von Wilma Fricken
Verkommenes Milieu: In der Wohlfühlzone von Staatskünstlern und linken Hofschranzen (hier: Herbert Grönemeyer) fühlt sich Weimer am wohlsten, hier konfrontiert ihn keiner mit angeblichen “rechten Kampagnen” und VorwürfenWährend Wolfram Weimer die Skandale um sein mindestens dubioses Geschäftsgebaren und seine Bereicherung an seinem Amt als Kulturstaatsminister weiterhin und mit Unterstützung seines Duzfreundes im Kanzleramt einfach aussitzt, hat eine Anfrage von Martin Erwin Renner, dem medienpolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, ergeben, dass die Weimer Media Group für den von ihr am Tegernsee veranstalteten “Ludwig Erhard Gipfel” im vergangenen Jahr 300.000 Euro von der bayerischen und 30.000 Euro von der hessischen Landesregierung erhalten hat. Doch das ist nicht alles: Zusätzlich hat das Bundesarbeitsministerium 2023 und 2024 Anzeigen in Höhe von insgesamt 37.087,89 Euro auf Weimers Medien geschaltet, um den Deutschen Fachkräftepreis zu bewerben. Das Wirtschaftsministerium “investierte” in den Jahren 2022 bis 2024 mehr als 110.000 Euro Steuergeld für Anzeigen zu Förderprogrammen im Bereich Industrie und Energie – und das auf Portalen, deren Reichweite nahezu unterhalb der Wahrnehmungsgrenze liegt. Weimers „The European“ kam im gesamten vergangenen September auf 21.879 Zugriffe, „Markt & Mittelstand“ auf 35.306, die „Börse am Sonntag“ auf 26.237 und der „Wirtschaftskurier“ auf ganze 948! Es handelt sich dabei Produkte der Weimer Media Group, deren Name suggeriert, es handele sich um einen Giganten der Branche. In Wahrheit erreichen ihre Erzeugnisse eine Relevanz, die teilweise unter denen kleiner privater Blogger liegen.
Gewinne macht das Unternehmen praktisch nur durch den Ludwig Erhard Gipfel – und auch das vornehmlich dadurch, dass es Kontakte zu Bundesministern für hohe fünfstellige Summen verkauft. Geschäftsgrundlage ist bei alledem Weimers politische Vernetzung und sein taktisch geschicktes jahrelanges Antichambrieren bei den Schlüsselfiguren in Medien und Politik. Ein früherer Bekannter, der anonym bleiben will, sagt: “Er wusste schon immer die richtigen Ärsche zu küssen, das ist das ganze Geheimnis des Wolfram Weimer”. Diese Fähigkeit sorgte offenbar dafür, dass er nicht nur in den erlauchten Kreis öffentlich-rechtlicher Talkshowgäste und ins Zitierkartell des Mainstreams Einzug fand, wo er als weltmännischer Dampfplauderer seinen fragwürdigen Charme entfaltete und die Rolle des scharfzüngigen, gerne auch mal unangepaßten Intellektuellen mimte, sondern seit letzten Jahr endlich am Ziel seiner Träume anlangte – als der ihm kongeniale und befreundete Lügenkanzler ihn zum Kulturstaatsminister erhob.
Null Problembewusstsein
Seine Connections zahlen sich jedenfalls schon seit langem aus: Seit Jahren verschwenden Bundesministerien und Landesregierungen Steuergeld, um auf Weimers völlig irrelevanten Portalen zu werben und seinen Lobby-Gipfel zu unterstützen. Daran konnte nicht einmal der im Herbst aufgeflogene Skandal um das publizistische Schmücken mit fremden Federn im Hause Weimer etwas ändern: Obwohl bekannt war, dass Weimer hunderte Autoren – von Alice Weidel über Oskar Lafontaine bis zu Brad Pitt und Papst Franziskus – auf „The European“ listete, die von ihrem “Glück” gar nichts wussten und in Wahrheit nie für das Portal schrieben (Weimers Team hatte lediglich öffentlich zugängliche Texte verwurstet), wurde die Förderung fortgesetzt.
Weimer kommt dank der ihn deckenden und stützenden Großkopfeten in Staat und Politik mit allem davon – und so hat auch der Verkauf von Kontakten zu Bundesministern durch die Weimer Media Group ebenfalls keine Folgen für ihn. Die Unantastbarkeit und Rückendeckung von Personen, die selbst nicht minder viel Dreck am Stecken haben, erlauben ihm sogar anstelle Reue, Demut oder irgendeiner Form von Einsicht ein überhebliches Auftrumpfen von unfassbarer Arroganz ohne jegliches Problembewusstsein: Von einem Interessenkonflikt wollen weder Weimer noch die Bundesregierung etwas wissen; Bundeskanzler Friedrich Merz behauptete sogar – wie immer wahrheitswidrig –, dass sich sämtliche Vorwürfe gegen Weimer sich als “falsch” erwiesen hätten. Diese Patronage veranlasste Weimer, noch tiefer unter die Fittiche des Linksstaats zu kriechen und sich noch opportunistischer bei einschlägigen NGOs anzubiedern, deren Agenda – einst von ihm kritisiert und abgelehnt, weshalb sich von ihm viele eine Revision der woken Kulturkampfpolitik seiner Amtsvorgängerin Claudia Roth versprachen – er inzwischen nahtlos übernommen hat, bis hin zur Förderung linksradikaler Verlage und der Übernahme linksprogressiver Diversitätsnarrative. Wie kaum eine andere Affäre zeigt der Fall Weimer die völlige charakterliche Verkommenheit einer politischen Kaste, die über keinerlei Anstand und Verantwortungsgefühl mehr verfügt und in der es deshalb auch keine Rücktritte mehr gibt. Man sitzt in bleckender Dreistigkeit einfach alles aus, macht weiter so wie bisher – und geht zur Tagesordnung über. Über Politikverdrossenheit (oder längst schon Politikverachtung) der Bürger braucht sich da niemand mehr zu wundern.
Was für korrupte Dreckschweine. Alle an die Wand.
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