Dienstag, 27. Januar 2026

Fast 8.000 Asylanten verschwunden – und niemand weiß, wo sie sind

von Meinrad Müller

Die waren dann mal weg… 



Sie sind nicht offiziell abgereist, nicht greifbar, nicht auffindbar; sie waren registriert, sie lebten in Unterkünften, sie steckten mitten in Asylverfahren – und irgendwann waren sie weg: Fast 8.000 Asylbewerber sind einfach untergetaucht. Und für Polizei und Behörden sind diese Menschen heute ein blinder Fleck. Den Anfang machte die Enthüllung, dass in Rheinland Pfalz von den seit Mitte 2024 im Land angekommenen gut 10.000 “Schutzsuchenden” bis Jahresende 2025 ganze 923 verschwunden waren – über 9,1 Prozent. Laut der grünen Landesintegrationsministerin Katharina Binz bewegt sich diese Quote im üblichen Bereich.

Tatsächlich sieht es in anderen Ländern nicht besser aus. Die behördlichen Zahlen

 in Hessen sind es 1.763 Fälle, in Baden-Württemberg 1.641 und in Brandenburg 1.401. In manchen Ländern betrifft das innerhalb kurzer Zeit fast jeden Zehnten. Und dann gibt es natürlich noch die Bundesländer, in denen dieses Verschwinden nicht einmal erfasst geschweige denn ordentlich gezählt wird. Berlin, Bayern, Sachsen erheben solche Fälle schon gar nicht mehr systematisch. Niemand kann sagen, wie viele dort tatsächlich verschwunden sind. Man weiß nur: Es dürften noch viel mehr sein.

Kein Brief kommt mehr an, kein Bescheid, gar nichts

Die Folge: Verfahren hängen fest, Entscheidungen verpuffen, Abschiebungen lassen sich nicht mehr vollziehen. Der Staat hat Akten, aber keine Adressen. Rechtlich korrekt, aber praktisch wirkungslos. Hinzu kommt: Die IT-Systeme der Länder nicht sauber miteinander verbunden. Wer in einem Bundesland registriert ist, kann in einem anderen erneut auftauchen. Droht eine Ablehnung oder Abschiebung, genügt es häufig, den Aufenthaltsort zu wechseln. Ein paar hundert Kilometer weiter beginnt das Verfahren von vorne. Neuer Name, neues Geburtsdatum, neue Registrierung, neue Akte – alles ganz einfach. Der Pass ging ja leider ohnehin auf der Reise “verloren”.

So kann dieses Spiel jahrelang laufen.

Und so entsteht der Eindruck, dass der deutsche Staat sich regelrecht vorführen lässt. Die Behörden wissen das. Es ärgert sie, weil sie spüren, wie ihnen die Kontrolle entgleitet. Mit jedem Verschwundenen verlieren sie den Überblick darüber, wer sich wo aufhält, wovon diese Menschen leben und in welchen Strukturen sie unterwegs sind. Verschwunden heißt nämlich nicht weg, sondern nur unter dem Radar. Viele leben weiter im Land, oft in Großstädten, bei Bekannten, in Netzwerken, die sich jeder Kontrolle entziehen.

Die große Fehlannahme

Zwar sind die Leistungen am alten Aufenthaltsort gestrichen, doch am neuen fließt das Geld wieder. Doch nur im harmlosesten Fall geht es hier um Sozialbetrug; die Untergetauchten rutschen tiefer in die Illegalität – oder führen ohnehin ganze andere Dinge im Schilde, entweder als Kriminelle, Islamisten, Terroristen. Der Staat hat keine Ahnung.

Man setzte naiv darauf, dass sich Asylanten so regelkonform und kooperativ wie der sprichwörtliche deutsche Michel verhalten würden: alles ordentlich machen, Vorschriften befolgen, sich brav anmelden, Entscheidungen abwarten, Bescheide akzeptieren. Eben staatsgläubig und behördengefügig. Diese Erwartung war naiv. Und genau das macht vielen Deutschen Angst. Die Tatsache, dass niemand mehr wirklich den Überblick hat. Der Staatszirkus weiß nicht, wo seine entlaufenen Tiger sind.


1 Kommentar:

  1. Und die grösste Sorge dieses linksgrünversifften Drecksstaates ist es doch, dass die Goldstücke keine Asylleistungen mehr bekommen. Dem indigenen Bürger immer mehr drangsalieren, damit Ahmed und Mohamett hier ein gutes Leben führen können. Ich könnte kotzen.

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