Montag, 2. April 2018

Nicht kämpfen können, aber Umstandsuniformen beschaffen...

von Thomas Heck...

Dass Ursula von der Leyen ihre Prioritäten nicht unbedingt in die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr setzt, sondern medienwirksam Aufmerksamkeitspunkte sammelt, ist ja mittlerweile allgemein bekannt und bräuchte an sich nicht weiter thematisiert werden. Wenn es jedoch abstruse Züge annimmt, gehört es in die Öffentlichkeit. So halte ich es für einen Treppenwitz, dass 650.000 Euro Steuergelder verpulvert werden, damit schwangere Soldaten Umstandsuniformen erhalten. Dies hätte man sicher günstiger über eine einmalige Beihilfe erreichen können und es trifft sicher auch nur die Friedenszusatzausstattung, sprich die Dienstuniform. Den Kampfanzug Flecktarn brauchen Schwangere sicher nicht.




















Bundeswehr in anderen Umständen: Nach dem Abschluss eines "Trageversuchs" steht die Truppe vor der Serieneinführung von Umstandsuniformen für Schwangere. Die flächendeckende Beschaffung soll noch in diesem Jahr eingeleitet werden, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Derzeit werte man die Rückmeldungen der Soldatinnen aus und arbeite an Verbesserungen der Spezialuniformen. 


Insgesamt seien 500 Uniformsätze in verschiedenen Größen und Zusammensetzungen getestet worden - von der Feldbekleidung über Dienstanzüge bis hin zur Strumpfhose. Rund 80 Teilnehmerinnen hatten die Kleidungsstücke getestet und bewertet - etwa nach Optik, Tragekomfort und Atmungsaktivität. Es handelt sich laut Ministerium um elastische Uniformen, die den ganzen Zyklus über tragbar sind. 

Insgesamt sei die Dienstbekleidung von den Soldatinnen positiv und die Feldbekleidung eher negativ bewertet worden, heißt es aus dem Ministerium. Bei der Feldhose etwa hätten Soldatinnen einen Strickeinsatz abgelehnt und einen leichteren Stoff vorgeschlagen. 

Die Überlegung dahinter geht zurück auf Modernisierungspläne der Bundeswehr hin zu einem zeitgemäßen Arbeitgeber, der Gleichstellung ermöglicht. Streitkräfte anderer Länder haben solche Spezialkleidung bereits eingeführt. Bisher greifen Soldatinnen der Bundeswehr zu Zivilkleidung, wenn die Uniform nicht mehr über den Babybauch passt. Rund zwei Prozent der insgesamt 20.000 deutschen Soldatinnen sind nach Angaben der Bundeswehr im Durchschnitt schwanger. Die Kosten für den Versuch belaufen sich laut Ministerium auf rund 650.000 Euro. 

Dienstanzüge tragen Soldaten bei feierlichen Veranstaltungen wie Gelöbnissen oder als Ausgehuniform außerhalb militärischer Anlagen. Die Feldbekleidung in Flecktarn muss nicht zwingend im Gelände, sondern kann auch hinter dem Schreibtisch getragen werden. Und Schwangere dürfen laut Arbeitsschutzgesetz gar nicht auf den Schützenpanzer Puma aufsitzen. Ich halte es ja sowieso für eine Nebelkerze, damit künftig auch fette Soldaten passende Uniformen zur Verfügung haben werden.


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