Montag, 12. September 2022

Aloha Snackbar: Ein Ruf mit Ruf

von Mirjam Lübke...

Ansbach - es ist mal wieder geschehen. Ein Messerangriff, begleitet von jenem Ruf, der angeblich auf kein religiöses Motiv hindeutet. Das erklärt man uns jedes Mal, wenn ein junger Mann aus dem berüchtigten Kulturkreis mit Küchenutensilien Jagd auf Passanten macht. Da ruft man eben mal "Allahu Akbar", aber das hat nichts zu bedeuten. Keineswegs darf daraus geschlossen werden, dass der Täter sich im Djihad-Modus befindet, weil das sündhafte Europa zum "dar al-harb" gehört, dem Haus des Krieges, in dem man sich gern einmal so aufführen darf. Das wäre nicht nur imageschädigend für die Religion des Friedens, sondern auch teuer für den Staat, der den Opfern religiösen Terrors oder ihren Hinterbliebenen Entschädigungen zahlen muss. Nicht immer geht es um die multikulturelle Agenda, sondern hin und wieder auch ums liebe Geld. Ein noch schäbigerer Grund für die Verschleierung der Tatmotive.

 
Islamische Lobbygruppen sorgen sich nach jedem Mord mit "Allahu Akbar"-Ruf um das Image ihrer Religion weitaus mehr als um den Kausalzusammenhang gewisser Passagen in ihrem heiligen Buch mit in Europa begangenen Taten. Sawsan Chebli machte uns schon vor ein paar Jahren weis, dass der Ruf auch verwendet würde, um an der Strandpromenade hübschen Frauen hinterherzupfeifen, was in diesem Fall dann offenbar weniger sexistisch ist. Islamisten rufen dazu auf, im Kampf gegen den verabscheuenswürdigen Westen zu jeder frei verfügbaren Waffe zu greifen. Dazu zählen ausdrücklich auch Küchenmesser. In Israel besteht das Problem ebenfalls schon länger, dort kommt es zu ähnlichen Überfällen auf Zivilisten. Die Terrorgruppen haben erkannt, dass es für sie einfacher ist, jeden Sympathisanten zur Tat zu motivieren als große Anschläge zu planen. Der Effekt, dass alles als Einzeltat abgetan wird, ist dabei durchaus gewünscht: Es verbreitet den Mythos des einsamen, verzweifelten Täters, der doch nur auf die Situation seines Volkes aufmerksam machen will.
 
In Deutschland scheint man davor längst kapituliert zu haben - dahinter steckt wohl die magische Vorstellung, dass es nicht mehr passieren wird, wenn man artig die Füße stillhält und dem Phänomen nicht weiter nachgeht. Wie ein Kind, welches von den Eltern misshandelt wird und diesen umso mehr gefallen möchte, weil es sich für schuldig und minderwertig hält. Aber solche Eltern werden nie zufrieden sein. Das Gericht, welches jüngst den Islamkritiker Michael Stürzenberger zu einer halbjährigen Haftstrafe - ohne Bewährung! - verurteilte, dürfte aus ähnlichen Motiven heraus gehandelt haben. Nicht, weil Stürzenberger etwas Falsches gesagt hätte, sondern gerade, weil er in ein Wespennest gestochen hat. Das ist den Deutschen peinlich, man neigt hier generell dazu, nicht den Unruhestifter in seine Schranken zu weisen, sondern denjenigen, welcher versucht, dem Übergriffigen Grenzen aufzuzeigen. Wenn wir dem Drachen eine Jungfrau opfern, wird er uns in Ruhe lassen, jedenfalls im Moment. Michael Stürzenberger hat durchaus versucht, mit jungen Muslimen ins Gespräch zu kommen, erhielt als Antwort allerdings oft nur ein freundliches "Halt die Fr**e, Alman!".

Es ist nicht so, dass es keine jungen, freundlichen Muslime gäbe. Gerade junge türkische Männer haben mir schon oft ihren Platz in Bus und Bahn angeboten. "Allahu Akbar" hat dabei allerdings niemand gerufen. Schließlich haben sie in diesem Moment ein Stück ihres Reviers aufgegeben. Der Ruf stellt aber gerade eine Markierung desselben dar. Ob vom Minarett oder von einem Attentäter ausgerufen, spielt dabei keine Rolle, da wird klargestellt, wer das Sagen in der Gegend hat. Und genau das geschieht immer häufiger.




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