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Mittwoch, 11. Februar 2026

Investigativ: „Israel hat 3000 Palästinenser verdampft!“

Wann immer man Bilder einer Detonation im Gazastreifen sieht, sollte man sich fragen, warum genau in dem Moment eine Kamera darauf gerichtet war. Einschlag neben dem Mushtaha Tower, 05.09.2025

Al Jazeera behauptet gestern in einem Beitrag, Israel habe Waffen im Gazastreifen eingesetzt, die fast 3000 Palästinenser „verdampft“ hätten. Was schon absurd erscheint, wird bei genauerer Betrachtung zu einer an den Haaren herbeigezogenen, bewussten Propaganda-Lüge.

Es gibt zwei wiederkehrende, antisemitische, historische Erzählungen, die grob unterschieden werden.
Zum ersten die so genannte Brunnenvergiftung. Diese kam während der Pest im 14. Jahrhundert vor allem im süddeutschen Raum und der Schweiz auf. Damit machte man Juden für die Pest verantwortlich.
Zum zweiten die Ritualmordlegende, vor allem von William of Norwich. Verbreitet wurde das bereits ab 1144 vor allem durch den Mönch Thomas von Monmouth. Juden hätten den jungen William entführt und in einem Ritual getötet.
Beide Muster finden sich seitdem immer wieder in den meisten solcher Erzählungen.

Dass Juden Menschen verdampfen, darauf ist noch niemand gekommen.

Die arabische Nachrichtenplattform Al Jazeera aus Katar hat gestern einen Beitrag veröffentlicht unter dem Titel „Israel setzte im Gazastreifen Waffen ein, die Tausende von Palästinensern verdampfen.“
Als Redakteur ist ein Mohammad Mansour angegeben. Veröffentlicht wurde der Beitrag auf der als vergleichsweise harmlos geltenden englischsprachigen Plattform.

Screenshot des Beitrags

Ich werde den Artikel auszugsweise chronologisch durchgehen. Um zu zeigen, wie mehr oder weniger geschickt hier eine Propagandalegende erschaffen wird.
Vor allem aber, weil ich dadurch davon abgehalten werde, wegen angewiderter Überforderung in Lakonie und Satire zu verfallen. Was wirklich unglaublich anstrengend ist.

Die Thermik

Im Vorspann (Teaser) des Beitrags steckt schon ganz viel drin:

„Eine Ermittlung von Al Jazeera enthüllt, wie von den USA gelieferte thermische und thermobarische Munition, die bei 3.500 °C brennt, von fast 3.000 Palästinensern keine Spuren hinterlassen hat.“

Verwendet wird der Begriff „investigation“, was mehr als nur eine reine Recherche ist. Das Wort ist nicht zufällig mit dem deutschen „investigativ“ verwandt.
Wie wir sehen werden, ist absolut gar nichts an diesem Beitrag investigativ. Er beruht ausschließlich und direkt auf Behauptungen der Hamas. Inklusive unverhohlen angegebener Quellen. Da wurde nichts „ermittelt“ oder „untersucht“.

Das nächste ist die Behauptung, Israel habe „thermische und thermobarische“ Waffen verwendet.
Der Begriff „thermische“ Waffen ist nicht klar umrissen. Das sind – eher unfachlich – alle Waffen, die vor allem durch Hitze wirken. Das im Vietnamkrieg eingesetzte Napalm war eine solche Waffe.
Solche Waffen sind umstritten, aber nicht verboten. Da sie einen militärischen Nutzen haben, dadurch können beispielsweise Flugabwehrstellungen zerstört werden. (Radars, Generatoren)
Mir sind zwei Fälle bekannt, in denen Israel tatsächlich weißen Phosphor eingesetzt hat. Aber gegen Stellungen an der Grenze zum Libanon, entfernt von möglichen zivilen Kollateralschäden. Gegen eben solche Flugabwehrstellungen.

Thermobarische Waffen wirken etwas anders. Sie sind darauf ausgelegt, bei einer Detonation einen so großen „Feuerball“ zu verursachen, dass dieser eine große Druckwelle entwickelt und der Umgebung sofort sämtlichen Sauerstoff entzieht.
Solche Waffen sind vor allem dafür geeignet, gegen weitläufige Bunkeranlagen eingesetzt zu werden. Im offenen Gelände erreichen sie nicht ihre volle Wirkung. Um diese Waffen wird es in dem Beitrag vor allem gehen.

Israel besitzt keine thermobarische Waffen.

Russland setzt thermobarische Waffen in der Ukraine ein.
Und dort wird wenig über sie berichtet. Höchstens wenn sie zerstört werden. Was ahnen lässt, dass sie auch nicht so viel grausamer sind, als alle anderen Waffen auch.

Ein russischer „schwerer Flammenwerfer“ TOS-1 Buratino in der Ukraine, wegen seiner Silhouette „Pinocchio“ genannt.

Ein wenig Füsik

Kommen wir zu dem unappetitlichen Effekt des Verdampfens. Der eigentlich nur unappetitlich in unserer Vorstellung ist. Würde ein Mensch tatsächlich verdampft werden, wäre das ein sehr schneller und schmerzloser Tod.

Beim Abwurf der Atombomben auf Japan wurden Menschen verdampft. Von ihnen blieben nur Schatten auf dem Boden. Das gibt vielleicht einen Hinweis darauf, welche Energie herrschen muss.
In der Detonation selber herrschten mehrere Millionen Grad Celsius. Die Bomben wurden in 500m bzw. 600m Höhe gezündet. Am Boden herrschten zwischen 3000°C und 4000°C. Dort, wo die Menschen verdampft sind, eher 8000°C. Im Hypozentrum, dem Ground Zero.
Das sind Annäherungswerte und vermutlich zu niedrig angesetzt.

In einem Krematorium herrschen etwa 1000 bis 1200 °C. Einen menschlichen Körper auch nur einzuäschern dauert etwa eine Stunde. Wobei die Verbrennung dann noch zwei bis drei Stunden weiterläuft. Und selbst dann bleiben noch Knochenfragmente.

Eine thermobarische Waffe erreicht zwar Temperaturen von den hier angegebenen 3500°C. Aber nur im Kern des „Feuerballs“. Die eigentliche Wirkung findet außerhalb statt, durch den Druck und den Sauerstoffentzug („Vakuum-Waffen“).

Übung Caucasus 2016: Eine thermobarische Artilleriewaffe wird getestet. Die dunklen Streifen zeigen den eigentlichen Wirkungsradius, dort findet die Druckwelle statt. 09.09.2016

Selbst wenn Israel solche Waffensysteme hätte, wäre die Aussage, dass 3000 Menschen durch sie verdampft worden wären, schlicht Unfug.

Der Luftschlag gegen die Schule

Der Beitrag beginnt mit einem üblichen, journalistischen Mittel: Dem Mann von der Straße.
Persönliches zu berichten oder Stimmen einzufangen dient dazu, einen Beitrag persönlicher zu machen und zu emotionalisieren.

Mohammad Mansour schildert, wie eine Yasmin Mahani am 10. August 2024 durch die Trümmer der Tabahin-Schule gelaufen ist und ihren Sohn Saad gesucht hat.

„Ich betrat die Moschee und fand mich inmitten von Fleisch und Blut wieder. Wir fanden nichts von Saad. Nicht einmal einen Leichnam, den wir hätten begraben können.“

Wenn die Menschen verdampft worden sind, warum sollte Yasmin Mahani dann in Fleisch und sogar Blut treten? Blut wäre schon weit unterhalb der angegebenen 3500°C verdampft.

Tatsächlich habe ich damals genau diesen Angriff auf diese Schule und die Berichterstattung ausführlich ausgewertet.
Dabei wurde keine thermobarische, geschweige denn thermische Waffe eingesetzt. Sondern von außen wurde eine eher kleine Rakete in einen Teil der angeschlossenen Moschee gefeuert. Vermutlich eine GBU-39. Die ziemlich genau diesen Teil herausfräste. Weil sich laut IDF genau da eine Kommandostruktur der Hamas befand – sehr glaubwürdig. Israel hätte auch das ganze Gebäude mit einem oder zwei 4000-Pfünder einebnen können.
Nicht nur der Turm der Moschee stand noch. Auf den Balkonen des Innenhofs hing noch die Wäsche zum Trocknen.
Meine erste Frage wäre doch eher, was Saad Mahani denn so beruflich gemacht hat.

Diese Geschichte steht also in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Inhalt des Artikels. Es wird einfach nur irgendeine alte Geschichte eingeflochten, aus einem kürzlich gegebenen Interview übernommen, bei der eine Frau ihren Sohn nicht finden konnte. Es wird der Eindruck vermittelt, dort seien Menschen verdampft worden, ohne das so auszusprechen.

Quelle: Hamas

„Laut einer Recherche von Al Jazeera Arabic […] haben Zivilschutzteams im Gazastreifen 2.842 Palästinenser dokumentiert, die seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 »verschwunden« sind.“

Da ist sie wieder, die „Investigation“.
Da wurde gar nichts geprüft oder nachgeforscht. Es wurden schlicht die Zahlen des Zivilschutzes übernommen. Und der gehört zur Hamas.

„Experten und Zeugen führten dieses Phänomen auf Israels systematischen Einsatz international verbotener thermischer und thermobarischer Waffen zurück, die oft als Vakuum- oder Aerosolbomben bezeichnet werden.“

Ich bezweifle, dass Zeugen eine thermobarische von einer normalen Detonation unterscheiden können. Ganz abgesehen davon, dass man in dem Moment als Augenzeuge sicher andere Sorgen hat. Die behaupteten Experten werden selbstverständlich nicht genannt.
Noch absurder wird die Behauptung, diese Waffen seien verboten. Sie sind es nicht.

Im Weiteren wird eine konkrete Quelle genannt: Der Sprecher des Zivilschutzes Mahmoud Basal.
2025 hat die IDF veröffentlicht, dass Mahmoud Basal Mitglied der Hamas ist. Der Posten des Sprechers ist lediglich ein Deckmantel, um Äußerungen seriöser erscheinen zu lassen.
Mahmoud Zabar Tafesh Bassal ist Mitglied der Brigade „Gaza City“. Und darin - noch genauer - Mitglied des Zeitoun-Bataillons.

Screenshot: Veröffentlichungen der IDF (Auszüge) zur Identität Basals mit palästinensischen Dokumenten.

„Die Untersuchung [„investigation“] legte detailliert dar, wie bestimmte chemische Zusammensetzungen in israelischer Munition menschliche Körper innerhalb von Sekunden in Asche verwandeln.“

Ah, plötzlich geht es darum, in Asche zu verwandeln. Nicht darum, zu verdampfen. Immer noch unrealistisch, aber ein Unterschied von mehreren tausend Grad.
Zitiert wird ein russischer Militär-Experte namens Vasily Fatigarov, der Thermobarik erklärt. Allerdings wird nicht klar, ob der ehemalige Offizier, der sich einige Male sehr linientreu zum Ukrainekrieg geäußert hat, überhaupt mit Al Jazeera gesprochen hat.

Normale Bomben

Und dann wird ein Bogen zu Mk84 und anderen Bomben gespannt. Eingeleitet durch folgende Grafik:

Das Problem daran ist, dass die Mk84 die Standard-Bombe der USA und Israels ist. Es ist keine thermobarische Waffe.

Den hier zitierten Angriff habe ich damals nicht ausgewertet. Wenige Tage später fand die Pager-Operation im Libanon statt.
Aber alleine anhand des Bildes sieht man sehr leicht, dass hier Bunkerbrecher eingesetzt wurden. Die auch etwas getroffen haben. Keine Verbrennungen an der Oberfläche, keine Trümmer, nachgerutschtes Erdreich, Menschen, die doof vor einem Loch herumstehen: genau so sieht es aus, wenn darunter ein Tunnel oder Bunker kollabiert.

Aufgrund eines Videos der IDF habe ich den Luftschlag wenige Monate zuvor gegen den Bunker ausgewertet, in dem die Nummer Zwei der Hamas Mohammed Deif hockte. Ebenfalls in dem Jahr, ebenfalls bei Chan Yunis. Und ich konnte zeigen, dass selbst einfachste Zelte kaum 20 Meter von der Detonation entfernt keinen Schaden genommen haben.
Die bei diesem Foto hier von der Hamas gemeldeten ausgelöschten Familien halte ich für mehr als unwahrscheinlich. Außer, sie haben in dem Hamas-Bunker gehockt.

Die Mk84 sind zwar keine Bunkerbrecher. Sie können aber mit einem Verzögerungszünder als solche eingesetzt werden. Gegen leicht gebunkerte Ziele. Ich würde aber erstmal davon ausgehen, die IDF sind hier auf Nummer sicher gegangen und haben eine andere Waffe eingesetzt. Mehrere davon.

Und nochmal Hamas

Anschließend erklärt auch Munir al-Bursh noch die Funktionsweise von solcher „extremen Hitze“. Und damit wird sehr viel klar.
Bursh ist der Direktor des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens. Und damit einer der hochrangigsten Vertreter der Hamas, die noch am Leben sein dürften.

Munir al-Bursh, Direktor des Gesundheitsministeriums der Hamas, bei einer Pressekonferenz.

Anschließend werden noch verschiedene Bomben der IDF erklärt und gezeigt. Die selbstverständlich alle nichts mit thermobarischen Waffen zu tun haben.

„GBU-39: Diese Präzisionsgleitbombe wurde beim Anschlag auf die al-Tabin-Schule eingesetzt.“

Danke für die Bestätigung. Habe ich ja schon damals drauf getippt.

„Basal vom Zivilschutz bestätigte den Fund von Fragmenten der Flügel der GBU-39 an Orten, an denen Leichen verschwunden waren.“

Dann wurden sie wohl weggezaubert. Oder sie wurden tatsächlich sehr exakt getroffen und zerrissen.
Denn – festhalten – die GBU-39 sind die kleinsten dieser Bomben. Sie wird auch als „SDB“ bezeichnet, Small Diameter Bomb. Also eine Bombe mit außergewöhnlich kleinem Wirkungsradius.
Die GBU-39 hat 250 Pfund, die Standard-Bombe Mk84 2000 Pfund. Merkste selber, oder?

Frau Buttu und der internationale Genozid

Natürlich ist das noch nicht genug Drama. Also wird ein „internationaler Genozid“ konstruiert. Da die Waffen ja in den USA und Europa gefertigt würden.
Nur am Rande: Alle diese Bomben werden in den USA hergestellt. Die genannten GBU-39 und die JDAM-Nachrüstsätze übrigens von Boeing, mit deren Passagiermaschinen auch die Fluggesellschaften von Katar bis Saudi-Arabien ausgestattet sind.

„»Dies ist ein globaler Völkermord, nicht nur ein israelischer«, sagte die Anwältin Diana Buttu, Dozentin an der Georgetown University in Katar.“

Frau Buttu ist eine derart schillernde Person, dass man sie kurz vorstellen sollte.
Buttu ist eine kanadisch-palästinensische Anwältin, die zunächst Abschlüsse in „Middle East and Islamic Studies“ in Toronto erworben hat. Danach besuchte sie u.a. die Stanford Law School und die Northwestern in den USA.

Während der zweiten Intifada, bei der es zu über 20.000 Anschlägen und u.a. 138 Selbstmordanschlägen kam, wurde Buttu Sprecherin einer Einheit für Verhandlungen der PLO.
2013 und 2014 unterrichtete sie an der Harvard einen Kurs unter dem Titel – kein Scherz jetzt – „Negotiations Skills: Strategies for Increased Effectiveness“ (etwa: „Verhandlungsgeschick: Strategien für mehr Effektivität“) Die wissenschaftliche Freiheit gilt in Harvard wohl auch für Menschen, die völlig offen für Terroristen gearbeitet haben. Lernen von der PLO, wie man besser verhandelt. Kannst’e dir nich ausdenken.

Im letzten Abschnitt des Beitrags von Al Jazeera wird noch darauf eingegangen, dass das internationale Rechtssystem zusammenbräche. Ich erspare mir, auch darauf noch einzugehen.

Fazit

Was hier getan wird, ist typischer Propaganda-Journalismus.

Es wird eine hanebüchene Aussage einer Quelle genommen und darum der Eindruck einer sensationellen Neuigkeit aufgrund von investiven Recherchen aufgebaut.

Tatsächlich belegen diese Untersuchungen aber nichts. Das können sie auch nicht, weil Israel keine konventionellen Waffen besitzt, die Menschen „verdampfen“ können. Tatsächlich können auch die angesprochenen thermobarischen Waffen das nicht. Die Israel aber auch nicht besitzt.
(Zumindest ist mir keine solche Waffe auch nur in der Theorie bekannt.)
Die einzig denkbare Waffe, die so etwas kann, wäre eine Atombombe.

Also wird ein Bogen geschlagen zu normalen Bomben. Und der Eindruck erweckt, zum Teil angedeutet, diese Waffen könnten das.
Aus militärischer Sicht am witzigsten: Die kleinste Bombe wird als eine solche Waffe erzählt.
Als Beleg dafür werden hochrangige Mitglieder der Hamas zitiert. Die außerhalb der palästinensischen Autonomiegebiete und entsprechender Medien aber kaum jemand als solche erkennen dürfte.

Die von Al Jazeera gepostete Kachel, die inzwischen herumgereicht wird. Was die Agentur Reuters damit zu tun hat, erschließt sich allerdings nicht.

Das alles dient nur als Aufhänger für das erst am Ende verbreitete Narrativ: Es ist ein Genozid, bei dem sogar Menschen verdampft werden. Und es ist ein internationaler Genozid, bei dem alle, die Israel etwas liefern, eine Mitschuld tragen.
Extra erwähnt wird auch Europa. Mir ist derzeit keine einzige Bombe bekannt, die ein europäisches Land an Israel liefern würde.

Ihr habt keine Ahnung, wie anstrengen es war, ernst zu bleiben.

Mittwoch, 4. Februar 2026

Das Gaza-Bilderbuch - Die andere Ebene der Realität

Drohnenaufnahme einer Trümmerlandschaft mit zerstörten Häusern.
Das zerstörte Rafah an der Grenze zu Ägypten. [24.01.2025, Anadolu Agency, Hassan Eslaiah]

Für verschiedene Beiträge hatte ich einige Bildrechte gekauft. Die ich dann auch nochmal gesondert auf dem X-Account und der Facebook Fanpage gepostet hatte. Und die zu ermüdend vorhersehbaren Anfeindungen führten.
Machen wir es richtig…

Initialzündung dieses Projektes U.M. war es, Medienmeldungen zum Krieg zu erklären. Falschmeldungen, Fehlinterpretationen und mangelndem Fachwissen zu widersprechen. Laien zu erklären, was sie da in den Medien und auf Social Media sehen, hören und lesen.
Dann kam der Gazakrieg hinzu und die Flut von Propaganda bekam eine neue Dimension.

Im Grunde bin auch ich Journalist. Auch wenn ich mich nicht so sehe oder bezeichne. Ich betreibe das hier hauptberuflich und professionell.
Ich kaufe teuer Bildrechte für meine Beiträge. Das kann für ein Kontingent auch mal fünfstellig werden.
Ich erwähne das nur aus zwei Gründen.

Zum einen, um deutlich zu machen, dass ich die absolut gleichen Quellen nutze, wie alle anderen Medien auch. Nur dass ich nicht ein paar Tausend für ein Sattelitenbild ausgeben kann. Oder so viele Bilder in einen normalen Beitrag „investieren“ kann, wie hier.

Zum anderen, dass alle großen Medien locker das könnten, was auch ich mache.

Deshalb nutze ich im Kontext des Gazakrieges diese Bilder gerne dazu, um die schleichende Propaganda zu widerlegen. Warum ich sie „schleichend“ nenne, wird gleich klarer.

Israel lässt derzeit keine Journalisten einfach so in den Gazastreifen. Das ist – entgegen der Darstellung der Propaganda und der selbstwertdienlichen Medien – völlig normal.
Seit dem legendären Walter Cronkite und dem Vietnamkrieg lässt keine Streitkraft der Welt mehr Journalisten frei durch ein Kampfgebiet laufen. Jeden Abend konnten die US-Amerikaner bei Mac and Cheese anderen und vor allem den eigenen Soldaten beim Sterben zusehen. Ohne zu verstehen, worum es überhaupt geht. Keine gute Presse.

Und der Gazastreifen ist eine einzige Kampfzone. Nicht einmal eine große. Er ist etwa 40km lang und an der engsten Stelle nur 6km breit. Was bedeutet, die IDF (Israel Defense Forces) könnten mit der Artillerie jeden Punkt zu Klump schießen, ohne überhaupt da rein zu müssen.
Alleine der heiß umkämpfte Rest von Donezk, den Russland eigentlich schon im September 2022 annektiert hatte und an dem die Russen sich bis heute aufreiben, ist viel größer. Viel.
Der Gazakrieg ist Urban Warfare.

Also ist jedes Bild, jedes Video, dass wir gerade im Fernsehen oder im Internet sehen, auch von Palästinensern gemacht. Mit sehr sehr wenigen Ausnahmen.

Was wir sehen, ist gefiltert!

Also durchlaufen diese Bilder, die wir zu sehen bekommen, Filter.

• Der erste Filter ist, dass die Palästinenser natürlich dazu geneigt sind, das Dramatische zu fotografieren. Die Zerstörung, das Leid, das Elend.
Selbst wenn wir keine böse Absicht unterstellen, werden sicher mehr Aufnahmen davon gemacht, was den Menschen wichtig erscheint. Denn das verkauft sich.

• Der zweite Filter ist, dass die Diktatur der Hamas natürlich eine Vorauswahl trifft.
Das funktioniert nicht so schön deutsch-bürokratisch, wie die Nazis das sicher hinbekommen hätten. Aber wer im Gazastreifen als Fotograf oder „Journalist“ unterwegs ist, der wird schon wissen, mit welchen Aufnahmen er sich Ärger einhandeln könnte.

Im Kontrast dazu stehen die Bilder, welche die Palästinenser selber veröffentlichen, um Beispielsweise ihr neues Café auf Instagram zu bewerben. Denn wer gerade so etwas betreibt oder überhaupt noch betreiben kann, der wird mindestens gut mit der Hamas stehen und seine „Steuer“ oder sein Schmiergeld (Rishwa) abdrücken.

Ich empfehle gerne die Kanäle von Imshin , die auf Instagram und X solche Veröffentlichungen von Palästinensern zitiert. Und selbst dafür schon als „Radikale“ bezeichnet wurde.

• Der dritte Filter ist, was an die Agenturen verkauft wird. Oder in Kooperationen mit Medienhäusern wie BBC, NBC oder New York Times. Aber auch deutsche Medien. Die immer wieder dabei ertappt werden, Beiträge mit oder von Hamas-Mitgliedern oder „Affiliierte“ übernommen zu haben.

Das Titelbild dieses Beitrags zeigt übrigens die Trümmerlandschaft von Rafah, ganz im Süden des Gazastreifens. Wo die Zerstörung extrem ist.
Vertrieben wird es – wie sehr viele dieser Bilder – über die 
staatliche Anadolu Agency (Anadolu Ajansı) in der Türkei. Die Türkei verdient also gerade am Gazakrieg.
Aufgenommen wurde es von Hassan Eslaiah. Dem „Journalisten“, der am 10/7 die Grenze zu Israel mit überschritten hat. Und dessen Ruf später etwas darunter gelitten hat, dass ein Selfie von ihm auftauchte, auf dem er vom Chef der Hamas im Gazastreifen 
Yahya Sinwar ein Bussi bekommt.

Der Mann hinter dem Krieg: Yahya Sinwar
Er ist der Mann, der hinter dem Terroranschlag auf Israel steckt. Er ist der Mann, der als Chef der Hamas den Krieg steuert. Und hinter Yahya Sinwar steckt eine…
Steady icon Steady

• Der vierte Filter ist dann, was die Medien kaufen. Also die Tagesschau, der Spiegel oder auch ich.
Und wenn die Tagesschau über den Gazakrieg berichten will, wird sie natürlich kein Bild kaufen, auf dem spielende Kinder am Strand zu sehen sind. Sondern Bilder der Zerstörung.

Diese Filter sorgen dafür, dass wir manipuliert werden.
Das ist keine geheimnisvolle Verschwörung. Wie pro-palästinensische Propagandisten dann gerne unterstellen, was man angeblich damit behaupten wollte. Es ist systemisch. Es ist ein System von gelenkter Kommunikation und von Angebot und Nachfrage.

Diese Manipulation erinnert mich stark an den Fim Clockwork Orange von dem Meister Stanley Kubrick von 1971. Der gewalttätige Protagonist Alex wird so lange gezwungen sich Videos von Gewaltdarstellungen anzusehen, bis er einen Ekel vor Gewalt entwickelt. Aversionstherapie. Die Masse macht es.

Bild
Clockwork Orange: Aversionstherapie durch Dauerbeschallung

Für mich nicht mehr zu zählen, wie vielen durchaus erreichbare Menschen ich online begegnet bin, die der festen Überzeugung waren, im Gazastreifen würde nichts mehr stehen und alle seien vom Hunger- oder Kältetod bedroht.

Die üblichen Vorwürfe

Eine Abwehrreaktion stelle ich immer dann fest, wenn ich Fotos aus dem Gazastreifen veröffentliche, die diesen Filtern widersprechen. Die ungewohnt sind. Die Narrative in Frage stellen.
Das reicht meist schon für Anfeindungen, Beleidigungen und Drohungen.

Der häufigste Vorwurf ist überraschenderweise nicht, die Bilder seien getürkt. Was heute mit den Buchstaben KI etikettiert wird.
Der häufigste Vorwurf ist, ich wolle damit behaupten, die Zerstörung im Gazastreifen habe nicht stattgefunden. Oder sei „halb so wild“.

Der sicher nächst-häufige Vorwurf ist, ich wolle etwas verharmlosen.
Das ist absurd. Selbst wenn bis jetzt, wie von der Hamas angegeben, 71.000 Menschen getötet worden sein sollten, entspräche das etwa 3,5% der Bevölkerung. Im gleichen Zeitraum wurden mehr Menschen geboren. So etwas hält eine Gesellschaft schon aus.

Ich leugne nicht. Ich verschließe nicht die Augen.
Ich relativiere. Was ursprünglich nichts anderes bedeutet, als etwas in eine Relation zu setzen. Abstraktionsvermögen, Wissenschaft und rationales Denken tut so etwas ständig.

Lassen Sie sich für einen Moment entführen.

Das Gaza-Bilderbuch - Die andere Ebene der Realität

Bildunterschriften beachten!
Quelle aller Bilder mit Datum, Agentur und Fotografen angegeben.

Für den meisten Zorn sorgte wohl das Foto mit dem Pferd am Strand von Gaza.
Dieses Bild ist erstmal nur ein Bild. Es impliziert nichts.
Zu denken, ich wolle damit unterstellen, dass Palästinenser alle reich genug sind um sich Pferde zu halten, ist infantil.

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Ein Palästinenser beim Strandritt vor Gaza. [16.01.2025, APA Images, Omar Ashtawy]

Einige Palästinenser halten Pferde, die sie dann gegen eine Gebühr am Strand an „Touristen“ vermieten. Oder auf denen sie Kinder reiten lassen. Völlig normal in Ägypten und selbst an spanischen Stränden.

Dass das Bild auf einige KI-generiert wirkt, hat wohl eher damit zu tun, dass sie mit vielem gerechnet haben… Aber nicht mit einem Ausritt am Stand von Gaza.
Solche Aufnahmen kommen sehr einfach zustande, mit einer schnellen Verschlusszeit und einer aufgerissenen Blende. Das kann heute jede halb-gute Digitalkamera.

Von diesem einen Ausritt gibt es sogar eine ganze Fotostrecke von verschiedenen Fotografen. Schwer, so etwas zu fälschen und es dann noch einer Medienagentur anzubieten.

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Touristenpferde am Strand von Gaza. [16.01.2025, ohne Agentur, Rizek Abdeljawad]

Ja, da stehen auch Strandstühle:

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Zwei Kinder auf Ausritt am Strand in der Nähe des Hafens von Gaza-Stadt. [13.11.2025, ohne Agentur, Hashem Zimmo]

Und selbstverständlich gibt es das auch mit Kamelen. Die arabisierten Romantik ist sicher ein gutes Geschäft.

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Ein Ritt für die Kleinen auf einem Kamel am Strand von Deir El-Balah. [29.08.2025, Anadolu Agency, Hassan Jedi]

Man kann auch entspannt bei einer Shisha den Sonnenuntergang genießen.

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Blick vom Shisha-Café auf den Sonnenuntergang und den Strand von Gaza-City. [16.01.2026, ohne Agentur, Rizek Abdeljawad]

Und während die Hamas und auch Europäer auf Social Media verbreiten, im Gazastreifen würden Kinder erfrieren, spielt man derweil am Strand barfuß Fußball.

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Junge Palästinenser spielen am Strand von Gaza-Stadt Fußball. [30.01.2026, Anadolu Agency, Anas Zeyad Fteha]

Die Bilder unterscheiden sich von vor einigen Monaten. Aber nur, weil es vorher wärmer war.
Separees mit eleganten Sonnenschirmen für Familien, zum Teil mit Bedienung. Während alle Lebensmittel ausschließlich über Hilfslieferungen in den Gazastreifen kamen.

Die Frage darf erlaubt sein, wer dort saß: Familien der Hamas und Mitläufer, oder diejenigen, die jetzt in Zelten hocken und Motive für die Elendsbilder sind, die wir dann zu sehen bekommen.

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Strandleben wie in Nizza. [29.08.2025, Anadolu Agency, Hassan Jedi]
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Nur für die Eliten und Hamasi? Eher nicht. [29.08.2025, Anadolu Agency, Hassan Jedi]

Denn die gehörten meist auch vorher schon zur Unterschicht. Sie sitzen einen Steinwurf entfernt in den Zelten, die uns in Bildern präsentiert werden. Von denen wir dann bereitwillig annehmen, der ganze Gazastreifen würde so aussehen. Und die dann mit Millionenspenden und von der UN umsorgt werden, ohne die anderen Palästinenser in eine solidarische Pflicht zu nehmen.

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Die humanitäre Zone Al-Mawasi am Strand von Chan Yunis, rechts ein Zelt mit UNICEF-Emblem. [29.12.2025, APA Images, Tariq Mohammad]

Nochmal als Kontrast: Dieses Foto wurde auf dem Höhepunkt der Kampagne gemacht, im Gazastreifen würden Menschen verhungern…

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Ein Junge mit Skimboard am vollen Strand von Deir al-Balah. [29.08.2025, Anadolu Agency, Hassan Jedi]

Generell scheint am Strand bei Gaza mehr los zu sein, als man wohl so allgemein vermutet. Man kann Angeln, sich mit Freunden zusammensetzen und den Sonnenuntergang genießen.

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Dieses Bild wurde anscheinend schon aus der Datenbank genommen, hat sich wohl nicht so gut verkauft. [16.01.2025, ohne Agentur, Rizek Abdeljawad]

Fischerjungen bereiten die Netze vor. Es könnte aus Griechenland oder Spanien stammen. Ist aber aus dem angeblich genozidalem Kriegsgebiet.

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Fischerjungen bereiten die Netze am Strand von Deir El-Balah vor. [19.09.2025, Agentur und Fotografen finde ich grad nicht]

Ein Blick auf die Märkte lohnt in Nahost immer. Es gibt einen Eindruck von der Vitalität einer Gesellschaft.

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Der Omar Mukhtar Markt in Gaza-Stadt nach Sonnenuntergang. [31.12.2025, APA Images, Omar Ashtawy]

Nur, damit wir uns richtig verstehen: Auf diesem Markt wurden tagsüber auch weihnachtliche Outfits für Kinder verkauft. Während Israel angeblich monatelang nichts in das „Freiluftgefängnis“ gelassen hat.

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Der Omar Mukhtar Markt in Gaza-Stadt. [31.12.2025, Anadolu Agency, Saeed M. M. T. Jaras]

Die Marktstraße in Nuseirat einen Monat zuvor.

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Die Marktstraße von Nuseirat im mittleren Gazastreifen. [28.11.2025, Anadolu Agency, Hassan Jedi]

Noch aktueller?
Gerne. Nuseirat vor zwei Wochen.

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Die Marktstraße von Nuseirat vor einigen Tagen. [20.01.2026, Anadolu Agency, Moiz Salhi]

Und zur Sicherheit die gleiche Marktstraße von oben.

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Die Marktstraße von Nuseirat vor einigen Tagen. [29.10.2025, Anadolu Agency, Hassan Jedi]

Gerne nochmal: Richtig sind auch solche Bilder.
…aber wo kommen plötzlich die intakten Häuser im Hintergrund her?

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Der zerstörte Firas Markt in Gaza-Stadt, in dem sich Kombattanten verschanzt hatten. Eine Planierraupe bei Aufräumarbeiten. [09.12.2025, ohne Agentur, Eyad Azam]

Schön, wie schnell das Verhungern überwunden wurde. Sogar mit frischem Obst und Gemüse.
Gemüse, das auch vor dem Krieg in der Menge gar nicht im Gazastreifen angebaut werden konnte und über Israel, teilweise von Israel, teilweise aus Israel importiert wurde.

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Ein Marktstand in Nuseirat. [20.01.2026, Anadolu Agency, Moiz Salhi]

„Na ja“, könnte man nun denken, „das ist ja nach der Waffenruhe. Und nachdem Israel Lebensmittel wieder durchlässt.“
(Es ist übrigens eine Wafenruhe, kein Waffenstillstand und kein Frieden!)

Wagen wir einen Abgleich.

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Der Markt in Deir al-Balah [25.10.2024. APA Images, Omar Ashtawy]

Ein Marktstand auf dem gleichen Markt in Deir al-Balah, drei Monate später. Mit Avocados und Bananen, die sicher nicht im Gazastreifen angebaut wurden.

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Avocados in Deir al-Balah [19.01.2025, Anadolu Agency, Ali Jadallah]

Zu gemüselastig?
Jeder Deutsche weiß: Brot muss sein!

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Bäckerei des World Food Programmes der UN im Gazastreifen [22.05.2025, Anadolu Agency, Ali Jadallah]

Man konnte auch schön mit dem Sohn shoppen gehen.

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Schuhladen wie in Andalusien [07.08.2025, ohne Agentur, Saeed Jaras]

Bevor ich es vergesse… Einige hatten sich darüber erregt, dass ich ein Foto vom Goldmarkt in Gaza veröffentlicht hatte. Denn schließlich sei Gold in Nahost eine normale Geldanlage.
Das ist völlig richtig. Nicht nur in Nahost. Derzeit wird überall so viel Gold gekauft und gebunkert wie lange nicht. Allgemeine soziale Verunsicherung ist in Gold und Klopapier messbar.

Aber wenn man von der UN, Medien und Social Media dauerbeschallt wird, dass in einem Siedlungsgebiet - mit Einwohnern in der Größenordnung von Hamburg - mit Spenden versorgte Menschen verhungern und erfrieren, weil Israel nichts durchlässt, muss man da nicht für einen Augenblick innehalten und sich fragen, warum es dort einen „Gold Basar“ gibt?

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Goldmarkt in Gaza-City (Qissariya Market). [28.01.2026, Anadolu Agency, Khalil Ramzi Alkahlut]
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Goldmarkt in Gaza-City (Qissariya Market). [28.01.2026, Anadolu Agency, Khalil Ramzi Alkahlut]
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Goldmarkt in Gaza-City (Qissariya Market). [28.01.2026, Anadolu Agency, Khalil Ramzi Alkahlut]

Die Amarena-Kirsche auf dem Sahnehäubchen

Hinsetzen und verdauen:
Das Bild unten zeigt den Ansturm auf einen Handy Shop bei Nuseirat zum Start des iPhone 17. Das im Gazastreifen etwa 2300$ kostet. Dollar. Nicht Israelische Schekel, die übliche Währung.

Während Europäer herumlaufen und erzählen, die Gaza-Palästinenser würden verhungern.

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Ansturm auf einen Handy Shop bei Nuseirat zur Markteröffnung des iPhone 17. [28.11.2025, Anadolu Agency, Hassan Jedi]

Einzeltreffer? selektiv? Von mir ausgesiebt?
Es kann jeder selber abgleichen.
Bei jedem Stock-Anbieter wie Getty muss man nur entsprechend suchen, und man bekommt tausende Ergebnisse. Bilder und Videos.

Ich bin kein Kunde bei Getty, nicht angemeldet und habe es ausprobiert:

Bild
Ergebnis der spontanen Suche auf Getty-Images, ohne Anmeldung und wo ich nur sehe, was jeder andere auch sehen kann.

Man kann auch alle hier veröffentlichten Bilder prüfen.

Die systemsiche Manipulation

Ich könnte tausende solcher Fotos bringen.
Jeder könnte das. Jeder könnte sie finden. Jeder könnte sie veröffentlichen.

Die Medienkompetenz ist in der breiten Öffentlichkeit nicht ausgeprägt genug, das zu prüfen und zu verstehen. Und für eine Plattform wie dieser ist es zu teuer, so viele Bilder zu bringen.

Um es nochmals sehr deutlich zu sagen:
Das bedeutet nicht, dass es im Gazastreifen kein Leid gibt. Selbstverständlich gibt es das. Es ist Krieg. In jedem Krieg gibt es Leid.

Aber es bedeutet, dass die Bilder, die wir durch die Medien sehen, Filter durchlaufen haben. Und vielleicht nicht „die Wahrheit“ abbilden. Es bedeutet, dass zwei Wahrheiten gleichzeitig existieren können.
Und es bedeutet, dass wir zumindest hinterfragen sollten, ob die Narrative der Verhungernden und Erfrierenden stimmen können. Ob unser Bild im Kopf wirklich der Realität entspricht.

Oder ob wir nicht doch irgendwie manipuliert sind.

Es war mir ein Bedürfnis, das einmal deutlich abzubilden. Weshalb ich diesen Beitrag bewusst ohne Bezahlschranke veröffentliche. Obwohl er für mich sehr teuer war.

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