von Bernd Volkmer

Nein, wie schrecklich: Es ist tatsächlich Sommer!
Haben Sie es bemerkt? Es ist warm. Nein, korrigieren wir das: Es ist deutschlandweit lebensgefährlich heiß, zumindest wenn man den panischen Untertönen der öffentlich-rechtlichen Wetterfrösche glaubt. Seit knapp einer Woche steht das Thermometer dort, wo es im Juni hingehört – nämlich deutlich über der 25-Grad-Marke. Ja klar, es ist schließlich Sommer… aber das Land verfällt kollektiv in eine Hysterie, die an den Untergang des Abendlandes erinnert. In meinen 70 Jahren auf dieser Welt habe ich schon den einen oder anderen Sommer erlebt. Überraschung: Es war auch in den 60ern, 70ern und 80ern schon einmal heiß. Damals sagte man dann, es ist „schönes Wetter“. Wir nannten es einen wunderbaren Sommer und sangen “Pack die Badehose ein…”!
Was ist heute anders? Die künstliche “Klimakrise“ hat alles im Griff. Heute brauchen wir „Hitzeschutzverordnungen“. Wir diskutieren ernsthaft über klimatisierte öffentliche “Hitzeschutzräume”, als stünden wir kurz vor der spontanen Selbstentzündung. Die Wetterkarten im Fernsehen leuchten in einem bedrohlichen Glutrot, das früher vielleicht für eine besonders spektakuläre Apokalypse im Kino reserviert war, heute aber dazu dient, den deutschen Bürger vor dem Öffnen seines eigenen Fensters zu warnen.
Kälte war immer schon bedrohlicher als Hitze
Früher haben wir uns über die Sonne gefreut wie kleine Kinder, und in weniger guten Jahren haben wir sie uns sehnlichst herbeigewünscht. Heute wird der strahlend blaue Himmel als „klimatische Bedrohungslage“ deklariert. Man möchte fast meinen, die Sonne sei ein persönlicher Angriff auf die aktuelle Regierungsbilanz. Es ist fast schon komisch, wie selektiv unsere Wahrnehmung geworden ist. Während uns jeder Sonnenstrahl als tödliche Gefahr verkauft wird, schweigt man sich über die statistische Realität beharrlich aus.
Werfen wir einen Blick auf die nüchternen Zahlen: Das Sterberisiko ist in Deutschland – entgegen der herrschenden Hitzepanik – im Sommer regelmäßig am niedrigsten. Schaut man auf die Daten, zeigt sich Jahr für Jahr ein klares Bild: Die saisonale Sterblichkeit ist tatsächlich im Winter am höchsten. Tiefe Temperaturen, Infektionswellen und die damit verbundene Belastung für das Gesundheitssystem fordern weit mehr Opfer, als es die sommerliche Wärme je könnte. Während man im Sommer also sein Leben bei angenehmen Temperaturen verlängert, werden wir im Winter von der Statistik eingeholt. Aber das passt natürlich nicht in das aktuelle Narrativ des „Klimatods“.
Die Botschaft eines Klimaleugners
Auch wenn es wirklich stimmen sollte, dass die Anzahl der heißen Tage zunimmt (das statistische Rauschen der Jahrzehnte – geschenkt!) – mal ganz ehrlich, meine lieben Mitbürger: Warum diese lange Nase? Wir sollten uns doch freuen! Das Geld, das wir früher in überteuerte Flugtickets nach Mallorca oder Rimini gesteckt haben, bleibt jetzt hier.
Urlaub vor der eigenen Haustür – das ist nicht nur ein Gewinn für den heimischen Tourismus und unsere nationale Wirtschaft, es schont auch den privaten Geldbeutel in Zeiten, in denen das Geld ohnehin nicht mehr so locker sitzt. Und hier kommt die Pointe, bei der sich jeder Klima-Aktivist eigentlich die Hände reiben müsste: Wenn wir alle hierbleiben, anstatt in den Süden zu jetten, sparen wir doch massiv Kerosin! Denn Weniger Fliegen bedeutet weniger CO2.
Heißt: Je wärmer es wird, umso eher retten wir doch, nach der Logik der Verzichtsprediger und klimaaktivischen Ankläger, das Weltklima – quasi ganz nebenbei, während wir im heimischen Garten einen kühlen Drink genießen. Und und zwar ganz ohne staatlich verordneten Trinkwasserbrunnen, sondern einfach mit Eiswürfeln aus Wasser vom eigenen Hahn.
Vielleicht sollten wir den „Hitzeschutzraum“ einfach wieder „Terrasse“ nennen und die „Hitzeschutzverordnung“ durch gesunden Menschenverstand ersetzen: Die Sonne scheint, die Wirtschaft könnte brummen, wenn wir sie nur lassen – und die Welt geht nicht unter, bloß weil das Thermometer mal 1,5 Grad mehr anzeigt als im Durchschnitt einer willkürlich gewählten Zeitspanne von 1950 bis 1990. Also: Fan-Hut und Sonnenbrille auf, die Deutschlandfahne über die Schulter geworfen – und genießen wir den Fußball-Sommer. Es ist doch schließlich genau das, was wir uns früher immer gewünscht haben!
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