Samstag, 1. August 2026

Ceuta: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

von Alexander Schwarz

Zorn der Einheimischen: Wütende Spanier titulierten gestern bei landesweiten Protesten gegen das Regierungsversagen in Ceuta Ministerpräsident Sanchez als “Hurensohn“ und “Verräter”



Vordergründig hat sich die Lage nach den unfassbaren Vorgängen in der spanischen Exklave Ceuta in Marokko in den letzten Tagen zwar wieder entspannt; nachdem 50.000 bis 60.000 Migranten teilweise halbnackt, triumphierend und marodierend durch die Stadt gezogen waren und bürgerkriegsähnliche Zustände mit (Stand gestern Abend) 43 Toten ausgebrochen waren – natürlich fast nur junge Männer, entgegen der Falschbehauptungen deutscher “Qualitätsmedien“ –, soll der grausige Spuk zumindest fürs Erste vorbei sein. Gestern Abend verkündete der spanische Außenminister José Manuel Albares, praktisch alle Personen, die nach Ceuta eindrangen, seien “bereits nach Marokko zurückgekehrt“. Die Situation habe sich normalisiert. Mittlerweile sei die Integrität des Schengen-Raums wieder gewährleistet und es sei nicht möglich, auf das spanische Festland zu gelangen, ohne sich auszuweisen, schrieb er weiter. Was die Spanier selbst von diesen Worten und dem Verhalten ihrer Regierung in der Krise halten, zeigten sie gestern bei unzähligen Demonstrationen und Protestaktionen gegen die “Willkommenspolitik” Sanchez‘ und seinem Verhalten in der Ceuta-Krise.

Albares‘ Darstellungen sind indes nicht nur dubios, sie können von außen auch gar nicht vollständig überprüft werden. Denn erstens ist unklar, wieviele der Invasoren es bis zur angeblichen Wiederherstellung der Ordnung womöglich doch geschafft haben, spanisches Festland und damit den Schengenraum zu erreichen. Und zweitens wäre interessant zu erfahren, wie eigentlich die von der spanischen Polizei zur Unterstützung von Ceutas Guardia Civil entsandten 60 (!) Soldaten es geschafft haben sollen, eine außer Rand und Band geratene, teils randalierende und gewaltbereite Meute von Menschen, die sich von Grenzanlagen nicht abhalten ließen, problemlos binnen eines halben Tages wieder auf marokkanisches Gebiet zurückgeführt haben wollen – zumal das spanische Oberste Gericht den Pushback von übers Meer angelandeten “Flüchtlingen“ (was auf fast alle der Eindringlinge zutraf) verboten hatte, was ja überhaupt erst einer der treibenden Auslöser der Massenflut von Migranten gewesen war.

Wirkungslose Farce

Nachdem alle kursierenden Videos geradezu apokalyptische Bilder einer wehrlosen überrannten Stadt gezeigt hatten, soll es sich jetzt also quasi um einen eintägigen Kurztrip zehntausender Marokkaner in die spanische Enklave gehandelt haben, die mal kurz Hallo sagen wollten und nun anstandslos wieder in die Heimat zurückkehrt sind; das mag glauben, wer will. Seine Beschwichtigungsmeldung , alles sei nun plötzlich wieder in bester Ordnung und man könne quasi zur Tagesordnung zurückkehren, garnierte Albares noch mit der kritischen Bemerkung, es habe eine „interessengeleitete Verwirrung“ rund um die Vorgänge der letzten Tage gegeben. Soll wohl heißen: Böse Rechtspopulisten regten sich künstlich auf, obwohl die Regierung doch alles im Griff habe! Konkret bezog er sich dabei vermutlich auf die italienische Regierung, die das Schengen-Abkommen mit Spanien vorübergehend ausgesetzt hatte, um zu kontrollieren, wer von dort einreist.

Tatsächlich aber tat Italien genau das Richtige mit seinen Sofortmaßnahmen – und diese müssten auch die anderen EU-Staaten einschließlich Deutschland sofort präventiv ergreifen, zumal keinesfalls ausgeschlossen werden kann, dass die Situation, sollte sie wirklich gebannt sein, erneut eskaliert oder dass es bald zur nächsten Massenflucht kommt. Die weltweit viral gegangenen Bilder, die zeigten, wie leicht die wehrlose “Festung Europa“ von Horden islamischer Jungmannen in Badeshorts und Freizeitkleidung vom Meer aus “erschwommen” und überrannt werden kann, dürften alsbald Nachahmer auf den Plan rufen. Was hier zu sehen war, waren fraglos Bilder einer Eroberung, wie Spanien sie wohl seit der ersten islamischen Landnahme im achten Jahrhundert nicht mehr erlebt hat – und Vorbote der Zustände, die im Rest Westeuropas bereits in Ansätzen herrschen und die aufgrund der demographischen Entwicklung mittelfristig normal sein werden. Abgesehen davon handelte es sich um die Entlarvung des vielgepriesen “europäischen Asylsystem“ als wirkungslose Farce.

Regierung Sanchez blieb sträflich untätig

Auch wenn im Netz wirre und haltlose Verschwörungstheorien ins Kraut schießen, wonach ausgerechnet Donald Trump gemeinsam mit Israel die Marokkaner bei einer gezielten Destabilisierungsaktion gegen Spanien unterstützt habe, um so den antisemitischen sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez für seine antisraelischen Ausfälle zu bestrafen, ist klar: Diese Invasion war durchaus geplant, zumindest hat Marokko sie provoziert und mit ermöglicht durch die Amnestie von 1800 Straftätern und Schwerkriminellen sowie anscheinend auch die logistische Hilfe bei der Verbringung von Insassen der zahlreichen Flüchtlingslager im Land in Grenznähe zu Ceuta. Das Motiv ist klar: Wegen der Exklaven Ceuta und Melilla gibt es seit Jahrzehnten Streit zwischen den Ländern, und Marokko hat selbstverständlich das Ziel, die islamistische Brut an Gefährdern sowie die zahlreichen afrikanischen Wirtschaftsmigranten, die auf Überfahrt ins gelobte Land Europa warten, so schnell wie möglich loszuwerden.

Maßgeblich aber hat die Regierung Sanchez den Ansturm mitausgelöst durch ihre Politik der Massenlegalisierung illegaler Migranten – und der Oberste Gerichtshof des Landes tat sein Übriges mit dem erwähnten Urteil , wonach Migranten, die schwimmend spanisches Gebiet erreichen, nicht mehr ohne Einzelfallprüfung sofort nach Marokko zurückgeschickt werden dürfen (die geltende Regelung über direkte Zurückweisungen erfasse diesen Einreiseweg angeblich nicht – weil dabei „keine Grenzanlage überwunden” werde). Vor allem aber war die Regierung in Madrid viel zu lange sträflich untätig geblieben: Nachdem er die panischen Hilfeschreie aus Ceuta zunächst arrogant ignoriert hatte, schickte Sánchez am Donnerstagabend dann doch ein paar Soldaten und Spezialeinheiten der Polizei, um der anarchischen Zustände Herr zu werden.

In einem Tag in Deutschland

Wie immer sich die tatsächliche Lage in Ceuta zur Stunde auch darstellt und selbst für den Fall, dass wirklich das Schlimmste vorerst abgewendet ist: Klar ist, dass das, was sich dort ereignet hat, nur der Startschuss für künftige weitere Versuche ganzer Legionen von afrikanischen und arabischen Problemmigranten war, sich Zugang nach Spanien und damit nach Europa zu verschaffen. Neben den bekannten, ohnehin schon stak frequentierten Haupteinfallstoren Kanarische Inseln sowie Italiens und Spaniens Mittelmeerküsten könnten die Exklaven in Marokko hier definitiv die Brückenköpfe einer seit 2015 nicht mehr gesehen Massenfluchtbewegung sein. Was diese tickende Zeitbombe für Deutschland bedeutet, scheint zumindest der deutschen Politik nicht ansatzweise zu dämmern (oder sie sehnt diese Zustände selbst herbei): In nur einem Tag könnten von Ceuta aufbrechende Migranten im Sozialstaatsparadies Deutschland sein. Der Umstand, dass ihnen formal die Weiterreise verboten ist, war bekanntlich noch nie ein Problem.

Dass sich der Migrationsdruck weiter deutlich erhöht, bestätigt auch die Entwicklung in Melilla: Gestern wurde auch diese zweite spanische Stadt an der marokkanischen Küste von rund 500 Migranten bestürmt. In der marokkanischen Grenzstadt Bni Nsar gab es Zusammenstöße zwischen der Polizei und Migranten, die mit Steinen warfen und Polizeifahrzeuge anzündeten. Die Polizei nahm Dutzende Menschen fest, die die Grenze überqueren wollten. Auch hier wurde nach Augenzeugenberichten mehr als deutlich, dass die marokkanische Regierung die Zuspitzung duldet oder sie sogar aktiv fördert: Die Grenzkontrollen seitens Marokkos wurden stark reduziert. In Ceuta hatten Migranten gegenüber westlichen Medien berichtet, dass marokkanische Polizisten ihnen den exakten Weg in die Exklave gewiesen hätten und Tips gegeben hätten, von wo aus sie losschwimmen sollten. Sollten sich diese Anschuldigungen erhärten, wäre es ein weiteres Beispiel dafür, wie die hoffnungslos überbevölkerten nordafrikanischen Staaten Migration als politische Waffe einsetzen.

Die “Tagesschau” und die üblichen “Frauen und Kinder“

Während ganz Europa entsetzt nach Ceuta schaute und Medien in aller Welt in Dauerschleife darüber berichteten, was sich dort ereignete, erwies sich der deutschen Zwangsgebührenstaatsfunk erneut als durch und durch verlogene Propagandamaschinerie: Im ZDF wurde das Thema, über das die ganze Welt sprach, nur am Ende der Nachrichten erwähnt, nachdem zuvor wieder nur die üblichen Schreckensmeldungen über den zu heißen Sommer und andere Banalitäten ausgewalzt worden waren. Die ARD-“Tagesschau” hielt es genauso – und berichtete schließlich, Migranten hätten Ceuta „erreicht“. Auf den sozialen Medien vermeldete das ZDF, „viele, viele“, seien nach Ceuta „geflohen“. Wie schon beim Beginn der Migranteninvasion nach Europa 2015 bebilderte die “Tagesschau“ ihren Bericht über den Ansturm nach Ceuta mit Frauen und Kindern, obwohl es bis auf wenige weibliche Ausnahmen zehntausende kraftstrotzender Jungmänner waren, die in die Stadt eindrangen. Erneut offenbart sich der monströse Lügenmoloch ÖRR als eine einzige Schande für den Journalismus und stellt seine nicht mehr vorhandene Existenzberechtigung unter Beweis.

Doch auch in der Politik bleiben sich die Unbelehrbaren und Unverbesserlichen treu: Die seit dem islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day vor einer Woche anhaltende, ultimative intellektuelle Kernschmelze vor allem der Linken hält unvermindert an; ihr irrer Verschwörungswahn erstreckt sich nun auch auf den Migrantensturm von Ceuta: Wenn sie nicht an die oben erwähnte USA-Israel-False-Flag-These glauben, sehen sie hinter der Masseninvasion eine Rachektion der US-Regierung gegen Spanien, weil das Land US-Streitkräften keine Basen für die Angriffe auf den Iran zur Verfügung gestellt hatte. Andere vermuten in dem ganzen Geschehen nur für „eine ziemlich billige Kampagne um entsprechende Bilder zu generieren, die sich prima politisch ausschlachten lassen“ – wohinter dann nach gewohnter linker Lesart wahrscheinlich Putin, die AfD, Israel oder Trump stecken, wie der Journalist Tobias Huch ironisch kommentierte (ähnlicher Irrsinn war aus diesem Lager übrigens auch nach dem CSD-Anschlag verbreitet worden).

Linke fordern: Alle nach Deutschland!

Und wie nicht anders zu erwarten, verkündete die Linken-Bundestagsabgeordnete und „fluchtpolitische Sprecherin“ Clara Bünger auch noch prompt, Deutschland und die EU stünden in der Pflicht, „bei der Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen“. Mehr Grenzschutz sei daher die falsche Lösung, so Bünger: Wer glaube, mit noch mehr Abschottung sei das Problem gelöst, irre. Die Situation in Ceuta sei „keine Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen“. Der letzte Satz stimmt sogar – wenn auch nicht so, wie Bünger es mit ihrem einfältigen Geschwätz meint: Tatsächlich ist die Situation in Ceuta Resultat einer politischen Agenda – jener nämlich, die von Angela Merkel 2015 losgetreten wurde mit ihrer verbrecherischen und rechtswidrigen Entscheidung , die deutschen Grenzen für jeden zu öffnen, der das Wort „Asyl“ aussprechen kann. Dieser Zivilisationsbruch dominiert die deutsche und leider auch die Brüsseler Politik bis heute und bewirkt, dass der Daueransturm auf die europäischen Grenzen bis heute anhält. Hinzu kommt noch die aberwitzige Migrationspolitik der spanischen Sozialisten und die grotesken Urteile von Richtern auf nationaler und europäischer Ebene, die es nach Kräften erschweren, die immer dramatischere Fehlentwicklung endlich zu beenden.

Ceuta hat erneut gezeigt: Wenn Europa kulturell überleben will, muss es sich zu einer echten Festung machen und wirksam abschotten. Dazu gehört die leider überfällige Abschaffung des Individualrechts auf Asyl und endlich die Bereitschaft der Einzelstaaten, den Grenzschutz in die eigenen Hände zu nehmen. Außerdem muss die pauschale Vollalimentierung von temporären oder gar illegalen Migranten abgestellt werden. Und, am wichtigsten: Europas Regierende dürfen sich nicht nicht länger von ideologiegetriebenen EU-Kommissaren und -Richtern auf der Nase herumtanzen lassen.