Samstag, 31. Dezember 2016

Von Anschlägen und Statistiken

von Thomas Heck...

Zum Jahresende 2016, dem Jahr, in dem gefühlt der Terror in Deutschland endgültig ankam, versuchen die Politiker in ihren Ansprachen, flankierend durch die Medien, die Gefahr zu verharmlosen und herunterzuspielen. Risikowissenschaftler unterstützen mit kruden Thesen den unsäglichen Versuch Kanzlerin Merkels, von ihren eklatanten Versagen abzulenken.

Kanzlerin Merkel hat fertig...

So führte heute morgen auf RadioEins ein Risikowissenschaftler aus, dass nach den Anschlägen von 911 es viele Amerikaner vermeiden würden, Flugzeuge zu besteigen.  Dass diese nun verstärkt auf ihr Auto ausweichen, steigt nun deren Sterblichkeitsrisiko aufgrund der höhen Unfallwahrscheinlichkeit des Individualverkehrs verglichen mit dem Flugzeug.

Kann man so denken und man sollte sich auch nicht verrückt machen lassen. Doch für die Opfer des Anschlags vom Weihnachtsmarkt, die 12 Getötet und die Dutzende Schwerstverletzten, die noch heute in Berliner Krankenhäusern ums Überleben kämpfen, sind solche Vergleiche ein Schlag ins Gesicht. Von der Schäbigkeit des Versuchs Kanzlerin Merkel, sich aus der Verantwortung zu stehlen zu schweigen.

Sollte ich also nächstes Jahr Opfer eines Anschlages werden, bleibt mir hoffentlich die Zeit, meinen Taschenrechner zu zücken, um mit Freuden zu berechnen, dass die Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses mit vermutlicher Todesfolge für mich  geringer sein wird, als 6 Richtige im Lotto zu haben. Wenn mir dann noch die Zeit bleibt, meinen Glühwein auszutrinken, bin ich nicht umsonst gestorben, obwohl ich lieber die 6 Richtige gehabt hätte.

Und so lausche ich nachher der Silvesteransprache "meiner" Kanzlerin, um mich vor Freude darüber zu betrinken. Weil anders ist das alles nicht mehr zu ertragen.

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