Mittwoch, 1. Februar 2017

Fake-News und die deutsche Presse

von Thomas Heck...

Gestern bei Lanz war wieder einmal Trump-Bashing vom Allerfeinsten zu ertragen und es wird immer schwerer, Fake-News von normalen Nachrichten zu unterscheiden, denn die Grenzen sind fließend und verschwimmen immer mehr. Und kann jemand überhaupt festlegen, was die Wahrheit ist?

Dabei hat sich eigentlich gar nicht so viel verändert. Denn schon immer musste man sich als Konsument von Nachrichten fragen, wer die Quelle einer Nachricht ist, welche Interessengruppe dahinter steht, um eine Nachricht im richtigen Kontext zu stellen und den Wahrheitsgehalt einzuschätzen. Die gleiche Nachricht in der Aktuelle Kamera des DDR-Fernsehens musste natürlich anders bewertet werden, als die Tagesschau der ARD. Und entscheidend ist auch, wie man politisch steht und wie man zu einem Vorgang steht. Ein Trump-Gegner wird den gleichen Sachverhalt anders beurteilen als ein Trump-Befürworter. 


Fake-News gab es schon immer, früher nannte man es Propaganda, den Terminus Lügenpresse finde ich zunehmend treffend, mag ihn dennoch nicht verwenden, weil er zu sehr verallgemeinert. Der Unterschied zur Vergangenheit ist die massenhafte, virale Verbreitung über soziale Medien und die Verbreitungsgeschwindigkeit, die erst heute technisch möglich ist. Und der Klick des "Teilen"-Buttons auf Facebook ist ja schon möglich, ohne die jeweilige Nachricht überhaupt lesen zu müssen. Sinnvoller wäre es dagegen, einen Text zu lesen, ihn für sich zu verstehen und vor dem Teilen ggf. mit einer eigenen Meinung ergänzt zu versehen und ihn erst dann zu posten. Macht aber kaum einer. Auf dem Handy tippt es sich auch nicht so schön.

Bei der gestrigen Lanz-Sendung wurde das Thema Fake-News wieder einmal an den Fotos der Inauguration Trumps bemessen und behauptet, meiner Meinung nach nachweisbar fälschlich, dass die Fotos beweisen, dass weniger Zuschauer bei Trumps Inauguration waren, als bei Obama. Nun wird eine Lüge nicht wahrer, wenn sie häufiger wiederholt wird. Genau dies wird hier getan, ist die etablierte Presse schon bei dieser ersten plumpen Lüge über Trump eiskalt erwischt worden. Wir hatten hierüber berichtet. 

Und die Presse ist selbst schuld daran, dass das Thema Fake-News täglich auf der Agenda steht. Denn gerade die deutsche Presse zeichnet sich nicht mehr durch Meinungsvielfalt aus, sondern ist nur noch ein widerlicher linker Regierungseinheitsbrei, die für sich den Anspruch erhebt, die Wahrheit zu vertreten. Die Aktuelle Kamera lebt, heisst heute Tagesschau oder Heute, technisch brillant, mit unbegrenzten finanziellen Mitteln aus der Zwangsabgabe. Das Neue Deutschland lebt, heisst heute FAZ, Die Welt, BILD, Spiegel,... alles austauschbar, keinerlei politische Ausrichtung. Keine Grundsätze, kein Profil, kein Rückgrat. Keine Wunder, dass die Menschen sich zunehmend über  Facebook informieren.

Den ersten Fehler macht Lanz schon mal, wenn er sich nur  Gäste einlädt, die sich in ihrer Ablehnung von Trump einig sind und ihn in geradezu infantiler Art und Weise lächerlich machen. Es gibt keinen Widerspruch, keine Opposition, nicht mal eine Diskussion. So lassen sich Fake-News gebührenbezahlt weiter verbreiten und verfestigen sich, es regt sich kein Widerstand. Seriöser Journalismus sieht anders aus. Da hilft nur abschalten.

So verselbständigt sich die Wahrheit und wird zur Geschichte und historischer Wahrheit. Wie z.B. die berühmte Sitzung des UN-Sicherheitsrats, wo der damalige US-Außenminister Colin Powell "Beweise" vorlegte, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügte, was letztlich zum 3. Golfkrieg und zum Sturz von Saddam Hussein führte. Für linke Geschichtsverfälscher der Beginn vom Ende des Iraks und damit dem Beginn des IS, verbunden mit der Behauptung z.B. der Linkspartei, der IS sei ein Kind der USA. Leider wird bei solchen Behauptungen immer vergessen zu erwähnen, dass der Irak zuvor mit chemischen Waffen gegen Kurden vorging und tausende, Frauen und Kinder, abgeschlachtet hatte. Ob der Irak zu dem Zeitpunkt der Sitzung des UN-Sicherheitsrats überhaupt noch über Massenvernichtungswaffen verfügte, lässt sich heute schwer nachweisen. Man musste aber dann ausgehen. 

Es hilft daher immer, selbst wachsam zu bleiben, selbst nachzudenken.  Und nicht alles zu glauben. Dies gilt gegenwärtig in zunehmenden Maße. Wenn heute bei einer Festnahme dreier IS-Terroristen in Berlin verlautbart wird, dass kein Anschlag in Deutschland geplant war, bin ich eher beunruhigt denn beruhigt. Fake-News haben die Glaubwürdigkeit der Presse nachhaltig beschädigt. Und daran ist die Presse selbst schuld. 

Kommentare:

  1. Reinhard Spicker01.02.2017, 13:35:00

    Toller Artikel. Es ist wirklich eine Lügenpresse. Ich bin vorsichtig mit solch worten, jedoch gibt es keinen anderen Schluss.

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  2. Sie haben Nerven Herr Heck,wer schaut sich denn diesen arroganten,überdrehten und nur geistigen "Dünnschiss"verbreitenden "Moderator"freiwillig an?

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  3. Lanz schalt ich aus den genannten Gründen (Dünnschiss ist treffend ausgedrückt) garnicht erst ein.

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