Auftritt der geneigten Expertin
Zu erwarten war also, dass die unbestechlichen Zahlen in der Sendung relativiert und alle nicht ins Narrativ passenden alarmierenden Statistiken weggelassen würden. Das ist Hayali und der Redaktion, das muss man sagen, hervorragend gelungen – um den Preis, dass hier wieder einmal der Zuschauer eklatant desinformiert wird.
Die Hälfte der Menschen hat abends Angst im öffentlichen Raum, das räumt man im Film ein. Nun gilt es, die Angst als unbegründet darzustellen. Dazu wird der für jede Doku obligatorische Experte gefragt, der das alles zufällig ganz genau so sieht wie Frau Hayali. Hier ist er weiblich, heißt Julia Ebner und wirkt an der Universität Oxford. Bekannt ist sie für unterkomplexe Feststellungen wie die, der Erfolg der AfD sei auf digitale Trollfabriken zurückzuführen (und nicht etwa auf Fehler und Versäumnisse der etablierten Parteien), lebt also in der Blase des Juste Milieu. Sie sagt: Digitale Medien „heizen eine sehr emotionale Debatte weiter auf, teilweise werden verzerrte Statistiken geteilt“.
Dr. Julia Ebner, die Expertin aus Oxford, sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und Messerkriminalität.
Die Kriminalität steige, aber Ebner suggeriert, es gebe vielleicht nur mehr Anzeigen. Gut, da sei ein klar messbarer Anstieg bei der Messerkriminalität, aber einen Zusammenhang mit Migration „weisen diverse Studien zurück“. Korrelation, aber keine Kausalität, man kennt es. Hayali weiß auch gleich die wahren Ursachen zu benennen, wozu Ebner nickt: prekäres Umfeld, Bildungsferne, wenig Geld, Traumata, Fluchterfahrung. „Messerstecher Uwe“ hingegen zückt die Stichwaffe ganz ohne Fluchterfahrung.
Frau Hayali wird scheinbar selbstkritisch
Nun geht es um die Medien, die unter dem Druck, 24/7 Content zu liefern, eine Neigung entwickelten, Dinge aufzublasen und zu „sensationalisieren“. Hayali: „Das muss man einfach mal selbstkritisch einräumen … Wenn der Täter ein Mensch mit Migrationsgeschichte oder ein Geflüchteter ist, sehen wir ja, dass da zwei, drei, vier, fünf Tage berichtet wird, oder überhaupt berichtet wird – und ist der Täter ein Nicht-Mensch mit Migrationsgeschichte, dann isses nach einem Tag im Grunde auch aus den Medien verschwunden.“
Das belege auch eine „wissenschaftliche Studie“. Die PKS liste „rund 33 Prozent ausländische Tatverdächtige auf, in Printmedien und TV liegt der Wert bei über 80 Prozent.“ Was, selbst wenn das stimmen sollte, daran liegen könnte, dass Urkundenfälschungen weniger spektakulär sind als Gewaltkriminalität, Sexualstraftaten oder Raub, Delikte, bei denen Ausländer laut PKS deutlich überrepräsentiert sind. Zudem lässt Hayali hier die Tatsache weg, dass gerade die öffentlich-rechtlichen Medien immer wieder zur Vertuschung neigen, wenn es um Migrantenkriminalität geht. Die „Selbstkritik“, die Hayali hier übt, bezieht sich auf ein Verhalten, das nicht geübt wird, schon gar nicht von ihr, im Gegenteil.
Zweifellos ist es schlimm genug, wenn es einheimische Kriminelle gibt, daher sollte man tunlichst nicht noch solche importieren, die in der PKS deutlich überrepräsentiert wird. Ausländer sind bei Gewaltdelikten deutlich häufiger tatverdächtig als Deutsche. Jeder zweite Räuber in Deutschland ist Ausländer. Fast jeder zweite Mörder in Deutschland ist Ausländer. Ausländer begehen vier Mal häufiger Gewaltstraftaten als Deutsche. Das ist die bittere Wahrheit, auch wenn man sie, wie zuletzt Nancy Faeser, mit einem Lächeln verkündet.
Ganz schlimm: Junggesellenabschiede!
Das spielt bei „Am Puls“ keine Rolle. Es gehe mehr um Emotion, sagt die Expertin: „Wenn’s da um eine Fremdgruppe geht, vor der man eventuell schon Angst hat, die vielleicht systematisch auch dämonisiert wird, dann erzeugt das enorm viel mehr Wut, Angst, Empörung.“ Alltagserfahrungen machen die Menschen offenbar nicht, die vor einer Gruppe von vier Japanern überhaupt kein Unsicherheitsgefühl verspüren, bei einer Gruppe von Arabern hingegen schon, was nicht einer „Dämonisierung“ geschuldet ist, sondern handfesten Erfahrungen und dem Auftreten solcher Männer selbst.
Sagten wir Männer? „Zwei Drittel aller Frauen fühlen sich nach Zahlen des BKA nachts unsicher – an Bahnhöfen, im Bus und in der Bahn. Das ist ein Riesenproblem“, meint Dunja Hayali. Und dann wird es bizarr: Die ZDF-Frau hat in Köln eine Gruppe junger Frauen gefunden, mit denen sie über sexuelle Übergriffigkeit spricht. Ob denn nur junge Männer aus Du-weißt-schon-woher das Problem seien? Nein, nein, ganz und gar nicht! „Ganz schlimm: Junggesellenabschiede“, sagt eine junge Dame. Und Dorffeste, was da betrunkene Männer so veranstalten… „Welche Männergruppe?“, fragt Hayali? Frau: „Die Altersstufe, würde ich sagen, ab … 50?“
Der (mittel-)alte weiße Mann – gerade, wenn er gesoffen hat – grapscht an Frauen herum, das ist die Botschaft. Und hier die krassere Information: Laut BKA-Statistik waren afghanische Männer im Jahr 2024 bei Vergewaltigungen fast elfmal so häufig tatverdächtig wie deutsche Männer. Jeden Tag gibt es 35 Vergewaltigungen, davon zwei Gruppenvergewaltigungen – ein Phänomen, das in Hayalis Reportage nicht ein einziges Mal Erwähnung findet.
Sexualstraftaten 2024: Migranten, besonders muslimische, sind stark überrepräsentiert.
Was für eine beschissene (und mittlerweile Hayali-übliche) GEZ-Propaganda. Die lügen und betrügen. Und wir müssen diesen Müll auch noch bezahlen. Was für eine grässliche, weil auch antisemitische, Frau.
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