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Gestern ist viel zu dem Bericht und die Anmoderation des heute-journals gesagt worden. Es ist mir aber ein Bedürfnis, das nicht nur einmal quasi-protokollarisch festzuhalten. Denn es ist ja beileibe kein Ausrutscher des ÖRR. Sondern auch einmal etwas anderen Hintergrund zu geben, warum ich diesen Bericht als nahe der Propaganda einordne. | |||
Zunächst möchte ich aber vorwegschicken, dass ich absolut kein Freund davon bin, jedes Wort eines Journalisten auf die Goldwaage zu legen oder gar eine Hexenjagd auf einzelne Journalisten zu veranstalten. Zudem kritisiere ich nicht den öffentlich-rechtlichen Rundfunkt, sondern alle Nachrichten- bzw. Agenturmedien. | |||
In der Sendung heute-journal am Samstag, dem 20.06.2026, lief ein Beitrag zur Straße von Hormus. | |||
Die Moderatorin Dunja Hayali kündigte den Beitrag mit folgenden Worten an (ab 04:52): | |||
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Diese drei Sätze enthalten so viele Falschaussagen, dass einem schwindelig wird. | |||
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Angriffe auf Israel, Verstöße durch die Hisbollah | |||
Zudem behält Israel sich natürlich immer vor, auf Angriffe entsprechend zu antworten. Wie jeder andere Staat das auch tun würde. | |||
In der Nacht nach der angeblichen Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah, vom 18.06.2026 auf den 19.06.2026, hat die Hisbollah insgesamt 50 Drohnen und Raketen auf die IDF gefeuert. | |||
Dabei wurden in Kfar Tebnit Feldwebel Yoav Klein (21), Feldwebel Liav Kababia (20) und der Bataillonskommandeur Oberstleutnant Dor Gedalia Ben-Simhon (32) in ihrem Panzer getötet. Zusammen mit einem vierten, dessen Name nicht veröffentlich wurde. (Vermutlich um zunächst die Familie zu informieren.) | |||
Bei einem weiteren Angriff in der Pufferzone wurde Feldwebel Nir Ben-Ari (21) getötet und 13 weitere verletzt. | |||
Die Tötung von Oberstleutnant Ben-Simhon wurde durch die IDF am frühen Morgen des 19.06.2026 sogar auf X mitgeteilt. | |||
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Screenshot des Postings, Zeitstempel 19.06.2026 08:53h. | |||
Es ist unerheblich, wer nun die Waffenruhe als erster gebrochen hat. Die Redaktion des heute-journals und Dunja Hayali hätten genug Zeit gehabt, diese Informationen zu sammeln. | |||
Psychologischer Hintergrund | |||
Vor einigen Jahren wurde der psychologische Begriff des „Framings“ bekannt. Es fand eine breite Debatte in und über die Medien statt. | |||
Es gibt einen weiteren, ähnlichen Effekt, das so genannte Priming. Was man mit „Vorbereitung“ oder „Anbahnung“ übersetzen könnte. | |||
Und das ist es, was Dunja Hayali hier getan hat. Bewusst oder unbewusst, ob von ihr selber formuliert oder nicht. | |||
Und es wirft die Frage auf, welches Mindsetting, welche Weltsicht, welches Motiv und welches Ziel derjenige hatte, der diese Anmoderation geschrieben hat. | |||
Der Bericht | |||
Der anschließende kurze Bericht stammt von Carsten Rüger aus dem ZDF-Studio Istanbul. | |||
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Screenshot aus dem Bericht: Der Sprecher des iranischen Außenministeriums. | |||
Das ist völlig normal im Journalismus. Muss heutzutage aber immer wieder betont werden. Vor allem, wenn Bilder aus dem Gazastreifen, der Diktatur im Iran oder dem Krieg im Libanon gezeigt werden. Wo sich kein freier, „westlicher“ Journalist aufhalten oder frei berichten kann. | |||
Und das wirft die Frage auf, woher die Bilder stammen. | |||
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Und wieder: Eine Verknüpfung von Israel mit dem Deal zwischen den USA und dem Iran. | |||
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Und nur fürs Protokoll: Die Menge, in der die Perspektive Israels dargestellt oder Israel überhaupt gefragt wurde, betraf genau null. | |||
Der Hintergrund | |||
Wortklauberei? Erbsenzählerei? | |||
Der Iran erpresst die USA. Die sich erpressen lassen. | |||
Zum zweiten hatte Trump vollmundig verkündet, der Friedensbringer zu sein, keine Kriege anzufangen und keine US-amerikanische Soldaten irgendwohin zu schicken. | |||
Deshalb kann Trump das alles gerade gar nicht gebrauchen. Denn im November sind die so genannten Midterms, die Zwischenwahlen, und nach jetzigem Stand droht ein Verlust der Mehrheit für Trumps Republikaner. | |||
Das geht so weit, dass er nun immer häufiger erwähnt, dass er es den Syrern überlassen will, gegen die Hisbollah zu kämpfen. Und wie unzufrieden er mit Israel ist. | |||
Der Iran weiß das alles. Es ist inzwischen zum Fremdschämen, wenn man beispielsweise die Bilder von den Verhandlungen in der Schweiz sieht, in denen der iranische Außenminister Araghchi den Vizepräsidenten Vance erstmal warten lässt, nach ihm vor laufenden Kameras den Raum betritt und ihm dann nicht die Hand schüttelt. Das sind diplomatische Demütigungen, die im Iran und der islamischen Welt durchaus verstanden werden. | |||
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Von links nach rechts: US-Vizepräsident Vance, der ehemalige Premierminister von Pakistan Shehbaz Sharif und der katarische Premierminister Al-Thani vor den Verhandlungen in Bürgenstock, Schweiz. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi stand wohl nicht für Fotos zur Verfügung. 21.06.2026 | |||
Und weil der Iran merkt, dass er in der Position ist, Trump und die USA am Nasenring durch die Manege zu ziehen, setzt er einen drauf. Er bindet das Vorgehen Israels gegen die Terrorgruppe Hisbollah an die Verhandlungen. Die sein Proxy, seine Vertreter im Libanon ist, wo sie einen Staat im Staate aufgebaut hat. Der Libanon will sie loswerden, und den Iran gleich mit, hat aber keine Kraft dazu. | |||
Trump läuft gerade unfassbar vor die Wand. Nicht nur, dass er glaubte, sein Name und ein Flugzeugträger reichten aus, um den Mullahs zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Nun kommt er nicht einmal bei Israel weiter. Er, der ja auch schon längst Frieden in der Ukraine beschlossen hatte. | |||
Das Ungesagte im Gesagten | |||
Was Dunja Hayali und das heute-journal hier also übernehmen, ist die Perspektive, sogar die Forderung, der islamistischen Diktatur des Irans. Israel sei schuld, Israel müsse dieses und jenes tun. | |||
Ganz persönlich bin ich sogar überzeugt, dass der Iran die Hisbollah angewiesen hat, Ende der vergangenen Woche derart massiv anzugreifen. Um mehr Druck auf Trump auszuüben, damit der als Marionette mehr Druck auf Israel macht. | |||
Deshalb nenne ich das israelfeindlich und am Rande zur Propaganda. Es wird eine Verknüpfung hergestellt, die es in der Diplomatie, im allgemeinen Verständnis von souveränen Staaten, gar nicht gibt. | |||
Nach meinem Wissenstand wurden mindestens zwei Beschwerden beim Presserat eingereicht. |





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