Freitag, 7. November 2025

Fake-Karte für Pro-Pali-Propaganda - Geschichtsstunde

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Heute Mittag hatte ich ein Posting von X auf dem Tablett, das eine Karte zeigt.
Meine Reaktion war wie ein Meme: Erstmal einige Sekunden ungläubig darauf glotzen. Weil ich nicht glauben konnte, dass das tatsächlich so verbreitet wird. Dann schallend lachen.

Da hat es mich gerissen, die Spielmannslaune bahnte sich ihren Weg. Eigentlich wollte ich nur ein Posting dazu erstellen. Aber mein innerer Monk musste es abgleichen.
Denn ich habe ja u.a. auch Kartenkunde unterrichtet und ein Faible für Geschichte. Außerdem ist Freitag, da kann ich mir den Spaß schon mal erlauben.

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Posting der Karte auf X

Eine kurze Recherche hat gezeigt, dass diese Karte tatsächlich häufiger verbreitet wird.
Übrigens in immer schlechterer Qualität, was zeigt, dass einfach einer vom anderen kopiert.

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„Bevor Siedler *unser* Land überfielen“ – gepostet von einem indischen Account.

Palästina 1828?

Zunächst soll die Karte „Palästina“ im Jahr 1828 darstellen.
Die Region wurde aber damals nicht so genannt. Zumindest nicht offiziell. Sie gehörte zum Osmanischen Reich, also dem türkischen Imperium. Und sie unterteilte sich in Verwaltungsbezirke („Vilâyet“), beispielsweise Beirut (heute Libanon) und Sidon. Jerusalem hatte als heilige Stätte einen Sonderstatus („Sancak“).
Wer die Region nach wie vor „Palästina“ nannte, waren eigentlich nur die Europäer.

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Kryptische Beschriftung auf der Karte.

Natürlich habe ich auch versucht, die Beschriftung des Toten Meers zu entziffern. Das ist mir nicht möglich. Die Zeichen „N“ und „Ǝ“ kommen zusammen in keinem Alphabet vor, auch nicht im phönizischen oder Musnad (alt süd-arabisch). KIs geben nur Unfug wider.

Ich denke eher, dass die Karte von einem Grafiker erstellt wurde, der damit „antike Vibes“ reinbringen wollte. Das muss nicht zwangsläufig der sein, der sie beschriftet hat.
Denn dass die Karte nicht 1882 beschriftet wurde, mit einer Serifen-Schrift, noch dazu mit „Karte von Palästina mit palästinensischen Dörfern und Regionen“, auf Englisch… also wer das nicht merkt, der sollte seine Medienkompetenz prüfen. Und sich einen Brustbeutel zulegen. Und Schuhe mit Klettverschluss.

Da hat jemand eine Karte genommen und irgendwo englische Bezeichnungen draufgeklatscht.
Und das dann so grottig falsch, dass ich noch lachen muss, während ich dies tippe.

Lokalisation

Noch viel spannender als die Lokalisation der Orte ist der Kontext.
Gehen wir es kurz durch.

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Die Karte in vermeintlich bester Qualität. Aber immer noch nicht das unauffindbare Original.

Vorab: Die islamische Expansion, also die arabische Kolonialisierung, fand ab den 630er Jahren statt. Die Region wurde etwa um 637 erobert. Der Felsendom und die al-Aqsa Moschee wurden unter dem Kalifen Marwan in den 680ern erbaut.

Auch danach war die Region keineswegs gefestigt arabisch, die Kreuzfahrer und Byzanz - das Oströmische Reich - mischten noch für Jahrhunderte mit.
Der türkische (nicht-arabische) Sultan Selim I. eroberte Jerusalem 1517 von den Mamluken (Ägypten).

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Die wenigstens halbwegs korrekte Karte. Ich habe es optisch etwas angeglichen.

JERUSALEM
Vermutlicher Ursprung des Namens: „yry“ = „Gründung“, „Shalaim = kanaanitischer Gott der Dämmerung. (vergl.: Shalom, Salam)
Bedeutet, die Stadt ist älter als das Judentum, geschweige denn Koran oder „Palästinenser“.

Auf der Karte genannt wird „al Quds“. Das bedeutet aber nur „die Heilige“. Einen tatsächlichen Eigennamen hat Jerusalem im Arabischen nicht.
Im Koran erwähnt wird „al-Aqsa“, was nur so viel wie „der entfernte Ort“ bedeutet. Doch auch das nur einmal, ohne genaue Ortsangaben. Mekka und Medina sind eindeutig identifiziert und benannt, Jerusalem wurde erst durch den Bau des Felsendoms und der Moschee nach Mohammeds Tod durch die arabischen Eroberer als der Ort seiner Himmelsfahrt identifiziert.

Jerusalem wird nicht im Koran erwähnt.

RAMALLAH
arab.: „ram“ = „hoher Ort“, „allah“ = „Allah“
Kreuzfahrer errichteten eine Festung, die nach dem ansässigen Stamm aṭ-Ṭīrah (Tyrah) benannt wurde. Ramallah wurde erst im 16. Jh. gegründet, vor allem durch den Haddad-Clan, eine durch die Osmanen (Türken) dort angesiedelte christliche Großfamilie aus dem Libanon. (Bis heute leben christliche „Palästinenser“ im Westjordanland.)
Heute Hauptstadt Palästinas.

AKKON (engl.: Acre)
Der Name ist so alt, dass er sich nicht mehr sicher herleiten lässt.
Bereits ab spätestens 1500 v. Chr. in ägyptischen Quellen belegt. (Akko, Akka)
Das Alten Testament (Richter 1:31) zeigt, dass die Stadt bereits um 1200 v. Chr. befestigt gewesen sein muss.

HAIFA
Auch der Name Haifa ist so alt, dass er schwer herzuleiten ist. Vermutlich hat es Verbindungen zu „schöne Lage“ oder auch „schöner Hügel“, was sich mit dem erhebenden Berg Karmel decken würde. Der Ursprung ist definitiv kanaanitisch/phönizisch, also älter als das Judentum.
Früheste Siedlungsspuren aus dem 3. Jahrtausend v. Chr.

HEBRON
hebr.: „Chevron“ = „Freund“; nach Abraham, dem „Freund“ Gottes.
Nachgewiesen ab dem 8. Jh. v. Chr.

JENIN (Dschenin)
Wurde bereits von den alten Ägyptern erwähnt.
„Ein Ganim“, hebr. = Gärtenquelle

TULKARM
aram.: „tur karma“ = „Weinberg“
Aramäisch war die Sprache Jesu.
Im 12. Jahrhundert wurden dort Kurden angesiedelt.

QALQILYA
Namensherkunft unklar, evtl. aus dem Kanaanitischen für „runde Hügel“.
Auf der Karte falsch geschrieben, egal in welcher Transkription.

BETHLEHEM
hebr.: „bêt læhæm“, genaue Bedeutung unbekannt. „bêt“ = Brot, vllt „Haus des Brotes“
In den ägyptischen Armana-Briefen ~1400 v. Chr. erstmals erwähnt.

NEGEV
Wüste, bereits in der Kupfersteinzeit besiedelt.
„Negev“ = hebr.: „Süden“, arab.: an-Naqb

GALILÄA
hebr.: „HaGalil“, von „galil ha-gojim“ = „Bezirk der Völker“
Die Region wurde erstmals im 14. Jh. V. Chr. in ägyptischen Quellen belegt und im 8. Jh. V. Chr. erwähnt, damals regiert von den Königen der Dynastie der Omriden des Königreichs Israel.

GAZA
Gaza wurde von den Philistern gegründet.
Um die Zeit der sog. Seevölker 1200 v. Chr. errichteten die Philister sieben Städte (Gat, Aschdod, etc.). Gaza wurde aber schon früher erwähnt. Auch diese Siedlung ist also älter als das Judentum oder Arabisch.

Die Philister bzw. Seevölker werden, durch DNA nachgewiesen, im griechischen Raum verortet. Das würde zeitlich mit dem Zusammenbruch der mykenischen und minoischen Kultur zusammenpassen.
Behauptungen, die heutigen arabischen „Palästinenser“ stammten von den Philistern oder Gazanern ab, ist schlicht Schwachsinn.

Nach diesen Philistern, den alten Feinden der Kanaaniter (Vorläufer der Juden, u.a. Goliath in der Bibel) benannten die Römer 135 n. Chr. (Kaiser Hadrian, größte Ausdehnung) die Region nach dem Bar-Kochba-Aufstand in „Palaestina“ um. Genauer in die Provinz „Syria-Palaestina“. („Syria“ von den Assyrern, also ebenfalls Feinden der Kanaaniter/Juden)

Einen arabischen Namen gibt es für Palästina nicht. Im arabischen gibt es kein „P“, weshalb es ersatzweise „Falestin“ genannt wird.

Warum die Palästinenser keinen Namen für Palästina haben
Palästinenser sind eine Ethnie. Sie leben in Palästina. Sie sprechen Palästinensisch. Das ist so zumindest die allgemeine Vorstellung. Dabei haben Palästinenser nicht…
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Hier nochmal zum Vergleich nebeneinander:

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Das beweseits was?

Und das ist, warum ich wirklich und „real live“ schallen lachen musste.
Nicht nur, weil die Orte wüst auf der Karte verteilt wurden. Und teilweise in Jordanien. Worüber die sich freuen werden.

Sondern weil absolut alle Orte und Bezeichnungen, die genannt werden, weit älter sind, als der Koran oder die islamische Expansion bzw. arabische Kolonialisierung. Teilweise so viel älter, dass es noch nicht einmal ein „arabisch“ im heutigen Sinne gab. Teilweise älter als das Judentum.

Die einzige Ausnahme ist Ramallah, das aber erst im späten 16. Jh. Gegründet wurde. Vor allem durch Christen aus dem Libanon.

Mein Vater hat einmal zu mir als damals schon historisch fasziniertem Kind gesagt: „Die römischen Germanen haben in Köln schon Fußbodenheizung gehabt, da haben die Berliner Slaven noch auf Fellen geschlafen.“
Lakonie vererbt sich wohl.
In diesem Sinne: Die Juden haben schon befestigte Städte gebaut, da haben die arabischen Beduinen noch am Lagerfeuer aus Kamelscheiße im Sand gepennt.

Selbst wenn eine solche Karte irgendetwas beweisen könnte: diese Karte beweist höchstens das Gegenteil von dem, was sie vorgibt zu beweisen.

Als Palästinenser wurden alle Menschen bezeichnet, die in der Region lebten. Unabhängig von der Konfession, also auch Juden und christlich Orthodoxe, Drusen, Beduinen, usw. So wie man „Engländer“ oder „Berliner“ sagt.
Erst die PLO hat 1964 festgelegt, dass nur noch muslimische, arabische Bewohner außerhalb Israels so genannt werden sollen.

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Nebenbei erwähnt

Wir verwenden arabische Zahlen. Nachdem Inder die Grundlagen gelegt und Brahmagupta die Null „erfunden“ hat. Ohne sie gäbe es keine Computer.
Ab der Islamischen Expansion wird alles arabisch. Viele Planeten tragen arabische Namen. Noch aus dieser Zeit, in der sie Entdeckt wurden.

Angefangen mit den Heilige Drei Königen Jahrtausende vorher, den „Weisen aus dem Morgenland“ - die vermutlich „Magoi“ (vergl. „Magier“) aus Mesopotamien waren. Deren Schrein heute im Kölner Dom verehrt wird. Und was zur Zeit der Niederschrift des Neuen Testaments offenbar noch eine Bedeutung hatte: die Wiege der Sternkunde und Wissenschaft.

Bagdad (heute Irak) war das weltweite Zentrum des Handels und der Wissenschaft. Weshalb es dort auch eine große jüdische Community gab, ebenso wie in Damaskus (heute Syrien).

Die inzwischen alle vertrieben wurden. Auch sie leben als „Mizrachim“ - als dunkelhäutige, dunkelhaarige Juden mit arabischem sozio-kulturellem Hintergrund - heute in Israel. Und machen dem Vernehmen nach den besten Hummus. (Und über 20% der Israelis sind Muslime. Also eigentlich auch „Palästinenser“.)
Von der Propaganda gerne verschwiegen, weil es dem Bild der europäisch-jüdischen Kolonisatoren widerspricht.

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Impression von Bagdad: Sindbad, 1001 Nacht… das kulturelle Zentrum der Welt. Für Jüngere: Das Spiel Assassin’s Creed Mirage zeigt die konzentrische Anordnung der historischen Stadt.

Dann passierte etwas Dramatisches, was im europäischen Schulunterricht nicht vorkommt.
1258 wurde Bagdad von den Mongolen erobert. Bibliotheken, u.a. das „Haus der Weisheit“, wurden zerstört. Die weltoffene Dynastie der Abbasiden endete, der Kalif wurde hingerichtet.
Die Reaktion darauf war, dass wenn ein Reitervolk die Welthauptstadt so überrennen konnte, man vermutlich nicht gottesfürchtig genug gewesen war.

Mongolische Reiter

In dieser Zeit wuchs al-Ghazali auf, einer der einflussreichsten Theologen und Mystiker des Islam.
Einerseits führte er die Logik des Aristoteles in die Rechtsprechung ein. Andererseits verdammte er Mathematik und Zahlenspiele als Teufelswerk. („Shaitan“, i.e. Widersacher, Gegner = „Satan“, aus dem Zoroastrismus und dem heutigen Iran über das Judentum ins Christentum.)
Was jeglicher Wissenschaft den Boden entzog.

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Abū Hāmid Muhammad ibn Muhammad al-Ghazālī, ca. 1055 bis 1111, Maschhad (heute Iran)

Ab dem 13. Jahrhundert gibt es keinerlei bedeutende wissenschaftliche Erkenntnisse oder Entdeckungen mehr aus dem arabischen Raum. Nichts.

Genau zwei Menschen mit arabischem Hintergrund haben einen Nobelpreis erhalten. Der Ägypter Naguib Mahfouz für Literatur und Ahmed Zewail für Chemie, der mit ägyptischem Hintergrund allerdings die US-Staatsbürgerschaft hat und in den USA lebt und forscht.
Darüber hinaus gab es vier Nobelpreise für Frieden, darunter für Sadat und Arafat. Bei zwei Milliarden Muslimen ansonsten: Schweigen.
Zum Vergleich: 14 Israelis haben einen Nobelpreis erhalten (in einem Land kleiner als Baden-Württemberg und erst ab 1948 existent) und 221 Menschen mit jüdischer Abstammung.

Um die arabische Welt verstehen zu können, muss man verstehen, wie sehr unsere Kultur – bis nach China und Japan – empirisch, wissenschaftlich und logisch geprägt ist. Und dass diese Logik in der arabischen Welt, in dem sozio-kulturellen Hintergrund und der Erziehung, eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Es gibt inzwischen viele Studien und Untersuchungen dazu, dass Migranten aus dem arabischen Kulturraum hohe Hürden haben, weil die Werte, die ihnen vermittelt wurden, in unseren Gesellschaften wenig zählen. Aber umgekehrt unsere „Leistungsgesellschaften“ wenig verstanden werden.

Ich halte das für wichtig mitzudenken, wenn man eine solche Propaganda, wie bei dieser Karte, sieht.
Das ist es, worauf sie sich vor allem stützt. Wollen, Wünschen und was der Koran (angeblich) sagt ist zumeist wichtiger, als Archäologie, historische Forschung oder… na ja, Karten.

…ich weiß, dem hätte ich einen ganzen Beitrag widmen sollen. Vielleicht mache ich das auch noch.
Ich wollte es nur anmerken. Weil Karten und Luftbilder „mein Baby“ sind.


Erschienen auf steady.page


Donnerstag, 6. November 2025

New Yorks neuer Bürgermeister Mamdani: Radikaler Islamismus und Sozialismus in Personalunion

von Theo-Paul Löwengrub

Die Islamisierung der größten Stadt der USA kann beginnen: Der linke Muslim und neugewählte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani (M.)



Bei der Bürgermeisterwahl in New York City haben sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Der sich selbst als „demokratischer Sozialist“ bezeichnende Moslem Zohran Mamdani fuhr tatsächlich den Sieg ein. Sein Wahlprogramm ist ein einziger Katalog zigfacher weltweit tragisch gescheiterter gescheiterter sozialistischer Alpträume, die auch in Amerikas bevölkerungsreichster Stadt ihre “Wirkung” nicht verfehlen werden und drohen, New York in den desolaten Shithole-Zustand der 1970er und 1980er Jahre zurückzuversetzen, aus dem es erst durch die Privatisierungen und Law-and-Order-Direktiven der Bürgermeister David Dinkins und vor allem Rudi Giuliani befreit werden konnte. Mamdani dreht nun die Uhren wieder zurück: Unter anderem versprach er kostenlose Stadtbusse, kostenlose Kinderbetreuung, eine Mietpreisbremse für mietpreisgebundene Wohnungen und staatlich betriebene Supermärkte – alles natürlich finanziert durch Steuererhöhungen für “Reiche”. Zudem ist Mamdani glühender Antisemit und Israel-Hasser – und ausgerechnet er wird nun eine Stadt regieren, in der 1,6 Millionen Juden leben und die das Finanzzentrum der USA ist. „Ein Bürgermeister, der unsere Existenz infrage stellt – das ist beängstigend“, sagte ein jüdisches Gemeindemitglied. Der Rabbiner Elliot Cosgrove bezeichnete Mamdani gar als „Gefahr für die Sicherheit der jüdischen Gemeinschaft in New York“.

Wie berechtigt diese Ängste sind, hatte Mamdani im Wahlkampf immer wieder bestätigt: So weigerte er sich etwa, die Parole „Globalisiert die Intifada“ zu verurteilen, und erklärte stattdessen lediglich, den Spruch nicht mehr “für sich selbst zu verwenden“. Er kündigte zudem an, er werde Israel nicht als „jüdischen Staat“ anerkennen, sondern als „Staat mit gleichen Rechten“, und den vom derzeitigen Bürgermeister eingerichteten Rat zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Israel aufzulösen (!). Für dieses sozialistische Islam-U-Boot gilt dasselbe wie auch für die zahlreichen Fälle muslimischer Amtsträger und Kommunalchefs in Europa: “Zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist.” So zählen zu Mamdanis glühenden Fans und Unterstützern unter anderem das radikal-islamische „Unity and Justice Fund political action committee“, von dem er allein 120.000 Dollar an Spenden erhielt – und natürlich darf auch der unsägliche Milliardär George Soros nicht fehlen, dessen Stiftungsmoloch rund 40 Millionen Dollar über allerlei Schleichwege und Tarnorganisationen in Mamdanis Kampagne schleuste.

Auf Du und Du mit Hamas-Unterstützern und radikalen Imamen

Vor zwei Wochen erst hatte der nun siegreiche Kandidat vor der Islamischen Kulturzentrale im Stadtteil Bronx gejammert, seine Tante habe sich nach dem 11. September 2001 nicht mehr getraut, die U-Bahn zu nehmen, „weil sie sich mit ihrem Hijab nicht sicher fühlte“ – als ob ausgerechnet das der tragischste Aspekt der von seinen eigenen radikalen Glaubensbrüdern durchgeführten Terroranschläge gewesen wäre, über dessen 3.000 Opfer er bezeichnenderweise kein einziges Wort verlor. Es ist immer das gleiche Gejammer und Suhlen in der Opferrolle, das man auch hierzulande von Muslimen kennt – und das unter diesem Bürgermeister bald nun auch im “Melting-Pot” des Big Apple, einem der wenigen funktionierenden Multi-Kulti-Weltstädte der Erde, tonangebend werden dürfte: „Ich werde nicht ändern, wer ich bin, was ich esse oder den Glauben, den ich stolz als meinen eigenen bezeichne. Aber eines werde ich ändern: Ich werde mich nicht länger in den Schatten suchen. Ich werde mich im Licht finden“, schwafelte Mamdani im Wahlkampf kryptisch und klang dabei selbst schon fast wie ein verhinderter Selbstmordattentäter.

Die wahre Agenda dieses verblendeten Tribunen ist selbst für informierte politische Beobachter in New York ein Rätsel: Wird er eher eine radikalsozialistische Enteignungs- und Umverteilungspolitik vertreten – oder lässt er im Amt die Masken fallen und treibt die Islamisierung voran? Es deutet vieles darauf hin, dass die größere von ihm ausgehende Gefahr sein fanatischer Glaube ist. 2017 veröffentlichte er unter dem Künstlernamen “Mr. Cardamon” einen Rap-Song mit dem Titel “Salaam”, in dem er die Direktoren der Holy Land Foundation lobte – eine Organisation, die bereits 2008 in den USA wegen der Terrorfinanzierung der Hamas im Wert von mehr als 12 Millionen Dollar (!) verurteilt wurde. Zudem traf sich Mamdani wiederholt mit radikalen Imamen. So oder so: Was immer er im Schilde führt, ist komplett unamerikanisch und antifreiheitlich, und dass das so liberale und weltoffene New York nun allen Ernstes diesen in der Wolle gefärbten Sozialisten und Judenhasser zum Bürgermeister gewählt hat, ist mehr als verstörend . Wie sich diese Wahl auf die Finanzmärkte und das Klima in der Stadt auswirken wird, ist noch gar nicht absehbar. So nüchtern wie bitter muss jedoch konstatiert werden, dass die fatale Allianz aus Sozialismus und Islam, die West- und Mitteleuropa bereits weitgehend zerstört hat, nun auch in der wichtigsten Metropole der USA angekommen ist.


Dienstag, 4. November 2025

Als den Terroristen der Pager im Schritt explodierte - Operation Apollo...

von Thomas Heck...

War es Karma, war es Gott oder war es der Mossad? Der Hizbollah sind am 17. September 2024 alle Pager explodiert. 3.000 verletzte Terroristen, 39 starben. In Syrien wurden 19 Soldaten der iranischen Revolutionsgarden getötet, viele wurden verletzt. 

Es könnte aber auch eine geniale Geheimdienstoperation gewesen sein, bei der die Bestellung und Lieferung von Pagern abgefangen, die Pager manipuliert und unbemerkt an die Hizbollah ausgeliefert wurden.

Wie wir heute wissen war es eine brillante Operation des Mossad, der den Nahen Osten nachhaltig verändert hat. Und die Bilder wirken bis heute nach. Nie wieder wird ein Terrorist an sein Handy, seinen Pager und an sein Walkie Talkie gehen, ohne an diesen denkwürdigen Tag im September 2024 erinnert zu werden. Wie jagt man Terroristen Todesangst ein? Genau so...













Am ersten Tag waren Pager dran, am Tag 2, also am 18. September 2024 ging es mit anderen Geräten weiter: Smartphones, Walkie-Talkies, Autoradios, Funk-Scanner, Solar-Anlagen, Batterien und anderes Equipment wie z.B. elektonische Schlösser. Terroristen mussten sich warm anziehen. Es war Zeit für Vergeltung. Am Ende konnte vielen nicht mal mehr popeln.









Eine Doku in der ZDF-Mediathek beschreibt die Vorgänge und die Vorgeschichte für Verhältnisse des antisemitischen öffentlich-rechtlichen Dreckssenders ZDF ziemlich neutral und ungewöhnlich gut. Es lohnt sich, da mal reinzuschauen. Sie finden alle drei Teile hier verlinkt.


Operation Apollo Teil 1

Operation Apollo Teil 2

Operation Apollo Teil 3


Montag, 3. November 2025

Rücktritt: Israels Militärstaatsanwältin gesteht Video-Leak...

von Matthias Nikolaidis

In Israel ist ein Skandal mit einem Knall aufgeflogen: Die Militärstaatsanwältin höchstpersönlich hatte ein Video geleakt, das den Ruf der IDF beflecken sollte. Jifat Tomer-Jeruschalmi wurde erst suspendiert und trat dann zurück. Sie erscheint nun als Teil eines Netzwerks, das den Interessen des Landes schaden will.


Ein Skandal erschüttert Israel, von dem die Welt bisher eher indirekt betroffen war. Indirekt, aber betroffen war sie eben doch. Der vorläufige Endpunkt der Geschichte ist das definitive Ausscheiden der militärischen Generalstaatsanwältin Jifat Tomer-Jeruschalmi aus dem Amt. Zuvor hatte Verteidigungsminister Israel Katz die Militär-Staatsanwältin suspendiert, da Ermittlungen gegen sie eingeleitet worden waren. Dabei ging es um Tomers Rolle bei der Veröffentlichung eines Videos, das Soldaten der israelischen Verteidigungskräfte (IDF) im Gefängnis Sde Teiman zeigte. Das Video war im August 2024 an die Öffentlichkeit gelangt und hatte so die Sde-Teiman-Affäre ausgelöst.

Angeblich zeigte es mit letzter Sicherheit, was einige – auch in westlichen Medien – ohnehin behaupten: Israelische Gefängnisse seien Folterkammern für die palästinensischen Gefangenen. Das schrieb etwa der britische, stabil links-wokistische Guardian bald darauf in einem Bericht, der die Vorwürfe ausweitete, wenn auch ausschließlich gestützt auf die Berichte von ehemaligen Häftlingen.

Die gingen so weit, dass Häftlinge sogar „zu Tode geprügelt“ worden seien in Gefängnissen wie Ketziot oder eben Sde Teiman, in denen nachweisliche und mutmaßliche Terroristen und Hamas-Mitglieder interniert sind. Eine Ausstülpung der berüchtigten Paliwood-Inszenierungen ist nicht undenkbar. Unabhängige Belege fehlten. Trotzdem stürzten sich Medien, die UN, NGOs und andere begierig auf die neuen „Fakten“. Umgehend fand der Fall auch seinen Weg an die Universitäten, wo er für Anti-Israel-Boykottaufrufe und allgemein in den antisemitischen Campuskriegen genutzt wurde. Oder war das Ganze doch Desinformation?

Ausgelöst worden war diese Suche nach Schuldigen in der israelischen Armee durch das besagte – vermutlich manipulierte – Video. Es zeigt, kurz gesagt, wie Uniformierte mit ihren Schilden eine Sichtbarriere bilden, hinter der ein Häftling an die Wand gestellt wird. Im folgenden treten mehrere Uniformierte hinter die Schildbarriere, vollziehen unklare Handlungen. Das Video wurde umgehend als die Vergewaltigung eines Gefangenen präsentiert.

Immer verdächtiger: die Rolle der Militär-Staatsanwältin

Fünf Reservisten wurden festgenommen, Ermittlungen begannen. Am Ende wurden sie jedoch nicht wegen Vergewaltigung, sondern wegen anderer Vorwürfe schuldig gesprochen, die freilich nicht in extenso veröffentlicht werden. Hatten sie trotz der Entlastung von einer sexuellen Missbrauchshandlung Rache für das Attentat vom 7. Oktober genommen? Das bleibt unklar. Eine gewisse Härte im Umgang mit hartgesottenen, blutdurstigen Terroristen wäre allerdings verständlich – wenn auch nicht für Zeitungen wie den Guardian. In dieselbe Kategorie gehören Blätter wie die Zeit, die mit Hingabe Hamas-Aussagen zitieren, in großer Schein-Objektivität.

Immer verdächtiger wurde indessen die Rolle der Militärstaatsanwältin Tomer-Jeruschalmi. Denn die weigerte sich solange, wegen des durchgestochenen Videos zu ermitteln, bis der Verdacht auf sie selbst fiel. Das ist in der Tat eine drehbuchreife Wendung des Geschehens.

Der Militärkorrespondent der Radiostation GLZ, Doron Kadosh, zitiert aus Quellen, die mit den Ermittlungen vertraut sind: Die Polizei verfüge über Belege, laut denen „die Generalstaatsanwältin der Streitkräfte, Generalmajor Jifat Tomer-Jeruschalmi, aktiv an der Weitergabe von Material im Zusammenhang mit der Affäre beteiligt war“.

Die Generalstaatsanwältin selbst habe den Befehl gegeben, Materialien an die Medien weiterzugeben. Tomer-Jeruschalmi hätte also nicht lediglich kooperiert, damit das Video seinen Weg in die Öffentlichkeit fand, sie war die Impulsgeberin bei dem Unternehmen, das offenbar darauf abzielte, den Ruf der IDF zu beschädigen.

Und nun ist sie also zurückgetreten, was ein Sieg der Gegenseite ist, derer, die die IDF als den Schild der Israelis ansehen und nicht als eine zu bekämpfenden Foltertruppe. Und Tomer-Jeruschalmi hat in ihrem Rücktrittsschreiben zugegeben, dass sie das Video selbst veröffentlichte, angeblich „um der falschen Propaganda gegen die militärischen Strafverfolgungsbehörden entgegenzuwirken“. Es ging ihr also nur um sich selbst, um ihr eigenes Amt, von dem sie offenbar jeden Makel abwehren wollte. Das Hemd war ihr allemal näher als der Rock.

Es ist dies auch ein Skandal, der sich in ein breiteres Geschehen einreiht. Bekanntlich ist Benjamin Netanjahu seit geraumer Zeit ins Visier der israelischen Judikative geraten. Seit 2016 wurde er in den verschiedensten Angelegenheiten angeklagt, anscheinend nur um seinen Anspruch auf das Premierministeramt in Frage zu stellen. Später formierten sich Proteste gegen den Premier, der versucht habe, auf Umwegen, durch Mittelsmänner in die Ermittlungen gegen sich selbst einzugreifen. „Macht korrumpiert“, steht als Devise hinter solchen Narrativen, und das ist nicht auszuschließen. Aber solche Schauprozesse richten sich in diesen Jahren zumeist nur gegen rechte Politiker.

Wokisierte Justiz, tiefer Staat – alles irgendwie eins

Man kann nun das Kleine mit dem Großen vergleichen und sehen, dass in beiden Fällen die Justiz in politische Schaurennen geschickt wird, ganz abseits vom realen juristischen Wert jeder der Ermittlungen. Indem Ermittlungen und Prozesse eingeleitet werden, transportiert sich zumindest für einen Teil der Öffentlichkeit der Eindruck, dass eine Person oder eine Gruppe schuldig sei.

Und genau das geschah auch im Falle der israelischen Verteidigungskräfte und des Videos vom Sommer 2024. Obwohl man darin nicht wirklich erkennen konnte, was die Uniformierten hinter den Schilden taten, diente das Video dem hysterisierten Teil der Öffentlichkeit dazu, die längst bekannten Anwürfe der Hamas-Terroristen von neuem auszubreiten.

Es waren eigentlich nicht mehr als Vorwürfe ohne Beweiskraft. Das Video schien das zu ändern. Und so war es ein sehr beachtliches Instrument der Gegner von Benjamin Netanjahu, zu denen offenbar auch die nun ehemalige Generalstaatsanwältin der Streitkräfte gehörte. Man kann das nun wokisierte Justiz nennen oder tiefen Staat. Irgendetwas dazwischen. Das scheint heute alles irgendwie eins.

Tomer-Jeruschalmi hatte übrigens auch so ihre Probleme damit, wirklich alle Hamas-Terroristen als Feinde Israels zu behandeln. Einige der Schlächter vom 7. Oktober seien nämlich durchaus als „Bürger Israels“ zu betrachten und deshalb schon keine Kombattanten. Sie durften deswegen nicht von den Streitkräften attackiert werden, wie die Nachrichtenagentur JNS berichtet.

Das war und ist bitter für einige der Opfer vom 7. Oktober 2023. Verteidigungsminister Katz hatte schon angekündigt, dass Tomer-Jeruschalmi nicht ins Amt zurückkehren könne. Katz wolle nicht dulden, dass israelische Soldaten verleumdet würden. Später trat Tomer zurück und übernahm offiziell die Verantwortung für die Video-Leckage. Fall geschlossen.

Damit war aber das Drehbuch noch nicht zu Ende: Nach ihrem Rücktritt am Sonntag ging die Ex-Staatsanwältin Tomer verloren. Ihr verlassenes Auto wurde angeblich am Hatzuk-Strand bei Tel Aviv gesichtet. Tomer war über mehrere Stunden nicht zu erreichen. Sorgenvolle Spekulationen wurden angestellt, gar um ihr Leben gefürchtet. Am Sonntagabend wurde bekannt, dass sie am Leben und wohlauf sei. Glückliches Ende einer Tragikomödie: Ende gut, alles gut. Das israelische Deep-State-Justizsystem hat mit dem Rücktritt Tomers erste Risse bekommen.


Friedrich Merz wiederholt das Gastarbeiter-Märchen in der Türkei

von Stefan Müller

Ein paar Geschichtslügen vom Lügenkanzler als Gastgeschenk: Merz zu Besuch bei Erdogan in Ankara (mit Ehefrauen)



Nachdem kürzlich Bundesaußenminister Johann Wadepuhl den türkischen Gastarbeiter für den angeblichen Wiederaufbau Deutschlands dankte, wiederholte nun auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der diese Woche dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara seine Aufwartung machte, das Märchen, dass die Türken einen Beitrag zum Wirtschaftswunder geleistet hätten. Prompt verbreitete die deutsche Botschafterin in der Türkei auf Ihrem X-Account auf Türkisch diese kontrafaktische Erzählung (nachfolgend die deutsche Übersetzung): “Heute, am 64. Jahrestag des Arbeitsabkommens, erinnerte Kanzler Merz an die erfolgreichen Beiträge türkisch-deutscher Familien. Ohne sie wäre das deutsche Wirtschaftswunder nicht möglich gewesen.”

Solche völlig faktenfreien Märchen werden mittlerweile sogar in Mainstream-Medien wie der “Welt” widerlegt; in seinem lesenswerten Beitrag “Mit türkischen Gastarbeitern hat das deutsche Wirtschaftswunder nichts zu tun” vom vergangenen Mittwoch verweist dort Sven-Felix Kellerhof unter Berufung auf amtliche Dokumente darauf, dass die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer in Westdeutschland von 0,4 Prozent im Jahr 1954 auf 3,1 Prozent zum 30. Juni 1962 zugenommen hatte – womit in dieser Hochphase des Wirtschaftswunders (mit jährlichen BIP-Zuwachsraten zwischen fünf und elf Prozent!) also 99,6 bis 96,9 Prozent der Beschäftigten aus Deutschland stammten. Von den übrigen waren zum Stichtag 30. Juni 1962 genau 265.978 aus Italien gekommen – dem Land, mit dem Deutschland 1955 das erste „Anwerbeabkommen“ geschlossen hatte –, weitere 87.327 aus Spanien, 69.146 aus Griechenland, 47.427 aus Österreich… aber gerade einmal 15.318 aus der Türkei. Der Wiederaufbau war damals längst abgeschlossen. Doch es sollten noch bald viel mehr Türken werden, die sich nach Deutschland aufmachten.

Das große Tabu

Ein Jahrzehnt später titelte der “Spiegel” in seiner Ausgabe 31/1973 “Ghettos in Deutschland – eine Millionen Türken”, und verwies in dem Artikel “Die Türken kommen – rette sich wer kann” (heute wäre diese Schlagzeile “gesichert rechtsextrem” und “rassistisch”!) darauf, wie groß damals der Andrang von Türken auf einen Arbeitsplatz in Deutschland war. Auf einen Platz als Gastarbeiter bewarben sich damals viermal so viele Türken, wie dann schließlich kommen durften. Ein deutscher Arbeitsvertrag war so wertvoll wie ein Lottogewinn. Wörtlich hieß es in dem “Spiegel“-Artikel: “Fast eine Million Türken leben in der Bundesrepublik, 1,2 Millionen warten zu Hause auf die Einreise. Der Andrang vom Bosporus verschärft eine Krise, die in den von Ausländern überlaufenen Ballungszentren schon Lange schwelt. … Gleichwohl erhellt der Türken-Andrang die Misere in bisher nie dagewesener Schärfe. Kein anderes Herkunftsland hat so viele Analphabeten (Uno-Schätzung: 54 Prozent). Für keine ethnische Gruppe ist die Kluft zwischen urtümlichen Lebensbedingungen zu Hause und entwickelter Industrie-Gesellschaft so tief wie für die Frauen und Männer Kleinasiens.”

Das ganz große Tabu beim Thema türkische Gastarbeiter ist allerdings die Vorgeschichte des entsprechenden “Anwerbeabkommens”: Dies wurde gegen den Willen Deutschlands (!) aufgrund von politischem Drucks der Türkei und dem NATO-Bündnispartner USA abgeschlossen. Vor allem ging es der türkischen Regierung darum, arbeits- und perspektivlose Personen aus strukturschwachen und unterentwickelten Regionen des Landes “loszuwerden“ und ins Ausland umzusiedeln, um die Türkei so innenpolitisch zu stabilisieren und so der NATO als zuverlässiger Bündnispartner erhalten zu bleiben. Folgerichtig wurde das entsprechende Abkommen auch nicht vom Bundesarbeits-, sondern vom Bundesaußenministerium (!) abgeschlossen.

Dreiste Geschichtsklitterung

Hieran erinnert auch Malte Fischer in der “Neuen Zürcher Zeitung”, der schreibt: “Dass Deutschland damit begann, Gastarbeiter aus der Türkei anzuwerben, war nicht zuletzt auf den Druck aus den USA zurückzuführen. Amerika betrachtete die Türkei, die damals schon Mitglied der Nato war, aufgrund ihrer geografischen Lage als strategisch wichtiges Bollwerk gegen die Expansionsbestrebungen der Sowjetunion. Anfang der 1960er Jahre befand sich die Türkei nach einem Militärputsch in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Massenarbeitslosigkeit und die Unzufriedenheit der Bevölkerung bedrohten die politische Stabilität des Landes. Daher übten die USA und die türkische Regierung Druck auf die deutsche Regierung aus, damit sie Arbeitskräfte aus der Türkei als Gastarbeiter nach Deutschland holt. Die Idee dahinter: Deutschland sollte den Arbeitsmarkt in der Türkei entlasten und den türkischen Gastarbeitern eine Qualifikation vermitteln, die sie in die Lage versetzte, nach einer späteren Rückkehr in die Türkei ihr Heimatland wirtschaftlich voranzubringen.”

In diesem Ansage!-Beitrag des Autors finden sich weitere Verweise auf Mainstream-Berichte, welche ebenfalls den politischen Druck der Türkei und USA belegen. Die Äußerungen des Bundeskanzlers sind eine dreiste Geschichtsklitterung und historische Lüge, die die Vorgeschichte dieser ersten großen Massenmigration in der Geschichte der Bundesrepublik (die in ihrer Tragweite natürlich weder quantitativ noch von den fatalen Auswirkungen her auch nur ansatzweise an die von Angela Merkel zu verantwortende Masseneinwanderung heranreicht) unseriös verklären und einen falschen Mythos verfestigen.