Donnerstag, 22. Oktober 2026

Sieben Bedingungen und ein Sack Uran: Der Größenwahn der Mullahs

von Helena Bauernfeind

Irans Präsident Massud Peseschkian beim Besichtigen einer iranischen Atomanlage: Verkannte und überreizte Verhandlungsposition



Der Iran stellt sieben Bedingungen an die USA; solange Washington sie nicht erfüllt, wird nicht verhandelt. Gleichzeitig erklärt Teheran sein angereichertes Uran zum „nationalen Schatz“, von dem selbstverständlich kein einziges Gramm das Land verlassen dürfe. Man muss diese Chuzpe bewundern. Ein Regime, das seit Jahrzehnten Misstrauen exportiert, Terrororganisationen unterstützt und Israel mit Vernichtung bedroht, verlangt plötzlich “vertrauensbildende Maßnahmen”. Der Brandstifter fordert eine schriftliche Vertrauensgarantie der Feuerwehr. Verteidigungsminister Mohammad Ghalibaf beklagt gebrochene Vereinbarungen und amerikanische Drohungen. Der oberste Sicherheitschef Mohsen Rezaei nennt das Uran “strategisches Heiligtum”.

Offenbar hält man in Teheran diplomatische Verhandlungen für eine Art orientalischen Basar: Die Mullahs bestimmen die Preise, Washington bezahlt, und am Ende wird noch über die Höhe des Trinkgelds diskutiert. Das Uran bleibt natürlich da. Kontrolle? Eine Unverschämtheit! Transparenz? Eine Zumutung! Irgendwelche Zugeständnisse? Aber bitte immer nur von der Gegenseite! Der Iran möchte alle Vorteile eines Abkommens, ohne dessen Verpflichtungen erfüllen zu müssen. Das ist ungefähr so, als würde ein Bankräuber der Polizei sieben Bedingungen stellen, bevor er bereit ist, über die Rückgabe der Beute zu sprechen. Und die angebliche “Unerschütterlichkeit”? Auch sie gehört zum Repertoire. Sanktionen werden zum Ehrenzeichen, zur Auszeichnung umgedeutet. Die Isolation wird zum Beweis eigener Stärke und gescheiterte Diplomatie zum Sieg über den Westen erklärt. Und wenn die Rechnung nicht aufgeht, erklärt man kurzerhand das, was Mathematik und Logik unerbittlich zutage treten lassen, zum amerikanischen Komplott.

Vermeintlicher Freifahrtschein für Maximalforderungen

Dabei ist die Sache weit weniger kompliziert, als Teheran sie gern darstellt: Wer Vertrauen verlangt, muss erst einmal beweisen, dass es verdient. Wer friedliche Absichten behauptet, muss eine überprüfbare, externe Kontrolle akzeptieren. Und wer ständig neue Drohungen ausspricht, braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm niemand seine angebliche Unschuld auf Zuruf bescheinigt. Ja, Donald Trump ist gewiss kein einfacher Verhandlungspartner; aber daraus folgt nicht, dass die iranischen Machthaber einen Freifahrtschein für ihre Maximalforderungen beanspruchen könnten.

Die sieben Bedingungen sind keine Demonstration diplomatischer Überlegenheit. Sie sind der Versuch, Unnachgiebigkeit als Stärke zu verkaufen. Die Mullahs wollen wie eine Weltmacht behandelt werden, benehmen sich aber wie ein ertappter Taschendieb, der von dem soeben Bestohlenen zunächst sieben Entschuldigungen abverlangt, bevor er über die Rückgabe der Brieftasche nachdenkt. Und das Uran? In Teheran mag man es zum nationalen Schatz erklären; für den Rest der Welt ist es vor allem berechtigter Anlass zu Misstrauen und Sorge und ein Grund, sehr genau hinzusehen. Sieben Bedingungen, null Zugeständnisse und ein Regime, das sich selbst für unwiderstehlich hält; vielleicht sollte Washington einfach eine achte Bedingung hinzufügen: Teheran muss endlich lernen, den Unterschied zwischen Verhandlungen und einer Kapitulation zu verstehen.


1 Kommentar:

  1. Lasst die Mullahs verrecken. Jetzt. Bevor sie noch an die Atombombe kommen. Und diese Irren würden sie auch einsetzen. Darum gilt mehr denn je: Lasst sie sterben. Bombt ihnen die Scheiße aus dem Leib.

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