Mittwoch, 25. Mai 2016

Fundamentalistische Diplomarbeit: „Kindererziehung im Islam.“

Im Jahr 2012 wurde an der Universität Wien eine Magisterarbeit mit dem Titel „Kindererziehung im Islam“ eingereicht, deren Autor heute Religionslehrer in der österreichischen Hauptstadt ist. In dem Werk werden ganz offen die Trennung von Staat und Religion, weltliche, menschgemachte Gesetze und die Gleichberechtigung der Frau abgelehnt. Es wird gegen Christen und Juden gehetzt und sogar Tötungsbefehle gegen Atheisten und Apostaten tauchen auf. Ein abschließendes Zitat der Diplomarbeit legt das mehr als zweifelhafte Weltbild des Autoren schonungslos offen: „Das heißt, der Islam ist ein vollkommenes Lebenssystem, es gibt im Islam keinen Unterschied zwischen Politik, Wirtschaft und Glauben.“ Damit werden Grundsätze des säkularen und demokratischen Rechtsstaates infrage gestellt: Die Trennung von Staat und Religion und der Status des Glaubens als Privatsache. Eine Auffassung, die unzählige Moslems in Europa und der Welt vertreten. 



Der mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern übersäte Text, plädiert letztlich dafür, Kinder islamistisch zu indoktrinieren und sie gegen die Werte des Laizismus, der Freiheit, des liberalen Rechtsstaates und der Demokratie zu erziehen. Einige Auszüge zeigen, wie das erreicht werden soll und belegen den fundamentalistischen und verfassungsfeindlichen Charakter der Arbeit. Um seine Standpunkte zu untermauern, wird sehr ausgiebig aus dem Koran zitiert. 

Wir werden im Folgenden die Diplomarbeit, die islamkritik-objektiv.com vorliegt, Punkt für Punkt durchgehen. Aus rechtlichen Gründen, (da dies einen Verstoß gegen die Integrität von „Geistigem Gut“ darstellen würde) können wir sie nicht zum Download anbieten oder aus der Arbeit eins zu eins zitieren, aber unsere Beschreibung spiegelt genau das wieder, was in der Diplomarbeit steht. 

1) Mordaufrufe gegen Apostaten und Atheisten 

In der Diplomarbeit wird darauf hingewiesen, dass jeder getötet werden muss, der seine Religion wechselt (sich vom Islam abwendet). Dabei wird auf mehreren Seiten in der Diplomarbeit auf den Koran und die Suren verwiesen, in denen zum Mord aufgerufen wird. 

Auch wird begründet, warum Apostaten oder Atheisten zu töten sind. Zum Beispiel, dass solche Menschen irdischen Versuchungen verfallen oder andere Moslems zur Apostasie verführen könnten.

„Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr ihnen gleich seid. Nehmt aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer". Sure 4, Vers 89 

2) Warnung vor dem Atheismus 

In der Arbeit wird vor dem Atheismus, der Missachtung der gesetzlichen islamischen Scharia und die Verneigung der Existenz Gottes gewarnt. 

3) Hetze gegen Christen, Juden und „Ungläubige“ 

Auch hier wird ausgiebig aus dem Koran zitiert, unter anderem werden folgende Koransuren und Verse in der Diplomarbeit erwähnt. 

„O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah leitet das ungerechte Volk nicht auf den rechten Weg“. Sure 5, Vers 51 

„Diejenigen aber, die ungläubig sind, genießen und essen (im Diesseits), wie das Vieh frisst; das (Höllen)Feuer wird ein Aufenthaltsort für sie sein“. Sure 47, Vers 12 

4) Ablehnung der Trennung von Staat und Religion 

Der Autor der Arbeit sieht den Islam als vollkommenes Lebenssystem, in dem es keinen Unterschied zwischen Politik, Wirtschaft und Religion geben darf. Diese Ablehnung des säkularen Staates wird durch Berufung auf Koranstellen untermauert, die die Vollständigkeit und den allumfassenden Charakter der islamischen Lehre betonen.

„Glaubt ihr denn an einen Teil der Schrift und verleugnet einen anderen? Wer von euch aber solches tut, dessen Lohn ist nur Schande im diesseitigen Leben. Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe zugeführt werden. Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.“ Sure 2, Vers 85

5) Die Vorstellung von der Hölle 

Die Arbeit vertritt die Ansicht, dass „Ungläubige“ und Apostaten im Höllenfeuer schmoren müssen. So soll den Kindern eine frühe Treue zum Islam nahegebracht werden. 

„O die ihr glaubt, bewahrt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind.“ Sure 66, Vers 6 

6) Aufruf zur Selbstjustiz 

Auch Aufrufe zur Selbstjustiz tauchen in der Arbeit zahlreich auf. Da der säkulare Rechtsstaat abgelehnt wird, ist es laut dem Autor legitim, dass Muslime als Gemeinschaft und Einzelpersonen unabhängig von der staatlichen Gesetzgebung Rache und Selbstjustiz üben dürfen. 

„Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allah.“ Sure 3, Vers 110 

„Gebiete das Rechte und verbiete das Verwerfliche und ertrage standhaft, was dich trifft.“ Sure 31, Vers 17 

„Und es soll aus euch eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerfliche verbietet. Jene sind es, denen es wohl ergeht.“ Sure 3, Vers 104 

7) Ansichten über die Ehefrau 

In der Arbeit werden Frauen als Eigentum der Männer dargestellt. Sie sind reine Gebärmaschinen, die von ihren Ehemännern nach belieben bestraft werden dürfen. Zudem wird gefordert, nicht-muslimische Frauen vor der Heirat zum Islam zu bekehren, da ansonsten keine Hochzeit stattfinden dürfe. 

„Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie ihr wollt.“ Sure 2, Vers 223 

„Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten.“ Sure 24, Vers 30

„Und heiratet Götzendienerinnen nicht, bevor sie glauben. Und die gläubige Sklavin ist fürwahr besser als eine Götzendienerin, auch wenn diese euch gefallen sollte. Und verheiratet nicht gläubige Frauen mit Götzendienern, bevor sie glauben.“ Sure 2, Vers 221 

8) Abfall vom Glauben 

Auch um vor dem Abfall vom Islam zu warnen, beruft sich die Diplomarbeit auf den Koran. Erst wird eine Koranstelle erwähnt, um die Muslime zu ermutigen, nicht für die Nationalität, sondern für den Glauben zu töten. Mit einer anderen Koransure werden die „Ungläubigen“ als Ungehorsame gegenüber Allah gebrandmarkt. 

„Wenn Wir ihnen vorschreiben würden: Tötet euch selbst oder zieht aus euren Wohnstätten aus, so täten sie es nicht, außer wenige von ihnen. Wenn sie aber tun würden, wozu sie ermahnt werden, wäre es wahrlich besser für sie und eine größere Stärkung im Glauben“ Sure 4, Vers 66 

„Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen“ Sure 5, Vers 44 

All diese aus der Diplomarbeit zitierten Koransuren und sinngemäß übertragenen Passagen zeigen eindeutig, dass die Diplomarbeit einen fundamentalistisch-islamistischen Charakter besitzt und den Autor disqualifiziert, sein Amt als Lehrer auszuüben. Anstatt die Schüler zu verfassungstreuem, kritischem Denken anzuregen und sie zu mündigen Staatsbürgern in einer Demokratie zu erziehen, fordert er ihre islamistische Indoktrinierung, die sich gegen den säkularen Rechtsstaat richtet und die Überwindung der Demokratie zum Ziel hat. Würde er die „Lehren“, die er in seiner Diplomarbeit dargelegt hat, konsequent verfolgen, müsste er die Schüler zu frauenverachtenden, anti-säkularen und verfassungsfeindlichen radikalen Muslimen erziehen, die buchstabengetreu nach dem Koran leben und die „Ungläubigen“ verachten. Besonders die Propaganda des Antisemitismus und die Hetze gegen Christen und Atheisten, die nicht einmal vor Tötungsbefehlen zurückschreckt, zeigen die Unfähigkeit des Verfassers der Arbeit, als Lehrer im demokratischen Geist zu unterrichten. Neben ihrem hetzerischen und islamistischen Charakter strotzt die Arbeit vor Rechtschreib- und Zeichenfehlern und ist in ihrem Inhalt nicht forschend und differenziert, sondern doktrinär und einseitig. Das schien die Professoren nicht davon abgehalten zu haben, dem Verfasser einen Magister zu verleihen. 

Angesichts der Bedrohung Europas durch den fundamentalistischen Islamismus sollte der Rechtsstaat in Österreich nicht vor einem religiösen Dogma einknicken, das jeglicher Freiheit und Menschlichkeit – wichtige Errungenschaften der europäischen Kultur – völlig wesensfremd ist. Es muss konkret gehandelt werden, um die Jugend vor doktrinär-islamistischer Propaganda zu schützen: Der Entzug der Lehrerlaubnis und die Aberkennung des Magistertitels sind notwendige Schritte, die der Staat tun muss, wenn er seine Bürger und seine säkularen, in der christlich-abendländischen Kultur verwurzelten, Grundlagen vor einem religiösem Totalitarismus schützen will, der ganz offen zugibt, die verfassungsmäßige Ordnung stürzen und ein islamisches Kalifat errichten zu wollen.



Kommentare:

  1. Wenn es sich um eine Diplomarbeit einer österr. Universität handelt, muss die österreichische Nationalbibliothek ein Exemplar davon haben, das einsehbar ist. Für wissenschaftliche Zwecke müssten auch Teile davon kopiert werden können

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  2. Diplomarbeiten sind öffentlich. Bitte Quellenangabe!
    Eine Kontaktmöglichkeit für diese Seite wäre auch angenehm.

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