Mittwoch, 6. Januar 2016

Argumentieren wie ein Islamist

von Thomas Heck...

Nach den "Vorfällen" von Köln verblüffte die Kölner Oberbürgermeisterin Rekers mit der brillanten Idee, Verhaltensregeln für Frauen aufzustellen und Betroffenen zu raten, eine Armlänge Abstand von Fremden zu halten, was so lächerlich ist, als würde man eine Waffenverbots- und eine Parkverbotszone vor Banken einrichten, um dadurch Banküberfälle zu verhindern, weil dann ja keine Fluchtfahrzeuge mehr abgestellt werden könnten und die Langfinger keine Waffen mehr in die Bank bringen könnten. Aus Angst vor einem Bußgeld.

Claudia Roth, immerhin Bundestagsvizepräsidentin in diesem unserem Lande, beeilte sich ebenfalls, ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen: "Hier geht es um Männergewalt... man dürfe nicht aber nicht versuchen, die Vorfälle zu mißbrauchen, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen".  

Bundesinnenminister de Maizière warf der Kölner Polizei Versagen vor. Ein Innenminister, der es nicht für nötig hält, dass einreisende Ausländer über gültige Papiere verfügen, sollte zu diesem Thema sowieso schweigen.

Andere schieben der Polizei die Schuld zu. So die Larrya Kaddor, die Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes (liberal und islamisch, ein Widerspruch in sich): "Wenn sich herausstellt, dass sich 1000 Männer gezielt versammeln, um Frauen zu belästigen, erwarte ich personelle Konsequenzen bei den Sicherheitsbehörden oder der Polizei." Schuld sind immer die anderen, doch niemals die Täter aus dem eigenen Kulturkreis.

Im Gedächtnis werden uns diese Vorfälle, wie sie mittlerweile unisono verharmlosend genannt werden, aber über den Terminus "Armlänge" haften  bleiben. Diese Armlänge Abstand konnte allerdings auch den Messerangriff auf Frau Rekers im Wahlkampf nicht verhindern, was mich zu den grundsätzlichen Fragen bringt, wie derartige Verhaltensregeln ausgestaltet werden sollten. Sollen diese in einem Merkheft veröffentlicht werden oder sollten es nicht besser allgemein gesellschaftlich akzeptierte Verhaltensmaßregeln sein? Was können Frauen künftig tun, um diese Menschen aus einem anderen Kulturkreis nicht zu provozieren? Den Körper komplett bedecken, auch Knöchel und Handgelenke? Den Blick immer auf den Boden richten, den Kopf gesenkt halten, Augenkontakt vermeiden? Keinen Alkohol trinken? Nicht ohne Vater, Ehemann oder Bruder das Haus verlassen? Nicht reden, nicht arbeiten? Haar bedecken? Nicht aufreizend kleiden?


Das klingt doch alles sehr verdächtig nach den Begründungen für die Verhüllung und Verschleierung von Frauen im Islam, die sich nur verhüllen müssen, weil wollüstige Männer ihre Triebe sonst nicht unter Kontrolle hätten.

Frau Rekers hat mit ihren dümmlichen Ansagen hoffentlich nicht die Büchse der Pandora geöffnet, denn sie hat die Begründungen der Islamisten unreflektiert übernommen. Wir haben uns denen anzupassen und die Politik ist bereit und willig, diese Anpassung zu leisten oder zumindest argumentativ zu begleiten. Was vielleicht nur unbedacht formuliert wurde, kristallisiert sich bei näherer Betrachtung als fatale Fehleinschätzung und ein Ausverkauf unseres Lebensstils und unserer Freiheit. Den Preis werden wir alle bezahlen und der Preis, so fürchte ich, wird hoch sein. Integration hatte ich mir jedenfalls anders vorgestellt und es gilt mehr denn je, aufzustehen und klare Kante zu zeigen.


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