Dienstag, 25. April 2017

Flüchtlinge "können" Fachkräftemangel beheben... ehrlich?

von Thomas Heck...

Es gibt jeden Tag, die eine Meldung, die einem ratlos zurücklässt. Nachdem gestern Merkels Innenminister die Kriminalitätsstatistik 2016 zu entschärfen versuchte, wir hatten hierüber berichtet, heute nun der untaugliche Versuch, die Millionen illegaler Einwanderer, darunter einige Flüchtlinge, zu den Heilsbringern und der Lösung des Problems deutschen Fachkräftemangels zu erklären. Und das trotz des Wissens, dass unter den Flüchtlingen nur wenige Fachkräfte vorhanden sind und ganz im Gegenteil eine überwiegende Mehrheit eher bildungsfern, teilweise sogar Analphabeten sind. 

Dennoch schreibt die deutsche Presse pflichtbewusst das Märchen der "Flüchtlinge als Facharbeiter"-Story fort, lesen Sie dies hier am Beispiel der B.Z.:



Besonders im IT-Bereich braucht Deutschland jede Fachkraft, so Merkel. Allerdings müssten hinsichtlich der Flüchtlingsintegration noch viele Probleme gelöst werden.

Nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) können Flüchtlinge den Fachkräftemangel lindern. „Gerade im IT-Bereich braucht Deutschland jede Fachkraft. Also sind da die Chancen natürlich auch besonders groß”, sagte Merkel am Dienstag beim Besuch einer Programmierschule für Geflüchtete in Berlin.

Noch viele Probleme zu lösen

„Wir haben natürlich eine Menge Probleme zu lösen”, sagte Merkel mit Blick auf die Flüchtlingsintegration. In vielen Bereichen zeigten sich aber auch Fortschritte im Bemühen, „dass diejenigen, die eine individuelle Bleibeperspektive haben, hier auch Fuß fassen”.

In der „ReDI School of Digital Integration” bilden ehrenamtlich tätige Fachleute seit Februar 2016 Zuwanderer im Programmieren von Computern aus. Gleichzeitig bringen sie die Studenten in Kontakt mit Unternehmen und Start-Up-Firmen, um ihnen einen Berufseinstieg zu ermöglichen. Die gemeinnützige Schule wird von diversen Unternehmen finanziert. Die derzeit 135 Studenten kommen zumeist aus Syrien, aber auch aus Afghanistan, Irak oder Eritrea. Einige von ihnen arbeiten bereits in Unternehmen oder haben eigene Firmen gegründet.

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