„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Sie verbieten nicht die Hassrede, sondern die Rede, die sie hassen. Den Sozialismus erkennt man daran, daß es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert...
Sonntag, 26. Oktober 2025
Wie sich deutsche Nahostwissenschaftler gegen den jüdischen Staat stellen
Samstag, 25. Oktober 2025
»Rache, Völkermord, Apartheid, Aushungern«: Die vielen Missverständnisse über Israel
Bei einem Vortrag in Berlin dekonstruierte der Nahost-Korrespondent von Mena-Watch, Ben Segenreich, Zerrbilder über Israel in internationalen Medien. Damit leistet er einen Beitrag zur Entdämonisierung des Landes.
Geneviève Hesse
Mit Israel sei es »wie verhext«, steht in der Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) und des Mideast Freedom Forum. Über kaum ein anderes Land werde so viel berichtet, analysiert, kommentiert – und doch bleibe das Bild stark verzerrt. Je mehr über Israel geredet und geschrieben werde, desto mehr häuften sich Missverständnisse an, die sich in den Köpfen festsetzen. »Rache, Völkermord, Apartheid, Aushungern« seien die »Horrorbilder«, die der österreichisch-israelische Journalist Ben Segenreich im Zuge seines Vortrags hinterfragt.
Als langjähriger, ständiger Korrespondent in Israel für den ORF und die Zeitungen Der Standard und Die Welt kennt Segenreich den Alltag von Journalisten ganz genau: Es habe nicht nur mit gezielter Desinformation von Gegnern Israels zu tun, wenn obsessiv und verzerrt über das Land berichtet wird, es liegt auch an Zeitmangel und Zeitdruck, die zu Oberflächlichkeit und Schlampigkeit führen. Aus Gewohnheit würden Redaktionen nach wie vor ohne viel nachzudenken berichten, und zwar auch deswegen, weil es so erwartet wird.
Der Glaube, etwas verstanden zu haben, schaffe außerdem ein Glücksgefühl, das man gerne wiederhole, auch wenn es nicht wahr ist. Hinzu käme, dass Israel eine sehr komplizierte Materie ist, die an sich allein Anlass zu Missverständnissen gebe.
Das Missverständnis der »Rache«
Seine Anstöße zum Nachdenken eröffnet Segenreich mit dem Begriff »Rache«. Auch nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 wurde der Krieg in den Medien oft als »Vergeltungsangriff« oder »willkürliche Rache gegen die Zivilbevölkerung« dargestellt. Dabei, so Segenreich, seien die Ziele der israelischen Offensive strategisch klar gewesen: Einerseits zu verhindern, dass ein solcher Angriff je wieder möglich wird, andererseits, die Geiseln zu befreien.
Besonders irritierend sei der häufige Rückgriff auf die Bibel und das Talionsprinzip »Auge um Auge, Zahn um Zahn«. Ein Zitat, das als Beleg für jüdische Rachsucht herhalten müsse, obwohl es im Ursprung das Gegenteil meint, nämlich Gerechtigkeit. »Diese Bibelstelle aus dem, was den Christen Altes Testament heißt, ist die Mutter aller Missverständnisse«, so Segenreich. Selbst Jesus habe sie in seiner Bergpredigt falsch interpretiert, als er sie erwähnte und durch das christliche Bild ersetzte, die andere Wange hinzuhalten, anstatt zurückzuschlagen. So sei die Vorstellung entstanden, Juden seien rachsüchtig – ein Gedanke, der bis in die heutigen Schlagzeilen hineinwirke.
Nicht »Netanjahus Krieg«
Ein weiteres Beispiel von Zerrbildern über Israel sei die Formel vom »Krieg Netanjahus«. Sie suggeriere, es handele sich um ein persönliches Projekt des israelischen Premierministers. In Wahrheit sei der Krieg, so Segenreich, von der gesamten israelischen Gesellschaft getragen worden. Auch oppositionelle Politiker und Friedensaktivisten hätten sich zunächst hinter die Regierung gestellt. Junge Israelis, die verreist waren, seien nach dem 7. Oktober 2023 sofort nach Israel zurückgeflogen – nicht, weil sie besonders martialisch und patriotisch gewesen seien, sondern weil sie die eigene Familie, das eigene Haus und die eigene Großmutter verteidigen wollten.
Erst im zweiten Kriegsjahr habe sich die Stimmung geändert. Laut Umfragen befürworteten 55 bis 70 Prozent der Israelis, den Krieg zu beenden. Mit den medial verbreiteten Straßenbildern dieser Proteste gegen Netanjahu sei aber auch das nächste Missverständnis entstanden. Denn es ging bei den Demonstrationen nicht um die Kritik des israelischen Kriegs im Gazastreifen, sondern um die Notwendigkeit, auf die Forderungen der Hamas einzugehen, damit noch lebende Geiseln aus dem Gazastreifen entlassen werden.
Ein Zerrbild in den internationalen Medien sei auch die Wiederholung, Benjamin Netanjahu setze den Krieg nur aus parteipolitischem Kalkül fort und nehme deswegen den Tod von israelischen Soldaten und große Gefahren für die Geiseln in Kauf. So ein gravierender Vorwurf sei in keiner Weise zu belegen, meint Segenreich, weswegen Journalisten sich mit dieser Aussage besser zurückhalten sollten.
Angriffe gegen »Zivilisten«
Auch sei die Vorstellung, israelische Medien würden über das Elend im Gazastreifen nicht berichten, falsch. Gerade israelische Medien seien »unerhört lebendig, präsent, kritisch und aggressiv«, würden jede militärische und politische Entscheidung hinterfragen und die eigene Regierung in einem Stil angreifen, wie dies in Europa nicht üblich sei.
Die Bilder der furchtbaren Bedingungen im Gazastreifen seien in Israel also sehr wohl bekannt. Allerdings würde jedes Land im Krieg im ersten Teil der Nachrichten verständlicherweise über eigene Themen berichten: seine Toten und Verletzte, seine wirtschaftlichen Probleme, seine Traumata und Krisen. Abgesehen davon sind die Israelis für diese Situation nicht verantwortlich. Israel habe es sich nicht ausgesucht, in einem dicht besiedelten, urbanen Gebiet zu kämpfen, in dem die Hamas sich in Tunnels oder in Krankenhäusern und Schulen unter der eigenen Bevölkerung versteckt.
Die Hamas habe die zivile Infrastruktur benutzt, seien es Notstromaggregate oder Ambulanzfahrzeuge, um Terroristen zu transportieren, betont Segenreich. »Warum hätte Israel Schüler und Schülerinnen, Ärztinnen und Patienten angreifen wollen?«, fragt er. Nach dem Kriegsrecht dürften zivile Einrichtungen wie Schulen, Kirchen oder Wohnhäuser nur dann angegriffen werden, wenn sie vom Feind für militärische Zwecke genutzt werden – und genau das habe die Hamas systematisch getan.
Auch der Begriff »Vertreibung« sei irreführend. Diesen benutze man für Menschen, die man loswerden wolle. Israel habe Zivilisten im Gazastreifen zur Flucht aufgefordert, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen und nicht, um sie loszuwerden. Das Ziel sei gewesen, dass sie kein Schutzschild der Hamas mehr sind. Segenreich erinnert an frühere Kriege anderswo: Auch die irakischen Städte Falludscha und Mossul seien jeweils 2004 und 2016 evakuiert worden, um Kämpfe zu ermöglichen – und damals habe niemand von Vertreibung gesprochen.

Mythos vom »Aushungern«
Kaum ein Vorwurf sei so schwerwiegend wie der des »Aushungerns«. Doch auch hier widerspricht Segenreich entschieden. Eine vollständige Gaza-Blockade habe es nur von März bis Mai 2025 gegeben, als die Vorratslage als gesichert galt. Ansonsten seien täglich 100 bis 300 Lastwagen mit je zwanzig Tonnen Hilfsgütern in den Gazastreifen gelangt. Das Völkerrecht, so Segenreich, verpflichte eine Kriegspartei nur dann Hilfsgüter durchzulassen, wenn der Gegner sie nicht militärisch missbrauche – was die Hamas nachweislich getan hat.
Die Terrororganisation hat Hilfsgüter abgefangen, verkauft und mit den Einnahmen ihre Kämpfer entlohnt. Gleichzeitig hätten internationale Medien über steigende Lebensmittelpreise auf Märkten berichtet, ohne zu erwähnen, dass die Waren als humanitäre Hilfe eigentlich kostenlos verteilt werden sollten. Israels Strategie sei gewesen, die Hamas zu umgehen, nicht die Bevölkerung auszuhungern.
Als Beispiel für Doppelstandards im Umgang mit Israel fragt Segenreich rhetorisch nach einem Krieg, bei dem die eine Partei der anderen Hilfe zukommen lässt: »Liefern die Russen etwas an die Ukraine – oder umgekehrt? Hat England Nazi-Deutschland geholfen?«
Immerhin sei es vier neuen Verteilungszentren im südlichen Gazastreifen zeitweise gelungen, bis zu eine Million Mahlzeiten am Tag zu verteilen, auch wenn Segenreich die damit verbundene Stiftung als »problematisch« bezeichnet. Ein Monopolstreit der UNWRA – »Schrägstrich Hamas«, fügt Segenreich hinzu –, habe zur absurden Situation geführt, dass das Hilfswerk der Vereinten Nationen vollbeladene Lastwagen auf der Gaza-Seite der Grenze nicht abholen ließ, weil sie die Hilfsgüter nicht verteilen wollte, wenn neben ihr auch eine der UNO nicht angegliederte Institution im Gazastreifen tätig ist.
Unüberprüfbare Zahlen
Besonders kritisch sieht Ben Segenreich den Umgang mit den Opferzahlen. Die einzige Quelle sei das Gesundheitsministerium von Gaza, das von der Hamas geführt wird. »Wer ist aber der Gesundheitsminister oder die Gesundheitsministerin?«, fragt Segenreich ironisch. Wie die Zahlen erhoben würden, wisse niemand genau. In die Statistik flössen Krankenhausdaten, Medienberichte, die nicht besonders wissenschaftlich seien, und Eigenmeldungen ein. Eine unabhängige Kontrolle gibt es nicht.
Die kolportierte Zahl der 67.000 Toten enthalte Kämpfer und Zivilisten zugleich. Diese fehlende Unterscheidung sei das größte Problem, weil es suggeriere, alle Toten seien Zivilisten gewesen. Auch werden die Todesursachen nicht präzisiert. Es müssten nicht immer israelische Raketen schuld sein. Manche Opfer seien eines natürlichen Todes gestorben, andere durch explodierende Munitionslager oder fehlgeleitete Raketen der Hamas. Vielleicht wohnten sie in Häusern, die von der Hamas militärisch besetzt waren. Oder sie starben gar nach ihrer Teilnahme am Massaker vom 7. Oktober 2023 in den Kämpfen auf israelischem Gebiet, bevor die Armee wieder die Kontrolle hatte.
Es gebe eigentlich keine verlässliche Zahl der Toten im Gazastreifen, so Segenreich, weswegen Journalisten die umherschwirrenden Angaben auch nicht als Tatsachen publizieren dürften.
Ein »Völkermord«?
Unter den herrschenden Bedingungen von einem »Völkermord« zu sprechen, sei »lachhaft, wenn es nicht so ernst und bitter und böse wäre«. Ein Völkermord setze die Absicht voraus, eine Gruppe als solche ganz oder teilweise vernichten zu wollen. Dazu Segenreich kategorisch: »Es kann keine Rede davon sein, dass Israel Palästinenser als Volk zerstören will«; es wolle nur die Hamas als dominierende Kraft im Gazastreifen beseitigen und die letzten, toten Geiseln rückerstattet haben.
Der Nahost-Korrespondent beruft sich auf den »gesunden Menschenverstand«. Bei einem Völkermord habe die verfolgte Gruppe keinen Ausweg. Sie könne sich nicht ergeben und »stopp« sagen. Das kenne man von den Völkermorden der Türken in Armenien und der Nationalsozialisten an den Juden, Roma und Sinti oder aus Ruanda im Fall der Tutsi.
Segenreich verweist auch auf ein anderes Argument: Als Israel den Gazastreifen von 1967 bis 2005 besetzt hielt, stieg die dortige Bevölkerung von 400.000 auf 1,3 Millionen Menschen an. »Ich kenne keinen Völkermord, bei dem sich die Zahl der Verfolgten verdreifacht hat.«
Auch die vielzitierte Umfrage vom letzten September, nach der 86 Prozent der Genozidforscher Israel einen Völkermord attestierten, nennt er »völligen Zirkus und Unfug«. Die infrage stehende Organisation, die International Association of Genocide Scholars, sei vorher kaum bekannt gewesen und danach sofort wieder aus den Schlagzeilen verschwunden. Nur 28 Prozent ihrer 600 Mitglieder haben online abgestimmt. Mitglied könne praktisch jeder werden, der ein Formular online ausfülle und einen Mitgliedsbeitrag zahle.
Die Macht der Schlagwörter
Ben Segenreichs Fazit ist ernüchternd und macht nachdenklich: Wird Israel immer wieder mit Schlagwörtern wie »Genozid«, »Apartheid« oder »Aushungern« in einem Atemzug genannt, gibt Segenreich zu bedenken, bleibt immer etwas davon hängen, auch ohne Beweise für die erhobenen Anschuldigungen, denn »es funktioniert wie Werbung«. Worte prägen die Wahrnehmung und schleifen sich ein. Der Nahost-Konflikt sei schlimm genug, er wäre aber »etwas leichter«, gebe es nicht zusätzlich all diese vielen Missverständnisse.
Dass eine ungenaue und tendenziöse Berichterstattung den internationalen Antisemitismus befeuert, erwähnt Segenreich nicht. – Wahrscheinlich, weil sich seine Zuhörer dessen sehr bewusst sind, wie die wohlwollenden Fragen im Anschluss zeigen.
Freitag, 24. Oktober 2025
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Freitag, 17. Oktober 2025
Diskussionshilfe: Vier Fragen zu den „Ureinwohnern“ Palästinas
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Wann immer Ihnen jemand erzählt, die Palästinenser seien die indigenen oder autochthonen Bewohner der Region Palästina (Israel und palästinensische Autonomiegebiete), stellen Sie vier einfache Fragen: | |
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Der Name | |
Der Name „Syria Palaestina“ wurde der Region vom römischen Kaiser Hadrian nach dem jüdischen Bar-Kochba-Aufstand 135 n. Chr. gegeben, nachdem die Juden endgültig aus Jerusalem vertrieben wurden. | |
„Syria“ bezieht sich auf die Assyrer, die die Region zur Zeit der Entstehung der Bibel besetzt hatten. „Palaestina“ bezieht sich auf die Philister, die Teil der Seevölker waren und um die Regiond es heutigen Gazastreifens siedelten. (David und Goliath) Das waren jedoch keine Araber, sondern kamen aus dem griechisch-mykenischen Raum. | |
Dieser Name wurde dann unter allen Herrschern (Oströmisches Reich, Araber, Iraker, Europäische Kreuzfahrer, Ägypter, Türken) einfach beibehalten. Denn in der ganzen Region lebte immer ein multi-kulturelles Gemisch aus Angehörigen anderer Völker und Ethnien: Griechen, Ägypter, Türken, Syrer, und so weiter. | |
So gemischt, dass unter den Türken - das Osmansiche Reich beherrschte die Region bis zum Ersten Weltkrieg für 400 Jahre und damit am längsten - und später unter der britischen Verwaltung nur zwischen Konfessionen unterschieden wurde. (Muslime, Juden, Christen) | |
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Das Osmanische Reich: Palästina ist nicht einmal eingezeichnet. Es war nur ein Verwaltungsdistrikt. | |
Deshalb gab es keinen Eigennamen für diejenigen, die sich heute Palästinenser nennen. Sie haben keine Bezeichnung für sich. Weil sie nie eine gemeinsame Gruppe waren, die eine Eigenbezeichnung entwickelt hätte, wie Franzosen oder Deutsche. Sie benutzten einfach den Namen der Region, obwohl sie „Palästinenser“ nicht einmal aussprechen können. Sie sagen „Falestine“, denn im Arabischen gibt es kein P. | |
Im Koran wird die Region nur einmal als „al-muqaddasa“ genannt, das heilige Land. Damit ist aber gemeint, dass es für die Juden heilig war. Al-Quds (Jerusalem) wird gar nicht erwähnt. Und al-Aqsa bedeutet lediglich „der weit entfernte Ort“, „die Fernste“. Sie wird auch nur ein einziges Mal erwähnt, obwohl dort die Himmelfahrt Mohammeds stattgefunden haben soll. Erst nach der Eroberung und dem Bau der Moschee (!) wurde es so ausgelegt, dass mit dem „fernen Ort“ Jerusalem gemeint war. | |
Die Bezeichnung | |
„Palästinenser“ wurden über Jahrhunderte alle genannt, die in der Region leben. So wie man „Münchner“ oder „Rheinländer“ sagt. Unabhängig von Konfession oder Ethnie. Auch griechische, orthodoxe Christen, Juden oder muslimische Beduine wurden Palästinenser genannt. | |
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Kaum zu unterscheiden: Juden in Palästina, ca. 1900 | |
Nachdem Israel aber gegründet wurde, wollte man eine Bezeichnung haben für diejenigen Muslime (es sind nicht alles Araber), die nun gegen Israel kämpften. Aber der Gazastreifen war zunächst durch Ägypten besetzt und das Westjordanland durch Jordanien. | |
Als die PLO 1964 gegründet wurde, definierte sie einfach alle übriggebliebenen Muslime, die nicht in Israel lebten (heute etwa 20% der israelischen Bevölkerung) als die neuen „Palästinenser“. Und da es keine andere Bezeichnung gab, wurde diese dann schnell weltweit übernommen. | |
Der DNA-Test | |
Und weil die Palästinenser keine Ethnie sind oder tradierte, einheitliche Bevölkerung sind, kommt bei DNA-Tests auch nie „Palästinenser“ heraus. Sondern Jordanier, Ägypter, Syrer, und so weiter. | |
Darauf weisen viele der gebräuchlichsten Familiennamen in den palästinensischen Autonomiegebieten hin: Einer der häufigsten Namen ist Al‑Masri („der Ägypter“ oder „aus Ägypten“), Al-Halabi (aus Aleppo, Syrien), Al‑Baghdadi (Bagdad, Irak), Al‑Yamani (Jemen), Al‑Mughrabi (Marokko), Munbasi oder Majdalawi (Majdal, Syrien) und so weiter. | |
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Familie im heutigen Westjordanland, um 1900. Die Tracht der Frauen weist starke jordanische und syrische Einflüsse auf. | |
Das wird sich auch nicht so schnell „auswachsen“, denn da zumeist innerhalb der Großfamilien geheiratet wird, wird dieses Erbe noch viele Generationen in der DNA nachweisbar sein. | |
Palästinenser, die im Ausland leben, sind sich dessen häufig nicht bewusst und posten dann wütende TikTok-Videos, die Juden hätten die DNA-Tests manipuliert. | |
Der Staat Palästina | |
Und das erklärt auch, warum es nie einen Staat Palästina gegeben hat. | |
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Griechisch-orthodoxe Priester in Jerusalem, um 1900 | |
Privat gehörte vielen Land. Natürlich. Aber das hätten sie behalten können, hätten sie nicht die Juden und Israel wieder und wieder angegriffen. Oder wären geflohen, weil die arabischen Führer ihnen sagten, nach einigen Wochen sei der Krieg vorbei und die Juden wieder vertrieben. | |
Viele haben ihr in ihren Augen wertloses Land auch einfach an Juden verkauft. So viel, dass Mohammed Amin al-Husseini, der Großmufti von Jerusalem und spätere SS-Gruppenführer, es verbot. | |
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Frau eines Beduinen-Stammes im heutigen Israel, um 1900. | |
Mehr noch: Ab 1900 stieg die Zahl der einwandernden Muslime im gleichen Maße an, wie die Zahl der Juden. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches wanderten viele überhaupt erst in die Region ein, die Zahl verdoppelte sich. Um 1900 lebten ind er ganzen Region etwa so viele Menschen, wie heute in Tel Aviv. | |
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Anstieg der Bevölkerung in der Region ab 1890. Nach dem Ersten Weltkrieg nimmt die Zuwanderung rasant zu. | |
Palästinenser sind „die Übriggebliebenen“. Und so werden sie auch in der arabischen Welt gesehen. Was sich viele „im Westen“ nicht klar machen. | |
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Ein „neues Volk“, keine Ureinwohner | |
Die meisten „Westler“ projizieren ihr Verständnis von Staat, Ethnie und Volk einfach auf eine Gesellschaft, die im Kern völlig anders funktioniert. | |
Das bedeutet nicht, dass die Palästinenser kein Volk sind. Wenn eine Gruppe sich als Volk sieht und definiert, ist es ein Volk. Punkt. | |
Aber die Palästinenser sind keine Ethnie. | |
Deshalb mein Tipp, wenn Sie an jemanden geraten, der das behauptet: |







