Sonntag, 25. Dezember 2022

Schützenpanzer Puma – Pannenpanzer oder Prellbock?

von Thomas Heck...

Als ehemaliger Panzergrenadieroffizier bekenne ich mich hiermit ausdrücklich zum Puma. Die Häme, mit der hier über die Vorfälle mit der Einsatzbereitschaft des neuesten Schützenpanzers der Bundeswehr berichtet wurde, werden dem Gerät und der Bundeswehr nicht gerecht, die unter einer Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zu leiden hat, die nicht zum ersten Mal mit Nichtkenntnis aufwartet und Informationen lanciert hatte, ohne über den notwendigen Überblick zu verfügen. Ich bin davon überzeugt, der Puma wird einer der besten Schützenpanzer der Welt werden, die technischen Probleme wird die Truppe kurz über lang in den Griff bekommen. Wenn man sie lässt. Die üblichen Schnellschüsse bis zu Forderung nach dem Stopp des Projektes lösen hier kein Problem, sondern verursachen höchstens noch mehr Kosten.


Schützenpanzer Puma – Pannenpanzer oder Prellbock?

Die Meldung, dass alle für die VJTF eingeplanten Schützenpanzer Puma – in der modernsten Ausführung – einer Kompanie bei einer Übung ausgefallen sind, war nur wenige Minuten alt, da begannen die Unkenrufe auf den in der Vergangenheit zugegebenermaßen pannengeplagten Puma. Schließlich wurde viel Geld in die Beseitigung der Mängel gesteckt, so dass der Puma – der für viele Experten als der modernste und wenn er funktioniert auch als der leistungsfähigste Schützenpanzer der Welt gilt – einsatztauglich für die NATO-Speerspitze VJTF gemacht werden konnte.

Die Verteidigungsministerin stellte umgehend die Unterschrift auf einen bereits ausverhandelten und finanzierten – die Finanzmittel wurden just in der Mitte der Woche freigegeben, als die jüngste Pannen gemeldet wurden – Vertrag in Frage, mit dem die komplette Puma-Flotte auf den modernsten Konfigurationsstand S1 gebracht werden soll. Auch die Beschaffung zusätzlicher Schützenpanzer wurde von Verteidigungsministerin Lambrecht an die Kondition gebunden, dass die Industrie endlich die Hausaufgaben macht und den Panzer so abliefert, dass dieser die geforderte Einsatzbereitschaft erfüllt – welche das Heer dem Puma bereits 2021 attestiert hatte.

Wohlgemerkt: Lambrecht äußerte sich wiederholt vorschnell zu einem Thema, bei dem die Ursachen beziehungsweise das Ausmaß noch gar nicht klar waren.

Wenn man nun der jüngsten Berichterstattung Glauben schenken darf, dann muss man feststellen, dass die Ministerin die Anschuldigungen an die falschen Adressaten ausgesprochen hat.

In vieler Hinsicht ein komplexes Waffensystem

Der Puma kann zurecht zu den komplexesten Landwaffensystemen der Welt gezählt werden. Die Gesamtkomplexität des Fahrzeuges setzt sich aus zwei Ebenen zusammen. Zum einen verfügt der Schützenpanzer über eine Vielzahl von zusätzlichen Subsystemen, von denen die Mehrzahl aktuell im Feld befindlicher Schützenpanzer nur träumen kann.

Dazu zählen unter anderem ein unbemannter Turm mit einer stabilisierten Waffenanlage mit einer herausragenden Präzision, ein abstandsaktives Schutzsystem (soft-kill), ein entkoppeltes, hydropneumatisches Stützrollenlaufwerk sowie eine Sichtsystem für die Besatzung und die im Kampfraum aufgesessenen Grenadiere, nur um einige zu nennen. Viele dieser Subsysteme für sich alleine sind komplexer als frühere Gefechtsfachzeuge in Summe.

Die zweite Ebene der Komplexität ist die Art und Weise, wie alle diese Subsysteme zu einem Gesamtwaffensystem Schützenpanzer zusammengefügt werden mussten. Um die mittlerweile als obsolet geltende militärpolitische Forderungen nach der Luftverlastbarkeit des Puma im A400M – die eh nicht mehr erreicht werden kann, weil der A400M so konstruiert wurde, dass seine Rampe nicht die geforderte Gewichtstrageklasse erfüllt, um den Puma verladen zu können – in Kombination mit den Forderungen des Heeres bezüglich Schutz, Mobilität und Feuerkraft zu erreichen, musste der Puma äußerst kompakt konstruiert werden. Hinzu kamen die in den Medien vielzitierten regulatorischen Forderungen bezüglich Arbeitsschutz und Straßenverkehrstauglichkeit. Andere militärisch sinnvoll Aspekte bezüglich Wartungsfreundlichkeit und Raum für Besatzung oder deren Ausrüstung mussten da zurückstecken.

Die Kombination dieser Forderungen hat es den Konstrukteuren von Rheinmetall und Krauss-Maffei-Wegmann unmöglich gemacht, einen guten Schützenpanzer auch „gut“ konstruieren zu können. Zu viele konstruktive Kompromisse mussten dafür in Kauf genommen werden.

Diese tief in der DNS des Puma verwurzelten Umstände führten zu zahlreichen Verzögerungen und Kinderkrankheiten, da einiges Neuland betreten werden musste, um die geforderte „Quadratur des Kreises“ zu erfüllen.

Mit viel Geduld, zusätzlichen Finanzmitteln – die auch dazu genutzt wurden, um Nachforderungen der Truppe umzusetzen – und viel Engagement aller Beteiligten konnte das Fahrzeug letztes Jahr endlich als „kriegstauglich“ erklärt werden. Was durchaus als Wunder angesehen werden kann, wenn man bedenkt, dass Versuche anderer Nationen, ähnlich komplexe Systeme einzuführen, trotz deutlich höherer Investitionen, entweder komplett im Sande verlaufen sind – beispielsweise die Bradley-Nachfolge der U.S. Army – oder immer noch entwickelt werden – wie der Ajax der britischen Streitkräfte.

Wie dem auch sei, das System steht auf dem Hof und bestimmte Merkmale können im Nachhinein nicht mehr geändert werden, ohne dass ein komplett neuer Schützenpanzer entwickelt wird. Mangels Alternativen – der in Europa weitverbreitete CV90 ist zwar ausgereift, gehört aber der vorherigen Schützenpanzergeneration an und hat sein Zenit bereits erreicht, der Lynx hingegen hat erst vor kurzem den Vorserienstatus erreicht und wird noch viele Jahre brauchen, bis er den Einsatzstatus erzielt, den der Puma heute hat – hält das Heer an dem Projekt fest. Bis vor kurzem schien diese Entscheidung auch die richtige gewesen zu sein, schließlich haben die modernisierten VJTF-Pumas in vielen Übungen im Großen und Ganzen so performt, wie sie sollten.

Pannenpanzer oder Prellbock

Aber eben nur bis vor kurzem, bis die in der Einleitung angesprochenen 18 Pumas komplett ausgefallen sind. Eine Woche nachdem die Ausfälle medial bekannt geworden und der Puma erneut als Pannenpanzer tituliert wurde, verdichtet sich langsam das Lagebild, was im Schießübungszentrum tatsächlich vorgefallen sein soll. Einem Beitrag der FAZ zufolge, der weder durch das BMVg noch durch das Heer bestritten wird, ist die Schadenslage der 18 Panzer komplett uneinheitlich.

Die große Masse der technischen Probleme sollen zudem einfach zu beheben sein und teilweise auf vorgeschriebenen aber nicht durchgeführten technischen Dienst zurückzuführen sein. Zudem wird einer Aussage des Divisionskommandeurs in der Hinsicht widersprochen, dass die Fahrzeuge zwar nicht bei der Übung selbst, dafür im Vorfeld arg beansprucht wurden, indem diese für etwaige Übungen von Zug zu Zug beziehungsweise von Kompanie zu Kompanie herumgereicht wurden. Erfahrene Soldaten wissen ganz genau, dass das immer in einem wenig pfleglichen Umgang mit dem Material endet. Dem FAZ-Beitrag nach sollen nur zwei der 18 Systeme tatsächlich größere Schäden aufweisen.

Hier gilt es tatsächlich präzise hinzusehen, was genau dazu geführt hat, dass Panzer in einem voll ausgestatteten Verband herumgereicht werden müssen. Liegt es an der Wartungsintensivität des Puma, an zu wenig Ersatzteilen, fehlenden Instandsetzungskapazitäten oder vielleicht sogar an Fehlplanungen der Truppe, die aus welchen Gründen auch immer notwendige Zeiten für technischen Dienst und Übungsbetrieb nicht adäquat synchronisieren konnte?

Die Masse der nun öffentlich werdenden Hinweise deuten zunehmend darauf hin, dass dem Puma eher das Attribut Prellbock als Pannenpanzer zugesprochen werden muss. Wenn die Einsatzfähigkeit eines Systems darunter leidet, dass ungenügend Ersatzteile vorhanden sind, Instandsetzungspersonal fehlt, nicht ausreichend qualifiziert oder unerfahren ist, planerische Mängel in der Nutzung des Systems vorliegen oder das System entgegen den Vorgaben genutzt wird, dann liegt es nicht alleine an der Technik, dann sind die Ursachen im System verankert. Dies wird zudem durch den Umstand bestärkt, dass es dem Vernehmen nach im Heer durchaus Puma-Verbände mit sehr guten Klarständen gibt – trotz Übungsbetrieb. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass am Ende der Untersuchung festgestellt werden muss, dass der Puma hier als Prellbock für Fehler anderer herhalten musste.

Bedarf für tiefergehende Anpassungen am System

Die Bundeswehr hat viel Geld in die Hand genommen, um den Puma konstruktiv dermaßen anzupassen, dass eine geforderte Einsatzfähigkeit theoretisch erreicht werden kann. In der Praxis müssen neben der Technik auch der Soldat und das dahinter stehende System ihren Teil dazu beitragen. Und genau hier hapert es bei der Bundeswehr, wie man anhand der oftmals geringen Einsatzbereitschaft weiterer Waffensysteme sehen kann. Damit diese Mängel in Zukunft abgestellt werden, muss die Bundeswehr auch an ihre Strukturen ran.

Die Nutzungsverantwortlichkeit für die jeweiligen Waffensysteme gehört wieder zurück in die Teilstreitkräfte. Zudem muss die Truppe von der Kompanie bis aufwärts zur Division über entsprechende quantitativ und qualitative logistische Kräfte und Ersatzteilvorräte verfügen, um Ansprüche und Wirklichkeit hinsichtlich der Einsatzbereitschaft der Waffensysteme zu synchronisieren. Auch die Struktur logistischer Kräfte auf allen Ebenen muss überdacht werden. Es hatte ja seinen Sinn, dass in früheren Strukturen ausgeprägtere Schrauberfähigkeiten in der Kompanie und im Bataillon vorhanden waren. Der Logik nach müsste die Anzahl und Fähigkeiten dieser Schrauber zunehmen, um die quantitativ und qualitativ komplexeren modernen Waffensysteme adäquat einsatzbereit halten zu können. Mit der zunehmenden IT-Lastigkeit der Waffensysteme müssen auch die Qualifikationsbilder der „Schrauber“ angepasst werden, damit diese adäquat arbeiten können.

Blickt man jedoch in die Truppenstruktur, stellt man genau das Gegenteil fest. In den letzten Reformen wurde nicht nur an Material und Ersatzteilen gespart, sondern auch an entsprechendem Personal. Wenn heute etwas kaputt geht, muss erst eine Meldung abgesetzt werden, ein Auftrag vergeben und das System unter Umständen auch für einfache Arbeiten an einen anderen Ort (Industrie oder HIL) verbracht werden. Was früher in wenigen Stunden an Ort und Stelle in der Einheit oder im Verband geregelt werden konnte, braucht heute auf Grund der systemisch bedingten Durchlaufzeiten Tage, Wochen oder Monate. So lassen sich Kaltstartfähigkeit und Kriegstauglichkeit auch im optimalsten aller Fälle nicht herstellen.

Last but not least muss aber auch ein Umdenken in der Truppe erfolgen. Es muss Schluss sein mit dem Herumreichen von Material, egal ob Schützenpanzer oder Nachtsichtgerät. Materialverantwortung gehört in die Hände einzelner Soldaten, die auch dementsprechend in Verantwortung genommen werden können, wenn kein pfleglicher Umgang damit geschieht. Und wenn Panzer ausfallen oder im logistischen System auf Wartung beziehungsweise Reparatur warten, dann muss auch der Zugführer, Kompaniechef oder Kommandeur das Kreuz haben, die Truppe für den entsprechenden Zeitraum abzumelden. Anders wird sich keine Besserung einstellen, egal ob das Waffensystem Puma, Marder oder einen anderen Namen hat.

Wenn die Bundeswehr es ernst meint mit Kaltstartfähigkeit und Kriegstauglichkeit, dann müssen grundlegende Änderungen vorgenommen werden. Es wird eine Ersatzteilbevorratung geben müssen und Umlaufreserve für die Waffensysteme, die planmäßig länger ausfallen (Modernisierung oder Grundüberholung). Zudem braucht es mehr Personal und Anpassungen in der Struktur. Das alles wird Geld kosten, viel Geld, mehr als derzeit von der Politik zur Verfügung gestellt wird. Damit der nötige Wurf gelingt, müssen alle Beteiligten zudem aufhören, die eigenen Fehler mit Schuldzuweisungen an andere zu kaschieren und sich vielmehr darauf konzentrieren, Ursachen für Probleme klar zu benennen und an der Lösung mitzuarbeiten.




Im September 2021 ist mit der Auslieferung des 342. Schützenpanzers Puma die Serienproduktion des ersten Loses abgeschlossen und ein wichtiger Meilenstein im derzeit teuersten Rüstungsprojekt des Heeres erreicht worden. Seit Beginn der Auslieferung 2010 sind zahlreiche Verbesserungen und Ergänzungen in die Serienproduktion eingeflossen.

Mit der Festlegung, dass der Schützenpanzer (SPz) Puma zur Ausstattung des deutschen Truppenkontingents der NATO-Speerspitze VJTF 2023 gehören sollte und der gleichzeitigen Feststellung, dass die dafür benötigte Einsatzreife nicht gegeben war, setzte ein Zwischenspurt ein, der mit der Einsatzprüfung im März 2021 und der Erklärung der Gefechtstauglichkeit des Systems Panzergrenadier durch den Inspekteur des Heeres erfolgreich beendet werden konnte. Zum System Panzergrenadier gehört neben dem Schützenpanzer Puma eine Variante des Soldatensystems Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-ES).

Damit ist der Konfigurationsstand VJTF 2023 für den SPz Puma definiert, der als Zwischenschritt vorab im Puma VJTF 2023 realisiert wird. Er ist die Grundlage für die Konfiguration S1, auf die alle SPz Puma des ersten Loses hochgerüstet werden sollen.

Schützenpanzer Puma VJTF 2023

Zwei wesentliche Merkmale kennzeichnen diesen Zwischenschritt zur Konfiguration S1: Verbesserte Führungsfähigkeit durch Digitalisierung und gestärkte Panzerabwehrfähigkeit durch vollständige Integration des Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörper-Systems (MELLS).

Digitale Funkgeräte ermöglichen die Kommunikation mit Sprache und Datenfunk über alle taktischen Führungsebenen hinweg. Der mit IdZ-ES ausgestattete Schützentrupp ist über das Battlefield-Management-System (BMS) TacNet angebunden. Über die digitale Lagekarte verfügen die Gefechtsteilnehmer vom Einzelsoldaten bis zur Bataillonsführung über ein gleiches Lagebild mit der Darstellung der Positionen gegnerischer und eigener Kräfte. Der abgesessene Panzergrenadier kann darüber beispielsweise eine digitale Zielzuweisung vornehmen und somit der auf dem Fahrzeug verbliebenen Kernbesatzung die Zielbekämpfung ermöglichen.

Damit hat das System Panzergrenadier eine wesentliche Stärkung erfahren und leistet einen erheblichen Beitrag im Projekt des Heeres zur Digitalisierung Landbasierter Operationen (D-LBO).

Aufklärung und Situationswahrnehmung werden mit neuen Farbkameras für Tag- und Nachtsicht und Farbmonitoren auf ein neues Niveau gehoben. Kommandant und Richtschütze erhalten durch die jeweiligen optronischen Systeme eine verbesserte Darstellung des Zielgeländes. Der aufgesessene Schützentrupp kann mit den Kamerasystemen und farbigen Displays die Umgebung ständig beobachten und gegebenfalls Ziele aufklären. Die Soldaten kennen so schon vor dem Absitzen das Umfeld, in dem sie eingesetzt werden. Auch der Kraftfahrer profitiert von leistungsfähigeren Sichtsystemen und wird in die Lage versetzt, das Fahrzeug in bebautem und unbebautem Gelände sicher und den taktischen Anforderungen gerecht zu manövrieren.


Mit der vollständigen Integration des Lenkflugkörpersystems MELLS konnten die Fähigkeiten im Kampf gegen Feind in gepanzerten Fahrzeugen und Deckungen wesentlich verbessert werden. Zwei abschussbereit mitgeführte Lenkflugkörper EuroSpike LR können aus dem Fahrzeug – also geschützt unter Luke – mit den gleichen Bediengeräten wie für Haupt- und Sekundärbewaffnung eingesetzt werden.

Die Nachrüstung mit der Turmunabhängigen Sekundärwaffenanlage (TSWA) ist vorgesehen aber noch nicht unter Vertrag.



Ein weiteres Merkmal des SPz Puma VJTF 2023 ist die Vorrüstung zur Aufnahme der Turmunabhängigen Sekundärwaffenanlage (TSWA) am rechten Fahrzeugheck. Die unbemannte Waffenstation TSWA dient dem Eigenschutz und kann nichtletale und letale 40-mm-Munition bis 400 m weit verschießen. Nach Abschluss der Entwicklung wird der Serienauftrag für 2023 erwartet.

Das vorgesehene Kontingent von 40 SPz Puma VJTF 2023 ist im Wesentlichen auf den vorgesehenen Konfigurationsstand umgerüstet und steht zum großen Teil schon jetzt für die Ausbildung für die einsatzgleiche Verwendung VJTF 2023 zur Verfügung. Bis Ende 2021 werden alle SPz Puma VJTF 2023 ausgeliefert sein.

Schützenpanzer Puma S1

Die nächste Ziel-Konfiguration für den SPz Puma heißt S1. Im Juni 2021 ist das Herstellerkonsortium Projekt System & Management (PSM) vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr beauftragt worden, die restliche Puma-Flotte nachzurüsten.

Gegenüber der Version VJTF 2023 werden noch elektronische Komponenten modernisiert. Die Ausstattung mit SEM-Funkgeräten (SEM 80, SEM 90, SEM 93) wird durch die neue digitale querschnittliche Streitkräftegemeinsame Verbundfähige Funkgeräteausstattung (SVFuA) ersetzt. Die Bordverständigungsanlage SOTAS IP wird durch die aktuellere Version SOTAS IP6R erweitert. Das explosionssichere GPS-Navigationssystem ERGR (Explosion Resistant GPS Receiver) wird durch das Nachfolgesystem ERGR II ersetzt.

Weiterentwicklung

Mit der gefechtstauglichen Konfiguration S1 ist die Entwicklung des SPz Puma nicht abgeschlossen. Das Heer hat noch weitere Fähigkeitsforderungen, die noch nicht erfüllt werden konnten und unter dem Begriff Full Operational Capability (FOC) zusammengefasst sind. Hinzu kommen die ständigen Veränderungen des sicherheitspolitischen Umfelds und Fortschritte in Technik und Technologie. Daher hat die Bundeswehr im Juni 2021 auch eine „Konzeptstudie FOC“ in Auftrag gegeben, in der untersucht werden soll, welche weiteren Fähigkeiten realisiert werden sollen, wie der Zeitplan dazu aussehen soll und welche Finanzmittel benötigt werden.

Zu den Themen der Studie gehören u. a. die Optimierung der TSWA mit Tracker und Nebelmunition, akustische Schützendetektion und die Integration des Multifunktionalen Selbstschutz-Systems MUSS 2 zur Verbesserung der Lenkflugkörperabwehrfähigkeit. Nicht zuletzt gehört auch die Beibehaltung der Zukunftsfähigkeit des Schützenpanzers zu den Untersuchungsgegenständen.

Die Zielrichtung des Heeres und auch der Industrie ist die Weiterentwicklung des SPz Puma über die Konfiguration S1 hinaus, mit der die FOC erreicht werden kann und das Schaffen der Voraussetzungen für ein mögliches zweites Los SPz Puma, über das nach derzeitiger Planung 2022 entscheiden werden soll.


Von Seiten der Industrie stehen Lösungen bereit bzw. werden entwickelt wie Drohnenergänzungssatz von Krauss-Maffei Wegmann, der aus Detektor, KI-Bildverarbeitungseinheit und Softwareupdate besteht und mit der MK30 mehrere Ziele gleichzeitig bekämpfen kann, PanoView von Rheinmetall mit Echtzeit-Bildübertragung von außen angebrachten Kameras auf eine Brille des Kommandanten. Der „Blick durch die Panzerung“ kann mit Lageinformationen angereichert werden und MUSS 2 von Hensoldt zum Schutz vor modernen Lenkflugkörpern und Geschossbedrohungen bestehend aus Warnsensoren, Zentraleinheit, IR-Jammer sowie richtbarem Nebelwerfer mit Steuerelektronik.

Ablauf der Nachrüstung

Die Umrüstung der Schützenpanzer Puma zum einheitlichen Konfigurationsstand S1 erfolgt in mehreren Abschnitten. Die Arbeiten an den 40 SPz Puma in der Konfiguration VJTF 2023 sind – wie oben beschrieben – fast abgeschlossen. Der Vertrag von Juni 2021 deckt die Umrüstung eines ersten Loses mit zunächst vier Nachweismustern und anschließend weiteren 150 SPz im Zeitraum bis 2026 ab. Dafür wird rund eine Milliarde Euro ausgegeben. In zwei Optionen ist die Umrüstung eines zweiten Loses mit 143 Puma im Wert von 820 Millionen Euro vereinbart, aber noch nicht in Auftrag gegeben. Diese soll bis 2029 abgeschlossen werden.

In der Maßnahme sind die Fahrschulpanzer nicht berücksichtigt. In einem noch nicht abgeschlossenen Werkvertrag sollen vier SPz zu Fahrschulpanzern umgebaut werden. Dann stehen insgesamt zwölf Fahrschulpanzer zur Verfügung. Ein Fahrzeug soll zu einem Ausbildungspanzer Wanne umgestaltet werden.

Weiteres Vorgehen

Der Haushaltsausschuss hat in einem Maßgabebeschluss zum Puma das BMVg aufgefordert, den VJTF-Einsatz der Puma für eine kritische Bestandsaufnahme zu nutzen. Mit Erkenntnissen aus der Nutzung unter realistischen Alltagsbedingungen über einen längeren Zeitraum soll eine valide Zeit- und Finanzplanung für eine voll einsatzfähige Puma-Flotte erarbeitet werden. Diese soll zusammen mit Kosten-Nutzen-Abwägungen die Grundlage für die Entscheidung über ein zweites Beschaffungslos Puma bilden.

Derzeit ist das Heer mit 350 SPz Puma und knapp 400 SPz Marder ausgestattet. Die Lebensdauer des 50 Jahre alten Marder ist trotz Nachrüstungen begrenzt. Für die Nutzung nach dem Fähigkeitsprofil der Bundeswehr von 2018 und als Ausrüstung der Panzergrenadiere nach dem Plan Heer in der Division 2032 ist der Marder nicht geeignet. Daher muss eine Entscheidung für ein zweites Los Puma möglichst bald fallen, auch wenn die Haushaltsmittel knapp sind.





Tagesschau berichtet über Heilig Abend aus Betlehem. Und wie...

von Thomas Heck...

Da schaut man an Heilig Abend nach einem gemütlichen und entspannten Abend nach Bescherung und Essen doch noch etwas Fernsehen und will sich nur mal ganz kurz die Tagesschau anschauen, da könnten einem doch der Weihnachtsbraten im Halse steckenbleiben. Ein Bericht aus dem Heiligen Land Israel, genauer gesagt aus der Geburtsstadt Jesu Christi, Betlehem, treibt einem selbst an einem so besinnlichen Tag die Zornesröte ins Gesicht und macht schlagartig wieder nüchtern. Mit einem dreist lügenden und framenden Bericht, wird mal so nebenbei terroristische Gewalt gegen israelische Zivilisten einfach so weggewischt und verschwiegen und nicht etwa die haufenweise auftretenden Messerstecher, Automörder und sonstige Attentäter palästinensischer Herkunft im Zusammenhang mit Gewalt in Israel auch nur benannt.

Kein Wort davon, dass die Zahl der Christen in Betlehem kontinuierlich Jahr für Jahr sinkt. Aussagen des christlichen Patriarchen Pizzaballa werden als Narrativ übernehmen und erst gar nicht journalistisch kommentiert. Da wird von "Sorge über Politik in Israel" fabuliert, die die Gefahr berge, "das bereits fragile Gleichgewicht zwischen den verschiedenen religiösen und ethnischen Gemeinschaften zu brechen, die unsere Gesellschaft ausmachen". Da wird einem "fürchterlichen Anstieg der Gewalt in palästinensischen Straßen mit einer Todesrate, die uns Jahrzehnte zurückwirft" gefaselt. Gemeint sind bei Angriffen auf israelische Zivilisten in Notwehr oder Nothilfe getötete Terroristen, das Netz ist voll von Videoaufnahmen von Überwachungskameras, die das Anschlagsgeschehen in Israel weitestgehend lückenlos dokumentieren. Von der Tagesschau kein Hinweis, keine Meldung, nichts. Pünktlich zum 70. Jubiläum nur ein gift- und gallespuckender Propagandasender.

Der Patriarch fährt fort. Gleichzeitig scheine die palästinensische Frage nicht länger im Fokus der Welt zu stehen. "Dies ist ebenfalls eine Form von Gewalt, die das Gewissen von Millionen von Palästinensern verletzt", die zunehmend alleingelassen würden, so Pizzaballa. Das Oberhaupt der lateinischen Katholiken im Heiligen Land beklagte einen Vertrauensverlust, der Gewalt zur einzigen Sprache mache.

All diesen News-Müll wie üblich verbreitet von einer Tagesschau, die sich nicht einmal mehr die Mühe macht, ausgewogen berichten. Das hat man davon, wenn man Heilig Abend unabsichtlich und zufällig ins laufende Programm des Antisemitischen Rundfunk Deutschlands, in das Nachrichten-Schlachtschiff Tagesschau gerät, die sich noch letzte Woche selbst als Bollwerk gegen FakeNews und als Leuchtfeuer der Qualitätsmedien und Glaubwürdigkeit ansehen.


Nach Corona-Pause. Christen feiern wieder in Bethlehem

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren noch Corona-Beschränkungen galten, feiern nun wieder Zehntausende Christen aus aller Welt das Weihnachtsfest in Bethlehem. Patriarch Pizzaballa warnte vor einer Zunahme der Gewalt im Nahen Osten.

In Bethlehem haben knapp drei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie erstmals wieder Tausende Pilger aus aller Welt das Weihnachtsfest gefeiert. In der Stadt im von Israel besetzten Westjordanland, wo nach christlichem Glauben Jesus Christus geboren wurde, beteten an Heiligabend Christen in der Geburtskirche, während Polizisten auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche Sperren aufbauten und Touristen nach Motiven für Selfies suchten.

Weihnachtsprozession erreicht Bethlehem

Im von Christen wie Muslimen bewohnten Bethlehem herrschte festliche Stimmung. Ein riesiger Weihnachtsbaum und bunte Luftballons schmückten die Straßen, Pfadfindergruppen marschierten unter den Augen zahlreicher Zuschauer Dudelsack spielend durch die Straßen.

Die traditionelle Weihnachtsprozession kam am Nachmittag in Bethlehem an. Im Autokonvoi fuhr der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, von der Jerusalemer Altstadt aus über den israelischen Checkpoint in die knapp zehn Kilometer entfernte Stadt. Den letzten Teil des Wegs bis zum Krippenplatz legte der Patriarch zu Fuß zurück.

Zahlreiche Gläubige begrüßten den Patriarchen, der mit mehr als einer Stunde Verspätung auf dem Krippenplatz eintraf. Dort wurde er von Bethlehems Bürgermeister Hanna Hanania Salman sowie weiteren Politik- und Kirchenvertretern empfangen. Gemeinsam zogen sie zur Feier der Vesper in die katholische Katharinenkirche neben der Geburtsbasilika, die unter Kaiser Konstantin über der traditionell als Geburtsort Christi angesehenen Grotte errichtet wurde.


Sorge über Politik in Israel

Um Mitternacht feierte Pizzaballa in der Katharinenkirche neben der Geburtsbasilika die zentrale Christmette. In seiner Predigt beklagte er einen Anstieg der Gewalt im Heiligen Land. "Wir sehen mit unseren Augen, dass Gewalt unsere Hauptsprache geworden zu sein scheint, unser hauptsächlicher Weg der Kommunikation", sagte der italienische Franziskaner. Die Gewalt nehme zu, insbesondere in der politischen Sprache, aber auch in Medien, sozialen Beziehungen, Schulen und Familien.

Pizzaballa wiederholte seine Sorge über die gegenwärtige Politik in Israel, die die Gefahr berge, "das bereits fragile Gleichgewicht zwischen den verschiedenen religiösen und ethnischen Gemeinschaften zu brechen, die unsere Gesellschaft ausmachen". Zudem habe 2022 einen "fürchterlichen Anstieg der Gewalt in palästinensischen Straßen mit einer Todesrate, die uns Jahrzehnte zurückwirft", gesehen, so der Patriarch. Dies sei ein Zeichen wachsender politischer Spannungen und Unruhe insbesondere unter jungen Menschen über eine immer weiter in die Ferne rückende Lösung des anhaltenden israelisch-palästinensischen Konflikts.

Gleichzeitig scheine die palästinensische Frage nicht länger im Fokus der Welt zu stehen. "Dies ist ebenfalls eine Form von Gewalt, die das Gewissen von Millionen von Palästinensern verletzt", die zunehmend alleingelassen würden, so Pizzaballa. Das Oberhaupt der lateinischen Katholiken im Heiligen Land beklagte einen Vertrauensverlust, der Gewalt zur einzigen Sprache mache.

Als gläubige Christen Weihnachten zu feiern, bedeute auch, eine Gelegenheit für Gnade, Mitgefühl und Vergebung zu schaffen, zu fördern und selbst zu sein, sagte Pizzaballa. "Frieden, den wir alle begehren, kommt nicht von selbst. Er wartet auf Männer und Frauen, die Gottes Wort in konkrete Handlungen zu übersetzen wissen." Der Glaube an Gott müsse das Vertrauen in die Menschheit erhalten und zu Gesten freier und echter Liebe führen.

Hotels wieder gut gefüllt

Neben Christen aus allen Teilen der Palästinensischen Gebiete und Israels wird auch der palästinensische Präsident Mahmud Abbas zu der Feier erwartet. Pizzaballa wird während der Christmette in einem traditionellen Ritus eine Figur des Jesuskindes auf jene Stelle legen, an der die Geburt Christi verehrt wird.

In den vergangenen beiden Jahren hielten harte Corona-Auflagen und Einreisesperren ausländische Gäste aus Bethlehem fern. In diesem Jahr sind die Besucher wieder da und die Hotels gut gefüllt. Geschäftsleute berichteten von regen Einkäufen in der Adventszeit. "Dieses Jahr feiern wir Weihnachten ganz anders als im vergangenen Jahr", sagte die palästinensische Tourismusministerin Rula Maajah. "Wir feiern Weihnachten mit Pilgern, die aus der ganzen Welt kommen." Das israelische Tourismusministerium hat sich auf rund 120.000 Pilger aus aller Welt eingestellt.





Samstag, 24. Dezember 2022

Puh - der Mörder ist kein Islamist!

von Mirjam Lübke...

Unter Deutschlands Journalisten macht sich unverhohlene Erleichterung breit: Der Mann, der in Paris auf ein kurdisches Kulturzentrum schoss und drei Menschen tötete, ist ein vorbestrafter französischer Rechtsextremist. Nun darf man darüber ehrlichen Herzens entsetzt sein, denn niemand sollte das Opfer eines Fanatikers werden, der mit einer Maschinenpistole um sich schießt. Da die Getöteten Kurden waren, gingen die ersten Vermutungen eventuell in Richtung eines türkischen Täters, und tatsächlich kam es nach der Tat zu Demonstrationen gegen den türkischen Präsidenten Erdogan - die Presse spricht von Ausschreitungen. Es ist leider auch eine Tatsache, dass der türkisch-kurdische Konflikt auch in westeuropäischen Städten für Unruhe sorgt, wenn Demonstranten und Gegendemonstranten aufeinanderprallen. Ein Zeichen dafür, dass Migranten an der Grenze ihre politischen Auffassungen keineswegs hinter sich lassen.


Obwohl dies alles zum Tathintergrund gehört, triumphiert so mancher Journalist schon einmal und ordnet die Tat so ein, dass sie in die deutsche Agenda passt: Man kann einmal wieder den Kampf gegen "rechts" beschwören, was schon zur alltäglichen Routine gehört, obwohl im vorliegenden Fall längst noch nicht alle Hintergründe geklärt sind: Warum musste es ausgerechnet ein kurdisches Kulturzentrum sein? Aber zusätzlich wird der Anschlag auch noch zur nachträglichen Rechtfertigung der zum PR-Desaster geratenen Reichsbürger-Razzia missbraucht: Schaut her, das haben wir verhindert! So als führte eine direkte Linie von den Rollator-Putschisten nach Paris.
 
Dabei hat es durchaus plausible Gründe, wenn dem Publikum bei den Schlagworten "Paris" und "Maschinengewehr" erst einmal ein anderer Täterkreis einfällt. Wenn morgen ein LKW in einen Weihnachtsmarkt führe - was hoffentlich nicht eintritt - würde das Hirn des Zuhörers wohl selbst bei Multikulti-Romantikern die Assoziation zum islamistischen Attentat vom Breitscheid-Platz ausspucken, allein deshalb, weil der Schock so groß war. In Frankreich hießen diese Schocks Bataclan und Charlie Hebdo. Sicher: Es gibt auch nicht-muslimische Attentäter, das zeigen Halle und Hanau. Aber während sich die Presse in diesen Fällen arg bemühen musste, um die Täter als Teil eines Netzwerks dastehen zu lassen, treten die Verbindungen islamistischer Attentäter offensichtlich hervor, dazu braucht es noch nicht einmal geheime Absprachen. Unzählige Internetprediger müssen sich nicht individuell mit den Tätern in Verbindung setzen, sondern nur ihre Botschaften über die Minderwertigkeit der nicht-muslimischen Bevölkerung verbreiten. Und wenn man sich wieder einmal beleidigt fühlt, wird das zum Anlass genommen, Menschen zu töten.
 
Zum Glück ist nicht jeder Muslim Islamist, sonst kämen wir gar nicht mehr zur Ruhe. Augenfällig ist allerdings, dass unsere Kämpfer gegen rechts die offensichtlichen Parallelen zwischen den Botschaften muslimischer Hassprediger und denen von "echten Nazis" nicht sehen - vielmehr gilt als rechts, wer darauf hinweist. Man läuft gar in Gefahr, der Relativierung des Nationalsozialismus bezichtigt zu werden, wenn man sich damit befasst. Zwar zieht der politische Islam seine Herrenmenschen-Ideologie nicht aus irgendeiner Rassenlehre, sondern aus der Zugehörigkeit zu einer religiösen Gruppe. Auf den ersten Blick erscheint das "weniger schlimm" - aber um welchen Preis? Man muss die eigene Identität aufgeben, um sich dauerhaft zu unterwerfen - und beständig Beweise dieser Unterwerfung liefern. Passives Mitschwimmen reicht nicht, der Unterworfene muss sich offen am Dschihad beteiligen. Auch gebürtige Muslime, die hier einfach nur ihr Leben leben wollen, werden unter Druck gesetzt und verächtlich gemacht, man kann sich lebhaft vorstellen, dass Zwangskonvertiten unter noch strengerer Beobachtung stehen würden.
 
Ist es Islamophobie, so ein Szenario durchzuspielen? Nein, denn schließlich halten sich die eigenen geistlichen Führer nicht mit Gewaltaufrufen zurück. Auch in Deutschland nicht, wo Städte und Bundesländer arglos mit entsprechenden Lobbygruppen zusammenarbeiten, die etwa vom Iran und der Türkei finanziell und ideologisch unterstützt werden. Glauben die deutschen Verantwortlichen wirklich, dass diese Ideologie in den Heimatländern bleibt, wenn Migration in großem Ausmaß stattfindet? Wer wirklich vor der Bedrohung durch Islamisten geflohen ist, hat in Deutschland längst keine Garantie mehr, vor ihnen geschützt zu werden. Daran sieht man auch, wie unbedeutend der Asylbegriff geworden ist, denn es geht längst nicht mehr um Schutz, sondern um eine wahllose Aufnahme von Migranten ungeachtet ihrer Motive.
 
Von linker Seite wird regelmäßig der Vorwurf erhoben, jede Tat eines Migranten würde von "rechts instrumentalisiert" - aber schon deren Häufigkeit verdient ein genaues Hinsehen. In Israel hat man längst den Zusammenhang zwischen Messermorden und Hasspredigern erkannt - diese werden als "niedrigschwelliger Terrorismus" eingestuft, an dem sich jeder ohne großen Aufwand beteiligen kann. Ist das für Deutschland einmal rekonstruiert worden?
 
Da nutzt es auch nichts, wenn man eine Reichbürgerverbindung aushebt, denn warum sollten sich beide Bedrohungen gegenseitig ausschließen? Vergessen wir zudem nicht, dass die größte Gruppe nationalistischer Rechtsextremisten in Deutschland, die "Grauen Wölfe", aus der Türkei stammt. Und so mögen auch die französischen Kurden nicht so recht glauben, dass die Tat einen "regulären" rechten Hintergrund hat und glauben an eine Verbindung zu Erdogan. Ein Interesse daran hätte er.




LNG: Robert Habeck gerät wegen vieler Fehler unter Druck

von Thomas Heck...

Wenn unser oberschlaue Superminister Robert "The Brain" Habeck etwas anschiebt, meist um ein Problem zu kaschieren, welches es ohne ihn als Wirtschaftsminister gar nicht geben würde, kann man davon ausgehen, dass dies hektisch und planlos geschieht, ist denn auch nicht der Minister, der keine Ahnung hat, nein, er hat sich auch einen Mitarbeiterstab aus grünen Parteischranzen mitgebracht, die genauso wenig Ahnung wie Habeck selbst. Die Folge z.B. beim LNG-Gas? Die hektische Einführung von Flüssiggas führt zu Fehlern bei den Behörden. Ausgerechnet die Umweltbewegung knöpft sich jetzt Robert Habeck vor.

Luftaufnahme des ersten Anlegers für die Ankunft von Schiffen mit Flüssigerdgas in Deutschland


Die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck forcierte Umstellung von Teilen der deutschen Energieversorgung auf Flüssiggas (LNG) sorgt für Unmut bei Umweltverbänden und im Bundestag. So ist der Haushaltsausschuss des Bundestags Habeck in die Parade gefahren und hat vorerst keine weiteren Mittel mehr freigegeben. Zwar räumte der Haushaltsausschuss in einem Beschluss vom November ein, dass die durch den „russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgelöste Energiekrise“ den Bundestag veranlasst habe, „die energiepolitische Lage in Deutschland neu zu bewerten“. Doch wollen sich die Abgeordneten nicht auf Schnellschüsse einlassen. Der Ausschuss fordert einen Plan: Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) habe „ein Gesamtkonzept für neue schwimmende sowie landgebundene Terminals für Flüssigerdgas“ vorzulegen. Das Konzept müsse Auskunft geben über Investitionskosten, Betriebskosten und laufende jährliche Kosten, über den Bedarf und die Importe sowie „eine Darstellung der Auswirkungen auf die Ziele nach dem Klimaschutzgesetz und den Vereinbarungen des Pariser Klimaschutzabkommens“.

Für die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist dieser Beschuss ein Warnschuss in Richtung Habeck: „Dieses Gesamtkonzept vom BMWK ist lange überfällig. Wir fordern das schon seit April ein. Bisher hat das BMWK immer noch nicht schlüssig erklärt, wie viele Projekte tatsächlich für welchen Zeitraum gebraucht werden und wie sich dies zu den Klimazielen verhält“, sagte Constantin Zerger von der DUH der Berliner Zeitung. Zerger weiter: „Das ist schon sehr erstaunlich: Wir investieren Steuergeld in neue fossile Projekte, die Bundesregierung hat aber noch nicht mal die Klimafolgen abgeschätzt.“ Dies sei „grob fahrlässig“. Die DUH fordert daher da eine „Denkpause“: „Bevor noch weitere Projekte nach diesem Winter realisiert werden, muss erst einmal dieses Gesamtkonzept vorliegen.“

Nur einer dieses Chaoten-Trios trägt seinen Schutzhelm so, dass er nicht schützt... wer könnte es sein?


Kritik kommt auch aus Niedersachsen, wo gerade in Wilhelmshaven das erste umstrittene LNG-Terminal eröffnet wurde. Susanne Gerstner, Landesvorsitzende Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sagte der Berliner Zeitung: „Die Bundesregierung schafft gerade massive Überkapazitäten.“ Elf LNG-Terminals seien zu viel: „Alle Studien, die wir kennen, zeigen: Die Planungen schießen deutlich über das Ziel hinaus.“ Bundes- und Landesregierung müssten „ein nachvollziehbares Konzept vorlegen“. Das sei bisher nicht geschehen.

Gerstner sagt, sie sei „erstaunt und verwundert, wie sich die Haltung der Grünen in Regierungsverantwortung verändert“ habe. Es gäbe „keine Rabatte für irgendwelche Parteien“: „Auch die Grünen müssen das zentrale Ziel, nämlich das Klimaziel, erreichen.“ Der BUND erwarte, „dass die Grünen am Erreichen der Klimaziele konsequent festhalten“. Gerstner geht jedenfalls davon aus, dass ihre Organisation Widerspruch einlegen wird, denn „die Politik hat den Diskurs für sich scheinbar abgeschlossen“. Gerstner sieht vor allem im Wegfallen der Umweltverträglichkeitsprüfung für das erste Schiff, die „Höegh Esperanza“, ein großen Problem für das maritime Ökosystem: „Die konkreten Auswirkungen auf das Wattenmeer sind massiv: Es werden täglich bis zu 530.000 Kubikmeter chlorhaltiges Abwasser ins Meer geleitet. Das sind enorme Mengen.“ Gerstner befürchtet, dass eine zu späte Korrektur mit erheblichen Kosten verbunden wäre: „Wenn die Genehmigung einmal vorliegt, kann eine Abkehr von den Plänen für den Steuerzahler sehr teuer werden.“


Zu welchen Fehlern die Hektik führen kann, zeigt ein Detail bei der vom von der DUH als „Dreckschleuder“ bezeichneten „Höegh Esperanza“: Das Kieler Unternehmen Hasytec verfügt über eine Technologie, mit der man das LNG-Schiff umrüsten könnte. Die Technologie wird weltweit bei 650 Schiffen eingesetzt. Gefährliche Chlorabwässer können vergleichsweise einfach durch ein anderes Verfahren ersetzt werden. Doch da Verfahren kam nicht zum Einsatz – obwohl die Möglichkeit sowohl den Betreibern als auch den niedersächsischen Behörden bekannt war: „Wir haben vor zwei Jahren für den norwegischen Eigentümer die Machbarkeit der Umrüstung überprüft und angeboten. Wenige Monate später wurde uns mitgeteilt, dass das Projekt nicht stattfindet“, sagte Hasytec-Geschäftsführer Jan Kelling der Berliner Zeitung. Erst „nach monatelangen Versuchen“ sei es „gelungen, jemanden von Uniper ans Telefon zu bekommen – und zwar erst am vergangenen Wochenende“. Auch die genehmigende Behörde hat die umweltschonende Umrüstung nicht veranlasst. Kelling: „Der zuständigen Behörde NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Anm. d. Red.) lag die Information über unsere Technologie und die Möglichkeit der Umrüstung vor der Erteilung der Ausnahmeregelung vor.“ Er hätte „erwartet, dass die Wasserbehörde in Niedersachsen die Umrüstung hätte prüfen sollen“, so Kelling: „Sie hat immerhin große Auswirkungen auf die Umwelt.“ Doch „weder in den Anträgen noch in der Entscheidung wurden alle Alternativen geprüft“. Dass es auch anders geht, zeigt ein anderer Kunde, so Kelling: „Wir sind gerade in Gesprächen mit dem Düsseldorfer Unternehmen Tree Energy Solutions für die wir ein Schiff für Wilhelmshaven umrüsten sollen. Das Unternehmen hat von vornherein erklärt, es wolle nur ein umweltfreundliches Schiff zum Einsatz bringen.“




Donnerstag, 22. Dezember 2022

Klima-Terroristen missbrauchen Notruf-App

von Thomas Heck...

Schon wieder die Klima-Terroristen. Diesmal wurden Rettungskräfte zu Notlagen gerufen, die nicht vorlagen. Und es wird sich am verbrecherischen Vorgehen der selbsternannten Klima-Retter auch nichts ändern, wenn nicht Polizei, Justiz und Politik Hand in Hand arbeiten, um diesen Sumpf endlich trockenzulegen. Das beginnt damit, dass auch ein Verfassungspräsident Haldenwang langsam den Ernst der Lage begreift, der sogar eine Beobachtung der "Extinction Rebellion" ablehnt.

Retter wurden umsonst losgeschickt. Notlagen gab es gar nicht


Jetzt missbrauchen die Klima-Aktivisten schon den Notruf für ihre Botschaften! So geschehen am Dienstagabend in Essen.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei wurden über die Notruf-App „nora“ zu mehreren mutmaßlich dringenden Einsätzen im Stadtgebiet gerufen. Alles Fehlalarme!

Im Nachgang bekannte sich dann eine Gruppe von selbst ernannten Umweltaktivisten – wohl aus Süddeutschland – zu den Taten.

Los ging es um 20 Uhr. Die Retter wurden zur Oberhauser Straße im Stadtteil Frintrop in Essen alarmiert. Über „nora“ waren zuvor ein vermeintlicher Gasaustritt in einem Wohnhaus und eine blutüberströmte Person gemeldet worden.

Am Einsatzort trafen die Beamten jedoch weder auf einen Verletzten, noch konnte austretendes Gas festgestellt werden.

Später kontaktierte der App-Nutzer die Leitstellen mit der folgenden Nachricht über die Chatfunktion:

„Ihr dachtet, es wäre ein Notfall, doch der wahre Notfall – die drohende Klimakatastrophe – durch die Millionen von Menschen sterben werden, wird von unseren Politikern konsequent ignoriert. Wir werden diese Form des Protests fortsetzen, bis unsere Bundesregierung effektive Gesetze erlässt, um die Klimakatastrophe zu verhindern.“

Bis Mitternacht wurden insgesamt fünf Fake-Notrufe im Stadtgebiet abgesetzt, zu denen mehrere Einsatzkräfte entsandt wurden. So zu einem vermeintlichen, bewaffneten Einbruch und einem weiteren angeblichen Gasaustritt.
So sieht die „Nora“-App auf dem Handy aus


Die Polizei: „In allen Fällen wurde eine Vielzahl an Rettungskräften zu den jeweiligen Einsatzorten entsandt. Diese standen für diese Zeit nicht für mögliche andere Einsatzlagen zur Verfügung.“

NRW-Innenminister Herbert Reul (70, CDU) macht der Vorfall fassungslos: „Das ist an Unanständigkeit kaum zu überbieten und zeigt, wo es hinführt, wenn Leute glauben, ihr Anliegen stünde über allem und jedem.“

Klar ist: Wer die Notruf-App missbräuchlich nutzt, macht sich strafbar. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Warn-App „nora“ ist eigentlich für taubstumme Menschen gedacht, die so im Internet einen schriftlichen Notruf an die Polizeileitstelle absetzen können.




Berliner Klima-Weihnachtsbaum-Massaker

von Mirjam Lübke...

Die Eisbären wälzen sich vor schierer Freude im Schnee, während die Polarwölfe vor Begeisterung den Mond anjaulen. Pinguine führen einen fröhlichen Stepptanz auf: Das Klima ist in Berlin wieder einmal vor dem Kollaps gerettet worden. Alles was es dazu brauchte, waren eine Säge, eine Hebebühne und natürlich einen geschmückten Weihnachtsbaum. Das germanische Phallussymbol, sinnbildlich für den klimaschädlichen Einfluss des alten weißen Mannes stehend, wurde medienwirksam "kastriert". Und das unter den Augen der Polizei - ein Husarenstück, das selbst Robin Hood nicht besser hätte vollführen können.


Zumindest sehen das die Klimaaktivisten so oder ähnlich. Größenwahn hat schließlich in Deutschland gerade wieder Hochkonjunktur: Gerade hat Annalena Baerbock Nigeria zur deutschen Kolonie erklärt und großzügig einige Bronzen zurückgegeben - das ist doch eigentlich ein guter Tausch, oder? Warum also sollte es nicht auch möglich sein, durch das Absägen eines Weihnachtsbaumes das Weltklima zu retten, obwohl dieses sich gar nicht für Deutschland interessiert? Natürlich werden die Aktivisten sagen, sie wüssten sehr wohl, wie wenig ihre Aktion auf das Klima einwirken könne, und es ginge ihnen lediglich darum, die Dringlichkeit ihres Anliegens mit Nachdruck der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dann bleibt es dennoch Größenwahn: Selbst wenn man von menschengemachtem Klimawandel als Tatsache ausgeht, dürfte dies die Hauptproduzenten von CO2 kaum interessieren. Vielleicht kann sich China nun endlich einmal mit einem Spruch für den ständig vom Rad fallenden Sack Reis revanchieren: "In Deutschland wird gerade ein Tannenbaum geköpft!"

Gehen wir hingegen davon aus, dass sich das Klima nun einmal wandelt, wie es das auch schon vor Jahrmillionen ohne menschliches Zutun getan hat, wird es noch abstruser. Mich persönlich wundert auch das offensichtlich gestörte Verhältnis der Klimaschützer zu Bäumen, die schließlich eine natürliche "CO2-Vernichtungsmaschine" darstellen. Wenn so ein Baum im Weg steht, kann er weg, denn Naturerhalt ist in diesem Falle irgendwie "Nazi" und bietet nur die Kulisse für deren dubiose Wanderungen. Ebenso wäre es möglich, sich über die erfolgte Sachbeschädigung zu empören, denn ohne den ideologischen Hintergrund würde man schlicht von Vandalismus sprechen. Man macht kaputt, was anderen Freude bereiten könnte - denn im Weltbild der Klimaschützer hat diese keinen Platz. Während Jesus in seiner Endzeiterwartung wenigstens noch gefordert hat, den Armen und Schwachen etwas Gutes zu tun, ist die grüne Endzeiterwartung auf Randale und Depression ausgelegt.
 
Man kann eventuell den Klimaaktivisten eine gewisse religiöse Verblendung als mildernden Umstand zugestehen - und vielleicht müssen sie ihren Geldgebern auch eine gewisse Anzahl von Aktionen nachweisen, um weiterhin auskömmlich gefördert zu werden. Meine Empörung gilt daher auch eher diesen Geldgebern, die fernab ihrer gemütlichen Villen und Lofts junge Menschen zu so etwas anstiften. Aber auch unsere Behörden halten wieder einmal die Füße still - so eine Hebebühne lässt sich schließlich nicht am helllichten Tag unbemerkt herumfahren - jedoch kam keiner der anwesenden Polizisten auf die Idee, einmal nachzufragen, was die Aktion solle. Als Berliner Polizist braucht man offenbar stoische Ruhe, wenn eine vom Senat gebilligte Gruppe eine Straftat verzapft - es könnte schließlich jemand in seinen Gefühlen verletzt werden. Den Bayern ist das mittlerweile zur Freude der Bürger egal: Wer klebt, sitzt bald auch - in Haft.
 
Denn es geht noch unverschämter: Ebenfalls in Berlin setzten Klimaschützer einen fingierten Hilferuf an die 112 ab, angeblich habe es ein Gasleck gegeben. Vor Ort mussten die ausgerückten Helfer dann feststellen, dass sie sich umsonst auf den Weg gemacht hatten. Aber auch das finden Aktivisten - neben der Gefahr, die Hilfe für einen echten Notfall eventuell verzögert zu haben - vollkommen in Ordnung. Schließlich sei der Planet auch in Not. Man kann nur hoffen, dass die Gerichte weniger Verständnis für diese Aktion haben, denn damit wurde nun deutlich eine der sprichwörtlichen roten Linien überschritten. Sympathisanten der "Letzten Generation" empören sich über die Bezeichnung "Klima-RAF", jedoch hat das "Original" auch einmal klein angefangen und sich einer ähnlichen Rechtfertigung bedient: Vor dem großen Endziel, das beliebig austauschbar ist, werden alle Straftaten kleingeredet. Als die Aktivisten Gemälde beschädigten, bediente sich sogar die Presse an diesem Narrativ: Die Bilder wären durch den Klimawandel ohnehin irgendwann zerstört worden. Wird es irgendwann heißen "er wäre ohnehin in ein paar Jahren gestorben", wenn der erste im Namen des Klimas erschossen wird? Wundern würde es mich nicht - die aus Fanatismus geborene Kaltschnäuzigkeit ist nämlich jetzt schon vorhanden.
 
Niemand will der "Letzten Generation" das Demonstrieren verbieten, denn das ist ihr Recht, ebenso wie es das Recht von Gegnern der aktuellen Energiepolitik ist, ihren Protest auf die Straße zu tragen. Während letztere aber auch ohne das Begehen von Straftaten immer wieder als "Demokratieverächter" gebrandmarkt werden, denen man "Umsturzfantasien" unterstellt, hat die "Letzte Generation" längst den Pfad des Gesetzes verlassen. Man lässt sie größtenteils gewähren - an den Bundestag kleben sie sich schließlich nicht. Aber wie weit lässt man sie noch gehen? Bis die erste Bombe für das Klima fliegt? Das erscheint längst nicht mehr abwegig.




Mittwoch, 21. Dezember 2022

Wenn das Windrad leise schlummert...

von Mirjam Lübke...

Als kürzlich amerikanischen Forschern ein kleiner Durchbruch in einem experimentellen Fusionsreaktor gelang, freute sich die Fachwelt - nur die Befürworter der sogenannten erneuerbaren Energien suhlten sich in Hohn und Spott. Die Forscher hatten minimal mehr Energie gewonnen als sie für den Fusionsvorgang benötigten. "Das hat niemals eine Zukunft", unkten Journalisten missmutig und riefen nach mehr Windrädern. Wahrscheinlich mussten die Gebrüder Wright sich Ähnliches anhören - und auch das Auto bekam keine große Zukunft vorausgesagt. Niemals würde es die Pferdekutsche ersetzen können, glaubte Kaiser Wilhelm II., der sonst dem technischen Fortschritt gegenüber recht aufgeschlossen gegenüberstand.


Wenn allerdings - einmal theoretisch betrachtet - die Grünen sich für Fusionsreaktoren begeistern könnten, hätten wir in Deutschland schon in jedem Dorf einen davon stehen. Auch ohne großen Forschungsdurchbruch, selbst wenn man den Strom von französischen Kernkraftwerken zum Betrieb importieren müsste. Denn wenn Grüne etwas wollen, ignorieren sie den Stand der Technik einfach und agieren nach der Devise "Schaun mer mal, dann seh'n mer scho!" - so drückt man sich auch um die lästigen Fragen nach den Speichermöglichkeiten für den aus Wind- und Solarkraft gewonnenen Strom herum. Bekanntlich sehen diese derzeit noch recht bescheiden aus. Natürlich ist auch in diesem Bereich ein Forschungsdurchbruch möglich - wir wollen schließlich nicht in die gleiche Kerbe schlagen wie sie und alles miesmachen. Aber im Unterschied zum Fusionsreaktor ist das Windrad nun einmal schon auf die Menschheit und die Tierwelt losgelassen worden. Und ein Ende des Bauwahns ist nicht abzusehen. Man könnte fast meinen, die Grünen seien froh über die Borkenkäferplagen der letzten Sommer - die haben nun auch um Wald genug Platz geschaffen, um noch ein paar Windräder dort einzubetonieren, auf Plattformen so groß wie die Raumschiffe aus "Independence Day".
 
Multiplikation mit Null ergibt bekanntlich Null, egal wie hoch die andere Zahl ausfällt, aber diese simple mathematische Regel trifft aus Sicht der Windkraft-Befürworter offenbar nicht auf die großen Rotoren zu. Wenn kein Wind weht, erzeugen auch Zehntausende davon keinen Strom, stürmt es, müssen sie ebenfalls abgeschaltet werden. Hat eigentlich schon einmal jemand ermittelt, wie viel Energie so ein Windrad verbraucht, wenn es sich gerade ausruht? Anders als sein kleiner bunter Bruder im Garten startet es nämlich nicht von allein, sobald eine frische Brise aufkommt, sondern ist dazu auf seine Steuerelektronik angewiesen, die ihrerseits Strom verbraucht. Denn wie die meisten Kraftwerke ist auch ein Windrad nicht kaltstartfähig. Und wenn es knackig kalt ist, müssen die Rotoren, ob sie sich nun drehen oder nicht, beheizt werden, da eine Reifkruste sie zu schwer macht. So ein Windrad hat es besser als so mancher Rentner, der es sich nicht leisten kann, seine Wohnung warm zu halten, obwohl in einem seiner Flügel wohl Platz für ein paar Zimmer wäre.
 
Als ich zum ersten Mal von dieser Notwendigkeit las, Windkraftanlagen bei Frost zu beheizen, konnte ich es kaum fassen und fragte im Scherz, ob dafür im Sockel der Anlage eine Steckdose installiert ist, welche von ihr betrieben wird. Natürlich fand sich sogleich jemand, der meine Frage dämlich nannte - selbstverständlich würde der Strom von außen zugeführt. Strom aus Atomkraft etwa? Oder Kohle? Es ist wahrscheinlich nicht unangemessen, das einigermaßen widersinnig zu finden. Hat eigentlich einmal jemand errechnet, wie viel Verbrauch da im Jahr zusammenkommt? Oder ist das ein ähnlich heikles Thema wie die Nebenwirkungen der Covid-Impfung? Vielleicht will man auch das nicht so genau wissen, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.
 
Die neueste Schnapsidee zur Lösung des Speicherproblems lautet, E-Autos als rollende Batterie zu nutzen. Tatsächlich bestanden die ersten Speicher für Privathäuser aus in Reihe geschalteten Autobatterien - allerdings ohne das Auto darum herum, was schon aus Platzgründen Sinn macht. Im Kleinen gibt es durchaus schon brauchbare Lösungen, aber die Nutzung von Sonne und Wind zur Stromgewinnung dem Bürger als freie Entscheidung zu überlassen, kommt der Windkraftlobby nicht in den Sinn - die Anlagen müssen höher sein als der Kölner Dom, sonst stellen sie den Freund der erneuerbaren Energien nicht zufrieden. Was wohl Sigmund Freud dazu sagen würde? Wird da etwas kompensiert?
 
Wenn man sich allerdings anschaut, wie groß schon diese privaten Speicher sind, die ein Einfamilienhaus über die Nacht bringen können, müsste eigentlich dem denkenden Menschen klar sein, wie wenig man mit einem Autoakku bewirken kann, zumal man sich ein Fahrzeug gewöhnlich anschafft, um es zur Fortbewegung zu benutzen. Der Trend geht zwar dahin, dass der Akku bald teurer sein wird als der Rest des Wagens, man also nicht viel Geld spart, wenn man sich nur ihn neben die Wohnung stellt, aber was nutzt das, wenn der Strom ausfällt und man das Ding nicht mehr aufladen kann?
 
Wenn man all das betrachtet, kommt einem die Idee, es könne bald funktionierende Fusionsreaktoren geben, gar nicht mehr so abwegig vor. Wenigstens behaupten die Forscher nicht, bereits jetzt alle Probleme gelöst zu haben, sondern wissen, wie viel Arbeit noch vor ihnen liegt. Es geht immerhin um die Schaffung einer Sonne im Miniaturformat, deren Kraft so gebändigt werden muss, dass sie nicht ihr Umfeld in Schutt und Asche legt. Aber wäre es nicht genial, nicht auf die Sonne warten zu müssen, damit sie nach einer winterlichen Dunkelflaute Solaranlagen bescheint? Und stattdessen "selbstgemachte" Sonnenenergie zu nutzen?
 
Die Bundesregierung denkt allerdings nicht einmal daran, den einmal eingeschlagenen Weg der Energiewende wieder zu verlassen und hangelt sich von einer Energiekrise zur nächsten. Ein nicht unerheblicher Teil des teuer eingekauften Gases in den Speichern muss verstromt werden - das sollte doch eigentlich den Verantwortlichen bekannt sein. Wie kann das sein, wenn erneuerbare Energien doch angeblich eine Lösung darstellen? Stolz nahmen die Ampelchefs Scholz, Habeck und Lindner stattdessen an der Einweihung eines der ersten LNG-Terminals teil und freuten sich gar sehr, wie schnell jenes gebaut worden war. Was in Deutschland bekanntlich nicht selbstverständlich ist. Da könnte man in der Aufregung fast vergessen, dass dort auch Flüssiggas aus Russland anlandet, das offenbar politisch korrekter als normales russisches Erdgas betrachtet werden kann.
 
Was ist das nur alles für ein Unfug. Demnächst heißt es dann wohl "Nein Schatz, du kannst den Wagen nicht zum Einkaufen nehmen - wir brauchen den Strom heute Abend für die Sportschau!"




Die Stylistin der Ministerin Baerbock...

von Thomas Heck...

Annalena Baerbock ist nun mal die Außenministerin der Bundesrepublik Deutschland. Und dabei macht sie, bei aller berechtigter Kritik, keine so schlechte Figur. Verglichen mit ihrer Amtsvorgängerin Heiko Maas macht sie sogar richtig was her. Am Inhalt kann es nicht liegen, dass es eine nachweisliche Plagiatorin zur erfolgreichsten Politikerin Deutschland bringen konnte. Eine Stylistin für monatlich 7.500 Euro ist das Geheimnis, dass Annalena nicht mehr so wie früher wie ein Bauerntrampel auftritt, sondern teilweise sogar richtig schick daherkommt.

Dennoch muss sich die Ministerin fragen lassen, ob dass angesichts der Krise und der gleichzeitigen Sparaufrufe an die Bevölkerung angemessen ist?


Annalena Baerbock strahlend nach einer Photoshop-Behandlung, doch die Realität sieht doch eher wie ein Hagelschaden aus. 7.500 Euro monatlich? Ernsthaft? Für das Ergebnis? Grüne würden mir jetzt Sexismus vorwerfen. Man dürfe Annalena Baerbock doch nicht auf das Äußere reduzieren. Einverstanden, doch warum dann 90.000 Euro jährlich für Kosmetik? Wo doch ein Logopäde viel mehr Nutzen bringen würde.


Neu-Delhi, ein Montagmorgen im Dezember, 9.30 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) steigt nach einem 9-Stunden-Flug aus der Regierungsmaschine.

Ihre Frisur sitzt, ihr Teint strahlt rosig – von Müdigkeit keine Spur.

Make-up- und Haarstylistin Claude Frommen lässt Baerbock strahlen (hier bei der Indien-Reise Anfang Dezember)



Dafür verantwortlich: Claude Frommen. Die Make-up-Artistin arbeitet seit Juni 2018 mit Baerbock zusammen und hat viele Hochkaräter in ihrer Kundenkartei. Und was tut Frommen für Baerbock? Sie lässt sie strahlen! Die Außenministerin hat sich in den letzten Monaten optisch sehr verändert.

Auf BILD-Anfrage sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes: „Frau Frommen kümmert sich bei Bild- und Fernsehterminen von Außenministerin Baerbock um deren Make-up und Haarstyling.“ Zudem begleite sie „Bild- und Fernsehtermine auf Auslandsreisen“ der Ministerin.

Das fällt auf: ob im Regen in Usbekistan oder im indischen Staub – Baerbocks Look ist makellos.

Berlin 2019: Baerbock trägt kaum Make-up, das Haar wirkt natürlich


2020, Wahlkampf in Köln: Baerbock trägt ein lockeres Sommerkleid, kaum Schminke und wieder natürliches Haar


August 2022, Berlin: Mondäner Auftritt als Außenministerin hier beim BamS-Fotoshooting auf dem militärischen Teil des Flughafens. Das Haar lässig nach hinten gestylt, das Kleid edel und figurschmeichelnd


Wer ist die Make-up-Artistin?

Die Maskenbildnerin ist freie Mitarbeiterin, erhält vom Auswärtigen Amt eine „pauschale Vergütung von 7.500 Euro/Monat“. Darin enthalten: auch die „sehr zeitaufwendigen“ Reisen und die „zahlreichen Termine an Wochenenden und zu besonderen Tageszeiten“.

Frommen beschreibt sich so: „Jahrelange Reisen (…) haben mein Denken und Fühlen geprägt.“ Ihre Berufung sei es, „durch Farben, Texturen und energetische Kopfmassagen mit ätherischen Ölen die Protagonisten (…) erstrahlen zu lassen“.

Das Rampenlicht meidet Frommen dabei. Auf Fotos steht sie, wenn überhaupt, in der hintersten Reihe, begleitet Baerbock auf deren Reisen als „persönliche Assistentin“ als Teil der „inoffiziellen Delegation“.

Auch eine BILD-Anfrage für diesen Artikel ließ sie unbeantwortet.

Gut im Geschäft

Unter den Auftraggebern von Claude Frommen finden sich viele bekannte Unternehmen: Porsche, TUI, die Axel Springer SE (unter anderem BILD und WELT). Und: die Staatskanzlei von NRW-Chef Hendrik Wüst (47, CDU) – sowie die Grünen-Bundeszentrale.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) und andere Regierungsmitglieder, z. B. Familienministerin Lisa Paus (54, Grüne), lassen sich von Visagisten schminken.

+++ Kommentar: Die Ministerin zeigt Klasse und Niveau +++

„Ein Profi sieht die Entwicklung der Außenministerin. Und das Volk sieht eine Frau mit Klasse und Niveau“, kommentiert Mode-Unternehmerin ­Annette Weber, eine der führenden Fashion-Experten Deutschlands


Annalena Baerbock beschäftigt eine Stylistin. Das ist sinnvoll und richtig.

Die Außenministerin, vor ihrer Regierungszeit gelegentlich durch eigenwillige Looks aufgefallen, hat keine Zeit für Make-up, Friseur, Mode oder gar Einkaufstouren.

Sie braucht auch keine negativen Schlagzeilen wegen ihres Äußeren – sie soll wegen ihrer Leistungen glänzen.

In Amerika wurden Jill Biden, Hillary Clinton, Michelle Obama von „Vogue“-Chefin Anna Wintour persönlich beraten. In England schärft Natasha Archer den jungen, volksnahen Royal-Look von Herzogin Kate.

Ein Profi sieht die Entwicklung der Außenministerin. Und das Volk sieht eine Frau mit Klasse und Niveau. Eine professionelle Inszenierung, die auch männlichen Politikern gut zu Gesicht stehen würde.

Willkommen 2022 in Deutschland – wo eine mächtige Frau, die uns alle auf der Weltbühne repräsentiert, auch genau SO aussieht.



Klima-Kleber schneiden Weihnachtsbaum die Spitze ab!

von Thomas Heck...

Unter den wachsamen Augen der Berliner Polizei haben Klima-Spinner die Spitze eines Weihnachtsbaums am Brandenburger Tor abgesägt, ein Baum, der von der B.Z. gestiftet wird und zwei Helden des Alltags gewidmet ist. In der Regel Menschen, die sich mehr für diese Gesellschaft einsetzen, als es diese Klima-Spinner jemals könnten, die über symbolische und sinnfreie Aktionen sogar über die Weihnachstage nur noch nerven. Auffällig: Die tumbe Berliner Polizei, die mal wieder nicht eingriff.

Mit der Spitze in der Hand fahren die beiden Frauen wieder mit der Hebebühne runter



Die haben wohl nicht mehr alle Kerzen am Baum! Jetzt schnibbeln die Öko-Aktivisten der „Letzten Generation“ schon an einer Weihnachtstanne rum! Und zwar nicht an irgendeiner, sondern an DER Weihnachtstanne vor dem Brandenburger Tor – der B.Z.-Helden-Tanne!

Ein Passant schildert B.Z.: „Ein blauer Steigwagen hielt vor den Baum auf dem Pariser Platz. Die Klima-Kleber stiegen aus, fuhren mit der Hebebühne zur Spitze, breiteten ihr Banner mit der Aufschrift ‘Das ist nur die Spitze des Weihnachtsbaums‘ aus und begannen zu sägen.“ Dabei fielen auch mehrere silberne Kugeln runter.

► Unglaublich: Währenddessen soll die Polizei nur wenige Meter entfernt gestanden haben! In Richtung Akademie der Künste saßen Polizisten in einem Mannschaftswagen. Der Zeuge: „Die waren perplex, was da gerade passierte.“

Erst als es zu spät war, hätten sie reagiert und eingegriffen. Gegen 9.20 Uhr ging die Meldung bei der Berliner Polizei ein. Die Beamten holten die Demonstranten kurze Zeit später von ihrer Hebebühne. Da war die Spitze der 15 Meter hohen Nordmanntanne schon ab.

Die Polizei steht daneben, während die Klima-Kleber die Tanne absägen 


Eine Sprecherin der Berliner Polizei zu B.Z.: „Die Raumschutzkräfte vor Ort sind sofort tätig geworden und haben in drei Fällen freiheitsbeschränkende Maßnahmen durchgeführt – das war eine Sache von Minuten.“

Und weiter: „Es kann aber nicht sein, dass in der Weihnachtszeit jede Person mit einer Hebebühne an einem Weihnachtsbaum unter Generalverdacht gestellt wird. Erst oben angekommen, haben die Personen ihr Transparent rausgeholt und orangene Westen angezogen.“

Benjamin Jendro, Berliner Sprecher der Polizeigewerkschaft GDP: „Wir sehen doch anhand von solchen Aktionen, wie scheinheilig diese Organisation in Teilen längst agiert. Es muss höhere Wissenschaft sein, wenn man denkt, dass man mit dem Absägen der Spitze eines Weihnachtsbaumes etwas Sinnvolles gegen den voranschreitenden Klimawandel unternimmt. Immerhin hat diese sinnfreie Tat keine direkten Auswirkungen auf die Menschen in dieser Stadt.“

Die Heldentanne war dieses Jahr für folgende Personen gewidmet:

Helena Luise Glatthaar (22) aus Zehlendorf und Jochen Wendland (38) haben bei der Adventsaktion von B.Z. und lekker Energie gewonnen. Ab Morgen sorgen sie für Weihnachtsglanz am Brandenburger Tor.

Seit zwei Jahren besucht und betreut Jurastudentin Helena für die Malteser Kinder, deren Väter oder Mütter so krank sind, dass sie sterben werden.

Sie sagt zur B.Z.: „Aktuell begleite ich einen vierjährigen Jungen, dessen Vater unheilbar an Leukämie erkrankt ist.“ Und weiter: „Wir sehen uns in der Regel einmal die Woche für vier Stunden. Er erzählt dann meistens aus der Kita und freut sich einfach über die Aufmerksamkeit, die ich ihm schenke.“

Sie steht kleinen Kindern bei, er kümmert sich um die Ältesten in unserer Stadt. Gemeinsam knipsen sie Sonntag 16 Uhr die Heldentanne am Pariser Platz an.

Helena Luise Glatthaar (22) aus Zehlendorf und Jochen Wendland (38) haben bei der Adventsaktion von B.Z. und lekker Energie gewonnen. Ab Morgen sorgen sie für Weihnachtsglanz am Brandenburger Tor.

Die Nordmanntanne ist 15m hoch, wiegt zwei Tonnen. Geschmückt ist sie mit 15.000 energieeffiziente LED Leuchten und 600 Kugeln. Das Licht wird Sonntag um 16.00 eingeschaltet


Seit zwei Jahren besucht und betreut Jurastudentin Helena für die Malteser Kinder, deren Väter oder Mütter so krank sind, dass sie sterben werden.

Sie sagt zur B.Z.: „Aktuell begleite ich einen vierjährigen Jungen, dessen Vater unheilbar an Leukämie erkrankt ist.“ Und weiter: „Wir sehen uns in der Regel einmal die Woche für vier Stunden. Er erzählt dann meistens aus der Kita und freut sich einfach über die Aufmerksamkeit, die ich ihm schenke.“

Helena (22) betreut einen Jungen, dessen Vater schwer krank ist. Regelmäßig toben die beiden auf dem Spielplatz in Zehlendorf.


45 Ehrenamtliche wie Helena arbeiten für den ambulanten Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst. Derzeit betreuen die Helfer rund 80 Familien im Jahr. „Bereits im letzten Jahr habe ich mich um drei Geschwister gekümmert, bis ihr Vater gestorben ist“, berichtet Helena über das traurige Schicksal. „Es ist eine wichtige Aufgabe und viel weniger belastend als man denkt. Es wäre gut, wenn wir alle offener mit dem Thema Tod umgehen.“

Während sich Helena um die kleinsten Berliner kümmert, ist Jochen Wendland für die Ältesten in unserer Stadt im Einsatz.

Der Teamleiter des Duty-Free-Shops im BER verbringt für den Verein „Freunde alter Menschen“ viel Zeit mit Senioren.

Alle zwei Wochen besucht er Marianne (82) in Mitte. Wendland: „Wir unternehmen viel zusammen, gehen ins Museum. Das Schöne ist, dass beide profitieren. Ich erfahre viel aus dem Leben einer anderen Generation, sie hat Gesellschaft.“ Er hat auch noch eine eigene Oma. „Die besuche ich auch regelmäßig, sie kommen nicht zu kurz.“

Zwei Menschen, die für unsere Gesellschaft wichtiger sind und mehr tun, als die Klima-Spinner, die über symbolische Aktionen nicht hinauskommen und einfach nur nerven.

Jochen Wendland (38) und Marianne (82) lernten sich über den Verein „Freunde alter Menschen“ kennengelernt. Wer selbst einsam ist, kann dort Hilfe finden. 




Dienstag, 20. Dezember 2022

Grüne Kandidatin Jarasch gibt der SPD die Schuld für das dysfunktionale Berlin

von Thomas Heck...

Der bürgerliche alteingessene Berliner wie ich könnte sich die Haare rauf, sofern er noch welche hätte. Berlin wird von einer unfähigen, korrupten und teils sogar verbrecherischen Clique regiert und kommt aus diesem grün-rot-stasi-rotem Sumpf nicht mehr raus. Auch weil die immer noch schwächelnde CDU ganz offen mit den Grünen kuschelt, anstatt hier klare Kante zu den radikalen selbsternannten Umweltschützen zu zeigen, die ja schon auf Bundesebene mit Habeck & Co. das Land ganz offen deindustrialisieren, Energie künstlich verknappen und so verteuern und sonst auch alles erdenkliche dafür tun, dass auch noch der letzte Flüchtling den Weg nach Deutschland findet, nie wieder abgeschoben werden kann, egal ob er nun plündert, vergewaltigt, messernd durch die Gegend rennt oder mit dem Auto oder Lkw flanierenden Passanten meuchelt. 

Zur Belohnung gibt es für den Berliner eine nicht funktionierende Verwaltung, Wohnungsnot bei weiter steigenden Mieten, Wahlbetrug, Clan-Kriminalität, verstopfte Strassen wo es das nicht geben müsste, lahme öffentliche Verkehrsmittel, eine Clan-unterwanderte Verwaltung und Polizei, der man nicht mehr vertrauen kann. Zusammengefasst: Hier funktioniert nicht besonders viel. Und da ist noch Luft nach unten. Denn die Grünen könnten bei der anstehenden Wahl im Februar kommenden Jahres, kaum zu glauben, aber die könnten tatsächlich das Rennen machen, um der Stadt den Rest zu geben.

Ein bisschen angestrengt, aber energiegeladen: Die Berliner Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch stellte am Montag ihre Wahlkampagne vor – Inhalte und Motive, mit denen sie den Ultrakurz-Wahlkampf bis zur Wiederholungswahl am 12. Februar bestreiten will.

Die Berliner Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch präsentiert ihre Kampagne für die Wiederholung der Abgeordnetenhauswahl


Herbeigerufen hätten die Grünen die Wiederholung nach der Chaoswahl vom September 2021 nicht, sagte Jarasch. „Aber es ist natürlich eine zweite Chance, das, was letztes Jahr schon richtig gewesen wäre, zu vollenden.“ Daran, was aus Sicht der Grünen das Richtige wäre, lässt Jarasch keinen Zweifel: die Fortsetzung des rot-grün-roten Koalitionsbündnisses nämlich – nur mit ihr anstelle von Franziska Giffey (SPD) als Regierender Bürgermeisterin.

Ausschließen will Jarasch zwar auch andere Bündnisse nicht. „Aber wir haben eine klare Präferenz.“ Viele Berliner wünschten sich eine progressive Politik, aber unter neuer Führung, sagte Jarasch. „Die Zufriedenheit mit der Regierungschefin ist nicht sehr groß.“ In den Wahlkampf geht die amtierende Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz deshalb mit der Botschaft: „Zeit für Grün, Zeit für Jarasch.“

Wenn die heiße Wahlkampfphase am 2. Januar beginnt, wollen die Grünen mit 30.000 Plakaten, Hunderten Großflächen und Clips auf Social Media präsent sein. Hinzu komme eine spezifische Briefwahlkampagne, wie Hauptstadt-Parteichef Philmon Ghirmai ankündigte. Mit einem Wahltermin im grauen Berliner Winter hat hier bislang niemand Erfahrung, die Grünen wollen daher so viele Wähler wie möglich zur vorzeitigen Abstimmung per Brief bewegen. Jarasch baut darauf, ihre Anhänger besser mobilisieren zu können als die Konkurrenz.

Jarasch (M.) mit den Grünen-Landesvorsitzenden Susanne Mertens und Philmon Ghirmai



Ein Herzschlagfinale deutet sich jedenfalls schon jetzt an. CDU, Grüne und SPD liegen in Berlin in Umfragen schon längere Zeit sehr eng beieinander; schon bei der Abgeordnetenhauswahl vom September 2021 hatten sich Jarasch und Giffey ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, das Giffey erst im Verlauf des Wahlabends knapp für sich entscheiden konnte.

Als starker dritter Konkurrent ist CDU-Partei- und Fraktionschef Kai Wegner im Rennen. Er hatte bei der jüngsten Umfrage von Civey im Auftrag des „Tagesspiegel“ vom 11. Dezember mit 25 Prozent klar die Nase vorn, vor Grünen (21 Prozent) und SPD (18 Prozent). Infratest Dimap hingegen sah bei ihrer für RBB und „Berliner Morgenpost“ erstellten Umfrage vom 23. November die Grünen mit 22 Prozent vor CDU (21) und SPD (19). Eindeutig sind die Umfragen nur in einem Punkt: Gemeinsam haben die drei linken Regierungsparteien eine klare Mehrheit.

Wegner dürfte es daher schwerfallen, eine Machtoption zu entwickeln. Zuletzt hatte er sich aber auffallend positiv über die grüne Spitzenkandidatin geäußert. „Kai Wegner sucht die Nähe zu den Grünen, nicht zur SPD“, zitierte „Bild“ Teilnehmer einer vertraulichen Runde um den CDU-Landeschef. Die Schlagzeile „Wegner will mit Jarasch“ erschien just am Tag der grünen Kampagnenpräsentation.

CDU-Landeschef und -Spitzenkandidat Kai Wegner 


Entsprechende Nachfragen konterte Jarasch kühl. „Jeder, der eine Wahl gewinnt, muss in der Lage sein, eine stabile Regierung zu bilden“, sagte sie. „Und Grün-Rot-Rot hatte in allen Umfragen eine stabile Mehrheit.“

„Stadt funktioniert nicht mehr“

Thematisch wollen die Grünen mit ähnlichen Zielen an den Start gehen wie im vorigen Wahlkampf: einem klimagerechten Stadtumbau, einer Mobilitätswende zugunsten von Fahrrädern und öffentlichem Nahverkehr, dem Ausbau erneuerbarer Energien, einem gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt, einer Verwaltungsreform. Man habe vor einem Jahr ein Programm entwickelt, das für fünf Jahre gelten sollte, sagte Jarasch. „Wir machen jetzt nicht alles neu. Aber die Rahmenbedingungen haben sich deutlich verändert.“

Angesichts der Energiekrise gebe es eine viel größere Dynamik für die Energiewende, auch für die Rekommunalisierung der Wärmeversorgung. Und mit dem Berliner Angebot eines 29-Euro-Tickets für den Nahverkehr sei auch der Einstieg in eine „bezahlbare Mobilität“ gelungen. Eine Schlappe im Verkehrssektor kassierte Jarasch aber auch in diesem ersten Regierungsjahr: Das Berliner Verwaltungsgericht erklärte die teilweise Sperrung der Friedrichstraße für Autos für rechtswidrig.

Die grüne Spitzenfrau selbst übte Kritik an der Performance der Koalition. „Das Wahldebakel hat klargemacht, dass die Stadt nicht mehr funktioniert und wir an die Verwaltungsmodernisierung ranmüssen. Das ist im ersten Jahr nicht angegangen worden.“

Wer daran aus ihrer Sicht die Schuld trägt, glaubt Jarasch bereits zu wissen: „Das kann nur aus der Senatskanzlei heraus gesteuert werden. Sonst funktioniert es nicht.“ Die gezielte Spitze gegen die Regierende Bürgermeisterin zeigt: Für Franziska Giffey wird es nicht leicht werden, ihre Macht zu verteidigen.