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Samstag, 28. März 2026

Linkspartei: Die Judenfeindschaft der Linken

von Hubertus Knabe

Radikale Israel-Hasser gewinnen in der Linkspartei zunehmend an Einfluss. Mit Niedersachsen hat sich erstmals ein Landesverband für anti-zionistisch erklärt. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen – im Gegenteil.


Selbst die linke taz war geschockt: „Im Bundestag sitzt eine Partei mit einem Landesverband, der das Existenzrecht Israels ablehnt,“ schrieb ein sichtlich aufgewühlter Redakteur vergangene Woche. „Nein, es ist keine rechtsextreme, sondern eine linke Partei: Die Linke.“

Anlass für das Entsetzen war ein Beschluss des niedersächsischen Landesverbandes vom Wochenende. Dessen erster Satz lautete: „Die Linke Niedersachsen lehnt den heute real existierenden Zionismus ab.“ Damit stellte sich zum ersten Mal ein Parteitag der Linken offen gegen Israel. Denn Zionismus ist die Idee, einen jüdischen Nationalstaat zu schaffen – im Gebiet des heutigen Israels.

Der Beschluss wirft ein Schlaglicht auf die innere Entwicklung der Linkspartei. Während die Parteiführung erst unlängst stolz verkündete, dass sich ihre Mitgliederzahl im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt habe, zeigt sich inzwischen, welche Folgen dies hat: Die Partei wird zu einem Sammelbecken erklärter Israel-Feinde.

Sammelbecken erklärter Israel-Feinde – Linken-Politiker Jan van Aken (l.) und Heidi Reichinnek



In gewisser Weise kehrt die Partei damit zu ihren Wurzeln zurück. Denn als sie noch SED hieß, war die Ablehnung des jüdischen Staates Programm. Mit Vorliebe setzte die Partei dabei Israels Politik mit der der Nationalsozialisten gleich. „Die Hitlersche Räubermoral bleibt verwerflich, wer immer nach ihr handelt, gleichgültig, ob es sich um Deutsche, Amerikaner oder Israelis handelt,“ verkündete beispielsweise ZK-Sekretär Albert Norden nach dem Sechstagekrieg im Juni 1967. Und im Dezember 1971 bezeichnete das SED-Zentralorgan Neues Deutschland den Zionismus als „eine Abart des Chauvinismus und Rassismus“. Beim Jom-Kippur-Krieg 1973 – der mit einem arabischen Überraschungsangriff auf Israel begann – organisierte die Partei sogar eine Großdemonstration gegen die „israelischen Aggressionstruppen“.

Nach dem Ende der DDR versuchte die SED, die sich inzwischen PDS nannte, dieses Erbe abzustreifen. Parteichef Gregor Gysi, dessen Mutter aus einer jüdischen Familie stammte, reiste 1991 demonstrativ nach Israel, um sich dort mit Politikern zu treffen. Er bekannte sich dabei zur besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber dem jüdischen Staat.
Israel-Feinde aus dem Westen

Von dieser Einstellung ist nicht mehr viel geblieben. Vor allem durch den Beitritt zahlreicher WASG-Mitglieder im Jahr 2007 bekam Gysi zunehmend Gegenwind. Bei vielen Alt-Linken der Bundesrepublik gehörten bedingungslose Solidarität mit dem „Befreiungskampf“ der Palästinenser und Kritik am „israelischen Imperialismus“ zur politischen DNA.

Gegenwind aus Westdeutschland – Linken-Fraktionschef Gregor Gysi im Jahr 2007



Bereits 2003 hatte der jüdische Kolumnist Henryk M. Broder darauf hingewiesen, dass linke Kritik an Israel oft antisemitische Züge trage. Die Kennzeichnung Israels als „Apartheidstaat“ und „Kolonialprojekt“, so schrieb er in seinem Buch „Der ewige Antisemit“, ziele darauf, dem jüdischen Staat seine Existenzberechtigung abzusprechen. Die Gleichsetzung der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern mit der der Nationalsozialisten sei der Versuch einer Täter-Opfer-Umkehr.

Damals trat Fraktionschef Gysi solchen Tendenzen noch entschieden entgegen. „Der Antizionismus,“ so postulierte er 2008 in einer Rede zum 60. Gründungstag des Staates Israel, „kann für die Linke insgesamt, für die Partei ‚Die Linke‘ im Besonderen, keine vertretbare Position mehr sein.“ Auch den Begriff des Imperialismus wies er zurück. Stattdessen würdigte er die israelische Demokratie „als eine wirklich große Leistung, die Bewunderung und Anerkennung verdient.“


Schon damals war eine beträchtliche Anzahl von Funktionären anderer Meinung. Insbesondere die langjährige Bundestagsabgeordnete aus NRW, Inge Höger, sorgte wiederholt durch anti-israelische Äußerungen für Aufsehen. Wenige Monate nachdem Gysi seine Rede gehalten hatte, schwänzte sie, zusammen mit weiteren Genossen, sogar bewusst eine Parlamentssitzung zum Jahrestag der Reichspogromnacht.

Gedenksitzung geschwänzt – Schaulustige bei der Reichspogromnacht am 9. November 1938 in Nürnberg 



Als Grund dafür gab sie an, dass sie nicht an einer Abstimmung über eine Entschließung teilnehmen wollte, die zu mehr Engagement gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland aufforderte. Darin hieß es: „Wer an Demonstrationen teilnimmt, bei denen Israelfahnen verbrannt und antisemitische Parolen gerufen werden, ist kein Partner im Kampf gegen den Antisemitismus.“ Höger war der Meinung, dass Israel-Kritik und Antisemitismus damit gleichgesetzt würden.

2010 beteiligte sich die WASG-Mitbegründerin Höger dann an einem Schiffskonvoi, der die israelische Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen sollte. Mit von der Partie war eine weitere Westdeutsche, die baden-württembergische Bundestagsabgeordnete Annette Groth. Initiator der sogenannten Gaza-Flottille war eine türkische Organisation, die enge Verbindungen zu islamistischen Terrororganisationen unterhielt.

Mit der Blockade wollte Israel den Waffenschmuggel an die Hamas unterbinden. Da Inspektionen auf See kaum durchzuführen sind, sollten nach Gaza nur noch Landübergänge genutzt werden. Die israelische Marine forderte die Schiffe deshalb auf umzukehren – was diese jedoch nicht taten. Als schließlich drei Soldaten versuchten, sich auf das Boot abzuseilen, wurden sie von gewalttätigen Aktivisten gefangengenommen. Um sie zu befreien, setzten ihre Kameraden scharfe Munition ein und erschossen dabei neun türkische Besatzungsmitglieder. Nach der Rückkehr der beiden Abgeordneten erklärte die damalige Linken-Vorsitzende Gesine Lötzsch: „Wir sind stolz auf Ihren Einsatz.“

„Stolz auf Ihren Einsatz“ – Pro-palästinensische Blockadebrecher-Schiff Mavi Marmara im Mai 2010



Boykott israelischer Waren

Im Frühjahr 2011 sorgte der Umgang mit Israel erneut für Schlagzeilen. Das sogenannte Bremer Friedensforum organisierte eine Kampagne „Boykottiert Israels Früchte – Rettet das palästinensische Volk“. Im März verteilten Aktivisten vor einem Bremer Supermarkt Flugblätter, die dazu aufforderten, keine Waren mehr mit israelischen Ländercodes zu kaufen. Sie hängten sich dabei Plakate um, die eine blutverschmierte Orange zeigten und den Aufruf: „Boykottiert Israels Früchte“.

Wegen der Analogie zum Boykott jüdischer Geschäfte durch die Nationalsozialisten sorgte die Aktion in Bremen für Empörung – nicht nur bei der Jüdischen Gemeinde. In einer Erklärung riefen SPD, CDU, Grüne und FDP dazu auf: „Keine Boykottaufrufe gegen Israel in unserer Stadt“. Die Linke schloss sich dem Aufruf allerdings nicht an. Im Gegenteil: Auf ihrer Website erschien dazu ein Bericht mit wohlwollenden Kommentaren. Landessprecher Christof Spehr räumte zwar ein, dass sich Juden verletzt fühlen könnten. Doch die „Position, dass Israel nie und unter keinen Umständen von wirtschaftlichem Druck betroffen sein darf“, sei unhaltbar.


Die Haltung des Bremer Landesverbandes stieß auch innerhalb der Partei auf Kritik. In einem Aufruf von Mitgliedern und Sympathisanten hieß es, die Kampagne sei antisemitisch und erinnere an die NS-Parole „Kauft nicht bei Juden“. Auch Gysi distanzierte sich von Boykottaufrufen gegen Israel, allerdings nur in Deutschland. „Für Linke außerhalb Deutschlands stellt sich das sicherlich anders dar,“ erklärte er in einem Interview.

Antisemitische Kampagne – Screenshot aus der Jüdischen Allgemeinen mit einem Foto aus Bremen vom März 2011



Im Mai 2011 bescheinigte eine Studie der Linken erstmals ein massives Antisemitismus-Problem. Die Parteiführung wies das zurück. Auf Drängen Gysis verabschiedete die Linksfraktion jedoch eine Entschließung, der zufolge sie „entschieden gegen antisemitisches Gedankengut und rechtsextremistische Handlungen“ auftrete. Am Ende hieß es dann, sie werde sich weder am Boykott israelischer Waren noch an einer weiteren „Gaza-Flottille“ noch an Initiativen für eine „Ein-Staaten-Lösung“ beteiligen – wie die Auslöschung des Staates Israel genannt wurde. Die Abstimmung fiel nur deshalb einstimmig aus, weil Höger und 14 weitere Abgeordnete ihr fernblieben.

2014 kam es im Bundestag zu einem Eklat, den das Simon-Wiesenthal-Zentrums zu den gravierendsten antisemitischen Vorfällen des Jahres zählte. Die Linken-Abgeordneten Höger, Groth und Heike Hänsel verfolgten damals Fraktionschef Gysi im Bundestag bis auf die Toilette, um ihn vor laufender Kameras zur Rede zu stellen. Zuvor hatte er ihnen untersagt, Räume der Fraktion für eine Veranstaltung mit anti-israelischen Aktivisten zu nutzen. Statt seine Entscheidung zu verteidigen, schloss sich Gysi in einer Toilette ein – und schwieg.

Die Bundestagswahlen 2017 führten dazu, dass die Gegner Israels in der Linksfraktion noch stärker wurden. Als das Parlament im Mai 2019 über den fraktionsübergreifenden Antrag „BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen“ abstimmte, sprachen sich nahezu alle Abgeordneten der Linken dagegen aus oder enthielten sich der Stimme. BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“, also Boykott, Desinvestition und Sanktionen – eine Kampagne, die Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will.

Antrag abgelehnt – Demonstration von BDS-Unterstützern in London 2017



Wachsender Einfluss von Migranten

Zwei Jahre später kam es in Deutschland zu radikalen anti-israelischen Demonstrationen, an denen sich auch Mitglieder der Linken beteiligten. Pro-palästinensische Demonstranten schrien vor Synagogen antisemitische Parolen und Drohungen wie „Tod den Juden“. Auf den Straßen wurden israelische Fahnen verbrannt. Auslöser waren israelische Luftangriffe auf Stellungen der Hamas, nachdem diese wiederholt israelische Siedlungen mit Raketen beschossen hatte.

Statt sich von den Demonstranten zu distanzieren, erklärte der Parteivorstand der Linkspartei: „DIE LINKE steht an der Seite der gemeinsamen Proteste gegen Gewalt und für Frieden von Israelis und Palästinensern in Israel.“ Er bekannte sich zwar zum Existenzrecht des jüdischen Staates und kritisierte das Verbrennen israelischer Fahnen. Doch für die militärische Eskalation machte er beide Seiten gleichermaßen verantwortlich.

Dieses Muster wiederholte sich nach dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023, dem größten Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Schon wenige Wochen später schoss sich die Linke erneut auf Israel ein, dessen Regierung sich diesmal entschlossen zeigte, die Hamas zu zerschlagen. Auf ihrem Augsburger Parteitag im November verabschiedete die Linke eine Entschließung, die zu 95 Prozent aus Kritik an Israel bestand. Nur im ersten Absatz wurden die „Gräueltaten der Hamas“ kurz verurteilt.

95 Prozent Kritik an Israel – Pro-palästinensische Demonstration in Berlin am 21. Oktober 2023



Vor allem junge Leute und Migranten machen in der Linkspartei inzwischen gegen Israel mobil. Von einer besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber dem jüdischen Staat ist keine Rede mehr. „Sehr starke Kräfte“, so berichtete der Musiker Andrej Hermlin kurz nach dem Hamas-Massaker aus dem Innenleben der Partei, „stehen in der Tradition der deutschen Linken in Ost und West, die den Terrorismus der Araber verwechseln mit Freiheitskampf und Israel für ein imperialistisches Projekt halten.“ Nach mehr als drei Jahrzehnten erklärte er im Oktober 2023 seinen Parteiaustritt.

Ein Jahr später kam es in Berlin zur offenen Konfrontation. Auf dem Landesparteitag im Oktober 2024 schwächten die Delegierten einen Antrag zum zunehmenden Antisemitismus in der Stadt massiv ab. Der Hinweis, dass Linke das Massaker der Hamas relativiert und mitunter gar gefeiert hätten, entfiel ebenso wie der Satz: „Niemals dürfen Linke die Rolle des eliminatorischen Antisemitismus ignorieren, der den Terror und die Strategien von Akteuren wie der Hamas und der Hisbollah sowie deren Unterstützung durch das iranische Mullah-Regime antreibt.“
Austritte prominenter Politiker

Prominente Linken-Politiker, darunter die ehemaligen Senatoren Klaus Lederer und Elke Breitenbach, verließen daraufhin die Partei. Es sei ihnen immer weniger möglich, sich in ihrem Landesverband für ihre strategischen Orientierungen einzusetzen, erklärten sie. Für sie sei eine rote Linie überschritten, wenn „Anträge, die eine klare und unmissverständliche Positionierung gegen Antisemitismus in jeder Form und eine Benennung von Hamas und Hisbollah als reaktionäre, antisemitische Akteure enthalten, mit großer Mehrheit abgelehnt“ würden.

Rote Linie überschritten – Ex-Linken-Senator Klaus Lederer bei einer Kundgebung gegen Islamismus im März 2025



Die Austritte verstärkten einen Trend, der inzwischen auch in der Bundespartei sichtbar wird. Auf dem Chemnitzer Parteitag im Mai 2025 stellte sich die Linke in einer Entschließung mehrheitlich gegen die in Deutschland übliche Antisemitismusdefinition der Internationalen Holocaust-Erinnerungsallianz IHRA. Darin heißt es, Antisemitismus könne auch darin bestehen, „dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung zu verweigern, z. B. indem man behauptet, die Existenz eines Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen.“ Nach Meinung der Delegierten hat sich diese Definition „zu einem repressiven Instrument entwickelt, um unliebsame Kritik und politischen Protest zu verhindern.“

Stattdessen beruft sich die Linke nun auf die sogenannte Jerusalemer Erklärung. Pauschale Kritik an Israel wird darin nicht mehr als antisemitisch wertet. Begriffe wie „Kolonialismus“ oder „Apartheid“ sowie Boykottaufrufe gegen den jüdischen Staat sind danach legitim. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, kommentierte den Parteitagsbeschluss mit den Worten: „Die Linke zeigt, wo sie steht – und das ist nicht an der Seite der Jüdinnen und Juden in Deutschland.“

Wie weit das Tor zu migrantischen und ultralinken Israel-Gegnern inzwischen offensteht, kann man unter anderem im Berliner Stadtbezirk Neukölln studieren. Als Kandidat für das Amt der Bezirksbürgermeister, der im September gewählt wird, hat die Linke dort den pro-palästinensischen Aktivisten Ahmed Abed aufgestellt. Der Linken-Fraktionschef sorgte im Oktober 2025 für einen Eklat, als er den Bürgermeister von Neuköllns israelischer Partnerstadt im Parlament lautstark anpöbelte: „Sie sind hier nicht willkommen!“, rief er ihm damals zu. „Sie unterstützen den Völkermord“. Als der Israeli das Wort ergriff, verließ die Linke demonstrativ den Saal.

Israelischen Bürgermeister angepöbelt – TV-Sendung über den Linken-Politiker Ahmed Abed im Januar 2026



Auch viele junge Menschen, die der Partei in letzter Zeit verstärkt beigetreten sind, vertreten offen anti-israelische Meinungen. So nahm der Bundeskongress der Linksjugend im November 2025 mit überwältigender Mehrheit einen Antrag aus Berlin an, der eindeutig antizionistische Züge trug. In dem Beschluss wurde ein „kolonialer und rassistischer Charakter des israelischen Staatsprojekts“ insgesamt behauptet, „der sich von seinen Anfängen bis heute in der Eroberung neuer Gebiete und in der Vertreibung ihrer Einwohner:innen ausdrückt.“ Der Text rief außerdem dazu auf, „die revolutionären Bewegungen in der Region“ zur „Befreiung Palästinas“ zu unterstützen. Beides zusammen läuft darauf hinaus, den jüdischen Staat wieder zu beseitigen.

Ein antizionistischer Landesverband

Mitte März hat erstmals ein gesamter Landesverband „den heute real existierenden Zionismus“ abgelehnt. Der niedersächsische Verband ist damit, wie ein Parteimitglied mit Palästinensertuch in einem Instagram-Video erklärte, als erster offiziell „antizionistisch“. Mit diesem Begriff hatte schon die DDR ihre Kampagnen gegen den jüdischen Staat versehen – und vor ihr der nationalsozialistische Ideologe Alfred Rosenberg. Für den war der Zionismus nichts anderes als „ein Mittel für ehrgeizige Spekulanten, sich ein neues Aufmarschgebiet für Weltbewucherung zu schaffen.“

Der niedersächsische Beschluss veranlasste den Brandenburgischen Antisemitismus-Beauftragten Andreas Büttner, ebenfalls aus der Linkspartei auszutreten. Er beklagte zudem die mangelnde Solidarität der Partei, nachdem auf seinem Grundstück ein Brandanschlag verübt worden war. Der frühere Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte kam zu dem Schluss: „In der Linken gibt es ein massives Antisemitismusproblem.“

„Massives Antisemitismusproblem“ – Ex-Linken-Fraktionsgeschäftsführer Korte im Bundestag 2018



Wie sehr sich das Klima in der Partei geändert hat, zeigte zuletzt ein Offener Brief an Gysi, der Mitte März bekannt wurde. Der langjährige Partei- und Fraktionschef hatte zuvor in einem Interview erwähnt, dass durch neue Mitglieder mit „spezifischem Migrationshintergrund“ auch problematische „Sichten auf Israel“ in die Partei gekommen seien. Mehr 200 Unterzeichner warfen dem 78-jährigen deshalb Rassismus vor. „Solche Begriffe verstärken antimuslimische und antiarabische Ressentiments und dürfen in einer antirassistischen Partei keinen Platz haben.“

Die Parteiführung zeigt derweil keine Bemühungen, der Judenfeindschaft in der Partei entgegenzutreten. Statt der Israel-Kritik klare Grenzen zu setzen, erklärte Parteichef Jan von Aken, die niedersächsische Wortwahl „bewege sich im Korridor der Beschlüsse der Bundespartei“ – einschließlich der gleich mehrfach verwendeten Begriffe „Genozid“ und „Apartheid“. In der Geschichte der Judenverfolgung, so von Aken, sei vor allem das Christentum eine Gefahr für Juden gewesen. „Und der Holocaust wurde von blonden blauäugigen Deutschen begangen.“

Die Linke vollzieht damit das, was in Frankreich bereits politische Normalität ist: Linker Populismus und Anti-Zionismus verbinden sich zu einem anti-jüdischen „Islamo-gauchisme“. Durch die militärische Eskalation im Nahen Osten und die Neutritte in die Linkspartei werden die Israel-Hasser politisch weiter an Terrain gewinnen. Wie es scheint, muss sich Deutschland darauf einstellen, dass in Zukunft eine Partei im Bundestag sitzt, die den jüdischen Staat offen ablehnt.


Dienstag, 24. März 2026

ZDF-Propagandafilm “Eine bessere Welt“: Mit Dunja Hayali und HateAid gegen den toxisch-weißen Männerlynchmob

von Olli Garch

Wenn Film und Realität nicht mehr zu unterscheiden sind: Peri Baumeister als Klimaaktivistin „Elena“ (l.) mit der sich selbst spielenden Moderator Dunja Hayali in “Eine bessere Welt“



Nachdem man beim ZDF auch den jüngsten Skandal um das KI-Fake-Video ausgesessen hat, das man den Zuschauern als angeblich authentische Aufnahme der US-Einwanderungsbehörde ICE andrehen wollte, setzt man seine Propaganda nun wieder unverblümt und noch dummdreister fort: Gestern Abend bewies der Staatssender wieder einmal, wie schamlos die Umsetzung von den Bürger abgepressten Zwangsgebühren in Projekte zu deren eigener Gehirnwäsche mittlerweile vonstatten geht. Das Zweite zeigte nämlich den eigens produzierten Fernsehfilm „Eine bessere Welt“ plus anschließender Dokumentation – und wie der Zufall so spielt, beschäftigen sich beide natürlich wieder mal mit „Hass und Hetze“ im Internet und damit dem derzeitigen Lieblingsthema des deutschen Zensurstadls und seiner medialen Büchsenspanner beim ÖRR. Noch verwegener als bei zunehmend kruden politisierten “Tatort”-Drehbüchern bei der ARD ist auch dieses Machwerk mit allen erdenklichen Versatzstücken linker Realitätsverdrehung gespickt, die auf unfassbar plumpe Weise präsentiert werden (apropos: mit einer 2011 erschienenen Folge des Frankfurter “Tatort”-Ermittlerteams, die ebenfalls den Titel “Eine bessere Welt” trug, sollte der gestrige Agitpropop-Rotz nicht verwechselt werden!).

Der absurde Plot dreht sich um die Klimaaktivistin Elena (gespielt von Peri Baumeister), die mit einem Mann mit – na was wohl – Migrationshintergrund verheiratet ist und idyllisch auf dem Land wohnt. Mit dem friedlichen Glück in der pittoresken Provinz ist es jedoch jäh vorbei, nachdem sie eines Tages in einer Fernsehtalkshow auftritt, moderiert von der ZDF-Hetzerin Dunja Hayali, die sich hier passenderweise selbst spielt und auch unter ihrem echten Namen agiert. Das Thema der Talkshow, zu der Elena eingeladen ist, ist natürlich die Klimakatastrophe, die, so Hayali, „mittlerweile ja eingetreten“ sei. Elena stellt in der Sendung ihr Buch vor, in dem sie behauptet, die Klimakrise könne nur durch ein festes CO2-Budget eingehegt werden. Jeder müsse sich ab sofort einschränken – egal ob beim Autofahren, Fliegen oder im Alltag bis hin zum Haare föhnen. Eine totalitäre Klima-Stalinistin also, die nicht ohne Grund in dem Film positiv und sympathisch gezeichnet wird – kein Wunder, träumen beim ZDF auch in der Realität doch nicht wenige Akteure von solchen gründiktatorischen Zuständen.

Grünes Märchen wie aus 1001 Nacht: Die überzeugungsstarke Klima-Aktivistin und der Hass der bornierten Männer

Doch anders als in den meisten realen Talkshows beim ZDF wird der Grün-Aktivistin Elena ein Widerpart gegenübergestellt, der in der fiktiven Hayali-Show für individuelle Freiheit eintritt. Natürlich wird dieser Gegenspieler dargestellt als ewiggestriger weißer kartoffeldeutscher Mann und zudem ausgesprochener Unsympath erster Güte, der allerdings gegen Elenas rhetorisches Geschick natürlich keine Chance hat (auch das also das genaue Gegenteil realer Klima-Debatten, sofern diese in Wirklichkeit überhaupt stattfinden gibt). Elenas überzeugender Triumph erweist sich aber als Pyrrhussieg – denn gleich nach der Sendung setzt ein Shitstorm übelster Sorte gegen die wackere Kämpferin für Klimagerechtigkeit ein, und dieser geht natürlich, von wem sonst, ebenfalls von Männern aus. Die hellsichtige Hayali hat all das bereits vorausgesehen und direkt nach der Sendung Elena zwar mit warmen Worten gedankt (“Wir haben total Probleme, Frauen zu finden, die sich an die Öffentlichkeit trauen“), ihr aber zugleich auch dringend davon abgeraten habe, in den nächsten Tagen ins Internet zu gehen – wegen digitaler Gewalt im Netz, versteht sich.

Das tut Elena aber freilich doch – und sieht sich dort mit Sätzen konfrontiert wie: „Dich sollte man verbrennen“; „Frauen sind dazu da, dem Mann zu dienen“; „Du Bitch“, „Schlampe“, „Hexe“, „Dich sollte man ausmerzen“ et cetera. Einer der Männer, der sich „der beste Freund“ nennt, richtet Elena aus, sie habe sich „des Verrats am eigenen Volk schuldig gemacht“, verdiene dafür den Tod und kündigt die persönliche Vollstreckung per Hausbesuch an. Elena stellt prompt Anzeigen bei der Polizei, diese bleiben jedoch “erfolglos” – klar, in der Welt der ZDF-Drehbuchautoren die Polizei logischerweise ebenfalls erzreaktionär, patriarchalisch und weiß. Was also tun? Elena ist verzweifelt. Aber glücklicherweise gibt es ja noch „HateAid“, die freundliche NGO für Hass-und-Hetze-Opfer im Internet (die zwar nur für Linke aktiv wird, während alle auch bei schlimmsten – und realen – Beleidigungen oder sogar Morddrohungen ohne Hilfe dieser staatsgepamperten grünen Vorfeldorganisation auskommen müssen); für eine Klimaretterin wie Elena hat man hier sofort offene Ohren. Trotzdem sieht sich die von bösen Klimaleugnern und vermutlich auch AfD-Nazis und Rechten gemobbt Aktivisten gezwungen, ihr ländliches Haus zur Festung auszubauen und sich dort samt migrantischem Ehemann zu verschanzen, denn überall lauern die toxischen Männer, im Netz und auch da draußen.

Wer kennt das nicht: Erst Sprüche im Netz, dann Überfälle maskierter Männerhorden

Und um dem Zuschauer zu verdeutlichen, dass von “HateAid“-Geschäftsführerin Josephine Ballon einer realen Doku gegenüber Collien Fernandes getätigte Ausspruch “virtuelle Gewalt ist reale Gewalt” seine Berechtigung hat, dringen am Ende die bösen Männer dann auch noch in Form maskierter Horden plündernd und brandschatzend in ihr Domizil ein, während Elena und ihre Familie sich in einem von ihr selbst gebauten Schutzraum verstecken. Doch vergebens: Nachdem der Männermob sich an ihr ausgetobt hat, wendet er sich anschließend noch einem anderen weiblichen Opfer zu. Der Film endet mit einem Abspann, in dem Sätze wie „Virtuelle Gewalt richtet bei Betroffenen dieselben Schäden an wie physische Gewalt“ und, Achtung: „Wir fordern einen eigenen Straftatbestand: ‚Hatespeech‘“, fallen. Außerdem wird Opfern digitaler Gewalt geraten, sich an “HateAid” oder die Telefonseelsorge zu wenden. Die unmittelbar danach ausgestrahlte “Dokumentation” knüpft hieran an und transponiert die haarsträubenden Darstellungen des Drehbuchs in die Parallelwelt von linken NGOs und ZDF-Filmschaffenden, wo sie dem Zuschauer als eigentliches und vordringliches gesellschaftliches Problem verklickert werden – in einem Sender, der über zehntausende weibliche Opfer von Einzel- und Gruppenvergewaltigungen, Femizide und Misshandlungen durch illegal ins Land geholte muslimische Migranten sonst kein Wort verliert.

Ein solch hanebüchener, hetzerischer, von Anfang bis Ende beleidigend strunzdummer und infantiler Propagandaschrott wird den Zwangsgebührenzahlern also vom ZDF zur besten Sendezeit zugemutet. Inhaltlich braucht man auf diese verlogene und bösartige Story eigentlich gar nicht einzugehen – denn das Ziel ist klar: Wieder einmal geht es um die Beseitigung von Freiheitsrechten, in dem Fall der Klarnamenpflicht, neben einem Social-Media-Verbot für Jugendliche das zweite große Agendaziel eines zensurgeilen linke Milieus, das die totale Netzkontrolle will. Und natürlich geht es in Wahrheit dabei nicht um echtes Mobbing und Gewalt – denn für diese müsste man keine Sondergesetze fordern, weil es bereits das umfassend anwendbare Strafrecht gibt! –, sondern am Ende vor allem um die Identifizierung und Bekämpfung von abtrünnigen, unliebsamen, “rechten” Meinungen. Der Film ist ein einziger Fiebertraum bevormundungsgeiler und autoritäre Akteure. Immerhin ist er zugleich ein besorgniserregendes Psychogramm der Zustände im deutschen Staatsfunk, der in die Hände einer linkswoken Sekte gefallen ist und von Polit-Influencern und Extremisten unterwandert ist.

Orgie des Männerhasses zur Primetime

So wirkte neben dem Einfluss von “HateAid” an der Entstehung von “Eine bessere Welt” unter anderem die selbsternannte „Verkehrsexpertin“ Kaja Diehl mit, die am liebsten sämtliche Autos vom Angesicht der Erde tilgen würde und jede Kritik an sich reflexartig als “Frauenhass” einstuft, außerdem auch die YouTuberin und Influencerin Kayla Shyx, die die Rolle einer Klimaaktivistin spielt, die im Laufe des Films – wie das Leben so spielt – natürlich ermordet wird. Fun Fact: Shyx war vor drei Jahren eine der treibenden Kräfte in der Rufmordkampagne gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann, dem sie sexuellen Missbrauch vorwarf (der angebliche Skandal verlief bekanntlich völlig im Sande; keine einzige Anzeige wurde gegen Lindemann erstattet, Shyx wurde im Gegenteil von ihm abgemahnt). Und so ist denn auch dieser ZDF-Film zur Primetime eine einzige Orgie des Männerhasses, nebenbei noch Klima-Propagandashow und natürlich eine infame Werbesendung für “HateAid”. In der anschließenden Dokumentation wurden dann vermeintliche Opfer von „virtueller Gewalt“ präsentiert, unter anderem die angebliche „Energiewende-Expertin“ Claudia Kemfert, die zwar medial omnipräsent ist, außerhalb der Mainstream-Medien aber von niemandem ernstgenommen wird; „Seit über 20 Jahren“ erlebe auch sie „Beleidigungen und Hass und Hetze“, jammert sie.

Solchen linksradikalen Stimmen und Vertretern von steuerfinanzierten NGOs wird hier also im Staatsfernsehen eine Plattform geboten, um im Interesse der Regierungspolitik für die geplanten gesetzlichen Verschärfungen und Grundrechtseingriffe zu trommeln. In Deutschland scheint niemand diesen katastrophalen Irrweg zu bemerken – dafür aber umso mehr im Ausland, wo die linkstotalitären Machenschaften mit zunehmender Besorgnis registriert werden. Nicht von ungefähr wurde gegen die “HateAid”-Geschäftsführerinnen Josephine Ballon und Anna-Lena von Hodenberg Ende letzten Jahres ein Einreiseverbot in die USA verhängt, das konkret damit begründet wurde, „Ideologen in Europa“ hätten viel zu lange schon organisierte Bemühungen angeführt, „amerikanische Plattformen dazu zu zwingen, amerikanische Standpunkte zu bestrafen, die ihnen nicht passen“, wie US-Außenminister Marco Rubio dazu erklärte. Das ist noch freundlich ausgedrückt. Denn “HateAid” gehört als “Trusted Flagger” unter Aufsicht der grün geführten Bundesnetzagentur – zu den regierungsbestallten Kettenhunden der Zensur und Netzüberwachung im Ungeist der EU. Ballon bezeichnete die US-Antwort auf diese Entwicklung in der gestrigen ZDF-Doku als „Einschüchterungsversuch“ und behauptete, hier werde unter dem „Deckmantel der Meinungsfreiheit“ ein „Kulturkampf um die Macht im digitalen Raum“ geführt. Weiter hieß es, „digitale Gewalt“ könne jeden treffen, etwa in Form von “Hasskommentaren” oder intimen Fotos ohne Einwilligung oder bildbasierter sexualisierter Gewalt. Alles wird hier absichtsvoll verquickt und durcheinandergeschmissen, um propagandistisch eine Stimmung zu erzeugen, in der linke Wutbürger für jede weitere Ermächtigung eines übergriffigen Staates brüllend auf die Straße gehen.

Bemerkenswertes Timing

Natürlich durfte auch – in dem Fall zu Himmel stinkendes – Eigenlos nicht fehlen: “HateAid”, so Ballon, habe „schon 8.000 Menschen geholfen“ und setze sich dafür ein, dass “die Social-Media-Konzerne sich an europäische Gesetze” halten. Gesetze wohlgemerkt, die demselben autoritären Plan folgen, der auch vom deutschen Linksstaat verfolgt wird – und der am Ende nordkoreanische Verhältnisse mit sich bringt. Es ist schier nicht zu fassen, mit welcher unverschämten Chuzpe diese linksextreme, durch und durch auf Spaltung und Stigmatisierung unliebsamer Stimmen ausgerichtete NGO hier erneut von einem öffentlich-rechtlichen Sender beworben wird, unter “künstlerischer” und auch ganz pragmatischer Mitwirkung von Hetzern und Aktivisten im journalistischen Tarnkleid à la Dunja Hayali. Und alles passt, bis hin zum Ausstrahlungstermin, natürlich rein zufällig punktgenau zur aktuellen Kampagne im Zuge der Collien-Fernandes-Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen wegen „virtueller Vergewaltigung“. Als reichten dazu die bisher schon vorliegenden und in einem aktuellen exzellenten Video von “Achtung, Reichert” zusammengetragenen Hinweise auf diese bemerkenswerte Koinzidenz nicht bereits aus, muss nun erst recht davon ausgegangen werde, dass es sich hier tatsächlich um eine seit Monaten von langer Hand vorbereitete Psy-Op handelte, mit dem Ziel, die Klarnamenpflicht durchzuboxen und Organisationen wie “HateAid” mit ihrem verkommenen Geschäftsmodell noch mehr rechtliche Instrumentarien in die Hand zu geben, damit sie unbequeme Stimmen im Netz zum Schweigen bringen. Bezeichnenderweise stammt “Eine bessere Welt” nämlich schon aus dem letzten Jahr.

Dass er gerade jetzt ausgestrahlt wird, wo das Thema seit Tagen mit einem gigantischen medialen Begleitorkan gepuscht wird, wie man ihn selten gesehen hat, lässt zumindest ebenso aufhorchen wie der damalige Veröffentlichungszeitpunkt der “Correctiv”-Lügengeschichte vom “rechtsextremen Geheimplan”, der erst fast zwei Monate nach dem eigentlichen Potsdamer Treffen – passend zur einer möglichen Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD in der Migrationsproblematik – ausgerollt wurde, mit bekannten Folgen. Der Verdacht verdichtet sich allmählich zur Gewissheit, dass auch jetzt beim Thema Netzkontrolle ein ähnlich getakteter Fahrplan abläuft, um wieder einmal politische Ziele handstreichartig und ohne lästige Debatten durchzudrücken. Ob Klima, “Kampf gegen rechts” oder die Ablenkung von realer massenhafter Gewalt gegen Frauen durch barbarische, ultrapatriarchalische eingewanderte Kulturen, indem stattdessen weiße deutsche Männer zu Monstern gestempelt werden: Die platten und grundfalschen Botschaften einer hemmungslosen Indoktrination, die das ZDF gestern wieder einmal seinem verbliebenen Publikum einen ganzen Montagabend lang mit der Brechstange einhämmert, sind längst nicht mehr nur ein Fall für den Rundfunkrat, sondern eigentlich für die Gerichte. Jeder weitere dieser Vorfälle schreit nach der ersatzlosen Abschaffung eines nicht mehr reformierteren öffentlich-rechtlichen Propagandafunks, der von einer eklatanten Missachtung des Programmauftrages zur nächsten eilt.


Freitag, 20. März 2026

Fastenbrechen als Happening für vertrottelte Almans: Auch Kassel unterwirft sich lustvoll dem Islam

von Julian Marius Plutz

Kasseler Fastenbrechen mit dem Organisator Sidney Burnie (vordere Reihe, 2.v.r.), der – obwohl selbst “Kuffar” – begeistert mitbetete

 

In Kassel bekam ich von zwei Moslems eins aufs Maul. Als ich in der Straßenbahn lautstark den Islam kritisierte, hatte eine dicke Kopftuchdame nichts Besseres zu tun, als zwei schlagkräftige männliche Assistenzkräfte aus ihrer Verwandtschaft anzurufen, die wenig später an einer Haltestelle zustiegen und meiner Freundin und mir jeweils eine einschenkten. Noch ehe ich mich wehren konnte, waren die beiden wieder verschwunden. Buntes, schönes Drecksloch Kassel! Und weil es in der nordhessischen Stadt inzwischen so weltoffen zugeht, durfte am vergangenen Mittwoch natürlich auch eine großangelegte Feier anlässlich des muslimischen Fastenbrechens nicht fehlen. In diesem Fall allerdings nicht veranstaltet von den Grünen (wie im Bundestag) oder von islamistischen kalifatsaffinen Moscheeverbänden, sondern von dem 23-Jährigen “Influencer” Sidney Burnie, dessen Name an eine Pornodarstellerin erinnert und der optisch alles verkörpert, was mit der Jugend dieses kaputten Landes schief läuft.

Auf dem Friedrichsplatz in Hessen richtete Burnie ein ein großes Happening zum Iftar aus. Der – wie mittlerweile alle deutschen Staatsmedien – ramadangeile “Hessische Rundfunk” (HR), der Sidney offenkundig auch während der Zeit des Organisierens begleitet hatte, legte dazu ein 1001-Nacht-Märchenstück an den Tag, das, in Buchform veröffentlicht, im Science-Fiction-Regal zu finden wäre: Eine über hundert Meter lange Schlange an der Essensausgabe, orientalische Spezialitäten – vegan oder mit Fleisch –, Picknickdecken, Klapptische und Stühle auf dem Rasen – von diesen Eindrücken der HR verzückt-toleranzbesoffen. Eine richtig „bunte Menge aus vielen verschiedenen Nationen“, schwärmte der von der eigenen Courage ergriffene Sidney Burnie.

Bunt, aber monochrom gibt sich der Wokismus

Doch wie bunt war diese Veranstaltung wirklich? Zunächst einmal: Weder Sidney noch irgendjemand, der in dem HR-Beitrag zu Wort kam, hat selbst einen islamischen Hinter- oder Vordergrund. Mehr noch: Der begeisterte HR-Sprecher musste bei jedem eingespielten O-Ton vermelden, dass diese Person selbst „kein Moslem“ sei. Einmal mehr beschleicht den gemeinen Gebührenzahler da der Verdacht, dass die tolerante Buntheit doch recht monochrom daherkommt. Tatsächlich dürfte es an vielen AfD-Stammtischen wesentlich diverser und bunter zugehen als bei einer durchschnittlichen „Omas gegen rechts“-Aktion (weiß, alt, Lehrerin in Rente) oder einer “Demo gegen rechts” (weiß, jung bis mittelalt, akademische Geisteskrankenwissenschaftler und ein paar Informatiker) – wobei keiner in der AfD dies für einen Wert an sich halten würde.

Doch Sidney sieht das anders: „In Kassel leben um die 20.000 Muslime und generell hat es hier um die 170 Nationen. Das hat man gar nicht so irgendwie auf dem Schirm, deswegen lassen wir uns halt verändern, lass da mal Fastenbrechen machen und und äh das aber als Grund ganz viele Menschen vereint“, so der unbedarfte Linksaktivist. Worte, bei denen man nur erahnen kann, was er möglicherweise meint. Doch Sidney ist noch nicht fertig mit seiner Mission: Denn es seien natürlich nicht nur Muslime eingeladen, „sondern wirklich jeder, also alle Kulturen, alle Religionen und alle Nationen“. Ach ja, tatsächlich??? Wäre hier wirklich jeder willkommen und könnte tatsächlich jede Minderheit an der Veranstaltung schadenfrei teilnehmen? In Kassel gibt es rund 1.000 Juden, vielleicht mittlerweile etwas weniger. Das sind rund zwei Prozent des muslimischen Bevölkerungsanteil, von dem etliche auf Juden – sagen wir es unpolemisch – nicht unbedingt gut zu sprechen sind. Man darf daher zweifeln, ob hier jemand mit Kippa oder Davidstern tatsächlich so willkommen aufgenommen würde, wie Naivling Sidney sich das vorstellt. Wobei: Im Fall der Fälle bliebe es vermutlich nur bei akademisierten Bullshit-Kontroversen mit Soziologie-Silke, denn für das Faustrecht bräuchte es ein paar muslimische Jungs. Aber die waren ja gar nicht da.

Die autochthone Gesellschaft ist das Hauptproblem

Es ist wie immer: Aufgrund der eigenen Schwäche sind die anderen so stark. Wie meinte es unlängst ein schlauer Mensch: „Ohne unser eigenes Systemversagen hätten Islamisten keine Chance.“ Doch solange dreitausend hauptsächlich nichtmuslimische, komplett verblödete Kasseler Gutmenschen auf die Straße gehen, um das Ende vom Ramadan als eine Art Multikulti-Toleranzspektakel zu feiern und einer Religion zu frönen, mit der sie nichts am Hut haben, solange diese Leute und ihre zahllosen gleichtickenden Verbündeten ihre eigene Kultur inständig hassen und ablehnen, und vor allem: solange sie immer noch die gleichen falschen Parteien wählen, hat die primitive Wüstensekte ein leichtes Spiel.

So gesehen sind Gestalten wie Sidney Burnie ein größeres Problem als Mohamed Atta. Zwar sind woken Wahnsinnige wie der 23-jährige Kasseler keine “Terroristen” im eigentlichen Sinne – doch sie entkernen in ihrer Masse, ihrer Blödheit und ihrem moralischen Impetus systematisch die Grundwerte dieses Landes. Beim 9/11-Rädelsführer aus der Hamburger Zelle – so wie später bei Anis Amri, Taleb Abdelmohsen und tausenden “Sprenggläubigen” mehr – hatten “nur” die Behörden versagt; an den Burnies dieses Landes versagte eine ganze Gesellschaft. Heutzutage kann in Kassel eine dicke Kopftuchdame in der Straßenbahn ihre Sippschaft anrufen, die dann Selbstjustiz anwendet, wenn sich jemand über den Islam lustig macht. Die Täter sind das eine – doch die autochthone Gesellschaft, die das zulässt, stellt das eigentliche Problem dar. Oder gibt es vielleicht ähnliche Vorkommnisse und Bedrohungen in Ungarn, Tschechien oder Polen? Die deutsche Dekadenz befindet sich im Spätherbst und eines ist sicher: „Winter is coming“ – doch es wird keine bezaubernde weiße Weihnacht, sondern, wenn dieses Land so weitermacht, ein Schlachtfest. Das ist zwar halal, aber dafür umso blutiger.


Montag, 16. März 2026

Solidarität mit den Mullahs und blinder Israelhass: Wenn lechts sich wie rinks anhört

von Mirjam Lübke

Noch lange vor dem Iran im neuen Golfkrieg haben Deutschlands US- und Israelfeinde die Weiße Fahne vor dem Islam gehisst



Didi Hallervorden, ausgewiesener Nahost-Experte der BDS-YouTube-Akademie, machte zuletzt einen genialen Vorschlag: Eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel müsse her! Dazu sei es nötig, sich auf die Seite der Palästinenser zu stellen. Das ist unbestritten der originellste Vorschlag seit Erfindung der israelischen nichtstinkenden Soldatensocke, auf den bislang niemand außer dem altgedienten Comedian gekommen ist. Wahrscheinlich liegt schon ein umfassender Plan zur Umsetzung vor, gemeinsam ausgearbeitet mit Linken-Veteran Dieter Dehm, anhand dessen der Nahe Osten zeitnah endgültig befriedet werden soll. Von Jimmy Carter über Barack Obama bis Donald Trump sind bislang alle das Problem vollkommen falsch angegangen. Immerhin scheiterte es immer schon im Vorfeld, statt die Pläne in die Tat umzusetzen. Ganz so wie die ungezählten Versuche, den funktionierenden Sozialismus endgültig einzuführen, die Millionen von Menschenleben forderten. Wer diesen palästinensischen Staat eigentlich regieren soll, ist noch ungeklärt. An dieser Frage scheiterte schon Obamas Plan, die A- und B- Zonen der Palästinenser durch Landtausch mit den Israelis zu einer großen A-Zone zusammenzulegen. Denn keiner der beiden Konkurrenten Hamas und Fatah will auf die Führung verzichten.

Vielleicht meinen Dehm und Hallervorden aber ja auch zwei palästinensische Staaten auf israelischem Gebiet – ganz ohne Israel? Zuzutrauen wäre es ihnen. Der 90-jährige Hallervorden hinkt allerdings der Zeit ein wenig hinterher – denn der Gaza-Streifen und seine echten und KI-generierten Probleme sind aktuell ein wenig aus den Schlagzeilen und der linken Mode geraten. Die Treue zu dem kleinen Areal bringt ihm eventuell einen lebenslangen Essensgutschein für das berühmte “Thailandy”-Restaurant in Gaza-City ein, wo die Schwarma-Spieße so fleißig rotieren wie ich, wenn ich Didis Ideen zuhöre. Seitdem er in der vorgeblichen “Komödie” in der ARD “Knödel braucht der Mensch” einen aus Israel zurückkehrenden deutschen Juden spielte, der grauenvoll “jüdelte”, hatte ich ihn ohnehin in Verdacht, seine Informationen über Juden aus zweifelhaften Publikationen wie dem “Stürmer” zu beziehen. Heinrich Heine würde sich im Grab umdrehen. Schräge Theorien zum aktuellen Iran-Konflikt kennen im Moment keinerlei verlässliche politische Ausrichtung mehr – und so meldet sich auch der unvermeidliche Querfront-Papst Jürgen Elsässer als Kriegserklärer zu Wort:



Nun gibt es neben solchen völlig paranoiden und abstrusen Einlassung natürlich ach durchaus zahlreiche rationale Gründe innenpolitischer Natur, die einem an diesem Krieg Sorgen bereiten können: Preissteigerungen, Terrorgefahr und neuerliche Flüchtlingsbewegungen, die angesichts offener Grenzen in Deutschland anzulanden drohen. Angela Merkel sinnierte erst kürzlich darüber, es sei nun geboten, die Balkan-Route wieder zu öffnen. Doch auch wenn die Teddybären inzwischen eingemottet sind, ist von Berlin jedenfalls keinerlei Initiative zu erwarten, die Tore wenigstens diesmal dicht zu machen. Grenzkontrollen beschränken sich derzeit eher darauf, im Ausland tankende Bundesbürger bei ihrer Rückkehr dingfest zu machen. Der Staat hängt eben an seiner Mineralölsteuer. Elsässers Einlassungen zum Iran-Krieg lesen sich hingegen wie ein Liebeslied auf die Mullah-Diktatur – und leider ist er nicht der Einzige, der sein Herz für die Theokraten entdeckt hat. Wenn das so weitergeht, werden Frank-Walter Steinmeier und Claudia Roth noch sein “Compact”-Magazin abonnieren! Man vermag kaum noch zu sagen, ob das noch der handelsübliche “hinter allem stecken die Juden”-Antisemitismus ist oder bereits eine Kombination aus Stockholm-Syndrom und dem Schwenken der weißen Flagge.

Lange Geschichte des Islam-Appeasements in Deutschland

Elsässer und Freunden möchte man jedenfalls das Projekt “Stoppt die Islamisierung Deutschlands!” nicht mehr guten Gewissens anvertrauen – den während sie jenen, die in dem Konflikt die Partei Israels ergreifen, gerne “zionistischen Lobbyismus” oder Zusammenarbeit mit dem Mossad vorwerfen, haben sie sich schon längst selbst dem religiösen Charme der Teheraner Theokraten ergeben. Wenigstens seien diese nicht so gottlos wie die Menschen im Westen, ließ sich Elsässer kürzlich vernehmen. Dann also lieber Scharia, Tschador und Homosexuelle am Baukran? Nein, das hat nichts mehr mit legitimen Zweifeln am israelisch-amerikanischen Vorgehen zu tun – sondern grenzt an kulturellen Selbstmord.

Deutschland müsste in dem Konflikt neutral bleiben, fordern die gemäßigten Gegner des Krieges, – aber realistisch betrachtet ist unser Land das seit Jahrzehnten nicht mehr. Deutschland ist nun einmal eine Exportnation und beliefert beide Parteien. Auch im Gaza-Israel-Konflikt kann von einem Heraushalten nicht die Rede sein, denn spätestens seit Angela Merkels Regierungsantritt wurden die Palästinenser reichlich mit finanziellen Wohltaten bedacht. Makabrer Fakt: Während die iranischen Mullahs die Hamas mit “nur” 100 Millionen Dollar pro Jahr beglückten, so ist Deutschland – zumindest indirekt – weitaus großzügiger gewesen. Natürlich hat niemand die Hamas-Führung aufgefordert, von dem Geld Raketen zu bauen, Terrorsprengsätze oder “Märtyrer”-Witwenrenten zu bezahlen; aber das Gegenteil hat eben auch niemand kontrolliert. Das Islam-Appeasement blickt in Deutschland auf eine lange Geschichte zurück, die bis weit vor die Grenzöffnung von 2015 zurückreicht – auch wenn es dann mit Merkels “Flüchtlingsmärchen” auf Hochtouren anlief. Leider ist dem inzwischen durchaus auch die extreme Rechte willig aufgesessen.

Ideologische Schlagseite

Der salafistischen, mittlerweile verbotenen Hisb al-Tahrir (“Befreiungspartei”) war es bereits 2002 gelungen, die NPD-Ikonen Horst Mahler und Udo Voigt zu einer Kooperation zu überreden. Man hatte den Herren weisgemacht, eine Duldung salafistischer Aktivitäten zum Zwecke der Reislamisierung junger, gemäßigter Muslime würde in diesen die Sehnsucht zur Rückkehr in ihre islamischen Heimatländer wecken. Natürlich ging der Plan nicht auf; heute firmiert die Hisb al-Tahrir als “Muslim Interaktiv” und fordert die Einführung eines Kalifats auf deutschem Boden. Das deckt sich durchaus mit der Islam-Romantik in altrechten Kreisen, in denen man noch an den guten Beziehungen zwischen Karl dem Großen und Harun al-Raschid zehrt und darauf verweist, dass in Arabien dereinst der Kompass erfunden wurde – eine reichlich einfältige Romantik, welche auch in linken multikulturellen Kreisen zieht, die uns einreden, ohne Muslime würden wir auch heute noch nicht regelmäßig baden. Wenn es nicht so ernsthafte Folgen hätte, könnte man über diese extreme Naivität herzhaft lachen.

Das alles hat mit Kritik an diesem Krieg jedoch nichts mehr zu tun, und auch nicht mit einer Diskussion darum, ob dieser nun gerechtfertigt ist oder mit einem zu hohen Preis daherkommt. Es darf, kann und muss Teil einer demokratischen Debatte sein, das ja – wenn jedoch nachweislich Falsches und bizarre Propagandalügen behauptet werden, etwa dass in Israel nur noch die jüdische Bevölkerung in die Bunker dürfe oder der Iran ein “Stabilitätsgarant” in der Region sei (trotz seiner Unterstützung zahlloser Terrororganisationen), dann darf dahinter mit Fug und Recht eine ideologische Schlagseite vermutet werden. Das Schönreden der Mullahs hat insofern etwas durchaus Entlarvendes: Da träumt wohl jemand selbst von totalitären Strukturen und einer umfassenden Kontrolle der Bevölkerung. Ist das noch rechts oder doch eher links, oder einfach nur noch beängstigend? Und das von “Experten”, die doch angeblich jegliche Verschwörung sofort durchschauen und besser informiert sein wollen als wir dummen kleinen Menschlein… Klar, von bösen Mächten manipuliert sind natürlich immer nur die anderen.


Sonntag, 15. März 2026

Vernagelt und schachmatt: Die bunte deutsche La-La-Linke

von Wolf Reiser

Psychogramm einer Identitätsstörung



Lange Märsche gehörten einst zur Langzeitstrategie des rotgrünen Aktivismus. Vermittels des Soros-Kraken machten sich afroorientalische Migranten mit diesem Erfolgsmodell vertraut. Mehr als zehn Jahre des unkontrollierten Zustroms von Abermillionen kulturfremder Menschen haben Deutschland und das westliche Europa an den Rand des zivilisatorischen Überlebens getrieben. Mit jedem neuen Tag weicht das Sommermärchen einem Dark Winter. Alleine die ersten Wochen des Jahres 2026 lieferten im Stundentakt die Messdaten eines großflächigen Massakers. Während die neue DB-Domina Palla einen baldigen Sicherheitsgipfel ankündigte, überschlugen sich die Meldungen über Morde, Messer und Macheten in ihren Zügen, Bahnhöfen und entlang der Geleise und Weichen der Republik. Nur noch wenige Leute vermissen an den blutverschmierten Tatorten tote Hosen, keifende Omas, festklebende Dekarbonierer, lodernde Lichterketten und Friedensmärsche. Wegen dieser tragischen Einzelfälle rund um Eingeborene begibt sich auch die schiefmäulige Schweigeminute aus Bellevue nicht mehr extra in seinen Staatshelikopter.

Dafür gab es im Februar an anderer Stelle im Land Aufmärsche, etwa Antifa-Demos gegen das ungarische Naziurteil bezüglich einer nonbinären Knochenbrecherin. Und auch die Vorsitzende der Grünen in Arnsberg bezog sich auf den drohenden Zusammenbruch unserer Zivilisation. Auf Insta schrieb sie: „Eine Regenbogentreppe über Nacht in schwarz-rot-gold zu übersprayen ist eine klare rechtsextreme Aussage gegen Vielfalt, Queers und eine bunte Gesellschaft, pro Nationalismus.“

Erbauliche Erkenntnis

Wie sich die europäische Linke das weitere Zusammenleben im westlichen Europa vorstellt, formulierte vor ein paar Tagen die spanische Politikerin Irene Montera: Man müsse die einheimische Bevölkerung gezielt durch Ausländer ersetzen, auch um die Wahldynamik zu beeinflussen. Und wörtlich weiter: „Ich hoffe auf die Ersetzungstheorie und ich hoffe, wir können dieses Land von Faschisten und Rassisten mit Einwanderern befreien, ganz gleich, welcher Hautfarbe, gelb, schwarz oder braun.“ Tags darauf erteilte ihr Chef 500.000 Migranten ohne Titel und Papiere ein dauerhaftes Bleiberecht für Spanien. Sanchez nannte es „Work and stay“ – ältere Leute würden gedanklich ein „behind“ anhängen (so von wegen Gladio 2.1.) Ein spanisches Leak vom 25. Februar berichtete von mittlerweile 1.5 Millionen jungen afrikanischen Männern, die alleine 2026 auf verschiedenen Wegen im Land eingetroffen sind und von denen sich nicht wenige derzeit auf ebenso verschiedenen Wegen in Richtung Norden bewegen.
Wem hierzulande nach dem elften Jack Daniel’s an der Theke das Wort „Bevölkerungsaustausch“ rausrutscht, ist schneller in Stammheim als Söder an seinem Dönerstand.

Gehen wir zum 7. Januar 2026 zurück, an dem Mathias Miersch – maskenhaft wie der späte Warhol – vor die Mikrophone der Hauptstadtjournaille trat. Der Generalsekretär seiner dahin taumelnden Splitterpartei vermeldete eine erbauliche Erkenntnis: Migration sei nicht mit Schwarz und Weiß zu beantworten, biete Riesenchancen und sei zudem notwendig für die Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme. Der andere Witzbold über dem Kuckucksnest des Kanzleramts verkündete parallel beim Drachensteigen aus Indien, dass sich sehr bald viele Inder mit Deep-IT-Knowhow auf den Weg machen werden. Damit hatte der, auch im Iran nicht gerade hochgeschätzte Tiefflieger zufällig die Wahrheit gesagt. In der Tat packen unter anderem viele qualifizierte Inder derzeit ihre analogen Koffer und verlassen scharenweise das paralysierte La-la-Länd. Nicht ohne Grund rangieren wir in den Augen der Kanadier und Australier in Sachen Reisewarnung mittlerweile auf einer Ebene mit Zimbabwe, Malawi und Aserbeidschan.

Das Vaterland nebst Glückes Unterpfand versinkt in einem Abgrund aus Gewalt und Mordlust

Während sich unsere mediale Kläranlage seit Jahresbeginn an zwei nicht geklärten Todesfällen im 7. 123 Kilometer entfernten Minneapolis abarbeitet, versinkt das Vaterland nebst Glückes Unterpfand in einem Abgrund aus Gewalt, Mordlust und hilflos erduldeter Selbstzerstörung. Beim Meinungsinstitut Insa erfuhr man, dass 60 Prozent der Deutschen die Migration für das größte Problem halten. Bei den AfD-Leuten waren es 83 Prozent, bei der SPD 36 Prozent und bei Linksgrün 24 Prozent. YouGov ermittelte zeitgleich, dass sich eine Mehrheit im Land, darunter auch viele Langzeitmigranten, für einen radikalen Migrationsstopp ausspricht und darüber hinaus auch umgehende Rückführungen wünscht. Davon unberührt, wanderten 2025 erneut über 400.000 Nicht-Europäer ein. Auf 800.000 Menschen schätzt irgendein Institut die Anzahl jener Muslime und Afrikaner, die schriftlich dokumentiert zur Ausreise verpflichtet sind, und ein anderes Amt gibt kund, dass die derzeit anliegenden rund 250.000 Asylklagen die deutschen Landgerichte auf unabsehbare Zeit lahmlegen. Ende Februar stellte man fest, dass 90 Prozent der innereuropäischen Rückführungen scheitern. Dann, ein paar Tage vor der Wahl in Baden-Württemberg, berichteten die rufgeschädigten Leitmedien überschwänglich von der Deportation 20 afghanischer Schwerverbrecher.

Angesichts der hartnäckigen US-israelischen Flurbereinigungen in Gaza, dem Westjordanland, in Syrien, dem Irak und endlich auch dem Riesenreich der Perser, dürfte sich das stabile Drittel des bedingungslosen Grundwillkommens die Hände reiben. Auf dem Parteitag der Grünen wurde speziell von Frauenseite aus erfleht, zu den hinlänglich bekannten Stadtbildmigranten doch bitte auch neue Klimaflüchtlinge zu importieren. Zwischendurch bombardieren Amis, Israelis, Briten oder Türken immer wieder mal kurdische Stellungen nebst deren Gefangenenlagern. Und so befinden sich zum Winterende viele freiheitsdurstige ISIS-Fanboys auf dem heiligen Pfad der Balkanroute. Es ist davon auszugehen, dass weder die Bergpredigt noch Henry Miller und Jack Kerouac zur bevorzugten Reiselektüre zählen.

Flaumbärtige Knallhartreporter mit ihren Sneakers vor Ort

Dafür fragen sich die Stammleser der „Bild“ immer öfters, ob ihr Deutschland überhaupt noch zum Islam gehört. Die Hochkaräter der Springergosse liefern am Stück Homestories über Bushido, Abu Chakr und die Kronleuchten des Remmo-Clans. Die flaumbärtigen Knallhartreporter sind mit ihren Sneakers vor Ort, wenn Berliner oder Hamburger Gendarmen die opulenten Clanchefbegräbnisse beschützen. In Endlosschleife gibt es cool posierende Killerrocker, kalifenbärtige Ehrenmörder, tätowierte Dumpfbacken, TNT-Experten und übernächtigte Meth-Köche, deren Chemieabfälle das einst so gute ostdeutsche Trinkwasser vergiften. Wiewohl sich die liberal-bürgerlichen Sturmgeschütze viel Mühe geben, mit Relativierungen, Auslassungen und Faktenchecks die Nerven ihrer Klientel zu schonen, können sie ihren Lesern die rasende Dynamik moderner Bürgerkriegsführung nicht ersparen: Messermorde, Machetenmorde, Hinrichtungen, Kioskmorde, “Tipico”-Morde, Shisha-Morde, Enthauptungen, Einzel- und Massenvergewaltigungen – in Schulen, Altersheimen, Freibädern und vollgekotzten Regionalzügen. Ein Berliner Polizeisprecher erläutert: „Die Prägung durch Werte und Normen anderer Kulturen kann zu Konflikten und delinquentem Verhalten führen.“ Der Berliner Polizeichefin indessen lagen bis Ende Februar keinerlei Hinweise auf Bandenkriminalität vor.

Im Boulevardteil der Lokalnachrichten geht es lustig weiter: angezündete Obdachlose, erwürgte Schulmädchen, angepinkelte Schulbuben, verprügelte Lehrer, in den Suizid gemobbte Kids, bespuckte Busfahrer, überfahrene Polizisten, in den Tod gerempelte Bahnreisende, grün und blau-geschlagene Jobcenterbeamte, 12-jährige Autoraser, niedergebrannte Häuserblocks, multiethnische Straßenschlachten, Schutzgeldschießereien, um Haus und Hof betrogene Greise, geplünderte Schließfächer, gesprengte Bankomaten, Einbrüche, Ausbrüche, neue Morde. Und Mitte Januar wurde zu allem Überfluss auch noch die Handtasche von Sylvia Meis entwendet.

Bloß kein Wasser auf irgendwelche Mühlen!

In den meisten Fällen handelt es sich bei den Tätern um junge männliche Einwanderer, von denen viele inzwischen eingebürgert wurden, was den prozentualen Anteil der deutschen Straftäter in die Höhe treibt. Viele der als traumatisiert und schutzbedürftig ausgewiesenen Kriminellen entstammen jenen Herkunftsländern, in denen speziell das Mittelinks-Milieu gerne die Seele herumbaumeln lässt – Türkei, Albanien, Marokko, Tunesien, Ägypten. Hinter den Mauern dortiger Resorts werden interkulturelle Bande geknüpft, mit Shuttle-Service, Klangschalen, Ego-Resonanz-Therapie und Achtsamkeits-Yoga. Um hier mal gleich der Rassismus-Keule zu begegnen: Nicht jeder Afghane ist per se ein Gefährder; nicht jeder Syrer ein Bataclan-Hitman; nicht jeder Deutsch-Südsudanese ein ISIS-Schakal; nicht jeder Kurde ein Messermann. Und was die Vollverschleierung angeht, würde diese Mode auch manchen Almans gut zu Gesicht stehen. Und ja, es gab und gibt jede Menge zwielichtige Biodeutsche; Himmler, Haarmann, Honka und Hoeness, Strauß & Söhne und der ganze Amigo-Filz, Flick, Barschel, Pfeiffer und Engholm, Schalke und Hertha und viele Plagiatsbetrüger (gerade in der CDU), sowie Zuhälter, Schlepper, Amokläufer, Kinderschänder und Trickbetrüger, selbst bei der Deutschen Bank, Audi und VW.

Was einen neutralen, objektiven Betrachter irritiert, ist die Tatsache, dass man seit 2015, also dem Beginn des zivilisatorischen Niedergangs, weder leise noch laut die Rösser und Reiter der Schattenkavallerie benennen darf. Wem beispielsweise das eigene Kind weggemetzelt wurde, hatte als Mutter und Vater gegenüber der Pressemeute nicht mit Ingrimm zu trauern oder gar nach Vergeltung zu rufen; vor allem galt es jetzt auf eine korrekte Wortwahl zu achten. Ein totes Kind, das ist natürlich sehr schrecklich, aber das Blut darf kein Wasser auf die Mühle sein. Wir alle, wir von Politik und Medien, “UnsereDemokratie™“, wir fühlen den Schmerz, aber Tod und Mord, das gab es immer schon, das Kind war einfach zur falschen Zeit im falschen Zug, deswegen in Zukunft: Vorsicht an den Bahnsteigkante. Und selbst wenn Sie lebenslang unter dem Verlust leiden mögen, verzichten Sie, wenigstens vor laufenden Kameras auf überstürztes Instrumentalisieren. Weil sonst drohen Hitler, Höcke und Holocaust.

Narkotisierte Prantl-Jünger

Den verunsicherten Menschen dienten sich in Sachen Schuldzuweisung umgehend Kanzleramt, dpa, Springer und Bertelsmann an. Verantwortlich an den Verbrechen seien zum Beispiel ein Auto, ein Messer, ein Mann, zwei Männer, Streitigkeiten von Männern mit Schussabgabe, eine Gruppe, eine Person oder sogar mehrere Personen. Empfehlenswert seien auch Unbekannte, Kinderbanden, ein autonom fahrender Lastwagen, eine magische Bleikugel, schlechtes Crack, Klimawandel, Long-Covid, Putin, Tiktok, Trump oder eine schlampig übersetzte Sure. Der leidgeprüfte und dauerzerknirschte NRW-Innenminister Reul brachte sein Unbehagen angesichts der neostalinistischen Sprachzensoren etwas mühsam auf den Punkt: “Wenn Sie bestimmte Themen, die in der Wirklichkeit da sind und die Menschen auch empfinden, benennen, die aber nicht in die Zeit passen […], dann kriegen Sie Ärger […], von Menschen, die Meinung machen, die was zu sagen haben, von Menschen, die wahrscheinlich gar nicht die Mehrheit der Bevölkerung sind.” Dagegen fackelten die Stand-Up-Comedians Gabriel und Gauck nicht lange: Dunkeldeutsches Pack!

Ich kenne heute in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kaum noch einen Menschen, der Merkels Melting-Pot-Amok etwas Positives abgewinnen kann. Das betrifft die Imagine-Hippie-Teddybärchen-Träumer, die einst so hilfsbereiten Ehrenämtler und Patenschaftler, die narkotisierten Prantl-Jünger sowie den kleinen Mann auf der Straße nebst Gattin. Die schon im Winter 2015 leicht hysterisch wirkende Euphorie ist einem realen Albtraum gewichen. Angesichts der Grabsteininschrift „Wir schaffen das“ fragen sich viele, wen diese Person eigentlich mit „Wir“ gemeint hatte und was dieses „Das“ in letzter Konsequenz bedeutet.

Viele Leute stellen sich heute die weitaus wichtigere Frage – und zwar jene, wie eine Gesellschaft oder Zivilisation bestehen will, deren eigene Geburtenrate, vor allem seit 2022 dramatisch abfällt und die parallel eine millionenfache unkontrollierte kulturfremde Einwanderung akzeptiert und darüber hinaus noch – offenbar gegen den Willen der Mehrheit – offen forciert.

Eine riesige neokoloniale Sklavenfarm

Die Migrationsmanufaktur Soros & Merkel hatte es ziemlich lange relativ locker erreicht, dass eine große Mehrheit die Augen vor der Realität verschlossen hielt. Wiewohl sich mit jedem neuen Tag die Konsequenzen aus genau dieser Realität offenbarten, wurde beschwichtigt, gelogen, verdrängt, abgelenkt beschuldigt, geheuchelt, beteuert und Besserung in Aussicht gestellt. Man musste nur jeden Tag aufs Neue die Kröte schlucken, dass diese Besserung vor allem und gerade durch das Eintreffen neuer Fachkräfte zu erreichen sei. Diese waren, sind und bleiben im Duktus der glühenden SPD-Holzkohle Martin Schmid „wertvoller als Gold“ und werden bis zur weiteren Verwendung im Tresor des Bürgergelds zwischengelagert. Wer, bitte, ist schon dieser Larry Fink, der eben in Davos so nebenbei ankündigte, dass in Deutschland noch dieses Jahr Hunderttausende hochdotierter Jobs vom KI-Kahlschlag weggefegt werden? Und das erst der Anfang einer Implosion des gesamten Arbeitsmarkts sei. How dare he? Wir schaffen das, irgendwie… wie damals, bei der Abwrackprämie.

Zehn Jahre davor kann man sich durchaus vorstellen, dass die DAX-Oligarchen und die netten Mittelständler dachten: Okay, prima, 1-2-3 Millionen verzweifelte Nomaden, herrlich billige Löhne und Fuckju-Verdi nebst Trillerpfeifen; der Deppen-Staat würde für Wohnen, Schule und Zahnreinigung blechen und selber könnte man Gewinne wie nie zuvor einstreichen. Dazu kämen noch zig Milliarden Welcome-Subventionen aus Brüssel und dank Muttis freundlichem Gesicht konnte man endlich den Fluch von KZ-Ausbeutung und Zwangsarbeit abstreifen. Für einen Moment erschien ihnen dieses Deutschland wie eine riesige neokoloniale Sklavenfarm, deren frische Arbeitskräfte freiwillig und hochmotiviert aus weit entfernten Ländern herbeiströmten.

Kein Ende mehr in Sicht

Und die Linke? Ich kann mich an kein Wort erinnern zu Brain-Drain und Ausplünderung. Ich vernahm keinen Laut in Sachen systematischer Zerstörung der meist muslimischen Drittweltstaaten im rein amerikanischen Kampf gegen den Terror. Und in Sachen Fluchtursachen sah und hörte ich nichts von linken Demos rund um die Botschaften der USA, der UK, Israels oder den NATO-Kasernen. Anstatt die Schlepper der Grauen Wölfe und die Menschenhändler der levantinischen und afrikanischen Militärs zu bekriegen, gingen die üblichen Aktivistinnen aus dem “Pro Asyl”-NGO-Dunstkreis zur offenen Kooperation über bei der Verteilung der armen Teufel und zukünftigen Wähler. Was um Himmels willen tun die Deutschen da?, fragte sich die restliche Welt. Hatte die junge Physikerin heimlich Woodstock und Monterrey besucht? Wurde während Moskaus Zersetzungskursen mit LSD experimentiert? Was geht hinter den Augen der mächtigsten Frau des Universums vor sich? Mitgefühl? Kalkül? Pflichtbewusstsein? Man sagt ja, sie denke vom Ende her, doch da war kein Ende mehr in Sicht. Natürlich kam auch das leidige Dauerthema auf, die besondere Schuld Deutschlands und das immer wiederkehrende Ritual einer demonstrativen Abtragung. Beim Triggern der Schwindelspirale war Verlass auf die sadistische Über-Ich-Zentrale des Mohn-Springer-Kartells.

Verlassen konnte sich die Kanzlerin der Herzen vor allem auf eine gefühlige und treu ergebene Linke. Ab Mitte der zweiten Amtsperiode begann in der Republik ein jakobinischer Moralterror zu walten und zu wüten. Ab 5 Uhr 30 ertönen heutzutage Hayalis Jagdhorn-Fanfaren, und der Tag endet mit dem Halali von Strack-Zimmermanns Flächenbombardements. Im parlamentarischen Dschungelcamp gibt ein feministisches Scharfgericht aus Dröge, Esken, Hasselmann, Roth und Reichinek den Ton vor. Selbst an Sitzungstagen zum Thema der Pendlerpauschale werden die ganz tollen Fortschritte bei der Integration und ein weltweit einzigartiges Win-Win-Einwanderungsidyll hervorgehoben. Immer wieder aufs Neue heulen ihre Stimmen auf wie rotierende Kreissägen, und boshaft-funkelnde Augen richten sich auf den AfD-Abschaum: Die Angst da draußen im Land, bei den Menschen vor dem Bildschirm, das ist doch nur gefühlte Angst! Spuk, Lug und Trug, imaginierter Phantomschmerz und das Ergebnis der Panikmache dieser Rechtsextremisten. Um so mehr müsse jetzt, hier und heute, “UnsereDemokratie™” alle Faschisten, Querdenker, Fremdenhasser und Covidioten endlich verbieten, um danach ein vielfältiges, diverses, tolerantes, queer-wokes und gendertransformiertes Neues Deutschland zu etablieren.

“Kohls Mädchen” als Nemesis

Früher konnte man die Linken der Skepsis, der Aufklärung und der Systemkritik zuordnen. Heute steht sie für Realitätsverweigerung, Unterordnung und Selbstzerstörung. Wie kam es zu dieser kognitiven Dissonanz? Was war geschehen, dass sich der linke Mainstream seit Beginn des Jahrtausends ins Lager der Soros-Stiftungen begab, der Pharma-Multis, der Green-Deal-Hedgefonds und der globalen Medienkartellen? Hatte uns nicht schon Eisenhower 1961 vor diesem katastrophal wütenden Militärisch Industriellen Komplex gewarnt?

Um 1990 erblickte man mitten im Staub des Mauerbruchs die Silhouette einer Doro Kasner-Merkel, zunächst unscheinbar wie eine Rodlerin aus dem Erzgebirge. Von der Ossi-SPD abgelehnt, trat sie halt in die benachbarte CDU ein, machte dies und das, leiterte sich die Sprossen hoch, setzte als “Kohls Mädchen” ihren Namen unter den Vatermord-Essay in der FAZ und ließ zunächst Schäuble und danach den Rest interner Konkurrenten über die Klinge springen. Kaum hatte Schröder 2005 noch gepoltert: „Wir müssen mal die Kirche im Dorf lassen“, war die evangelisch-stalinistische Pastorentochter bereits als Kanzlerin vereidigt. Udo Walz beendete ihr Bad-Hair-Image, das Haus Burda kümmerte sich um den dezenten Eiscreme-Touch ihrer Blazer und bald erschien sie wie maßgeschneidert für eine so überhebliche wie unterkomplexe Republik. Hurra! Eine Frau, endlich, eine Minderheit, schwärmten die gefühligen Halblinken. Dann noch eine aus dem Osten, irre, noch ne Minderheit! Und was man so hört: Kartoffelsuppe statt Koks, U-Bahn statt Learjet, fast wie eine zweite Mutter Teresa und auf jeden Fall eine Dienerin des Volks.

Scharenweise in Merkels Bio-Schlachthof geflüchtet

Während sie über vier zähe Perioden hinweg das Parlament mit ihren lustlos abgelesenen Redebeiträgen in eine Aussegnungshalle umwandelte, drehte sie in Brüssel den beiden Nervgriechen den Strom ab. Da staunte selbst die schwarze Null aus dem Breisgau: „Isch over“. Im Zusammenhang mit den SOS-Hellenen brachten er und Merkel auch einen gigantischen Euro-Rettungsschirm zur Abstimmung, den 95 Prozent der Befürworter weder in Inhalt und Sinn noch in der sich nach und nach erweisenden Konsequenz kapiert haben. Merkels Sternstunde in Sachen Zersetzung der Linksliberalen schlug dann 2011. Dank einer mysteriösen Eingebung und ohne große Absprache mit Partei, Industrie, Europa oder dem DFB erfüllte sie den Urtraum und den Gründungsmythos der Sonnenblumensekte. Die obligaten Schleimer der Union fügten sich mit leisem Knurren in ihr Karriereelend, während das rotgrüne Stimmvieh scharenweise in Merkels Bio-Schlachthof flüchtete. Dann der Herbst 2015, das Wunder von Budapest, der nächste Gefühlsausbruch. Während Mutti einer verstörten Weltpresse verstörende Selfies mit bärtigen Syrern präsentierte, liefen jetzt auch noch die Antifa-Schläger, die Chöre der evangelischen Kirche und Hardcore-Linke wie Ramelow zur CDU über.

Der umstrittene Choleriker, dessen politische Karriere sich von Angelas Gnaden in die Länge zieht, bezeichnete den 4. September 2015 als den „schönsten Tag meines Lebens.“ Das erscheint sogar glaubhaft, denn gerade an ihm zeichnete sich ab, wie eine von jedem echten moralischen Kompass befreite pseudolinke Querfront diese Kanzlerin unerschütterlich durch die kommenden Jahre tragen sollte. Dies waren die Jahre des Impf-Verbrechens, der medialen Gleichschaltung, der Aushebelung von Grundrechten, der mentalen Einstimmung auf die großen Golden-Eurasia-Kriege und des ständig expandierenden Zuzugs muslimischer Menschen aus allen Teilen der Welt. Douglas Macgregor, Ex-Oberst der US-Armee, bilanziert mit drastischen Worten: „Deutschland ist schon seit langem auf dem Weg in den nationalen Selbstmord. Es begann mit der massiven Öffnung der Grenzen, eine Katastrophe, meiner Einschätzung nach. Merkel hat während ihrer Amtszeit mehr Schaden angerichtet als Adolf Hitler.“ Gut, das ist harter Tobak, aber von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Etappen der Invasion

Der grüne Vordenker Daniel Cohn-Bendit hatte die Deutschen bereits 1991 auf eine glorreiche Zukunft eingestimmt: „In einer multikulturellen Gesellschaft ist der Konflikt auf Dauer gestellt. Sie ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungs-verlierer. Sie hat die Tendenz, in eine Vielfalt von Gruppen und Gemeinschaften auseinanderzustreben und ihren Zusammenhalt sowie die Verbindlichkeit ihrer Werte einzubüßen.“ 25 Jahre später gab es im Umfeld von Merkel und Soros nichts Überraschendes bei der für die Deutschen so überraschenden Völkerwanderung. Vor allem stellte sich den Eingeweihten zu keinem Zeitpunkt irgendeine moralisch-ethische Frage. Die Etappen der Invasion folgten Joschkas Kosovo-Testballon, der – wie es Stockhausen nannte – „formidablen 9/11-Oper“, den unablässig tobenden NATO- Wüstenstürmen, bunten Frühlingen, Attentaten und Regierungsstürzen aus dem Katalog der Open-Border-Guerilla.

Vom großen „Resettlement“ war dort schon lange die Rede. Relativ unverblümt las man in den Tiefen der Homepages von UN, WEF, Rockefeller, RAND und sonstiger Philantropen über das Pro und Contra der bevorstehenden Völkerwanderung zwischen Gibraltar, Mesopotamien und der schönen Krim. Man las vom großen Reset, vom “Built Back Better”, “Degrowth” und dem langen Abschied vom alten Europa. Die Details der alternativlosen und irreversiblen Zerstörung finden sich nirgendwo präziser geschildert als auf den knapp 50 Seiten des Globalen Migrationspakts von Marrakesch aus dem Jahre 2018: Dieses Papier dokumentiert Merkels privaten Pakt mit dem Teufel, und ganz in diesem Sinne kommentierte sie die Schlussakte der europäischen Unterwerfung: „Das ist der einzige Weg.“ Im Jahre 2010 wurde ihr der Kalergi-Europapreis verliehen, was damals niemanden groß interessierte. Ebenso wenig Aufsehen erregte Gaddafis gleichzeitiger Vorschlag, im Interesse Deutschlands und der EU für ein paar Milliarden Honorar die illegale Migration mit Sinn und Verstand anzugehen und die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Seine Hinrichtung nebst der Zerstörung des nordafrikanischen Damms wurde von der Bel Etage unserer regelbasierten Moralelite in Berlin und Paris bejubelt: „We came, we saw, he died!“

Großlabor ohne Grenzen

Vor gut 100 Jahren machte ein zelotischer Paneuropäer namens Richard Coudenhowe-Kalergi von sich reden. In seinen Schriften ist viel die Rede von der rassischen und kulturellen Vermischung des europäischen Kontinents als eine Art Großlabor ohne Grenzen, Nationalbewusstsein und einheitliche Religion. Wenn man heute in Politik oder Medien eine Karriere anstrebt, sollte man auf Kalergi-Zitate verzichten, auch und gerade weil die staatlichen “Faktenchecker” da extrem allergisch reagieren. In diesem Sinne ist auch das sogenannte „Einladungsvideo“ kaum noch im Netz abrufbar: Dieses wurde 2015 vom Kanzleramt — parallel zu den Lebensmittelkürzungen in den jordanischen Lagern – in Auftrag gegeben und bildet eine in allen möglichen arabischen und orientalischen Sprachen und Dialekten gehaltene Anleitung zum gezielten und massenhaften Missbrauch des deutschen Asylrechts. Mächtige Bilder illustrierten die erste Phase der Einwanderung: Der ertrunkene türkische Junge am Strand; Dutzende erstickter Flüchtlinge in einem verlassenen Truck; Hunderttausende, die barfuß durch bayerischen Tiefschnee waten; ein Greis, der es im Rollstuhl von Kabul bis nach Kufstein schaffte.

Mit einem Hütchentrick der Agentur für Zersetzung gelang es von Beginn an, die Zweifler und Kritiker auf der Müllhalde der AfD zu entsorgen. Wer sich heute angesichts der ausufernden Migrantengewalt entsetzt zeigt, Kurskorrekturen fordert oder Abschiebungen von illegalen Kriminellen, wird als Aussätziger behandelt, angezeigt, gemeldet, abgeführt und abgemeldet. Die Republik steckt fest in der Röhre eines Moralscanners. Zudem ist es weltweit ohne Beispiel, dass sich alle anderen Parteien, die gesamten Leitmedien, die Kirchen, die Gewerkschaften, die Kulturszene und die Klima- und Asyl-Szene auf eine Oppositionspartei einschießen, die bislang kein einziges Wirkungsamt in dieser Republik in Beschlag genommen hat. Chinas prominentester Dissident, Ai Weiwei, schildert dieses Deutschland 2026 als einen unsicheren und unfreien Platz, orientierungslos zwischen Vergangenheit und Zukunft eingekeilt, und bilanziert: “Es geht hier inzwischen unmenschlicher und unfreier zu als in China.“ Wie 25 Prozent der noch nicht an Grundsicherung oder Rollator gefesselten Deutschen bereitet auch er gerade seine baldige Auswanderung vor.

Die Zukunft des Weltsozialamts

Man braucht weder das Studium der Offenbarung, des Nostradamus oder eines Oswald Spenglers, um die Zukunft des Weltsozialamts zu bestimmen. Selbst die Nachkommen der Gastarbeiter schlagen die Hände über dem Kopf zusammen. Noch nie, so die einhellige Meinung, war es in der Geschichte der Menschheit so einfach, ein Land auf diese Art zu unterwandern und schrittweise zu erobern. Es ist auch einmalig in der Geschichte der Gastwirtschaft, dass die Hoteliers für die Miete und das Taschengeld ihrer feindseligen Klientel aufkommen und sich dann auch noch für deren Frust und Wut die Schuld aufladen.

Quo Vadis? Ende Februar, bei der GEAS-Sitzung, war im Parlament wieder viel zu hören von Schengen, Dublin, gerechter Verteilung und einer europäischen Endlösung. Der dafür zuständige Europäische Gerichtshof ist allerdings seit vielen Jahren eine Soros-Instanz mit dem erklärten Ziel permanenter Migrationserhöhung. Der nervtötende Salzburger Filialleiter Gerald Knaus bastelt derzeit an bilateralen Abmachungen mit diversen afrikanischen Staaten, so auf der Basis seines hanebüchenen Türkei-Deals. Gespräche mit Syrien sind fürs erste auf Eis gelegt. Dobrindts Wunsch nach Abschiebungen wurde von Damaskus rigoros abgelehnt, weil dies die eigene Sicherheit gefährden würde. So schnell ist eine Voralpenkuh vom Eis. An den deutschen Stammtischen – früher einmal das Kompetenzzentrum der CSU – wird heftig debattiert: Manche rufen nach der Einführung der Todesstrafe, gar nach Schnellverfahren wie bei Freisler, nach lebenslänglicher Sicherheitsverwahrung, nach massenhaften Massenabschiebungen und einem knallharten deutschen ICE, womit ausnahmsweise nicht die Bundesbahn gemeint ist. Andere Leute hoffen auf Trump, auf das Verrücken der Roten Armee oder gar auf einen Putsch der Bundeswehr, à la Stauffenberg. Nach dem zwölften Jack Daniel’s fragen gelockerte Zungen, wieso man sich nicht die IDF und den Mossad zum Vorbild nehmen könne. Wenn dieses Israel schon universell-deutsche Staatsraison ist, dann könnte man doch im eigenen Haus auch mal den Kamin durchfegen!

Das Wachkoma der Linken und ihre erbärmliche Scheinheiligkeit

Wo wir schonmal in Plauderstimmung sind: Wundert sich jemand, wie es dieser doch so maroden DDR über 40 Jahre hinweg gelungen ist, eine nahezu wasserdichte Grenze zu etablieren, ohne Computer, Drohnen und Starlink? Denen reichten drei Fragen zur Abschottung: Kinder? Waffen? Munition? Apropos Ossis: die kriegen es ja etwas deutlicher mit, wie es dem globalen Kraken gelingt, das BSW dank physikalischer Magie bei eingefrorenen 4.99999 Prozent zu belassen. Damit sich in deren Augen eventuell irgendetwas ein bisschen zum Besseren hin ändert – also die Rückkehr zur alten Normalität mit Heimatgefühl, Sicherheit und Frieden –, müssten sie bei den drei anstehenden Wahlen der AfD zur absoluten Mehrheit verhelfen. Doch allein schon diese Sehnsucht ist für die derangierte Autopilot-Linke unvorstellbares Hate-Crime und ein Fall für den Staatsschutz. Sie sieht die Wiederkehr von Hitler, Hindenburg und von Papen. Deswegen: Wehret den Anfängen! Nie wieder ist immer und überall! Mahnwachen, Stolpersteine – keinen Millimeter den Nazis!

Vor ein paar Wochen hielt der Kolumnist Harald Martenstein im Rahmen eines Bühnenstücks ein gespieltes Plädoyer gegen das AfD-Verbot. Im Hamburger Thalia Theater war ein durch und durch linksliberales Juste Milieu versammelt. Bis in die letzte Faser erschüttert und sprachlos-mundoffen starrten die guten Menschen auf den Mann am Pult, der ihnen ausgesucht eloquent unter anderem den historischen Unterschied zwischen Gauland und Goebbels erläuterte. Die Gesichter in diesem Tränenpalast waren ein Sinnbild für das Wachkoma der Linken und ihre erbärmliche Scheinheiligkeit. In Kenntnis diverser CIA-Operationen wie etwa Chaos, Artichoke oder MK Ultra könnte man vermuten, dass die Linke als Kollektiv – über das limbische System und den manipulierten Neocortex – seit der Jahrtausendwende einer gezielten klandestinen Hypnose ausgesetzt ist. Denn wie kann man sich als antikapitalistisch definieren und gleichzeitig die Drecksarbeit für die widerwärtigsten Firmen des Globus erledigen? Und wie kann man sich antifaschistisch gerieren und gleichzeitig eine Partei mit einer 30-Prozent-Wählerschaft ausradieren wollen? Und wie kann man sich angesichts des grandiosen Scheiterns der Migration dafür stark machen, den Niedergang und das kommende Leid aller Beteiligten immer weiter anzufeuern?

Politmediale Fälscherpressen arbeiten auf Hochdruck

Zurückblickend auf Irene Monteras Kampfansage: „Ich hoffe auf die Ersetzungstheorie und ich hoffe, wir können dieses Land von Faschisten und Rassisten mit Einwanderern befreien, ganz gleich, welcher Hautfarbe, gelb, schwarz oder braun“ stellt sich die Frage nach Ziel und Wunsch der linksdrehenden Gegenkultur. In den Schriften vieler Zufrüh- oder Zuspät-Marxisten, bei Bakunin, Fanon, Lenin, Sartre, Luxemburg, Jaures, Marcuse, Bloch oder Mao stößt man öfters auf den golemhaften Entwurf des „Neuen Menschen.“ Das utopische Prinzip Hoffnung durchdringt das linke Denken und Fühlen mit dem archaischen Zyklus aus Opfer, Tat, Scheitern und Erlösung, dem ständig erneuerten Mythos eines langen Marsches sowie dem quasireligiösen Versuch, sich Sisyphus als einen glücklichen Menschen auszumalen. Mit ungewohnt ernster Miene knöpfte sich Elon Musk am ersten Märztag die Europäer vor und hielt ihnen eine in seinen Augen unbestechliche Statistik der dynamischen Migrationsgewalt vor Augen – als Vorbote eines unausweichlichen Bürgerkriegs.

Auch wenn die politmedialen Fälscherpressen weiter auf Hochtouren arbeiten: Deutschland befindet sich im Zentrum einer kaum noch auf friedliche Art lösbaren Konfrontationslinie unversöhnlicher Kulturen. Diesen sich langsam anbahnenden “Clash of Civilization” hatte Huntington bereits 1993 angekündigt und es würde den toleranzbesoffenen Gastgebern nicht schaden, endlich auf jene gebildeten säkularen Muslime zu hören, die seit langem ungehört warnen. Sie wissen nämlich, dass sich jenseits der täglichen Gewaltexzesse mächtige Netzwerke in Behörden, Banken, Ämtern, Parlamenten, Polizei, Gesundheit, Bildung und Justiz etabliert haben. Unbehelligt und oft auch noch staatlich gefördert wurden dort Strukturen aufgebaut, Organisationen infiltriert, Bildungsräume geprägt, Kritiker aus dem Weg geräumt und Schritt für Schritt mit dem klassischen deutschen Denken weitgehend inkompatible Weltanschauungen durchgesetzt.

Langer und gewaltsamer Weg

Die blasierten Talking Heads von “UnsereDemokratie™” indessen fühlen weiter und hoffen und glauben und runden auf und runden ab und pressen sich die Augen zu und wettern “gegen rechts”. Beim leisesten Anflug von Überforderung – was längst chronisches Leiden ist – verweist man auf die kafkaeske Ersatzmonarchie in Brüssel, als ob dieser Vaudeville-Moloch in der Lage wäre, diesem unlösbaren Komplex beizukommen. Eher erfolgt eine Lösung über die gordische Methode oder einen holistischen Deus-Ex-Machina-Eingriff. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Massen aus dominanten und integrationsunwilligen Einwanderern auf jene der beschimpften und frustrierten Einheimischen treffen – illustriert von Militärs, Bürgerwehren, Sonderkommandos und allerlei Legionären. Diese Konfrontation steht uns ins Haus, irgendwo und irgendwann, zwischen Tür und Angel. Man sagt ja auch, die Lüge nimmt den Aufzug und die Wahrheit die Treppe. Es wird wohl ein langer und gewaltsamer Weg, bis europaweit der gewaltige Druck entwichen ist und sich eines fernes Tages die Stürme beruhigt haben und der neue, eventuell sogar transhumane Mensch den Wiederaufbau in die Hand nimmt.

Zum Thema unlösbar erscheinender Probleme hinterließ Ernst Jünger in seinem Buch „Die Schere“ folgendes Fazit: „Sie werden gelöst werden, indem die Tatsachen, die ihnen zugrunde liegen, sich verkoppeln und ein neues Gefüge entsteht. Das ist oft überraschend und wird gern als Fügung bezeichnet, doch ist es überall in der Natur, auch in der Gesellschaft, zu beobachten. Kein Licht ohne Schatten, jeder Ebbe folgt eine Flut.“