Dienstag, 21. März 2023

Polizei Berlin: Haben die nicht alle Tassen im Schrank?

von Thomas Heck...

Die Posse um die Polizeiwache am Kottbusser Tor in Berlin, wo sich die Polizei rechtfertigen muss, wenn sie Recht und Gesetz durchsetzten und Straftaten verhindern will, nimmt immer absurdere Züge an. So hat die Führung der Polizei Kaffeetassen der GdP aus der Wache entfernen lassen, weil diese Tassen mit einer dünnen blauen Linie verziert sind. Traumatisierte drogendealende Neger, die im nahen Görlitzer Park festgenommen und auf diese Wache verbracht werden würden, könnten sich an der "thin blue line" stören, diese als "bedrohlich und rassistisch" wahrnehmen, weil "rechte Bewegungen in den USA" die Symbolik nutzen. So eine Posse kann man sich eigentlich gar nicht ausdenken... dit jeht nur in Berlin...


Die Polizei hat vergessen für ihre Mitarbeiter der nagelneuen Kotti-Wache in Kreuzberg Geschirr zu bestellen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) half aus und spendete unter anderem Tassen – auf denen aber eine dünne blaue Linie, die "thin blue line", zu sehen ist. Das Symbol gilt als umstritten.

Nach einer „entsprechenden Sensibilisierung seitens der Leitung der Direktion 5 (City)“ seien die Kaffeetassen „durch ein Mitglied der GdP vorsorglich aus der Nebenwache entfernt“ worden, bestätigt Behördensprecherin Beate Ostertag. Jetzt haben die Beamten nicht mehr alle Tassen im Schrank. Was is da los fragen sich nun nicht nur GdP-Mitglieder. Doch, gemach: Neue Tassen für die Wache wurden angeschafft.


Gewerkschafts-Sprecher Benjamin Jendro: „Es gibt keinerlei Verbot oder Richtlinien, die gegen unsere Tassen sprechen und wir müssen die Kirche im Dorf lassen.“ Die GdP distanziere sich von jeder Art des Extremismus. Doch man wehre sich auch gegen die Vereinnahmung von Symbolen – dazu gehöre auch die „thin blue line“. Jendro: „Wir müssen festhalten, dass die Berliner Polizei blaue Uniformen trägt und wir über einen blauen Strich sprechen.“

Dem Ursprung nach drücken Personen, die das Symbol tragen, damit ihre Solidarität mit im Dienst getöteten oder verletzten Polizeikräften aus. Doch laut Berliner Polizei wird sie von schwarzen Menschen mitunter „als bedrohlich und rassistisch wahrgenommen“, weil auch rechte Bewegungen in den USA das Symbol nutzten. Das könnte auf in Berlin lebende Schwarze „die gleiche Wirkung haben“.

Und: Die dünnen blauen Linien auf Tassen, Patches oder Abzeichen könnten Zweifel an „Neutralität, Objektivität oder Verfassungstreue“ aufkommen lassen. Allerdings: In der Hauptstadt sei die Verwendung der blauen Linie in Zusammenhang mit rechter politischer Kriminalität noch nicht bekannt geworden, so Ostertag.

 

Auf offiziellen Symbolen, Führungs- und Einsatzmitteln oder an den Uniformen dürfe nichts angebracht, verwendet oder getragen werden, was nicht „dienstlich geliefert“ sei – somit auch keine „thin blue line“. Behörden-Sprecherin Ostertag: „Die Verwendung in anderer Form steht den Dienstkräften der Polizei Berlin grundsätzlich frei“.

Allerdings gebe es bei der Berliner Polizei „eine besondere Sensibilität, die eine zurückhaltende Nutzung (…) innerhalb des Dienstbetriebes erforderlich macht.“




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