Samstag, 5. September 2015

Wenn das Denken aussetzt

von Thomas Heck...

Die Flüchtlingsproblematik hat Europa voll im Griff und mittlerweile setzt das normale Denken vollkommen aus. So ist mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Orban, wahrlich keine Lichtgestalt europäischer Demokratie, der nunmehr letzte Politiker in Europa dafür angetreten und willens, das Dublin-Abkommen durchzusetzen, welches besagt, dass Flüchtlinge in dem Staat erkennungsdienstlich und asylrechtlich behandelt werden, wo sie Europa betreten. Dies kann naturgemäß nicht Deutschland sein, außer die Flüchtlinge würden mit ihren Schlauchbooten direkt Sylt anlaufen, um das Reizklima dort zu genießen und bei Gosh mit Shrimps und Austern notversorgt zu werden, wobei deutsche Gutmenschen vermutlich noch Champagner kredenzen würden, um zu zeigen, dass die deutsche Willkommenskultur nicht nur in Dunkeldeutschland beheimatet ist.


Ja, das Denken hat komplett ausgesetzt und die Politik reagiert gewohnt langsam. Nur, dass in dieser Frage eben nicht langsam und gemächlich rumgemerkelt werden darf, wie unsere Kanzlerin das sonst gerne mit anderen Themen macht, um zunächst die Stimmung in der Bevölkerung zu eruieren, damit ja keine kontroverse Diskussion entsteht.


Parallel werden kritisch hinterfragende Bürger moralisch in die rechte Ecke gestellt und mit den Schwachköpfen auf eine Stufe gestellt, die Molotowcocktails in Flüchtlingsheime schmeißen. Was bei Günter Grass offenen Antisemitismus und Israelhass noch mit dem geflügelten Satz "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" weggelächelt wurde, während muslimische angeblich integrierte Bürger im Beisein von Bundesjustizminister Maas "Juden ins Gas" skandierten, führt heute zur Stigmatisierung des Bürgers als Hetzer, Pack oder Nazi und führt zur moralischen und gesellschaftlichen Isolation. Der kritische Gedanke, friedlich geäußert und mit Argumenten unterlegt, wird sanktioniert, seine Träger aus der Gesellschaft ausgegrenzt. So wird der Diskurs in der Gesellschaft ausgehebelt, ein Meinungsfaschismus diktiert, was zu Stillstand und zur Unfähigkeit führt, Probleme sachlich zu analysieren und zu beheben. Ganze Weltreiche sind auf die Art zerbrochen. Ist das die Absicht der Linken und Grünen? Das Dublin-Abkommen ist faktisch ausgesetzt, Gesetzesbruch ist normal geworden. Denken nicht mehr erlaubt. Der Bürger setzt sich abends vor die Nachrichten und versteht die Welt nicht mehr.


So ist auch der britische Premierminister Cameron eingeknickt und will nunmehr syrische Flüchtlinge direkt aus den Flüchtlingslagern nach Großbritannien importieren, weil er offensichtlich noch nicht genug muslimische Hassprediger in seinem Land hat. Auch er kommt nicht mal auf die Idee, die Verantwortung der reichen Golfstaaten für ihre Glaubensgenossen einzufordern, die diese Menschen lieber an Europa verweist, anstatt sie selber aufzunehmen. Und die Welt schaut zu und schweigt. Und das mit Ländern wie Saudi-Arabien, wo sie und ich als Christ nicht einmal eine Bibel einführen dürften.


Und so bestimmen nur noch Bilder, wie die des ertrunkenen Jungen, die Medien und verdrängen die Suche nach Lösungen, benebeln die Sinne und verhindern, dass die richtigen Fragen gestellt werden. Im Falle des Jungen muss man schlichtweg feststellen, dass seine Familie natürlich aus Kobane kam und vor dem IS geflohen war, aber bereits seit 3 Jahren in der Türkei lebte und jetzt eben nicht dem Krieg aus höchster Not entflohen war. Der Vater hat sein Kind und seine Familie umgebracht, in dem er es in ein Schlauchboot setzte. Er hat sich nicht in Deutschland beworben, er ist nicht in die deutsche Botschaft gegangen. Nicht die EU, nicht Deutschland, nicht die USA, nicht die Schlepper, haben diesen Jungen umgebracht, sondern der Vater selbst. Dass er seinen Sohn jetzt ausgerechnet in dem Kobane beerdigte, von wo er geflohen war, wird nicht von den Medien genüsslich und mit tränenerstickter Stimme verbreitet, hinterfragt wird hier nichts mehr. So wundert sich auch keiner mehr, wenn verstärkt Asylanten in ihrer Heimat Urlaub machen und offensichtlich keine Angst vor Verfolgung mehr haben.


Unsere Politik ist jedenfalls total überfordert und wenn Bundesarbeitsministerin Nahles im Morgenmagazin verkündet "wir kriegen das schon irgendwie hin", dann weiß ich, dass da nichts geplant oder gesteuert wird. Deutschland wird sich also weiter auf hunderttausende Flüchtlinge einstellen müssen, die untergebracht, mit Nahrung und Wasser versorgt werden und natürlich auch medizinische und psychologische Versorgung benötigen. Von schulischer Betreuung, Sprachausbildung ganz zu schweigen. Schon bei unseren Obdachlosen versagt die Verwaltung, wie sollen die jetzt im Winter mit diesen Flüchtlingszahlen klarkommen? Ich frage mich ernsthaft, wann das Ordnungsamt bei mir klingelt und mir eröffnet, dass meine 4-Zimmer-Wohnung mit Garten und Terrasse für mich als alleinstehende Person etwas zuviel an Luxus ist und bei mir gleich eine 5köpfige Familie aus Syrien einquartiert wird und mir ein Merkblatt "Verhalten gegenüber muslimischen Flüchtlingen" aushändigt wird. Unmöglich ist nichts mehr und ich sehe keine politische Kraft, die Willens und in der Lage ist, dass praktisch Notwendige zu tun. 

Ich wünsche mir eine Politik, die endlich die Probleme benennt und sinnvolle Lösung umsetzt und damit meine ich nicht, eine Konferenz zur Diskussion der europäischen Flüchtlingspolitik. Denn egal, wie diese ausgerichtet sein wird, bleiben die Fragen, wie viele Flüchtlinge kann Europa aufnehmen, wo ist die Grenze und was für Maßnahmen sollten ergriffen werden, um den weiteren Zustrom zu stoppen. Auch wenn Linkspartei und Grüne JEDEN aufnehmen wollen, muss auch diesen Politclowns klar sein, dass es praktisch nicht grenzenlos geht und zu massiven Einschränkungen, Konflikten bis hin zum Bürgerkrieg kommen wird. Spätestens, wenn sich bestätigt, dass der IS tausende von Kämpfern auf diesem Wege eingeschleust hat.

Der Politik nehme ich übel, dass sie mich zwingt, einen Widerling wie Orban zu verteidigen. 

Auch erschienen auf Journalistenwatch


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Kommentare:

  1. Wie krank ist die Seite hier eigentlich? Suchen Sie sich Freunde & lachen mal öfters.

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    1. Bei Leute wie Ihnen vergeht einem leider das Lachen.

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  2. Bin mit jedem einzelnen Wort einverstanden. Ich bin eine Ungarin und hasse Orbán wie den Pest, muß ich trotzdem zugeben daß er hat sich in dieser Frage korrekt und Abkommengerecht verhalten. Die West-europeische Politikern wollen einfach nicht erkennen wie gefährlich diese Völkerwanderung ist. 😟

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