Freitag, 29. August 2025

Deutsche Presseschau

von Rocco Burggraf

Gestern bei Lanz: Graumelierter Schwätzer zwischen Plaudermaster und Groupie Amann



Hamburg: Da saß der George Clooney der Bundespolitik gestern beim quotenträchtigen Stiefeletten-Lanz und vertraute wie immer auf seine spontane Eloquenz; ein mysteriöses “Charisma”, das ihm sein Gegenüber unter beifälligem Nicken der versammelten, feuchtschlüprigen Row Zero des Hauptstadtjournalismus aus unerfindlichen Gründen über Jahre hinweg attestiert hatte. Dass da nun beim – hoffentlich vorerst letzten – Auftritt nichts außer der sattsam bekannten, salbadernden Larmoyanz mit Fremdschämfaktor zu sehen sein würde, war jedem klar, der seine Sinne noch halbwegs beisammen hat. Es götterdämmert jetzt aber offensichtlich auch dem gründurchwucherten Mainstream, der heute Morgen sichtlich Mühe hat, sein Entsetzen über den nackten Kaiser mit dem frischem “Lehrauftrag in Berkeley” so in den Leitartikeln zu verpacken, dass die eigene Borniertheit nicht allzu deutlich wird.

Man reibt sich die Augen: “Stern”, “Zeit”, “Spiegel” und “Frankfurter Allgemeine” überbieten sich mit Distanzierungen zum sinistren Schwätzer und Hochstapler. Einem Typen, der soeben noch als „Person des politischen Lebens“ (der korrekten juristischen Bezeichnung für ‚Ihre Majestät” also) nahezu inhaltsgleiche Bewertungen in sozialen Netzwerken mit Gefängnisstrafen und satten Strafbefehlen sanktionieren ließ. Erich vom Verfassungsschutz der DDR hatte zu seiner öffentlichen Verabschiedung anno 89 immerhin noch Liebesbekundungen für „alle Menschen“ auf den Lippen; der nun vom Wind of Change verwehte, zutiefst beleidigte Robert mit der milliardenschweren ökonomischen Schleifspur und Millionen Opfern seines „politischen Angebots“ brachte nicht mal das zustande.

Zur falschen Zeit am falschen Ort

Dresden: Durch die Gazetten geistert die aufgeschlitzte Nase von John Rudat. Man fragt sich mit der sinnbildlichen Faust im Cortex, warum nach zehn Jahren des grassierenden Gewaltimports ausgerechnet ein Amerikaner kommen musste, um eine der inzwischen 35.000 Messerattentate pro deutschem Jahr ins Licht der medialen in- und ausländischen Medien zu hieven, und nun sogar ein reflexartig erstmal auf freien Fuß gesetzter Beteiligter auf diplomatischen Druck hin doch noch in Untersuchunshaft landete. Die Antwort dürfte nicht jedem klar sein. Neben der Tatsache, dass in den USA der explodierenden migrantischen Gewalt jetzt entschlossen begegnet wird, und sich amerikanische Staatsbürger der Aufmerksamkeit ihrer gewählten Vertreter überall auf der Welt gewiss sein können, ist Rudat schlicht das perfekte Opfer: Er ist fotogen. Er kann sich gewählt ausdrücken. Er hat sich schützend vor eine Frau gestellt.

Diese Story hat ungleich mehr Potential, als wenn eine x-beliebige Kartoffel „mit Männern in Streit gerät“ und irgendwo zusammenbricht. Beispielsweise blutend in Ludwigshafen. Kennt jemand heute noch irgendjemand den Namen des Zwanzigjährigen, der dort 2022 während einer Zufallsbegegnung mit einem Somalier erst seinen Arm und schließlich sein Leben verlor? Oder den seines Begleiters, dem es nicht besser erging? Auch er starb, weil die traumatisierte Fachkraft mit ihrem Trennungsschmerz einfach nicht wusste, wohin. Seine Freundin hatte ihn wohl verlassen. Die völlig unbeteiligten Opfer waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Natürlich befand sich der in Ludwigshafen wütende Täter, wie die meisten solcher sichtlich unzureichend integrierten Bereicherer, in einer festgestellten psychischen Sondersituation und wurde vom Gericht darum später freigesprochen. Die Tat jedenfalls fand damals außerhalb der sozialen Netzwerke kaum Beachtung. Die Opfer hatten ganz einfach den falschen Pass.

Die Lösung: Entzug des passiven Wahlrechts

Ludwigshafen: Nicht zuletzt aus oben illustrierten Gründen befindet sich Ludwigshafen auf dem besten Weg, zu einer weiteren AfD-Hochburg im Westen zu werden. Es drohte kürzlich sogar ein Oberbürgermeister der Schwefelpartei, doch die amtierende SPD-nahe Bürgermeisterin fand mit Hilfe eines SPD-geführten Innenministeriums und dem unterstellten Verfassungsschutz einen Weg, den Konkurrenzkandidaten kurzerhand in einem einfachen Verwaltungsakt das passive Wahlrecht zu entziehen. Nicht, dass der unzurechnungsfähige Pöbel draußen an der Urne noch auf falsche Gedanken kommt! Der Sündenfall des Wählers war damit präventiv vom Tisch. Auch die angerufenen Richter mochten da nicht widersprechen – und flüchteten sich in den Paragraphendschungel.

Inzwischen hat nach aktuellen Meldungen mit Minden eine weitere ermutigte Stadt nachgezogen: Auch hier saß die aus schlechten Gründen auf 13 Prozent abgerutschte SPD an den Schalthebeln – dieselbe SPD, die ihrem Koalitionspartner CDU mit Uli Grötsch einen Bundes-Polizeibeaufragten aus den eigenen Reihen mit umfassenden Durchgriffsbefugnissen aufzwang.

Meldestellen des Orwell’schen Netzwerks

Der Gewaltentrennungs-Fan Uli hat sich – sicherlich nur ein Zufall – in der Vergangenheit schon mehrfach deutlich dafür ausgesprochen, AfD-nahe Polizeibeamte vom Dienst auszuschließen. Woher er wissen will, welcher Polizist zu welcher Partei gehört, ist schwer zu sagen; bekannt ist das nicht. Aber man ahnt schon, wie es klappen könnte: Es helfen sicher die SPD-Verfassungsschützer, die SPD-nahen Nichtregierungsfreunde und die unzähligen sozial-grün-demokratisch finanzierten Meldestellen des Orwell’schen Netzwerks.

Die SPD war es übrigens auch, die in Gestalt ihrer Ministerin Faeser bekanntlich am letzten Tag ihrer Amtszeit stümperhaft zusammenzimmerte rechtliche “Grundlagen” vorlegen ließ, auf deren Basis jetzt die stärkste politische Kraft Deutschlands fast flächendeckend bespitzelt, unterwandert und verboten werden soll. Dieselbe SPD, die auf Biegen und Brechen versucht, einen AfD-Verbotsbefürworter nach dem anderen im Verfassungsgericht zu platzieren, was im Erfolgsfall ein Daueranrecht eines linksgrünen Parteienkartells auf die Macht im Land sichern würde. Frau Reichinnek hat bereits dringendes Interesse angemeldet. Wie heißt das – unter dem angehenden Sozialdemokraten Merz nun voraussichtlich noch um zehn Prozent aufgestockte – Bundesprogramm der allgemeinen Gleichbehandlungsförderung doch gleich? Richtig: „Demokratie leben!“


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