von Albrecht Künstle
Deutschlands Zukunft in einem Bild: Aussterbende überalterte Indigene der Generation Wiederaufbau, geburtenstarke Migranten der Generation BürgergeldEs ist noch gar nicht lange her, da wurde eine neue Kita (für die älteren Leser: “Kindertagesstätte”, die moderne Entsprechung des früheren Kindergartens) nach der anderen “eingeweiht” – wobei die weihende Geistlichkeit am wenigsten zum Bedarf an Plätzen beigetragen haben dürften, sehr viel mehr hingegen der geschaffene sichere Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Nun ist zu vernehmen, dass inzwischen immer mehr Kitaplätze unbesetzt bleiben und sogar ganze Gruppen geschlossen werden. Der Grund: Der einheimische Nachwuchs stagniert, und die Kinder der zugezogenen Migrantenfamilien werden immer seltener in diese staatlichen Einrichtungen geschickt, sondern stattdessen eher zu Hause „erzogen“. Begründet wird die Entwicklung offiziell jedoch mit dem Hinweis, es gebe einfach weniger Kinder. Für die stetig wachsende Zuwanderungsgesellschaft im Siedlungsgebiet BRD trifft dies jedenfalls nicht zu – sehr wohl aber für deutsche Familien und man fragt sich auch diesbezüglich unweigerlich: Was ist los mit Deutschland? Hat die politische Inkompetenz der Regierenden nun auch eine Impotenz der Regierten zur Folge?
In der Tat ging die Geburtenrate von 1,55 Kinder je Frau auf 1,35 zurück. Warum? Ein Grund dafür ist, dass Kinderkriegen hierzulande seitens unserer “Eliten” einer zunehmenden sozialen Ächtung ausgesetzt wird. Die Horrorszenarien der Klimapäpste des IPCC und der Erfüllungsgehilfen in den Regierungspalästen, in den Schulen und der Freitags-Aktivisten auf den Straßen, zeitigen offensichtlich Früchte: Dort wurde offen zum Geburtenstreik aufgerufen, weil man Kinder nicht einer untergehenden Welt aussetzen dürfe oder weil sie eine schlechte CO2-Bilanz hätten. Auch werden Kinder von vielen Frauen als Karrierehemmnis und Einschränkung der individuellen Work-Life-Balance empfunden. Bei dieser Geisteshaltung verwundert es nicht, dass die Geburten innerhalb von fünf Jahren um 150.000 auf nur mehr 654.300 pro Jahr zurückgingen. Alleine die gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche betragen jährlich über 100.000. Sogar die Geburten in Ausländerfamilien sollen zurück-gegangen sein. Wobei eine Unterteilung in „Nicht-Migranten“ (neues “Tagesschau”-Wording) und Migranten nicht mehr viel aussagt, seit jedes Jahr Hunderttausende von ihnen eingedeutscht werden, 332.500 alleine im Jahr 2025.
Von der deutschen Bevölkerung zur Bevölkerung in Deutschland
Wer eigentlich bekommt in Deutschland noch Kinder? Weil das nicht so einfach feststellbar ist, hier ein Blick in die kulturell ähnliche Schweiz: Das Land hat zwar, anders als Deutschland, einen kleinen Geburtenüberschuss. Doch wem war dieser zu verdanken? Die „eingeborenen“ Schweizer hatten 2024 ein Geburtendefizit von 9.000 Kindern, die Ausländer aber einen Überschuss von 15.000. So dürfte es auch bei uns sein, schaut man auf die Straßen. Wenn eine Mutter mit Inlineskatern ihren Kinderwa-gen bewegt, ist es eine Einheimische. Eine zugewanderte oder nachgeholte Mutter kann das nicht, weil sie neben dem Kinderwagen noch ein oder zwei Kinder an der Hand hat.
Was bedeutet die unterschiedliche Kinderzahl für die Bevölkerungsentwicklung? Wird sie wirklich dermaßen schrumpfen, wie uns das zur Rechtfertigung der Rentenkürzungen verkauft wird? Die Demographen prophezeien für das Jahr 2070 eine “deutsche Bevölkerung” – korrekterweise müsste man von “Bevölkerung” in Deutschland sprechen! – von 80,7 bis nur noch 68,7 Millionen. Die mittlere Vorausberechnung lautet auf 73 Millionen für das Jahr 2060, die für die Entwicklung der Sozialversicherung unterstellt werden. Das vorherrschende Glaubensbekenntnis politischer Kreise lautet, die fehlenden Kinder Einheimischer müssen durch Zuwanderung “ersetzt” werden; die Bevölkerung werde damit faktisch ausgetauscht, sagen andere. Beides beschreibt jedenfalls dasselbe Phänomen.
Ohne Klimapropaganda ist schon viel gewonnen
Wie ich an anderer Stelle vorgerechnet habe, geht die Rechnung – jedenfalls wirtschaftlich gesehen – nicht auf. Solange die Erwerbsquote der Zuwanderer unter der von Einheimischen liegt, bleibt Massenmigration ein Verlustgeschäft. Ein Blick in die Schweiz bestätigt meine Berechnungen, dass Migranten mehr Arbeit machen, als sie für die Volkswirtschaft leisten. Dieser Autor in der Schweiz drückt es so aus: Für eine benötigte Vollzeitkraft bräuchte es fast sechs Zuwanderer.
Doch von der ökonomischen Sackgasse der Massenmigration nun zurück zum Problem des Kindermangels: Wie kann die Abwärtsbewegung der Geburten gestoppt und umgekehrt werden? Ansätze gibt es. Ein Beispiel von vielen: Wenn etw dem “Weltklimarat” der Geldhahn abgedreht würde, könnte er keine Horrorszenarien mehr in die Welt setzen (die er später, nach angerichtetem Schaden, selbst widerruft). Und das Panikorchester unserer Erziehungsmedien sollte es tunlichst unterlassen, weiterhin kinder- und jugendgefährdende Klima-Szenarien zu verbreiten, die junge Menschen hoffnungs- und perspektivlos machen. Das allein dürfte dazu beitragen, dass unsere jungen Familien wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen bereit werden.
Mangelnde Familienförderung ist nicht das Problem
Oder liegt der Kindermangel an einer fehlenden staatlichen Förderung? Mitnichten; die finanziellen Leistungen an die Familien können sich sehen lassen. Sie sind so gut, dass sich Migrantenfamilien drei und mehr Kinder leisten können und auch haben. So viele, dass sie nicht einmal arbeiten müssen. Oder nur der Mann, und eine Großfamilie trotzdem auskömmlich leben kann. Ein Fortschritt wäre es schon, wenn einheimische Mütter nicht erst mit durchschnittlich 31 Jahren das erste und vielleicht einzige Kind bekommen. Denn das Gebäralter ist neben der Kinderzahl für eine demographische Entwicklung genauso wichtig. Es muss ja nicht so sein, dass – wie in zugewanderten Kulturen – schon Kinder Kinder bekommen.
Bisher machen Regierungen und Abgeordnete vorgerückten Alters vor allem Gesetze für junge Zuwanderer. Sie spekulieren auf einen Bevölkerungserhalt und auf Nachschub für ihre Wiederwahl in die Parlamente. Statt einer eigenen Bevölkerungsvorausspekulation wage ich eine andere: Bereits im Jahr 2050 werden junge Ausländer in den künftigen Regierungen und als Abgeordnete Gesetze für die wenigen einheimischen Alten machen, die es dann noch gibt. Junge Migranten in der Politik, die als Dankeschön für ihre großzügige Aufnahme in Deutschland für „nicht-migrantische“ Alte eine einheimischenfreundliche Politik betreiben? Daran glaubt vermutlich nur, wer vor zehn Jahren auch an die Parolen von “wertvoller als Gold“ oder den renten- und zukunftssichernden “Fachkräften” glaubte. Mir persönlich kann das altersbedingt egal sein… aber ich habe Enkel, die dann nicht mehr jung sein werden.
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