauptakteure dieses Festes: Die Opfertiere. Der 2000 verstorbene Facharzt für Chirurgie Werner Hartinger hat das Leid, das diesen alljährlich wegen dieses auch in Deutschland gefeierten und beklatschten Anlasses millionenfach widerfährt, eindringlich in einem Text beschrieben, der sich überaus grausam liest und manchen Leser verstören könnte, aber die schonungslose, hier mit buchstäblich chirurgischer Präzision beschriebene Wahrheit um dieses “Opferfest” mit seinen Ritualen beinhaltet, die zu aufgeklärt-modernen und erst recht westlichen Wertestandards absolut nicht passen. Nachfolgend Hartingers Ausführungen – ungeschönt.

Schmerzhaftes und angstvolles Ausbluten bei vollem Bewusstsein

Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemströmungen und Kreislaufreaktionen führt. Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben… Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte Sympathische Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt.

Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfell-Hochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, sodass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt. Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt.

Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die Gefäßenden der vorderen Halsarterien, sodass regelmäßig nachgeschnitten werden muss. Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können. Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, sodass keine Bewusstlosigkeit eintritt.

Hängt man dann entsprechend den “Vorschriften” das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, dass der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewusstsein. Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und musste durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet werden.

Soweit Hartungs penible Beschreibung der Abläufe beim Schächten. Übrigens: Auf eine eigene bildliche Darstellung dieses Rituals möchte ich diesmal wohlweislich verzichten, um Staatsanwalt Florian Weinzierl aus München nicht nochmals einen Grund zu geben, mich wegen „Gewaltdarstellung“ anzuklagen (Amtsgericht München AZ.: 850 Cs 112 Js 157749/17). Das obige Beitragsbild stammt aus einer offiziellen, frei zugänglichen Fotoagentur.

Also dann: Engarde… und Happy Eid al-Adha!


Immer mehr Hirntote durch Hitzepropaganda

von Alexander Schwarz

Mitteleuropa in wenigen Jahren, in den Köpfen der Klimaapokalyptiker



Ein paar Tage mit Temperaturen über 40 Grad Ende Mai – und das mediale Panikorchester läuft bereits wieder auf Hochtouren. Dieses Jahr kann es noch früher als gewöhnlich damit beginnen, Horrorstorys über Hitzetote und Höllensommer zu verbreiten. „Hitzewelle in Frankreich. Tropennächte schon vor dem Sommerbeginn“, vermeldet die ARD-“Tagesschau”. Selbst in der Bretagne, die nicht eben zu den heißesten Gegenden Frankreichs gehöre, gebe es jetzt bereits Temperaturen von weit über 30 Grad. „Wir reden hier natürlich von einer außergewöhnlichen, historisch beispiellosen Episode. Alle Superlative sind zugelassen, um diese aktuelle Wetterphase zu beschreiben“, wird ironiefrei der „Klimatologe“ Matthieu Sorel zitiert. Von sieben Todesfällen, die „direkt oder indirekt mit der aktuellen Hitzewelle in Verbindung gebracht werden können“, ist die Rede. Der Blick ins Detail offenbart das Ausmaß des Framings: Unter diesen sieben Toten sind allerdings um fünf Menschen, die bei Badeunfällen umkamen; zwei weitere traf es beim Sport. Ob und inwiefern hier Hitze eine Rolle spielte, ist völlig unklar bis abwegig. Es wird jedoch der Eindruck erweckt, Menschen würden zuhause oder auf der Straße wie die Fliegen tot umfallen, weil sie überall Hitzeschläge erleiden. Vermutlich würden “vertrauenswürdige Experten” des Staatsfunks hier dann argumentieren, dass sie ohne Hitze aber gar nicht schwimmen gegangen wären.

Damit nicht genug: Auch der Tod einer Deutschen, die an Pfingsten an der französischen Atlantikküste umkam, als sie von starken Strömungen ins Meer hinausgerissen wurde, wird ebenfalls der “Hitze” zugeschrieben. Menschen, die im Großraum Paris an die Ufer von Flüssen und Seen geströmt seien, hätten „zahlreiche kritische Situationen“ erlebt, raunt die “Tagesschau” weiter unheilvoll. Und auch für Großbritannien schlägt das ARD-Nachrichtenflaggschiff Alarm: „Während sich viele Briten über die Temperaturen freuen und die Strände voll sind, sorgen sich Experten.“ Von interviewten Menschen vorgestellt , die fröhlich an die Strände strömen und bekunden, wie sehr sie sich über den Frühsommer freuen, wechselt der Schnitt dann zum Met Office, dem nationalen meteorologischen Dienst, wo man hingegen „mit Sorge auf das Thermometer“ blicke, so die Klimapanik-Propagandastaatsfunker.

In blinder und argloser Sommerfreude unbedarft dem eigenen Hitzetod entgegentaumeln…

Fast schon mit grimmiger Genugtuung wird auf Richard Betts verwiesen, dem Leiter der Met-Klimafolgenforschung, der im BBC-Radio verkündet habe, solche Hitzewellen würden “öfter und auch heftiger” stattfinden – und in 20 Jahren könnten die Temperaturen “schon bei mehr als 40 Grad” im Sommer liegen, wenn der Mensch “den Planeten weiter aufheizt”, wie er orakelte. Es sei mit “vermehrten Dürreperioden” zu rechnen, was “die Nahrungsmittelproduktion erschweren” dürfte. Wiederum „Experten“ (wer auch sonst?) würden, so die “Tagesschau” weiter, vor dem „climate whiplash“ (sinngemäß: „Klima-Schleudertrauma“) warnen: Damit würde beschrieben, dass ein extremes Phänomen schnell von einem anderen abgelöst werde – ein Befund, der vor allem auf die altruistische Dauerberichterstattung deutscher Medien zutrifft. Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie und Klima an der Universität Reading, darf ohne Einordnung und Gegenmeinung dräuend mahnen: „So fühlt sich der Klimawandel an!“ Das unwissende Volk taumelt also in blinder und argloser Sommerfreude unbedarft dem eigenen Hitzetod entgegen, der durch die “menschengemachte Erderwärmung” verursacht wird – und alle sehen es, die „Experten“ ebenso wie die Journalisten, und alle, die es sehen haben schlaflose Nächte – so der Tenor des “Tagesschau”-Berichts.

Diese unerträgliche Fürchtemacherei und Klimahysterie folgt demselben Drehbuch wie jedes Jahr, und nur routinemäßige Verdrängung und Vergesslichkeit des ohnehin überalterten öffentlich-rechtlichen Fernsehpubliums gewährleisten, dass die Lächerlichkeit in Wiederholungsschleife nicht evident wird. So hatte die “Tagesschau” auch im vergangenen Sommer die üblichen Narrative lustvoll bedient: Zwar setzte 2025 der Sommer nach nassen und kühlen Wochen erst viel zu spät ein – doch kaum wurde es Anfang Juli erstmals richtig knackig heiß, hieß es dort prompt, der “Klimawandel” habe “die jüngste Hitzewelle in Europa verstärkt”. Eine neue „Schnellstudie“ zeige, dass sich die Zahl der Todesopfer verdreifacht habe. Von insgesamt rund 2.300 “Hitzetoten” in zwölf untersuchten Städten wurden etwa 1.500 Todesfälle darauf zurückgeführt, „dass aufgrund des Klimawandels die Temperaturen noch höher waren“. In Wahrheit gab und gibt es, wie auch aktuell, überhaupt keine belastbaren Indizien dafür, welche Todesfälle tatsächlich unmittelbar auf die Hitze zurückgeführt werden können. Es ist die reinste unverantwortliche Panikmache ohne jede Substanz.

Nach IPCC-Hoax und abgeräumten Krisenszenarien endlich die Erlösung

Für die Klimasekte ist die aktuelle Hitze jedoch ein Geschenk des Himmels, der gerade noch rechtzeitig kommt, um die ins Wanken geratene und in ihrem Schwindel entlarvte Klimapropaganda zu retten. Denn vorletzte Woche hatte der Weltklimarat der UNO seine absurdeste Weltuntergangsprognose, die jahrelang die Grundlage für die irre Klimapolitik in vielen Ländern war, kurzerhand einkassiert, weil 46 bislang systemtreue Wissenschaftler diesen Unsinn nicht länger mittragen wollten und sie selbst mittlerweile einfach für zu abwegig und unplausibel halten. Diesen Rückschlag versuchte man zwar medial nach Kräften zu verschleiern und zu verharmlosen, doch ohne Erfolg. Da kommen die ersten heißen Tage des Sommers natürlich wie gerufen, um die pseudowissenschaftliche Scharlatanerie der Klima-Ideologen durch empirische Evidenz zu kompensieren: Von Entwarnung könne keine Rede sein, wird nun beschworen, denn die Erderwärmung sei so gefährlich wie eh und je. Beweis: Eine “Hitzewelle” im Sommer! Das und nichts anderes steckt hinter dem genüsslichen Aufzählen der Temperaturen in Frankreich und Großbritannien durch Staatsmedien, die damit ihre weltanschauliche Nähe zur Klimasekte und der dahinterstehenden politischen Agenda erneut unter Beweis stellen.

Allerdings trifft dies auch auf die Nicht-ÖRR-Medien des Mainstreams zu. So warnt “Focus”, für Deutschland werde inzwischen eine „Superwelle“ prophezeit – das stärkste Gewitter, das möglich ist. Laut Modell ziehe ein großes Gewittersystem aus Richtung Belgien und Frankreich über den Niederrhein in Richtung Köln. „Das könnte richtig gefährlich werden“, warnt der Meteorologe Jan Schenk. Die Angst als verbindendes Element der meisten großen Medienerzählungen der Gegenwart wird immer ungenierter aufgebauscht, und immer und überall wird Furcht verbreitet – vor „Pandemien“, der „Klimakrise“, dem angeblich spätestens 2029 bevorstehenden russischen Großangriff auf Europa oder der AfD. Tenor: Wir werden alle sterben! Und derweil werden die realen, ganz konkreten und tatsächlich menschgemachten Gefahren für die Zukunft der westlichen Gesellschaften entweder verharmlost oder gleich totgeschwiegen.


Donnerstag, 28. Mai 2026

Brisante Enthüllungen: Islamisten-Freund Steinmeier förderte als Außenminister extremistische Nahost-Organisation

von Wilma Fricken

Auf Du und Du mit dem Islam: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier



Frank-Walter Steinmeier ist nicht nur als Bundespräsident eine Katastrophe, er war es auch schon als Bundesaußenminister unter Angela Merkel. Dies wird nun durch einen Bericht des Bundesrechnungshofes von 2019 neuerlich bestätigt, dessen Herausgabe die Islamismuskritikerin Seyran Ateş nach einem mehrjährigen Rechtsstreit erzwungen hat – wenn er auch immer noch in Teilen geschwärzt ist: In diesem wurden 8,45 Millionen Euro Fördermittel untersucht, die unter der Verantwortung Steinmeiers für ein Projekt in Syren aus den Jahren 2013 bis 2016 an den Verein „Islamic Relief Deutschland“ (IRD) gingen, dem Verbindungen zum Islamismus vorgeworfen werden. Der Bundesrechnungshof moniert, die Gelder seien „im Blindflug“ für angebliche “Hilfsprojekte” in Syrien überwiesen, Verwendungsnachweise aber nicht geprüft worden. Dabei hätten Kritiker und Islamkritiker immer wieder vor den verfassungsfeindlichen Absichten der Begünstigen gewarnt.

Damit nicht genug: Steinmeier Auswärtiges Amt (AA) verstieß mit seiner Millionenförderung für „Islamic Relief“ auch vorsätzlich gegen den Runderlass AARES 55-1 mit dem eigentlich selbsterklärenden Titel „Verhinderung der Inanspruchnahme staatlicher Leistungen durch extremistische Organisationen”. In diesem heißt es explizit: „Die Bundesregierung verfolgt eine konsequente Strategie, die darauf abzielt, nicht nur direkte Finanzierungsquellen extremistischer und terroristischer Organisationen zu bekämpfen, sondern auch indirekte, versteckte oder getarnte Finanzierungswege aufzudecken und zu blockieren.“ Dennoch habe Steinmeiers Behörde darauf verzichtet, vor einer Förderung die sehr wohl vorhandenen Erkenntnismöglichkeiten zu nutzen – etwa Berichte von Verfassungsschutzämtern sowie Terrorsanktionslisten der UNO und der EU. Es sei, so die Prüfer, „nicht nachvollziehbar“, warum das Ministerium die eigene Weisungslage missachtet habe, so der Bundesrechnungshof.

Selbst Warnungen des BND ignoriert

Den Einwand, auch das Innenministerium sei mit der Förderung einverstanden gewesen, ließ die Behörde nicht gelten: Das AA hätte sich selber informieren müsse. Sogar trotz Warnungen durch den Bundesnachrichtendienstes (BND) habe man an der Fortsetzung der IRD-Förderung festgehalten. Auch sei, so die Rechnungsprüfer, zu beanstanden, dass „das AA ungeachtet der verfassungsschutzrechtlichen Erkenntnisse und unserer kritischen Hinweise zur Eignungsprüfung das aktuelle Projekt von IRD überhaupt bewilligt hat“, so der Bericht weiter. Es sei „nach allem nicht nachvollziehbar“, warum das AA von seiner klaren und bindenden Weisung abgewichen sei. „Maßgebliche Gründe für den Meinungsumschwung hinsichtlich der in diesem Fall förderrechtlich wichtigsten Frage bleiben im Dunkeln“.

Nachvollziehbar wird dieses unfassbare Staatsversagen dann, wenn man die Motivlage der Bundesregierung und vor allem Steinmeiers kennt: Im Zweifel subversiv, propalästinensisch und israelfeindlich, islamophil, von “Vielfalt“ und Zuwanderungsexzessen schon damals berauscht – und immer im Bestreben, den Islam als neue Leitkultur zu etablieren, wurde hier gezielt gegen geltende Regeln und deutsche Interessen verstoßen – ähnlich, wie dies auf Merkels Flüchtlingspolitik insgesamt zutraf. Tatsächlich wusste man ganz genau, wen man hier mit Steuergeld pamperte: Der baden-württembergische Verfassungsschutz hatte bereits 2009 ausführlich die personellen und organisatorischen Verflechtungen von „Islamic Relief Deutschland” mit der islamistischen Muslimbruderschaft beschrieben und darauf hingewiesen, dass auch die Dachorganisation „Islamic Relief Worldwide“ (IRW) als „wichtige wohltätige Organisation aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft“ gelte. Zudem seien die Aktivitäten der IRW in den palästinensischen Autonomiegebieten „personell und ideologisch mit der Hamas verknüpft“, wurde schon damals gewarnt. Für Steinmeier alles irrelevant – die Kohle floss dennoch, moniert der Bericht.

Enge Verflechtungen mit Muslimbruderschaft

Natürlich weist der IRD all die im Rechnungshofbericht erhobenen Anschuldigungen ausdrücklich zurück. Dabei hat sich nicht wirklich viel geändert: Auf Anfrage von „Focus“ erklärte das Bundesamt für Verfassungsschutz, es „bestünden „nach wie vor signifikante personelle Verflechtungen zwischen ‚Islamic Relief Deutschland‘ und der ‚Muslimbruderschaft‘, einem im Verfassungsschutzbericht aufgeführten Beobachtungsobjekt”. Sogar das AA selbst bemängelte die schlampige Aktenführung des Vereins::Angebliche Prüfberichte über die Mittelverwendung im Westjordanland, hieß es, könnten womöglich “einfach aus den Aktenbeständen verschwunden” sein. Tatsächlich deutet dies eher darauf hin, dass AA den Umstand vertuschen wollte, dass man einer Organisation, auf deren islamistische Verbindungen zwei deutsche Nachrichtendienste ausdrücklich hingewiesen hatten, mit fast neun Millionen Euro ohne weitere Prüfung unterstützte, wobei die Bundesregierung insgesamt sogar 15 Millionen Euro zahlte.

Bleibt die Frage: Was wusste der heutige Bundespräsident? Die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann erklärte dazu, es sei kaum vorstellbar, dass sich Beamte so eklatant und rechtswidrig über Weisungen hinwegsetzen, ohne dass der Minister -in diesem Fall also Steinmeier-, persönlich involviert werde. Dieser habe 2013 sogar öffentlich für „Islamic Relief” geworben und werde bis heute von „Islamic Relief“ als Unterstützer benannt, so Herrmann. Dies dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass das AA sich jahrelang mit Zähnen und Klauen dagegen wehrte, den Rechnungshofbericht freizugeben – angeblich deshalb, weil dies “zu Verzerrungen und zu Polemiken führen“ könnte, wie ein hoher AA-Beamter 2023 vor Gericht sibyllinisch aussagte. Dazu gehört wohl auch, dass der ohnehin mehr als angekratzte Ruf des schlechtesten und spalterischsten Bundespräsidenten aller Zeiten nicht noch weiter beschädigt werden soll. Auch dieser zurückgehaltene Bericht offenbart summa summarum wieder einmal die Kungeleien des Parteienstaates – und die fast schon kriminell fahrlässige Naivität gegenüber der islamistischen Gefahr.. Gerade heute, wo sich die Alt-Parteien de facto längst als Einheitspartei im Kampf gegen die AfD sehen, hält man erst recht zusammen, weil das Bekanntwerden solcher Millionenförderungen an Organisationen, die dem Islamismus nahestehen, „das Geschäft der AfD“ betreiben würden, wie es gerne heißt. In Wahrheit ist es allein der politisch-moralische Bankrott „unserer Demokratie™“, der dieses Geschäft betreibt.


Selten so gelacht: Deutschlands Medienlandschaft ist nicht einseitig – zeigt eine Studie im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Lukas Mihr

Politmediale Hohlraumbefüllung durch “unabhängige“ und “vielfältige“ Medien



Dass die deutsche Medienlandschaft sehr einseitig ist, kann niemanden überraschen, der entweder am Kiosk zur Zeitung oder auf der Couch zur Fernbedienung greift. Journalismus ist linkslastig – und das merkt man der Berichterstattung auch schnell an.

Diese offensichtliche Wahrheit auszusprechen, ist allerdings verpönt, wie so manch andere Wahrheit auch. Wer es dennoch tut, gilt schnell als Feind „unserer Demokratie™”. Um sich vor Kritik zu schützen, hat der “Bayerische Rundfunk” (BR) nun ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die These einer einseitigen Medienlandschaft widerlegen soll. Das Ergebnis liegt vor – und es soll uns, natürlich im Auftrag der „unabhängigen“ Medie, versichern, dass es selbstverständlich in Deutschland eine entsprechende Vielfalt in der Berichterstattung gäbe. Nach dem Motto “Rauchen ist ungefährlich – gezeichnet: Dr. Marlboro.”

Auf der Website des BR kommen die Studienautoren selbst zu Wort: „Die Debatte über Vielfalt und Ausgewogenheit wird oft pauschal und interessengeleitet geführt. Mit unserem Gutachten geben wir einen konstruktiven Impuls aus der Wissenschaft für die Medienpraxis: Denn darin zeigen wir auf, wie sich die Anforderungen an die Medien wissenschaftlich fundiert beschreiben, überprüfen und praktisch umsetzen lassen – ohne journalistische Realität und unterschiedliche Formate aus dem Blick zu verlieren.“ Katja Wildermuth, die Intendantin des BR, zeigte sich hocherfreut: „Sachliche Analysen statt subjektiver Behauptungen – gerade in Zeiten, in denen jeder auf seine eigenen Wahrheiten pocht, brauchen wir differenzierte und unvoreingenommene Diskussionsgrundlagen. Das Gutachten bietet dafür das Handwerkszeug, transparent und nachvollziehbar, zur Überprüfung öffentlicher Debatten ebenso wie im redaktionellen Alltag.“

Rauchen ist ungefährlich, gez. Dr. Marlboro

Im Artikel heißt es weiter: „Der systematische Literaturüberblick kommt zu einem klaren Ergebnis: Insgesamt weisen deutsche Nachrichtenmedien und insbesondere öffentlich-rechtliche Angebote ein hohes Maß an Themen- und Akteursvielfalt auf. Pauschale Vorwürfe einer grundsätzlich einseitigen Berichterstattung seien auf Basis der aktuellen Forschung nicht haltbar.” Nun ist es so, dass man die beteiligten Medienwissenschaftler der Universitäten Mainz und München schwerlich als „unabhängig“ einstufen kann – und das gleich im doppelten Sinne. Professoren werden eben primär vom Staat bezahlt, und in diesem Fall erhielten sie einen Auftrag durch eine externe Partei, die eben nicht einfach ein Ergebnis, sondern ein bestimmtes Ergebnis haben wollte. Ein solcher Wunsch muss übrigens gar nicht erst offen kommuniziert werden. Denn allein durch die Auswahl der jeweiligen Experten kann man steuern, wohin die Reise geht. Und der BR wird natürlich gewusst haben, dass er von den Universitäten Mainz und München nichts zu „befürchten“ hatte – denn ähnliche Erhebungen wurden dort bereits in der Vergangenheit verfasst.

Welche Erkenntnisse kann man vor diesem Hintergrund denn nun von der vorliegenden Studie erwarten? Schon der erste Blick ist ernüchternd. Dort liest man beispielsweise: „Da es sich sowohl bei Vielfalt als auch Ausgewogenheit um implizit normative Konzepte handelt, hängt ihre Auslegung auch stark davon ab, mit welchem Rahmenkonzept und mit welchen Benchmarks gearbeitet wird. Die theoretische Konzeptualisierung beeinflusst somit auch die Operationalisierung der Konzepte und die Interpretation der Ergebnisse. Im Forschungsprozess spielen Datensammlung, Messung und Analyse eine entscheidende Rolle. Zunächst muss entschieden werden, welche Medien oder Formate über welchen Zeitraum analysiert, welche Systematischer Literaturüberblick 39 Dimensionen von Vielfalt/Ausgewogenheit mit welchen Methoden gemessen und wie die Ergebnisse – auch vor dem Hintergrund normativer Benchmarks – interpretiert werden. Da Demokratietheorien normative Anforderungen an Medien festlegen, können sie als Bewertungsmaßstab für die Vermittlungsleistung herangezogen werden.“ Aha… Klartext geht definitiv anders!

Wer Fakten hat, braucht nicht zu schwafeln

Und so geht setzt sich das weiter fort; das Studien-PDF kommt am Ene auf stolze 97 Seiten. Aber das kann kaum verwundern, denn es gilt auch hier: Wer harte Fakten hat, der muss nicht schwafeln – und umgekehrt. Wenn die deutsche Medienlandschaft tatsächlich nicht einseitig wäre, dann könnte man das mit zahlreichen Fakten mühelos aufzeigen. Andererseits gäbe es dann, wenn dies wirklich der Fall wäre, die entsprechenden Vorwürfe ja nicht, und die Studie an sich wäre damit überflüssig. Es gibt ja auch keine Studien, die beweisen, dass der Himmel blau ist; nur wer beweisen will, dass der Himmel grün ist, muss sich in ein Geschwulst aus Fachbegriffen flüchten, das der Normalbürger nicht mehr versteht.

Macht man sich als kritischer Rezipient dennoch die Mühe, sich durch die diese unleserlichen Ausführungen zu kämpfen, wird rasch klar, wie genau die Studienautoren hier vorgingen: Den Vorwurf einer „Einseitigkeit“ bügeln sie damit ab, dass sie erklären, es gäbe doch eine große “Themenvielfalt”! Das aber war nie der Vorwurf: Natürlich berichtet man bei ARD und ZDF nicht nur über das Wetter, Sport und die Eskapaden der Königshäuser, sondern auch über Politik, und auch auf diesem Gebiet nicht nur über die Rentenreform oder Einschnitte im Gesundheitswesen, sondern auch über all die anderen Themen, über die sich im Bundestag gestritten wird. Entscheidend ist dabei jedoch, dass bei aller Themenvielfalt trotzdem bei jedem einzelnen Thema eine politische Schlagseite vorherrscht.

Windelweiche Formulierungen

Vorwürfe entkräften, die nie jemand hervorgebracht hat? Das ist schonmal kein gutes Zeichen. Und es wird im weiteren Verlauf nicht besser. Denn das, was hier jetzt als “neue Studie” präsentiert wird, ist eigentlich keine. Die Autoren haben im Wesentlichen eine Vielzahl älterer Studien zusammengefasst; im Fachjargon spricht man von einer Meta-Studie. Und in den Naturwissenschaften hat dieses Konzept, trotz mancher Nachteile, seine Berechtigung; doch in den Geisteswissenschaften wird eine Meta-Studie nur sehr selten echten Erkenntnisgewinn bringen. Dies umso weniger, als viele der ausgewerteten Studien selbst wiederum von NGOs und Stiftungen verfasst wurden, die eine klare Schlagseite aufweisen. Die Autoren stützen sich beispielsweise auf Erhebungen der parteinahen und gewerkschaftsnahen Stiftungen oder wirtschaftsnahen Stiftungen, die allesamt eng mit Parteien und damit der Politik verbandelt sind.

Ganz festlegen will die Studie sich nicht. So heißt es beispielsweise: „Inhaltliche und personelle Vielfalt werden in der öffentlichen Diskussion über den ÖRR dagegen häufig miteinander vermischt. Dabei wird insbesondere aus der Tatsache, dass einige Befragungen zeigen, dass politische Journalistinnen und Journalisten überwiegend Parteien links der Mitte nahestehen, auch eine inhaltliche Unausgewogenheit des Programms konstruiert. Dieser Schluss ist in dieser pauschalen Form aber unzulässig, da man davon ausgehen sollte, dass es Journalistinnen und Journalisten im Idealfall gelingen kann, ihre eigenen politischen Sichtweisen nicht in die Berichterstattung einfließen zu lassen. Andererseits tendieren Menschen aber grundsätzlich dennoch dazu, die Welt aus ihrer eigenen Perspektive zu betrachten, sodass ein Einfluss der eigenen Herkunft und Weltsicht auf die Berichterstattung auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Eine vielfältige Zusammensetzung der Redaktion kann, muss aber folglich keinen Einfluss auf die Vielfalt der Berichterstattungsinhalte haben.“ Ja, was denn jetzt? Machen linksgrüne Journalisten etwa linksgrünen Journalismus? Es ist jedenfalls „nicht gänzlich ausgeschlossen“. Mit Ach und Krach sowie einer windelweichen Formulierung blickt man dann doch der Wahrheit ins Auge.

Verklausulierte Annäherungen

Etwas später liest man dann, dass über die SPD am ausgewogensten, über die AfD aber am negativsten berichtet wird. Und was die Linkslastigkeit der “Tagesschau” angeht, heißt es mal wieder sehr klausuliert: “Die Studie von Jandura und Spatz, die sich explizit dem Vorwurf einer verzerrten Darstellung der Meinungsvielfalt in der Tagesschau widmet, zeigt, wie wichtig Vergleichsmaßstäbe zur Bewertung der Ausgewogenheit sind. Die Studie legt dar, dass sich der Vorwurf einer linksverzerrten Berichterstattung der Tagesschau nur dann bestätigen lässt, wenn die Gleichverteilung als Maßstab für Ausgewogenheit herangezogen wird.” Oder, etwas simpler ausgedrückt: Die linksverzerrte Berichterstattung, die es nicht gibt, ist gerechtfertigt, weil die Linksverzerrung angemessen ist. Oder so ähnlich.

Stöbert man in dem Elaborat noch weiter, stößt man dann noch auf den Befund, dass die deutsche Medienlandschaft beispielsweise bei den Themen Migration, Corona-Pandemie und Ukrainekrieg oft die Position der Bundesregierung übernahm. Mit ein wenig Geduld findet man eben doch die entsprechenden Puzzlestücke in der nur schwer verdaulichen Studie; die Wahrheit lässt sich eben nicht beliebig verzerren. Hätte man es auch besser machen können? Na klar! Beispielsweise ist durch die Auswertungen des Branchenportals „meedia“ gut erfasst, dass die AfD in den Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender stark unterrepräsentiert ist. Ebenso hätte man auch darauf verweisen können, dass viele der befragten Passanten, die ein Kamerateam „zufällig“ auf der Straße aufgegabelt hat, ein Parteibuch von SPD, Grünen oder Linken besitzen, ohne dass dies transparent gekennzeichnet wurde. Noch einfacher ausgedrückt: Man hätte einfach die Haltungsjournalisten, treffender: Aktivisten à la Anja Reschke oder Georg Restle wortwörtlich zitieren können, die ganz offen zugeben, lieber für die „gute“ Sache einzutreten, als objektiv zu berichten.


Leo-Baeck-Preis für Dieter Nuhr: Warum Juden plötzlich „rechts“ sein dürfen

von Thomas Hartung

Engagiert, beißend sarkastisch und unveblümt in seiner schonungslosen Entlarvung von linkem und muslimischem Judenhass: Dieter Nuhr



In einer Zeit, in der der Antisemitismus in Deutschland und Europa neue, hybride Formen annimmt – importiert aus dem Nahen Osten, kultiviert in linken Milieus und verharmlost durch eine progressive Identitätspolitik –, hat der Zentralrat der Juden eine bemerkenswerte Entscheidung getroffen. Er verleiht den Leo-Baeck-Preis an Dieter Nuhr. Die “”taz, Sprachrohr des linken moralischen Establishments, reagiert in Gestalt von Ann-Kathrin Leclère mit fassungslosem Entsetzen: „Wie können sie Nuhr?“ und fragt: “Geht’s noch?” Diese Fragen verraten mehr über die Fragesteller als über den Geehrten. Sie legt die tiefe Kluft offen zwischen dem, was Linke als erlaubte Haltung gegenüber Juden definieren, und der harten Realität jüdischen Lebens heute. Nuhr ist kein klassischer „Rechter“. Er ist ein Kabarettist, der es wagt, die heiligen Kühe der woken Linken zu schlachten: das Gendern als „Scheißdreck“, die Multikulti-Illusionen der eigenen Jugend, die Einladung von Lisa Eckhart (deren Pointen die “taz” selbst als antisemitisch gebrandmarkt hat) oder die Beobachtung, dass Kritik an Israel oft genug verkappter Judenhass ist.

Vor allem aber benennt er das, was französische Intellektuelle schon länger „Islamogauchisme“ nennen: das unheilige Bündnis aus radikalislamischen Strukturen und linken Aktivisten, das seit dem 7. Oktober 2023 offen zutage tritt. Juden an Universitäten werden gehindert, geschlagen, verfolgt – nicht von braunen Horden, sondern von Linken und Muslimen, die sich gegenseitig in ihrer Opferhierarchie bestärken. Nuhr sagt es zwar mit Humor, aber unerbittlich: „Nie ging es Pro-Palästina. Es ging immer gegen Juden.“

Antisemitismus ist Antisemitismus!

Genau das treibt die “taz” in den moralischen Ausnahmezustand. Wie kann eine jüdische Organisation einen Mann ehren, der „kulturkämpferische Narrative“ bedient, der „mitte-rechts anschlussfähig“ ist und der es ablehnt, den islamistischen Judenhass durch Relativierungen zu entschärfen? Die “taz” erinnert an Leo Baeck, den großen Versöhner und Dialogsuchenden – und übersieht geflissentlich, dass Versöhnung heute mit denen nicht mehr möglich ist, die Pogrome verharmlosen oder „From the river to the sea“ skandieren. Stattdessen scheint die implizit Forderung auf: Juden dürfen sich nur von Linken schützen lassen; jede andere Allianz ist suspekt. Hier zeigt sich die linke Doppelmoral in Reinform. Jahrzehntelang haben progressive Kreise den Antisemitismus primär als Problem der politischen Rechten definiert – eine bequeme Erzählung, die den eigenen ideologischen Verbündeten schont. Der klassische Rechtsextremismus wird zu Recht bekämpft – doch der importierte und vor llem der linke Antisemitismus? Der wird relativiert, kontextualisiert oder schlicht ignoriert. Man spricht von „Anti-Zionismus“, von „Kolonialkritik“, von „Intersektionalität“.

Wenn jüdische Studenten auf einem Campus in Berlin oder Hamburg belästigt werden, wenn Synagogen bewacht werden müssen wie Festungen, wenn der Zentralrat der Juden selbst vor wachsender Bedrohung warnt, dann ist die Reaktion der Linken oft Schweigen oder der Verweis auf „israelische Politik“ (so haben die westdeutschen Linken auch schon vor 50 Jahren die Selektion jüdischer Passagiere bei der Flugzeugentführung von Entebbe gerechtfertigt). Nuhr hingegen macht keine Unterschiede: Antisemitismus ist Antisemitismus, ob er von Neonazis, Islamisten oder „Queers for Palestine“ kommt.
Der “taz”-Kommentar offenbart die abgrundtiefe Arroganz einer Haltung, die Juden vorschreiben will, wen sie ehren dürfen und wen nicht. Früher war der Zentralrat für Deutschlnds Linke noch akzeptabel, solange er sich in die Opfer-Narrative einfügte; sobald er aber Nuhr auszeichnet – einen Mann, der Klartext gegen den Islamismus spricht und damit „rechts“ wirkt –, wird er selbst zum Problem. Man wirft ihm vor, “falsche Signale” zu senden. Das eigentliche Signal lautet jedoch: Jüdisches Leben in Deutschland entscheidet sich nicht mehr an den Maßstäben linker Salonfähigkeit; es entscheidet sich an der Frage, wer den realen Judenhass benennt. Und hier versagt die Linke seit Jahren systematisch.

Was Linke als Verrat empfinden

„Islamogauchisme“ ist kein Phantasiegespinst rechter Verschwörungstheoretiker. Es ist die evidente, beobachtbare Allianz aus postkolonialer Ideologie und islamistischer Gewaltbereitschaft, wie Ulrich Reitz in seinem Loblied auf Nuhr im “Focus” feststellt: Linke Aktivisten, die Hamas-Terror als „Widerstand“ romantisieren, Akademiker, die Israel-Boykotte fordern, während sie echte Theokratien ignorieren, und eine Medienlandschaft, die Nuhr als „problematisch“ brandmarkt, weil er nicht mitspielt. Die “taz” empört sich über Nuhrs Vergleich von Shitstorms mit Pogromen – und übersieht, dass für Juden die Grenze zwischen verbaler Hetze und physischer Bedrohung längst fließend geworden ist. Der Zentralrat hat das erkannt. Er ehrt keinen Ideologen, sondern einen, der Klarheit schafft, wo andere vernebeln. Diese Preisvergabe ist ein Akt intellektueller Ehrlichkeit. Sie bricht mit der linken Erwartung, dass Juden gefälligst linke Dogmen übernehmen müssen, um Schutz zu verdienen. Stattdessen erinnert sie daran, dass der Kampf gegen Antisemitismus kein Monopol der Linken ist – und dass er dort, wo er mit Islamismus paktiert, selbst zum Teil des Problems wird.

Die in Leclères “taz”-Stück kulminierende Empörung linker Medien über die Auszeichnung Nuhrs ist kein Zufall. Sie ist das Symptom einer Ideologie, die ihre eigenen Widersprüche nicht mehr erträgt. Wenn Juden beginnen, sich ihre Verbündeten selbst auszusuchen, anstatt auf linke Gnade zu warten, gerät das ganze Gebäude linker moralischer Überlegenheit ins Wanken. Dieter Nuhr hat diesen Preis absolut verdient – und zwar nicht trotz, sondern wegen seiner Unbequemlichkeit. Und der Zentralrat hat hier endlich einmal ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt: Jüdisches Leben lässt sich nicht länger ideologisch bevormunden. Die Linke mag das als Verrat empfinden. Für alle anderen ist es ein längst überfälliger Akt der Selbstbehauptung.