Dienstag, 14. Juli 2026

Schreiben nach Gehör bei der CDU

von Alexander Schwarz

Der einheimische Bildungs- und Fachkräftenachschub ist gesichert



Die CDU demonstriert ihren intellektuellen Bankrott auf allen Ebenen und bis in die Niederungen ihrer Social-Media-Ergüsse hinab. Das gilt auch für die geradezu aberwitzigen Reaktionen, die im Namen des Bundeskanzlers auf das abermals jämmerliche Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der Fußball-WM zum Besten gegeben wurden, und wiederholt sich nun beim jüngsten Selbstenblödungsfauxpas der brandenburgischen CDU: Diese setzte mit einem angeblichen “Schreibfehler” der Peinlichkeit die Krone auf. Mit einem Kachel-Motiv für Social-Media wollte der Landesverband die brandenburgischen Schüler am letzten Donnerstag ermutigen, sich vor den Sommerferien gut zu erholen – für das nächste „Schuhljahr“. Wie das zusätzliche h ins Schuljahr kam, wollten Fraktionschef Steeven Bretz und Bildungsminister Gordon Hoffman auf Medienanfrage nicht erklären; schließlich musste ein Fraktionssprecher in die Bresche springen: „Unser Social-Media-Team hat die Kachel erstellt. Ich habe den Post am Montag freigegeben und ehrlicherweise nicht im Detail draufgeschaut. Der Fehler ist mir durchgerutscht“, teilte er mit. Am Donnerstagmorgen, dem ersten Ferientag, habe sein Team die Kachel dann gepostet.

Das CDU-“Schuhljahr“-Meme



Wie auch der feige Lügenkanzler, der die Verantwortung für seine unterirdischen WM-Posts einem “jungen Mitarbeiter“ seines Social-Media-Teams zuschieben ließ, sind also auch hier wieder mal die anderen schuld – idealerweise subalterne Befehlsempfänger und angebliche Zuträger, von denen man doch eigentlich erwarten sollte, dass sie sich auf ihren Job verstehen. Wenn dem wirklich so sein sollte, drängt sich die Frage auf, ob die Union womöglich gezielt Analphabeten oder Vollidioten in ihren Social-Media-Teams beschäftigt. Fehler können passieren, ohne Zweifel – aber nicht bei so etwas. Es ist die eine Sache, ob dort, wo viel veröffentlicht wird, der KI- oder flüchtigkeitsbedingte Fehlerteufel mangels ausreichendem Lektorat Eingang in Redemanuskripte, Gebrauchstexte oder Korrespondenz findet (was leider immer wieder vorkommt, auch Ansage! kann von der so teilweise zu beklagenden Fehlerquote ein leidvolles Lied singen!) – oder ob so etwas in Werbemotiven oder politischen Botschaften passiert, wo man umfassende Denkprozesse, sorgfältige Erarbeitung und schließlich graphische Umsetzung voraussetzt, da es sich um besonders plakativen, für eine möglichst große Zielgruppe gedachten Content handelt und deshalb jedes Wort abgewogen sein will.

Leistungs- und Niveauabbau auf allen Ebenen

Selbst wenn wirklich hiermit beauftragte Dritte für den blamablem „Schuhljahr“-Fehler verantwortlich waren: Den Brandenburger CDU-Oberen scheint dieser selbst jedenfalls ebenso wenig aufgefallen zu sein. Bretz persönlich verbreitete den Post eifrig weiter und ließ ihn auf seinen Kanälen prominent stehen; erst einen Tag später, als der Shitstorm des Spottes tobte, wurde der Post gelöscht. In einer korrigierten Version wünscht man nun nur noch einen schönen Ferienstart – und gelobt, künftig genau auf die Rechtschreibung zu achten. Dafür müsste man selbige allerdings auch kennen – und genau hier drängen sich ernsthafte Zweifel auf. Angesichts der allgemeinen Bildungskatastrophe nicht nur in Brandenburg, sondern dem ganzen Vielfaltssiedlungsgebit BRD ist keineswegs auszuschließen, dass es in der Politik tatsächlich etliche Kantonisten gibt, die Schule mit h (und dementsprechend „Schuljahr“ absichtlich mit zwei h) schreiben.

Nach drei Jahrzehnten, in denen das Bildungsministerium von der SPD geführt wurde, wäre dies wahrlich keine Überraschung; nicht umsonst belegte Brandenburg im Bildungsmonitor 2025 den vorletzten Platz. Seit März ist dort zwar die CDU für die Bildung im Land zuständig, aber auch deren Apparatschiks sind Opfer der allgemeinen Misere. Man könnte dies als Petitesse abtun, wäre der Vorfall nicht so symptomatisch: Ein peinlicher Schreibfehler, der 24 Stunden lang niemandem auffällt – zumindest nicht seinen Urhebern –, und der vieltausendfach im Netz verbreitet wird, steht sinnbildlich für den Leistungs- und Niveauabbau auf allen Ebenen. Dies sind die Früchte linker Bildungspolitik und konsequenter Verhunzung des geschriebenen und gesprochenen Wortes, der die CDU tatenlos zusah oder an der sie sogar aktiv mitwirkte – wie an allen anderen Manifestationen des linken Irrsinns, der dieses Land in die Katastrophe gestürzt hat.

Bildungskatastrophe BRD

Ein Großteil der Schüler kann nicht mehr sinnerfassend lesen, die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer, Leistungskriterien spielen keine Rolle mehr – und die von der CDU ermöglichte millionenfache Massenmigration hat dem schon zuvor desolaten Schulsystem endgültig den Todesstoß versetzt, indem sie präpotente Unterqualifizierte zu kulturellen Lichtbringern, künftigen Rentenzahlern und Fachkräften umdichtete, während über die Fernseher (wenn nicht grade Al-Jazeera, türkisches TV oder WDR auf Arabisch läuft) die “Tagesschau in einfacher Sprache“ flimmert und Deutsch als Zweitsprache im eigenen Land unterrichtet wird.

Doch keine Sorge: Es geht ja nur um die einem fortlaufenden Kreolisierungsprozess ausgesetzte, langfristig aussterbende deutsche Sprache – da kann man sich Nachlässigkeit erlauben; bei den eilfertigen devoten Grüßen derselben CDU zu islamischen Festtagen, die Politiker aller Altparteien mittlerweile alljährlich in den Muttersprachen der künftigen Herren im Land absondern, schleichen sich garantiert keine Fehler ein; da lektoriert und korrigiert man gründlich. Übrigens: Dass die CDU „endlich Sommerferien!“ jubelt, passt auch sonst so ganz ins Bild einer Partei, die selbst in mentalen Dauerferien steckt und am liebsten das ganze Volk in die Ferien schicken möchte, damit es nicht merkt, was mit diesem Land unter ihrer politischen Ägide geschieht.


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