Mittwoch, 30. Mai 2018

Das Hamburger Eigentor...

von Thomas Heck...

Hamburg ist eine faszinierende Stadt. Hat bloß keinen Erstligaverein in der Bundesliga mehr und offensichtlich auch keine kompetente Regierung. Und nun hat sich die Hansestadt Hamburg noch ein ordentliches Eigentor geschossen. Denn während im Hamburger Hafen Kreuzfahrschiffe, Containerschiffe und alles was qualmt und stinkt weiterhin einlaufen kann und Abgase in einer Größenordnung emittieren, wie es alle Kraftfahrzeuge Hamburgs zusammen genommen nicht schaffen würden, macht der Senat ernst mit Dieselfahrverboten und hat ca. 600 Meter Straße für den an sich sauberen Diesel gesperrt. Allein die Umwege, die zu fahren sind, wären schon ökologischer Schwachsinn hoch drei. Sieht auch die Umweltorganisation Greenpeace so, allerdings aus anderen Gründen.


Greenpeace sieht in den ab Donnerstag auf zwei Hamburger Straßen geltenden Dieselfahrverboten lediglich Symbolpolitik. Zwar sei es gut, dass eine Stadt endlich anfange, „ihre Bürger mit ersten zaghaften Maßnahmen vor giftigen Dieselabgasen zu schützen“, sagte Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl am Mittwoch. Das mache den Menschen, die täglicher Luftbelastung ausgesetzt seien, Hoffnung. „Doch um diese Hoffnung zu erfüllen, brauchen die Menschen mehr als bloße Symbolpolitik.“


Es reiche nicht, „nur wenige Hundert Meter Straße etwas weniger dreckig zu machen“, sagte Schinerl. Saubere Luft für alle gebe es nur mit weniger Autos in den Innenstädten. Damit mehr Menschen auf das eigene Auto verzichten, müssten Städte in ein attraktives Angebot aus Bussen und Bahnen und ein dichtes Netz sicherer Radwege investieren.

Hamburg ist die erste deutsche Stadt, die mit Dieselfahrverboten eine Reduktion der Stickoxidbelastung in der Luft erreichen will. Die Durchfahrtsbeschränkungen gelten nur auf kurzen Streckenabschnitten zweier stark befahrener Straßen im Stadtteil Altona-Nord und für ältere Dieselfahrzeuge, die nicht die Euro-Norm 6 erfüllen. Schiff Ahoi...


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