von Alexander Schwarz
Massenmigration nach DeutschlandIn ihrem verzweifelten Bemühen, die katastrophalen Folgen der Migration zu vertuschen und Forderungen nach Abschiebungen und einer generellen Migrationswende entgegenzutreten, greift die Migrationslobby aktuell wieder nach jedem Strohhalm. Derzeit beruft man sich besonders gerne wieder einmal auf eine „Studie“ des „Wirtschaftsweisen“ Martin Werding von der Ruhr-Universität Bochum, die dieser für den „Mediendienst Integration“ erstellte und die im allgegenwärtigen Info-War erkennbar den Zweck der ideologischen Aufmunitionierung und Verteidigung der Fachkräfte- und Bereicherungsagenda gegen die Unbilden der unliebsamen Realität bezwecken soll. Darin wird behauptet, Migration verursache zwar höhere Kosten, bringe aber dafür massive Ersparnisse und Einnahmen für den deutschen Staat – und das in Zeiten, in denen die öffentlichen Finanzen aufgrund der demographischen Alterung in immer größere Anspannung gerieten. Eine anhaltend hohe Nettozuwanderung führe definitiv zu einer wesentlichen Reduktion der demographiebedingten „Tragfähigkeitslücke“ der öffentlichen Finanzen in Deutschland.
Als bizarres Fazit folgt daraus die Behauptung, in der Summe entlaste Migration die öffentlichen Haushalte sogar: Eine um 200.000 Personen höhere jährliche Netto-Zuwanderung nach Deutschland reduziere die dauerhaft bestehende Finanzierungslücke der öffentlichen Haushalte um knapp 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – oder, gemessen in Werten für 2024, um rund 104 Milliarden Euro jährlich. Bedeutet: Jede Person, die im Zuge dieser kontinuierlich hohen Zuwanderung nach Deutschland komme, entlaste den Staatshaushalt um 7.100 Euro im Jahr. Beim Vergleich zwischen Szenarien mit hoher oder niedriger Zuwanderung belaufe sich diese Entlastung auf etwas über 100 Milliarden Euro jährlich. Jede Person, die im Zuge dieser kontinuierlich hohen Zuwanderung nach Deutschland komme, würde die Haushaltslücke also deutlich schließen, so die für jedes Milchmädchen ersichtliche kontrafaktische Verheißung dieser “Studie”.
Was nicht passt, einfach ausklammern
Die Massenmigration wird hier also abermals zu einem einzigen Segen für Deutschland schöngerechnet. Die kulturellen Folgekosten in Form von Islamisierung, die Überschwemmung von Schulen mit Kindern aus nicht-deutschsprachigen Großfamilien, die Explosion der Migrantenkriminalität, die horrenden Kosten in Verwaltung und Justiz für Asylverfahren, Prozesse gegen und Unterbringung von kriminellen Migranten, die zahllosen Polizeieinsätze, die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum, die ohne diese Art der Zuwanderung nicht anfallen würden – das alles findet sich in dieser Studie nicht, weil vieles sich auch gar nicht beziffern lässt. Zudem drängt sich die Frage auf, warum die Städte und Kommunen seit Jahren nach einer Reduzierung der Migration schreien, wenn die öffentlichen Finanzen dadurch doch derart entlastet werden. In Wahrheit sind sie völlig pleite und heillos überschuldet. Diese Studie, auf die die Migrationslobby sich so gern beruft, könnte glatt aus der Feder des Witz-Ökonomen Marcel Fratzscher oder des berüchtigten “Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“ stammen. Mit der Realität hat sie nichts zu tun – weil sie viele entscheidende Faktoren, die nichts ins erwünschte Bild passen, einfach ausklammert – und deshalb ihre Kernthese ja auch das genaue Gegenteil der tatsächlichen fiskalischen und wirtschaftlichen Entwicklung besagt.
Ähnlich wie bei den Pseudostudien, die jeden Zusammenhang zwischen Migration und einem Anstieg der Kriminalität oder die Bedeutung der deutschen Sozialleistungen als Pull-Faktor für die Massenmigration leugnen, indem man mit allerlei statistischen Taschenspielertricks und erfundener Parameter eine kontrafaktische Dekontextualisierung betreibt, wurde auch hier eine völlige Realitätsverzerrung aus dem akademischen Wolkenkuckucksheim vorgelegt. Bei den Bürgern soll so der Eindruck erweckt werden, was sie jeden Tag an negativen Migrationsfolgen sehen, sei quasi eine optische Täuschung, die das positive Gesamtbild verzerrt.
Antithese zu Raffelhüschen-Warnungen
Werdings Studie diente natürlich auch dem Zweck, eine politisch gewollte Korrektur zum Gutachten des Sozial-Experten Bernd Raffelhüschen zu liefern, der vor zwei Jahren zu dem Schluss gekommen war: „Die Zuwanderung, wie sie bisher geschieht, kostet uns gesamtwirtschaftlich 5,8 Billionen (!) Euro“. Ungleich realistischer hatte Raffelhüschen belegt, dass wegen der alternden deutschen Gesellschaft schon jetzt eine gewaltige Lücke zwischen dem besteht, was Wirtschaft und Arbeitnehmer ins deutsche Steuer- und Sozialsystem einzahlen, und dem, was sie jetzt und in Zukunft dafür verlangen könnten. Laut Raffelhüschen werde diese „Nachhaltigkeitslücke“ auf 19,2 Billionen Euro anwachsen, wenn weiterhin 300.000 Ausländer pro Jahr ins Land kämen, die sich nur langsam integrieren und qualifizieren und danach weniger Einkommen hätten und daher weniger in die Sozialsysteme einzahlen würden. Wenn sofort jegliche Zuwanderung gestoppt würde, läge diese Finanzlücke für die Steuer- und Sozialsysteme um 5,8 Billionen Euro niedriger. „Ein Asylbewerber kommt mit 26 Jahren nach Deutschland, wird nach zwei bis drei Jahren abgelehnt, bleibt aber mit Duldung hier. Dann beginnt er allmählich mit ersten Jobs, qualifiziert sich und beginnt mit 35 Jahren eine Karriere als Steuer- und Beitragszahler. Wegen geringer Rentenanwartschaft bekommt er als Rentner die Grundsicherung – für die seine Beiträge niemals gereicht hätten“, so Raffelhüschens Beispiel.
Der Professor hatte in drastischer Sprache gefolgert: „Machen wir weiter wie bisher, sind wir dumm wie Stroh!“. Dieses politisch unliebsame, aber ehrliche und realistische Fazit stieß natürlich in linken Kreisen mit ihrer multikulturellen Bullerbü-Migrationsobsession auf heftige Ablehnung – und bei deren Funktions-“Experten“: Der Ökonom Jens Südekum, heute bezeichnenderweise Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, kritisierte Raffelhüschens Methodik und entblödete sich dabei nicht darauf hinzuweisen, dass dessen Studie just an dem Tag erschienen sei, „an dem das Geheimtreffen zur Remigration“ bekannt geworden sei (jener von Anfang an fragwürdigen und mittlerweile zigfach als Lügenmärchen entlarvte Räuberpistole der linken Propagandaschleuder „Correctiv“.) Diese disjunkten Ereignisse im wissenschaftlichen Kontext zu erwähnen zeigt, was von der Expertise Südekums – und auch der von Werding mit seiner Haushaltsentlastungs-Eloge auf Migranten – zu halten ist: Mit solchen Methoden und Augenwischereien wird in Deutschland gegen die Realität angelogen, während das Land tatsächlich auf eine demographische und wirtschaftliche Katastrophe zusteuert.
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