Samstag, 20. Dezember 2025

Wie ein Spiegel-Reporter ein Märchen über ein rassistisches Amerika schrieb



von Joelle Rautenberg

Eigentlich wollte Spiegel-Reporter Jonah Lemm eine mitreißende Reportage über einen Anwalt im US-Bundesstaat Louisiana schreiben, der in einem rassistischen Amerika gegen Trumps Abschiebepolitik kämpft. Der Text erschien Anfang Dezember im Spiegel. Lemm beschreibt darin, wie er den amerikanischen Anti-Abschiebeanwalt Christopher Kinnison in Louisiana begleitet und für seine Recherchen ein Highschool-Footballspiel in Winnfield besucht. Genau jener Besuch des Footbalspiels wirft aber nach Recherchen von NIUS massive Fragen hinsichtlich der Arbeit des Spiegels auf. Mehrere faktische Ungereimtheiten rufen Erinnerungen an den Spiegel-Skandal um den Autor Claas Relotius aus dem Jahr 2018 wach...

Ein zweiter Hochstapler?

Das beginnt schon bei dem Einstieg in den Text: Holzhäuser, die wirken, als wollten sie sich selbst abreißen. Die flirrende Südstaatenhitze über dem Asphalt. Ein Himmel, so blau, „als hätte ihn ein Kind mit Buntstiften ausgemalt“. Nicht nur die bildhafte, fantasievolle Sprache des Spiegel-Reporters Lemm in seinem Artikel „Wie ein Anwalt in den Südstaaten gegen Trumps Abschiebemaschine kämpft“ erinnert an den früheren Reporter Claas Relotius, der gerne seine szenischen Einstiege ausschmückte. Darauf machte zuerst der Anwalt und Professor für Medienrecht Ralf Höcker auf X aufmerksam.

Relotius arbeitete bis 2018 für den Spiegel und löste eine veritable Magazin-Krise aus, die ein weltweites Medienecho nach sich zog, als bekannt wurde, dass er über Jahre hinweg preisgekrönte Reportagen erfunden, stark verfälscht und abgeschrieben hatte.

Er erhielt von 2012 bis 2018 insgesamt 19 Auszeichnungen für seine journalistische Arbeit, die in großen Teilen erfunden war: der ehemalige Spiegel-Reporter Claas Relotius.



Minderjährige Cheerleader und besorgte Eltern

In seinem Artikel beschreibt Jonah Lemm, der Anti-Abschiebeanwalt Christopher Kinnison habe ihm geraten, ein Highschool-Footballspiel in Winnfield zu besuchen, wenn er „Kultur und Menschen“ kennenlernen wolle. Kinnison selbst geht nicht dort hin, weil er gehört hätte, dass in Winnfield ein Mann das „N-Wort“ gesagt habe und niemand widersprochen hätte. Eine nicht überprüfbare Behauptung, die nicht die einzige in Lemms Text bleibt.

Den Beginn des Spiels zwischen den Winnfield Tigers und den Jonesboro-Hodge-Tigers beschreibt Lemm ebenfalls im relotiusesken Stil. Man habe Gott um ein faires Spiel gebeten, dieser habe jedoch nicht geantwortet, „stattdessen erklang die Nationalhymne.“ Anschließend gibt Lemm an, mit dem Handy „ein paar“ Bilder und Videos vom „Spielfeld und der Tribüne“ aufgenommen zu haben. Was er nicht angibt: dass er offenbar Aufnahmen anwesender junger Mädchen gemacht hat.

Nach wenigen Minuten sei eine Frau auf ihn zugekommen, habe ihn angeschrien und ihm vorgeworfen, minderjährige Cheerleaderinnen zu filmen. Kurz darauf habe ein Mann ihm geraten, das Spiel zu verlassen. Für keine der beiden Behauptungen, weder die Konfrontation durch die Frau noch die Aufforderung durch den Mann, liegen laut Winnfield Police Department Hinweise vor.

Warum filmte der Reporter Minderjährige?

Der Spiegel-Reporter beschreibt weiter, wie er am Tag nach dem Spiel durch die Polizei kontrolliert wurde, da er am Haus einer der beim Spiel anwesenden Cheerleaderinnen vorbeigefahren war. Danach habe er beschlossen, „die Stadt doch lieber zur eigenen Sicherheit zu verlassen“.

Doch die NIUS vorliegenden Bodycam-Aufnahmen zeichnen ein anderes Bild: Der Grund für die polizeiliche Maßnahme war nicht Lemms zufälliges Vorbeifahren am Haus der Cheerleaderin, sondern die Tatsache, dass er die Minderjährige beim Football-Spiel gefilmt habe, woraufhin die Eltern die Polizei alarmierten.

Im Video erklärt ein Polizist Lemm: „Du warst beim Football-Spiel und hast Bilder von den Töchtern der Eltern gemacht. Und plötzlich sehen die Eltern dich, wie du am nächsten Tag besonders langsam an ihrem Haus vorbeifährst“. Auch die Darstellung, Lemm habe die Stadt verlassen, weil er seine Sicherheit in Gefahr sah, ist mehr als zweifelhaft. In den Aufnahmen ist deutlich zu hören, wie ein Beamter ihm versichert: „Nobody is forcing you to leave“ und „it’s not illegal what you did.“

Das Footballstadion von Winnfield. Hier soll der Spiegel-Reporter Jonah Lemm Aufnahmen minderjähriger Cheerleaderinnen angefertigt haben.



In seinem Artikel skizziert Lemm einen verschlossenen, misstrauischen Ortes eines paranoiden Amerikas, „getrieben von Angst“. Doch auch diese Behauptung lässt sich aus den NIUS vorliegenden Bodycam-Aufnahmen nicht ableiten: Im Gespräch mit Lemm äußern sich die Polizeibeamten freundlich und offen. Sie sagen: „Wir freuen uns, dass du hier bist“ und „Wir möchten, dass Menschen herkommen und sehen, wer wir sind und wofür wir stehen“.

„Einer der schlechtesten journalistischen Texte, die ich je gelesen habe“

NIUS sprach mit dem Sheriff von Winnfield, Josh McAllister, um die Behauptungen des Spiegel-Journalisten zu überprüfen. Gegenüber NIUS sagt McAllister, dass Lemm nicht etwa wegen seiner Nationalität aufgefallen sei oder weil die Menschen in Winnfield verschlossen wären, sondern weil er gezielt Fotos von den Cheerleaderinnen gemacht habe, die allesamt minderjährige Mädchen waren.

Hält Lemms Behauptungen für schlechten Journalismus: der Sheriff von Winnfield, Josh McAllister



Laut dem Sheriff müsse Lemm verstehen, dass es ein Problem darstelle, wenn jemand „Fotos von minderjährigen Mädchen ohne das Einverständnis der Eltern oder ohne, dass es jemand mitbekommt“ mache. Zudem habe Lemm „auf der Tribüne gesessen und über einen langen Zeitraum Bilder der Cheerleaderinnen gemacht“ bis einige Eltern ihn konfrontiert hätten. Dennoch, so McAllister, habe ihn niemand explizit aufgefordert, das Spiel zu verlassen.

Jonah Lemm auf seinem Instagram-Profil. Laut dem Sheriff Winnfields, Josh McAllister, soll das Verhalten des Reporters auf dem Highschool-Footballspiel „a pretty serious issue“ sein.



Lemm erwähnt in seinem Artikel lediglich die Stadt Winnfield mit rund 4.000 Einwohnern, ignoriert dabei jedoch den deutlich größeren Verwaltungsbezirk „Winn Parish“, für den Sheriff McAllister zuständig ist und der etwa 14.000 Einwohner umfasst und rund 2.480 Quadratkilometer groß ist, also knapp dreimal so groß wie Berlin. Dass Lemm zufällig innerhalb des Verwaltungsbezirks mehrfach am Haus eines der gefilmten Cheerleader-Mädchen vorbeigefahren sei, hält McAllister für bemerkenswert.

Während Lemm die Bewohner Winnfields als verschlossen und „paranoid“ darstellt, beschreibt McAllister das Gegenteil: „We want people in our Winn Parish. We want people to come and see what we’re about.”

Trotz Winnfields bunter „Police Jury“ (Anm. d. Red.: eine Police Jury ist ungefähr vergleichbar mit einem Gemeinderat in Deutschland) impliziert der Spiegel-Reporter, dass Winnfield fremdenfeindlich wäre.



Laut McAllister steht im Artikel von Lemm vieles, „das schlicht nicht den Tatsachen entspricht“. Dazu zählt laut dem Sheriff auch die Behauptung Lemms, er habe versucht, an die Bodycam-Aufnahmen der Beamten zu gelangen, doch die städtische Mitarbeiterin hätte ihm „nie wieder“ geantwortet. McAllister bezeichnet das als klare „Falschaussage“ und erklärt, es gebe eine Verwaltungsgebühr für die Herausgabe der Videos. Eine Gebühr, die Lemm nie bezahlt habe.

Gegenüber NIUS zeigt sich McAllister schockiert, auch darüber, dass er von dem Artikel erst durch NIUS erfahren habe. „Der Spiegel-Reporter hat nicht nur ein falsches Bild über Winn Parish gezeichnet, sondern auch über ganz Louisiana. Das ist einer der schlechtesten journalistischen Texte, die ich je gesehen habe.“

„Die Aufnahmen waren nie zur Veröffentlichung bestimmt“

Auf NIUS-Anfrage teilte der Spiegel mit, man könne kein Fehlverhalten von Reporter Jonah Lemm erkennen. Die „wenigen Fotos und Videos des Spielfelds“, die Lemm mit seinem Handy aufgenommen habe, seien lediglich „zu Dokumentationszwecken“ entstanden und „nie zur Veröffentlichung bestimmt“ gewesen. Zu welchen spezifischen Dokumentationszwecken Lemm die Fotos machte, bleibt dabei unklar.

Journalismus als Gesinnungsfrage

Ein Gastbeitrag des Strafverteidigers Gerhard Strate von 2018 im Cicero zum damaligen Fall Class Relotius trug den Titel: „Wenn Haltung mehr zählt als Wahrhaftigkeit“. Strate kritisierte darin die zunehmende Entfremdung vieler Journalisten von ihrem Handwerk sowie deren Neigung, zwischen „richtigen“ und „falschen“ politischen Haltungen zu unterscheiden.

Auch im Fall Jonah Lemm lässt sich ein klar politisch motivierter, ideologisch aufgeladener Journalismus erkennen. So betont Lemm, dass im ländlichen Louisiana in manchen Gegenden bis zu 90 Prozent der Menschen bei der Präsidentschaftswahl 2024 Donald Trump gewählt hätten. Gleichzeitig verschweigt der Journalist, dass im gesamten US-Bundesstaat Louisiana über 38 Prozent der Amerikaner für die demokratische Kandidatin Kamala Harris gestimmt hatten.

Im Relotius Artikel „In einer kleinen Stadt“ vom 25. März 2017 behandelt der Autor die US-Kleinstadt Fergus Falls in Minnesota. Ähnlich wie Lemm verbreitete Relotius im Artikel diverse stereotype Narrative über vermeintlich rückständige Trump-Wähler.



Doch Lemms Artikel über Winnfield ist nicht der einzige politisch gefärbte Artikel des Autors. Bereits 2018 erhielt er den Otto-Brenner-Newcomerpreis für seine Recherche über Verbindungen zwischen AfD-Akteuren und der Identitären Bewegung. Später schrieb Lemm unter anderem für das linke, selbsternannte Faktenchecker-Portal „Correctiv“, das vor allem durch die sogenannte „Geheimplan“-Recherche von 2024 bekannt wurde, eine Veröffentlichung, die gerichtlich bestätigte Falschaussagen enthielt. In einem Correctiv-Artikel warnt Lemm unter anderem davor, dass sich die „Neuen Rechten“ „nachdenklich“ und „philosophisch“ geben und Essays schreiben würden.

Im Jahr 2018 erhielt Lemm den Otto-Brenner-Newcomerpreis für eine Recherche über die AfD.



„You were super nice“

In seinem Artikel konstruiert Lemm immer wieder implizit eine Bedrohungssituation durch Polizei und Anwohner. Durch Formulierungen wie: „Das Amerika, das ich in Winnfield kennengelernt habe, zeigt, wie sehr sich die jahrelange Panikmache von Trump und rechten Aktivisten in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat“ oder „Einem Fremden traut hier niemand“ suggeriert er, die Bewohner Winnfields seien verängstigt oder abweisend.

Doch auch diese Implikationen lassen sich durch die NIUS vorliegenden Bodycam-Aufnahmen nicht belegen. Während der gesamten Polizeikontrolle wirken die Polizisten gegenüber Lemm sehr freundlich und zuvorkommend.

Auf die direkte Frage eines Beamten „So, have I mistreated you?“ antwortet Lemm „No, you were super nice“. Auch die Frage, ob er bedroht worden sei oder jemand versucht habe, ihn zu etwas zu zwingen, verneint Lemm eindeutig.

Auf den NIUS vorliegenden Bodycam-Aufnahmen der Polizeikontrolle wirkt Lemm entspannt und erheitert.



Gerade das Ende der Bodycam-Aufnahmen widerspricht Lemms Narrativ besonders deutlich: Als er fragt, ob er sich eine Zigarette anzünden dürfe, stimmen die Polizisten locker zu. Einer bedauert, dass Lemm seine Recherche nicht offiziell angemeldet habe, da er ihm sonst hätte helfen können, Zugang zum Spielfeld zu bekommen und Bilder zu machen.

Rauchend in der Polizeikontrolle: der Journalist Jonah Lemm.



Die ganze Szene wirkt eher wie eine lockere Unterhaltung: Es wird über die USA, Reisen und Deutschland gesprochen, ein Polizist sagt: „I've always wanted to go to Germany“. Ein anderer bietet Lemm sogar an, ihn auf ein Footballspiel einzuladen und das Ticket für ihn zu kaufen.

Von „Panik“ oder Verschlossenheit kann bei den Polizisten keine Rede sein. Oder um es in Lemms Worten zu sagen: Die Polizisten im Bodycam-Video wirkten vor allem „super nice“.


Kein Russengeld-Diebstahl für die Ukraine – dafür 90 Milliarden „Sondervermögen“ mit deutscher Haftung

von Bettina Sauer

Finanzierung gesichert: Hurra, der Krieg kann erstmal weitergehen!



Beim EU-Gipfel blitzt Kanzler Merz mit seinem Plan ab, eingefrorenes russisches Vermögen für die Ukraine zu beschlagnahmen: ausgerechnet Italien und Frankreich ziehen die Notbremse. Statt „Russland zahlt!“ gibt es nun neue EU-Schulden, an denen sich nicht einmal alle Mitgliedstaaten beteiligen. Was Friedrich Merz in Brüssel durchsetzen wollte, war kein mutiger Schritt, sondern ein brandgefährlicher Tabubruch: Der geplante Zugriff auf eingefrorenes russisches Staatsvermögen wäre nichts anderes gewesen als staatlich legitimierter Diebstahl – ohne rechtskräftiges Urteil, ohne völkerrechtliche Grundlage, ohne jede Garantie, dass Europa dafür nicht einen hohen Preis zahlt. Doch genau das schien Merz vollkommen egal zu sein.

Beim EU-Gipfel in Brüssel heute Nacht wurde einmal mehr deutlich, wie wenig Gespür Bundeskanzler Friedrich Merz für rechtliche, wirtschaftliche und politische Realitäten besitzt. Sein großer Auftritt mit der Forderung, die rund 210 Milliarden Euro eingefrorener Vermögenswerte der russischen Zentralbank einfach zur Finanzierung der Ukraine freizugeben, endete in einer krachenden Niederlage. Statt des lautstark reklamierten Plans, „Putin bluten zu lassen“, gibt’s nun ein 90-Milliarden-Euro-Kreditpaket, das die EU-Staaten selbst stemmen müssen – und Deutschland als größter Nettozahler haftet mit einem Viertel,. Sogar noch mehr, weil sich Ungarn, Tschechien und die Slowakei an dieser weiteren Ausplünderung der eigenen Bürger für eines der korruptesten Länder der Welt jede Beteiligung erfolgreich verbaten; für den Rest springt die Koalition der Willigen mit uns als Hauptfinanzier ein – und das erst später zurückgezahlt werden soll, wenn Russland irgendwann mal offiziell zu Reparationen verurteilt wird (also nie) Dass Merz diese rechtliche Bankrotterklärung als Erfolg verkauft, ist symptomatisch für seine Politik: viel Pathos, wenig Substanz.

Gemeingefährlicher Kanzler

Merz’ Plan war nicht nur juristisch wackelig, sondern auch wirtschaftlich gefährlich. Der Zugriff auf fremde Zentralbankreserven ohne rechtskräftiges Urteil hätte ein fatales Signal an die Finanzmärkte gesendet: Europa verwischt die Grenze zwischen Recht und politischem Opportunismus. Staaten wie Frankreich und Italien setzten Merz deshalb ein klares Stoppschild – völlig zu Recht. Belgien verwies darauf, dass es im Falle eines Rechtsstreits allein haften müsste. Merz jedoch schien blind für die Folgen und stülpte über einen unrealistischen Utopismus politisches Wunschdenken. Die Kritik reichte quer durch Europa – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán brachte es auf den Punkt, als er in knappen, unfreundlichen Worten feststellte: „Das Geld ist verloren“. Ein Satz, der mehr über die gefährliche Blauäugigkeit von Merz’ Plan aussagt als jede diplomatische Floskel.

Der AfD-Europaabgeordnete Alexander Sell erklärte, dass mit dem 90-Milliarden-“Sondervermögen” de facto „auf einen Sieg über Russland gewettet wird, während die deutschen Steuerzahler letztlich haften müssen.“ Er nannte die Erwartung, Moskau werde später Reparationen zahlen, „völlig utopisch“. Solche realpolitischen Einwände treffen Merz dort, wo es wehtut: bei seinem Narrativ von angeblich “harter, aber kluger” Politik. Am Ende steht einer der für das Überleben Deutschlands in all seinem fahrlässigen Treiben gemeingefährlichsten Kanzler da – was nach Merkel eigentlich nicht mehr möglich schien – und fordert einen um den anderen brandgefährlichen Eskalationschritt. Beim jüngsten wurde er zwar noch einmal zurückgepfiffen, doch er und seine Domestiken lassen nicht locker.


Nochn Kredit: 90 Milliarden verweht

von Daniel Matissek

Da feiern sie wieder groß: Die EU-Granden bejubeln die nächste Veruntreuung europäischer Steuergelder an das korrupte Kiewer Kriegsregime



Der Brüsseler EU-Gipfel hat wieder einmal die völlige Zerstrittenheit und Unfähigkeit der selbsternannten EU-Weltlenker offenbart, für die sich außerhalb ihres Kontinents infolge selbstverschuldeter Talschussfahrt in die geostrategische Bedeutungslosigkeit niemand mehr interessiert. Nach den autistischen “Ukraine-Verhandlungen” von Berlin ausschließlich unter Beteiligung von Selenskyj und seinen nibelungentreuen “Willigen” ohne Russland, der dadurch wie eine Art Münchner Konferenz ohne Hitler wirkte, folgte der gestrige EU-Gipfel, und beide Zusammentreffen brachten nur ein Resultat hervor, das vorher schon feststand: Deutschland ist der Blanko-Zahlmeister der Welt, Europas und der Ukraine. In immer unverschämterem Ausmaß den eigenen Bürgern und Unternehmen abgepresstes Steuergeld wird von hochverräterischen, ausnahmslos an fremden Interessen orientierten Politkomparsen auf immer unverschämtere Weise veruntreut, während die Kriegsgefahr steigt und die Deutschen in immer existenziellere Bedrohung auf allen Ebenen geraten. Und die Merz-Truppe brüstet sich allen Ernstes noch für ihre Verhandlungsergebnisse – obwohl es sich um ein Scheitern auf ganzer Linie handelte.

Denn das eigentliche Ziel von Merz und von der Leyen – die Beschlagnahme, sprich: den faktischen Raub der in Europa eingefrorenen 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank und deren anschließende Auskehrung an die Ukraine zur Weiterfinanzierung des Kriegs – konnte man sich nicht einigen. Vor allem der belgische Ministerpräsident Bart de Wever, in dessen Land sich der größte Teil des Geldes befindet, hatte vehement Widerstand gegen diesen Harakiri-Zug geleistet, mit dem die Vertrauenswürdigkeit des Finanzplatzes Europa final beschädigt und die Eskalation gegenüber Russland nochmals explosiv verschärft worden wäre. Auch die Verbrämung dieses irren Manövers als „Reparationsanleihe“ hätte nichts daran geändert, dass Europa die Totenglocke geläutet hätte – weil hier dann niemand mehr investieren würde, wenn stets die Gefahr droht, dass sein Geld unter heuchlerischen moralischen Vorwänden oder politischen Gründen nach Belieben konfisziert und gestohlen wird.

Die “Reparationen” zahlen die Deutschen

Das, was nun stattdessen folgt, ist zumindest für die deutsche Bevölkerung noch gravierender: Denn statt der Enteignung russischen Auslandsvermögens, die einen historisch beispiellosen Präzedenzfall geschaffen hätte, erhält nun Ukraine die unmittelbar vor dem Staatsbankrott stehende Ukraine einen zinslosen 90-Milliarden-Euro-Kredit von der EU – und dieser wird nicht etwa (wie zunächst berichtet) aus dem Russenvermögen, sondern durch neue Schulden am Kapitalmarkt finanziert, weshalb auch schon wieder von “Sondervermögen” geredet wird. Dabei handelt es sich selbstverständlich gleich um den nächsten Rechtsbruch, denn die EU vergemeinschaftet nicht nur vertragswidrig Schulden, sondern schiebt diese auch noch einem Land, das nicht einmal EU-Mitglied ist und das durch die in den letzten Wochen aufgedeckten bodenlosen Korruptionsabgründe eigentlich keinen Cent mehr erhalten dürfte. Faktisch ist dieser Dammbruch der erste Einstieg in die Schuldenunion mit faktischen Euro-Bonds.

Diese 90-Milliarden-Veruntreuung zulasten Dritter – der europäischen Bürger – wird perverserweise nun ebenfalls “Reparationsanleihe” genannt – aber nicht bei Russengeldern, sondern beim eigenen Volk. Es handelt wohlgemerkt um ein explizit zinsloses Darlehen, das nur dann von der Ukraine zurück bezahlt werden muss, “wenn Russland Reperationen bezahlt” – also nie, denn, wie ein X-Kommentator treffend schreibt: “Seit wann zahlen Sieger Reperationen?” Abgesichert wir der Kredit daher über den EU-Haushalt – was bedeutet, dass Deutschland für den Großteil davon geradestehen muss, weil es mit 24,5 Prozent der mit Abstand dessen größter Nettozahler ist (allein 2024 zahlte Deutschland 13,1 Milliarden Euro mehr ein, als es zurückerhalten hat). Das anteilige Ausfallisiko ist hier noch deutlich höher, da sich Tschechien, Ungarn und die Slowakei kategorisch jeder weiteren Finanzierungsbeteiligung verweigern.

Alles zum maximalen Schaden Deutschlands

Ausgerechnet die deutschen Steuerzahler dürfen dank des infamen und verantwortungslosen Agierens ihres Lügenkanzlern mit weiteren Milliarden für das Land aufkommen, das federführend an der staatsterroristischen Wegsprengung der Nord-Stream-Infrastruktur beteiligt war und die bisherigen Zuwendungen in goldenen Toiletten, Prachtvollen und Wandschränken voll Bargeld verschleudert hat – damit dieses von einer notorisch korrupten Elite beherrschte Land einen längst verlorenen Krieg weiterführen kann kann. Es ist ein weiterer verbrecherischer Missbrauch des Geldes der Bürger, der hier betrieben wird. Vernunft herrscht in dieser EU nur noch in Osteuropa, während Deutschland und die übrigen “Whatever-it-Takes”-Verrückten die Ausplünderung ihrer eigenen Bevölkerungen auf die Spitze treiben und daneben die Weltkriegsgefahr täglich vergrößern.

Niemand legt diesen zum maximalen Schaden Deutschlands agierenden Regierenden das Handwerk, sie kommen mit allem durch. Und so steht der unverbesserliche Großschwätzer Friedrich Merz zwar vor aller Welt wieder einmal mehr als belämmerter Maulheld – denn we kein anderer hatte er darauf gedrängt, dass das russische Vermögen der Ukraine zugeschoben wird –, doch unbeirrt faselt er pathetisch-singfrei davon, in der Ukraine-Unterstützung entscheide sich, „ob wir frei, ob wir sicher und ob wir auf Dauer wohlhabend sind“. Noch zu Beginn des Gipfels hatte Merz verlauten lassen, dass aus seiner Sicht die „Reparationsanleihe“ die „einzige Option“ sei und die Aufnahme von Schulden für ihn nicht infrage komme. Nachdem er damit gegen die Wand gelaufen war, verkündete er allen Ernstes die nunmehrige Schuldenorgie als seinen Erfolg: „Wie von mir gefordert, erhält die Ukraine einen zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro“. Dies sei „ein klares Signal an Putin aus Europa. Der Krieg wird sich nicht lohnen“. Was wirklich passiert, bringt „Love Priest“ Tim Kellner treffend auf den Punkt: “90.000.000.000 Euro. Für Korruption. Für Vetternwirtschaft. Für ein fremdes Regime. Während in Deutschland Rentner Flaschen sammeln, Betriebe schließen und Familien kämpfen, werden Milliarden verschenkt, als ‚Kredit‘, den niemand je wieder sehen wird. Nicht für uns. Nicht für Deutschland. So sieht Verrat an den eigenen Bürgern aus.”

Schlappe über Schlappe

Seine inzwischen hinlängliche innenpolitische Erfahrung im Kaschieren seines ständigen Scheiterns kommt dem Lügenkanzler auch auf internationaler Ebene zugute: Als kleines gesichtswahrendes Zugeständnis für Merz wurde beschlossen, dass das eingefrorene russische Vermögen in der Hinterhand bleiben soll, falls Russland keine Reparationen an die Ukraine zahlen wird – was es natürlich nie und nimmer tun wird, schon allein deshalb, weil dies einem Schuldeingeständnis am Kriegsausbruch gleichkäme. Dass es unverantwortlich ist, einem derart korrupten Land weitere 90 Milliarden Euro zu geben, wurde mit keinem Wort erwähnt – so wie auch der gigantische Korruptionsskandal, in den auch das allerengste Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj verwickelt ist, nicht die geringste Rolle spielt, wenn seine europäischen Freunde und Gönner ihm den roten Teppich für seine ständigen Betteltouren ausrollen.

Merz und seine Mitstreiterin, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, mussten auf dem Gipfel noch eine weitere herbe Schlappe einstecken: Am morgigen Samstag wollte von der Leyen nach 25-jährigen (!) Verhandlungen endlich das Mercosur-Freihandelsabkommen mit Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Uruguay unterzeichnen. Auch dies ist nun gescheitert und soll, wenn überhaupt, Mitte Januar nachgeholt werden, da vor allem Frankreich massive Bedenken angemeldet und Nachbesserungen gefordert hatte. Die Bundesregierung hatte der Unterzeichnung dagegen bereits letzte Woche zugestimmt. Merz kehrt also wieder einmal als Verlierer auf ganzer Linie nach Berlin zurück. Das wäre nicht weiter schlimm – wenn das nicht auch für die deutschen Steuerzahler gelten würde.


Freitag, 19. Dezember 2025

Afghanen-Import reicht nicht: Jetzt lässt die Lügenregierung auch noch Afrikaner einfliegen

von Daniel Matissek

Pünktlich vor Weihnachten schwebt neuer Nachschub an Flüchtlingen auf dem Luftweg ein – diesmal aus Westafrika



“Kommt her in unsere Sozialsysteme, die ihr mühselig und beladen sei, ich will euch erquicken”: Wenn Friedrich Merz das erzählen würde, statt weiterhin sein Märchen von der angeblichen „Migrationswende” zu beschwören, würde es allemal besser zur Realität passen. Denn nicht nur, dass in immer kürzer werdenden Abständen Flieger mit Afghanen in Deutschland landen, dass es in diesem Jahr (übrigens bereits zum 13. Mal in Folge!) mehr als 100.000 Asylanträge gabund dass zusätzlich auch noch über den Familiennachzug weitere mindestens 105.000 Menschen dauerhaft ins Land kamen; dies alles genügt der linksten Regierung aller Zeiten noch immer nicht an kulturfremder Problemzuwanderung. Denn nun wird die humanitäre Aufnahmeobsession auch noch auf Schwarzafrika ausgeweitet: Am Mittwoch landeten rund 150 angeblich besonders schutzbedürftige Migranten aus Kenia auf dem Flughafen Halle/Leipzig, viele davon ihnen aus dem Südsudan und dem Kongo, andere aus Somalia und weitere aus anderen afrikanischen Staaten. Diesmal erfolgt die Aufnahme über das Resettlement-Programm mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Die scheidende Ampel-Regierung hatte Anfang Mai wegen der laufenden Koalitionsverhandlungen von Union und SPD einen vorübergehenden Aufnahmestopp verhängt – doch nun wird auch dieses Programm fortgesetzt, obwohl Merz im Wahlkampf explizit den Stopp sämtlicher Aufnahmeprogramme versprochen hatte.

Natürlich hat auch hier wieder die unselige Migrationsorganisation “Pro Asyl” die Finger im Spiel: Sie klagte erfolgreich auf Durchführung dieser weiteren Importflüge. “Mittendrin statt nur dabei” ist die Devise dieser Aktivisten-NGO: Eine Mitarbeiterin von “Pro Asyl” beobachtete – besser: überwachte – die Ankunft der neuen Migranten sogar direkt am Flughafen. Nach Logik dieser ideologischen Sekte und gleichgesinnter Flüchtlingslobbyisten müsste Deutschland im Prinzip mindestens 1,6 Milliarden Menschen sofort bei sich aufnehmen, deren Lebensbedingungen nach den aberwitzig weit gefassten, arbiträren Definitionen angeblicher “Fluchtgründe” eine sofortige Herholung rechtfertigen würden, und alleine daran schon zeigt sich die unrettbare Geistesgestörtheit der destruktiven Gutmenschenmanie, alle Probleme der Erde durch Migration und Einwanderung in den deutschen Sozialstaat zu lösen.

Wer einmal hier ist, bleibt für immer

Die beliebige Aufnahme von nach völlig intransparenten, teils kriminell per Schlepperzutun oder Korruption ausgewählten Glücksrittern, die einen begehrten Platz im Gratisflieger ergattern, ist dabei natürlich – wie auch im Fall der angeblichen afghanischen “Ortskräfte” – hochgradig willkürlich und ungerecht. Mit humanitärer Hilfe hat das absolut nichts zu tun – mit Geschäftemacherei und dem unausgesprochenen Agendaziel einer faktischen Bevölkerungstransformation (die keine “rechte Parole”, sondern eine Tatsache ist) hingegen sehr viel.

Gerade das Resettlement-Verfahren ist dabei an geradezu kafkaesker Ziellosigkeit und Absurdität nicht mehr zu überbieten. Dabei schlägt das UNHCR den Aufnahmestaaten “besonders schutzbedürftige Flüchtlinge” vor, die weder in ihr Heimatland zurückkehren noch im Erstaufnahmeland bleiben können. Wie diese Auswahllisten zustandekommen, dafür boten die unter politischer Verantwortung Annalena Baerbocks in Pakistan stattgefundenen kriminellen Machenschaften (wegen der offiziell immer noch strafrechtlich ermittelt wird) ein mustertypisches Beispiel: Irgendwelche NGOs oder dubiosen Lobbyvereine vor Ort benennen Begünstige – und deutsche Behördenvertreter führen dann vor Ort Befragungen und Sicherheitsüberprüfungen durch – mit absolut unzulänglichen und katastrophalen Resultaten, wie inzwischen etliche Beispiele von auf diesem Weg eingesickerten Straffälligen, Islamisten und “Traumatisierten” gezeigt haben. Wer aufgenommen wird, muss keinen Asylantrag stellen, sondern bekommt einen Aufenthaltstitel für drei Jahre – und bei erfolgreicher Integration ist später der Weg zur “unbefristeten Niederlassung” möglich. Wo nicht, verlässt trotzdem keiner Deutschland – selbst wenn er im Knast oder der Psychiatrie landet. Im Klartext: wer einmal hier ist, bleibt für immer und muss sich noch nicht einmal der Mühen der Asylbürokratie aussetzen.

Postkoloniale Schuld tilgen

Formal mögen sich Merz und Dobrindt natürlich dahinter verstecken, dass sie gerichtlich dazu gezwungen würden. Doch sie wollen es auch nicht anders. Denn statt diesen Konflikt ein für allemal anzunehmen und den Kampf aufzunehmen, statt diesen NGO-Sumpf trockenzulegen, sich aus höherem staatlichen Interesse kategorisch jeglicher Neuaufnahme zu verweigern und damit die eigenen Wahlversprechen zu erfüllen, macht sich die Merz-CDU nicht nur zum babylonischen Gefangenen der SPD, die diesen Wahnsinn immer weiter fortsetzen und sogar ausbauen will, sondern auch zum Bettvorleger linker Umvolkungsaktivisten, denen es – wie auch bei der “Seenotrettung” im Mittelmeer – nur um ein Ziel geht: Die Destabilisierung der westlichen Gesellschaften durch anhaltende Migration aus prekären Ländern, um so die postkoloniale Schuld zu tilgen, die Völker und Nationalstaaten Europas ihrer ethnisch-kulturellen Identität zu berauben und vor allem im Fall Deutschlands dieses verhasste Land bis zur Unkenntlichkeit zu “verändern”, worauf sich nicht nur Kathrin Göring-Eckardt infernalisch “freute”. Für diese Ziele ist keine Maßnahme zu verrückt.

Gestern veranstaltete “Pro Asyl“, gemeinsam mit Amnesty International Deutschland, dem “International Rescue Committee” (IRC) Deutschland, der “Kabul Luftbrücke”, “Terre des Hommes” Deutschland und weiteren “Akteur*innen“ vor dem Bundestag die Aktion „Aufnahme jetzt – Versprechen halten!“, bei der die Aufnahme weiterer Afghanen gefordert wurde, die in Pakistan auf ihre Einreise warten. Die Kernforderungen lauteten, allen Menschen mit Aufnahmezusage „die sofortige, unbürokratische Ausreise vor Jahresende“ zu ermöglichen; die Sicherheitsüberprüfungen und Visaverfahren „schnellstmöglich“ abzuschließen und Abschiebungen nach Afghanistan auszuschließen. Diese Allianz der globalistischen Migrationsinitiative ist also überall aktiv, um zusätzlich zum ohnehin unvermindert anhaltenden Ansturm auf die deutschen Grenzen so viele Migranten wie nur möglich ins Land zu schaffen. Zählen kann sie dabei auf eine verlogene und bestenfalls halbherzig agierende, verzagte Bundesregierung, eine irrwitzige europäische und deutsche Asylgesetzgebung und eine weitgehend linksideologische Richterschaft, die im Zweifel alles juristisch absegnen.


Im Schatten der türkischen Konsolidierung: Israelischer Luftwaffenkommandeur besucht zyprische und griechische Luftstreitkräfte

von Helena Bauernfeind

Israels Luftwaffenkommandant Tomer Bar (M.), hier mit Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant: Austausch mit Griechenland und Zypern über die Sicherheitslage im östlichen Mittelmeerraum



Von außen betrachtet war es ein routinemäßiger Militärbesuch. Doch der Umstand, dass Generalmajor Tomer Bar, der Kommandeur der israelischen Luftwaffe, in diesen Tagen Gespräche mit hochrangigen Offizieren der zyprischen und griechischen Luftstreitkräfte führte, verleiht der Begegnung ein politisches Gewicht, das weit über protokollarische Höflichkeiten hinausgeht. In einer Region, in der Geschichte nicht vergeht, sondern sich schichtet, werden militärische Kontakte zu Seismographen geopolitischer Verschiebungen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit und die Stärkung jener regionalen Koalition Israels mit ausländischen Streitkräften, die sich – so die israelische Darstellung – während der Operation „Amkelavi“ (der erfolgreiche Luftschlag gegen iranische Atomeinrichtungen im Juni dieses Jahres) als belastbar erwiesen habe.

Dass diese Konsultationen ausgerechnet jetzt stattfinden, ist kein Zufall. Sie fallen in eine Phase wachsender türkischer Selbstbehauptung im östlichen Mittelmeerraum, die alte Konfliktlinien neu belebt und vermeintlich stabile Ordnungen infrage stellt. Die Türkei betrachtet Zypern seit Jahrzehnten nicht als souveränen Staat im vollen Sinne, sondern als geteiltes Territorium, dessen nördlicher Teil faktisch unter türkischem Schutz steht. Diese Haltung ist historisch tief verankert und wurde seit der Intervention von 1974 nie aufgegeben. Neu ist jedoch die Schärfe, mit der Ankara seine Ansprüche formuliert und militärisch unterfüttert. Parallel dazu mehren sich türkische Bestrebungen, den eigenen Einfluss auch südlich davon, bis in den Raum Gaza hinein, politisch wie symbolisch auszudehnen. Die türkische Außenpolitik verbindet dabei osmanische Erinnerung mit zeitgenössischem Machtkalkül.

Entstandene Lücken füllen

Für Israel ergibt sich daraus ein strategisches Dilemma. Jahrzehntelang konnte der jüdische Staat im östlichen Mittelmeer auf eine Mischung aus militärischer Überlegenheit, amerikanischer Rückendeckung und regionaler Zersplitterung setzen. Diese Voraussetzungen sind brüchiger geworden. Die Vereinigten Staaten ziehen sich schrittweise aus der Rolle des allgegenwärtigen Ordnungsmacht zurück, während regionale Akteure – allen voran die Türkei – bereit sind, entstandene Lücken zu füllen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Kooperationen mit Griechenland und Zypern eine neue Bedeutung. Beide Staaten teilen nicht nur sicherheitspolitische Interessen mit Israel, sondern auch eine gewisse Skepsis gegenüber der türkischen Politik. Gemeinsame Luftwaffenübungen, abgestimmte Einsatzdoktrinen und der Austausch von Aufklärungskapazitäten sind Ausdruck eines stillen Schulterschlusses, der nicht offiziell gegen Ankara gerichtet ist, faktisch aber eine Balance herstellen soll.

Historisch betrachtet ist diese Konstellation bemerkenswert. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Israel und Griechenland kaum mehr als diplomatische Bekannte, während Ankara als wichtiger regionaler Partner Jerusalems galt. Die Verschiebung dieser Achsen verweist auf die Fluidität von Allianzen im Nahen Osten und im östlichen Mittelmeer. Sie zeigt zugleich, wie sehr sicherheitspolitische Entscheidungen von langfristigen historischen Erfahrungen geprägt bleiben – von ungelösten Territorialfragen, religiösen Narrativen und dem Gedächtnis vergangener Kriege.

Vorsichtige Neuaufstellung Israels

Generalmajor Bars Besuch kann daher als Teil einer vorsichtigen Neuaufstellung Israels gelesen werden. Nicht als Abkehr von bestehenden Bündnissen, sondern als Ergänzung, vielleicht auch als Absicherung. Israel sucht Anschluss an jene Staaten, die bereit sind, regionale Stabilität nicht nur zu beschwören, sondern militärisch mitzutragen. Die Lehren aus jüngsten Einsätzen haben gezeigt, dass Interoperabilität und politische Verlässlichkeit im Ernstfall entscheidender sein können als formale Verträge.

Ob diese Strategie ausreicht, um den wachsenden Ambitionen der Türkei zu begegnen, bleibt offen. Sicher ist nur, dass sich Israel nicht mehr darauf verlassen kann, dass alte Konflikte eingefroren bleiben. Zypern, Gaza und das östliche Mittelmeer sind keine getrennten Schauplätze, sondern Teile eines zusammenhängenden geopolitischen Raums. Wer hier handlungsfähig bleiben will, muss Geschichte mitdenken – und bereit sein, seine Position neu zu vermessen.


Unfassbare Aussagen von Brosius-Gersdorf zeigen das ganze Ausmaß ihrer Nichteignung als Verfassungsrichterin

von Olli Garch

Auch ohne Bundesverfassungsgerichts-Berufung eine „furchtbare Juristin” in diesem Land: Frauke Brosius-Gersdorf bei “Lanz”



Wie haarscharf Deutschland im August an einer weiteren katastrophalen Fehlbesetzung des Bundesverfassungsgerichts vorbeigeschrammt ist und welche skandalöse Figur hier gerade noch verhindert wurde, zeigen die jüngsten Aussagen der SPD-Verfassungsrichter-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Wann immer dieser Frau den Mund aufmacht, bestätigt sie einerseits die Richtigkeit ihrer Verhinderung, andererseits aber auch die Verkommenheit und Gewissenlosigkeit einer politischen Klasse, solche Ideologen und fast schon bizarr voreingenommenen Aktivisten allen Ernstes als oberste Hüter der Verfassung vorgeschlagen zu haben. Das mit Ann-Kathrin Kaufhold eine Geistesverwandte von Brosius-Gersdorf tatsächlich in Karlsruhe installiert wurde, kann vor diesem Hintergrund in gar bedrohlich genug eingestuft werden.

Bei Markus Lanz absolvierte Brosius-Gersdorf gestern Abend Mittwochabend ihren gefühlt allmonatlichen Standardauftritt (wenigstens das Privileg, in die erlauchte Runde der Dauergast-Stuhlwärmer der zwangsfinanzierten Talkrunden aufgestiegen zu sein, blieb ihr von ihrer gefloppten Kandidatur erhalten), in dem sie Lanz erneut Gelegenheit erhielt, ihr ach so schlimmes Los als angeblich von bösen Populisten grundlos weggemobbte Spitzenjuristin zu bejammern. Auch vier Monate nach ihrem endgültigen Scheitern sitzt der Stachel bei Brosius-Gersdorf immer noch tief, weshalb sie sich einmal mehr in emotional-unsouveräner Manier als Opfer einer orchestrierten Kampagne finsterer, „rechtsnationaler“ Kräfte (auch „aus dem Ausland”) inszenierte. Erneut ging Brosius-Gersdorf dabei mit der Unions-Fraktion hart ins Gericht.

Ausbleiben erzwungener Blockabstimmung gleich „Angriff auf unsere liberale Demokratie“

Der neueste Spin ihrer öffentlichen Anklage strotzt jedoch von einer bisher selbst von ihr ungeahnten Demokratieverachtung, die zeigt, wie wenig sie von dem Grundgesetz begriffen hat, das sie um ein Haar in Karlsruhe zu schützen gehabt hätte: Die CDU/CSU-Fraktionsführung habe es nämlich „nicht geschafft, die Reihen geschlossen zu halten“. Denn: „In so ’ner Situation, bei so ’ner Richterwahl, da muss man einfach Fraktionsdisziplin ausüben, da geht es nicht um Gewissensentscheidung. Und das war schon ein Angriff auf unsere liberale Demokratie“, heulte sie und verstieg sich gar zu dem Satz, das ganze Verfahren habe „ein Stück weit unsere Demokratie bloßgestellt“. Natürlich ist das genaue Gegenteil der Fall: Die Demokratie (im Gegensatz zu „unserer Demokratie”) wäre dann bloßgestellt worden, wenn Brosius-Gersdorf ins Amt gelangt wäre. Ihre Aussagen sind nämlich so entlarvend wie erschreckend.

Erstens sind Abgeordnete nach Artikel 38 des Grundgesetzes, dessen Anwendung ihre Aufgabe als Verfassungsrichterin gewesen wäre, ausdrücklich „an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen“. So etwas wie eine Fraktionsdisziplin ist darin – ebensowenig wie die autokratischen Exzesse des Parteienstaates – bezeichnenderweise gar nicht vorgesehen. Natürlich gibt es aus Effizienzgründen diese Entscheidungspraxis seit jeher, abgesehen von den Fällen, in denen diese persönliche Gewissensfreiheit unerlässlich ist. Und natürlich müsste es immer eine Gewissensentscheidung der Abgeordneten sein, wen sie mit ihrer Stimme an das höchste Gericht des Landes berufen.

Schockierende Geisteshaltung

Mit ihren Ansichten offenbart Brosius-Gersdorf eine schockierende Geisteshaltung, die sie nicht nur als Richterin, sondern auch als Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin völlig disqualifiziert. Sie sieht es als ihr Recht an, durch parteipolitische Kungeleien und ohne weitere Prüfung auf eine der einflussreichsten Positionen Deutschlands berufen zu werden und empfindet es als persönlichen Affront, dass dies nicht anstandslos geschehen ist. Dies interpretiert sie dann als Schaden für das, was sie unter Demokratie versteht und wischt auch noch den grundgesetzlich garantierten und geschützten Gewissenvorbehalt von frei gewählten Abgeordneten als Petitesse beiseite, die bei solch wichtigen Dingen wie ihrer Karriere ja wohl keine Rolle spielen dürfe. Abstruser geht es kaum – ganz abgesehen von den Sachargumenten, die gegen ihre Berufung sprachen, wie ihre furchtbaren Ansichten zur Spätabtreibung samt Leugnung einer Menschenwürde ungeborener Babies, ihre Begeisterung für ein AfD-Verbots, über das sie als Verfassungsrichterin mitzuentschieden gehabt hätte oder die glaubwürdigen Indizien, dass ihre Doktorarbeit zu weiten Teilen von ihrem Ehemann verfasst wurde.

Brosius-Gersdorf hat sich damit endgültig entlarvt. Es ist zwar ein Segen, dass sie diesem Land als Höchstrichterin erspart bleibt, wenn dies auch nur ein kleiner Sieg der Demokratie innerhalb dieser gemeingefährlichen Parteienoligarchie war, die sich den Staat zur Beute gemacht hat. Grund zur Entwarnung besteht indes nicht – denn politisch erwünschte Agendajuristen werden im Rahmen des anhaltenden linksdoktrinären Staatsumbaus “unserer Demokratie“ auch weiterhin nominiert, durchgewinkt und installiert werden. Mit Brosius-Gersdorf hat sich das Machtkartell lediglich selbst für hiesige Verhältnisse zu extreme, offensichtlich charakterlich und auch fachlich ungeeignete Bewerberin ausgesucht. Ihr Scheitern ändert nichts daran, dass der Schoß, aus dem solche Kaderfiguren der großen kulturmarxistischen Transformation kriechen, weiter überaus fruchtbar ist.


Gedanken zum Berliner Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit...

von Thomas Heck...

Heute vor 9 Jahren geschah der islamische Terroranschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin, bei dem 13 Menschen getötet wurden und weitere 67 schwer verletzt wurden, darunter viele deren Leben sich auf Dauer veränderte. Das Gedenken der Politiker ist nur noch Makulatur, an die Namen der Opfer wird sich keiner mehr erinnen. 


Und just in diesem Augenblick, kurz nach dem islamischen Terroranschlag am Bondi-Beach in Sydney mit 15 ermordeten Juden, kommt der Berliner Senat mit der Koalition aus CDU und SPD unter der Führung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner auf die glorreiche Idee, einen Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit einzuführen. Und das in der Stadt, wo seit dem 07.10.2023 tagtäglich israel- und judenfeindliche, gewalttätige Proteste stattfinden, in der Stadt, wo Juden sich schon lange nicht mehr offen als Juden zu erkennen geben sollten, um sich nicht in Lebensgefahr zu begeben. In den Stadt, wo migrantische und islamische Messergewalt an der Tagesordnung steht, die Polizei zunehmend unterwandert wird und islamische Clans ihr Unwesen treiben. Die Stadt, wo der Islam zunehmend die Macht ergreift, in dieser wird jetzt der Tag gegen Islamfeindlichkeit eingeführt. Absurd

Denn wer sind die eigentliche Opfer. Sind es muslimische Kinder? Mitnichten, sind doch selbst die Kinder oftmals Täter, ob in der Schule, in der Kita oder einfach im Alltag. Es wird Zeit, den wahren Opfern ein Gesicht zu geben.

Unzählige, unschuldige Kinderleben wurden ausgelöscht – ihr Lachen ist für immer verstummt. Sie wurden Opfer migrantischer Gewalt oder des islamistischen Terrors weltweit: Heimtückische Verbrechen, die gezielt Menschen töten und verletzen wollen.

NIUS dokumentiert einige Fälle aus der jüngsten Vergangenheit und gedenkt der getöteten Kinder und ihrer trauernden Familien:
 
Matilda

10 Jahre alt, aus Sydney – 14. Dezember 2025

Der Mord an der kleinen Matilda auf dem Chanukka-Fest am berühmten Bondi Beach in Sydney am 14. Dezember 2025 erschüttert die Welt. Antisemitischer Hass gefährdet jüdisches Leben weltweit. Die Trauer um Matilda ist für die Angehörigen nur schwer in Worte zu fassen. Ihre Tante erzählte dem australischen Rundfunk, dass vor allem Matildas Schwester schwer traumatisiert sei. Sie habe neben ihr gestanden, als die Schüsse fielen: „Sie waren wie Zwillinge – sie waren nie voneinander getrennt.“ Doch islamistische Attentäter rissen Matilda aus ihrem jungen Leben und lassen besonders ihre Schwester in unvorstellbarem Schmerz zurück.

Die kleine Matilda wurde nur 10 Jahre alt.



Liana

16 Jahre alt, aus Friedland – 11. August 2025

Bis zum 11. August sei im Leben der 16-jährigen Liana K. noch alles in Ordnung gewesen. Erst Anfang des Monats begann sie ihre Ausbildung bei einer Zahnmedizinerin in Friedland, berichtet Lianas Mutter. Selbst am Todestag überbrachte Liana K. ihrer Familie noch positive Nachrichten: Sie rief ihre Mutter an, um ihr mitzuteilen, dass sie eine Wohnung in der Nähe ihrer Arbeitsstelle gefunden hatte. Sie wollte an diesem Tag früher Feierabend machen, um den Vertrag zu unterschreiben. Doch so weit kam es leider nie.

Um 16 Uhr erreichte sie dann ein Anruf von Lianas Großvater. Der berichtet, er habe gerade mit Liana telefoniert, Liana habe sich angehört, als würde sie weinen. „Er wusste, dass etwas mit ihrer Stimme nicht stimmte“, sagt die Mutter zu NIUS. Dann hört er Schreie und die Verbindung brach ab. Der 31-jährige Iraker, Muhammad A., steht im dringenden Tatverdacht, Liana gegen einen durchfahrenden Güterzug gestoßen zu haben. Die Mutter sagte gegenüber NIUS: „Ich will, dass der Schuldige lebenslänglich im Gefängnis sitzt.“

Liana K. konnte ihre Ausbildung nie beginnen. Sie starb im Alter von 16 Jahren.



Alex

14 Jahre alt, aus Villach – 15. Februar 2025

Ein 23-jähriger Syrer ging am 15. Februar 2025 auf mehrere Passanten mit einem Messer im österreichischen Villach los. Er ersticht den 14-jährigen Alex und verletzt weitere Personen schwer. Der Angriff wurde von einem Essenslieferanten gestoppt, der den Verdächtigen mit seinem Fahrzeug anfuhr. Kurz darauf wurde der Angreifer festgenommen. Doch für den jungen Alex kam jede Hilfe zu spät. Auch er ist Opfer eines Syrers, der sich erst kürzlich radikalisiert hat. Innenminister Gerhard Karner spricht von einem „islamistischen Anschlag mit IS-Bezug“.

Der 14-jährige Alex wurde von einem islamistisch motivierten Syrer mit einem Messer getötet.



Yannis

2 Jahre alt, aus Aschaffenburg – 22. Januar 2025

Eines der jüngsten Opfer islamistischer Gewalttaten ist der kleine Yannis mit marokkanischen Wurzeln, der nur zwei Jahre alt wurde. Er war mit seiner Kindergartengruppe in einem Park mitten in Aschaffenburg unterwegs, als er auf brutalste Weise aus dem Leben gerissen wurde. Der 28-jährige Afghane Enamullah Omarzai griff ihn und andere Kinder und Erwachsene aus der Kindergartengruppe mit einem Küchenmesser an. Er tötet den kleinen Jungen und einen 41-jährigen Deutschen, der zum Schutz der anderen Kinder mutig einschreitet.

Der kleine Yannis wollte Polizist werden. Sein Großonkel erzählt der Bild: „Er konnte schon ein wenig sprechen. Wenn er mit dem Polizeiauto spielte, sagte er ,Polizei, Polizei’ und ,ich Polizist, ich Polizist’.“ Wenn seine Mama ihn fragte, ob er später mal Polizist werden will, sagte er fröhlich ,Ja’.“ Doch diesen Wunsch wird er sich nie erfüllen können.

Yannis wollte, wenn er groß ist, Polizist werden. Diese Chance wird er nie bekommen.



André

9 Jahre alt, aus Warle – 20. Dezember 2024

Der kleine 9-jährige André ist das jüngste der sechs getöteten Opfern des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. Über den Weihnachtsmarkt raste der aus Saudi-Arabien stammende Taleb Abdulmohsen mit einem Auto. André wurde niedergefahren und starb an seinen schweren Verletzungen.

André stammt aus dem niedersächsischen Warle und geht dort in die dritte Klasse. Mit seiner Mutter besuchte er den Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Laut Bild lebte Andrés Familie zuvor in Bayern. Bei seinen Mitschülern war er beliebt und für seinen Charme und seine Freundlichkeit bekannt. Außerdem liebte er das Radfahren. Der Stiefvater beschreibt die Situation so: „Wir haben noch keinerlei Hilfe von außerhalb, von irgendwem da oben bekommen. Die Hilfen sind alle privat. Wir haben keine Psychologen. Nichts! Gar nichts!“

Seine Mutter postete auf ihren sozialen Kanälen nach dem Anschlag ein Bild von ihm mit der Aufschrift: „Lasst meinen kleinen Teddybären nochmal um die Welt fliegen.“ Herzzerreißende Worte einer Mutter, die ihren kleinen Sohn für immer in ihrer Erinnerung trägt.

André: „Der kleine Teddybär“, wie seine Mutter ihn nannte. Er war das jüngste Opfer der Terrorfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt.



Bebe (6), Elsie (7) und Alice (9)

Southport – 29. Juli 2024

In Southport (England) tötet ein Teenager am 29. Juli 2024 drei Kinder während eines Taylor-Swift-Tanzkurses mit einem Messer. Der Mörder, der 18-jährige Axel Rudakabuna, bekennt sich schuldig, ein Trainingshandbuch der Terrorororganisation Al-Kaida besessen zu haben. Er tötete drei Kinder, die 6-jährige Bebe King, die 7-jährige Elsie Dot Stancombe und die 9-jährige Alice da Silva Aguiar.

Die kleine Bebe King (6) überlebte den Tanzkurs nicht.


Elsie Dot Stancombe wurde nur sieben Jahre alt.

Alice Dasilva Aguiar wurde neun Jahre alt.



Philippos

20 Jahre alt, aus Bad Oeynhausen – 23. Juni 2024

Der 20-jährige Philippos Tsanis aus Minden wurde nach dem Abiball seiner Schwester im Kurpark von Bad Oeynhausen von einer Gruppe junger Männer totgeprügelt. Der Hauptverdächtige, der Syrer Mwafak Al S., der 2016 im Rahmen einer Familienzusammenführung als Flüchtling nach Deutschland kam, soll ihn frontal zu Boden geschlagen, mehrfach gegen den Kopf getreten und ihm die Tasche geklaut haben. Philippos erlitt schwere Hirnverletzungen und starb zwei Tage später im Krankenhaus. Der Täter war den Behörden wegen Diebstählen, Raub, Drogen- und Gewaltdelikten bekannt, darunter auch versuchte Vergewaltigung, doch die Informationen wurden bei seinem Umzug nach Bad Oeynhausen 2023 nicht weitergegeben. Im Mai 2025 wurde Al S. zu neun Jahren Jugendstrafe wegen versuchten Totschlags, Körperverletzung und besonders schweren Diebstahls verurteilt. Der Vater, Dimitris Tsanis, schrie im Gerichtssaal: „Mörder! Endlich haben wir Gerechtigkeit für unseren Sohn.“

Der Tag des Abiballs seiner Tochter, der voller Freude gefeiert werden sollte, wurde für die Familie zum ewigen Albtraum.

Philippos (20, li) wurde nach dem Abiball seiner Schwester von Mwafak Al S. (re) zu Tode geprügelt.



Mathis

15 Jahre alt, aus Châteauroux – 27. April 2024

In Frankreich kam es am 27. April 2024 zu einer schweren Straftat. In Châteauroux südlich von Orléans hat ein 15-jähriger afghanischer Migrant Mathis erstochen. Das Opfer war 15 Jahre alt und Koch-Azubi. Der Tatverdächtige: ein Asylbewerber mit Aufenthaltsberechtigung, der bereits mehrfach im Zusammenhang mit Raub und Körperverletzung auffiel. Eine Woche zuvor kam er wegen „schweren Raubes mit Gewalt“ in Arrest, wurde aber wieder freigelassen. Im Vorfeld des tödlichen Delikts soll der Afghane versucht haben, dem Opfer das Handy zu entreißen. Mathis holte es sich zurück und rannte vor dem Täter weg. Der Afghane folgte, holte ihn ein, zog ein Messer und stach vier Mal in das Herz des 15-jährigen Jungen. Er verstarb zwei Stunden später im Krankenhaus.

Ein Leben wurde ausgelöscht, weil nach einer Straftat keine Konsequenzen gezogen wurden.

Mathis starb durch Messerstiche in sein Herz. Auch er wurde nur 15 Jahre alt.



Ann-Marie und Danny

17 und 19 Jahre alt, Brokstedt – 25. Januar 2023

Der aus Gaza stammende Ibrahim A. sticht in einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg mit einem Supermarkt-Messer auf mehrere Menschen ein. Dabei tötete er die 17-jährige Ann-Marie und ihren 19-jährigen Freund Danny – vier weitere Menschen werden schwer verletzt. Der Vater von Ann-Marie, Michael Kyrath, tritt in die Öffentlichkeit und lässt seine geliebte Tochter Ann-Marie und ihren Freund durch seine Erzählungen in den Erinnerungen weiterleben. Für viele eine unvorstellbare Aufgabe, für die sich der Vater entschieden hat, aber ihn lässt das Thema Migrations- und Asylpolitik seitdem nicht mehr los.

Ann-Marie und ihr Freund Danny wurden Opfer eines brutalen Messeranschlags in einem Zug.



Ece

14 Jahre alt, aus Illerkirchenberg – 5. Dezember 2022

Die 14-jährige Ece und ihre 13-jährige Freundin sind an einem Montagmorgen in Illerkirchberg (Baden-Würtemberg) auf dem Weg zur Schule. Sie passieren einen Gehweg, der an einem Haus vorbeiführt, in dem vier Asylbewerber aus Eritrea wohnen. Einer der Bewohner begrüßte die beiden Mädchen und sticht unvermittelt erst auf die 13-jährige Freundin ein. Sie kann sich befreien und entkommen. Doch Ece wird mit einer 16 Zentimeter langen Klinge an Rücken und Hinterkopf verletzt. Sie stirbt an ihren Verletzungen.

Ein weiteres unschuldiges Leben mit Träumen wurde beendet und eine Familie mit unvorstellbaren Qualen zurückgelassen. „Der Schmerz über den Verlust unseres Kindes ist unbeschreiblich und die Wunde, die das Verbrechen hinterlassen hat, wird niemals verheilen.“

Mütter hatten zuvor die Politiker vor Ort gewarnt, dass an dieser Stelle Mädchen belästigt würden. Doch nichts geschah. Bei der späteren Durchsuchung des Zimmers des 27-jährigen Täters findet die Polizei Botschaften des Hasses gegen Deutsche, die „dreckig“ seien und die er mit Schweinen verglich, wie die Schwäbische Zeitung berichtete. 2023 wurde er zu lebenslänglicher Haft wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Ece wurde nur 14 Jahre alt. Auf dem Weg zur Schule wurde sie erstochen – an ihrer Schule kam sie nie an.



Leo

8 Jahre alt aus Frankfurt – 29. Juli 2019

Der 8-jährige Leo wurde zusammen mit seiner Mutter am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen fahrenden ICE gestoßen. Der Täter ist ein Eritreer namens Habte A. Leo stirbt, die Mutter wird vom Zug erfasst, überlebt. Nach seinen ersten beiden Opfern versuchte er eine ältere Frau ebenfalls aufs Gleis zu stoßen. Sie trägt bleibende Schäden davon. Ein Familienmitglied Leos: „Es geht der Familie nicht gut, die Eltern werden weiterhin psychiatrisch betreut, besonders intensiv die Mutter.“

Zurück bleibt eine Familie, deren Sohn aus dem Leben gerissen wurde und die Mutter, die beinahe ihr Leben verlor. Die Familie muss mit der grauenhaften Erkenntnis leben, dass der Täter vor seiner Tat bereits wiederholt auffällig war. Er lebt in der Schweiz, wo er kurz vor der Tat seine Nachbarn mit einem Messer bedrohte und sie anschließend einsperrte. Er flüchtete vor der Schweizer Polizei, die in suchte, nach Deutschland.

Leo starb mit acht Jahren, weil ihn ein Eritreer vor einen heranfahrenden ICE gestoßen hat. Seine Mutter überlebte die Tat.



Alma (15), Agnes (12) und Alfred (5)

Drei Geschwister sterben am Ostersonntag 2019 in Sri Lanka

Bei den Selbstmordattentaten in Sri Lanka wurden drei der vier Kinder von Anders und Anne Holch Povlsen getötet. Alma –15 Jahre alt, Agnes – 12 Jahre alt und Nesthäkchen Alfred – 5 Jahre alt, verloren ihr Leben. Insgesamt starben 300 Menschen. Der Anschlag ereignete sich am Ostersonntag 2019 in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka.

Ein paar Tage vor dem islamistischen Anschlag teilte eine der Töchter ein Bild von ihr und ihren Geschwistern. Auf diesem sitzen sie nebeneinander am Swimmingpool und schauen aufs Wasser. Drei der vier Geschwister sterben an diesem Tag. Die Eltern und die Schwester werden mit untröstlichem Schmerz zurückgelassen. Eine unschuldige Familie wurde für immer zerrissen, die Schwester auf grausame Weise zum Einzelkind.

Die Geschwister Alma (15), Agnes (12) und Alfred (5) starben bei dem Terroranschlag in Sri Lanka.



Susanna

14 Jahre alt aus Mainz – 23. Mai 2018

Eine weitere grauenvolle, menschenunwürdige Tat reißt Susanna F. aus ihrem Leben. Die 14-jährige Susanna wurde am 22. Mai 2018 in Wiesbaden von dem Iraker Ali Bashar vergewaltigt und dann erdrosselt.

Der Täter ist ein abgelehnter Asylbewerber, der gar nicht mehr hätte im Land sein dürfen. Der Iraker floh nach der Tat mit seiner Familie in den Irak, wurde aber zurückgebracht und 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt. Ali Bashar hatte zuvor ein weiteres 11-jähriges Mädchen vergewaltigt und war als Intensivtäter bekannt. Eine schlimme Erkenntnis, die viel zu spät geahndet wurde und mit der die Familie nun unvorstellbarerweise Frieden finden muss. Die Mutter Diana F. sagte: „Susanna geriet an einen durch und durch bösen Menschen“. Nach der Verurteilung des Täters sagte die Mutter weiter: „Ich habe bereits lebenslänglich erhalten, obwohl ich keine Schuld trage. Eine Chance auf Begnadigung werde ich niemals bekommen“.

Susanna erlebte die Hölle auf Erden. Sie wurde vergewaltigt und danach erdrosselt. Der Täter ist ein Iraker namens Ali Bashar.



Mia

15 Jahre alt aus Kandel – 27. Dezember 2017

Der Afghane Abdul D. tötet die 15-jährige Mia vor einem Drogeriemarkt in Kandel in Rheinland-Pfalz. Mit einem 20,5 Zentimeter langen Küchenmesser sticht er immer wieder auf sie ein und trifft ihr Herz. Ein junges Leben voller Ziele und Träume wurde vom eigenen Ex-Freund beendet. Ein Jahr später wird der angeblich 16-Jährige wegen heimtückischen Mordes und Körperverletzung zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, nach Jugendstrafrecht – obwohl ein Gutachten ihn auf etwa 20 Jahre schätzt. 2019 wird Abdul D. tot in seiner Zelle gefunden. Er hat sich erhängt.

Mia wurde auf brutalste Weise von ihrem Ex-Freund Abdul D. getötet. Sie wurde nur 15 Jahre alt.



Saffie

8 Jahre alt, auf einem Ariana Grande Konzert in Manchester – 22. Mai 2017

Auf einem Ariana Grande Konzert am 22. Mai 2017 in Manchester sprengte sich ein Selbstmordattentäter mit einer selbstgebauten Bombe in die Luft. Der Täter, Salman Abedi, ist ein polizeibekannter IS-Anhänger, der mit seiner Familie aus Libyen nach England gekommen war. Durch die Detonation starben 22 Menschen. Darunter auch die kleine Saffie Rose Roussos, die gerade einmal acht Jahre alt war. Ein kleines Kind, das sich Wochen lang auf ein Konzert gefreut hat, konnte es nie wieder lebend verlassen.

Die kleine Saffie (8) konnte das Ariana Grande Konzert nicht mehr lebend verlassen.



Georgina

18 Jahre alt, ebenfalls auf dem Ariana Grande Konzert in Manchester – 22. Mai 2017

Georgina Callander freute sich ebenfalls Wochen lang auf das Konzert ihres Idols Ariana Grande. Auf ihrem damaligen Twitter-Account postete sie vor dem Konzert „So excited to see you tomorrow“. Sie war einer Arianas super Fans. Sie war ein junges offenes und liebes Mädchen, wie eine Bekannte sie beschreibt. Auch Georgina wurde an einem Tag, auf den sie sich so sehr freute, aus dem Leben gerissen. Mit ihr starben weitere unschuldige junge Menschen.

Georgina (18, li) war ebenfalls als Fan auf dem Konzert. Auch sie wurde in den Tod gerissen.



Maria

19 Jahre alt, aus Freiburg – 16. Oktober 2016

Die 19-jährige Medizinstudentin Maria Ladenburger aus Freiburg wurde von einem Asylbewerber nach einer Party vergewaltigt und auf grausame Weise in einem Fluss ertränkt. Der Täter, Hüssein K., wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Iraner gab an, aus Afghanistan zu kommen – das stellte sich jedoch später als falsch heraus. Er hatte schon zuvor in Griechenland, über das Land, aus dem er nach Deutschland eingereist war, eine Frau lebensgefährlich verletzt.

Der Vater von Maria sagte: „Wir haben unsere Tochter auf grausame Weise verloren“. Die Tat entfachte erstmalig bundesweit hitzige Debatten über die Migrationspolitik Deutschlands. Maria war eines der ersten jungen Opfer seit der Masseneinwanderung 2015.

Maria (19) wurde zuerst vergewaltigt und dann in einem Fluss ertränkt.



Kayla

6 Jahre alt, Nizza – 14. Juli 2016

Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, raste ein Lastwagen in eine Menschenmenge auf der Promenade des Anglais in Nizza und tötete 86 Menschen. Der Täter, ein Tunesier, schoss bei der Fahrt um sich. Der islamistische Terroranschlag erschütterte Frankreich. Auch die kleine Kayla, gerade einmal sechs Jahre alt und ihre Mutter Christina starben. Ein kleines Mädchen und ihre Mutter wurden Opfer islamistischen Terrors, eine weitere Familie wurde zerstört. Zurück bleiben der Vater und zwei Schwestern, deren Schmerz unerträglich ist.

Kayla (6, unten links) starb zusammen mit ihrer Mutter bei dem LKW-Anschlag in Nizza.



Grausame Taten, die es in einer Gesellschaft niemals geben sollte. Kindern wurde ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung genommen, weil Islamisten und islamistische Anhänger über Leben und Tod entschieden. Die Familien bleiben in unvorstellbarem und unermesslichem Leid zurück und müssen eine Möglichkeit finden, mit diesen Tragodien ihr Leben fortzuführen. Der Schmerz wird nie vergehen.


Anmerkung des Heck Tickers

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Das will ich mir nicht antun, nicht zur Weihnachtszeit, will aber auch nicht die Familie Bibas vergessen, deren Schicksal mich seit dem 07.10. tief bewegt hat.