Mittwoch, 24. Juni 2026

Lügen über Ulmen: Die nächste Rufmordkampagne wird gerichtlich entlarvt

von Alexander Schwarz

Christian Ulmen und Collien „Erfandes“ vor Rosenkrieg und Schmutzkampagne im April 2024



„Montag ist Spiegel-Tag“, lautete einst der Werbeslogan des selbsternannten „Sturmgeschützes der Demokratie“. An diesem Montag hat das Hanseatische Oberlandesgericht dem, was in manchen Köpfen von der journalistischen Reputation des „Spiegel“ vielleicht noch übrig war, endgültig den Rest gegeben: Das Gericht verbot dem Relotiusblatt weite Teile der Titelgeschichte vom März, die die Fernandes-Ulmen-Farce losgetreten hatte. Ohne es direkt zu behaupten, hatte der „Spiegel“ doch reichlich eindeutig suggeriert, dass der Schauspieler Christian Ulmen “Deep-Fake”-Pornos seiner Ex-Frau Collien Fernandes verbreitet habe. Dies war der Anlass für eine mediale Hinrichtung Ulmens, die ihn innerhalb weniger Stunden zu einer Art deutschem Jeffrey Epstein machte. Der bis dato am Tisch der linken Salonberserker (von Ulf Poschardt treffend als „Shitbürger“ bezeichnet) wohlgelittene Schauspieler wurde dadurch zur für Vogelfrei erklärten Unperson, Fernandes hingegen zum beklagenswerten Opfer eines durch und durch verkommenen Triebtäters stilisiert.

Nichts daran war wahr: Die Hamburger Richter stellen nun fest, dass es dem „Spiegel“-Machwerk an „einem Mindestbestand an Beweistatsachen“ fehlt – „und zwar sowohl im Hinblick auf ein Verbreiten als auch hinsichtlich der Herstellung von Deepfake-Videos“. Nach Ansicht des Senats erwecke „die angegriffene Berichterstattung beim angesprochenen aufmerksamen und verständigen Durchschnittsleser das zwingende Verständnis, dass die Möglichkeit bestehe, der Antragsteller habe pornographische Deepfake-Videos seiner Ex-Ehefrau verbreitet“. Der „Spiegel“ ist damit offiziell auf dem Niveau von Postillen wie dem „goldenen Blatt“ und ähnlichen Erzeugnissen angekommen, die ihre hanebüchenen Stories oft komplett erfinden. Es ist der Tiefpunkt einer seit Jahren anhaltenden Entwicklung, in der der „Spiegel“ zur primitiven Propagandaschleuder des Wokeismus geworden ist.

Politmediale Kampagne

An jeder Hetzjagd auf weiße Männer beteiligte er sich nach Kräften, vor allem an der auf „Rammstein“-Sänger Till Lindemann wegen angeblicher sexueller Übergriffe auf ahnungslose und mit Alkohol gefügig gemachte Groupies. In keinem dieser Fälle kam je etwas juristisch Verwertbares heraus, es ging allein darum, prominente und reiche Männer zur Strecke zu bringen. Der „Spiegel“ ist zu einem Bollwerk der Realitätsverweigerung und einer primitiven Hassschleuder geworden. Die Folgen der millionenfachen und vor allem muslimischen Massenmigration werden verschwiegen oder verharmlost, dafür wird zügellos gegen die AfD, Donald Trump und alles geschossen, was nicht links ist.

Wesentlich bei dieser Kampagne: Der Großangriff auf Ulmen war erfolgt im Verbund mit SPD-Justizministerin Stefanie Hubig und der linksextremen NGO “HateAid”, die auf diese Weise ein autoritäres Gesetz durchdrücken wollten: Ziel war es, angebliche „Strafbarkeitslücken bei pornografischen Deepfakes und anderen Formen bildbasierter Gewalt“ zu schließen. Passenderweise forderte Hubig genau dies in der gleichen „Spiegel“-Ausgabe, in der Fernandes zum Schaden des Leumunds ihres Ex-Mannes herumopfern durfte. Ein prominentes TV-Gesicht wie sie sollte als Gallionsfigur für den Kampf gegen den Phantasietatbestand der „virtuellen Vergewaltigung“ dienen, um weiterer Internet-Zensur den Weg freizuschießen. In einem Land, in dem reale Vergewaltigungen – da zumeist von der linken Hauptschutzklientel migrantischer Triebtäter begangen – medial unter den Teppich gekehrt werden, sind zu Lasten einheimischer weißer deutscher Männer konstruierte Phantomstraftaten der eigentliche Skandal.

“Verschweigen, was ist“

In diesem Fall jedoch verpuffte die offensichtlich konzertierte Kampagne wirkungslos – und alle Versuche, sie durch Demos der üblichen linken Verdächtigen und einen Talkshow-Auftritt von Fernandes künstlich am Leben zu erhalten, gingen nach hinten los; zu unstimmig und widersprüchlich waren die von “Erfandes“ erhobenen Vorwürfe und die angebliche Rolle von Ulmen in diesem Kontext, die sie später selbst relativierte. Was von dieser schäbigen Posse bleibt, ist ein weiteres Lehrbuchbeispiel dafür, wie in dieser Demokratur die tatsächliche “politische Willensbildung” erfolgt – nämlich nicht mehr von der Bürgerbasis aus, sondern von oben über staatlich gepamperte NGOs und vorpolitische Organisationen durch Vereinnahmung der öffentlichen Stimmung. Der Versuch, im Hauruckverfahren Gesetzesänderungen zu erzwingen, indem man irgendeinen vermeintlichen Missstand konstruiert, dessen Bekämpfung keinen Aufschub mehr duldet, wäre diesmal fast geglückt – wenn die Story dahinter durchdachter gewesen wäre.

Früher hätte der “Spiegel“ solche Fake-Anschuldigungen und Verschwörungen zwischen linken NGOs, rachsüchtigen Promis im Rosenkrieg und profilierungsgeilen Ministerinnen selbst aufgedeckt; heute ist er Mittäter und beteiligt sich eifrig an der Dämonisierung linker Feindblder . Von dem, was sein Gründer Rudolf Augstein vor 80 Jahren geschaffen hat, ist nichts mehr übrig. Dessen Devise „Sagen, was ist“ ist beim „Spiegel“ faktisch verboten. Spätestens seit Claas Relotius‘ Machenschaften heißt es dort bis heute „Verschweigen, was ist – und sagen, was sein soll“ – so wie beim Rest der deutschen Mainstream-Journaille, die sich von jedem journalistischen Ethos verabschiedet hat und sich nur noch als Erzieher des unwissenden Volkes versteht. Das Hamburger Urteil hat den Niedergang des „Spiegel“ ein weiteres Mal dokumentiert. Ein Umdenken ist bei diesem publizistischen Augiasstall nicht mehr zu erwarten, wo man, selbst wenn man wollte, gar nicht mehr in der Lage ist, die Dinge noch rational zu betrachten und seinem Auftrag gerecht zu werden. Nach Andreas Türck, Jörg Kachelmann und Till Lindemann ist Christian Ulmen das nächste Woche eines degenerierten “MeToo”-Mindsets, das unbewiesene Anschuldigungen erhebt, Existenzen vernichtet und am Ende gerichtlich widerlegt wird, während die Lügen an den zu Unrecht Beschuldigten weiter haften bleiben.


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