Mittwoch, 23. März 2016

Europa, am Tage nach Brüssel

von Thomas Heck...

Dass der Krieg des Terrors mitten im Herzen Europas angekommen ist, dämmert mittlerweile jedem, der nicht blind, dumm oder links indoktriniert ist. Dass nach Anschlägen der Bürger mit Sondersendungen, Breaking News und selbsternannten Experten zugemüllt wird, ist Teil des Prozesses, den man getrost als Gewöhnung bezeichnen kann. Routine und ein gewisser Fatalismus, anders kann das nicht ertragen werden. 

Natürlich kann man eine freie Gesellschaft nicht 100%ig gegen die Gefahren von Terror schützen. Aber die Feuerwehr abzuschaffen, weil man einen Brand nicht löschen kann? Heute las ich im Neuen Deutschland im Interview mit dem Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, Rüdiger Holocek: "Zugangssperren helfen nicht  - Es sei eine irrige Annahme, dass man sämtliche Flughafengebäude in Europa absperren und den Zutritt nur nach Eingangskontrollen erlauben könnte." 

Warum eigentlich nicht? Wer schon mal vom Flughafen Tel Aviv abflog, weiß, wie man so was machen kann. Eine intelligente Vorkontrolle, die die Attentäter von Brüssel erst hätten überwinden müssen und vermutlich gar nicht erst das Flughafengebäude erreicht hätten. Nicht ohne Grund gab es in Israel keine Anschläge auf Flughäfen oder Bahnhöfe mehr seit dem Massaker von Lot im Jahre 1972, angesichts des arabischen Terrors in dem Land erstaunlich, wo sich der Terror auf die Straße verlagert. Harte Arbeit und konsequente Sicherheitsmaßnahmen tragen dennoch Früchte. Denn Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif, kostet Geld und Einschränkungen persönlicher Freiheiten und leibgewordener Bequemlichkeiten, aber ist kein Unmöglichkeit. Wir scheitern schon daran, dass wir ein unterschiedliches Behandeln einer alten Omi und eines arabisch aussehenden Jugendlichen als Rassismus geißeln und ablehnen würden. Doch so läuft es in Israel. Selektives Kontrollieren, denn dass Omi einen Sprengstoffgürtel trägt, ist zumindest unwahrscheinlich. Ich empfehle hier die Lektüre eines Artikels von Stefan Frank auf seinem Blog.

Was mich zum Thema Islam bringt, in dessen Namen gemordet wurde, schon wieder. Auch wenn ich mir dem Risiko aussetze, wieder als islamophob angesehen zu werden, muß man das Thema endlich deutlich ansprechen: der Islam hat ein massives Problem. Und man nimmt eben nicht alle Muslime in einen Generalverdacht, wenn dies deutlich abgesprochen wird. Bei Pegida und den Menschen in Leipzig war man da ja auch nicht ganz so nachsichtig.


Ich verstehe, dass ein Muslim es leid ist, sich für die Taten seiner Glaubensgenossen des IS, der von unseren Medien nur noch als der "sogenannte Islamische Staat" bezeichnet wird, rechtfertigen zu müssen. Pech gehabt. So, wie ich mich für die Taten eines Breivik rechtfertigen muß, erwarte ich das ebenso von den Muslimen. Auch von einem Ayman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, der außer seinen Plattitüden, dass diese Anschlägen nichts mit dem Islam zu tun haben,  nichts gescheites zu sagen hat. Denn diese Taten haben natürlich mit dem Islam zu tun, sind religiös motiviert und begründet. Der IS vertritt die Lehre des Islam in Reinform. Vielleicht sollten islamische Gelehrte mal den Koran umschreiben, ihn entschärfen, doch genau das wäre nach Lesart des Islam nicht zulässig, ein todeswürdiges Verbrechen. Aha. Dann hat das wohl doch alles mit dem Islam zu tun.

Was bleibt, ist die Ratlosigkeit nach dem Anschlag und die Erkenntnis, dass unsere Sicherheitsbehörden überfordert, die politische Führung nicht willens ist, an unserer Sicherheit zu arbeiten. So wird der IS weiter morden, eingeladen durch eine unfähige Regierung, die sich weigert, die Grenzen zu sichern und Börsenkursen eine höhere Priorität zuweist, als dem Leben seiner Bürger und so Anschläge von Leuten ermöglicht, die sich keine 3 km, von der Machtzentrale Europas frei entfalten konnten. Und das wird in Deutschland nicht anders sein. So wird weiter lamentiert, bis zum nächsten Anschlag.




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