von Erik Kothny

…und Kritik daran ist hierzulande dann “antimuslimischer Rassismus”: Barbarische Schächtung eines Rindes ohne Betäubung zum Opferfest
Ob der Oberbürgermeister von Hagen, Dennis Rehbein (wie jede Menge sonstiger deutscher Politiker auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene) oder Seine Hoheit, der Präsident des Asiatischen Fechtverbandes, Sultan Salem Bin Sultan Al Qasimi: Sie alle wünschen ihren Schutzbefohlenen ein gesegnetes Opferfest. Für Laien klärt die KI auf, in diesem Falle ChatGPT: “Eid al-Adha ist eines der wichtigsten Feste im Islam. Es wird auch ‚Opferfest‘ genannt und erinnert an die Bereitschaft des Propheten Ibrahim (Abraham), Gott seinen Sohn zu opfern. Nach islamischer Überlieferung ersetzte Gott das Opfer jedoch durch ein Tier. Für viele Muslime steht das Fest für: Glauben, Dankbarkeit, Großzügigkeit und Gemeinschaft.“ So weit, so gut. Doch was hat dies nun mit einer deutschen Kleinstadt oder dem asiatischen Fechtverband zu tun?
Werfen wir einen Blick auf die Hauptakteure dieses Festes: Die Opfertiere. Der 2000 verstorbene Facharzt für Chirurgie Werner Hartinger hat das Leid, das diesen alljährlich wegen dieses auch in Deutschland gefeierten und beklatschten Anlasses millionenfach widerfährt, eindringlich in einem Text beschrieben, der sich überaus grausam liest und manchen Leser verstören könnte, aber die schonungslose, hier mit buchstäblich chirurgischer Präzision beschriebene Wahrheit um dieses “Opferfest” mit seinen Ritualen beinhaltet, die zu aufgeklärt-modernen und erst recht westlichen Wertestandards absolut nicht passen. Nachfolgend Hartingers Ausführungen – ungeschönt.
Schmerzhaftes und angstvolles Ausbluten bei vollem Bewusstsein
Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemströmungen und Kreislaufreaktionen führt. Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben… Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte Sympathische Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt.
Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfell-Hochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, sodass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt. Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt.
Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die Gefäßenden der vorderen Halsarterien, sodass regelmäßig nachgeschnitten werden muss. Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können. Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, sodass keine Bewusstlosigkeit eintritt.
Hängt man dann entsprechend den “Vorschriften” das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, dass der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewusstsein. Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und musste durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet werden.
Soweit Hartungs penible Beschreibung der Abläufe beim Schächten. Übrigens: Auf eine eigene bildliche Darstellung dieses Rituals möchte ich diesmal wohlweislich verzichten, um Staatsanwalt Florian Weinzierl aus München nicht nochmals einen Grund zu geben, mich wegen „Gewaltdarstellung“ anzuklagen (Amtsgericht München AZ.: 850 Cs 112 Js 157749/17). Das obige Beitragsbild stammt aus einer offiziellen, frei zugänglichen Fotoagentur.
Also dann: Engarde… und Happy Eid al-Adha!
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