Sonntag, 25. Juni 2017

Terror oder nicht Terror? Aus der Zeitung erfahren Sie es nicht...

von Thomas Heck...

Dass wir mittlerweile in einem Land leben, wo das Lesen von Nachrichten zwischen den Zeilen wichtiger ist, als die Nachricht selbst, hätte ich niemals gedacht. Politische Korrektheit der Systemmedien verhindert, allumfassend informiert zu werden. So geht es mir zum Beispiel mit der Nachricht eines Verkehrsunfalls am Breitscheidplatz, dem Ort des Anschlages vom Dezember letzten Jahres. 

Wie auch sonst wurde die Nationalität des Fahrers und seiner Begleiter nicht genannt. Dabei halte ich es im Kontext der weltweiten Anschlagsserie mit Fahrzeugen mit immens wichtig, um eine Nachricht einordnen zu können. Denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob es nur einen Unfall war, weil Oma Duck nicht geradeaus fahren konnte oder ob drei arabische junge Männer spontan die Fähigkeit der Betonpoller testen wollen, was der Meldung einen ganz anderen Kontext verpassen würde. Gute Journalisten wüssten das und würde der Meldung den Gehalt von Wahrheit verpassen, den diese braucht und den wir als Bürger eigentlich verdient haben.
Nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche wurden Betonpoller um den Breitscheidplatz aufgestellt. Gegen einen der Betonklötze raste nun ein Autofahrer mit seinem Wagen.
Die Bilder vom Weihnachtsmarkt-Anschlag durch Anis Amri sind vielen Berlinern noch sehr präsent.
Am Sonnabend fuhr am frühen Nachmittag am Breitscheidplatz ein Autofahrer am Übergang von der Tauentzienstraße in den Kudamm gegen einen der Beton-Poller, die nach dem Attentat dort platziert wurden. Dadurch wurde ein größeres Unglück verhindert.

Keine Hinweise auf Terror-Anschlag

Von einem erneuten Terror-Anschlag sei nicht auszugehen, teilte die Polizei mit.
Das Auto verschob den Poller um 90 Grad (Foto: Olaf Wagner)
Das Auto verschob den Poller um 90 Grad (Foto: Olaf Wagner)
Allerdings hatte der mit seinem Personenwagen den Poller um 90 Grad verschoben, der Wagen stand auf den Betonplatten des Breitscheidplatzes.
Erste Angaben, wonach der Fahrer alkoholisiert war, bestätigten sich nicht.
Großes Polizeiaufgebot nach dem Unfall am Breitscheidplatz (Foto: Olaf Wagner)
Großes Polizeiaufgebot nach dem Unfall am Breitscheidplatz (Foto: Olaf Wagner)
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.
Auch einige Rettungswagen waren am Breitscheidplatz vor Ort (Foto: Olaf Wagner)
Auch einige Rettungswagen waren am Breitscheidplatz vor Ort (Foto: Olaf Wagner)
Der Wagen war bereits entstempelt, hätte nicht mehr fahren dürfen, berichtete ein Polizeisprecher der B.Z. Im Wagen saßen drei Personen, sie wurden festgenommen. Im Auto sollen zudem leeren Flaschen und alkoholische Getränke gelegen haben.
Die Unfallstelle ist vorerst im Bereich zwischen Nürnberger Straße und Kudamm gesperrt.

1 Kommentar:

  1. Das sinnverändernde Weglassen von Information ist auch eine Lüge. Die " Medien" verraten sich immer wieder selbst. "Strafe" kann nur d. Leser erfolgen d. Senkung der Auflage

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