Dienstag, 6. März 2018

Lasst mich im Kino bloß mit diesem Gender-Mist in Ruhe...

von Thomas Heck...

Als letztes Jahr bei Oscar-Verleihung bemängelt wurde, dass kein schwarzer Darsteller nominiert war, war die Aufregung groß und ich fragte mich damals, ob ich der einzige war, der die Aufregung nicht verstehen konnte. Denn so wie ich gegen Frauenquote im Job bin, bin ich gegen Quoten für Ethnien, sexuelle Orientierungen und was es da sonst noch so alles im Film gibt.

Die Oscar-Gewinnerin Frances McDormand ruft in ihrer bewegenden Rede zur Vielfalt in Filmbesetzungen auf. Dabei fällt ein Begriff, der viele Zuhörer ratlos zurücklässt: der „inclusion rider“. Es sind Reden wie die von Frances McDormand, über die am Morgen nach der Oscar-Nacht jeder spricht. Die Schauspielerin gewann den Oscar für ihre Hauptrolle in „Three Billboards Outside Ebbing“. In ihrer emotionalen Rede rief sie die Frauen Hollywoods dazu auf, sich zu solidarisieren.

Doch vor allem ihr letzter Satz blieb den Zuhörern im Gedächtnis. „Ich lasse Euch mit zwei Worten zurück: inclusion rider“, sagte sie und verließ die Bühne – und die ganze Welt fragt sich, was hinter diesen Worten steckt. Der Begriff bezieht sich auf einen Paragraphen, der vertraglich absichern soll, dass bei einer Filmproduktion Frauen und Minderheiten ausreichend repräsentiert sind. Die Filmemacher verpflichten sich mit dieser Vertragsklausel zur Vielfalt in der Besetzung. Legt die Produktion dennoch nicht genug Wert auf Gleichberechtigung, soll es der „inclusion rider“ Regisseuren und Schauspielern ermöglichen, vom Film zurücktreten zu können, ohne eine hohe Vertragsstrafe zahlen zu müssen.

Die Idee für die Vertragsklausel hatte ursprünglich Stacy Smith, die Vorsitzende der „Annenberg Inclusion Initiative“, die sich für Gleichberechtigung in der Unterhaltungsindustrie einsetzt. Nach Einschätzung von Stacy Smith repräsentiere die Besetzung der meisten amerikanischen Filme nicht die Diversität der Bevölkerung. Der „inclusion rider“ solle dazu beitragen, dass „die Welt auf dem Bildschirm aussieht wie die Welt, in der wir leben.“


In einem Beispiel erklärte Smith, wie diese Welt aussehen könnte: Eine Filmbesetzung könnte zur Hälfte aus Frauen, zu 40 Prozent aus benachteiligten ethnischen Gruppen, zu 20 Prozent aus Menschen mit Behinderung und zu fünf Prozent aus Schauspielern, die wegen ihrer Sexualität benachteiligt werden, bestehen.

Was für eine Verlogenheit. Und fern der Praxis. Denn wer möchte einen Film aus dem Ghetto sehen, mit Quoten-Weißbroten? Wer einen Erotik-Thriller mit Hauptdarstellern, die nicht einmal wissen, auf welche Toilette sie zu gehen haben? Und so nerven mich Quoten-Frauen, die meinen, auf Teufel komm heraus Actionrollen besetzen zu müssen, egal wie unglaubwürdig die Charaktere gestrickt sind. So wie ich mich nicht daran störe, dass es Filmgenre mit rein schwarzer Besetzung gibt, sollten sich Schwarze nicht an Filme stören, wo kein Quoten-Neger besetzt ist. Thelma & Louise brauchten keinen Quoten-Mann. Star Wars ist so bunt gewürfelt, da braucht es keiner Quoten-Transe vom Planeten Aldebaraan. Als alter Star Trek-Fan, der mit der Fernsehserie und Kapt'n Kirk groß wurde, fiel mir damals gar nicht auf, dass mit Uhura ein schwarzer Offizier auch noch als Frau auftrat. Es war selbstverständlich und ich kenne niemanden, der sich über einen farbigen weiblichen Offizier auch nur wunderte. 

Nach ihrer Rede sagte Frances McDormand in einem Interview, sie habe erst vor einer Woche von der Möglichkeit einer solchen Vertragsklausel erfahren. Die Branche durchlaufe zurzeit eine Veränderung, sagte sie. „Und ich denke, dass der „inclusion rider“ damit etwas zu tun haben wird.“

Kommentare:

  1. Noch schlimmer sind die Quotenschwarzen in den Serien, die neuerdings zu Hauf reingedichtet werden, ohne dass sie wirklich in der Serie eine Funktion hätten. Die stehen oft nur noch sinnlos rum und haben keine andere Funktion als eben als Schwarzer da zu sein oder irgendwelchen Mist zu quatschen, den niemand interessiert. Keine neue Serienstaffel ohne irgendwelche Quoten. Ich spare mir das jetzt einfach.

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  2. All das ist eine momentan virulente, besonders schlimme Form der geistigen (und wahrscheinlich auch seelischen) Verwirrtheit. Machwerke mit Quotennegern, Bunttussen und ähnlichen Leute sind Müll und gehören deshalb auch in den Abfall. Sofort den Stecker ziehen.

    Übrigens: Auch im popeligen, dafür aber politkorrekten GEZ-Fernsehen hat sich die Besetzung von Rollen über die Monate hinweg krass verändert. Ein Neger oder ein Bunter steht meist irgendwo rum, Frauen sind klar überrepräsentiert. Und das ist erst der Anfang.

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  3. Nun, zu Uhura gab es am Anfang in den USA schon heftige Diskussionen, besonders nach dem Kuß zwischen Kirk und Ihr (war, glaub ich, sogar der erste schwarz-weiße Kuß im US-TV überhaupt)! Ebenso war Spock keineswegs unumstritten und über den (angeblich) russischen Chekov gabs auch Auseinandersetzungen! Zum Glück setzte sich Gene Roddenberry durch! (Eigentlich ein gutes Zeichen, daß es die Diskussion(en) bei der Ausstrahlung in D nicht gab!- Wenn man vom Nichtausstrahlen der Folge "Schablonen der Gewalt" (Originaltitel: Patterns of Force)einmal absieht! Aber da lags an den Fernsehbossen, die die deutschen Zuschauer für zu unmündig für diese Folge hielten!)
    Ansonsten viel Spaß, Frau McDormand, beim realistischen Darstellen von Massenkarambolagen (s. Taxi, Taxi und Blues Brothers) die real mit vielen Toten und Verletzten verbunden und keineswegs lustig wären, oder der realen Darstellung von Harry Potter, Herr der Ringe, Games of Thrones, Tribute von ..., Star Trek, Star Wars, etc., die allesamt Fantasiewelten sind, sowie den "Krachern" eines Bruce Willis oder Tom Cruise, Sylvester Stallone (Rambo, Judge Dredd), Angelina Jolie (Tombraider), Scarlett Johansson und anderer männlicher und weiblicher Darsteller, die schon deshalb völlig unrealistisch sind, weil die Hauptrolle alle Schwertkämpfe, alle umherfliegenden Kugeln, Explosionen, etc. überlebt!
    Schauspiel/Schauspielerei/Kino, Theater und TV sind von vornherein unrealistisch, sind Blendung, Vorgaukeln, eben Schauspiel!
    Sollte McDormands Idee Schule machen, gäbe es zumindest für die Verfilmung von Büchern ein Gegenmittel: Der Autor macht die Verwendung als Filmvorlage von der strikten Einhaltung seiner "Besetzungs"verteilung abhängig!
    Im Grund ist, was McDormand anregt, der Kasper (Kindertheater!) der Forderungen bezüglich des Plots und der Besetzung stellt!
    Mir scheint so einige "Hollywoodgrößen" leiden unter Größenwahn!

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