Sonntag, 1. März 2026

Dekolonialisierung in Braunschweig: Globaler Opferkult auf deutschem Sockel

von Thomas Hartung

Wird zum Objekt woker Umdeutungen: Das Braunschweiger Kolonialdenkmal



In Braunschweig wird derzeit gefeiert, was als Musterfall “moderner”, sprich woker Erinnerungskultur gilt. Das Kolonialdenkmal in der dortigen Jasperallee – 1925 errichtet zur Erinnerung an “unsere Kolonien und die dort gefallenen Kameraden” – wird nicht abgerissen, sondern “dekolonisiert”. Die Stadt hat dazu einen internationalen Wettbewerb ausgerufen, eingebettet in die Initiative “Koloniales Erbe in Braunschweig” und die Ausstellung “Decolonizing Public Space”. Gewonnen hat die niederländisch-surinamische Künstlerin “patricia kaersenhout” [sic!], die auf exakt diese Schreibweise wert legt. Ihr Projekt “Liberating the Monument” umgibt den alten Steinquader mit einer erhöhten, schwarzen Granitplatte, die an Grabplatten erinnert. In diese Fläche sind die Namen siebzehn “Widerstandsheldinnen und -helden” aus Afrika, Asien und Ozeanien eingraviert, die gegen deutsche Kolonialherrschaft kämpften. Über QR-Codes können die Besucher ihre Geschichten in mehreren (!) Sprachen abrufen.

Nachts wird das Ensemble in violettes Licht getaucht – eine Farbe, die laut Künstlerin “den Löwen befreit” und aus einem Symbol von Macht und Unterdrückung ein Zeichen der Gleichheit machen soll. Zur Einweihung spricht der Oberbürgermeister, Schülerinnen und Schüler tragen Widerstandsgeschichten vor, ein “O-beah-Mann” vollzieht eine rituelle Zeremonie. Auf dem Papier klingt das alles nach pluraler Erinnerung: Die Opfer kolonialer Gewalt erhalten endlich Namen, der eurozentrische Blick wird “erweitert”. In Wahrheit jedoch ist “Liberating the Monument” ein weiterer exemplarischer Akt der Selbstentfremdung – und symptomatisch für eine deutsche Erinnerungskultur, die das Eigene nur noch als Quelle von Schuld und Scham kennt.

Vom Denkmal zur pädagogischen Inszenierung

Ein Denkmal ist zunächst etwas Einfaches – eine verdichtete Form kollektiver Erinnerung. Das Braunschweiger Kolonialdenkmal war Ausdruck eines historischen Bewusstseins, das heute Fremdscham auslöst: Es ehrte die kolonialen “Kameraden” und klagte den Verlust überseeischer Besitzungen an. Der Löwe mit eingezogenem Schwanz symbolisierte Kraft und Durchhaltewillen; zugleich war das Denkmal eingebettet in die welfische und mecklenburgische Heraldik. Man kann diese Symbolik heute ablehnen, kritisieren, historisch einordnen – aber sie war Teil einer konkreten lokalen Erinnerung: Braunschweiger Bürger, Verbände, Veteranen schufen sich 1925 ein Denkmal für “ihre” Toten und “ihr” Imperium – eine im damaligen Paradigma selbstverständliche Identifikation, die aus heutiger Sicht zwar fragwürdig gilt, damals jedoch in keiner Weise problematisiert wurde.

Der Umbau zum “befreiten” Monument verschiebt die Funktion nun radikal: Nicht mehr Braunschweigs eigene Vergangenheit steht im Mittelpunkt, sondern eine globale pädagogische Botschaft. Passanten sollen über “blinde Flecken im kulturellen Archiv” nachdenken, die “dominante, mystifizierte Erzählung” der Geschichte hinterfragen. Erinnerung wird damit zur moralischen Nachschulung: Wer sich dem Denkmal nähert, soll nicht trauern oder historisch staunen, sondern neu lernen. Nicht “wir gedenken unserer Toten”, sondern “ihr habt da draußen vieles falsch gemacht – und wir erklären euch jetzt, was.” So wird das Monument von einem Ort des Erinnerns zu einer Bühne der Umerziehung.

Die Entörtlichung des Gedenkens

Auffällig ist, dass die siebzehn geehrten Widerstandsfiguren kaum Bezug zu Braunschweig haben: Es sind Namen aus Tansania, Kamerun, Namibia, Samoa, China, Uganda; – ein globales Pantheon kolonialer Helden. Das markiert eine Verschiebung: Der deutsche Stadtraum dient als Trägermaterial für eine universalistische Opfererzählung, in der das Konkrete des Ortes verschwindet. Aus Braunschweigs Geschichte verkommt so zur Kulisse einer weltpolitischen Moralstunde. Dabei hat auch diese deutsche Stadt längst eigene, authentische Formen des Gedenkens entwickelt – etwa die Stolpersteine für die deportierten jüdischen Bürger, die aus konkreten Namen und Adressen bestehen und das verdichtete Elend der eigenen Nachbarschaft sichtbar machen.

“Liberating the Monument” hingegen löst das Gedenken aus dem Ort heraus. Das Eigene – die ambivalente koloniale Vergangenheit einer deutschen Stadt – wird unter einer schwarzen Granitplatte begraben, auf der eine austauschbare Liste globaler Widerstandsfiguren steht. Wer in zwanzig Jahren dort vorbeigeht, wird kaum noch verstehen, was hier einmal wirklich erinnert wurde. Bewahre, dass solche “Denkmalbefreiungen” irgendwann auch NS-Konzentrationslager-Gedenkstätten betreffen, möchte man hier einwerfen.

Die Logik des Dekonstruierens

Offiziell “reagiert” das neue Kunstwerk auf das alte Denkmal. In Wahrheit tut es etwas anderes: Es überformt, relativiert, moralisiert. Die Künstlerin spricht davon, die “dominante mystifizierte Erzählung” zu hinterfragen, die Stadt von “kolonialen Machtstrukturen” zu befreien. Die deutsche Erinnerungskultur bewegt sich seit Jahren in dieser Logik: Nicht ergänzen, sondern “dekonstruieren“; nicht kontextualisieren, sondern “transformieren”. Was an den Koloni-ldenkmälern, Kaiserstandbildern, Straßennamen irritiert, soll nicht als historische Fremdheit ausgehalten, sondern als moralisches Fehlurteil korrigiert werden.

Der tiefere Grund ist eine Verschiebung des Selbstverhältnisses: Ein Volk, das sich seiner Geschichte sicher ist, kann Widersprüche ertragen – auch hässliche. Es stellt erklärende Tafeln dazu, baut vielleicht ein Gegendenkmal neben das alte; aber es hält aus, dass seine Vorfahren andere Maßstäbe hatten.


Wenn es denn überhaupt andere waren: Im pfälzischen Landau etwa blieben nach einem Bürgerentscheid vor einem Jahr die Hans-Stempel-, die Kohl-Larsen-und die Hindenburgstraße ebenso erhalten wie jüngst in Münster die Skagerrak-, die Admiral-Scheer-, die Admiral-Spee-, die Otto-Weddigen- und die Langemarckstraße. Ein Volk, das seine eigene Legitimität nur noch in der Distanz zu sich selbst findet, muss Symbole ständig “erlösen“: vom preußischen Militarismus, vom Kolonialismus, vom Nationalismus, von der “weißen” Dominanz. “Liberating the Monument“ befreit das Denkmal nicht – es befreit die Gegenwart von der Zumutung einer – von manchen als unschön empfundenen – eigenen Geschichte, indem es sie unter einer verordneten neuen Bedeutungsschicht verschüttet.

Die „Wichtigkeit des Eigenen”

Konservative Erinnerungskultur insistiert auf einem einfachen Gedanken: Ein Gemeinwesen, das seiner selbst nicht erinnert, hört auf zu existieren. Es mag sich noch für alles Mögliche moralisch zuständig fühlen – für den Weltfrieden, den Regenwald, das Klima –, aber es verliert jene innere Kontinuität, ohne die politische Freiheit nicht zu haben ist. Diese Kontinuität wird nicht zuletzt auch gestört durch den aktuellen Ramadan-Kotau: “Freiburg adelt den Ramadan zum quasi offiziellen Leitfest – mit Mond-Inszenierung, Grußbotschaften und Infotafel. Für christliche Feste werden dagegen ‚Wintermärkte‘ und Zurückhaltung gepredigt”, moniert der rechtspolitische AfD-Fraktionssprecher in Baden-Württemberg, Rüdiger Klos. Diese Prediger aber müssten sich fragen lassen, ob sie bereit wären, “Kreuz, Krippe und christliche Fastenzeit im selben Maß sichtbar zu machen. Alles andere ist keine Toleranz, sondern politisch motivierte Bevorzugung.”

Das Eigene ist nicht dasselbe wie das Gute. Auch Schuld, Verstrickung, Irrtum gehören dazu. Aber sie werden als eigene Schuld erinnert, nicht als Anlass zur Selbstabschaffung. Die Braun-schweiger Kolonialgeschichte ist Teil der deutschen Geschichte. Sie verschwindet nicht dadurch, dass man ihr ein globales Widerstandsrelief aus schwarzem Granit vor die Füße stellt. Gerade im Umgang mit Kolonialismus wäre eine souveräne Erinnerungskultur gefragt: eine, die die koloniale Gewalt klar benennt, aber zugleich die historische Realität anerkennt, dass Deutschland – anders als klassische Weltreiche – nur kurz und begrenzt Kolonialmacht war; eine, die die Opfer würdigt, ohne die eigene geschichtliche Existenz zum bloßen Verbrechen zu erklären.

Ritual statt Urteil

Bemerkenswert ist der quasireligiöse Rahmen, den Braunschweig der Einweihung gibt. Ein „O-beah-Mann“ – Vertreter einer afro-karibischen spirituellen Tradition – soll das Kunstwerk rituell weihen. Der deutsche Stadtraum wird damit nicht nur semantisch, sondern auch kultisch geöffnet: für importierte Rituale, für eine symbolische “Heilung” durch violettes Licht und magische Worte.
Das ist mehr als Folklore. Es ist Ausdruck eines Bedürfnisses, die eigene Geschichte nicht mehr mit rationaler Kritik, sondern mit Exorzismus zu behandeln.

Die Vergangenheit erscheint als Dämon, der gebannt werden muss. An die Stelle des historischen Urteils tritt eine esoterische Reinigung. Wer aber glaubt, sich durch Rituale von seiner Geschichte freikaufen zu können, wird am Ende nur eines erreichen: die Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung setzt Identifikation voraus – nicht mit jeder Tat der Vorfahren, aber mit der Tatsache, dass es unsere Vorfahren waren.

Erinnerung ohne Selbstverlust

Niemand muss das Braunschweiger Kolonialdenkmal lieben: ein Löwe, der zur Rückeroberung “unserer Kolonien” mahnt – das ist der Ton eines vergangenen Zeitalters. Aber gerade in dieser Fremdheit liegt sein Wert: Statt das Denkmal unter einem globalistischen Opferrelief verschwinden zu lassen, könnte eine erwachsene Stadt Schulklassen dorthin führen und ihnen sowohl den kolonialen Selbstentwurf von 1925 zeigen als auch unsere heutige kritische Sicht darauf vermitteln. So würden junge Menschen verstehen, dass Geschichte aus Spannungen besteht; dass sich das Eigene nicht nur aus Heldentaten und nicht nur aus Verbrechen der Vergangenheit zusammensetzt, sondern das Ziel eines langen, manchmal widersprüchlichen Wegs ist.

“Liberating the Monument” hingegen befreit uns vor allem von der Pflicht, diese Spannung auszuhalten. Es verwandelt das Denkmal in eine moralische Lehrstation, die mehr über die Gegenwart erzählt als über die Vergangenheit: über eine Republik, die ihren Kindern lieber globale Schuldgeschichten als lokale Herkunftsgeschichten erzählt. Wer Erinnerungskultur ernst nimmt, muss dagegenhalten: Nicht jeder Stein im öffentlichen Raum ist eine pädagogische Stellwand. Manches ist einfach Teil der eigenen Geschichte – und gerade deshalb unverzichtbar.


Israel, Iran, Trump: Die AfD kann man getrost in der Pfeife rauchen...

von Thomas Heck

Die gestrigen und weiterhin andauernden Ereignisse im Nahen Osten werden die Welt und die Region nachhaltig verändern. Der Ober-Terrrorist Ayatolla Khamenei wurde bei einem Präzisionsschlag getötet und die Welt dadurch ein Stück weit sicherer gemacht. Niemand kann das ernsthaft bedauern. Dennoch finden sich die üblichen Protagonisten aus der linksgrünen Ecke, die nur dann von "Völkerrecht" faseln, wenn es ihnen gerade in den Kram passt.



Von einer Annalena Baerbock, einem Ralph Stegner, einer Sahra Wagenknecht, der Mauermörderpartei Die Linke, dem BSW, den öffentlich-rechtlichen Hetzmedien erwarte ich auch nichts anderes. Doch von einer AfD, dem Hoffnungsträger auf einen Politikwechsel in Deutschland, war anderes zu erwarten. Nun haben sie mit ihren Vorsitzenden Alice Weisel und Tino Chrupalla treffsicher ins Klo gegriffen, sich auf die Seite der menschenverachtenden Mullahs gestellt, gegen Trump, gegen Israel, gegen das iranische Volk.

Nicht wenige AfD-Anhänger werden bei der nächsten Wahl nur noch mit Bauchschmerzen ihr Kreuz setzen dürfen, denn die Auswahl der wählbaren Partein wird nach solchen Statements immer schwieriger werden. Schade, Frau Weidel, Chance verpasst. Von Chrupalla war schon rein intellektuell saowieso nichts anderes zu erwarten. Aber die AfD auf den Spuren einer Linkspartei, das konnte doch keiner erwarten...



 

Trump hat alles richtig gemacht: Iraner jubeln, linke Mullah-Fans und rechte Verschwörungsfreaks schäumen – und das Teheraner Regime ist Geschichte!

von Tom Schiller

Jubelnde Iraner gestern in L.A.: Viele können die erfreulichen Nachrichten von der Befreiung ihrer Heimat noch gar nicht fassen…



Schon einen Tag nach dem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf den Iran kann man sagen, dass diese überfällige Militäroperation ein voller Erfolg war. Alleine der Tod des Tyrannen, Revolutionswächters Ayatollah Khamenei, hat offenbart, dass es keine Zukunft mehr für den Mullah-Staat gibt. Auch wenn die Kämpfe noch lange andauern werden: Schon jetzt haben die Angreifer die Lufthoheit über den Iran, die Bevölkerung wartet nur auf den geeigneten Zeitpunkt der Machtübernahme und hofft, dass die Revolutionsgarden weitgehend eliminiert werden oder mit dem Militär und Sicherheitskräften überlaufen.

Donald Trump persönlich bestätigte gestern Abend den Tod des “obersten Führers” des Iran, Ayatollah Khamenei: „Khamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot. Dies ist nicht nur Gerechtigkeit für das iranische Volk, sondern für alle großartigen Amerikaner und all jene Menschen aus vielen Ländern der Welt, die von Khamenei und seiner Bande blutrünstiger Schläger getötet oder verstümmelt wurden. Er konnte unseren Geheimdiensten und hochentwickelten Überwachungssystemen nicht entkommen, und in enger Zusammenarbeit mit Israel war ihm und den anderen mit ihm getöteten Anführern nichts möglich. Dies ist die größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern. Wir hören, dass viele ihrer Revolutionsgarden, des Militärs und anderer Sicherheits- und Polizeikräfte nicht mehr kämpfen wollen und von uns Straffreiheit fordern. Wie ich gestern Abend sagte: ‚Jetzt können sie Straffreiheit genießen, später erwartet sie nur der Tod!’”

Trump eliminiert den Tiefen Staat ebenso wie die Schaltzentralen des islamischen Terrors

Trump weiter: “Hoffentlich werden sich die Revolutionsgarden und die Polizei friedlich mit den iranischen Patrioten zusammenschließen und gemeinsam daran arbeiten, dem Land zu seiner verdienten Größe zu verhelfen. Dieser Prozess dürfte bald beginnen, denn nicht nur Khameneis Tod, sondern das ganze Land wurde innerhalb eines einzigen Tages schwer zerstört und beinahe dem Erdboden gleichgemacht. Die schweren und präzisen Bombenangriffe werden jedoch die ganze Woche über oder so lange wie nötig ununterbrochen fortgesetzt, um unser Ziel des Friedens im gesamten Nahen Osten und in der ganzen Welt zu erreichen!”

Der Blogger Dirk Dietrich kommentiert auf Telegram: „Wie oft müssen wir das noch durchmachen, bevor die Leute erkennen, dass Trump weiß, was er tut? Trump beseitigt die militärischen Fähigkeiten des Tiefen Staates weltweit! Der Iran und ihre Terror-Stellvertreter im Nahen Osten werden beseitigt. Die Kartelle und ihre terroristischen Organisationen in der westlichen Hemisphäre werden beseitigt. Trump sagt uns seit Jahren, dass er den Tiefen Staat ‚auslöschen‘ wird, und das ist es, was er tut. Trump muss die Fußsoldaten des Tiefen Staates eliminieren. Die Kartelle und islamistischen Terrornetzwerke sind Instrumente des Deep State, die die Sicherheit aller gefährden, und Trump weiß, dass sie zerstört werden müssen. Der Iran war auch das Vehikel für Obama, um Atomwaffen direkt in die Hände der regierenden Familien zu bringen. Das Regime muss entfernt und der Iran an sein Volk zurückgegeben werden. Ihr wollt in einer Welt ohne Tiefen Staat leben? Das ist genau das, was Trump tut. Es wird nicht immer Sonnenschein und Regenbögen sein, aber es muss getan werden. Es wird keine größere Eskalation geben. Es wird keinen langwierigen Konflikt geben. Dies wird eine chirurgische Militäroperation sein, genau wie alles andere, was Trump tut. Vertraut Trump. Er hat es verdient!”

Strategieloses Wild-um-sich-Schlagen der iranischen Militärs

Dass sich Saudi Arabien gestern der Militäraktion gegen den Iran anschloss und somit nun ein islamisches Land an der Seite von Israel gegen einen Terrorstaat vorgeht, ist eine wahre Sensation und zeigt, dass der Iran nicht nur als Bedrohung für die westliche Welt wahrgenommen wird, sondern gesamten muslimischen Nahen Osten als gefährlicher Aggressor gilt. Es war sicherlich kein allzu intelligenter Schachzug der iranischen Militärführung, eine Ölraffinerie und damit einen Teil der Lebensader in Saudi Arabien anzugreifen. Damit dürften die Mullahs ihr eigenes Ende selbst besiegelt haben; doch offensichtlich geht es den Machthabern im Iran nur noch darum, größtmöglichen Schaden in der Region zu hinterlassen, bevor sie untergehen. Neben US-Militärbasen in umliegenden Ländern bombardierten sie auch den Internationalen Flughafen in Kuwait und feuerten Raketen auf zivile Ziele in Dubai ab. Dort ging das auch von zahlreichen Deutschen gern besuchte Palm Hotel and Ressort nach einem Volltreffer in Flammen auf. Eine iranische Drohne flog außerdem in das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa in Dubai, und richtete dort mittelschwere Schäden an.

Eine weitere Drohne, die im Anflug auf das weltbekannte Hotel Burj al Arab war, wurde vor dem Einschlag abgefangen und zerstört; dennoch lösten die Trümmerteile am Gebäude ein Feuer aus, welches allerdings schnell gelöscht werden konnte. Auf Restsympathien und Unterstützung aus der Region dürften die Mullahs mit solchen Aktionen nicht mehr rechnen. Über den Zustand der iranischen Streitkräfte wurden noch keine neuen Informationen veröffentlicht, doch internationale Beobachter vermuten, dass sie ihr Pulver bereit verschossen haben. Dazu passt, dass größere Militärschläge seitens des Iran blieben seit den Raketenangriffen auf Israel und US-Militärbasen in der gesamten Region ausblieben. Eine militärische Strategie, die die Gegner schwächen würde, ist nicht mehr zu erkennen.

Folgen für Sprit- und Energiepreise

Für den Westen bleibt allerdings von den Auswirkungen des Krieges vermutlich nicht verschont: Da Iran hat gestern Nachmittag die Straße von Hormus geschlossen hat, über die 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung transportiert werden, könnten wichtige Versorgungslinien zum Erliegen kommen. Die Folge wären erhebliche Sprit- und Energiepreiserhöhungen; vor dieser Folge war schon seit Beginn der Spannungen mit dem Iran immer gewahrt worden. Alle Tanker im Golf stehen derzeit still. Allerdings ist nicht sehr wahrscheinlich, dass die Blockade der Straße von Hormus allzu lange anhalten wird, denn dieses Szenario dürfte seitens der USA bei der Planung vollumfänglich berücksichtigt worden sein.

Neben den üblichen Haltungslinken in Politik und Medien, deren schäumender Wut über Trumps und Netanyahus Angriff sich in Deutschland leider auch viele freiheitliche und kritische Kreise anschließen, gehen jetzt natürlich auch wieder die eingefleischten Trump-Hater weltweit auf die Barrikaden. In New York versammeln sich gestern prompt die üblichen Verdächtigen, um gegen die US-Regierung zu demonstrieren. Dass den blinden Hass auf den Präsidenten diesmal dessen Angriff auf den Iran und damit ein unmenschliches Regime herhalten muss, in dem all die Minderheiten, für die sie sonst so gerne auf die Strasse gehen – Lesben und Schwule – öffentlich an Baukränen aufgehängt werden, stört diese Schizophrenen anscheinend nicht. Für von Ideologie vernebelte Hirnen spielen solche bizarren Widersprüche keinerlei Rolle. Hauptsache Protest gegen Trump!

Perverse Mullah-Solidaritätsdemos in New York, feiernde Exil-Iraner in Los Angeles

Und auf der anderen Seite des Landes, in Los Angeles, jubelt derweil die größte Population von Exil-Iranern weltweit über die zum Greifen nahe Befreiung des Landes von dem muslimischen Terrorregime, vor dessen Brutalität diese Menschen einst geflohen sind. Es gehört wohl zum linksgrünen Zeitgeist, dass man die eigene Verblödung selbst angesichts solcher deutlichen Gegensätze nicht wahrnehmen möchte oder kann. Während also das linksliberale Gesocks, welches nie unter einem brutalen Regime zu leiden hatte, im Big Apple für das Mullah-Regime auf die Straße geht, feiern in L.A. die Menschen im Iran den ersehnten Untergang der Unterdrücker. Die Freude der Iraner im Ausland mischt sich in den Jubel der Bevölkerung im Iran, die in ihrer übergroßen Mehrheit die Angriffe willkommen heißen – hatten sie doch nach den Protesten der letzten Monate mit zehntausenden ermordeten Demonstranten sehnlichst auf die israelischen und amerikanischen Angriffe gewartet. Was Anfang des Jahres beim Maduro-Sturz geschah, wiederholt sich jetzt aufs Neue: Trump- und USA-Gegner heulen über den “Bruch des Völkerrechts”, während die “völkerrechtswidrig” befreiten Iraner diesen den Bruch rundheraus begrüßen und ihre Freude von ihren Balkonen schreien.

Das ist die ermutigende Botschaft, das ist alles, was zählt – nicht die paranoiden und hasszerfressenen antiamerikanischen und antiisraelischen Parolen hartgesottener Verschwörungstheoretikern und Geschichtsklitterer. Thank You, Mr. President!


Samstag, 28. Februar 2026

Was man in einem deutschen Krankenhaus so erlebt…

von Antonio Santo

Lieber Gott, lass mich hier heil rauskommen…



Wegen einer kleinen Operation musste ich ins Krankenhaus. Wenige Tage zuvor waren die Voruntersuchungen fällig. Doch anscheinend wurden alle Patienten zur gleichen Zeit einbestellt, – denn ich fand mich bei der Anmeldung in einer kleinen Schlange wieder. Was verwunderte: Die elektronische Patientenakte ist in diesem Krankenhaus wohl noch ein Fremdwort; jedenfalls würde noch nicht funktionieren, wie mir gesagt wurde – über ein Jahr nach ihrer Einführung. Es waren drei Abteilungen aufzusuchen, die Hälfte der Fragen zu persönlichen und gesundheitlichen Angaben wurden mehrfach gestellt, weil die Abteilungen untereinander noch nicht einmal miteinander verknüpft sind – 50 Jahre nach Einführung des Computers in der Verwaltung.

Am Tag der Operation musste ich um 6:30 Uhr „antanzen“. Doch die Türen der Station öffneten sich erst um 7:25 Uhr. Gibt es etwa schon frühmorgens unerklärliche Verzögerungen, so wie bei der Bahn? Die OP sollte dann 11:30 Uhr stattfinden. Zuvor wurde ich vom operierenden Chirurgen auf dem Patientenzimmer aufgesucht und es wurden Einzelheiten besprochen. Nach über drei Stunden Wartezeit war ich dann endlich dran – allerdings bei einem anderen Chirurgen, dem ich in aller Kürze zusammengefasst alles noch einmal alles sagen wollte, was ich seinen Vorgängern berichtet hatte, aber die Narkose hat das abgekürzt. Zum Glück verstand jedoch auch dieser Chirurg sein Handwerk, die OP verlief gut.

Warten auf Godot

Meine eigenen, regelmäßig einzunehmenden Medikamente sollte ich nicht mehr einnehmen, sondern nur die von der Krankenhaus-Apotheke gerichteten. Deshalb hoffte ich, ein nach der OP vorübergehend zu tragendes Hilfsmittel schon im Krankenhaus gestellt zu bekommen. Das war jedoch nicht der Fall. Gott sei Dank hatte ich vorgesorgt und dieses selbst mitgebracht. Auf einem anderen Gebiet war die Klinik dann wiederum recht großzügig: Weil ich wegen der Narkosedosis mitteilte, dass ich ein Weingenießer sei, bekam ich Weinschorle angeboten – was ich jedoch dankend ablehnte. Anscheinend ist man recht schnell als Alkoholiker abgestempelt… Wasser reichte mir, doch dieses in ein Glas einzuschenken, war aus den fehlkonstruierten Kännchen nicht möglich, ohne einen „Wasserschaden“ auf dem Nachttisch und dem Boden anzurichten. Wie man als Einkäufer solche Kännchen bestellen kann, ohne für die Fehlentscheidung haftbar gemacht zu werden?

Am Tag darauf sollte noch eine andere Untersuchung durchgeführt werden. Der Stationsarzt wollte mich bei der Sonographie anmelden, ich solle warten und würde gerufen. Nach über zwei Stunden Wartezeit begab ich mich dann selbst zur Abteilung, aber diese hatte mich noch gar nicht auf dem Schirm. Man habe vergessen, mich anzumelden, aber ohne Auftrag ging nichts. Also wieder zurück auf die Station und dort gefragt, ob jemand anders gnädigerweise den Auftrag erteilen kann, weil der Chef gerade operierte. Es fand sich schließlich ein Stationsarzt dazu bereit – und nach drei Stunden fand die Untersuchung dann endlich statt, Dauer: keine fünf Minuten. Der elektronische Befund sollte in spätestens zehn Minuten auf meiner Station sein, daraus wurde dann eine halbe Stunde, bis er endlich auf dem Bildschirm gefunden wurde. Geschenkt.

Betriebe der freien Wirtschaft wären schon pleite

Meine Entlassung verzögerte sich natürlich um diese drei Stunden – zum Ärgernis dessen, der mich abholen sollte. Zwar wurde mir der Entlassbrief ausgehändigt, aber am Ausgang fiel mir ein, dass mir eigentlich gesagt worden war, man würde mir noch Medikamente mitgeben. Die hatte mir aber keiner gegeben.. Also zurück auf die Station – und die Suche dort begann von neuem. Die postoperativen Medikamente fanden sich schließlich in einem Oberschrank, unter zig anderen vorgerichteten Medikamenten. Eine systematische Suche war der Dame in Weiß nicht möglich – weil die Boxen intelligenterweise nicht gekennzeichnet waren.

Bleibt als Fazit: Die Ärzte verstehen ihr Geschäft, soweit ich das beurteilen kann, auch die Sprachverständigung bei nichtdeutschen Medizinern in der Klinik untereinander und mit den Patienten funktioniert hier passabel – aber dafür ist die Ablauforganisation chaotisch. Früher wäre so etwas in Deutschland unvorstellbar gewesen. Ist das nur in diesem Krankenhaus so? Ich weiß es nicht, aber habe die Vermutung, dass das kein Einzelfall war. Würden jedenfalls Betriebe so arbeiten, wären sie wohl längst pleite. Hier verhindert das die Krankenhausfinanzierung…


SPD und Grüne feixend: "Ich habe noch einen Koffer in Auschwitz..."

von Thomas Heck

Über manche Politiker kann man sich nur noch wundern. Letztens noch ein SPD-Spitzenkandidat, der kamerawirksam bei der Tafel unterstützte, um anschließend seinen Fahrer nach Frankreich schickte, um französische Feinkost einzukaufen. Das wird ihn die Wahl kosten, man kann nur hoffe, dass ihm die Pastete dennoch mundete.

War vielleicht Gänsepastete aus Frankreich im Koffer? Man weiß es nicht...


Jetzt zwei Abgeordneten der Bremer Bürgerschaft, die sich lächelnd und gutgelaunt mit zwei Koffern aus einer Holocaust-Ausstellung in Sozialen Medien zeigten. Die feministischen empathielosen Kleingeister sind Sahhanim Görgü-Philipp von den Grünen und seit 2023 Vizepräsidentin der Bremer Bürgerschaft und Katharina Kähler von der Hakenkreuz-Partei SPD. Namen, die man nicht vergessen sollte. Keinerlei Empathie. 

Aber Soziale Medien für Minderjährige regulieren wollen. Vielleicht wäre ein Social Media-Verbot für über 50Jährige angemessen. Warum sollte man sowas und solche Parteien überhaupt wählen, die nicht einen Funken Anstand in sich tragen? Ekelhaft.

Die Nazis haben sich über die koffertragenden Juden lustig gemacht und sie auf dem Fußweg zum Bahnhof schikaniert. Falls „Nie wieder“ noch etwas bedeutet, müssen diese „Volksvertreter“ zurücktreten.


Sahhanim Görgü-Philipp hat das Foto mittlerweile von ihrem Instagram-Account gelöscht und eine "Entschuldigung" gepostet. Ein Rücktritt vom Amt der Vizepräsidentin der Bremer Bürgerschaft ist wohl eher nicht zu erwarten.


Auch bei ihrer SPD-Kollegin Katharina Kähler wird es wohl bei einer "Entschuldigung" bleiben. Personelle Konsequenzen sind nicht zu erwarten. Wie immer bei solchen Vorkommnissen.


Lustigerweise hat sie im Gegensatz zur der Grünen Trulla die Kommentarfunktion auf Instagram eingeschränkt. Ziemlich feige... SPD halt.


Einige Tage später...


 

Freitag, 27. Februar 2026

Vademecum Antisemitismus: Eine kurze Orientierungshilfe

Bild

Immer häufiger liest man den Vorwurf des Antisemitismus.
Und noch häufiger liest man, dass der Vorwurf des Antisemitismus unangebracht ist und inflationär verwendet wird.

Ganz persönlich habe ich den Eindruck, dass diejenigen, die Antisemitismus vorwerfen, eher die Definition kennen, als diejenigen, die das abstreiten.

Es erinnert mich ein wenig daran, dass in einer Mode – wie sie immer wieder auf Social Media stattfinden – Menschen sich gegen die Zuschreibung gewehrt haben, politisch rechts zu sein. Hat man dann auf das Profil geschaut, war das voll mit eindeutig rechten Inhalten.
Das Problem lag also vermutlich darin, dass die Leute gar nicht wussten, was „rechts“ bedeutet. Und dass sie es mit „rechtsextremistisch“ gleichgesetzt haben.

Also schauen wir uns dieses Antisemitismus-Ding doch einmal genauer an.

Es gibt gar keine Semiten

Eins muss ich kurz vorwegnehmen: Es gibt gar keine Semiten.

Ich habe das bereits mehrfach auf Social Media erklärt, aber wohl leider nicht übertragen.

Der Historiker August Ludwig von Schlözer hat 1781 einen Begriff für eine Sprachfamilie gesucht. Und hat diese dann nach dem Sohn von Noah „Sem“ (Shem) benannt.
Das ist etwa so, wie die „indo-germanischen“ Sprachen, die heute „indo-europäische“ Sprachen genannt werden. Trotzdem gibt es ja keine Indo-Germanen.

Zu diesen Sprachen gehören neben den antiken Sprachen wie Akkadisch, Hebräisch und Aramäisch („die Sprache Jesu“) auch das heutige Arabisch, das Neu-Hebräisch und verschiedene äthiopische Sprachen wie die Amtssprache Amharisch.

Der Begriff des Antisemitismus wurde 1879 von dem deutschen Anarchisten und Publizisten Wilhelm Marr geprägt. Also einem Linksextremisten, der für Antisemitismus war. Er hatte die „Antisemiten-Liga“ gegründet.
Der Begriff sollte der ursprünglichen Bezeichnung „Judenfeindlichkeit“ einen wissenschaftlichen Anstrich verleihen.

Das ewig wiederholte Argument ist also quatsch, wer Antisemit sei, müsse auch etwas gegen Araber haben. Oder umgekehrt, wer gegen Antisemitismus sei, dürfe nichts gegen Araber haben. Das ist eine übliche, propagandistische Verzerrung, um den Begriff aufzuweichen.

Der Begriff „Antisemitismus“ bezeichnet ausschließlich das, was er ursprünglich durch seine „Erfinder“ bedeutet hat: Judenfeindlichkeit.

Die Definition

Was Antisemitismus ist, ist natürlich schwierig zu definieren. Weil viele Phänomene dazugehören.
In Deutschland und vielen anderen Ländern hat man dafür die Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA, „Internationale Allianz zum Holocaustgedenken“) als stehende Definition festgeschrieben.

Das ist keine dahergelaufene Organisation, sondern dort sind Staaten Mitglieder. Fast alle europäischen Staaten, die USA, Kanada, und so weiter. Daneben gibt es Beobachterstaaten. Und diese IHRA hat die sog. Stockholm-Erklärung herausgegeben. Zusammen mit der folgenden Arbeitsdefinition.

Gehen wir es durch.
Die Punkte sind meist abstrakt und daher komplex. Es würde lange dauern, sie genau zu erklären. Daher nenne ich einfach Beispiele oder kommentiere.

Der Aufruf zur Tötung oder Schädigung von Jüdinnen und Juden im Namen einer radikalen Ideologie oder einer extremistischen Religionsanschauung sowie die Beihilfe zu solchen Taten oder ihre Rechtfertigung.

Dazu gibt es sicher nichts weiter zu erklären.

Falsche, entmenschlichende, dämonisierende oder stereotype Anschuldigungen gegen Jüdinnen und Juden, oder die Macht der Jüdinnen und Juden als Kollektiv; insbesondere - aber nicht ausschließlich - die Mythen über eine jüdische Weltverschwörung oder über die Kontrolle der Medien, Wirtschaft, Regierung oder anderer gesellschaftlicher Institutionen durch die Jüdinnen und Juden.

Beispiel:

„Die USA sind der jüdischen Lobby unterworfen.“
Francesca Albanese, inzwischen Sonderberichterstatterin der UN, X, 2014

Jede Interessensgemeinschaft hat Lobby-Organisationen. In den USA beispielsweise auch die Waffen-Lobby und die Öl-Lobby. Auch andere Staaten, das gehört zu jeder normalen Diplomatie. Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, sie alle werden Lobbyarbeit betreiben.
Zu behaupten, ein ganzes Land sei einer jüdischen Lobby unterworfen, trifft diese Definition also recht genau.

Und wer ernsthaft etwas über eine Weltverschwörung erzählt… In Deutschlands Psychiatrien sitzen Leute für weniger.

Das Verantwortlichmachen der Jüdinnen und Juden als Volk für tatsächliches oder unterstelltes Fehlverhalten einzelner Jüdinnen und Juden, einzelner jüdischer Gruppen oder sogar von Nichtjüdinnen und Nichtjuden.

Was einige Israelis im Bezug auf die Siedlungen im Westjordanland tun, kann man nicht auf alle Israelis umlegen. Geschweige denn auf alle Juden. Was unter diesen Siedlern wiederum einige wenige tun, indem sie beispielsweise arabische Siedlungen angreifen, kann man nicht einmal auf alle Siedler umlegen.
Was viele Medien gerne ganz Israel anlasten, ist im Grunde die sog. „Hilltop Youth“, vergleichbar vielleicht mit militanten Neonazis in Europa.

Wer den Veröffentlichungen der IDF (Israel Defense Forces, Israelischen Verteidigungsstreitkräfte) folgt, wird überrascht feststellen, dass die auch mindestens wöchentlich von Einsätzen gegen diese Radikalen berichten.

Das ist nur eines von vielen Beispielen. Und ich werde nicht müde zu erwähnen, dass ich etwas gegen Siedlungen und gegen die Regierung Netanjahu habe.

Würden wir jede Straftat, die junge Männer mit Migrationshintergrund in Deutschland verüben, einer arabischen Herkunft anlasten, wären wir längst über Migrationsdebatten und AfD hinaus.

Das Bestreiten der Tatsache, des Ausmaßes, der Mechanismen (z.B. der Gaskammern) oder der Vorsätzlichkeit des Völkermordes an den Jüdinnen und Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Unterstützer und Komplizen während des Zweiten Weltkrieges (Holocaust).

Diese Definition ist international.
In Deutschland ist das eh strafbewährt, von daher überlasse ich die Erklärung den Staatsanwaltschaften.

Der Vorwurf gegenüber den Jüdinnen und Juden als Volk oder dem Staat Israel, den Holocaust zu erfinden oder übertrieben darzustellen.

Siehe vorheriger Punkt.

Der Vorwurf gegenüber Jüdinnen und Juden, sie fühlten sich dem Staat Israel oder angeblich bestehenden weltweiten jüdischen Interessen stärker verpflichtet als den Interessen ihrer jeweiligen Heimatländer.

Dieser Punkt geht wieder in die Richtung der Legende der jüdischen Lobby und Weltherrschaft.

Das Aberkennen des Rechts des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung, z.B. durch die Behauptung, die Existenz des Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen.

Das habe ich gerade erst wieder gelesen, kurz bevor ich diesen Beitrag begonnen habe. Auch sehr viele Spielarten des so genannten Post-Kolonialismus argumentieren so.

Tatsache ist, hätten die Araber nicht über Jahrzehnte hinweg versucht, einen israelischen Staat zu verhindern oder Israel zu zerstören, wäre dort auch niemand vertrieben worden oder hätte sich genötigt gesehen zu flüchten. Denn die Geschichte begann ja auch nicht – wie gerne behauptet – mit der Gründung Israels. Sondern mit Massakern und Pogromen weit früher.
Ein Fünftel aller Israelis heute sind arabischstämmige Muslime und genießen mehr Freiheiten, als in allen angrenzenden arabisierten Staaten. In Israel gibt es mehr Moscheen als in den Palästinensischen Autonomiegebieten.

Zu behaupten, Israel sei ein Apartheidsstaat, ist faktisch falsch.
Israel hat das Westjordanland besetzt. Und behandelt dort selbstverständlich die Palästinenser anders, als israelische Staatsbürger. Aber das liegt eben im Kern jeder Besatzung. Das gilt für alle Staaten zu allen Zeiten.

China vergibt ja auch nicht die Staatsbürgerschaft an alle Tibeter. Denn – nur zur Erinnerung – das ist ja seit 1951 besetzt. Schert auch keine Sau.
Hat irgendwer einmal den Vorwurf gelesen, China sei ein Apartheidsstaat? Selbst wenn das in Bezug auf die Uiguren eher zutreffen würde?

Damit sind wir beim nächsten Punkt.

Die Anwendung doppelter Standards, indem man von Israel ein Verhalten fordert, das von keinem anderen demokratischen Staat erwartet oder gefordert wird.

Das ist ja so mein Lieblingspunkt, mit dem ich mich im Kontext des Gazakrieges ständig herumschlage.
Es ist absolut ok, etwas gegen die Besetzung des Westjordanlandes zu haben. Das habe nicht nur ich auch, sondern auch Millionen von Israelis.

In dem Moment, in dem man aber von Israel etwas in der Kriegsführung fordert, dass beispielsweise von der Ukraine völlig in Ordnung ist, wird es antisemitisch.

Das passiert häufig durch den Vorwurf eines Völkermordes. Es ist aber nun einmal so, dass man sich nicht nur an den Definitionen von Völkermord abarbeiten darf. Sondern etwas Kompetenz haben muss, das auch militärisch abzugleichen. Mit dem, was andere Staaten tun und tun würden. Beispielsweise sollte man den völkerrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verstehen.

Das Verwenden von Symbolen und Bildern, die mit traditionellem Antisemitismus in Verbindung stehen (z.B. der Vorwurf des Christusmordes oder die Ritualmordlegende), um Israel oder die Israelis zu beschreiben.

Gerade Deutsche und Österreicher sollten die Karikaturen aus den nationalsozialistischen Schmierenblättern kennen. Komischerweise hat keiner von den Israelis, die ich kenne, eine Hakennase, einen Buckel oder Pejot. (Schläfenlocken)

Vergleiche der aktuellen israelischen Politik mit der Politik der Nationalsozialisten.

Diese Arbeitsdefinition wurde 2015 vorgeschlagen und im Mai 2016 angenommen. Mit „aktuell“ ist also das jeweilige Zeitgeschehen gemeint, nicht der derzeitige Gazakrieg.

Als Beispiel kann man auch hier wieder die erwähnte Francesca Albanese anbringen, die ja gerne verteidigt wird.

Ein Bild von Netanjahu einem historischen Bild von Adolf Hitler gegenübergestellt.
Die Sonderberichterstatterin der UN hat hier eindeutig einem antisemischen Posting zugestimmt. „Das ist genau das, was ich heute gedacht habe.“ Ich hätte gerne einen eigenen Screenshot geteilt. Aber das Posting ist inzwischen in Deutschland eingeschränkt, es stellt also sehr sicher eine Straftat dar. Francesca Albanese 12.11h, 25.07.2024
Das kollektive Verantwortlichmachen von Jüdinnen und Juden für Handlungen des Staates Israel.

Es gibt inzwischen reihenweise Berichte von Angriffe auf jüdische Deutsche mit dem Hintergrund des Gazakrieges.

Für einige ist das sicher schwer zu trennen, das benötigt Abstraktionsvermögen. Aber ich selber komme aus der Nähe von Köln und die älteste jüdische Gemeinde in Deutschland ist 321 in Köln nachgewiesen. Das bedeutet, Juden waren schon in Deutschland, bevor die Slaven ins heutige Ostdeutschland eingewandert sind. Sogar bevor der Begriff „deutsch“ (ahd.: „tiudisk“) überhaupt erfunden wurde.
Also in meinem Verständnis sind die deutscher als Sachsen. Ohne da einen Wettbewerb aufmachen zu wollen.

Die Schwierigkeit der Komplexität ist so menschlich, wie sie offenbar geübt werden muss. Ein jüdischer Deutscher kann der Religion des Judentums angehören, kann aber auch Atheist sein. Er kann sich über sein Jüdischsein definieren, aber ebenso über seine deutsche Staatsbürgerschaft. Und das mit den jüdischen Nachnamen funktioniert ja auch nicht zuverlässig.

Sobald jemand beispielsweise jüdische Deutsche, Briten, Polen oder Amerikaner für das verantwortlich macht, was seiner Meinung nach in Israel gerade schiefläuft, ist das Antisemitismus. So simpel ist es.

Kleiner Hinweis: Netanjahu konnte sich nur an der Macht halten, weil er sich mit den Rechtsradikalen ins Bett gelegt hat. Eine Koalition aus fünf (!) Parteien. Er hatte keine Mehrheit. Kann man ja gerne mal jüdische Deutsche nach fragen.

Wenn Asterix erwachsen wird

Wir alle sind mit Stereotypen groß geworden. Asterix und Obelix, Tim und Struppi, Lucky Luke… alles ein reiner Abgesang von Stereotypen. (Außer bei den Briten, die haben wirklich alle Überbiss und trinken heißes Wasser. Quelle: Python, Monty, et. al., 1975)

Das ist gut und richtig so. Denn dadurch lernen wir, uns die Welt begreiflich zu machen.
Das lässt sich auch nicht aus der Welt schaffen. Weil der Mensch, das Einordnen und Sortieren, die Schubladen, so funktionieren. Zuerst definieren wir, wer wir nicht sind, bevor wir definieren, wer wir sind.
Man kann das aufgrund des wissenschaftlichen Fortschritts heutzutage sogar bis zur Evolutionspsychologie und zu Hormonen wie Oxytocin herunterbrechen. Das wohl gleichzeitig für Mutterschutz wie auch für Fremdenfeindlichkeit zuständig ist. Was ja wiederum evolutionär völlig Sinn ergibt.

Das entscheidende ist, was wir als Erwachsene damit anfangen. Ob unser Asterix auch erwachsen wird. (Obelix wird es eh nicht.) Ob wir lernen zu differenzieren. Ob wir Abstraktionsvermögen entwickeln.

Schon Aristoteles hat darauf herumgedacht. Die „falsche Dichotomie“ (falsches Dilemma) wird auch „falsche Umkehrung“ genannt. (Sophistischen Widerlegungen)
Bevor Fragen kommen: Eine Blume ist kein Stein. Deshalb ist nicht alles, was keine Blume ist, ein Stein.

Ich persönlich habe eine einfache Faustregel.
Wenn ich Juden oder Israelis etwas zuschreibe, würde ich das auch allen anderen zuschreiben?

  • Würde die Bundeswehr in genau der gleichen Situation in einem Krieg so kämpfen wie die IDF?

  • Wenn die Ukraine im Krieg einige Zivilisten tötet, würde ich da auch einen Völkermord annehmen?

  • Wenn Russen die ukrainische Energieversorgung bombardieren, was ein Kriegsverbrechen ist, würde ich denen einen Völkermord vorwerfen?

  • Wenn der BND so etwas wie die Pager-Aktion des Mossad bringen würde, würde ich dann „Völkermord“ schreien?

  • Wenn ein paar durchgeknallte Sachsen die NATO auflösen wollen, wollen das alle Sachsen oder gar alle Deutsche?

  • Wenn eine deutscher Lobby-Verband in den USA (es gibt mehrere große und einflussreiche) tätig ist, würde ich sagen, dass die USA von denen unterworfen sind?

  • Wenn die AfD die Bundesregierung stellt, sind deshalb dann alle Deutschen schlagartig rassistisch und kolonialistisch?

  • Wenn die Dänen einhundert Jahre lang Selbstmordanschläge in Deutschland verüben, Leute massakrieren, Deutschland das Existenzrecht absprechen und Kriege anfangen, weil sie meinen, dass sie ein Anrecht auf Schleswig-Holstein haben, bin ich dann extremistisch, wenn mir die Hutschnur platzt und ich finde, dass da endlich mal auf den Tisch gehauen werden muss? („From the Elbe to the sea, Denmark will be free!“)

  • Kann ich jemanden für das verantwortlich machen, was Russland derzeit macht, nur weil seine Großeltern mütterlicherseits aus Russland stammen und er Dimitri heißt?

Wenn nicht, deutet das mindestens auf Rassismus hin.
Und wenn es Juden betrifft, auf Antisemitismus.

Erst, wenn das verstanden wurde, lohnt es sich darüber zu diskutieren, ob 6.000.000 Menschenleben vielleicht nicht doch einen kleinen Sonderstatus wert sind.
Aber auch echt erst dann. Bis dahin geht es nur um eine Gleichbehandlung.


Erschienen auf steady.page


Berlinale-Chefin bleibt: Das linksextreme Judenhasser-Kartell im deutschen Kulturbetrieb ist zu mächtig

von Olli Garch

Berlinale goes Hamas: Festivalleiterin Tricia Tuttle (5.v.l.) mit der antiisraelischen Mischpoke um Regisseur Abdallah Alkhatib – gleich und gleich gesellt sich gern…



Entgegen anderslautender Meldungen wird die Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle – zumindest vorerst – wohl doch im Amt bleiben. Eine Krisensitzung am gestrigen Donnerstag führte jedenfalls zu keiner Entscheidung über die Zukunft der US-Amerikanerin, die seit letztem Wochenende massiv in der Kritik steht, da sie den widerlichen Hass-Auftritt des palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib (der seinen Film “Chronicles from the Siege” vorstellte) ungestört zuließ. Alkhatib war bei seiner Dankesrede nicht nur mit Palästinensertuch- und fahne aufgetreten, sondern hatte der Bundesregierung auch vorgeworfen, Partner „des Völkermords im Gazastreifen“ zu sein. Es gehe ihm „um meine Menschen und um Palästina”, weshalb er betonen wolle, „dass meine letzten Worte hier an die deutsche Regierung sind: Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza. Und ich glaube, dass sie intelligent genug sind, um diese Wahrheit zu erkennen. Aber sie wählen, dass es ihnen nicht wichtig ist“, so Alkhatib, der am Ende seiner Tirade verkündet hatte: „Free Palestine – von jetzt an bis zum Ende dieser Welt“.

In einem Land, das seiner historischen Verantwortung, die tatsächlich gerecht würde, die Greuel des Holocaust und das, was man Juden angetan hat, in Erinnerung zu bewahren (einschließlich der Solidarität mit Israel, wo viele der Überlebenden dieses Jahrtausendverbrechens Zuflucht fanden), und wo man die historischen Schrecken von damals nicht für die Nazi-Verunglimpfung aller Andersdenkenden und Oppositionellen pervertieren würde, würde diesem Regisseur sofort die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt und er in einem Abschiebeflieger Richtung Gaza sitzen, wo er seine unverzeihlichen und bornierten Volksverhetzungstiraden bei seinen Hamas-Freunden auskotzen dürfte. Doch nicht in diesem Deutschland – und schon gar nicht im antisemitischen staatsgepamperten linken Kulturbetrieb, wo die Berlinale-Leitung offen mit dieser Geisteshaltung sympathisiert; bereits eine Woche vor dem Eklat hatte Tuttle selbst mitsamt der Filmcrew mit Palästinenserflagge und -tüchern posiert.

Nichtssagende Worthülsen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte deshalb die Sondersitzung der „Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH“ (KBB) angesetzt, deren Vorsitzender er ist. Doch wie bei diesem rückgratlosen Waschlappen nicht anders zu erwarten, waren das Ergebnis nur nichtssagende Worthülsen. Die Gespräche seien „konstruktiv und offen“ verlaufen, wurde getrötet; sie würden in den kommenden Tagen fortgesetzt. Dass der der durch seinen Tegernsee-“Politiker-Mietkauf”-Skandal kompromittierte Weimer jedoch tatsächlich den Mut haben wird, Tuttle nach diesem Skandal abzusetzen, durfte man von Anfang an bezweifeln – denn sofort, als die ersten diesbezüglichen Gerüchte bekannt wurden, meldete sich auch schon die Deutsche Filmakademie mit einem Schreiben zu Wort, in dem sie mitteilte, wie erschrocken sie über den Versuch „der politischen Einflussnahme in Bezug auf die Leitung eines der bekanntesten und bedeutendsten Filmfestivals der Welt“ sei. „Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, die Unabhängigkeit der Berlinale zu garantieren und zu respektieren und die Debatte mit Augenmaß zu führen“, hieß es weiter.

Und: Kultur dürfe nicht zum Spielball politischer Auseinandersetzungen werden und dieser Versuch der Einmischung sei „ein gefährliches Signal, das weit über das Festival hinausreicht“. Unterschrieben wurde dieses Geschwafel unter anderem von den Regisseuren Wim Wenders und Volker Schlöndorff – und Iris Berben, die sich sonst so gerne mit ihrer Solidarität mit Israel brüstet. Natürlich wird genau umgekehrt ein Schuh daraus: Die politische “Einflussnahme” erfolgt erst und nur dort (und wird unabdingbar), wo ein Filmfestival die künstlerische Ebene verlässt und sich zum politischen Sprachrohr von terrorverharmlosenden Aktivisten macht. Doch das übersteigt offenbar die Kapazität von Spatzenhirnen einer moralisch restverkommenen Créme linker Haltungskulturschaffenden.

Die Verlogenheit der Blase

Unterstützung für Tuttle kam – welch Wunder – auch von der ebenfalls mit öffentlichen Gelder zugesch(m)issenen Europäischen Filmakademie in Berlin: Unter Tuttles Leitung habe die Berlinale ihre Rolle als wichtiges internationales Festival und “Marktplatz für den europäischen Film” gestärkt, hieß es in einer Mitteilung. Man glaube, „dass ihre Führung ein starkes Fundament für die Berlinale und das europäische Kino bietet, um selbstbewusst in die Zukunft zu gehen“. Und last but not least ließen natürlich auch die Mitarbeiter der Berlinale wissen, dass sie „voll und ganz hinter der großartigen Tricia Tuttle als unserer Intendantin“ stehen. Wer fehlt da noch? Klar, die linken Vertreter des Einheitsparteienkartells; so äußerten sich auch Politiker von SPD, Grünen und Linken entsetzt über eine mögliche Abberufung Tuttles und beklagten politische Einmischung in die Organisationsstrukturen die Berlinale.

Dieses pathetische Gefasel zeigt einmal mehr die Verlogenheit dieser Blase – denn sie ist es doch, die seit Jahren zulässt und über ihre uferlose NGO-Förderung dafür sorgt, dass Kultur pervertiert und „zum Spielball politischer Auseinandersetzungen“, zur Verfügungsmasse einer konzertierten Propaganda wird, indem sie die Ideologisierung dieses Festivals selbst vorantreibt und dort keinerlei andere Ansichten mehr zulässt. So wäre es etwa ganz unmöglich, dass sich konservative Filmemacher oder Schauspieler auf der Berlinale ungestraft zu Wort melden könnten und dort beispielsweise auf die katastrophalen Folgen der Massenmigration oder des Klimairrsinns aufmerksam machen könnten – geschweige denn Solidarität mit Israel und seinem Kampf gegen den palästinensischen Terror ausdrücken, der im Prinzip ja eine seit 75 Jahren laufende Vorwegnahme des exterminatorischen Islamismus ist, der auch uns in Europa droht und vielerorts längst im Gange ist. Solche antilinken Aussagen wären auf der Berlinale sicherer beruflicher Selbstmord und hier liegt dann auch eine der Antworten auf die Frage, warum deutsche Systemkünstler ist alle gleich klingen. Solange aber die „Richtigen“, sprich: Israel und die „Rechten“, angefeindet und angegriffen werden, hat man hier völlige Narrenfreiheit.

Die wahre “Kunstfreiheit”

Wie es einem ergeht, wenn man nicht in den antisemitischen Chor einstimmt, zeigt sich an der 30-jährigen Schauspielerin Sarah Maria Sander, die seit Monaten im Clinch mit der Produktionsfirma des Kinofilms „Die Todessehnsucht der Maria Ohm“ liegt. Sander ist sich sicher, dass sie ihre Hauptrolle in dem Film verloren hat, weil sie sich in einem Video für Israel einsetzte. Mit diesem hatte sie auf den offenen Brief von 200 Filmschaffenden an Kanzler Friedrich Merz reagiert, in dem diese im vergangenen August einen Waffenlieferungsstopp an Israel gefordert hatten. Sander warf den Unterzeichnern daraufhin Heuchelei vor, „weil es gerade im Trend ist, gegen Israel zu sein“, und stellte völlig zu Recht fest: „Eure politische Haltung, euer Aktivismus ist nichts, es ist eine Show. Es ist Gratismut ohne Risiko, ohne Haltung“. Laut Sander habe ihr dann Co-Autor Rainer Begoihn einen Monat später in einem Telefongespräch lapidar erklärt, ihr Engagement “schade” dem Projekt, Festivals könnten den Film mit ihr nicht annehmen. Außerdem sei ihr aus dem Produktionsumfeld nahegelegt worden, unter anderem Namen aufzutreten, um ihre politische Identifizierbarkeit zu verschleiern, und sie sei sinngemäß gefragt worden, ob sie lieber „Schauspielerin oder Aktivistin“ sein wolle (nota bene: Aktivismus für die Gegenseite wäre natürlich kein Problem gewesen!). Sanders Rolle wurde schließlich einer anderen Schauspielerin besetzt. Ob der Film jemals gezeigt werden wird, ist derzeit unklar; diese Woche scheiterte die Produktionsfirma mit der Absicht, Sander zu verbieten, sich über die Hintergründe des Vorfalls öffentlich zu äußern, vor Gericht.

So sieht also die ”Kunstfreiheit” in diesem linksten Deutschland aller Zeiten in Wahrheit aus. Angesichts des immer offener zutage tretenden, vorherrschenden antisemitischen Klimas kann Weimer es sich vermutlich gar nicht leisten, Tuttle zu entlassen. – denn dann würde prompt auch in Hollywood ein Protestgeheul losbrechen, dass die Berlinale ruinieren würde. Bereits vor dem diesjährigen Festival hatten über 100 Personen aus der Filmbranche, darunter Tilda Swinton, Mark Ruffalo und Javier Bardem, einen offenen Brief unterzeichnet, indem sie sich “entsetzt” über das „institutionelle Schweigen der Berlinale zum Völkermord an den Palästinensern“ äußerten. Jemand wie Alkhatib gilt in diesen Kreisen als mutiger Held – und würde Tuttle nun abberufen, weil sie ihn gewähren ließ, gäbe es einen Hagel an Angriffen, Boykotten und einen veritablen internationalen Shitstorm gegen das Berliner Festival. So wird Weimer wohl nichts anderes übrigbleiben, als sie im Amt zu belassen – außer sie würde freiwillig gehen und man fände irgendeine einvernehmliche “Sprachregelung”. Die widerliche Heuchelei der deutschen „Kulturschaffenden“ jedenfalls ist wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden – ebenso wie die Ohnmacht und Zahnlosigkeit eines Dampfplauderers im Kulturstaatsministerium.