Sonntag, 25. Dezember 2022

Tagesschau berichtet über Heilig Abend aus Betlehem. Und wie...

von Thomas Heck...

Da schaut man an Heilig Abend nach einem gemütlichen und entspannten Abend nach Bescherung und Essen doch noch etwas Fernsehen und will sich nur mal ganz kurz die Tagesschau anschauen, da könnten einem doch der Weihnachtsbraten im Halse steckenbleiben. Ein Bericht aus dem Heiligen Land Israel, genauer gesagt aus der Geburtsstadt Jesu Christi, Betlehem, treibt einem selbst an einem so besinnlichen Tag die Zornesröte ins Gesicht und macht schlagartig wieder nüchtern. Mit einem dreist lügenden und framenden Bericht, wird mal so nebenbei terroristische Gewalt gegen israelische Zivilisten einfach so weggewischt und verschwiegen und nicht etwa die haufenweise auftretenden Messerstecher, Automörder und sonstige Attentäter palästinensischer Herkunft im Zusammenhang mit Gewalt in Israel auch nur benannt.

Kein Wort davon, dass die Zahl der Christen in Betlehem kontinuierlich Jahr für Jahr sinkt. Aussagen des christlichen Patriarchen Pizzaballa werden als Narrativ übernehmen und erst gar nicht journalistisch kommentiert. Da wird von "Sorge über Politik in Israel" fabuliert, die die Gefahr berge, "das bereits fragile Gleichgewicht zwischen den verschiedenen religiösen und ethnischen Gemeinschaften zu brechen, die unsere Gesellschaft ausmachen". Da wird einem "fürchterlichen Anstieg der Gewalt in palästinensischen Straßen mit einer Todesrate, die uns Jahrzehnte zurückwirft" gefaselt. Gemeint sind bei Angriffen auf israelische Zivilisten in Notwehr oder Nothilfe getötete Terroristen, das Netz ist voll von Videoaufnahmen von Überwachungskameras, die das Anschlagsgeschehen in Israel weitestgehend lückenlos dokumentieren. Von der Tagesschau kein Hinweis, keine Meldung, nichts. Pünktlich zum 70. Jubiläum nur ein gift- und gallespuckender Propagandasender.

Der Patriarch fährt fort. Gleichzeitig scheine die palästinensische Frage nicht länger im Fokus der Welt zu stehen. "Dies ist ebenfalls eine Form von Gewalt, die das Gewissen von Millionen von Palästinensern verletzt", die zunehmend alleingelassen würden, so Pizzaballa. Das Oberhaupt der lateinischen Katholiken im Heiligen Land beklagte einen Vertrauensverlust, der Gewalt zur einzigen Sprache mache.

All diesen News-Müll wie üblich verbreitet von einer Tagesschau, die sich nicht einmal mehr die Mühe macht, ausgewogen berichten. Das hat man davon, wenn man Heilig Abend unabsichtlich und zufällig ins laufende Programm des Antisemitischen Rundfunk Deutschlands, in das Nachrichten-Schlachtschiff Tagesschau gerät, die sich noch letzte Woche selbst als Bollwerk gegen FakeNews und als Leuchtfeuer der Qualitätsmedien und Glaubwürdigkeit ansehen.


Nach Corona-Pause. Christen feiern wieder in Bethlehem

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren noch Corona-Beschränkungen galten, feiern nun wieder Zehntausende Christen aus aller Welt das Weihnachtsfest in Bethlehem. Patriarch Pizzaballa warnte vor einer Zunahme der Gewalt im Nahen Osten.

In Bethlehem haben knapp drei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie erstmals wieder Tausende Pilger aus aller Welt das Weihnachtsfest gefeiert. In der Stadt im von Israel besetzten Westjordanland, wo nach christlichem Glauben Jesus Christus geboren wurde, beteten an Heiligabend Christen in der Geburtskirche, während Polizisten auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche Sperren aufbauten und Touristen nach Motiven für Selfies suchten.

Weihnachtsprozession erreicht Bethlehem

Im von Christen wie Muslimen bewohnten Bethlehem herrschte festliche Stimmung. Ein riesiger Weihnachtsbaum und bunte Luftballons schmückten die Straßen, Pfadfindergruppen marschierten unter den Augen zahlreicher Zuschauer Dudelsack spielend durch die Straßen.

Die traditionelle Weihnachtsprozession kam am Nachmittag in Bethlehem an. Im Autokonvoi fuhr der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, von der Jerusalemer Altstadt aus über den israelischen Checkpoint in die knapp zehn Kilometer entfernte Stadt. Den letzten Teil des Wegs bis zum Krippenplatz legte der Patriarch zu Fuß zurück.

Zahlreiche Gläubige begrüßten den Patriarchen, der mit mehr als einer Stunde Verspätung auf dem Krippenplatz eintraf. Dort wurde er von Bethlehems Bürgermeister Hanna Hanania Salman sowie weiteren Politik- und Kirchenvertretern empfangen. Gemeinsam zogen sie zur Feier der Vesper in die katholische Katharinenkirche neben der Geburtsbasilika, die unter Kaiser Konstantin über der traditionell als Geburtsort Christi angesehenen Grotte errichtet wurde.


Sorge über Politik in Israel

Um Mitternacht feierte Pizzaballa in der Katharinenkirche neben der Geburtsbasilika die zentrale Christmette. In seiner Predigt beklagte er einen Anstieg der Gewalt im Heiligen Land. "Wir sehen mit unseren Augen, dass Gewalt unsere Hauptsprache geworden zu sein scheint, unser hauptsächlicher Weg der Kommunikation", sagte der italienische Franziskaner. Die Gewalt nehme zu, insbesondere in der politischen Sprache, aber auch in Medien, sozialen Beziehungen, Schulen und Familien.

Pizzaballa wiederholte seine Sorge über die gegenwärtige Politik in Israel, die die Gefahr berge, "das bereits fragile Gleichgewicht zwischen den verschiedenen religiösen und ethnischen Gemeinschaften zu brechen, die unsere Gesellschaft ausmachen". Zudem habe 2022 einen "fürchterlichen Anstieg der Gewalt in palästinensischen Straßen mit einer Todesrate, die uns Jahrzehnte zurückwirft", gesehen, so der Patriarch. Dies sei ein Zeichen wachsender politischer Spannungen und Unruhe insbesondere unter jungen Menschen über eine immer weiter in die Ferne rückende Lösung des anhaltenden israelisch-palästinensischen Konflikts.

Gleichzeitig scheine die palästinensische Frage nicht länger im Fokus der Welt zu stehen. "Dies ist ebenfalls eine Form von Gewalt, die das Gewissen von Millionen von Palästinensern verletzt", die zunehmend alleingelassen würden, so Pizzaballa. Das Oberhaupt der lateinischen Katholiken im Heiligen Land beklagte einen Vertrauensverlust, der Gewalt zur einzigen Sprache mache.

Als gläubige Christen Weihnachten zu feiern, bedeute auch, eine Gelegenheit für Gnade, Mitgefühl und Vergebung zu schaffen, zu fördern und selbst zu sein, sagte Pizzaballa. "Frieden, den wir alle begehren, kommt nicht von selbst. Er wartet auf Männer und Frauen, die Gottes Wort in konkrete Handlungen zu übersetzen wissen." Der Glaube an Gott müsse das Vertrauen in die Menschheit erhalten und zu Gesten freier und echter Liebe führen.

Hotels wieder gut gefüllt

Neben Christen aus allen Teilen der Palästinensischen Gebiete und Israels wird auch der palästinensische Präsident Mahmud Abbas zu der Feier erwartet. Pizzaballa wird während der Christmette in einem traditionellen Ritus eine Figur des Jesuskindes auf jene Stelle legen, an der die Geburt Christi verehrt wird.

In den vergangenen beiden Jahren hielten harte Corona-Auflagen und Einreisesperren ausländische Gäste aus Bethlehem fern. In diesem Jahr sind die Besucher wieder da und die Hotels gut gefüllt. Geschäftsleute berichteten von regen Einkäufen in der Adventszeit. "Dieses Jahr feiern wir Weihnachten ganz anders als im vergangenen Jahr", sagte die palästinensische Tourismusministerin Rula Maajah. "Wir feiern Weihnachten mit Pilgern, die aus der ganzen Welt kommen." Das israelische Tourismusministerium hat sich auf rund 120.000 Pilger aus aller Welt eingestellt.





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