Sonntag, 23. August 2026

Merz macht nach dem Urlaub da weiter, wo er aufgehört hat – als getriebenes linksgrünes Vollopfer

von Michael Münch

Gut gebräunt – nicht vom Waldbrand, sondern von 4 Wochen Sommerurlaub: Der grüne “Krisenkanzler” gestern im brennenden Hürtgenwald



Buhrufe, eine einstudierte Landrat-Rede und eine Klimapredigt, die zeigt, wie schwach und angepasst der Kanzler inzwischen ist: So präsentiert sich der Kanzler der verratenen Herzen nach vier Wochen (!) Sommerpause. Mit mondäner Attitüde entsteigt er seinem Hubschrauber in Hürtgenwald – und liefert sogleich den Beweis, dass er dort gedenkt weiterzumachen, wo er vor der Flucht in den Urlaub aufgehört hat: Tief in den ideologischen Parallelwelten der Linken mit ihren Phantomproblemen, maximal entrückt den wahren Sorgen und Nöten im Land. Dieser erste Merz-Auftritt nach der unverzeihlich langen Pause fällt so schwach aus, dass selbst wohlwollende Beobachter nur den Kopf schütteln können. Empfangen wird Merz mit Buhrufen und Pfiffen – woraufhin er die Kritiker erstmal pauschal als „Herumschreier“ abkanzelt, statt sich einmal zu fragen, warum so viele Bürger ihn seit Monaten ausbuhen, wo er auch aufschlägt.

Dürens CDU-Landrat Ralf Nolten springt ihm dabei mit einer Rede zur Seite, die so glatt und eingespielt klingt, als hätte er sie wochenlang geprobt, und begründet die späte Anreise des Kanzlers damit, dass ein früherer Helikopterbesuch die Löscharbeiten für drei Stunden lahmgelegt hätte. Dass parallel ständig Fahrzeuge hin und her fahren und die Löschlogistik der Feuerwehr (im Gegensatz zur Berliner Politik) ohnehin rund läuft, entlarvt Noltens Behauptung zwar als totalen Nonsens – aber die Wahrheit hat bei einem Besuch dieses Kanzlers bekanntlich sowieso Auszeit. Statt also auch nur einen Moment darüber nachzudenken, warum die Menschen gegen ihn protestieren, klatscht Merz dem Landrat Beifall und erklärt überheblich, er spreche hier generell nur mit denen, die helfen – eine weitere Breitseite gegen die protestierenden Bürger, die hier zu Störern degradiert werden und gefälligst die Klappe halten sollen, während die restliche versammelte Claque weiter selbstverständlich Union wählen soll.

Die unvermeidliche Klimawandel-Predigt mit Fegefeuer und Hitzetoten

Nun folgt die unvermeidliche Klimawandel-Predigt: Merz verkündet klipp und klar und endgültig, dass solche Großschadensereignisse wie der Brand im Hürtgenwald die sichtbare Folge des Klimawandels seien und die Regierung alles tun werde, um ihn zurückzudrängen. Dass Waldbrände zu 90 Prozent das Resultat von vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung sind, dass die Sonne selbst kein trockenes Holz entzünden kann und die wahre Ursache auch dieses konkreten Brandes weiterhin ungeklärt ist, passt da nicht ins Bild, also verliert der Kanzler kein Wort darüber. Stattdessen übernimmt er wortgleich die Narrative der Grünen, die diese bereits in seiner Abwesenheit angestimmt hatten. Angesichts der angeblichen “12.000 Hitzetoten“ hatten sie Merz vorgeworfen, dass er zur angeblichen Klimakrise schweige. Das wollte Merz wohl nicht auf sich sitzen lassen – also greift er den Ball auf, macht brav Männchen und stimmt in die Panikerzählung mit ein – obwohl nur eine Handvoll dieser 12.000 Toten wirklich an den Folgen von Hitze starben und ein Großteil der hier Mitgezählten alt und vorerkrankt war.

Der Kanzler der ehemaligen Mitte-Partei, die einst für preiswerte Energie durch Atomkraft und nur für ökonomisch vertretbare Klimaschutzmaßnahmen stand, lässt sich nun von den linksgrünen Kräften vor sich hertreiben und klingt inzwischen so belehrend und alarmistisch wie ein öffentlich-rechtlicher Wetterbericht. Die realen Krisen in seinem Land sind indes Nebensache. Merz erweist sich damit als Schwächling, der zum willfährigen Opfer derjenigen geworden ist, die mit ihm machen können, was sie wollen, und der nach der Sommerpause genauso irrlichternd fortfährt wie zuvor. Dass dieser Auftritt in der Bevölkerung erneut katastrophal ankommt, dürfte ihn kaum stören; Hauptsache, er absolviert brav seine Fototermine und demonstriert dem politischen Lager, an das er sich sklavisch gekettet hat, die richtige Gesinnung. Dass alles noch genauso so schlecht oder schlechter wie vor der Sommerpause, kriegt er nicht mit und wenn doch, kümmert es ihn weiter nicht.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen