Montag, 30. Mai 2016

RAF geht es nur noch ums Geld

von Thomas Heck...

1998 ging ein blutiges Kapitel deutscher Geschichte zu Ende. Die RAF hatte sich aufgelöst. Nach vielen Tötungsdelikten verabschiedete sie sich mit einem Knall aus dem Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit, als sie im März 1993 die soeben für 250 Millionen DM fertiggestellte Justizvollzugsanstalt Weiterstadt mit 200 kg (!) Sprengstoff in die Luft jagten. 

»der weiterstädter knast steht exemplarisch dafür, wie der staat mit den aufbrechenden und sich zuspitzenden widersprüchen umgeht: gegen immer mehr menschen knast, knast, knast «
kommando Katharina hammerschmidt

Der Sachschaden lag bei über 100 Millionen DM, der höchste Sachschaden in der Geschichte des Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland.

Nun war die RAF immer erfinderisch bei der Begründung ihrer Verbrechen. Ob nun Fahrer oder Personenschützer von Schleyer. Wer denen in die Quere kam, musste halt dran glauben. Mit fadenscheinigen Begründungen versuchte man, das eigene Gewissen zu entlasten. Mit der Selbstauflösung meinte man, einen Schlussstrich ziehen zu können und schadlos und vor allem straflos aus der ganzen Sache rauszukommen. Und der Rechtsstaat war froh, dieses Gespenst der RAF vom Halse zu haben.

Doch sie sind wieder da. Nicht mehr so revolutionär, wie man sich damals gab. Heute geht es eher um den schnöden Mammon, denn offensichtlich konnte man als aktiver Terrorist schwerlich eine private Altersversorgung aufbauen und eine Pensionskasse der RAF gab es wohl auch nicht. Und ein Leben außerhalb der Gesellschaft ist schwierig, wenn man schwerlich Ausweise so fälschen kann, um damit Konten zu eröffnen, Immobilien zu erwerben oder ein Auto zuzulassen. Ein solches Leben außerhalb des Mainstreams ist auch teuer. Deshalb sind die letzten Überbleibsel der RAF dazu übergegangen, Geldtransporter zu überfallen, vermutlich, weil das Geld ausging. Wie peinlich. Wer also diese Terroristen-Opas als Nachbarn hat, sollte kein Mitleid haben. Es sind Verbrecher, die bestraft gehören und weggesperrt.

RAF-Trio Staub, Klette und Garweg 

Die vielen Opfer, Tote, Verkrüppelte und Verstümmelte, Opfer auf dem Altar einer linken Revolution.  Die RAF war schon damals widerlich, hatte aber ihre Anhänger und stillschweigende Unterstützer und Sympathisanten besonders in der linken Szene. Es sind heute nur noch primitive und billige Verbrecher, denen es nor noch um das geht, was sie eigentlich bekämpfen wollten. Um Geld... wie tief kann man noch sinken?

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