von Albrecht Künstle
Regimeanhänger im Iran verbrennen Israels FlaggeDie Meinungsmacher der Medien sind sich fast übereinstimmend darin einig, die USA und Israel hätten keine definierten Kriegsziele, und sofern doch, würden sich diese widersprechen. Israel gehe es um die Dezimierung des Raketenarsenals und eine prophylaktische nukleare Entwaffnung des Iran, also schlicht um eine „Endlösung“ der militärischen Bedrohung durch den Erzfeind Iran. Den USA gehe es um einen Regimewechsel, die Entmachtung der mörderischen Islamischen Republik der Mullahs und wahrscheinlich auch um iranische Bodenschätze – Stichwort „Die Amerikaner haben großes Glück: wo immer sie Freiheit und Demokratie exportieren wollen, finden sie Öl“. Und der Iran selbst habe natürlich überhaupt keinen Krieg im Sinne gehabt, so die Gutgläubigen unseres Landes (und die Islamhörigen sowieso).
Doch gibt es den konstruierten Widerspruch zwischen den Kriegszielen und -ursachen wirklich? Bei näherer Analyse der Entwicklung des schiitischen „Gottesstaates“ lautet die Antwort: Nein. Dieser Staat hat nichts mit unserem Gottesverständnis zu tun, umso mehr mit dem Allah des Koran. Die schiitische Geistlichkeit, dieses totalitäre Regime, will den „Judenstaat“ Israel erklärtermaßen mit Angriffswaffen von der Landkarte auslöschen. Was Israel verständlicher Weise verhindern will. “Tod Israel, Tod den USA” ist das Mantra, das bei jeder Gelegenheit verbreitet word.
Identisches Ziele: Hoffnung auf Machtwechsel im Iran durch die Iraner
Die USA will dieses Regime mit seinen völkerrechtswidrigen Kriegszielen bekämpfen und hat demzufolge das gleiche Ziel wie Israel – die Absichten sind identisch, nicht verschieden, es sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Ob sich die Hoffnung erfüllen wird, dass das iranische Volk die Mullahs zum Teufel jagen kann, wenn diesen die militärische Gewalt aus der Hand geschlagen wird, muss man sehen. Dem iranischen Volk dürfte Israel eher egal sein – es will seine verdiente Freiheit. Die gleiche Freiheit, wie sie übrigens die hunderttausende in Israel lebenden Iraner oder Iranischstämmige genießen.
Gibt es diese existenzielle Bedrohung Israels tatsächlich? Ja, denn die friedliche Koexistenz der beiden Länder endete mit der Machtergreifung des Ayatollahs Ruhollah Chomeini im Jahr 1979 abrupt. Während der Islamischen Revolution wurde von Iran politische, wirtschaftliche und sonstige Kontakte zu Israel abgebrochen. Sämtliche Vereinbarungen und Verträge, die in der Vergangenheit zwischen Israel und dem Persien des Shah Pahlewi geschlossen worden waren, wurden auf Anordnung des Revolutionsführers annulliert. Die Ermordung Habib Elghanians, des Präsidenten der Jüdischen Gesellschaft Teherans, des Selfmade-Millionärs und Besitzer der Plasco-Fabriken,, durch ein Erschießungskommando drei Monate nach der Rückkehr Chomeinis, galt als Startsignal des Exodus der ursprünglich 65.000 jüdischen Iraner, von denen mehr als 80 Prozent das Land verließen.
DIe nukleare Bedrohung
Die Islamische Revolution in Iran führte zu einer fundamentalen Änderung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Der Kampf gegen Israel bzw. die Zerstörung des jüdischen Staates wurde iranische Staatsdoktrin. Der Holocaust-Leugner Mahmud Ahmadineschad sagte wiederholt: „Israel muss von der Landkarte getilgt werden“. Die Führung der islamischen Diktatur Iran erkannte fortan das Existenzrecht Israels als jüdischer Staat nicht mehr an. Iran strebt stattdessen einen Staat Palästina auf dem Gebiet des heutigen Israel an. So wird auch beim alljährlichen „Al-Quds-Tag“ die angestrebte Tilgung Israels gefeiert; sogar in Deutschland – vorwiegend in den vom Iran unterhaltenen Moscheen. Auch der Nachfolger Chomeinis, Ali Chamenei, dämonisierte Israel. Etwa inzwischen 250.000 Israelis sind iranischer Abstammung und pflegen persische Traditionen und Kultur in Israel. Der Oberste Führer Irans bezeichnete Israel als “Krebsgeschwür“ im Nahen Osten, „das entfernt werden muss und entfernt werden wird“. Daher unterstützt der Iran maßgebliche radikalislamische Terrorgruppen wie Hisbollah, Hamas und Islamischer Dschihad in ihrem bewaffneten Kampf gegen Israel.
Israel betrachtet die iranische Führung deshalb nicht von ungefährt als größten Feind. Insbesondere wegen des iranischen Atomprogramms haben die Spannungen zwischen beiden Staaten seit Jahren weiter zugenommen. Der ehemalige Präsident Rafsandschani forderte in einer Predigt in der Moschee der Universität Teheran am 14. Dezember 2001 die nukleare Vernichtung Israels. Er sagte unter anderem: „Eine einzige Atombombe könne in Israel alles zerstören und das Problem Israel lösen“. Israel ist also durch eine mögliche atomare Bewaffnung Irans fraglos in seiner Existenz bedroht. Nachdem Trump in seiner ersten Amtszeit das unter Obama abgeschlossene Atomabkommen gekündigt und neue Sanktionen eingeführt hatte, nahm Iran das Atomprogramm wieder auf. Infolgedessen begann der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad mit der Ermordung iranischer Atomwissenschaftler und der Sabotage von Atomanlagen.
Countdown zur Auslöschung Israels
In Iran wurde unter Mahmud Ahmadineschad verstärkt antiisraelische Propaganda verbreitet. Er vertrat die iranische Staatsdoktrin äußerst offensiv und bezeichnete Israel als „zionistisches Besatzerregime“, leugnete mehrfach den Holocaust und bestritt im Dezember 2006 auf eine Holocaust-Konferenz in Teheran das Existenzrecht Israels. Juden in Iran sind zwar eine anerkannte religiöse Minderheit, werden allerdings seitens des Staates und der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung diskriminiert, wie das teilweise auch mit den Christen geschieht. Daher ist auch die Zahl der jüdischen Iraner in mehreren Auswanderungswellen stark geschrumpft.
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