von Thomas Heck
Wer Georg Restle kennt, weiß um seinen Hass auf Trump, die USA, die Juden sowieso und Israel darüberhinaus, die AfD und wer weiß was der sonst noch hasst. Ich schalte ihn grundsätzlich ab. Leider kommt man nicht umhin, seiner antisemitische Hetze und die des antisemitischen Dreckssenders Westdeutscher Rundfunk begegnet man auf allen Kanälen. Und es ist das alte Muster: Erstmal den Judenhass raushauen und sich danach zu entschuldigen, wenn die der Gegenwind zu stürmisch ist.
Leiter des ARD-Studios Nairobi: Georg Restle
Der frühere „Monitor“-Moderator Georg Restle hat im Online-Netzwerk X eine Theorie über eine angebliche US-israelisch-marokkanische Geheimaktion geteilt. Nach Empörung darüber gibt er nun einen Fehler zu, greift aber auch seine Kritiker an.
ARD-Journalist Georg Restle hat das kommentarlose Verbreiten einer Theorie über eine angebliche US-israelisch-marokkanische Geheimaktion hinter der Migrationskrise in Ceuta als Fehler bezeichnet, sich aber nicht ausdrücklich von der Theorie distanziert. Er habe auf ein Zitat aus einer „geopolitischen Analyse zu Ceuta“ hinweisen wollen, schrieb der frühere „Monitor“-Moderator am Samstag auf X. „Es ist nicht meine Äußerung. Ich mache mir dieses Zitat weder zu eigen noch hätte ich es selbst so formuliert.“
Er betonte: „Daher war es ein Fehler, dieses Zitat so kommentarlos wiederzugeben, weil mir hätte klar sein müssen, dass mir dieses Zitat zugeschrieben wird.“ Gegen die „haltlosen Vorwürfe“, er verbreite Antisemitismus, verwahre er sich. Diese „Klarstellung“ schrieb der Journalist unter seinen ursprünglichen X-Post mit dem Zitat, das für breite Kritik gesorgt hatte.
Zugleich griff Restle seine Kritiker an. Aus dem Zitat einer „keineswegs antisemitischen geopolitischen Analyse eines US-amerikanischen Hochschulprofessors“ einen Antisemitismusvorwurf zu konstruieren, sei „so grotesk wie leider erwartbar“. Der Journalist fragte: „Wer zündelt da eigentlich gerade?“
Restle, der das ARD-Studio in Nairobi leitet, hatte zuvor einen Beitrag der linken US-Zeitschrift „The Nation“ geteilt und dessen Schlusspassage als Zitat auf X hervorgehoben.
Rundfunkrat eingeschaltet
In dem Artikel von Stephen Zunes, Politikprofessor an der Universität von San Francisco, wurde behauptet, der massenhafte Grenzübertritt nach Ceuta sei Teil von Bemühungen eines „US-israelisch-marokkanischen Bündnisses“, Spaniens Regierung zu schwächen, Europa zu spalten und das Völkerrecht zu untergraben. Belege für eine gemeinsame Steuerung durch die drei Staaten wurden in dem Beitrag nicht genannt.
Mehrere Politiker und Publizisten warfen Restle daraufhin vor, eine Verschwörungstheorie zu verbreiten. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Serap Güler sprach von „Antisemitismus und Antiamerikanismus vom Feinsten“. Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, fragte, ob der Journalist Belege für die Behauptung vorlegen könne.
Ein Mitglied des WDR-Rundfunkrats reichte eine Beschwerde bei der Programmdirektion ein, wie die „Jüdische Allgemeine“ berichtete. Felix Schotland erklärte, weitreichende politische Behauptungen ohne nachvollziehbare Einordnung oder erkennbare Distanzierung seien problematisch. Solche Äußerungen könnten das Vertrauen in die journalistische Unabhängigkeit und die Glaubwürdigkeit des Senders „nachhaltig beschädigen“.
WDR nimmt Restle in Schutz
Der WDR kündigte an, auf Schotlands Schreiben in der kommenden Woche antworten zu wollen. Restle habe das kommentarlose Teilen des Zitats als Fehler bezeichnet. „Diese Ansicht teilt der WDR.“
Der Sender werde seine Mitarbeiter erneut dafür sensibilisieren, „auch auf ihren privaten Social-Media-Accounts stets mit der nötigen journalistischen Sorgfalt zu agieren“, hieß es weiter. An der persönlichen Integrität von Georg Restle bestehe für den WDR keinerlei Zweifel. „Ihn als Person aufgrund dieses Posts in die Nähe des Antisemitismus zu rücken, ist aus Sicht des WDR keinesfalls gerechtfertigt.“
Restle hatte zum 1. Juni 2026 die Leitung des crossmedialen ARD-Studios Nairobi übernommen. Zuvor war er Redaktionsleiter und Moderator des ARD-Politmagazins „Monitor“.